Beiträge von Milk&Sugar

    Hallo keckks,

    stimmt natürlich, viel praktische Erfahrung habe ich noch nicht in der Arbeit mit Kindern, weswegen mir das mit der Beziehung in dem Ausmaß noch nicht so klar war. Dahingehend ist vlt. diese Zwitterrolle, in der ich aktuell noch bin (und ja auch im Praktikum irgendwo immer war), eine zusätzliche Herausforderung. Doch, doch, mit den Mädchen unterhielt ich mich schon und auch in den Praktika war es immer mein Bestreben, mit den Kids auch ein paar "nette" Worte auszutauschen (z.B. erinnere ich mich noch daran, dass im letzten Praktikum ein Kind Instrumentalunterricht begann, was ihm die Möglichkeit gab, mir von seinen ersten Eindrücken zu erzählen). Dieses Gefühl "einschreiten zu müssen" ist vlt. noch so eine Nachwehe aus dem letzten Praktikum, in dem mich meine Mentorin stark in das Unterrichtsgeschehen einband und ich daher weniger in der Beobachtungsposition war. Man will ja auch einen guten Eindruck machen (Wir wurden jetzt im Seminar noch einmal darauf hingewiesen, uns engagiert in der Schule zu zeigen.), es sich gleichzeitig nicht mit den Kids verscherzen und im Idealfall auch noch pädagogisch sinnvoll handeln - gleichzeitig heißt es von außen nur "Mach mal!".

    Mit freundlichen Grüßen

    Was Keckks meinte, ist dass du nicht nur allgemein mit den Schülern redest, sondern in Situationen, wie "sich gegenseitig hochpuschen" ein Gespräch beginnst um das Gekreische zu beenden. Genauso wenn die Jungs hinten zu laut sind, dazu setzen, ein Gespräch beginnen, darauf bestehen, dass sie nacheinander reden .... Das wirkt oft schon mal Wunder.

    Für das nächste Mal wäre es auch sinnvoll, wenn du dich vielleicht im Vorhinein der Klasse vorstellst, bzw. von der Lehrkraft vorstellen lässt, damit die Schüler wissen, dass du nicht nur stiller Mitfahrer sondern eben auch Lehrer bist.

    Und mit angemessener Strenge verscherzt man es sich nicht mit den Kindern ;)

    Ich bin jetzt kein Relilehrer und kann deshalb inhaltlich nichts beitragen.
    Deshalb nur ein paar allgemeine Anmerkungen:

    - Welche Klassenstufe ist es? Sind sie im Lesen so fit, dass sie den Text problemlos schaffen? (Was ist denn BL?)

    - Verstehe ich den Ablauf richtig?
    1. Die Schüler lesen einen Text und sollen in Gruppen einen Vortrag erarbeiten
    2. Die Schüler erklären den Text den Mitschülern und präsentieren dabei ein vorher gebasteltes Plakat
    3. Die Schüler machen sich während des Vortrags Notizen
    4. Die Schüler diskutieren in Gruppen über die Vorträge
    5. Die Schüler vervollständigen ihre Notizen Zuhause
    Das empfinde ich etwas viel für 45 Minuten, hängt natürlich aber von der Klasse ab.

    - Was mir fehlt ist ein gemeinsamer Start und ein gemeinsames Ende. Welches Ziel soll denn die Diskussion am Ende haben? Kann man das nicht gemeinsam noch verbildlichen? Auch das Beenden Zuhause wäre bei uns nicht gut gekommen.

    - Du sagst ja die 4 Punkte hängen an der Wand, kann man da nicht am Ende eine gemeinsame Zusammenfassung machen - wie gesagt ich kenne mich mit dem Thema nicht aus aber z.B. abstimmen welche Theorie man am ehesten unterstützt.

    - Wie greifst du die Geschichte mit den zwei Jugendlichen am Schluss wieder auf?

    Ich zähle auch immer nach bevor die Schüler den Raum verlassen - das wurde uns im Ref so deutlich eingetrichtert, das habe ich gemerkt.

    Mir passiert es eher, dass mir ein Schüler seine Arbeit, nach der Korrektur, irgendwo zwischen Tür und Angel zurück gibt und ich sie einfach in die Tasche stecke. Dann dauert es manchmal etwas bis ich sie wieder finde.


    Eher passiert es mir, dass Schüler auch in der 10. Klasse noch vergessen ihren Namen auf die Arbeit zu schreiben, die sind dann immer ganz erstaunt, wenn sie dann keine Arbeit zurück bekommen :P . Sie müssen nach der Stunde dableiben und ihre Arbeiten dann zuordnen lassen.
    Einmal hatte ich zwei Schülerinnen mit sehr ähnlicher Schrift, die waren sich dann selbst nicht mehr sicher, von wem welche Arbeit war. Zum Glück hatten beide die gleichen Punkte 8) .

    Danke für eure Rückmeldungen.

    Vielleicht hätte ich noch mehr dazu sagen müssen: Es ist Berufskolleg, also nur Sek. II und es geht konkret um die Schüler im Bildungsgang mit Fachhochschulreife. Also Vollzeit und Schwerpunkt Chemie. Dadurch auch die Fächer mit den Vertiefungen. Aber die Anregungen passten und genauso, dass es so gut und notwendig ist.

    Es kam mir einfach so eintönig vor, aber vielleicht muss ich das einfach genießen lernen. Ich werde das mit der Selbstkontrolle einführen. Dann sehen sie anhand dieser auch noch einmal, wie der Rechenweg ordentlich aussehen sollte. Viel Übung brauchen die meisten einfach.

    Und dann versuchen verschiedene Schwierigkeitsgrade zu setzen, das ist noch eine gewisse Schwierigkeit.

    Das mit dem Kaffee derweil klingt auch gut.

    Gerade am Anfang sind solche Stunden doch echt gut. Du hast sie vorbereitet und kannst dann - gerade an 10 Stunden Tagen - am Tag selbst etwas zurück fahren.
    Gerade die älteren Schüler finden es meist gut, wenn man sie ohne viel Firlefanz auf das Ziel (Abschlussprüfung) vorbereitet.

    In der Zeit in der die Schüler arbeiten kannst du dann entweder auf Probleme einzelner eingehen oder dich eben mal kurz zurück lehnen :)

    Ich lasse auch häufig alleine arbeiten und die Ergebnisse liegen/hängen für alle Schüler aus zur Selbstkontrolle. In der Zeit gehe ich dann auf individuelle Fragen einzelner Schüler ein und helfe denen, die Hilfe brauchen.

    Die Rückmeldungen dazu waren zumeist positiv und es klappt in meiner Klasse (sehr unterschiedliches Niveau, teilweise starke Störungen bei Frontalunterricht) ziemlich gut.

    Noten mache ich auf diese Übungen keine, gebe den Schüler aber durchaus zu verstehen, dass in einer Stegreifaufgabe, Schulaufgabe ... ähnliche Aufgaben zu bearbeiten sind. Wer die Aufgaben im Unterricht dann gewissenhaft bearbeitet hat und bestenfalls zuhause noch etwas geübt hat, der sollte dann keine Probleme haben.

    Wir bekommen leider generell nicht die Möglichkeit es machen zu können.
    Das mit dem Staatsexamen ist bei uns an der Schule auch so und völlig ok das Unterschiede zwichen 1 und 2 Staatsexamen gemacht wird.

    Mich ärgert nur die Argumentation der Schulbehörde und in betracht das in den Kommenden Jahren ne menge Lehrer an den Berufschulen fehlen werden ist es ein Witz wie die mit den Leuten umgehen die Feuerwehrmann spielen.

    Aktuelles Beispiel: An unserer Schule suchen sie einen Lehrer für Metalltechnik vorraussetzung ist Bechelor, am geignesten ist ein Ingenier Lohneinstufung ist die A10 bis 11.
    Ich lach mich dabei Tod ein Ingenier verdient in der Freien Wirtschaft so ab 4000 Euro aufwärts oder sogar mehr...und wir wissen alle was bei der A10 oder 11 rauskommt.
    Und dazukommt noch wenn man einen Bechelor hat muss man kein Rev machen auch wenn man etwas Studiert hat das frei von Phädagogik ist....muss ich wohl net verstehen.

    Vielen Dank für deine Antwort

    C. Capo2110

    Ich glaube du hast mich missverstanden. Es wird nicht zwischen 1. und 2. Staatsexamen unterschieden sondern zwischen Beschäftigten mit 2. Staatsexamen an öffentlichen und privaten Schulen.

    Ich weiß jetzt gerade nicht sicher welche Ausbildung du hast aber wenn in den nächsten Jahren viele Berufschullehrer gesucht werden, könntest du ja doch noch über einen Seiteneinstieg an einer öffentlichen Schule nachdenken. Oder eben die Ausbildung nachmachen.

    Und zum Thema Personalsuche:
    Du schreibst sie suchen, wer sagt denn, dass sie auch einen finden?

    Auch wenn ihr anerkannt seid und die Schulbehörde zahlt, seid ihr doch eine Privatschule und da kann das Ganze noch mal anders laufen. Auch bei uns werden Lehrkräfte mit 1. und 2. Staatsexamen an einer privaten Schule meist nicht so gut entlohnt wie an einer staatlichen Schule. Und sie haben sogar die gleiche Qualifikation.

    Kannst du das Ref nachmachen?

    Hab jetzt gerade noch mal drüber nachgedacht.

    Du bekommst das Geld immer am Monatsende für den vergangenen Monat.
    Du hast - warum auch immer - im September schon das Geld für Oktober bekommen.

    Dann wäre es nur logisch, wenn du das nächste Mal erst Ende November das Geld für November bekommen würdest.

    Die Aussage des Landesamt war wahrscheinlich allgemein und nicht auf diese spezielle Situation bezogen.

    Bei uns sind es hauptsächlich Mathe, Physik, BWR und Französisch, Englisch seltener aber auch hin und wieder.

    Das liegt daran, dass das alles Fächer sind, die eben seit Jahren aufeinander aufbauen und wem die Grundlagen fehlen, der hat dann in den höheren Klassen ein Problem.

    Zwischen den Fächern gibt es deshalb keine Diskussionen, eher grundlegende Überlegungen wie man das Grundwissen aufbauen kann.
    In den Fächern selbst arbeiten die Fachschaften meist ziemlich eng zusammen um zu verhindern, dass bei einem Lehrerwechsel das böse Erwachen kommt.

    Hi,

    bist du dir sicher, dass das Geld im September für September und Oktober war? War das vielleicht noch irgendeine Nachzahlung? Ich kenne keinen Angestellten, der das Geld im voraus bekommen hat.
    Die Angestellten dich ich kenne, haben meist im November oder Dezember das erste Mal Geld für die Monate September und Oktober bekommen.
    Ich würde an deiner Stelle am Montag noch mal anrufen und nachfragen.

    Ich schließe mich den anderen an. In Seminaren und Vorlesungen sitzen Leute aus verschiedenen Semestern und mit unterschiedlichen Hintergründen, dass man da nicht überall mitreden kann, ist verständlich.
    Warte erst mal ab, wie die Klausuren im Dezember laufen, manchmal reden die Leute viel, bekommen dann aber schriftlich nicht viel hin.

    Jetzt mal zu deinen Fragen (habe sie einfach mal durchnummeriert)

    1. Ging es euch im Studium auch mal so?
    2. Geht das irgendwann weg?
    3. Kann man das irgendwie beschleunigen?
    4. Ist es normal, dass man von vielen Dingen noch nie etwas gehört hat?
    5. Und vielleicht am Wichtigsten: Wie komme ich von diesem ewigen Perfektionismus weg? Letztens gab es hier einen Faden in dem es um Perfektionismus und Burnout ging. Da ich ungern in 10 Jahren auch so einen Faden eröffnen möchte, frage ich jetzt.

    1. und 2. Oh ja, wird aber mit der Dauer des Studiums besser.
    3. Wenn du möchtest, kannst du zusätzlich zur geforderten Literatur natürlich noch weiterführende Literatur lesen (einfach mal den Dozenten fragen, was er empfiehlt)
    4. Ja, sonst müsste man ja nicht studieren :)
    5. Du sagst selbst, dir ging es in der Schule schon ähnlich, überlege dir, was hat dir da geholfen? Wer kann dich unterstützen? Lies mal im Burnoutfaden, da gibt es einige Tipps zur Selbsthilfe. Wenn es nicht besser wird, dann solltest du dir lieber zu früh als zu spät professionelle Hilfe holen. An jeder Uni gibt es z.B. Psychologen die sich mit solchen Fällen auskennen.

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