An BKs mag es gute Gründe für eine andere Perspektive geben, an allgemeinbildenden Schulen sollte aber immer deutlich werden, dass Politik und Ökonomie in einem Beziehungsgeflecht zueinander stehen.
Ja, meine Azubis verdienen z.T. schon deutlich über 10.000 € jährlich an Ausbildungsvergütung, sind damit über dem Grundfreibetrag und entsprechend einkommensteuerpflicht. Da bringt die Steuererklärung sofort etwas.
In den Klassen, in denen die Schüler bnei uns nur noch ihre Teilzeitschulpflicht absitzen, ist auch ganz klar Thema "Wie fülle ich einen Hartz 4 Antrag aus" und was muß ich da machen, um den Anspruch nicht zu verlieren. Klar ist das nicht toll, aber es spiegelt ihre Lebensrealität wider.
Was ich an den Sek 2 Schulen z.B. auch generell vermisse ist das Arbeitsrecht. Ab wann darf man einen Ferienjob machen, welchen und wie lange?
Im Wirtschaftsunterricht klar BWL und VWL zu unterrichten, sehe ich auch noch ein. Aber laß bitte die Politik aus der Wissenschaft raus! Diese gequirlte Mäusekacke, die dabei rauskommt, führt doch gerade dazu, daß SoWi eben doch als Laberfach schlechthin gilt. Wir haben jedenfalls einige Sowi/Politik Lehrer bei uns als Wiwi-Pauker am BK, weil es eben mit der Fakulta 60 (=Wiwi) zu wenige Bewerber gibt, die bekommen immer die Krise, wenn ich ihnen dann mit der Mathematik komme. Ich sag nur "Rechnungswesen" oder eben in jüngeren Jahren das Führen eines Haushaltsbuchs.
Wenn Du unbedingt Politik unterrichten willst, weil dir die aktuelle Politikverdrossenheit in der Bevölkerung nicht paßt, mach es als eigenes Fach.