Mir fällt nicht erst seit Corona auf, dass Menschen auch mit Warnungen unterschiedlich umgehen. Wird vor einem Sturm gewarnt, bleiben Menschen zu Hause, um sich zu schützen und Rettungskräfte nicht in Gefahr zu bringen. Andere verfolgen ihre üblichen Pläne und sagen später „ist ja nichts passiert“. Beide lernen am Erfolg.
Ich denke einfach, daß heute viel zuviel gewarnt wird. So wurden z.B. an meiner alten Schule (an der ich Schüler war) die abendliche Abi-Feier verboten, weil dabei Betrunkene im Zuge des Alkoholkonsums in den nahen Fluß stürzen und bei 30cm Wassertiefe ertrinken könnten. Der Deutsche Michel erwartet halt eine Vollkasko-Versorgung und wenn wenn doch etwas passiert, sind immer die Anderen Schuld. 
Dabei wird dann praktisch das komplette Leben verboten, weil es ja so gefährlich ist. Leute, das Leben ist immer lebensgefährlich und endet bestimmt tödlich, also genießt es vorher!
Ich wünschte mir, daß nur noch Warnungen ausgesprochen werden, wenn es wirklich gefährlich wird und nicht mehr vor jedem Pups gewarnt wird. Entsprechend gehe ich auch mit den allermeisten Warnungen um. Ich stelle mich zwar darauf ein, daß ich aufpassen muß, aber ich mache es trotzdem!
Meine persönliche Erfahrung: Bei den Dingen, die allgemein als gefährlich eingestuft werden, ist mir bisher noch nie etwas passiert. Aber bei den Dingen, die allgemein als "da kann nichts passieren" gelten, ging es so gewaltig schief, daß ich froh bin im Krankenhaus wieder aufgewacht zu sein und keinen Grabstein 1,5m über meinem Kopf stehen habe.