Beiträge von plattyplus

    Oder überseh ich was?

    Du übersiehst, daß nicht überall Deutsch oder Englisch gesprochen wird. Mit der Auslese-App kann sich auch der portugiesische Restaurantbesitzer in seiner Landessprache anzeigen lassen was Sache ist. Außerdem sehen die Papierdokumente in allen Ländern und wohl auch innerhalb Deutschlands mitunter komplett anders aus. Woher soll der Restaurantbesitzer, selbst wenn er der Sprache mächtig ist, erkennen, was davon ein gültiges Dokument ist?

    Nachtrag:

    Dieses "Ich erkenne das Problem nicht", hatte ich vor etlichen Jahren bei meinem Internationalen Führerschein. Auf dem Internationalen Führerschein steht ja immer auch die Nummer des nationalen Dokuments an einer ganz bestimmten Stelle, daß der Polizist vor Ort dann abgleichen kann, ob ich wirklich auch noch in Besitz des nationalen Dokuments bin.

    Dank einer Fehleingabe hatte ich aber auf meinem internationalen Schein die falsche Führerscheinnummer stehen. Dies fiel mir schon bei der Ausstellung noch am Schalter im Straßenverkehrsamt auf. Die Beamtin hatte nichts Besseres zutun, als die falsche Nummer durchzustreichen und handschriftliche die richtige Nummer darüber zu schreiben zusammen mit dem Vermerk "amtlich geändert" und einem zusätzlichen Dienstsiegel.

    Es kam, wie es kommen mußte. Ich mußte im Urlaub den Führerschein vorzeigen und jetzt erklär dem Polizeibeamten im Hochland Ecuadors mal, was "amtlich geändert" bedeutet. "Senior, die eingedruckten Nummern passen nicht, jetzt haben wir ein Problem. Die handschriftliche Änderung ist eine Fälschung."

    Vielleicht hilft dieser kleine Exkurs mal das Problem besser zu erkennen.

    Aber es sind keine Einzelfälle, die die folgenden Mängel aufweisen:

    Bei mir kommt noch dazu, daß die Schüler mitunter Zahlen mit Tausender-Trennpunkt vor sich haben. Da scheitern sie schon bei der Eingabe in den Taschenrechner.

    Bsp.: 1.320.000

    Eingabe: Eins Punkt drei zwei null Punkt ...

    Schüler: "Mein Taschenrechner muß kaputt sein, der nimmt den zweiten Punkt nicht an."

    Mein Sportverein hatte gleich bei Trainingsbeginn geschrieben, dass sie noch nicht wissen, was sie zum Auslesen benötigen und daher nur andere Nachweise akzeptieren.

    Auslesen kann man den QR-Code mi der "CovPass Check App", die ebenfalls vom RKI geliefert wird. Achtung, bei der Auswahl im App-Store, weil "CovPass App" und "CovPass Check App" so ähnliche Namen und ähnliche Symbole haben.

    Wie macht ihr das momentan, wenn ihr wohin geht? Habt ihr das Impfheft mit?

    Das Impfheft würde in meiner verschwitzten Hosentasche keine 2 Wochen durchhalten. Ich habe mir den QR-Code aufs Handy geladen und die Papier-Bestätigung, von der ich den QR-Code eingescannt habe, mehrfach kopiert. Die Kopie wandert in die Hosentasche und wird jede Woche ausgetauscht.

    Und bei uns an der Berufsschule fallen sie dann in allen anderen Fächern auf die Nase, weil sie mit Brüchen nicht arbeiten können.

    Beispiel:

    Code
    Kosten der Vorstufe + Kosten der Stufe
    -------------------------------------- = Stückkosten des Produkts
    Ausbringungsmenge

    In den Taschenrechner geben sie es so ein:

    Code
    Kosten der Vorstufe + Kosten der Stufe / Ausbringungsmenge = Stückkosten des Produkts

    Nur beherrscht der Taschenrechner die Regel "Punkt- vor Strichrechnung", so daß sie eigentlich eingeben müßten:

    Code
    (Kosten der Vorstufe + Kosten der Stufe) / Ausbringungsmenge = Stückkosten des Produkts

    Und wegen dieser fehlenden rudimentären Mathekenntnisse sammeln sie dann bei uns in Konstruktion, Wirtschaft, Physik, ... ihre 5er, die sie dann aufgrund der großen Anzahl in normalen Jahren (ohne Corona) auch nicht mehr ausgleichen können.

    So bin ich z.B. in diesem Schuljahr bei meiner Vollzeit-Klasse im August 2020 mit 28 Schülern angefangen. Von denen werden nur 11 ins nächste Schuljahr versetzt. Der Rest ist durchgefallen und muß wiederholen oder hat sich gleich ganz abgemeldet.

    Nein, es reichte auf den motorisierten Verkehr zu verzichten.

    Unsere Gesellschaft würde durch das Fehlen des motorisierten Verkehrs zusammenbrechen. Überleg mal, was alles auf der Straße transportiert wird und was passieren würde, wenn die Supermärkte mal wirklich leer wären und Hungern angesagt wäre.

    Nee Du, „ich will“ ist schon angebracht, allein schon als Gegenpol bei Diskussionen, die manche Frauen, komischerweise sind es echt immer Frauen, mit „Ich habe aber Angst“ auf die emotionale Schiene ziehen und komplett kippen.

    „Ich will“ ist das Kernproblem bei der Abwägung der Maßnahmen. Die eine „will“ wieder ins Kino, an den Strand oder einen saufen. Andere möchten einfach nur überleben.

    Die Abwägung ist eigentlich einfach — für vernunftbegabte Erwachsene.

    Mit der Begründung "Andere möchten einfach nur überleben", müßtest Du dann aber mit sofortiger Wirkung auch den kompletten Straßenverkehr verbieten und ans Klima denken wir mal gleich gar nicht.

    Und nein, für mich ist "ich will" nicht das Kernproblem. Nachgeben bringt in unserer Gesellschaft nichts. Das alte Sprichwort: "Der Klügere gibt nach." würde ich heute eher so formulieren: "Der Klügere gibt so lange nach, bis er selber der Dumme ist." Entsprechend stehe ich als vernunftbegabter Erwachsener hinter der Formulierung "ich will".

    Da das aber nicht der Fall ist, lehne ich solch' eine konfuse Regelung aber entschieden ab. Die Länge/Dauer der einzelnen Ferien finde ich in Nds. gut so, wie sie momentan ist, und möchte daran nichts geändert haben.

    Meine Mitreferendarin ist genau wegen dieser "konfusen Ferien" (mal zwei Wochen Ostterferien und mal drei Wochen) nach dem Referendariat von NRW nach Schleswig-Hoilstein gewechselt. Dort läuft es nämlich genau so wie ich es beschrieben habe. Warum können wir nicht auch das machen, was die Nordlichter können?

    @Antimon: Keine Sorge, ich bin inzw. zweifach geimpft und habe auch die 14 Tage Wartezeit nach der zweiten Impfung rum. Ich muß aber zugeben, daß das "Ich will mein altes Leben zurückhaben" bei mir mit Abstand das stärkste Argument ist. Die psychologische Schiene des "Eingesperrt seins" gepaart mit der fehlenden Möglichkeit selber dagegen ankämpfen zu können sondern nur ohnmächtig abwarten zu dürfen bis unser Ankündigungsminister Spahn mal wieder etwas verkündet, ist da stärker als die Angst vor etwaiger Ansteckung. Aus dem gleichen Grund plädiere ich ja auch dafür für Kinder eine Impfempfehlung auszusprechen, eben damit sie ihr "altes Leben" zurückbekommen.

    Klar, das gefällt dem Verwirrten.

    Und wer sind "die Verwirrten"? Soweit ich weiß ist Großbritannien ein Virusvariantengebiet. Entsprechend sind bei Rückreisen aus GB nach Deutschland generell 2 Wochen Quarantäne fällig, egal ob man geimpft ist oder nicht. Nur für unsere Fußballer gelten mal wieder Ausnahmeregelungen. die dürfen am Dienstag in Wembley ihr EM Achtelfinale spielen und müssen danach nicht in die Quarantäne. Warum soll sich Otto-Normal-Bürger denn noch an die Regeln halten, wenn ihm in den Medien vorgemacht wird, wie man sich nicht an die Regeln hält und damit durchkommt?

    Also: Sollte die deutsche Fußballmannschaft am Dienstag in England gewinnen, würde ich als Staat sie selbstverständlich in die Quarantäne schicken, auch wenn das bedeutet, daß sie zwangsweise aus der EM ausscheiden, weil sie beim nächsten Spiel quarantänebedingt nicht antreten können. Aber das wäre mal ein Zeichen, daß vor dem Gesetz alle gleich sind und es der Staat ernst meint!

    Als Geimpfter kann ich spontan entscheiden. Wo bekomme ich 24/7 einen Test her? Wo gibt es an einem Samstag Abend um 23 Uhr einen Test? Außerdem hat der Geimpfte, wie schon erwähnt, das Privileg, daß er bei der Wiedereinreise nach Deutschland aus Hochinzidenzgebieten etc. keine Quarantänepflicht hat.

    Es geht immer auch um andere Menschen, auf die man Rücksicht nehmen sollte.

    Das kann man aber auch anders sehen: Unseren Politikern sind wir herzlich egal. Für deren Wahlkampf werden wir als Kanonenfutter verheizt. Warum sollen wir dann auf deren Befinden Rücksicht nehmen? Wären wir ihnen wirklich wichtig, hätten wir schon lange Lüftungsanlagen, wären wir ihnen wirklich wichtig, wären nicht in der Prio 3 sondern mindestens 2, wären die Schüler auch in einer Prio-Gruppe statt ihnen sogar von der Stiko die Impfung praktisch zu verweigern, ...

    Stattdessen gibt es nur Latrinenparolen und Geklatsche. :daumenrunter:

    Wenn es Herbst wird, werden die Senioren wahrscheinlich mit dem Verweis auf die Solidarität bei der Auffrischungsimpfung vorgezogen noch bevor die Jungen überhaupt ihre Erstimpfung bekommen.

    Oder, wie es ein ehemaliger Kollege zu Beginn der Impfkampagne im Winter bereits lauthals verkündete: "Im Sommer bin ich beim Weinfest an der Mosel und ihr Jungen sitzt weiter dank Lockdown zuhause fest. Schließlich bin ich Prio 1."

    Auf wen soll man da Rücksicht nehmen, wenn sie auf die Jungen genau null Rücksicht nehmen? ich erinnere nur daran, daß die Senioren AZ Impfstoff verweigert haben, weil sie unbedingt Biontech wollten und deswegen noch weniger für den jüngeren Teil der Bevölkerung zur Verfügung stand.

    Wie gesagt, ich wäre für mehr Abwechselung generell, also in diesem Jahr mal zwei Wochen Herbst- und zwei Wochen Osterferien, im nächsten Jahr mal eine Woche Herbst- und drei Wochen Osterferien usw. usw., damit man zumindest im Laufe mehrer Jahre mal die Gelegenheit hat dann Urlaub zu haben, wenn man ihn auch haben will.

    Und wenn sie später als 5. Stunde Unterrichtsschluss haben, müssen sie auch nicht mehr in den Betrieb.

    Das gilt aber nur für die Azubis, die noch nicht volljährig sind. Die volljährigen Azubis dürfen auch nach einem vollen Berufsschultag noch in den Betrieb beordert werden, was einige Betriebe bei uns auch machen.

    Deshalb bekommen manche Azubis bei uns auch schon einen Firmenwagen gestellt, jedenfalls sehe ich immer die PKWs mit Firmenaufschrift bei uns auf dem Parkplatz, damit sie nach der Berufsschule noch zur Baustelle, zum Kunden etc. fahren können.

    Also offiziell haben die Azubis 1 bzw. 1,5 Tage Berufsschule pro Woche. Aus dem Grund gibt es in vielen Berufsschulen auch zweiwöchige Stundenpläne, so daß man die Azubis dann in der einen Woche einen und in der anderen Woche zwei Tage in der Schule hat. Die Betriebe mögen die halben Tage auch nicht so wirklich, weil sie dann die Azubis nicht einplanen können.

    Bsp.: Wie soll der Elektriker- bzw. Gas/Wasser-Azubi nach dem halben Berufsschultag mittags zur Baustelle kommen, wenn Meister und/oder Altgesellen schon morgens mit dem Firmenwagen dorthin gefahren sind?

    Oder verstehe ich dich falsch?

    Meine Grundannahme ist: Das Leben ist immer lebensgefährlich und endet generell tödlich.

    Entsprechend sollte man während seines Lebens den Weg des kalkulierten Risikos gehen. Es bringt nichts aus Angst ewig in der eigenen Bude zu hocken, das Leben am Fenster vorbeiziehen zu sehen und sich im Alter Vorwürfe zu machen, was man nicht alles hätte machen wollen, aber damals nicht gemacht hat und jetzt nicht mehr machen kann.

    Stattdessen sollte man sein Leben leben, auf das man später den Enkeln erzählen kann an welch großem Rad Oma und Opa gedreht haben und den Kleinen vor Staunen die Kinnlade runterfällt. :staun:

    Dies impliztiert natürlich, daß man es bis dahin auch überlebt! Daher mein Ansatz des kalkulierten Risikos, auch wenn der Weg mitunter nicht gerade leicht ist.

    Auf meinem Schriebtisch habe ich jedenfalls den Spruch stehen: "Am Ende bereuen wir nicht die Dinge, die wir getan haben, sondern die, die wir nicht getan haben."

    aber mich jedes Jahr auf neue Termine/Zeiten einstellen zu müssen - darauf hätte ich keine Lust.

    Ich würde wechselnde Termine sogar bevorzugen, weil man dann manche Sachen auch schon 2-3 Jahre im Voraus planen kann, z.B. eine Weltreise, wenn man sie zu einer bestimmten Jahreszeit unternehmen will. Also in diesem Jahr gehen mal die Weihnachtsferien bis zum 12.01. (wie in Hessen), im nächsten Jahr gibt es mal 3 Wochen Osterferien (wie früher in NRW) und im übernächsten Jahr mal die Woche Pfingstferien, ...

    So macht z.B. Neuseeland eigentlich nur Sinn, wenn man es im dortigen Sommer, also in unserem Winter macht. Da kommt man dann mit einer Woche Winterferien (die es in einigen Bundesländern gibt) auch nicht weiter und in den zweiwöchigen Weihnachtsferien ist das regelmäßig ein Ritt, für den mich meine Kollegen für wahnsinnig erklären. Aber ich will mit sowas nicht bis zu meinem 70. Lebensjahr warten, zumal ich nicht weiß, ob ich das dann konditionell noch gerockt bekommen würde.

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