Aso ... Moment, dann mache ich doch einen Daumen hoch
😂😂 Dankeschön... mein Beitrag sollte jetzt aber kein „Daumen-hoch-baiting“ sein...
Aso ... Moment, dann mache ich doch einen Daumen hoch
😂😂 Dankeschön... mein Beitrag sollte jetzt aber kein „Daumen-hoch-baiting“ sein...
Ich kann Dir dafür keinen "Daumen hoch" geben auch wenn Du noch so Recht hast. Das Problem an der Stelle ist einfach, dass das bei uns in der Schweiz für Primar- und Sek-I-Lehrpersonen überhaupt nicht zutrifft.
Deshalb schrieb ich auch „sollte“ ![]()
Sämtliche Computergrafik ist ziemlich reine Vektorgeometrie (auch 2D Grafik, ein RGBA-Punkt ist auch ein 4D-Vektor).
Verfahren der linearen Algebra sind absolut grundlegend für alle Gebiete der Informatik. Ebenso diskrete Mathematik (was in der Schule ja gar nicht gemacht wird).
Architektur, Ingenieurwissenschaften - ich glaube, ihr unterschätzt die "blöden Vektoren" massiv.
Bedenke an der Stelle bitte, dass Philio und ich uns über den Schweizer Lehrplan aufregen, den Du gar nicht kennst. Du hast sicher recht, dass Vektoren nützlich sind, wir stören uns beide aber offensichtlich nur am Raum, den dieses Thema im Lehrplan einnimmt. Und als Naturwissenschaftlerin sage ich Dir eben auch, dass Integralrechnung echt nützlich ist, da sind wir wieder beim "Stoff" der fürs Grundstudium halt dann schon noch vorbereiten sollte. Ich finde genau wie Philio, dass im Grundlagenfach Mathematik mehr Lektionen auf Stochastik entfallen sollten, das können hinterher halt auch Mediziner und Psychologen noch gut gebrauchen.
Klar, in der Computergrafik braucht man Vektoren und in den Ingenieurswissenschaften auch. Aber mal ehrlich, wie hoch ist der Prozentsatz der Leute, die das studieren? Und selbst für die reicht Grundlagenwissen in der Schule völlig aus und wer mehr braucht, lernt es im Studium. Ich wollte ja das Thema nicht ganz wegwerfen, aber wie @Wollsocken80 oben schrieb, auf die Grundlagen beschränken.
Ich habe in theoretischer Physik promoviert und ich kann sicher behaupten, dass ich in meinem ganzen Unizeit bis dahin nie eine Schnittgerade von zwei Ebenen habe bestimmen müssen. Das Konzept eines Vektors ist natürlich nützlich und wichtig, keine Frage, aber deshalb muss man jetzt nicht die Geometrie in extenso nochmal in Vektorensprache vor den Lernenden in der Schule ausrollen.
Gegen die Lineare Algebra habe ich übrigens nichts gesagt, ganz im Gegenteil. Wie ich schrieb, mir ging es nicht um Vektoren an sich, sondern um die meiner Ansicht nach viel zu breit ausgedehnte Vektorgeometrie (da unterscheiden sich auch die Schweiz und Deutschland nicht viel, wenn ich das noch richtig weiss).
Von einer breiter aufgestellten Stochastik würde ein weitaus grösserer Teil der Lernenden profitieren, davon bin ich fest überzeugt. Sozialwissenschaften, Wirtschaft, Psychologie, Medizin, keine dieser Wissenschaften kommt ohne Stochastik aus.
Über eine Kürzung der Integralrechnung lässt sich schon diskutieren, aber ganz weglassen würde ich auch sie nicht 😉
Ich entnehme dem Du hast Erfahrung
Aber tatsächlich hat sich da in den letzten Jahren einiges geändert. Im Zuge des HarmoS-Prozesses haben sich die Kantone der Nordwestschweiz zu einem gemeinsamen Bildungsraum zusammengeschlossen in dem seither auf allen Stufen näherungsweise die gleichen Lehrpläne gelten. Es gibt da wirklich nur noch marginale Unterschiede vor allem im Wahlpflichtbereich. Der nächste Lehrplan für die Gymnasien und Fachmittelschulen wird gar für alle deutschschweizer Kantone der gleiche sein (...)
Noch eine kleine Anmerkung für Mitleser ausserhalb der Schweiz
Für die Berufsmaturität ist der Rahmenlehrplan tatsächlich bundeseinheitlich, da sie (wie übrigens die gesamte Berufsbildung) der Hoheit des Bundes unterliegt. Den Kantonen obliegt zwar die Ausführung, aber die Vorgaben kommen vom Bund.
Im Fach Mathematik hat sich die Herangehensweise (jedenfalls in NDS, wo mind. ein grafikfähiger Taschenrechner vorgeschrieben ist, dieser kann grundsätzlich auch Gleichungen lösen, Taschenrechner mit CAS können dies sogar algebraisch, also auch für Gleichungen mit Parametern) in den Jahren seit meiner Schulzeit (Abi Anfang der 90er) grundsätzlich geändert.
Die mit der Einführung dieser TR verbundene Hoffnung war, dass man befreit von der Last der Algebra interessantere, realistischere Aufgaben würde bearbeiten können. Dies hat sich m.E. nicht erfüllt, die Aufgaben sind ob ihrer Konstruiertheit eher lächerlich, die algebraischen Fähigkeiten hingegen sind verloren.
Was ich mich beim Thema GTR/CAS immer frage - wie konnten die Entscheidungsträger je der Auffassung sein, dass es anders kommen würde? Klar, damit kann man Gleichungen lösen, Integrale und Ableitungen berechnen, usw. die von Hand nicht oder nicht so einfach lösbar sind - aber die Frage hätte doch sein müssen, was das für das Verständnis bringt? Sicher kann man mehr damit machen, aber dass der Benutzer dadurch auch mehr versteht, dass bezweifle ich doch arg... ich gebe aber zu, dass ich mit GTR/CAS im Unterricht keine Erfahrung habe, da in meinen Unterrichtsprofilen nur ein WTR zugelassen ist.
Was ich mir aber allgemein für Sek 2 Unterricht in Mathe wünschen würde, gerade im Hinblick auf die Studierfähigkeit, ist, dass wir mehr dazu kommen könnten, den Lernenden mathematisches Denken beizubringen. Die aktuellen Rahmenbedingungen laufen ja letztendlich darauf hinaus, dass Aufgaben nach Schema F gelöst werden müssen. Viel Zeit geht aber momentan auch dafür drauf, nicht verstandenes Grundlagenwissen aufzuarbeiten - jedenfalls geht mir das so. Da bleibt leider, aller Binnendifferenzierung zum Trotz, oft nur das Rezeptlernen als kleinster gemeinsamer Nenner.
Wenn ich könnte, wie ich wollte, dann würde ich viel mehr Wert auf Modellieren legen. Damit käme der Alltagsbezug auch automatisch - Voraussetzung sind dann aber auch Themen, mit denen das gut geht. Ganz häretisch würde ich z.B. die Vektorgeometrie radikal zusammenstreichen und nur noch Grundlagen machen - die „alltagsbezogenen“ Aufgaben hier sind ein Musterbeispiel der Künstlichkeit. Ausbauen würde ich dafür die Stochastik - denn wenn Studierende an der Uni jemals wieder etwas mit Mathematik zu tun haben (sofern sie kein MINT Fach studieren), dann ist die Chance am Grössten, dass es dann Themen aus der Stochastik sind.
Warum sollte denn ausgerechnet der Hausmeister davon profitieren dürfen, am Besten noch während seiner regulären Arbeitszeit?
Nun, es war von der Schulleitung sicherlich so gewünscht und mit ihr vereinbart, sonst hätte er das ja nicht gedurft. Ich sehe darin auch nachträglich kein Problem.
Noch ein Kommentar zum akademischen Anspruch an eine Lehrperson. Ganz unabhängig vom Lehramt sollte jeder Lehrperson, egal auf welcher Stufe sie unterrichtet, durch das Studium bewusst werden, wie Forschung in ihren Fächern funktioniert und dass unser Lehrbuchwissen nicht auf Bäumen gewachsen, sondern Ergebnis eines langen Forschungsprozesses ist. Und sie sollte sich dessen bewusst sein, dass unser Lehrbuchwissen auch nicht in Stein gemeisselt ist und neue Forschungsergebnisse täglich publiziert werden.
Vermutlich auch "Durstlöscher?" ....davon hatten wir es neulich erst.
Das gab es damals noch nicht... Durstlöscher kenne ich auch erst durch den Thread. Das damalige In-Getränk war Capri-Sonne, das es ja heute in anglisierter Form als Capri-Sun immer noch gibt 😉
Aber damals wie heute ist mir das Liebste an zuckerhaltigen Erfrischungsgetränken immer noch eine klassische Cola (und manchmal ein Energy, wenn es für den Kaffee nicht mehr reicht) 😂
In der Dorfschule sollte es definitiv eine Mensa oder Schulküche geben - kenne ich ja direkt von ihr
.
Ja, sollte es ... aber wie weit das von der Wirklichkeit weg ist, kann ich nicht sagen.
Noch ein Schwank aus meiner Jugend - obwohl ich in einer Grossstadt aufgewachsen bin, gab es Schulmensen währen meiner Schulzeit (80er) gar nicht, auch keine Ganztagesbetreuung. In der grossen Pause verkaufte der Hausmeister Brötchen und ernährungswissenschaftlich wertvolle Lebensmittel wie saure Schlangen, Schokoriegel und Kakao im Tetrapak 😋 Fand das Angebot übrigens lecker, es hat sich auch niemand über die „ungesunden“ Sachen beschwert, soweit ich weiss.
Ich mag das auch. Als ich klein war, wurde bei Oma noch das Schwein geschlachtet und verwurschtelt. Z.B. zu saarländischem Schweinskäs (Schweinkopfsülze) - sehr sehr lecker.
Ja, da könnte ich als gebürtiger Schwabe mit Kutteln noch einen drauf setzen 😂 oder mit Hirnsuppe - gab es beides bei meinen Grosseltern und ich mag das tatsächlich.
Wir haben zum Glück eine Mensa, die ich gar nicht mal schlecht finde. Ich esse da an jedem Schultag (ausser Samstag, da gibt’s kein Mittagessen). Essen selber irgendwohin mitnehmen war mir schon immer ein Graus - Essen durch die Gegend schleppen ist nicht meins, wenn ich Hunger habe kaufe ich mir was.
Meine Schule ist direkt neben dem Bahnhof und der Innenstadt, der Bahnhofsupermarkt und die nächsten Döner-Verkäufe sind problemlos zu Fuss erreichbar, auch in einer kurzen Mittagspause (meine Lernenden haben an den Tagen mit Nachmittagschule mindestens eine Schulstunde Pause). Mit Velo oder Auto kann auch der nächste McDoof locker in der Mittagspause erreicht werden 😉
Aber was ich sagen wollte: Die Auswahl an Verpflegung hängt natürlich sehr von der Infrastruktur ab, in einer Dorfschule sieht das ganz anders aus.
Hm, ein Ref wie in Deutschland gibt es in der Schweiz nicht - aber als ich mit dem Lehramtsstudium begonnen hatte, war ich 40. Das Ganze ist mehr auf mit dem Seiteneinstieg in Deutschland vergleichbar - für Sek 2 Lehrer ist das hier aber der Standard, einen Fachmaster muss man schon vorher haben. In das Studium sind Unterrichtsbesuche integriert, nennt sich hier Erfahrungspraktikum. Die meisten unterrichten aber schon ein Teilpensum parallel zur Lehrerausbildung.
Ich persönlich fand mich „im richtigen Alter“ und fast alle in meinem Jahrgang waren über 30.
Was mich an meisten an mir selber überrascht hat - privat bin ich eher introvertiert, aber wenn ich vor der Klasse stehe, bin ich der Entertainer
Und ich fühle mich sehr wohl dabei, vor Leuten zu stehen - Lampenfieber hatte ich nicht eine Sekunde. Das macht vielleicht doch die Lebenserfahrung... ob ich mit Mitte 20 so entspannt gewesen wäre, da bin ich mir nicht sicher.
Obwohl es etwas stressig war, Studium und Unterricht unter einen Hut zu bekommen, war es alles in allem machbar. Nachdem ich sowieso ein Nachtmensch bin, fällt es mir auch relativ leicht, zu ungewöhnlichen Zeiten zu arbeiten.
Vor den grossen Zusammenhängen kommen nämlich erst mal die Grundlagen und das fänden wir doofen Sek-II-er wirklich schick, wenn die einfach einmal sässen und man in der Mathe z. B. im 10. Schuljahr nicht noch mal Bruchrechnen üben müsste. Aber was schreibe ich denn, "Stoff" wird ja überbewertet.
Ist zwar meinerseits OT, aber dieser Aussage kann ich einfach nur zustimmen!
Meine Erwachsenen rechnen auch fröhlich Nenner plus Nenner und es kostet eine unheimliche Energie, solche Dinge auszubügeln, die die Lernenden offenbar nie richtig verstanden haben.
Du hast vollkommen Recht. Ich habe überlegt, wenn ich ein Kind mit Förderbedarf Lernen hätte (denn über ein fremdes Kind lässt sich immer leichter urteilen als wenn es das eigene wäre), was ich ihm raten würde: Ich würde ihm auf jeden Fall eher zu dem Fachpraktiker raten. Selbst wenn das Ganze von Staat oder Kirche bezuschusst wird, es würde meinem Kind aufzeigen: "Ich kann etwas und bekomme sogar Geld dafür.", statt ohne Gegenleistung einfach Hartz IV zu bekommen. Ich bin mir sicher, dass es sowas wie den Fachpraktiker in vielen Ländern nicht gibt - da können wir froh sein, dass sich der deutsche Staat so sehr überhaupt bemüht, Menschen mit Behinderung in den Arbeitsmarkt zu integrieren.
Noch ein Outside-View. In der Schweiz gibt es etwas ähnliches, das Eidgenössische Berufsattest (EBA). Eine niederschwellige zweijährige Ausbildung, an deren Ende die Absolventen einen Beruf haben, dessen Bezeichnung typischerweise „-assistentin“ bzw. „-assistent“ lautet (z. B. Detailhandelsassistent). Seit einiger Zeit ist das die institutionalisierte Form dessen, was früher hier „Anlehre“ hiess. Dieser Abschluss kann nachträglich aber noch zu einem regulären Berufsabschluss erweitert werden, danach können dann auch höhere Schulabschlüsse über die berufliche Schiene erworben werden (Berufsmaturität, Passerelle zur allgemeinen Hochschulzugangsberechtigung). Jedenfalls in der Theorie. Der Arbeitsmarkt ist aber für EBAs nicht gerade rosig.
Ja, der Harry ist echt cool... wir haben damals an der Uni in einem Forschungsprojekt mit ihm zusammengearbeitet (genauer gesagt, meine Kollegin), deshalb hatte ich auch mal das Glück, in persönlich kennenzulernen. Er ist privat wirklich genau so wie im Fernsehen - man könnte ad hoc eine Kamera einschalten und es käme eine fernsehtaugliche Aufnahme heraus. Fast ein bisschen unheimlich 😂
Philio - vermutlich derselbe Nebel (ich wohne auch nicht weit vom Bodensee)
Ja, sehr wahrscheinlich der selbe - und falls nicht, ist meiner bestimmt mit deinem verwandt 😂
Danke für den Hinweis 🙂 Früher war ich da sehr viel aktiver, aber heutzutage erfahre ich von astronomischen Ereignissen meistens nachträglich aus der Zeitung... Mein Teleskop aufbauen lohnt sich nicht, das Wetter sieht nicht nach klarem Himmel aus. Das ist aber am Bodensee in dieser Jahreszeit der Regelfall. Ausserdem habe ich keine freie Sicht auf den Horizont, unter 50 Grad keine Chance. Aber falls es kurzfristig aufklaren sollte lege ich mal mein Fernglas bereit, dann kann ich kurzfristig zu einem Aussichtspunkt gehen 🙂
(...) Und Moodle ist nicht wahnsinnig schlecht und veraltet (Beipiele?), sondern ein System, in das man sich genau so einarbeiten muss wie in anderes Software auch.
Ehrlich gesagt bin ich sehr froh, dass Moodle bei uns de facto durch Teams/OneNote/Sharepoint abgelöst worden ist... die Aktivitäten in Moodle habe ich nie gebraucht, weil das meiste nicht in mein Unterrichtskonzept passt. Und für BYOD Unterricht mit Tablet und Pen bringt Moodle einfach nicht die Voraussetzungen mit - es ist ja auch nicht dafür gemacht worden.
(...) Im Alltag braucht man davon an Berufsschulen und "höher" - hier rede ich wirklich nur von denen, in den Vorbereitungsklassen sieht das vielleicht ganz anders aus, aber die habe ich nicht - wenig. Ich denke, LehrerInnen an allgemeinbildenden Schulen müssen deutlich mehr aktiv an Akzeptanz und an der Beziehung arbeiten. Bei uns sitzt man automatisch ziemlich im gleichen Boot. Die Jungs wissen, dass die Abschlussprüfung unser gemeinsames Ziel ist, haben sich das im Gegensatz zu so manchem "Normalschüler" auch selbst gesteckt. Wenn Du dann fachlich noch ein bisschen was drauf hast, hast Du auch bald ihren Respekt.
Meine GESAMTE Pädagogik beschränkt sich auf das, was irgendwer hier im Forum auch sinngemäß von mir in seiner signatur zitiert: Sei konsequent, authentisch und dabei kein Arsch. (...)
Ja, das kann ich absolut bestätigen - ist bei mir auch so. Ich unterrichte an der Beruflichen Schule auch nur Vollzeitklassen und keine Lehrlinge, also Menschen, die sich (mehr oder weniger) freiwillig für diesen Weg entschieden haben. Ich würde sagen, meine Beziehung zu meinen Lernenden ist gut - auch wenn die Noten öfter mal schlecht sind.
Die Beziehungsarbeit geht im Schnellverfahren, denn die meisten habe ich nur ein Schuljahr, dann haben sie schon ihren Abschluss.
Was noch dazukommt: Ich habe Empathie für Menschen, die sich mit meinem Fach schwer tun - ich weiss, das Mathe nicht jedermanns und jederfraus Sache ist. Trotzdem versuche ich zu vermitteln, das Mathe spannend sein kann und man sieht mir auch an, dass mich mein Fach begeistert (diese Rückmeldung habe ich schon häufiger bekommen). Ausserdem nehme ich mein Fach nicht so wichtig... viele meiner Lernenden wollen später nichts mit Mathe machen, und man kann auch glücklich werden, wenn man kein Mathe kann. Wenn sie den Abschluss wollen, dann müssen sie da aber durch. Bei aller persönlichen Empathie gibt es da auf der fachlichen Seite keinen Kompromiss - wer trotz Hilfestellungen die Mindestanforderungen nicht erreicht, schafft den Abschluss nicht. Was für mich noch dazu kommt - wenn ich fordere, dann liefere ich auch. Prüfungen korrigiere ich oft noch am selben Tag (in Mathe geht das), spätestens aber am Wochenende. Und wenn Lernende individuelle Hilfe brauchen, dann bekommen sie die im Rahmen meiner Möglichkeiten auch von mir.
naja, in einem durchschnittlichen Ausbildungsberuf macht man, auch wenn man fertig ist, eben regelmäßig wiederkehrende Aufgaben.
Die Kunden erwarten nun mal z.B. bei einer Bank, dass der Geldautomat regelmäßig befüllt wird. Was soll man da tagtäglich spannendes erleben?
Nichts. Das trifft auch auf die meisten Bankangestellten zu - unter anderem deshalb ist mir die Entscheidung für ein Studium sehr leicht gefallen 😉
Das weckt leidliche Erinnerungen.
Ich habe seinerzeit in meinem früheren Leben eine Ausbildung in der Verwaltung gemacht. Dabei musste man alle drei Monate die Behörde wechseln und somit verschiedene Stellen durchlaufen. Begrüßt wurde ich stets mit dem Ausruf "Oh, wir haben ganz viel Ablage, die abgeheftet werden muss." Und das war dann auch mein drei Jahre langer Arbeitsalltag (mit eher wenigen Ausnahmen). Dementsprechend sahen dann auch die Einträge im Berichtsheft aus. Viel rein geschrieben habe ich nicht, weil ich mir mit der Zeit selbst blöd vorkam, wöchentlich dasselbe einzutragen.
Der Inhalt des Berichtsheftes ist dann von den Verantwortlichen in der Ausbildungsleitung auch kritisiert worden, was aber nicht hieß, dass das auf die Aufgabenstellungen zurück gespiegelt wurde ( ... )
(Vielmehr wurde erwartet, dass ich die Ablage kreativ vielfältig umschreibe.)
Also ja, war in meiner Erfahrung völlig unnütz.
Ja, das kreative Umschreiben der Ablage kenne ich auch 😂 Ich wusste ja, was ich laut Ausbildungsplan hätte lernen sollen, also habe ich es auch reingeschrieben. Der zuständige Abteilungsleiter hat es dann unterschrieben 😂 Es gab ja schon auch Lehrgespräche dazu... aber praktisch angewendet habe ich vieles nicht. Da war die Ablage wichtiger.
Werbung