Beiträge von plattyplus

    Ignoranz?

    Ich denke in dem Zusammenhang immer an meinen Südafrika-Auffenthalt zurück. Damals hat mir die „schwarze Frau“, es waren mehrere, um genau zu sein, erklärt, daß es ihr in den Zeiten der Apartheid besser ging. Klar durfte man im Bus nur hinten sitzen, im Park gab es nur Bänke für Weiße, die Schulen waren getrennt und qualitativ extrem unterschiedlich. Aber sie hätten damals mehr Geld in der Tasche gehabt als heute, der Bus fuhr wenigstens und man konnte in den Park gehen, weil die Kriminalität wesentlich geringer war. Im Vergleich dazu würde man sich heute in seiner Wohnung/Hütte quasi selber einsperren und könne nachts alleine eh nicht mehr auf die Straße.

    fossi74

    Ich denke, daß man die Spitzenkandidatin der Grünen deswegen beim Vornamen nennt, weil sie eben nicht Robert oder Winfried heißt. Kurzum: Sie ist nur deswegen Spitzenkandidatin geworden, weil sie eine Frau ist und die Grünen in ihrer Parteisatzung stehen haben, daß die ungeraden Plätze in einer Rangfolge und damit auch immer der erste Platz von einer Frau besetzt werden müssen.

    Das Theater um die Saarland Grünen bestätigt das ja. Als dort ein Mann auf einmal auf Listenplatz 1 war, war der Kommentar von Annalena: „So haben wir (Pluralis majestatis) und das nicht vorgestellt.“

    Jedenfalls finde ich Wortbildungen a la „ver(baer)bockt“ schlimmer als die Frage ob nun Vor- oder Nachname.

    Spannend?

    Da wird es noch die 17. Neujahrsansprache von Merkel geben bevor die neue Regierung steht.

    Interessant empfinde ich aktuell den Kampf ums Finanzministerium, denn Grüne und FDP formulieren den Posten des Finanzministers aktuell als rote Linie, hat der Minister doch als einziger ein Veto-Recht bei allen Entscheidungen der Regierung.

    Klar wäre eine neue GroKo, diesmal unter anderen Vorzeichen, möglich. Aber bereits bei der letzten GroKo mußte der Bundespräsident die beiden Parteien im Sinne der Staatsraison daran erinnern, daß Deutschland eine Regierung braucht. Die beiden Parteien wollen nicht zusammen regieren und ob die CDU/CSU den Verlierer Laschet als Galionsfigur ins Rampenlicht stellen will, glaube ich auch nicht.

    Ich denke, daß wir die Ampel bekommen werden und die CDU/CSU Laschet in der Versenkung verschwinden läßt.

    Ich hoffe, daß sowohl die CDU/CSU als auch die SPD aus dieser Wahl lernen, daß es keinen Sinn macht einen Spitzenkandidaten aus einem parteiinternen Machtgeplänkel heraus zu bestimmen. Will man gewinnen, muß man einen für große Teile der Bevölkerung wählbaren Spitzenkandidaten aufstellen.

    Die Union hat es falsch gemacht, aus internen Gründen durfte die CSU als kleinere Partei nicht den Spitzenkandidaten stellen. Die SPD hat es richtig gemacht, sie haben ihrem linken Flügel um Esken und Kühnert vor den Kopf gestoßen mit Scholz und gewonnen.

    Vorläufiges amtliches Endergebnis: Linke 4,9%. :victory:

    Leider noch Fraktionsstatus durch drei Direktmandate. Aber für rot-grün-rot reicht es nicht. :klatsch:

    Mal gucken auf welchen Kanzler von Annalenas und Christians Gnaden sich Grüne und FDP einigen werden? Armin oder Olaf, die beiden haben es selber nicht in der Hand.

    Doch besser, denn "alte weiße Männer" haben das Sagen und das Geld. Die andren nicht.

    Das sag mal dem "alten weißen männlichen Lehrer" in einer Grundschule. :pirat:

    Ichg sag nur: "Die Gleichstellungsbeauftragte muß immer weiblich sein, auch wenn die Männer in dem Job und in dem Betrieb in der absoluten Minderheit sind."

    Also ich denke, daß wir noch sehr lange Tankstellen haben werden, allein schon wegen der ganzen LKWs, Baumaschinen, Rasenmäher, ... Bisher sollen ja "nur" die PKWs elektrifiziert werden.

    Wobei das dann auch lustig werden wird, wenn praktisch nur noch Diesel nachgefragt wird und kaum noch Benzin. Bei der Erdöldestillation ist der Anteil an Diesel, Benzin, Kerosin, Schweröl, ... ja relativ fix. Mit jedem Liter Diesel produziert man automatisch auch einen Liter Benzin, so in etwa zumindest.

    Da mangelt es uns dann an Diesel und dafür saufen wir in Benzin ab. :teufel:

    Ich habe jetzt einmal bei Google-Maps getestet, wie lange ich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln benötigen würde, statt mit meinem Benziner.

    Habe ich auch gerade mal gemacht. Ich muß morgen um 7:30 Uhr in der Schule sein und brauche noch ca. 10-15 Minuten vom Bahnhof bis zur Schule. Ich müßte also um 07:15 Uhr am Bahnhof eintreffen.

    Ergebnis davon: Ich müßte abends um 21:19 Uhr hier wegfahren und wäre um 23:12 Uhr am Zielbahnhof. Heute müßte ich schon um 19:34 Uhr los, weil Sonntag ist. Anschließend darf ich dann vor der verschlossenen Schultür übernachten. Würde ich den ersten Bus/Zug morgens nehmen, wäre ich zu spät.

    Mit dem Auto brauche ich bei gemächlicher Fahrt 65 Minuten und das Auto fährt zu jeder beliebigen Zeit.

    Das deckt sich auch damit, daß die Azubis unserer Landesfachklassen mit Firmenwagen zur Schule kommen. Mit dem ÖPNV ist das einfach nicht möglich morgens auch nur halbwegs pünktlich zu kommen. Da dürfte sonst der Unterricht immer erst zur 3. Stunde beginnen.

    Fazit: Auch wenn immer wieder die öffentlichen Verkehrsmittel hoch gelobt werden. Sie sind für mich keine Alternative.

    Für mich auch nicht.

    Über weitere Tipps, was man in Hamburg unternehmen kann, würde ich mich ebenfalls freuen, insbesondere über solche, die nicht ganz so offensichtlich sind.

    Das habe ich mit einer 12. Klasse gemacht:

    • Airbus Werksbesichtigung (Das war das Highlight der Tour.)
    • Brauereibesichtigung Holsten
    • Museumsschiff Rickmer Rickmers (ggf. mit Kletterkurs in die Takelage, wenn sich genug Schüler dafür finden)
    • Miniatur Wunderland
    • Automuseum Prototyp
    • Hafenrundfahrt
    • Besichtigung Millerntor-Stadion (FC St. Pauli)

    Ggf. könnte man noch machen:

    • Tierpark Hagenbeck
    • Planetarium oder Sternwarte
    • Dungeon

    Mit diesem glorifizierten Golfcart kann man also nichtmal wirklich auf der Autobahn fahren, oder?

    Der Wagen hat eine bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit von "über 60km/h", entsprechend darf er auf die Autobahn. Allerdings würde ich das nur machen, um in Hamburg durch den Elbtunnel zu kommen oder bei uns hier über die wenigen Weserbrücken. Also letzte Auffahrt vor der Brücke auf die Autobahn, über die Brücke und nach 2km wieder runter.

    Der Twizy ist ein typischer Zweitwagen, der eh mehr steht als fährt.

    Genau das ist geplant (oder eben gar kein eigenes Auto mehr, wenn die Vernunft siegt).

    Ich habe mein Auto neu gekauft, habe jetzt 320tkm auf der uhr und plane den Wagen mindestens noch bis zur 500tkm-Marke zu fahren. Dann dürfte der Wagen mechanisch irgendwann einfach fertig sein. Mal sehen, wie es dann in 3-4 Jahren um die Elektromobilität steht.

    Für eine Basis an zuverlässiger Energie wären Atomreaktoren immer noch die beste Wahl. Diese unglaublich überhastete und unüberlegte Entscheidung für den sofortigen Ausstieg auf der Atomkraft wird uns noch lange lange in den Allerwertesten beißen. Besonders, wenn wir den Klimaschutz immer aggressiver vorantreiben wollen.

    Ich bin derweil eher der Meinung, daß wir die Kohleverstromung so lange weiter betreiben sollten, bis die Kernfusion soweit ist. Das heißt im Umkehrschluß natürlich, daß die Politik als Staatsziel die Losung ausgeben müßte, daß wir so einen Fusionsreaktor auch bauen wollen und entsprechende Forschungsgelder in die Hand nehmen.

    Aktuell läuft in Frankreich ja das ITER-Projekt. In 2025 wollen sie mit diesem Forschungsreaktor zeigen, daß sie eine Kernfusion auch am Laufen halten können. Die bisherigen Fusionsreaktoren waren einfach zu klein, so daß das Verhältnis von Volumen zu Außenfläche zu schlecht war. Es ging zuviel Wärme über die Außenflächen verloren, als das das Fusionsfeuer am Laufen gehalten werden konnte.

    --> https://www.dw.com/de/kernfusions…innt/a-41680070

    Laut Max-Planck-Institut produzieren Fusionsreaktoren zwar auch Atommüll, allerdings hat dieser nur eine Halbwertszeit von wenigen Jahren und muß entsprechend nur 50 bis 100 Jahre gelagert werden. so eine Atommülllagerung traue ich der Menschheit zu, die Lagerung über Jahrmillionen hingegen nicht.

    So viele?!? An meiner BBS sind es max.30-35%, schätze ich (insbesondere Fachpraxislehrkräfte).

    Bei uns sind auch weit über 50% aller Neueinstellungen Quereinsteiger. Nur die altgedienten Lehrkräfte halten die Quote der originär ausgebiuldeten Lehrer oben. Daher denke ich auch, daß man das Lehramtsstudium gleich komplett abschaffen sollte oder zumindest an die Besserstellung der Quereinsteiger angleichen.

    Ist das immer noch so? Also: dass die Zeiten, in denen viel Strom gebraucht wird, außerhalb der Nachtstunden liegen?

    Wenn die Kohle- und Atomkraftwerke weg sind, werden sich die Peak-Zeiten an der Stromproduktion und dem Wetter orientieren und nicht mehr so sehr an den Verbrauchsspitzen. In einer windstillen Nacht ist dann auch peak, auch wenn praktisch keine Elektroherde in Betrieb sind. Das ist mit den erneuerbaren Energien halt absolut nicht planbar.

    Und ja, daß Pumpspeicherkraftwerk am Edersee gibt es noch. Aber bei dem Stromverbrauch, der mit der Elektromobilität zu erwarten ist, würde das rein theoretisch die Republik auch nur 1 Minute mit Strom versorgen. Rein praktisch geht soviel Wasser in so kurzer Zeit gar nicht durch die Turbinen durch. Sobald die Schallgeschwindigkeit in dem Medium (also im Wasser) erreicht wird, ist bei inkomplressiblen Medien Schluß mit der Durchströmungsgeschwindigkeit.

    Deshalb wäre es nett, wenn du mir vielleicht per PN schreiben könntest, um welches Auto es sich handelt.

    Wie wäre es mit einem Renault Twizy? In der 80km/h Version (45km/h sind dann ja doch etwas langsam) kostet der 12.200€ Listen-Neupreis. (45km/h: 11.500€). Geladen wird der Kleinstwagen an einer Schuko-Steckdose, so daß eine teure Drehstrom-Installation entfällt. Normale Steckdosen sollte man in der Garage dann ja doch haben.

    Und du fährst nie mehr mit deinem Auto ins Ausland (viele europäischen Länder kennen keine "deutsche Liebe" zum Verbrennungsmotor, haben die Abschaffung schon längst beschlossen, mag sich um wenige Jahre verschieben, aber sicher nicht ewig).

    ich habe sogar eine 32A Drehstomsteckdose in der Garage, könnte also mit 22kW laden. Aber ich habe keine Lust dazu morgens meinen Schulleiter anzurufen und zu sagen, daß ich nicht kommen kann, weil der Akku meines E-Autos leer ist, da der Stromversorger mir über Nacht die Wallbox in der Garage abgestellt hat. Zuverlässigkeit geht jedenfalls anders.

    Wie ich gerade lesen durfte werden in England die Wallboxen von Elektro-Autos vom Energieversorger lahmgelegt, wenn das Stromnetz nicht genügend Energie zur Verfügung stellen kann.

    --> https://www.thetimes.co.uk/article/e-car-…kouts-jnm2m86pz

    Also für mich bedeutet das, daß das E-Auto für mich damit tot ist, ich beim Diesel bleibe und wir tunlichst weiter auf Kohlekraftwerke setzen sollten, weil Wind und Sonne nicht grundlastfähig sind. Sie stehen schlicht nicht 24/7 zur Verfügung.

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