Beiträge von plattyplus

    Das kann sein, aber dann ist das ein Fehler im System, dass man deshalb TZ arbeitet (und damit auf einen Teil seines Gehaltes verzichtet), nur um den Job angemessen ausüben zu können.

    Das ist kein Fehler im System. Der Arbeitgeber fordert halt nur Buchunterricht ein und bezahlt auch nur diesen. Würde er eine andere Qualität einfordern, würde er das Stundendeputat und die Nebenpflichten (Konferenzen hier und da z.B.) nicht so festlegen, wie er sie festgelegt hat. Wenn man als Arbeitnehmer dann meint eine bessere Qualität als die geforderte abliefern zu müssen, ist das das persönliche Problem des Arbeitnehmers.

    @WillG:

    Zitat:
    "Wenn das deutlich länger dauert als mit dem eigenen Auto, dann ist das eben so. Als Folge könnten Sie nicht mehr so viele Betriebe pro Tag besuchen, und die Verweildauer in den einzelnen Betrieben würde sich deutlich verkürzen, aber das ist nicht Ihr Problem."

    Das hört sich zwar erst einmal gut an, aber da wir keine Arbeitszeiterfassung haben, wird der zeitliche Mehraufwand nirgendwo erfaßt und man wird die gleiche Anzahl an Betrieben besuchen dürfen, nur eben dann weniger Freizeit haben.
    Ihr wißt ja, daß ich gerne Extremwertbetrachtungen mache. Wie sieht es eigentlich aus, wenn ich die Betriebe ohne PKW gar nicht mehr an einem Tag erreichen kann und bei Nutzung des ÖPNV Hotelübernachtungen notwendig werden, z.B. weil früh morgens der erste Bus erst um 6 Uhr zum Bahnhof fährt, ich aber um 4 Uhr dort sein müßte, um den Termin mit dem ersten Zug zu schaffen?

    Für die, die unsere Arbeitszeit gerne mit der freien Wirtschaft vergleichen, hier mal ein Beispiel, wie in der Wirtschaft mit Arbeitszeit gerechnet wird und was das für Folgen hat:
    --> https://www.youtube.com/watch?v=jYPrH4xANpU

    Das Beispiel von Walmart (Minute: 2:20 bis 5:15) ist ja durchaus mit unseren Prkatikantenbesuchen vergleichbar. 3 Besuche an einem Tag geht nur mit dem PKW bzw. bei Walmart nur mit dem LearJet. Die Summen beim Flieger sind zwar in einer ganz anderen Dimension, aber das System ist das gleiche.

    Die Diskussion ist hier schon 1000 x geführt worden. So bemühe er bitte die Suche-Funktion des Forums.

    Klar ist sie hier schon 1000x geführt worden, aber sie wird in der Bevölkerung halt immer noch geführt.

    Ich denke da nur an diesen Artikel im Bonner Generalanzeiger zur Frage, warum die AfD so stark ist:
    --> http://www.general-anzeiger-bonn.de/news/politik/d…cle4166927.html

    Zitat daraus:

    • Die „Systemparteien“ werden kritisiert, die AfD als einzige Alternative gesehen, schlimm seien „die gleichgeschalteten Medien“. „Es ist wie früher.“ [in der DDR]
    • Genauso offen ist, was die Schockwellen, die die drei Landtagswahlen im Osten aussenden werden, in Berlin bewirken. Die Botschaft der AfD-Anhänger jedenfalls ist klar: Merkel muss weg. Die ostdeutsche Bundeskanzlerin gilt für sie als Volksverräterin.

    Möge Herr Plattyplus sich einfach mal mit den deutschen Zuwanderungsgesetzen auseinandersetzen und vor allem nicht über Australien und Neuseeland schreiben wenn es im Punkto Migration für uns hauptsächlich um Schengen und die EU geht.

    Warum soll es ausschließlich um die EU gehen, die bei einer richtigen Krise eh höchstwahrscheinlich auseinanderfliegen wird?

    Fakt ist: Australien läßt niemanden rein, die Bootsflüchtllinge erst recht nicht, die werden auf eine einsame Pazifik-Insel deportiert und versauern dort für Jahre, während ihr Antrag bearbeitet und höchstwahrscheinlich doch abgelehnt wird, und hat weltweit wohl die schärfsten Einwanderungs-Bestimmungen. Neuseeland ist da ähnlich. Die USA machen auch ihre Grenze nach Mexico dicht. Erst gestern kam ein Bericht darüber, daß selbst Ehen zwischen US-Amerikanern und Mexicaner*innen nicht dazu führen, daß die Ehefrau einreisen darf.

    Und Du vergisst diesbezüglich "Flucht vor Krieg und politischer Verfolgung" und "Arbeitsmigration" zu unterscheiden.

    Was ist an unserer Flüchtlingswelle in Deutschlanddenn keine Arbeitsmigration? Die Flucht vor Krieg und politischer Verfolgung wäre spätestens in Tunesien oder der Türkei zuende gewesen. Schließlich sind beide Länder für uns Urlaubsziele, ohne das die Bundesregierung eine Reisewarnung herausgegeben hat. Diese Länder müssen also sicher sein. Oder kommen die Flüchtenden direkt über den Hamburger Hafen oder Flughäfen (per Direktflug) ins Land? Alle weiteren Wanderungsbewegungen, nachdem ein sicheres Drittland erreicht wurde, sind Arbeitsmigration ausgelöst durch das Wohlstandsgefälle. Die Regelung zu den Drittstaaten steht ja nicht umsonst in unserem Asyl-Gesetz.

    Aber mit den Rechtspopulisten musste hier halt auch leben.

    Wie würde es den Rechtspopulisten wohl gefallen, wenn auf einmal 80 Mio Deutsche in die Schweiz drängen? ;)

    Und wo willst Du hin?

    Die Frage ist doch eher: Welches Land nimmt uns Deutsche eigentlich?

    Australien und Neuseeland fallen schon einmal aus, wenn man kein Vermögen in Millionenhöhe mitbringt oder auf der Liste der gesuchten Berufe steht, auf der wir nicht zu finden sind. In praktisch keinem industriealisierten Land sind die Einwanderungsbestimmungen so locker wie bei uns.

    Ich meinte mit „naturgegebenermaßen“ den angeblich natürlich mütterlichen Kümmertrieb.

    Und ich meinte mit "natürlich" die biologische Fortpflanzung ohne fremde Hilfe. Ist bei lesbischen Paaren einfach unmöglich.

    Na, ja Fakt ist aber, dass die Kindererziehung zum Großteil immer noch an uns Frauen hängen bleibt.
    Ich sehe das beim Vater meines Sohnes und bei meiner aktuellen Beziehung.
    Beide wussten/wissen nicht einmal, wie die Kitaerzieherinnen oder die Lehrerinnen heißen.

    Da versteh ich auch, warum damals in der 3. Klasse die Grundschulleiterin so fertig war, daß Papa kam, als sie meine Eltern einbestellte, weil ich auf dem Halbjahrszeugnis ihre Unterschrift gefälscht hatte von wegen zuhause Zeugnis vorzeigen und so. :rotwerd:
    Bei dem Termin habe ich gelernt was Loyalität bedeutet. Papas Ansage war nur: "Das ist meine Unterschrift", woraufhin die Schulleiterin explodiert ist und das Gespräch ganz abrupt beendet war. Und ja, auch heute 30 Jahre später sagt er noch, daß das einzige Mal war, wo ihm jemand auf einer Behörde die Tür von innen aufgemacht und ihm unmißverständlich klar gemacht habe, daß er zu gehen hat.

    Es ist ein interessantes Phänomen, dass man als Frau (und eigentlich auch als Mann) drei Möglichkeiten hat, wenn einmal die Kinder da sind.

    a) Arbeit in Vollzeit
    b) Arbeit in Teilzeit
    c) Familienmanagement

    Ich muß zugeben, daß ich nur das Modell a kennengelernt habe. Dies gilt auch für die Gneration meiner Eltern und sogar für die Generation meiner Großeltern. Da war auch damals schon durchgehend das Modell a angesagt, nix "Kinder, Küche, Kirche". Wobei ich aber auch sagen muß, daß das Modell nur funktioniert, wenn die ganze Großfamilie mithilft. Wenn natürlich die Großeltern usw. alle hunderte km weit weg wohnen, funktioniert das nicht.

    Ich arbeite mal die ganzen Punkte ab:

    • Schüler im privaten PKW mitnehmen ist ein No Go. Evtl. würde ich noch darüber nachdenken, wenn abends der letzte Bus weg ist und ich aufgrund meiner Fürsorgepflicht gegenüber den Schutzbefohlenen davon ausgehen müßte, daß sie sonst draußen an der Bushaltestelle übernachten müßten. Aber geplant Schüler mitnehmen? Niemals!
    • Kind umarmen: Niemals! Aber ok, als Mann bin ich bei den Fragen hier eh immer mit einem Bein im Knast. Das gilt sowohl fürs Trösten als auch für eine "Anerkennung zur bestandenen Prüfung".
    • Bei Verletzungen im Sportunterricht würde ich Schüler ggf. sogar wegtragen. Oder wie soll ich das mit dem "Hand halten" verstehen?
    • Austausch von Handy Nummern ist ein No Go, zumindest wenn es sich um meine Privatnummer handelt. Auf Klassenfahrten hole ich mein altes Handy raus und stecke eine Prepaid-Karte rein. Diese Handynummer gebe ich dann für die Klassenfahrt raus. Motto: "Hier könnt ihr anrufen, wenn jemand verlorengegangen ist." Aber die Nummer meines Privathandys, auf dem auch Homebanking etc. aufläuft, will ich nicht rausgeben.
    • E-Mais schreibe ich, warum auch nicht? Aber dafür haben wir extra eine Dienst-eMail-Adresse. Da läuft dann die ganze Schüler-Kommunikation drüber.
    • Alleine mit Schülerin in einem Raum ist ein No Go. Ggf. führe ich als Mann Gespräche mit einer Schülerin im Sekretariat, um unsere Sekretärin zu meiner Sicherheit als Zeugin zu haben. In meiner Ausbildungsschule hatte ein Kollege nach so einem Gespräch das Problem, daß die Schülerin ihn der sexuellen Belästigung bezichtigte. Vor Gericht stellte sich die Anschuldigung dann zwar als Lüge heraus, aber so eine Geschichte brauche ich nicht.

    Zusammenfassend: Man sollte sich als angehende Lehrerin (Du wolltest doch jetzt erst Dein Zweitstudium aufnehmen?) überlegen auf welcher Seite man steht und auch entsprechend handeln. Die Schüler sind keine Freunde, sie sind Schutzbefohlene über die wir in Form von Noten urteilen müssen. Die Arbeit ist ein Job und keine Lebensaufgabe, bei der man im wahrsten Sinne des Wortes sein (Privat-) Leben aufgibt.

    @panthasan:
    Ich fahre einen PKW der Golf-Klasse, der sich so grob 6L Diesel/100km nimmt. Allerdings fahre ich damit sehr weit, je nach Dienstplan 60-70tkm/Jahr. Bei 70tkm verbraucht das Fahrzeug also 4.200 Liter Diesel. Damit können andere ihr Haus glatt zwei Jahre beheizen. Ein Flugzeug verbraucht ca. 3L/100km pro Passagier, ich könnte mit dem gleichen Treibstoffverbrauch von 4.200 Litern also jedes Jahr glatt dreimal komplett um den Erdball fliegen.
    Der enorme Treibstoffverbrauch bei Flugreisen kommt halt dadurch zustande, daß wir damit Ziele ansteuern, die viel weiter weg sind, die so weit weg sind, daß wir sie mit anderen Verkehrsmitteln gar nicht erreichen würden. Mit dem Zug + Schiff mal gerade in den 2 Wochen Urlaub auf die Kanarischen Inseln? Würde niemand machen, er wäre dann nämlich nur 3 Tage dort.

    Umziehen ist keine Option, denn dann müßte meine Freundin/Verlobte/Frau entsprechend weiter fahren, um zur Arbeit zu kommen. Schließlich leben wir nicht mehr in einer Welt, in der man als Single-Mann im Lehrerberuf eine Haushälterin einstellen mußte und in der Frauen ihren Job kündigen (mußten), sobald sie heirateten. In unserer heutigen Welt ist es meiner Meinung nach dem Partner einfach nicht zumutbar alles aufzugeben, um an den Einsatzort des anderen Partners umzuziehen. Wäre "Dienstortwechel" + Ökobilanz vor Gericht ein Scheidungsgrund? Denn darauf würde es dann ja rauslaufen. Das weürde dann heißen, daß wir bei uns das Grundrecht (festgelegt von der UNO) auf Familienplanung aufgeben.

    Ähnliches gilt für die Ökobilanz und die Frage, ob man Nachwuchs in die Welt setzen sollte oder nicht. Gibt ja schon einige Verfechter, die zur Kinderlosigkeit auffordern, weil die die Ökobilanz eh total zerstören würden. Bevor wir über solch gesellschaftlich einschneidende Maßnahmen nachdenken, wäre ich echt dafür erst einmal die Haltung von Haustieren generell zu verbieten.
    --> https://www.quarks.de/umwelt/klimawa…inder-wirklich/

    Und klar, die Gewinnung der Metalle für die Akkus ist eine ökologische Katastrophe, aber die Gewinnung von Erdöl aus Ölsanden ist genauso katastrophal. :stumm:

    Wie gesagt, ich war im Jugendalter immer der, der zuhause sitzen und auf Hund/Katze aufpassen mußte, während alle anderen in Urlaub gefahren sind. Von daher ist ein Haustier für mich allein schon gedanklich eine Belastung.

    Und welchen Schluss ziehst du daraus?

    Erster Punkt, wenn meine jetzige Karre hinüber ist: Elektro-Auto.
    Abschaffen geht nicht, sonst würde ich hier nicht zur Arbeit kommen. ÖPNV wurde in den letzten Jahren zurückgefahren, Bahnstrecken in Radwege umgewandelt usw. ...
    Zweiter Punkt: Die Gasheizung ist jetzt 25 Jahre alt und Warmwasser wird hier noch einzeln mittels Gasboiler erzeugt. Der Gasboiler frißt mehr als die Heizung, also steht da in den nächsten Jahren ein Umbau auf ein Kombi-Gerät aus Heizung und Warmwasser an, um den Gasverbrauch runterzubekommen.

    Regionale Produkte kaufe ich schon, soweit man sie bekommt. Da rede ich aber nicht nur von Gemüse und Obst sondern auch von verarbeiteten Lebensmitteln. Ich habe z.B. im Umkreis von 15km gleich zwei Schokoladenfirmen. Da muß es dann nicht die Schoki vom anderen Ende der Welt sein. Wobei das mit den Kakao-Bohnen natürlich schwer ist, die wachsen hier nicht. Also einmal muß das Lebensmittel transportiert werden, aber nicht zweimal.

    Viele Symbole können hoffentlich dazu beitragen, dass Menschen nachdenklich werden und eigene Verhaltensweisen hinterfragen.

    Bei mir kommt das Symbol "Greta aber so an, daß da ein verzogenes Gör auf Ego-Tripp ist, in einer Millionen € teuren Rennyacht von einem blaublütigen Pierre Casiraghi über den Atlantik geschippert wird, die ganze Welt das auch noch gutheißen soll und irgendwelche Möchtegern-Promis mit der Geschichte in ihrem Windschatten in die Klatschblätter (=Bunte und Co.) kommen wollen. Also genau das richtige Thema für die Presse im Sommerloch.

    Das hat alles nichts, aber auch wirklich gar nichts mehr mit dem Leben zutun, daß die 08/15-Bürger führen. Wie oben schon gesagt: "Onkel Hofreither hat sich Grönland für 3 Tage angeguckt und seine Erzählung, wie schlimm das alles ist, muß für uns Normalsterbliche reichen."

    Deswegen macht es auch Sinn, sich gegen Strohhalme am Schulkiosk auszusprechen, selbst wenn ich abends genüsslich einen Cocktail durch einen Strohhalm schlürfe.

    Und noch viel mehr Eindruck würde es auf mich machen, wenn Du bei den Einwegbechern einfach den Plastikdeckel abmachen und das Getränk so aus dem Becher schlürfen würdest und das wirklich jedes Mal und nicht nur als Symbol am Schulkiosk.

    Wie gesagt, ich habe bei meinem Konsum als Hauptproblem meinen PKW ausgerechnet. Gegen die 14t co2 jährlich, die da entstehen, sind die Symbole uninteressant. Sogar die Intercontinentalflüge sind da im vgl. ein kleiner Punkt.
    Oder, wie es ein Umweltschützer mal formulierte: Es bringt nichts Symbole zu setzen, die Big Points müssen gemacht werden!

    Und im Allgemeinen sind die Big Points:

    • Heizung
    • Auto
    • See-Fracht-Verkehr

    Ich nehme meinen Hund immer mit in den Urlaub.

    Das würde bei mir bedeuten, daß ich das Tier regelmäßig über Wochen in Quarantäne geben müßte, damit der Hund im Urlaubsland einreisen darf. Das mag ich keinem Hund antun.
    Daher würde ein Hund für mich bedeuten, daß sich die komplette Freizeitgestaltung verändert bzw. unmöglich wird.

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