aber StudienanfängerInnen, die Lehramt machen wollen, zu raten, nicht Lehramt zu studieren, ist m.E. wirklich kein guter Rat, weil es ja keine OBAS-Garantie gibt.
Ich kenne leider viel zuviele Leute aus meinem privaten Umfeld, die in den 1980ern trotz 2. Staatsexamen in der Tasche keine Kollegen geworden sind, einfach weil damals praktisch niemand eingestellt wurde.
--> Mit Volldampf in die Sackgasse, Spiegelartikel aus dem Jahr 1985
Entsprechend ist meiner Meinung nach das Risiko der Nicht-Einstellung nach erfolgreicher Beendigung des Referendariats durchaus gegeben. In dem Artikel heißt es, daß bis 1975 jeder eingestellt wurde (auch Quereinsteiger) und dann ab 1980 praktisch niemand mehr. Dazwischen lagen nur 5 Jahre, ein Lehramtsstudium inkl. Referendariat dauert länger. Wenn ich das auf die aktuelle Situation runter breche, läuft man mit einem Lehramtsstudium auch heute wieder volles Risiko dann bei Beendigung des Studiums mit einem nutzlosen 2. Staatsexamen dazustehen. Wohingegen man mit einem auf die Wirtschaft ausgerichtetem Studium wenigstens nicht komplett mittellos dasteht. Sollte dann bei Studienende doch Lehrerbedarf sein, kann man flexibel reagieren.
Dass man aber wegen der Unterschiede zu OBAS die gesamte Lehramtsausbildung nebst Besoldung umkrempelt, scheint mr etwas verdreht.
Die Besserstellung der OBAS-Ausbildung widerspricht halt meinem Gerechtigkeitsempfinden auf ganzer Linie, wohl auch deswegen, weil ich selber trotz besserem 2. Staatsexamen an meiner Ausbildungsschule nicht übernommen wurde, der OBASler mit gleicher Fakulten-Kombination, der gleichzeitig fertig wurde, hingegen schon. Er hatte schließlich schon bei Beginn des Vorbereitungsdienstes die Übernahmegarantie in der Tasche, wenn er mit der Note 4,0 besteht. Es folgten 1,5 Jahre HArtz 4, weil unser Arbeitgeber bei Refis (=Beamten auf Widerruf) ja nicht einmal in die Sozialkassen einzahlt.
Ceterum censeo OBASinem esse delendam!