Beiträge von plattyplus

    denn sexuelle Aufklärung darf und soll ja heutzutage handlungsorientiert erfolgen außerdem lernt man ganz praxisnah gleich noch was über Dinge wie Menschenwürde, sexuelle Ausbeutung, Sexismus und Frauenfeindlichkeit... - Mal ehrlich: Haben die Kollegen in der Uckermark keine noch blödere Aktion gefunden?!?

    ... und im Sinne der Gleichbrechtigung :pirat:
    Workshop zu Masturbation: Studentinnen der Uni Bielefeld lernen, wie man selbst Hand anlegt

    Was veranstalten wir da jetzt für die männlichen Studenten? :teufel:

    Wie findet ihr die Aktion?

    Naja,
    jedenfalls nicht so realitätsfremd wie die Gesetzte, die wir an der Berufsschule haben. Uns in NRW ist ja sogar das Glas Sekt bei der feierlichen Übergabe der Abschlußzeugnisse untersagt. Das gilt insb. auch, wenn alle "Schüler" schon seit etlichen Jahren volljährig sind.
    Mit der Technikerschule auf den Weihnachtsmarkt und da einen Glühwein trinken, auch wenn der jüngste "Schüler" 25 ist? Nicht erlaubt.

    Oder anders: Wie erklärt man einem Schüler, daß die Besichtigung eines Weinbaubetriebs inkl. Verköstigung auf einer Klassenfahrt ausdrücklich als Ausnahme erlaubt ist, wenn er aber ein paar Stunden später mit einer Rotweinflasche in der Jugendherberge angetroffen wird, dies ein Problem ist?

    Und ja, 9. Klasse paßt auch so ungefähr. In dem Alter habe ich selber jedenfalls das erste Mal bewußt getrunken... war damals relativ guter Wodka. Und nein, so betrunken, daß das Zeug oben wieder raus gekommen ist, war ich noch nie, ich bin da vorher immer eingeschlafen.
    Obwohl... Den ersten Alkohol gabs schon eher bei der Konfirmation und ich konnte überhaupt nicht verstehen, warum das ein Problem ist, wo sie mir am Morgen doch alle erzählt haben, daß man mit dem ganzen Budenzauber jetzt "zu den Großen" gehört.

    Und noch etwas: Glaubt man wirklich, dass man mit einer Verbeamtung die notwendig guten(!) Lehrer bekommt. Wer Lehrer wird, weil er dort verbeamtet wird, hat seinen Job total verfehlt.

    Na, sieh es doch mal so: Wer sich überlegt auf Lehramt zu studieren, guckt sich vorher an, was man in dem angestrebten Beruf verdienen kann. Reicht einem das Gehalt nicht, studiert man was Anderes. Wer will heute schon Friseur werden? Da verdient man nichts.
    Und da ist die Verbeamtung nichts weiter als eine versteckte Lohnerhöhung, wenn man auch die Pensionsansprüche mit rein rechnet.

    Euer Bundesland weiß auch, daß es nicht einfach die Gehälter der Lehrer massiv steigern kann, auch wenn sie es eigentlich müßten, um mit der Wirtschaft um die besten Leute konkurrieren zu können, weil sie davon so schnell nicht wieder runter kommen würden, gibt es die nächste Lehrerschwemme in ein paar Jahren.

    Moin,
    sagt mal, müssen wir wirklich alle Krankschreibungen akzeptieren?

    Mir flattert gerade die Werbung für AU-Schein ins Haus. Dabei handelt es sich wohl um ein Portal, das Arztdienstleistungen vertreibt. Konkret geht es darum, daß man sich krankschreiben lassen kann, ohne einen Arzt je gesehen zu haben.
    --> https://au-schein.de/

    Und hier mal die Erklärung zu dem Geschäftsmodell der Firma:
    --> https://www.gruenderszene.de/health/au-schein-hamburg-can-ansay
    --> https://www.waz.de/wirtschaft/kra…d216168999.html


    Wenn da jetzt jemand mit so einem Attest aus Schleswig-Holstein bei der Abi-Prüfung etc. fehlt, sollte man den dann generell zum Gesundheitsamt schicken? Wie bekommt man solche Delinquenten sehr schnell, also noch am Tag der Prüfung zum Amtsarzt? Ansonsten kann der ja generell nichts mehr feststellen. Könnte man eine amtsärztliche Untersuchung für die Prüfungstage vorschreiben, auf das an den Tagen der Abschlußprüfungen eben kein normales Attest mehr reicht? Oder gibt es noch andere Mittel gegen den Mißbrauch vorzugehen?

    Das ist einfach alles zu schnelllebig für die Institution Schule. Und Schule muss auch nicht Versicherungsvergleich, Führerschein und Wasserrohreflicken unterrichten, obwohl das sehr brauchbare Fertigkeiten sind.

    Schule soll Kindern Grundlagen vermitteln und zwar die, deren Halbwertszeit über der Lebensdauer einer Generation liegt.

    Moin,
    und genau da sehe ich das Hauptproblem bei allem, was vom Ministerium auf die Berufsschule so herabregnet, wie Mana vom Himmel. Die Politiker denken bei ihren Erlassen beim Schlagwort "Schule" wohl immer nur an die Klassen 1-10. Bei uns an der Berufsschule paßt das alles nicht. Ein kaufmännischer Angestellter muß einen Versicherungsvergleich hinbekommen und ein Versorgungstechniker, so heißen heute die Klempner, muß ein Wasserrohr flicken können. Kann er das nicht, hat er eindeutig seinen Beruf verfehlt und da helfen auch keine noch so schön gemalten Plakate, da zählt ausschließlich das Ergebnis.

    Aber auch beim Versorgungstechniker gilt heute: Wissen, dessen Halbwertszeit über der Lebenserwartung des Azubis liegt, gibt es nicht. Vor einem Menschenalter wurden für die Wasserversorgung noch die letzten Bleirohre eingesetzt und man ging dazu über verzinkte Stahlrohre zu verschrauben. Zwischendurch gab es dann noch verlötete Kupferrohre und verklebte Plastikrohre. Im Heizungsbau wurden Stahlrohre verschweißt. Heute werden bei einer Hausinstallation die Kunststoff/Alu-Verbundrohre verpreßt.
    Das sind alles komplett unterschiedliche Techniken (Schrauben, Schweißen, Kleben, Verpressen) und der Versorgungstechniker muß die drauf haben. Oder würdest Du es akzeptieren, wenn auf einmal in deiner Wohnung kein Wasser mehr aus dem Wasserhahn kommt, weil die Halbwertszeit der eingesetzten Technik so kurz ist, daß der Klempner nie gelernt hat wie es geht, weil es ja nicht Aufgabe der Schule bzw. des Lehrherren war ihm das beizubringen? :teufel:

    These: mobile Endgeräte sind ungeeignet um hier den "Grundstein für ein tiefes Verständnis" zu legen und der Grund, weshalb die smarte Generation weniger Computerkenntnisse hat, als die mit der Brotkiste.

    Die Generation mit der Brotkiste hat ein tieferes Verständnis, weil sie zu ihrer Zeit tiefer in die Materie einsteigen mußte, um die Kiste überhaupt ans Laufen zu bekommen. Werf der smarten Generation doch mal Begriffe wie "Interrupt, IRQ und DMA-Kanal" vor die Füße und warte ab, was passiert. Das sind für die alle böhmische Dörfer. Wobei sie ja nicht einmal mehr wissen wo Böhmen überhaupt liegt. ;)
    Oder, aktuelles Beispiel: Informationstechnische Assistenten, denen sollen wir die Fachhochschulreife + IT-Berufsausbildung bescheinigen, scheitern an der Installation eines Netzwerkdruckers. Am USB-Anschluß bekommen sie ihn zum Laufen, aber nicht am Netzwerk. Die unüberwindbare Hürde war, daß man beim Netzwerkdrucker den Treiber von Hand installieren muß. Plug&Play wie am USB-Anschluß gibt es da nicht. Wobei der Begriff "Treiber" ihnen auch schon nicht mehr bekannt ist. Das ist einfach alles nur "Die Software". Das man die aber auf allen Computern im Netzwerk installieren muß... komplettes Neuland. Die haben bisher wohl noch nie bemerkt, daß da das Betriebssystem automatisch Treiber installiert, wenn man am USB-Anschluß irgendein Gerät ansteckt.

    Wegen solch eklatanden Wissenslücken hat mein Kollege der ganzen Klasse im Halbjahrszeugnis die Note 6 gegeben und schreibt gerade fleißig an den Begründungen. Es gibt wirklich nicht eine 5. Er hatte auch schon das ganze Halbjahr über per eMail alle gewarnt (auch die SL), die haben diese Warnungen aber alle als Spaß abgetan. Und ich muß zugeben, daß er leider recht hat. Bei den Berufsabschlüssen geht es halt darum was die Schüler am Ende können und nicht wie toll die Methoden sind. Ein Systemintegrator, der keinen Drucker installieren kann, hat eindeutig seinen Beruf verfehlt.

    Stimmt...und dann ist der Ansatz zur Arbeit halt BYOD. Wenn die Schüler eh die Geräte zu Hause haben (und in die Schule mitbringen ), kann dort auch gleich damit sinnvoll gearbeitet werden und natürlich auch über Nutzungsverhalten usw. gesprochen werden.

    Und dann muß ich als Info-Pauke rmich spontan mit allen möglichen Geräten und Betriebssystemen auskennen? Wo finde ich dort die Einstellungen? Welche Schlupflöcher haben die Systeme?
    Das Theater habe ich schon, wenn es um den Info-Unterricht in der Sek2 geht. Da hatten sie auch diese grandiose Idee BYOD. Ist aber ganz schnell gestorben, weil es eben die gerade besprochene Software-Lösung nicht für alle Plattformen gibt oder weil da jeweils die Oberfläche etwas anders ist. Ganz nebenbei mutierte BYOD dann noch zu einem Notebook-Reparatur-Cafe. Der Pauker sollte also dafür sorgen, daß die Geräte überhaupt so richtig funktionieren. :daumenrunter:
    Oder wir müßten halt ganz klar sagen: Ihr dürft eure eigenen Geräte mitbringen, aber wir erwarten, daß ihr alle mit einem Microsoft Surface-Book Typ xyz kommt, auf das dann alle die gleichen Geräte haben und auch die gleiche Software intstallieren können. Im Grundschulbereich dann wahlweise: "Alle kommen mit einem iPad 4 Mini." ... und eben nicht mit irgendeinem Tablet und eben nicht mit Android-OS.

    Und wenn ich mich im Ref dann deutlich überlastet fühlen würde wäre das definitiv ein Grund zum Seminar zu gehen. Es gibt ja auch noch was zwischen offizieller Beschwerde und nichts tun. Reden hilft!

    Was meinst Du, was ich damals gemacht habe? Reden hilft eben nicht, weil es danach nur noch schlimmer wird, so meine Erfahrung.
    Ist zwar alles schon einige Jahre her und der Seminarleiter ist heute nicht mehr Seminarleiter, obwohl er bei weitem noch nicht an der Pensionierungsgrenze angelangt ist, aber das hat mich absolut geprägt.

    Weil auch die Referendare ein Stück weit unsere Schutzbefohlenen sind.

    Ja und was willst da machen? Zur Schulleitung rennen? Dann kriegt der Refi doch erst recht einen reingewürgt. Dienstaufsichtsbeschwerde über Schule und Seminar bei der Bezirksregierung einreichen?

    Das ganze System "Referendariat" mit den nicht klar definierten Zielvorgaben und Bewertungskriterien befördert doch geradezu solche Zustände.

    Ich hatte keine Stunde mehr als nötig. Nur Ausbildungsunterricht, wenn ich den brauchte, bzw mir geholt habe.

    Ich rede hauptsäch von zusätzlichem BdU.

    Ich hoffe, dass das Seminar dann deutliche Worte für die Schule zu dieser Praxis findet. Nicht nur in der Semianrsitzung, sondern bündig danach auch im Kontakt mit der Schule selbst.
    Unfassbar!

    Wieso findest du das unfassbar? Das ist Realität, man muß sich später mit der Note des 2. StaEx noch bewerben. Bei mir war es im Ref. auch nicht wirklich anders. Da gab es immer zwei Einsatzpläne. Ein Einsatzplan fürs Seminar, der dann auch allen rechtlichen Anforderungen entsprach, und ein Einsatzplan für die Schule, wo dann die tatsächlichen Einsätze drin standen und der entsprechend umfangreicher war.

    Warum ich und alle anderen Refis das damals mitgemacht haben? Wir waren auf das Schulleitergutachten und die Note angewiesen.

    Warum geht es jetzt doch nicht, dass die Schüler die Reinigung übernehmen? Wer hat sich dagegen ausgesprochen? Eltern? Schulleitung?

    Wie oben zu lesen war: Die Reinigung hat gesagt, daß sie die Kleidungsstücke nicht mehr reinigen kann. Es müßte also neue Kleidung gekauft werden. Und ja, ich würde den Eltern den Kram in Rechnung stellen und dann mal gucken was passiert. ;)

    denn bis du fertig studiert hast sind glücklicherweise viele Bundesländer nicht mehr ganz so verzweifelt auf der Suche nach Lehrkräften

    Da würde ich doch mal spontan zu einem Quereinstieg gleich jetzt raten. Spart das mühsame Zweitstudium und reduziert das Risiko nachher nicht übernommen zu werden. Als Quereinsteiger muß man nur den Vorbereitungsdienst mit der Note 4,0 irgendwie bestehen.

    Meine Schule ist 5 Autominuten entfernt, mit dem Bus bräuchte ich aber 1 Stunde. *lach*

    Und meine Azubis kommen mit dem Firmenwagen zur Schule, weil sie ohne dieser Alternative gleich internatsmäßig am Schulort übernachten müßten. ÖPNV unmöglich. Ich seh jedenfalls immer die PKWs mit Firmenaufschrift bei uns auf dem Parkplatz.

    Problem wird es, zumindest moralisch für mich, wenn jemand aus der Großstadt dann die Öko-Moral-Keule schwingt. Gerade im Fernsehen wird die Keule ja gerne geschwungen. Sollen die Protagonisten doch selber erst einmal sehen, wie das so ist, bevor sie die Klappe aufreißen.

    Für BaWü würde grundständig gelten, dass man als Lehrer seinen Wohnort schulortnah wählen sollte, nicht umgekehrt eine Zuweisung erwarten darf.

    Ok, früher gab es die Residenzpflicht. Da mußte man sogar an den Schulort ziehen. Aber wie sieht das eigentlich aus, wenn man verheiratet ist und beide Ehepartner berufstätig sind? Muß dann der Ehemann der Arbeit hinterherziehen und die Ehefrau hat zu kündigen oder umgekehrt?

    Ich meine ok, früher hatten die Hausmeister ja auch Residenzpflicht, aber da gab es dann auch den Job der Hausmeister-Ehefrau. Also wenn ein Hausmeister eingestellt wurde, mußte aufgrund der Residenzpflicht die Schule bzw. STadtverwaltung auch dessen Ehefrau beschäftigen.

    Oder bei meinen Großeltern noch extremer: Beide hatten Residenzpflicht an unterschiedlichen Orten. Was meinst, wie da der Amtsschimmel gewiert hat, als die geheiratet haben. Welche residenzpflicht hat denn jetzt Vorrang, wenn der Ehemann der Ehefrau erlaubt weiterhin berufstätig zu sein. ;)

    @Petschi:
    Wie es in Bayern rechtlich aussieht, weiß ich nicht. Bei uns ist die Frage immer wie lange die Elternzeit dauerte. Also warst Du bis zu 11 Monaten und 29 Tagen weg (Elternzeit plus Mutterschutz vor der Geburt) oder waren es insg. 12 oder mehr Monate?
    Soweit mir bekannt hat man nämlich nur bei Pausen von weniger als 12 Monaten einen Anspruch an die Stammschule zurückzukehren.

    In welchem Handwerksberuf gibt es denn noch einen Hungerlohn?

    Naja, ich habe Azubis aus der Industrie und aus dem Handwerk bei mir in den Klassen und wenn man sich da so umhört, zahlt die Industrie so grob das Doppelte von dem, was im Handwerk an Ausbildungsvergütung gezahlt wird. Also in einigen Berufen sind 1.000,- € Ausbildungsvergütung monatlich bereits im 1. Lehrjahr drin. Da kommt das Handwerk nicht dran, nicht einmal ansatzweise.

    Allerdings muß ich auch dazu erwähnen, daß diese Berufe die Studienabbrecher förmlich aufsaugen, weil die Betriebe ganz klar sagen, daß sie mit 16jährigen Azubis nichts anfangen können und die Leute im Alter von 20+ und mit mindestens einschlägiger Fachhochschulreife suchen. Begründung: "Die müssen wir auf Kunden loslassen können." Bei den jungen Azubis fehlt es den Betrieben ganz klar am Benimm der Bewerber.

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