Beiträge von plattyplus

    Machen wir auch... wir erfüllen alle Wünsche, wenn es möglich ist.

    Bei uns wird auch ziemlich viel möglich gemacht. Probleme gibt es allerdings immer dann, wenn es um Berufsschulklassen geht, die nur einen Tag/Woche da sind und Fächer betroffen sind, die nur von ganz wenigen Kollegen (zumeist nur 1 oder 2) unterrichtet werden. Hinzu kommt das Problem Abendschule.

    Vor langer Zeit hatten wir da regelmäßig das Problem, daß es in einem Fach nur zwei KuK gab, die das unterrichten konnten/durften und eine Person davon Teilzeit hatte mit dem Verweis: "Ich kann erst zur 3. Stunde kommen, ich muß die Kinder erst in die Kita bringen (alleinerziehend)."

    Der Kollege in Vollzeit verwies darauf: "Wenn ich am Vorabend bis 22 Uhr in der Abendschule unterrichtet habe, habe ich ein Anrecht auf 11 Stunden Ruhezeit und kann ebenfalls erst zur 3. Stunde, es gibt nur Doppelstunden, eingesetzt werden.

    So, wen schickst jetzt am Folgetag in die 1. und 2. Stunde? Die Kollegin, die auf ihre Teilzeit und die Kita verweist oder den Vollzeit Kollegen, der auf seine Ruhezeiten hinweist. Welches Kriterium hat die höhere Priorität?

    Das ist möglich, wenn man über Monate fehlt. Wie gesagt gab es da wohl massive Absentismus-Probleme.

    Was willst denn machen, wenn ein Schüler gar nicht (oder maximal 3 Tage/Jahr) im Unterricht erscheint?

    Wenn im Zeugnis "nicht beurteilbar" steht, wird der Schüler damit ja nicht versetzt. Oder es werden halt die unentschuldigten Fehlstunden mit der Note 6 gewertet. Dann haben sie halt eine Latte 6er auf dem Zeugnis. Führt auch nicht zur Versetzung.

    Hätte ich Lust mit akut förderbedürftigem und verhaltensproblematischem Klientel zu arbeiten, hätte ich ein anderes Lehramt studiert. Ja, die Leute sind da und müssen beschult werden, ist halt so und ich hab auch nicht groß gejammert, sondern das halt zähneknirschend gemacht. Aber ich hab trotzdem in jeder Stunde die Minuten runtergezählt.

    Bei mir war es ähnlich, als ich in der Ausbildungsvorberitung eingesetzt war und dort in der Klasse für Schüler, die die Hauptschule nach Klasse 6 verlassen haben, weil sie die 5. Klasse viermal und die 6. Klasse dreimal gemacht haben und irgendwann einfach 16 Jahre alt waren. Ich sag nur: "Absentismus über Jahre hinweg." Das war also wirklich der Bodensatz vom Bodensatz und die Schüler wußten auch, daß alle, die auch nur ein wenig auf dem Kasten hatten, bereits in "bessere Ausbildungsgänge" aussortiert wurden.

    Um die Schüler hinten, so ab der dritten Reihe, überhaupt noch zu erreichen, war meine Grundlautstärke im Unterricht damals so extrem, daß es nicht nur meinen Kollegen in den Nebenräumen sondern auch denen auf der kompletten Etage unmöglich war zu unterrichten. Selber leiser zu werden hat nichts gebracht, dann gingen die Schüler komplett über Tische und Bänke. Die Kollegen standen regelmäßig bei mir und faselten etwas davon, daß wir doch leiser sein sollten. Am Ende war genau diese Lautstärke das stärkste Argument, daß ich in solchen Klassen nicht mehr zu unterrichten brauchte. Wobei man das, was da lief, eh nicht unterricht nennen kann. Das war zum Großteil nur eine Bespaßung von angehenden Kleinkriminellen. Jedenfalls prahlten sie schon damit, daß ihr polizeiliches Führungszeugnis eben nicht mehr blanko war.

    Vielleicht tröstet ja der Gedanke, dass es vermutlich nichts für die Ewigkeit ist.

    Das Makabere dabei ist ja: Je mehr man sich reinhängt, um den Laden doch irgendwie am Laufen zu halten, desto schlechter kommt man von dieser Strafexpedition wieder weg. Wenn man jedoch "defekt spielt", hält einen irgendwann die Schulleitung unfähig die IK Klassen zu unterrichten und man wird sie sehr viel schneller wieder los.

    Ich finde das System auch zum Würgen :uebel:, aber so läuft es in der Realität leider.

    Doch, manchmal hilft das. Aber wenn du meinst, dass der Kollege dir noch zuhört und Tips à la "die armen SuS haben es auch nicht leicht" interessiert wahrnimmt, dann ist es dir unbenommen, noch mehr davon zu posten.

    Und ich dachte jetzt im ersten Moment, daß "Chantal, heul' leiser. Mehr fällt mir dazu nicht mehr ein." eine Empfehlung sein soll, wie Avitor mit seinen Schülern umgehen soll. :rotwerd:

    Die Radfahrer haben einfach das System einer Warteschlange noch nicht verstanden und halten sich für was Besseres. Zumindest wenn ich den Fahrstil mancher Fahrradkurriere sehe, frage ich mich ob sie nicht schon in suizidaler Absicht unterwegs sind. Rote Ampeln sind für die nur eine Empfehlung, genauso wie Einbahnstraßen, Fußwege, ...

    Wie muss ich mir das denn vorstellen? Aber ich sehe schon, eine Radlerin darf man überholen, muss gar. Die ist ja im Weg.

    Ich habe auch kein Problem damit von Radfahrern überholt zu werden, in den Alpen bergrunter komme ich den Radfahrern weder mitm Auto noch Motorrad hinterher. Mit dem Fahrrad könnte ich es theoretisch wohl schaffen hinten dran zu bleiben, aber dafür fehlt mir der Mut.

    Also so lange Radfahrer, E-Bikes, ... im fließenden Verkehr schneller sind, sollen sie alle gerne überholen. Nur bei uns sind sie im fließenden Verkehr ja eben gerade nicht schneller. Sie drücken sich rechts an der Warteschlange vorbei, stellen sich vorne an die Ampel und sobald es wieder losgeht, halten sie alle anderen auf.

    Wie sagte mein Fahrlehrer damals so passend: Wenn du schon jemandem direkt vor die Schnautze fährst (kurz vor einem Anderen auf eine Straße einbiegst etc.), dann gib wenigst richtig Gas und bremse ihn nicht immer noch weiter aus!

    Super, komm einfach zu uns und ordne den Hof mit 500 Kindern so, dass man da noch was machen kann.

    Wie viele Quadratmeter haben wir zur Verfügung? Wie ist der Platz geschnitten?

    Könnte man auch im Schulhaus einen sportlichen Event starten, z.B. einen vertikalen Marathonlauf, also in einem Treppenhaus vom Erdgeschoß ins oberste Stockwerk, dann im zweiten Treppenhaus wieder runter und dann 25 Runden oder sowas?

    Nicht schön zu sehen, wie die Umweltzerstörerfraktion immer noch keine Ahnung hat, wo das Gemüse wächst...

    Nicht schön zu sehen, wie die Öko-Fraktion immer noch keine Ahnung hat, daß es bei einer reinen Öko-Landwirtschaft schon heute gar nicht mehr möglich wäre die Weltbevölkerung zu ernähren.

    Im Jahr 2050 werden bei einer Weltbevöklerung von 10 Mrd. Menschen in den Entwicklungsländern 1.400m² ausreichen müssen, um einen Menschen zu ernähren. Das wird von der Ackerfläche her gewaltig eng.

    Wenn nicht überholt wird, schaffen es noch weniger Autos über eine Ampelphase und der Stau wird noch größer.

    Stimmt leider sogar, da bei uns an den Hauptstraßen die Ampeln auf „grüne Welle“ geschaltet sind. Wenn man also an der ersten Ampel losfährt und konstant 50km/h fährt, kommt man passend zu den folgenden Ampeln, wenn sie gerade auf grün umschalten. Ist halt blöd, wenn man irgendeine Schnarchnase im PKW oder einen Radler vor sich hat, der das Tempo nicht mitgehen will oder kann. Dann kommt während der Grünphase niemand zu den folgenden Ampeln und in der Rotphase staut sich wegen der einen Person alles auf.

    Ziel dieser Peteition ist es also, dass „Roller“ besser gegen das innerörtliche Tempolimit verstoßen können?

    Ziel ist es, daß sie im Verkehr mitschwimmen können und eben nicht wegen ihrer aktuellen bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von 45km/h an den unmöglichsten Stellen überholt werden. Nicht ohne Grund haben sich in meiner Jugend alle, die es sich irgendwie leisten konnten, eine Simson Schwalbe oder s50 geholt. Die Dinger konnten in der DDR 60km/h fahren und dank Bestandsschutz durften sie das nach der Wende auch.

    Wäre übrigens auch schön, wenn linksabbiegende Autos sich vor einer roten Ampel nicht trotz viel Platz links in der Spur so weit rechts einordnen würden, dass man als Radfahrerin nicht dran vorbeikommt, zwei Ampelschaltungen aufs Geradeausfahren warten und dabei den Auspuffdreck einatmen müsste.

    Wäre übrigens auch schön, wenn einzelne Radfahrende sich nicht an der Ampel vordrängeln würden und so die ganze PKW- und LKW-Kolonne immer wieder zu lärmenden, energieintensiven und abgasverursachenden Überholmanöver provozieren würden, weil sie im Fahrbetrieb mit der Geschwindigkeit der übrigen Verkehrsteilnehmer nicht mithalten können.

    Genau wegen dieser provozierten Überholerei habe ich ja auch die Petition unterschrieben, auf das Roller demnächst 60km/h fahren dürfen und nicht 45. Dann könnten sie innerorts im Verkehr mitschwimmen.

    Und wer genau hat denn da das Problem?

    Naja, es frustriert halt, wenn man dann nach der Warterei an der Ampel immer wieder hinter dem selben Radfahrenden festhängt, weil man zum Überholen erst den Gegenverkehr abwarten muß. Der Radfahrende sich dann aber wieder an der nächsten Ampel vordrängelt anstatt sich hinten in der Schlange anzustellen wie alle Anderen auch.

Werbung