Beiträge von plattyplus

    Ich glaub, Du hast im Punkto Bahn einfach nicht so den Überblick 😉

    Also für die DB AG kann ich dir sagen: Wenn es darauf ankommt, fährt sie nicht. Das gilt insb. für die Langstrecke. Der Regionalverkehr läuft noch am zuverlässigsten. :daumenrunter:

    Wie gesagt, 2/3 meiner Fernstrecken liefen in den letzten Jahren nicht so wie erwartet.

    • Bielefeld --> Friedrichshafen (Bodensee), bitte morgens gegen 6-10 Uhr ankommen
      Bahn fällt aus, da sie keine Nachtzüge mehr haben. Mit dem Auto wollte ich nicht fahren, weil es der erste Tag der Osterferien war und entsprechend die Autobahnen voll sein dürften. Letztlich bin ich mit der Lufthansa ab Hannover mit Umsteigen in Frankfurt nach Friedrichshafen geflogen. Das war zudem noch günstiger als Bahnfahren, wo ich bei der Bahn noch einen Tag eher hätte fahren müssen.
    • Urlaub Südafrika, Rückflug nach Frankfurt, Bahnfahrt Frankfurt --> Bielefeld
      Wir standen im Frankfurt Flughafen Fernbahnhof 2,5 Stunden, weil der Lokführer sich weigerte wegen Überfüllung zu fahren und die Bahnpolizei so lange brauchte, um den Zug zu räumen. Die Bahn-App zeigte allen, daß die nächsten Züge noch voller sein würden als der jetzt schon überfüllte.
    • Urlaub Madeira, Bahnfahrt Bielefeld --> Frankfurt Flughafen
      Von den eingeplanten 6 Stunden Zeitreserve vorm Abflug habe ich 4 Stunden auch benötigt. Die Bahn fuhr mal wieder nicht, weil sich einer umbringen mußte und die Strecke dann über Stunden gesperrt war.
    • Lissabon/Mardrid (jeweils 5 Tage, also erst nach Lissabon, dann von dort nach Madrid und von dort wieder zurück) nach dem Rückflug nach Frankfurt, Bahnfahrt Frankfurt --> Bielefeld
      Die Lufthansa konnte in Frankfurt im Sturm landen, aber die Bahn konnte wegen Sturm natürlich nicht fahren, aufm Bahnsteig übernachtet.
    • Urlaub Australien, Bahnfahrt Bielefeld --> Frankfurt Flughafen
      3 Stunden Verspätung, weil die Klimaanlage in einem Wagen des ICE kaputt war. Dort lief die Klimaanlage auf voller Leistung und es war zu kalt. Da macht man aber nicht einfach den einen Wagen dicht und fährt weiter, nein, da müssen alle in Wuppertal aussteigen. Der komplette Zug fällt aus.
    • letzten Sonntag, Rückflug Gran Canaria --> Hannover, Bahnfahrt Hannover --> Bielefeld
      4 Stunden Verspätung auf den ca. 100km, weil eine Strecke wegen einer Bombenentschärfung und die Ausweichstrecke wegen Suizid gesperrt waren. Dazu kamen dann die "Einstigsprobleme" = mehr als 200% Auslastung, der Lokführer weigert sich zu fahren, bei den wenigen Zügen, die noch irgendwie irgendwo hin gefahren sind.

    Ist in meinem Bekanntenkreis - auch bei den Lehrkräften - genauso. Die allermeisten fliegen - wenn überhaupt - höchstens alle paar Jahr mal in den Urlaub.

    Bei mir sieht das im Bekanntenkreis auch unter den Lehrkräften ganz anders aus. Die fliegen auch über das lange Pfingst-Wochenende (4,5 Tage in NRW) mit Ryan-Air in die Türkei. Oder halt für 4 Tage nach Singapur oder solche Scherze.

    Als während meiner letzten Lehrerfortbildung Fr. Baerbock mit dem Verbot von innerdeutschen Flügen um die Ecke kam, war die Antwort nur: "Dann fliegen wir demnächst die Strecke Köln/Bonn <--> Berlin mit der KLM, mit Umsteigen in Amsterdam."

    Es wird nicht per se zu viel gereist, es wird zu viel geflogen.

    Das würde ich so nicht sehen. Wenn ich alleine mit dem Auto durch Europa fahren würde, würde ich auf 100km 6 Liter Diesel verbrennen. Reise ich mit dem Flugzeug, sind es nur noch knapp 3 Liter auf 100km (pro Passagier). Das "Problem" ist, daß man mit dem Flugzeug ganz andere Strecken zurücklegt, als man es mit dem Auto tun würde.

    Ich bin mit dem Zug in 80 min in Strassburg, in 3 h in Paris und in 4 h in Mailand. Nach Hamburg sind es nur 6 1/2 Stunden mit dem Zug

    Das mag in der Schweiz so funktionieren. Ich habe bei über 2/3 meiner Zugreisen erlebt, daß das alles vorne und hinten nicht funktioniert. Ich sage nur:

    • Streckensperrung wegen Fund einer Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg
    • Einstiegsprobleme = Zug ist zu über 200% ausgelastet und der Lokführer weigert sich weiterzufahren bevor nicht hunderte Leute wieder aussteigen, was natürlich niemand macht, kann dann schonmal 2 Stunden dauern bis die Bahnpolizei den Zug geräumt hat.
    • Streckensperrung wegen Suizid-Versuch
    • Zugausfall wegen defekter Klimaanlagen
    • Streckensperrung wegen eingefrohrener Weichen im Winter
    • Bahnhofschließung und Streckensperrung bei Sturm. Da jagd man bei Mistwetter die Leute aus dem Bahnhof auf die offene Straße, weil in der Bahnhofshalle die Deckenverglasung im Sturm runterfallen und jemand verletzen könnte und das dann ein Versicherungsproblem wird.

    Die ersten drei Punkte hatte ich in Kombination mal wieder bei meiner letzten Zugfahrt vor 6 Tagen. Kommentar des Schaffners: "Denken sie mal an den Krieg, seien sie froh, daß sie zumindest in die Richtung fahren, in die sie wollen." Wir hatten ca. 4 Stunden Verspätung.

    Für mich ist die DB ein nicht kalkulierbares Transportmittel, weswegen ich immer das Auto bevorzugen würde. Außerdem muß ich eh erst einmal 25km zum nächsten Bahnhof fahren und dort dann zusehen, wo ich in der Innenstadt das Auto langfrisitig parken kann. In der Fläche hat die Bahn die Gleise ja alle abgebaut. Nee, Leute. Bahnfahren ist nur etwas für ÖPNV-Verwöhnte Stadtmenschen, die von einer Großstadt in eine andere Großstadt wollen und die dabei Zeit haben. Für alle anderen Menschen ist die Bahn (insb. der ICE) einfach nur unbrauchbar.

    Wenn sie den Zug wirklich als Alternative zum Flugzeug entwickeln wollen, müssen sie das japanische Shinkansen System 1:1 kopieren. Also eigene Strecken für die Schnellzüge, die auch bei schlechtem Wetter offengehalten werden. Bahnhöfe außerhalb der Städte, wo man die PKWs in Massen parken kann und das zu den japanischen Sinn von Pünktlichkeit. Bei denen ist jeder Zug, der mehr als 10 Sekunden zu früh oder mehr als 15 Sekunden zu spät ist, unpünktlich!

    Aber sowas wird es bei uns nicht geben. Das scheitert schon am Grunderwerb und den Demonstrationen gegen die notwendigen Streckenneubauten. Außerdem schafft unser Maschinenbau es nicht Züge zu produzieren, die die notwendige Zuverlässigkeit bieten. Siemens hat sich vor wenigen Jahren auch mal beworben für einen japanischen Shinkansen-Zugauftrag. Die Siemens-Offerte wurde gleich vorab mit verweis auf die allgemein bekannte mangelnde Zuverlässigkeit der Züge des Herstellers aussortiert.

    Ich habe mir schon zig mal unterwegs gedacht, es ist sowas urdeutsches irgendwo hin zu fahren nur um rumzukacken, was nicht alles doof ist.

    Kann ich von meinem Urlaub auf Gran Canaria bestätigen. 5-Sterne Hotel, das richtig gut war, und ein paar Deutsche nölten, weil es am Buffet Kokos-, Pistazien- und Caramel-Eis gab und nicht Vanille, Schokolade und Erdbeer.:autsch:

    Im a la Carte Restaurant hätten sie das alles bekommen können, aber dann wäre es natürlich essig gewesen mit der legeren Kleiderordnung auf der Terrasse am Pool.

    Mich guckten manch andere Gäste auch nur noch mit ganz großen Augen an und nölten über die Küche. Neben dem Buffet gab es halt täglich zwei Menüs als "Menü des Tages". Als der Küchenchef morgens an die Tafel geschrieben hat, was es abends gibt, hat Platty halt gleich beim Frühstück das Abendessen bestellt. Über die frühzeitige Bestellung (morgens um 8 Uhr bestellt für abends 21 Uhr) und den entsprechend großen Vorlauf war der Küchenchef dann so froh, daß es für Platty immer was extra gab. :victory:

    Außerdem sollte man die Bestecksprache können. Aber das lernt heute wohl niemand mehr, wie man das Besteck auf dem Teller ablegt und welches Zeichen man der Küche damit gibt?

    Man muß es der Küche doch nicht übermäßig schwer machen. :top:

    Da sollen sich viele in der Tourismusbranche nicht mehr wundern, wenn viele weggehen, sobald sie wieder können/dürfen.

    So ähnlich war es bei meiner Spornradeinweisung (Flugzeuge) auch. Die hätte ich zwei Wochen lang in Süddeutschland machen können oder eben direkt beim Hersteller des Flugzeugs in Südafrika. Ergebnis: Die zweiwöchige Schulung in Südafrika war inkl. Flug nach Südafrika, Hotel und Mietwagen günstiger als eine günstige Pension in Bayern.

    Ach ja, bei der Luftfracht aus Südafrika war es ähnlich. Die komplette Luftfracht ab Johannesburg bis Hannover Flughafen Frachtterminal war genauso teuer, wie es die letzten 70km von Hannover bis an meine Haustür geworden wären. Da habe ich das Paket dann am Flughafen abgeholt.

    Eigentlich müsste doch Fridays-for-Future nach sich ziehen, dass man das Reiseverhalten verändert und auf Rad, Kajak oder gutes Schuhwerk umsteigt.

    Und schon wieder die Deutungshoheit was gut und was schlecht ist für die Umwelt.

    Mein Gegenentwurf: Jeder bekommt ein co2-Budget und darf sich dann überlegen wofür er es "ausgibt". Nur mal so ein paar Gedankenspiele:

    • Ein Pferd ist so umweltschädlich wie ca. 22.000km mit dem eigenen PKW (jeweils jährlich)
    • Ein durchschnittlicher Hund entspricht der Flugreise nach Mallorca
    • Eine Tonne Beton verursacht 600kg co2, also Schluß mit dem Wohnungsbau in den Städten, wo auf dem Lande die Häuser leerstehen
    • ...

    Diese Liste ließe sich noch länger fortsetzen, aber die Luxus-Tierhaltung (also alles außer Nutztierhaltung) zu verbieten und auch den Stadtmenschen Entbehrungen abzuverlangen, kommt natürlich bei der Öko-Wählerschaft nicht an.

    Dass es bei jährlich 55 Mio Auslandsreisen allein von Deutschen anders zugeht, wissen wir doch alle.

    Ja, daß es bei vielen Reisen anders zugeht, wissen wir. Wobei ich es verlogen finde zu sagen: "Wir reisen nicht touristisch, wir besuchen nur unsere Verwandten." Für mich macht es keinen Unterschied, ob meine Cousine für 4 Tage zum Shopping nach Singapur fliegt oder Cem Özdemir zum Verwandtenbesuch nach Argentinien. In beiden Fällen ist es eine Fernreise mit den entsprechenden Belastungen.

    Wenn die Verwandten soweit weg wohnen und man touristische Reisen verbieten will, muß man dann aber auch sagen: "Bei der Ausreise der Verwandten vor einigen Jahren nach Argentinien habe ich sie das letzte Mal lebend gesehen." Eben weil es nicht drin ist mal eben nach Argentinen rüberzufliegen.

    Bei den Auswanderern im 19. Jahrhundert war es ja nicht anders. Da hat man nicht "Auf Wiedersehen" sondern "Lebe wohl" gesagt, weil man wußte, daß man die Kinder nie mehr lebend wiedersehen wird.

    Leider fehlen mir insb. bei der Partei der Grünen solche Ansätze auch mal die Themen wirklich zu benennen. Stattdessen wollen sie nur Dinge verbieten, die ihnen selber nicht wehtun. Wäre es anders, müßten sie die Pferdehaltung verbieten, Verwandtenbesuche am anderen Ende der Welt, ...

    Wir haben jedenfalls festgestellt, dass es unserer Meinung nach mit unserem Hund deutlich unkomplizierter ist an die holländische oder dänische Küste zu reisen als an einen dt Strand

    Und weil ich die Reisen einem Hund nicht zumuten mag, habe ich erst gar keinen. Darf ich jetzt das durch den fehlenden Hund eingesparte co2-Budget in eine Flugreise investieren? :pirat:

    ja, sehr viele Deutschen haben ein seltsames Verhältnis zu ihrem Land. Es ist quasi ein (wörtlich) Armutszeugnis, hier Urlaub zu machen und es gibt oft Unverständnis, wenn man offenbart, an der Nordsee Urlaub zu machen. Es gibt im kollektiven Narrativ sowas wie "Woanders ist es schöner, da müssen wir hin".

    Ich weiß ja nicht was "die Deutschen" über das Reisen denken. Meine Einstellung dazu ist: Mach die Weltreisen so lange du es konditionell noch kannst. Die Ziele in Deutschland kannst du noch bereisen, wenn du irgendwann im Alter mit einem Rollator unterwegs sein mußt. Und dann will ich mich zumindest noch an die Fernreisen erinnern können und daran an welch großem Rad ich in der Jugend gedreht habe.

    Oder anders: Ich mache die Fernreisen (mit dem Geländewagen durchs australische Outback und so), eben weil sie kräftezehrend sind.

    Den Gegenentwurf habe ich bei meinen Eltern kennengelernt. Die haben sich immer gesagt: "Wenn wir Rentner sind, machen wir die Weltreise" und sind maximal bis Mallorca bzw. einmal Gran Canaria gekommen. Als es dann soweit war mit dem Rentenalter hatte es sich dann mit den Weltreisen. Konditionell würden sie es nicht mehr packen, mußten sie sich selber eingestehen. Seitdem sitzen sie verbittert in der Ecke rum und halten sich vor, was sie alles noch hätten machen wollen, wenn sie es konditionell noch könnten. Aber mit Rollator und Co. wird das natürlich nichts mehr.

    Nein, ich nutze die britische Version des Lehrfilms zu Gefahren im Haushalt. Das ist näher an der Peergroup.

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    Der Duum hat eine Gefahr im eigenen Haushalt in dem Video wiedergefunden.

    Gerade in Anbetracht des kaum ermesslichen Wertes von Hubble für die Forschung freue ich mich gerade sehr über die gelungene Reaktivierung von über 30 Jahre alter Technik.

    Zumal wir heute gar nicht mehr in der Lage wären so ein Teleskop in die Umlaufbahn zu bringen. Das Space Shuttle fliegt nicht mehr und keine der aktuellen Trägerraketen hat eine ausreichende Nutzlast, um so ein Ding hochzuschießen.

    Wurde gern kombiniert mit dem Heide-Park in Soltau

    Da bin ich mal mitm Motorrad hin und auf der großen Holzachterbahn hat sich der Reißverschluß meiner Motorradjacke verabschiedet.

    Mein Gedanke war nur noch: Gut, daß es dir hier passiert ist. Sicherheitskleidung und dann reißt so mal eben der Reißverschluß an der Naht aus dem Stoff raus auf einer Achterbahn? Und das hätte im Fall der Fälle einen Sturz aushalten sollen? :staun:

    Weg mit dem Mist!

    Mal gucken ob sie die Eier haben um alle 25 Millionen Zertifikate zurückziehen

    Wobei das auch nichts bringen würde, weil die Apotheken ja auch nur auf Basis des WHO Impfpasses die Zertifikate ausstellen. Man kann also mit einem gefälschen Impfpass so oder so ein echtes Zertifikat bekommen. An der Stelle sehe ich eine wesentlich größere Sicherheitslücke, die sich rückwirkend auch nicht mehr schließen läßt. Schließlich durften die Impfzentren wegen des ach so wichtigen Datenschutzes nicht nicht speichern wen sie geimpft haben. :daumenrunter:

    Wie das mit dem digitalen Impfpaß (bzw. der Bescheinigung auf Papier ausgedruckt) laufen kann, habe ich gerade im Urlaub gesehen. Ohne den Zettel kommst Du nicht in den Flieger bei der Abreise nach Spanien. Dort wird bei der Einreise am Flughafen auch wirklich kontrolliert, ob die Angabe "geimpft" in der Einreiseanmeldung stimmt. Im Hotel angekommen wollen sie die Bestätigung der zweiten Impfung sehen und kopieren, weil die Daten an die lokale Verwaltung gehen, auf das deine Angaben in der Einreiseanmeldung zum angegebenen Hotel auch wirklich stimmen. Vielleicht erinnern sich manche hier noch an die 1980er, als es üblich war, daß man am ersten Tag im Hotel die Reisepässe abgeben mußte, weil die bei der lokalen Guardia Civil durch den Fahndungs-Computer gejagd wurden. Bei der Rückreise dann fas gleiche Spiel. Ohne Impfnachweis kommt man nicht ins Flugzeug.

    Die Einzigen, die weder die Impfung noch die Einreiseanmeldung oder eine etwaige Quarantänepflicht interessiert hat, waren die deutschen Grenzbeamten. Von denen haben ich bei der Wiedereinreise nach Deutshcland niemanden gesehen.

    Mein Fazit daraus ist das gleiche wie schon in den letzten Jahren: Nirgendwo wird eine Grenze so schlecht kontrolliert wie bei uns. Hier kommt jeder rein. :daumenrunter:

    Das Erfreuliche dabei: Durch den Druck im Auslang gefälligst entsprechende Papiere vorlegen zu müssen, kommt doch noch die Impfpflicht durch die Hintertür, ob es unseren Politikern in Deutschland paßt oder nicht. :top:

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