Beiträge von Philio

    Musik hören und selber machen, zeichnen und malen, fotografieren, reiten, ganz allgemein: etwas Neues lernen. Ich habe eher das Problem, dass ich mich zwischen all den Dingen, die mich interessieren, entscheiden muss 😂 Aber Routinen habe ich keine, das entspricht mir nicht - ich mache auch keine ToDo-Listen oder Tagespläne, daran würde ich mich sowieso nicht halten 😉

    Ich habe es vor Jahren mal mit Wine versucht, das ist auf dem Mac ganz analog zu Linux. Wenn ich mich richtig erinnere, hat das damals gut funktioniert.

    Die Alternative wäre eine virtuelle Maschine mit einer Windowsinstallation, wie das bereits erwähnte Parallels Desktop, aber für ein einziges Programm ist das schon ziemlicher overkill.

    Gareth Gates war ein britischer Sänger (=sprachlastiger Beruf), der stotterte, aber nicht während des Singens

    Da muss ich doch spontan an Scatman John denken, der hat sein Stottern auch durch singen überwunden … und auch einen Nummer-1-Hit daraus gemacht, den ich damals in den 90ern rauf und runter gehört habe 🙂

    Tatsächlich habe ich als Kind auch leicht gestottert, aber im Laufe der Adoleszenz ist es ganz verschwunden, ohne Logopädie. Allerdings wurde mir gesagt, dass ich manchmal minimal längere Sprechpausen mache als üblich - mir selber fällt das nicht auf, aber vielleicht ist das noch ein Überbleibsel 🤷🏻‍♂️

    Ich hatte Informatik als AG an einer Realschule in BW, das muss so um 1988 gewesen sein. Viel Theorie haben wir nicht gemacht, hauptsächlich am Projekt. Wir haben Snake in Basic programmiert, das weiss ich noch 😂 Zuerst auf einem Schneider CPC, dann auf einem 286er - HiTech damals 😉

    Ich bin ein Nachtmensch. Was ich abends vorbereiten kann, tue ich, damit ich morgens länger schlafen kann.

    Das hätte von mir sein können ☺️

    Ich finde es auch sehr entspannend, die Schulinfrastruktur ohne zeitliche Beschränkungen nutzen zu können. Ich war schon oft an Sonntagen oder in den Ferien an der Schule, um dort in Ruhe und ohne die Distraktoren, die in meiner Wohnung überall lauern, arbeiten zu können 😉

    Mein Bedauern darüber habe ich ja schon mehrfach zum Ausdruck gebracht.

    Hm, ich hatte ein wenig Latein (kein Latinum) und fand es tatsächlich auch spannend… heute kann ich aber nichts mehr und ich finde, man kommt auch sehr gut ohne klar.

    Von Goethe musste ich die Iphigenie lesen - hab ich damals ausnahmsweise auch gemacht, ganz ohne Lektürehilfe 😂 Seine Lyrik hatte ich nur in der Realschule (ich hatte aber auch Deutsch nicht als LK, vielleicht war es da anders), Zauberlehrling und Erlkönig. Wenn ich an dieser Stelle noch einen auf Bildungsbürger machen darf: Die Lyrik von Schiller gefällt mir deutlich besser 😛

    In Englisch kann ich mich gar nicht mehr an fiktionale Werke erinnern… aber irgendwas wird es wohl schon gewesen sein (auch hier kein LK). Shakespeare war es aber sicher nicht, das wüsste ich - ich mag Shakespeare 🙂

    Okay, mit den Banken muss man kein Mitleid haben. Und wenn ihr findet, eine Lehre bei der Sparkasse würde einen besser darauf vorbereiten, SuS angemessen Französisch oder Physik beizubringen, dann kämpft dafür!

    Hier fühle ich mich spontan angesprochen 😂 Ich habe tatsächlich eine Lehre bei der Sparbüchse gemacht und danach Physik studiert. Die Lehre hat mich nullkommagarnicht auf das Studium vorbereitet, auch nicht auf den Unterricht (wäre ich Wirtschaftslehrer, wäre das wahrscheinlich anders), da bin ich ganz bei dir.

    Allerdings hilft sie mir, mich besser in meine Lernenden an der Berufsschule hineinzuversetzen, denn alle haben eine Lehre gemacht, bevor sie zu mir kommen. Privat hilft sie mir schon auch, ich komme mit Finanz-, Versicherungs- und Behördendingen allgemein ziemlich gut klar.

    Abschliessend muss ich aber sagen - hätte ich damals als Teenager genauer gewusst, was ich eigentlich will, hätte ich keine Lehre gemacht, sondern gleich das Abi und studiert.

    Tut mir leid, dass ich eine klare Vorstellung von einem tollen Lehrer habe. Es ist mein Fehler. Ich hätte niemals googlen sollen, was einen tollen Lehrer ausmacht. Ich hätte niemals die wissenschaftlichen und empirischen Belege eines großartigen Lehrers erblicken dürfen. Die unzähligen tollen Lehrer, die genau die Qualitäten aufwiesen, von denen ich gelesen habe, existierten wohl nur in meiner Fantasie. Falls du die genannten Qualitäten nicht hast, und dich deshalb voll beleidigt fühlst, dann ist das absolut meine Schuld.

    :aufgepasst:

    Ah, das muss wohl diese „Ironie“ sein, von der ich mal ganz beiläufig gehört habe 😉

    Dass ich deinem Maßstab nicht standhalten würde, davon war ich bereits ausgegangen. Aber du darfst dir gerne das Bild von mir machen, das dir beliebt ^^ Meinungsfreiheit rulez 🙂

    Wer ist nun ein guter Lehrer ?

    Ein großartiger Lehrer kümmert sich um seine Schüler, sucht im Unterricht nach Möglichkeiten, Hilfen anzubieten, konversiert nicht nur mit starken sondern auch leistungsschwachen Schülern, verfeinert seinen Unterricht, fragt Schüler, was besser gemacht werden kann und wo sie Unterstützung brauchen. Bemessen wird der großartige Lehrer anhand der Fehlzeiten seiner Schüler, dem Notendurchschnitt und anderen messbaren Faktoren.

    Uhhh… na dann, wenn du schon alles weisst, kannst du ja das Studium überspringen und direkt nach den Sommerferien anfangen. Oder gleich in die Lehrerausbildung einsteigen. Anfänger mit dogmatischen Ansichten ohne Berufs- und Lebenserfahrung, die ihre Umwelt vom hohen moralischen Roß herab beurteilen - das kommt in Kollegien immer sehr gut an.

    Ich habe gestern einen Beitrag auf Reddit gelesen, wo eine Lehrerin aus Amerika entsetzt war, dass jeder Schüler in ihrem Kurs die Klausur verhauen hat. Jeder einzelne fu*king Schüler. Sie befürchte nun, ihren Job zu verlieren. Äähm, Hallo ? Erde an Lehrerin. Vielleicht hättest du dir vor der Klausur Gedanken machen sollen und mehr an deine Schüler denken, als um deinen Job zu bangen

    Erde an UsedToiletPaper: Ein Reddit-Beitrag ist kaum dazu geeignet, eine komplexe Situation zu beurteilen, geschweige denn einen Menschen.

    Da du scheinbar dazu neigst, moralische Urteile über Menschen zu fällen, gebe ich dir einen Tipp: gewöhne dir das ab.

    Lehrer A studiert Lehramt für einen sicheren Arbeitsplatz und guten Verdienst -> Das Ziel ist mit der Verbeamtung erreicht -> Die Erreichung des Ziels führt unausweichlich dazu, dass Lehrer A faul ist und keinen guten Unterricht gibt

    Diese These gibt ein verbreitetes Vorurteil wieder, würde ich sagen. Wie schon bemerkt: Ein sicherer Job als Motivation und guter Unterricht schliessen sich nicht aus.

    1. Warum bist du Lehrerin / Lehrer geworden ?

    Um mal eine andere Perspektive zu bringen: Noch bis Mitte 20 hätte ich mir nicht vorstellen können, Lehrer zu werden. Während meiner Zeit als Doktorand habe ich dann gemerkt, dass mir Lehre viel grösseren Spass macht als Forschung. Nach ein paar Umwegen bin ich dann an meiner jetzigen Schule gelandet und habe das Studium für Lehrpersonen Sek 2 gemacht. Unterrichten macht mir grosse Freude, besonders die Interaktion mit meinen Lernenden - ich sehe mich als Bergführer: Ich vermittle mein Wissen und weise falls nötig auf schwieriges Gelände hin, aber ich trage niemanden Huckepack zum Gipfel 😉

    2. Spielt der Grund für die Berufsauswahl im Schulalltag noch eine Rolle ?

    Ja klar. Lehren macht mir immer noch grossen Spass und wie ich andernorts schrieb: für mich der beste Job und ich kann mir keinen besseren vorstellen.

    3. Wie würden deine Schüler dich bewerten ?

    Das ist keine hypothetische Frage - ich führe regelmässig Feedbacks durch. Kurz zusammenfasst: sie finden mich wohl etwas strange, was wahrscheinlich daran liegt, dass ich ein etwas unkonventioneller Typ bin 😂 Menschlich, fachlich und pädagogisch scheinen sie mit mir zufrieden zu sein - das klingt jetzt prätentiös, aber die Bewertungen sind überwiegend gut bis sehr gut.

    Noch eine Anekdote: Ein Lernender von mir hat neulich gesagt, er würde mich am liebsten einpacken und zum Studium mitnehmen 😂

    Bonusfrage:

    Ist die Unkündbarkeit eines Lehrers eine gute oder schlechte Sache ?

    Ausser Konkurrenz: In der Schweiz sind Lehrer nicht unkündbar 😉

    Was unangemessen kurz ist, ist natürlich auch eine Geschmacksfrage... ich zum Beispiel empfinde kurze Hosen an Männern schon unangemessen kurz 😂 oder 1/2-Arm-Businesshemden... Ich weiss, ich habe hier eine krasse Aussenseiterposition. Aber über Geschmack lässt sich ja bekanntlich nicht streiten 😉

    Was den Zeitdruck in den Vollzeitbildungsgängen angeht, ist der bei uns (EDIT: in Niedersachsen!) nicht so hoch, wie von dir beschrieben. Denn zum einen stellen wir die Abschlussprüfungen selber (wenn mal aus zeitlichen Gründen ein Thema nicht behandelt werden konnte, wird es in der Prüfung eben weggelassen) und zum anderen haben diese Klassen nicht in jedem Fach eine Prüfung (die Berufsfachschulklassen z. B. teilweise nicht in den allgemeinbildenden Fächern, so dass ich dort etwas "freier" in der Themenwahl bin).

    Ja, die Abschlussprüfungen erstellen wir auch selber, aber der Inhalt ist durch den Rahmenlehrplan vorgegeben und die Abschlussprüfungen werden nachträglich durch die FH begutachtet - unsere Prüfungen müssen also in Breite und Tiefe dem geforderten Niveau entsprechen, weglassen dürfen wir nichts.

    Auf Abend- und/oder Samstagsunterricht hätte ich persönlich überhaupt keine Lust, muss ich sagen. Die würden meine Work-Life-Balance nachhaltig stören, weil ich dann noch weniger Zeit mit meinem Lebensgefährten verbringen könnte.

    Nun, ich bin aktuell Single 😉 Falls ich das mal nicht mehr sein sollte, wird sicherlich auch ein Kompromiss nötig sein ... aber bis dahin geniesse ich den Abend- und Samstagsunterricht sehr, bin auch sowieso nicht der Fan von typischen „Wochenendaktivitäten“. Ich hab lieber frei, wenn auch was los ist und ich in ein Cafe oder einkaufen gehen kann - unter normalen Bedingungen jedenfalls 😂

    Philio : Darf ich da mal kurz was nachfragen? Sind Vollzeitklassen grundsätzlich nur ein Jahr bei euch? Gibt es in der Schweiz keine mehrjährigen Fachschulen oder Berufsfachschulen?

    Sorry 🙂 Meine Aussagen bezogen sich nur auf meine Situation. Hier etwas mehr Background. 🙂

    Die Berufslehre ist mehrjährig und dual organisiert, wie in Deutschland auch. Während der Lehre können Auszubildende in bestimmten Berufen ausserdem die Berufsmaturität (Fachhochschulreife) mit erwerben (die sogenannte BM 1), oder nach dem Lehrabschluss in einem Jahr Vollzeit oder zwei Jahren Teilzeit (die sogenannte BM 2). Mathematik gibt es in der Berufslehre nicht als Fach, nur in der Berufsmaturität und aktuell unterrichte ich nur BM 2, also einjährige oder zweijährige Klassen mit volljährigen Lernenden. Kollegen in den Sprachen unterrichten sowohl in den Lehrlingsklassen als auch in der Berufsmaturität. Die Berufsmaturität ist der einzige allgemeinbildende Schulabschluss, der an einer schweizerischen Berufsschule erworben werden kann - im Gegensatz zu Deutschland gibt es über die Berufsschule keine allgemeine Maturität. Mit BM kann man aber anschliessend in einem Jahr Vollzeit die sogenannte „Passerelle“ machen und erhält damit die Zugangsberechtigung zur Universität oder ETH. Die Passerellenkurse finden an Maturitätsschulen für Erwachsene statt (typischerweise an Gymnasien angegliedert).

    Höhere Berufsbildung gibt es aber an Berufsschulen, das läuft alles über die Weiterbildungsabteilungen der Berufsschulen, da unterrichten aber überwiegend externe Dozenten.

    Zum Glück sind die Zeiten vorbei und in fast allen (oder sogar allen?) Bundesländern ist es verpflichtend, zumindest Grundkurse in Mathematik und Mathedidaktik zu belegen. Keiner der auch nur ein bisschen Ahnung hat, möchte das in der Grundschule und weiterführenden Schule jemand fachfremd Mathematik unterrichtet. Das ist in 99 % der Fälle nur Mist!

    Da kann ich nur aus meiner Position als Sek-2-Lehrer zustimmen. Ich frage gerne meine Lernenden nach ihrem früheren Mathematikunterricht und einige sagen mir, dass Sie fachfremd unterrichtet worden sind - das merke ich oft daran, dass grosse Lücken in den Grundlagen bestehen. Die Lernenden merken übrigens auch, ob ihr Unterricht sinnvoll war oder nicht... sie haben auch schon in jungem Alter ein sehr feines Gespür, ob die Lehrperson Ahnung vom Fach hat oder nicht.

    O-Ton einer Lernenden:„Wir haben in Mathe immer Projekte gemacht, der Lehrer hat uns Unterlagen für 4 Wochen abgegeben und danach sass er die restliche Zeit hinter seinem Pult. Wenn wir was gefragt haben, dann hat er gesagt, das alles in den Unterlagen steht. Ob wir das Thema verstanden haben, hat keine Rolle gespielt, am Ende bekam jeder eine 5.“

    Zweiter O-Ton: „Wir haben viel konstruiert und wenig Algebra gemacht. Algebra hat der Lehrer nicht gecheckt, das haben sogar wir gemerkt.“

    Zur Work-Life-Balance: In keinem meiner bisherigen Jobs war die so gut. Klar, ich habe auch Abend- und Samstagsunterricht, aber ich mag das gerne - da ist eine ganz andere Stimmung als in den Vollzeitklassen und weniger Zeitdruck. Dafür habe ich z.B. dieses Schuljahr 2 Tage unter der Woche frei.

    Ah ja, wo ich oben von Zeitdruck schrieb - der ist vielleicht ausgeprägter als an einem Gymnasium. Meine Vollzeitklassen sind ein Jahr da, da ist jede Lektion durchgetaktet, es gibt viele Prüfungen und kaum Spielraum für etwas anders - aussercurrikulare Themen kann ich da praktisch nicht behandeln. Auch das muss man mögen.

    Nachdem du das Berufskolleg erwähnst, meinst du wahrscheinlich NRW. Aber ich antworte trotzdem mal 🙂 Ich arbeite an einer Berufsschule in der Schweiz und mir gefällt es dort super. Am meisten, dass ich es dort überwiegend mit Volljährigen zu tun habe - die „lieben Kleinen“ sind nicht so mein Fall. Mit Eltern habe ich auch nichts zu tun - manchmal lerne ich Eltern an der Abschlussfeier kennen, aber meistens nicht. Liebe Kollegen, sehr gute Infrastruktur... für mich passt da alles. Klar, fachlich ist es nicht ganz so anspruchsvoll wie am Gymnasium, aber das nehme ich gerne in Kauf. An einem Gymnasium zu unterrichten, kann ich mir nicht mehr vorstellen... ich war neulich als Prüfungsexperte an einem, was ich dort mitbekommen habe an Diskussionen über den Umgang mit Eltern und wieviel Zeit da draufgeht - speziell darauf habe ich keine Lust 🙂

    Edit: Inspiriert durch die Antwort von Veronica Mars - der beste Job, den ich je hatte und ich kann mir aktuell keinen besseren vorstellen.

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