Beiträge von plattyplus

    @Karl-Dieter:

    Ob Du das Ding nun Grundrente oder Grundsicherung nennst, ist doch nur von der einen in die andere Tasche gewirtschaftet. Ich würde das auch gar nicht so generell an den Leistungen der Sozialversicherung festmachen, die kann notfalls auch mit Steuereinnahmen gestützt werden. Ich sehe es viel genereller:

    Es gibt in unserer Gesellschaft keine Abstimmung darüber, was wir uns leisten können und wollen und was eben nicht. :(

    Leider führt niemand diese Diskussion auf der Basis, daß eben jeder Euro nur einmal ausgegeben werden kann. Das würde dann nämlich politisch ggf. anstrengend werden, wenn man wirklich Entscheidungen treffen muß. Aber solche Diskussionen werden eh immer mit den Adjektiven "alternativlos" und "fremdenfeindlich" abgewürgt.

    Ich denke da z.B. an:

    • Bankrenrettung
    • Rettung ausländischer Volkswirtschaften
    • Leuchtturmprojekte a la "BER, Stuttgart 21, ..."
    • Flüchtlingskrise und deren Folgekosten
    • Gleichzeitiger Ausstieg aus Atom- und Kohlestrom mit enorm ansteigender EEG-Umlage, Stromtrassen und allem, was hinten dran hängt
    • Elektrifizierung des Straßenverkehrs innerhalb von 10 Jahren

    Und ja, ich wäre auch dafür das Rentenniveau wie in Österreich anzuheben, weil sich dann viele Probleme wie die Grundrente nicht stellen würden. Dafür werden dann keine Banken mehr gerettet sondern im Pleitefall abgewickelt, ausländische Volkswirtschaften werden auch nicht gerettet, weil das Geld eh nicht bei denen ankommt sondern nur bei deren Gläubigern (also anderen Banken). Sollen diese Banken ruhig mal ihr Risiko tragen und einen Kreditausfall verbuchen. Leuchtturmprojekte braucht auch niemand. Mit den Mühen der weiten Ebene (genug Schulen, baufällige Straßen, ...) haben wir schon genug zutun. Flüchtlinge, die ausreisepflichtig sind und vor ihrer Abschiebung untertauchen bekommen keinen Cent Geld mehr auf ihr Konto überwiesen und auch keine Naturalleistungen. ...

    Gerade heute labert die Linke wieder davon, daß wir den Griechen doch 300 Mrd. Euro Reparationen für den 2. Weltkrieg zahlen sollten oder zumindest darüber diskutieren. Was meint diese Partei denn, was passiert, wenn wir in diese Diskussion überhaupt einsteigen? Genau, dann kommen morgen die Polen, Tschechen, Slowaken, Belgier, ... halt alle, die den 2+4 Vertrag nicht unterzeichnet haben.

    Soll ich die Liste weiter fortsetzen?

    wo man mit einem Hilfsvertrag sich vorbereitet (definitiv kein Ref sondern das ganz offizielle Recht, ausgebeutet zu werden)

    Naja, bei uns in NRW läuft seit ein paar Jahren die Ausbildung ja auch nicht anders. Früher hatte man zwei Jahre Referendariat, heute hat man 1,5 Jahre Referendariat und zusätzlich noch ein weiteres halbes Jahr Praktikum, wo man genau das Gleiche macht wie der Referendar, nur eben nicht bezahlt.

    Da werden einige Ref auch hier auf 21 als Einstiegsalter kommen.

    Wie soll das gehen?

    Einschulung mit 6, dann g12... mit Abitur in der Tasche ist man also 18. Das Studium dauert heute 9 Semester Regelstudienzeit (ok, langwierige Praktika gibt es nur im Berufsschulbereich). Also maximal 24 könnte ich mir noch vorstellen, aber noch jünger wird schwer.


    Stimmt, deshalb muss man ja auch sehr dankbar sein, dass Notre-Dame de Paris äußerst medienwirksam abgebrannt ist. So kann man sich symbolträchtig als Nation versammeln, diese betrauern und beweinen, großartige nationale Gesten wie Ansprachen, Spenden für den Wiederaufbau und präsidiale Zusagen für den Zeitrahmen eines Wiederaufbaus pompös verkünden, statt Geld, Zeit und Kraft in die Bearbeitung echter Probleme zu investieren.

    Warten wir erst einmal ab, was bei der Untersuchung rumkommt. Mein letzter Stand ist, daß es Renovierungsarbeiten in der Kathedrale gab und die Handwerker ihre Elektrowerkzeuge oben im Dachstuhl gelagert haben. Hat jetzt eines dieser Werkzeuge durch einen Kuzschluß den Brand ausgelöst, ist der Wiederaufbau ein Fall für die Haftpflicht-Versicherung des Handwerkers und es ist mal zu hoffen, daß seine Deckungssumme ausreichend hoch ist.
    Sollte es so kommen, kannst die inzw. gespendete 1. Mrd. €uro dazu nutzen die Schulen auf vordermann zu bringen.

    Und außerdem: So ein Symbol bedarf es, um eine Nation zu einen. Rate mal, warum Kennedy in den 1960ern das Rennen zum Mond ausgerufen hat? Genau, um von Vietnam abzulenken und der bis dahin immer noch existierenden Rassentrennung. Paris brannte in den vergangenen Wochen aufgrund der Gelbwesten-Proteste oft genug und in den Banlieue brennt die Luft auch.

    Also weniger brutal würde ich es nicht nennen.
    Ob du gar keine Rente bekommst oder eine Rente auf Niveau der Grundsicherung kann dir egal sein, weil bis zur Grundsicherung der Staat eh deine Rente aufstockt.

    Hinzu kommt, daß man als normaler Arbeitnehmer vorher schon wußte, daß es kaum Rente geben wird und man selber (z.B. durch Betriebsrenten) vorsorgen muß. Das fällt dann natürlich komplett weg.

    Also machen wir es mal praktisch. Zur Vereinfachung stellen wir uns vor, daß ein Lehrer sein ganzes Berufsleben lang ca. gleichviel verdient hat.

    • Als Pensionär bekommt er 71% des Einkommens von den letzten 3 Jahren (wo man üblicherweise wegen der Erfahrungsstufen den Spitzenverdienst erreicht)
    • Als Rentner bekommt er 44% des Durchschnittseinkommens
    • Sollte der Arbeitgeber jetzt nur den Arbeitgeberanteil nachversichern müssen, halbieren sich die 44% noch einmal und er landet bei einem Rentenniveau von 22%.

    So, jetzt überleg dir mal, was 22% von einem durchschnittlichen a13 gehalt sind... genau... Grundsicherung
    --> Da ist es dann total egal, ob der Pensionär nachversichert wird oder nicht. Er hat so oder so am Ende gleich wenig Geld in der Tasche.

    Nachtrag: Habe gerade nachgelesen. Der Dienstherr muß auch den Arbeitnehmeranteil nachversichern (§ 181 Abs. 5 SGB VI). Trotzdem bleibt da kaum was über, weil das Rentenniveau bei uns in D einfach so verdammt weit unten ist. Bei dem Thema muß ich mich gerade wieder sehr schwer zurückhalten, um nicht loszupoltern für was unsere Regierung das Geld so alles alternativlos raushaut. :stumm:

    Ist ja auch eine sinnvolle Ergänzung zu PCs und Beamern, insofern hatte ich tatsächlich einfach vermutet, dass wenigstens das Standard sein könnte.

    Unser Standard sieht so aus, daß es in den Räumen mit elek. Whiteboards keine Computer gibt und umgekehrt. In den Räumen, in denen es dann Beamer und Computer gibt, fehlen die Kabel, die vom Lehrerrechner bis unter die Decke führen, um die Beamer auch befeuern zu können. Sind dann doch mal ein funktionierender Computer, ein Beamer und auch ein Kabel zwischen den beiden Geräten vorhanden, gibt es keine Leinwand bzw. ist die Wand (Projektionsfläche) schön bunt gestrichen...

    Letztlich funktioniert von dem ganzen Kram nichts!

    Daher ja auch mein generelles Ansinnen: Jeder Raumbetreuer bekommt ein jährliches Budget zugestanden und bestellt dann selber den Handwerker. Aber das wäre ja zu einfach. Wahlweise würde es auch schon reichen, wenn wir selber die Bauabnahme machen dürften und nicht das Bauamt, die sogar unsere Schulvertreter bei der Bauabnahme rausgeschmissen haben, weil wir dann doch zu viele Mängel gefunden hatten und die Bauabnahme verweigern wollten. :stumm:

    Man wird bei der BfA nachversichert und bekommt dann eine Rente. Die Frage ist nur mit welcher Summe man nachversichert wird? Die Rente wird üblicherweise ja von Arbeitgeber und Arbeitnehmer gezahlt. Wenn man da nachversichert wird, wird man dann mit dem kompletten Betrag nachversichert oder nur mit dem Arbeitgeberanteil? Kann man dann, wenn man genug Geld auf der hohen Kante hat, auch noch den Arbeitnehmeranteil nachversichern?

    Eine Rente nur aus dem Arbeitgeberanteil dürfte ja praktisch immer eine Rente unterhalb der Grundsicherung ergeben.

    Das ist einfach zu weit weg von gesamtgesellschaftlichen Realitäten.

    Hier mal ein paar Realitäten:

    • https://www.faz.net/aktuell/gesell…t-11857996.html
      Männer als Gefahrgut in Flugzeugen und der letzte Absatz beschreibt dann auch die Situation in D: "In Australien schlagen die Wellen weiter hoch: Denn offenbar gelten Männer an sich nicht nur Fluggesellschaften als potentiell gefährlich. Diskriminiert werden auch angehende Grundschullehrer. Deren Zahl ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich zurückgegangen, weil männliche Bewerber aus Sicherheitsgründen nicht mehr an staatlichen Schulen unterrichten sollen und darum erst gar nicht mehr eingestellt werden."
    • https://www.zeit.de/arbeit/2018-01/erzieher-maenner-kita-job

    Und ja, als ich Zivi war, hatten wir aus genau dem gleichen Grund auch nur einen Quoten-Pfleger auf der Kinder-Intensivstation. Die Oberschwester (= regionale Pflegedienstleitung) wollte nämlich mit genau der gleichen Begründung keine männlichen Bewerber haben. Der eine Pfleger war auch nur deswegen da, weil er eingestellt wurde, als die Oberschwester gerade für einige Wochen in Kur war. Mich als Zivi hat sie erst in Ruhe gelassen, als ich ihr meinen Stellungsbefehl auf den Tisch geknallt hatte. Ich war also nicht freiwillig da und damit auch kein potentieller Kinderschänder, weil alle Männer, die so einen Job freiwillig machen, machen das ja nur, um an sich an den Knirpsen zu vergehen, so ihre Meinung.

    sondern ein Verstoß gegen das Arbeitsschutzgesetz

    Nur gilt das Arbeitsschutzgesetz für verbeamtete Lehrkräfte in NRW nicht, sie sind explizit davon ausgenommen. Das Gleichstellungsgesetz beinhaltend die Familienförderung gilt aber auch für verbeamtete Lehrkräfte. Entsprechend hat die Schulleitung rein rechtlich alles richtig gemacht.

    Arbeitszeitverordnung: https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_tex…031009100936565
    Siehe §1 Absatz 2

    Gleichstellungsgesetz NRW: https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_tex…071121100436242
    Siehe §13, Absatz 1

    Und nein, dass Kinderlose zur ersten Stunde anfangen müssen, obwohl es Eltern gibt, die erst zur Zweiten anfangen dürfen ist keine Benachteiligung von Männern.

    Und ist es eine Benachteiligung von Männern, wenn diese nach der Abendschule am nächsten Morgen zur 1. Stunde anfangen müssen und damit ihre 11 Stunden Ruhezeit nicht einhalten und vor der Klasse auf dem Pult einpennen, weil es Eltern gibt, die nicht zur 1. Stunde anfangen wollen und das beim Stundenplaner nachträglich auch durchgeboxt bekommen, woraufhin sich mein Stundenplan entsprechend verschlechterte, daß es zu dieser Unterschreitung der gesetzlich bestimmten Mindestruhezeit überhaupt kam?


    Das erinnert mich an die regelmäßig auftauchende, scherzhafte und leicht trotzige Erinnerung an die Frauenparkplätze und dass Männer sowas auch wollen.

    Genau, wenn ich da an den IKEA-Parkplatz an einem Samstag denke, will ich sowas auch.

    • Behindertenparkplätze
    • E-Ladesäulen-Parkplätze
    • Familienparkplätze
    • Verlade-Parkplätze für Lieferwagen
    • Anhänger-Parkplätze
    • Frauenparkplätze

    Wahlweise würde ich auf meinen Willen verzichten, wenn die Frauen dafür im Gegenzug nur noch auf den Frauenparkplätzen parken dürfen und nicht auf den sonstigen. Insb., wenn es da richtig voll ist, ist es nämlich nervig, wenn man die leeren Parkplätze als Mann nicht nutzen darf. :teufel:

    Wissentlich habe ich bisher nur einmal auf besagten Frauenparkplätzen im Parkhaus geparkt aber das einfach auch nur deswegen, weil ich auf Krücken zum Arzt mußte und die Frauenparkplätzen direkt neben den Behindertenparkplätzen lagen, so daß man ebenerdig aus dem Parkhaus kam. Unterarmgehstützen und Treppe geht zwar, aber ist so richtig blöd. Prompt gabs auch Gekeife von einer Dame... also so viel Angst kann die gar nicht gehabt haben.

    OT: Gibt es keine Unterkunft vor Ort? Oder werden bei euch nur Azubis Ü18 angestellt? Das mag ich ja kaum glauben.

    In den ersten 2 Jahren der Lehre sind die Azubis zusammen mit anderen Klassen (aus ähnlichen Lehrberufen) in einer Bezirksfachklasse (also eine Schule je Regierungsbezirk). Nach Abschluß der ersten 2 Ausbildungsjahre werden die Klassen dann gemäß den einzelnen Spezialisierungen geteilt und es kommt zu Landesfachklassen. Da sind die Azubis dann 18.

    Aber ja, den Internatsbetrieb habe ich an meiner Ausbildungsschule auch kennengelernt, als es um Landesfachklassen ging. Das läuft dann aber im Blockunterricht und wir hatten einen ganz kurzen Draht zu einer nahegelegenen Jugendherberge. Da wurden dann die 16jährigen untergebracht.

    Ein richtiges Problem hatten wir nur mal, als jemand im Alter von 15 nach Klasse 9 das Gymnasium verlassen und eine Lehre angefangen hat, von wegen Aufsichtspflicht und so.

    Aufgrund dessen, was wir da den Azubis zumuten, bin ich ja auch der Ansicht, daß das Schulrecht streckenweise auf den Betrieb an einem Berufskolleg nicht paßt und der Gesetzgeber beim Erlassen der Gesetzestexte wohl nur an die Klassen 1-10 gedacht hat.

    Nicht jeder Mann hat Lust eine "geschützte Minderheit" zu sein.

    Wieso "geschützte Minderheit"? Ich würde eher sagen ausgegrenzte Minderheit, denn sonst hätten wir an den meisten Schulen schon lange den Gleichstellungsbeauftragten und nicht die Gleichstellungsbeauftragte. Bei der letzten Wahl hat es bei uns jedenfalls heftig geknallt, daß der Posten nur an eine Frau vergeben werden darf, auch wenn Frauen in der Mehrheit sind.

    Was ich bei der ganzen Diskussion nicht verstehe:

    Warum sträuben sich die Protagonisten in dem Artikel so sehr gehen die Typenbausweise? Also eine Schule wird konstruiert und nach dem Plan dann 30 mal gebaut. Bei unserer verkrusteten Bürokratie und den ganzen Bauvorschriften in D sehe ich darin die einzige Möglichkeit innerhalb von 6 Jahren überhaupt genau Gebäude hochgezogen zu bekommen und das auch nur, wenn alle mitspielen und die Nachbarn keine Planfeststellungsbeschwerde wegen "zuviel Lärm" einlegen, die dann durch alle gerichtlichen Instanzen geht.
    Könnte man da zur Beschleunigung etwaige Verfahren nicht gleich ans Bundesverwaltungsgericht nach Leipzig verweisen? Das wäre dann die erste und zugleich letzte Instanz. Motto: "Baubeschleunigungsgesetz"

    Wenn sie "individuell" und "innerhalb der geplanten Bauzeit" wollen, müssen sie sich Istanbuls Flughafen angucken (auch wenn ich von Erdogan nichts halte) oder den Gothart Basistunnel. Aber sowas bekommen wir in unserer Republik, wo alle nur labern und nölen, nicht mehr gebacken.

    Und wenn wir schon bei "mehr toben" sind: Dann führt ganzjährig die Sommerzeit ein. Dann haben die Kinder wenigstens auch im Winter abends noch eine Chance das Tageslicht nicht nur durchs Fenster zu sehen. Bei den heutigen Ganztagsschulen wird das sonst nämlich nichts mehr.

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