Beiträge von plattyplus

    die wollen halt nichts falsch machen

    So lange keine Datenschutz-Fundis unter den Eltern sind, mag das stimmen. Ich mußte mal für eine Besichtigung einer Kernforschungsanlage im Rahmen einer Klassenfahrt sämtliche Namen und Adressen der Schüler angeben, wohl weil der BND alle auf etwaige terroristische Hintergründe abgeklopft hat.

    Das war eine verdammt schwere Geburt den Eltern zu erklären, daß das nun einmal so ist.

    die Interessen der Lehrerschaft im Ganzen vertritt sie da meiner Meinung nach nicht.

    Das sehe ich leider auch so. Würde sie uns wirklich vertreten, würde sie nicht solche Schauplätze wie die Inklusion aufmachen sondern z.B. in sämtlichen Bundesländern Musterfeststellungsklagen gegen die Höhe der Beamtenbesoldung anführen.

    —> https://rsw.beck.de/driz/top-thema…h%C3%A4ltnisses

    Motto: Wir kämpfen für unsere Mitglieder an allen Fronten.

    Gute Vorschläge sind herzlich willkommen.

    Ich wäre erst einmal dafür, daß die GEW klar und ausschließlich die Anliegen der Lehrer vertritt, was Arbeitsbedingungen und Bezahlung angeht. Es ist nicht die Aufgabe der GEW sich zur Inklusion zu äußern, zu Flüchtlingen aus der Ukraine oder zur Gesellschaftspolitik. Wenn man aber auf der Webseite der GEW nachschaut, findet man genau solche Themen.

    Und ja, ich erwarte von einer Gewerkschaft, daß sie sich klar vor die Mitglieder stellt, auch wenn sie sich damit mit Schülern, Eltern und dem Schulministerium gleichzeitig anlegen muß. DAS ist die Aufgabe einer Gewerkschaft.

    Stattdessen findet man in den Medien so etwas: https://www.news4teachers.de/2023/03/gew-fo…en-schulsystem/

    Da fordert die GEW allen Ernstes mehr Inklusion obwohl sie wissen muß, daß die eigenen Mitglieder bereits jetzt aufgrund der Arbeitsbelastung auf dem Zahnfleisch gehen, die Gewerkschaftsforderungen noch mehr Arbeit bedeuten und man somit konstatieren muß, daß die Gewerkschaft sogar gegen die eigenen Mitglieder arbeitet. ;(

    Die 11,5% sind das aber nur bei den unteren Gehaltsklassen. Bei den oberen Klassen ist das weitaus weniger.

    Derweil denke ich, daß zumindest die verbeamteten Lehrer vor Gericht mehr Erfolg haben werden, wenn es um die Alimentation geht, als die GEW für die Angestellten erstreiken wird. Dafür fehlt es der GEW an Führungskräften, die wissen auf welcher Seite sie stehen.

    Macht es derzeit eigentlich einen organisatorischen Unterschied, ob die Klassenfahrt nach UK, USA, Australien oder Neuseeland geht? Visa bräuchte man ja wohl für alle Länder gleich.

    Ich muß gerade daran denken, daß vor einigen Jahren eine Klasse nach Australien geflogen ist, weil wirklich alle Schüler in der Klasse die Fahrt vom Amt bezahlt bekommen haben und es so keine Eltern gab, die aufgrund extremer Kosten intervenierten.

    Wenn dudurchgehend VZ arbeitest (ich mache es einfach) und deine Vollpension von 71% hast, kennst du nur den Prozentsatz.
    Wenn du mit A12 beginnst, nach 20 Jahren A13 und die letzten 5 Jahre A14 hast, dann hast du 71% von A14.
    Bei der Rente würde prozentual auch eingehen, dass du vorher A12 und A13 hattest (was natürlich wesentlich fairer wäre bzw. ist)

    Danke!

    Wenn es die anderen Forenuser so verstehen, ist es gut. Ich dachte der Einfachheit halber auch ausschließlich an Vollzeit, nur sind die Anwärterbezüge von A13 während des Refs. natürlich wesentlich geringer als die höchste Erfahrungsstufe in a13, a14, a15 oder a16.

    Was die Fairness angeht, versuchen so mache KuK bei uns erst am Ende ihrer Karriere befördert zu werden, damit sie nur relativ kurz die Zusatzaufgaben, die mit der Beförderung verbunden sind, ableisten müssen und trotzdem den Pensionsanspruch der höheren Besoldungsgruppe bekommen. Die letzten beiden Kollegen, die verabschiedet wurden, hatten ihre höchste Besoldungsgruppe nur ca. 3,5 Jahre inne.

    Auf den Petersdom klettern

    Genau, der Blick runter von der Kuppel auf den Baldachin hat was.

    Ansonsten könnt ihr auch mal versuchen, ob ihr zur Heiligen Messe in den Petersdom kommt. Als ich noch ein 5jähriger Knirps war, sind meine Eltern mit mir nach Rom gefahren. Als wir am Petersdom waren, war zufällig der erste Mittwoch im Monat. Mein Papa versuchte erfolglos Eintrittskarten zu kaufen, als uns drei Soldaten der Schweizer Garde „zusammengetrieben haben“ und wir mit einer spanischen Besuchergruppe in den Petersdom geführt wurden. Am Ende stand ich als Knirps direkt vorne an der Absperrung und Johannes Paul II, damals noch fit, hielt die Messe ab. Die kleinen Kinder wurden ja immer ganz nach vorne gelassen, damit die etwas sehen können. Die Erwachsenen gucken ihnen ja eh über die Köpfe.

    Obwohl ich nicht katholisch bin, muß ich zugeben, daß das schon so richtig beeindruckend war.

    arbeite ich nur die letzten 3 Jahre Vollzeit und kassiere dann die volle Pension!

    Quatsch! Für jedes Jahr Vollzeit bekommst Du als Beamter 1,79% Pensionsanspruch, so daß du nach 40 Jahren bei maximal 71,75% ankommst. Für Teilzeitarbeit bekommst du entsprechend jährlich weniger Pensionsanspruch, bei 50% Teilzeit entsprechend ca. 0,9%.

    Um mit 50% Teilzeit den vollen Pensionsanspruch zu erhalten, müßtest Du theoretisch also 80 Jahre im Dienst sein.

    Bei der Rente läuft das mit Entgeltpunkten.

    Der wesentliche Unterschied: Bei der Pension wird der Prozentsatz auf das Vollzeitgehalt der letzten drei Jahre angewendet, während bei der Rente, bedingt durch die Entgeltpunkte, das durchschnittliche Lebenseinkommen herangezogen wird. Da wir aber unsere höchsten Gehaltsstufen üblicherweise erst am Ende der Karriere erreichen und nicht bereits mit 25 und dann zurückgestuft werden, ist der Unterschied beträchtlich.

    Bsp.: Als Zivi hatte ich einen Sold von ca. 260€ monatlich, als Referendar hatte ich als Anwärter hatte ich 1150€ monatlich. Damit war ich weit unter dem Durchschnitt und hätte entsprechend wenige Entgeltpunkte bekommen und erst am Ende der Karriere mit großem Gehalt entsprechend mehr. Als Beamter habe ich aber in all den Jahren jeweils einen Pensionsanspruch von 1,79% erwirtschaftet und diese 1,79% beziehen sich nicht auf die Anwärterbezüge sondern auf das Endgehalt vor der Pensionierung , also wahrscheinlich A14 in der höchsten Erfahrungsstufe. Würde man es mit der Rente vergleichen, hätte ich als Anwärter in jedem Jahr nur einen Pensionsanspruch von ca. 0,3% erwirtschaften dürfen.

    Kurz: Ergibt es Sinn (finanziell für die Pension gesehen), sich zu verbeamten, wenn man maximal 35 von 40 Jahren für die Pensionsberechnung einbringen kann?

    Es ergibt auf jeden Fall Sinn, weil die Pension 71,75% vom Gehalt der letzten drei Erwerbsjahre beträgt, wohingegen die Rente nur 44% vom Durchschnittsgehalt bringt. Da sind also gut 27% mehr drin bei der Pension. Außerdem ist das Einkommen am Ende der Karriere üblicherweise eher höher als der Durchschnitt, so daß der Unterschied noch größer wird.

    Für den Pensionshöchstsatz muß man allerdings 40 Jahre schaffen, aber selbst wenn Du „nur“ 35 Jahre zusammenbekommst, dürfte der Unterschied ähnlich groß sein, weil für die 44% Rente natürlich auch eine entsprechend lange Erwerbsbiographie notwendig ist.

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