Beiträge von plattyplus

    Die STIKO spricht Empfehlungen aus, keine Zulassungen, Erlaubnisse oder Verbote. Und solange nicht klar ist, wie eine Altersgruppe einen Impfstoff verträgt, spricht sie keine generelle Empfehlung aus.

    Das bestreite ich ja auch gar nicht, daß die Stiko nur Empfehlungen ausspricht und keine Erlaubnisse oder Verbote. Für mich klingt der Satz der Stiko aber nicht so, daß sie keine Empfehlung aussprechen. Für micht klingt er so, daß sie eine Empfehlung zur Nicht-Impfung aussprechen.

    wird derzeit nicht allgemein empfohlen

    Und genau das empfinde ich verwerflich. Dann sollten sie lieber komplett die Klappe halten oder sagen, daß sie gar nichts dazu sagen können. Das sich die Ärzte nach der Stiko Empfehlung zur Nicht-Impfung richten ist verständlich. In der Folge wird den Kindern die Impfung dann vor Ort verweigert.

    Eine Nichtäußerung zu einem Impfstoff durch die Stiko ist in diesem bewährten System nicht vorgesehen.

    Da halte ich es mit Helmut Schmidt. Zur Sturmflut 1962 in Hamburg gefragt, antwortete er: "Es gibt Situationen, die sind so im Handbuch nicht vorgesehen." Da hat er einfach gemacht.

    Die Zusage durch den Bund, pauschal für etwaige Impfschäden mit Corona-Impfstoffen aufzukommen, stellt so ein Novum dar.

    Noch ein Anzeichen dafür, daß die Situation "Pandemie" so im Handbuch nicht vorgesehen war. ;)

    Man kehrt zu dem eingangs beschriebenen Muster zurück. Keine Stiko-Empfehlung = keine Impfung.

    Dann bleiben also doch nur die Amtsärzte, oder wir machen es wie Helmut Schmidt bei der Sturmflut und fordern die Bundeswehr an. Wie viele Ärzte und Krankenpfleger haben die, die wissen wie man mit einer Spritze umgeht? Haben die noch die nadellosen Impfpistolen aus der Zeit der Wehrpflicht in den Schränken liegen?

    Würde die STIKO *das* sagen, würde tatsächlich kein Arzt, der noch ganz richtig im Kopf ist, irgendein Kind impfen. Dann wäre er mit einem Fuss im Gefängnis.

    Das mußt Du mir jetzt mal erklären. Wenn die Stiko die Impfung ablehnt und der Arzt trotzdem impft, soll das schlimmer sein, als wenn es gar keine Aussage (weder positiv noch negativ) der Stiko gibt und der Arzt ein durch die EMA zugelassenen Impfstoff einsetzt?

    "Der Einsatz von Comirnaty bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 12-17 Jahren ohne Vorerkrankungen wird derzeit nicht allgemein empfohlen"

    Genau das meine ich. Würde die Stiko sagen: "Wir haben nicht genug Daten und können entsprechend gar keine Aussage treffen, der Arzt vor Ort muß selber entscheiden", wäre das in meinen Augen eine ehrliche Aussage. Aber so lehnt die Stiko die Impfung aufgrund mangelnder Daten erst einmal proforma ab und der Arzt vor Ort impft nicht, weil der Nicht-Empfehlung der Stiko zu folgen der einfache Weg für den Arzt ist.

    Siehe dazu meinen Post #7735

    Hör doch uff so einen Quatsch zu verbreiten.

    Das ist kein Quatsch, das ist Realität.

    Wäre es nicht Realität, dürfte es Bericht wie diesen hier nicht geben:

    --> https://www.swr.de/swraktuell/bad…indern-100.html

    Zitat daraus:

    "Auf den Seiten des Sozialministeriums war nämlich noch am Mittwochnachmittag zu lesen, dass die Impfung für alle Kinder ab 12 möglich sei. Laut Sozialministerium hat aber der impfende Arzt vor Ort die letzte Entscheidungsmacht, sie orientierten sich an der Empfehlung der Ständigen Impfkommission."

    Die Empfehlung der Stiko sorgt also ursächlich dafür, daß Kinder de facto nicht geimpft werden können, auch wenn sie bzw. ihre Eltern es wollen. Der Arzt vor Ort ist dann nur noch das ausführende Organ, also mehr oder minder der kleine Befehlsempfänger der Stiko, der am einfachsten damit fährt die Empfehlungen bzw. Befehle der Stiko nicht anzuzweifeln sondern einfach auszuführen, egal wie er selber dazu steht.

    die waren nicht kompromissbereit, sondern haben gesagt, sie haben ihre Anweisungen und ich hätte das zu machen, was sie sagen oder würde nicht geimpft werden.

    Womit wollen sie einem denn drohen, wenn sie eh nicht impfen wollen, weil die Stiko es ablehnt und sich der eine Arzt weigert? Wollen sie mich mit Polizeigewalt des Impfzentrums verweisen, wenn ich mich in einer anderen Schlange anstelle, wo in allen Kabinen der gleiche Impfstoff ausgegeben wird? Wenn es ganz hart kommt, würde ich die Impfablehnung gerne schriftlich haben oder einen Zeugen hinzuziehen, der das notfalls nachher auch vor Gericht an Eidesstatt erklären kann. Entsprechend würde ich den Arzt bitten sein Ablehnung vor dem Zeugen zu wiederholen und ihn vorab auch gleich darauf hinweisen, warum der Zeuge da ist. Ggf. wäre ein kleiner Bericht an die Lokalpresse auch nicht schlecht... :pirat:

    Bei der Geschichte mit AZ ging es ja darum, daß alle Biontech oder Moderna haben wollten. Hier geht es darum, daß der Arzt die impfung generell verweigert.

    Susannea: Bei uns gab es einfach vier Impfstraßen und die Leute haben sich jeweils an der kürzesten Schlange angestellt. Wenn zugewiesen worden wäre, würde ich dem, der da verteilt, ganz klar sagen, daß der Arzt in Kanbine 2 sich geweigert hat und ich deswegen jetzt in die Schlange von Kabine 1, 3 oder 4 will.

    Im Zweifelsfall würde ich das mit allen vier Kabinen durchziehen. Einfach so aufgeben zählt nicht! :pirat:

    Zu einem solchen Arzt würde ich ja schon mal nicht gehen.

    Kann man sich in einem Impfzentrum halt nicht aussuchen, auf welchen Arzt man dort trifft. Wobei ich mich in einem solchen Falle nacheinander bei allen Impfstraßen in dem Impfzentrum anstellen würde. Bei uns waren 4 Impfstraßen in Betrieb. Mal gucken, was die anderen drei Ärzte zur Impfung sagen.

    Im Ergebnis ist halt doch die Stiko dafür verantwortlich, daß die Kinder nicht geimpft werden. Würden sie die Impfung nicht so kategorisch ablehnen sondern einfach sagen: "Wir haben nicht genug Daten und können entsprechend gar nichts dazu sagen, der Arzt vor Ort muß selber entscheiden", wäre das eine ganz andere Aussage als "Wir haben nicht genug Daten und lehnen deshalb eine Impfung von Kindern ab."

    Hat der Junge irgendeine Möglichkeit?

    Ich denke mal, daß es nur übers Jugendamt gehen kann. Geht dann in Richtung Kindeswohlgefährdung, so daß das Jugendamt nach Rücksprache mit dem Tennager die Impfung anordnet.

    Ich hatte sowas als Zivi mehrfach im Krankenhaus, daß das Jugendamt die OP-Einwilligung unterschrieben hat, weil die Eltern sich geweigert hatten. Meistens ging es dabei um religiöse Gründe.

    und die STIKO jetzt kurzerhand einfach absägen wollen

    Ganz ehrlich? Ich will die Stiko auch absägen. An der Impfung hängen halt zu viele Rechte dran, die den Nichtgeimpften vorenthalten werden und wenn die Stiko da meint gewissen Gruppen die grundrechte verweigern zu müssen, dann gehört sie halt aufgelöst. Ich finde leider den Nachrichtenbeitrag so schnell nicht mehr von vor ein paar Tagen, als ein Mitglied der Stiko zu Protokoll gab, daß es innerhalb der Stiko durchaus Reibereien gibt, weil die Impfempfehlung nur auf dem Gesundheitsschutz abzielt und nicht die psychischen und sozialen Folgen berücksichtigt, die den Nichtgeimpften durch die Nichtimpfung entstehen.

    Fallen Angel

    Ich dachte auch erst, daß 40 auf der ganzen Strecke gelten würde, aber da haben dann die PKWs und Lieferwagen doch ordentlich gehupt, weil ich wohl alle aufgehalten habe. :rotwerd:

    Ok, auf richtig kurvenreichen Straßen hast du mit einem Motorrad gegen ein Auto eh nichts zu bestellen. Mit dem Motorrad bremst man tunlichst auf der Geraden vor der Spitzkehre und rollt dann durch die Kurve. Mit dem Auto bremst man in die Kurve rein, ist also länger schnell.

    Und ja, selbst ohne das Tempolimit war ich noch zu langsam für die PKWs der Einheimischen, so daß ich alle paar km, wo es ging, den Blinker rechts gesetzt und auf Schrittgeschwindigkeit verlangsamt habe, damit die Leute hinter mir alle mal vorbei konnten. Leute, die es eilig haben, soll man nicht aufhalten.

    Aber nach dem aktuellen Beschluss brauchst du dich nicht weiter aufregen. Alles gut.

    Erst gut, wenn die Jugen sich jetzt auch wirklich impfen lassen können, notfalls beim Amtsarzt. Der Beschluß der Politik hilft ja nicht, wenn der Arzt im Impfzentrum dann spontan die Impfung verweigert, wenn die Kinder mit Termin dort aufschlagen, weil die Stiko eben eine Impfung nicht empfiehlt. Auf diese Art und Weise wurde der Jugend ha bisher immer wieder die Impfung praktisch verunmöglicht.

    Ich frage mich, was genau jetzt neu daran ist. Wer will und mind. 12 Jahre alt ist, kann sich doch schon eine Weile impfen lassen. Im Impfzentrum, beim KiA, Fachärzten, ... Was genau ändert dieses "Impfangebot" jetzt?

    Die Jungen können sich eben nicht impfen lassen, weil der Arzt im Impfzentrum mit Verweis auf die fehlende Stiko-Empfehlung spontan die Impfung verweigert, wenn die Kinder dann mit Termin im Impfzentrum aufschlagen.

    3. ... hast nicht DU vor ein paar Tagen noch verlangt, dass Reiserückkehrer in bewachten Lagern unter Quarantäne gestellt werden sollen?

    Ja, habe ich. Das war aber so zu verstehen: Wenn ich als Staat schon eine Quarantänepflicht verhänge, dann muß ich die Einhaltung auch lückenlos kontrollieren. Deshalb sind dann Quarantäne-Lager notwendig.

    In der Diskussion um die Kanzlerkandidatur hatte ich ja schon gefragt: "Welche Partei muß ich wählen, damit es weniger Gesetze in Deutschland gibt, diese wenigen Gesetze dann aber wirklich durchgesetzt werden?"

    1. Sind sie ggf. noch nicht geimpft, können die Erleichterungen also nicht automatisch kriegen

    Darum bin ich ja strikt dagegen den Senioren die 3. Impfung zukommen zu lassen bevor alle Jungen ihre 1. und 2. Impfung bekommen haben. Will man als Staat entgegen diesem Prinzip den Senioren zuerst die Drittimpfung zukommen lassen, müssen im Gegenzug mit sofortiger Wirkung sämtliche Beschränkungen für die Jugend fallen. Und ja, das schließt für mich die Gängelung durch die Masken- und die Testpflicht ausdrücklich mit ein. Wenn die Jugend wirklich nicht von Corona gefährdet wird, sind selbst diese Dinge nicht gerechtfertigt.

    2. können sie sich freitesten

    Von der Quarantäne aus einem Virusvariantengebiet können sie sich eben nicht frei testen. Außerdem ist es meiner Meinung nach der Jugend nicht vermittelbar weiterhin auch nur einen Millimeter zurückzustehen, wenn sich die Politik nur um die Wählerklientel der Senioren kümmert und ihnen nicht einmal Brotkrumen zugesteht. Für mich geht es aktuell bei der Impfung weniger um den Fakt der Corona-Bekämpfung als viel mehr um den Fakt, daß an der Impfung die Grundrechte dran hängen. Diese Zuteilung beziehungsweise Entziehung der Rechte für bestimmte Bevölkerungsgruppen über den Umweg der Impfempfehlung empfinde ich langfristig, und wir sind jetzt nach 18 Monaten schon im Stadium "langfristig", mindestens als verfassungsmäßig bedenklich wenn nicht gar verfassungswidrig.

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