Beiträge von plattyplus

    Wir haben allein 200 Rechner, die nur 3 Jahre Garantie von der Stadt haben.

    Wir haben ca. 500 Rechner, die gar keine Garantie haben und mitunter schon 10 Jahre da rum stehen, weil wir die Reste von anderen Schulen eingeheimst haben, um überhaupt irgendwie etwas zu haben.

    Inzw. bin ich soweit, daß anscheinend der ganze Laden mal so richtig vor die Wand fahren muß, also uns die IHK die Lehrbefähigung für manche Ausbildungsberufe entziehen muß oder so, bis die Häuptlinge mal aufwachen.

    Bei jeder Konferenz machen wir Indianer in der hinteren Bank inzw. immer schon Berechnungen, was die Laberei wieder an Arbeitszeit kostet und wie viele Euros das wären, wenn man die Arbeitszeit fakturieren würde. Also jede Stunde der Lehrerkonferenz schlägt dann je nach Krankenstand mit 1.500-2.000 € zu Buche. Die letzte Konferenz dauerte ziemlich genau zwei Stunden, also wurden mal eben 3.500 € Lohnkosten verbraten für bla bla...
    Manche Kollegen weisen inzw. auch schon in jeder Konferenz am Ende darauf hin, daß wir locker genug Geld hätten, würden wir die ganzen "eh da Kosten" (die Leute sind ja eh da) mal fakturieren, und was die Konferenz jetzt wieder an fiktiven Lohnkosten verursacht hat. Dann wäre das ganze Bla bla nämlich auf einmal kein Thema mehr, weil zu teuer und die meisten Neuanschaffungen hätten sich sofort rentiert, ganz einfach weil dann keine Arbeitszeit in irgendwelche Konzepte gesteckt wird, die sich eh in Luft auflösen.

    Unser Schulträger gibt uns jährlich(!) ungefähr 50.000€ für IT-Beschaffung.

    Freu dich, wir bekommen für IT-Beschaffungen jährlich 25.000 € in den nächsten Jahren, aber auch nur, weil der Schulträger eingesehen hat, daß es nach den Nullrunden in den letzten beiden Jahren gar nichts mehr weiter geht.

    Ich geh mal wieder in den Klassenraum, um zu heulen. Beim Anblick der gerissenen Wand über der Tür (der Türsturz fehlt, den haben sie beim Einbau neuer Türen rausgehauen und nicht wieder eingemauert, und die Wand ist heruntergekommen) und dem Mobiliar von Flötotto Baujahr 1974 weiß ich, wo das Problem liegt. Oder soll ich mich auf dem Klo verkriechen? Aber da müßte ich mir vorher eine Jacke anziehen, dafür müßte ich nämlich über den Hof in ein anderes Gebäude. Es fehlt der Wille da mal wirklich zuzupacken.

    Und mit "richig zupacken" meine ich durchaus: Abriß und Neubau und nicht bloß immer wieder irgendwo an den Symptomen rumpfuschen.

    Bsp.: Der Bau ist aus dem Jahr 1974, das Flachdach wurde inzw. schon das vierte Mal erneuert, weil sie es einfach nicht dicht bekommen. Die Grundschule, in der ich selber in dem kleinen Dorf hier mal Schüler war, hatte früher auch ein Flachdach. Aber als das Ding das erste Mal undicht wurde, hat der Schulträger Geld in die Hand genommen und Satteldächer (mit Dachpfannen) auf alle Gebäude gesetzt. Seitdem hatten sie nie wieder irgendwelche Probleme mit kaputten Dächern.

    Sieht vielleicht architektonisch nicht so schick aus wie ein Flachdach, hat sich aber über Jahrhunderte bewährt. :)

    Der Schulträger hier arbeitet aber gerade an einem Medienentwicklungsplan

    Wir hatten vorletzte Woche auch so einen Fragebogen, was wir denn im Kollegium haben wollen. Eindeutige Meinung der indianer: "Egal was angeschafft wird, nur in Verbindung mit einem Wartungsvertrag mit 24 Stunden Reaktions- und 72 Stunden maximaler Ausfallzeit." Wenn es länger dauert, dann Konventionalstrafe an die Wartungsfirma. Auf dieses "die Lehrer warten die Geräte so nebenbei für 0,5 Ermäßigungsstunden" hat von uns niemand mehr bock.

    Mal gucken, was die Häuptlingsrunde daraus macht.

    Und was das WLAN angeht, haben wir zwar auch eine passable Ausleuchtung. Aber das ist auch nur so eine zusammengestrickte Lösung mit Access-Points, die eignetlich DSL-Router aus dem Heimbereich sind. In dem WLAN hängen aber auch so grob 2.000 Geräte. Die Schüler hängen halt mit ihren Handys alle drin, was auch so gewollt ist von ganz oben. Bei der großen Anzahl der Geräte kommt die Frickel-Lösung ganz klar an ihre Grenzen, zumal unserem Chef vorschwebt, daß es da bald eine Lösung für alle vier Schulen rund um den gemeinsamen Schulhof geben soll. Da reden wir dann über locker 10.000 Endgeräte im WLAN. Sowas administriert man nicht mehr mit einer Ermäßigungsstunde.

    Den Rest des Geldes müsste man allerdings anlegen, damit man nachhaltig das betreiben kann. Das ist ja wieder nicht erlaubt, man muss ja alles in einem Haushaltsjahr ausgeben.

    So gut kenne ich mich im Verwaltungsrecht nicht aus, aber wenn man das Geld nicht spart, weil das ja verboten ist, sondern damit einen Wartungsvertrag mit einer Laufzeit von 10 Jahren oder so abschließt, wäre das dann erlaubt?
    Die Zahlung müßte natürlich komplett in diesem Jahr erfolgen, auch wenn man damit das Risiko eingeht, daß der Vertragspartner in den nächsten Jahren Pleite geht und damit das Geld dann komplett weg ist.

    Und was den Schulträger angeht: Bei uns an der Schule haben wir das Problem, daß die Häuptlingsrunde (=Abteilungsleiterkonferenz) da oben irgendetwas beschließt und es die Indianer unten, die das alles umzusetzen haben, gar nicht mitbekommen. Am Ende bekommen die Indianer dann noch Mecker, weil sie ja nicht so handeln, wie das "da oben" beschlossen wurde.

    Ich hatte mich gestern (Sonntag) noch mit dem Kundenservice des Internetportals in Verbindung gesetzt, über das wir die Flugtickets gekauft hatten.

    Nächste Tipps:

    • Buche nicht über ein Internet-Portal sondern direkt bei der Fluggesellschaft. Wenn es da nämlich zu Problemen kommt, hast du nur einen Ansprechpartner und die Parteien (Portalbetreiber vs. Fluggesellschaft) können sich die Schuld nicht gegenseitig in die Schuhe schieben, wenn etwas nicht funktioniert.
    • Wenn Du Umsteigeverbindungen hast, plane entweder mehrere Stunden Umsteigezeit ein (besser ein ganzer Tag) oder buche alle Flüge auf ein Ticket. Wenn dann der erste Flug Verspätung hat und du deswegen den zweiten Flieger nicht mehr erreichst, ist das das Problem der Fluggesellschaft. Die sehen dann auch die Abhängigkeiten in ihren Computern und fischen dich ggf. schon gleich aus der Menschenmenge raus, auf das du bei Verspätungen und dadurch extrem knappen Umsteigezeiten dann doch noch den zweiten Flieger bekommst. Als ich das erste Mal in Australien war, in Sydney landete und anschließend noch einen Inlandsflug in AUS hatte, haben sie mich innerhalb von 35 Minuten durch die Einreise und vom International zum Domestic Terminal quer über den ganzen Flughafen geschleust, auf das ich gerade noch rechtzeitig den Anschlußflug bekommen habe. Normalerweise geht sowas nicht unter 90 Minuten. Die standen gleich an der Fluggastbrücke mit einem Schild mit meinem Namen.
    • Sollte eine Fluggesellschaft nicht die komplette Strecke anbieten, buche trotzdem bei der Fluggesellschaft des Ziellands und laß dich vom Alliance Partner daheim abholen. Es gibt weltweit zwei große Verbünde, OneWorld und StarAlliance. So habe ich z.B. für meinen Flug bei Air New Zealand gebucht und fliege die erste Etappe bis Hongkong mit der Lufthansa, die sind halt beide in der StarAlliance und stellen sich entsprechend gegenseitig Tickets aus. Der komplette Flug ist auf einem Ticket, sollte die LH-Maschine also Verspätung haben und ich deswegen die Air NZ Maschine nicht mehr bekommen, siehe oben, nicht mein Verschulden. Das Ticket bleibt gültig.

    Naja... man (wer auch immer das ist) könnte auch regelmäßig (z.B. alle zwei Wochen) manuell nach Updates suchen und diese dann installieren.

    Man könnte die Rechner nachts auch einfach eingeschaltet lassen, dann ziehen sie sich die Updates nachts und das Problem der Arbeitspausen wäre keins mehr. Windows kann man ja extra so einstellen, daß die Updates nur während einer bestimmten Tageszeit (23-5 Uhr z.B.) durchgeführt werden.

    Aber dann kommen natürlich die ganzen Ökos, die Strom sparen wollen und nach dem Unterricht auf den Not-Aus Knopf hauen, auf das auch bloß alle Rechner aus sind, egal ob sie runterfahren konnten oder nicht. Oder es wird beim Notebookwagen der Stecker gezogen, weil es ja die Dienstanweisung gibt, daß man keine Geräte eingeschaltet beim Verlassen des Raums zurücklassen darf.

    Wenn man so mit den Geräten umspringt, rächen sie sich halt damit, daß sie dann irgendwann die Updates auch tagsüber ziehen, weil sie nachts in den letzten 2 Wochen nie dazu gekommen sind. :teufel:

    Bei angenommenen 2 Tablets pro Klasse wäre das ja eine Quote von 1/15.

    Nicht ganz. Eine Klasse muß im Schnitt 19,5 Schüler haben, um eingerichtet zu werden. Also schätzen wir mal grob 20 Schüler und nicht 30 im Durchschnitt. klar gibt es auch 30er Klassen, aber es gibt auch Klassen mit nur 4 Schülern. Wir haben z.B. Landesfachklassen mit so wenigen Schülern, die wir einfach einrichten müssen, weil es für diese Azubis in ganz NRW keine andere Berufsschule gibt. Die machen uns komplett den Schnitt kaputt, weil wir natürlich über alle Klassen die 19,5 Schüler halten müssen, aber das ist ein anderes Thema.

    Bei 20 Schülern/Klasse wären wir bei einer Quote von 1/10. Also jede Klasse würde 20*500,-€ = 10.000,- € bekommen. Jetzt fang mal an mit der kompletten IT-Infrastruktur in einem Gebäude, ich sag nur WLAN-AccessPoint in jedem Klassenzimmer, komplette Verkabelung, Load-Balancing, um so viele Geräte im WLAN überhaupt gleichzeitig am Laufen zu halten, Internet-Anbindung mittels Glasfaser, ... da bleibt nichts mehr übrig.
    Den Aspekt der Infrastruktur im Hintergrund vergessen leider die Meisten. Die sehen nur die Endgeräte. Dabei ist das der kleinste Punkt des ganzen Problems. :(

    Was mich an diesem Digitalpakt vor allem stört ist mal wieder die Einmaligkeit. Einmal 300,- € an alle Schüler verteilen, für die sie dann alle ein billig Tablet bekommen und gut. Denn ja, wir haben mehr als 10 Mio. Schüler, es gibt ja nicht nur die Klassen 1-10. Das funktiniert nicht.

    Wie sieht es mit der Infrastruktur in den Schulen aus?
    Wie sieht es mit den laufenden Kosten für die Infrastrutur aus?
    Wie sieht es mit den ersatzbeschaffungen aus?

    Nee,
    wollte die Bundesregierung den Laden wirklich voran bringen, müßten wir schon über 5 Mrd. jährlich reden und nicht bloß als Einmalinvestition.

    Moin,
    sagt mal, kennt Ihr auch das Gefühl, daß ihr im außerschulischen Alltag manchmal nur noch grinsen könnt von wegen: "Wenn die (Leute um Euch rum) wüßten, daß ich Lehrer bin" ???

    Ich hatte mein letztes Erlebnis dieser Art gerade am Wochenende auf dem Weihnachtsmarkt. Bei uns in der Gegend betriebt die Bundeswehr einen großen Truppenübungsplatz, weswegen Panzergrenadiere dann auch in der Patenstadt einen Stand aufgemacht haben, von wegen gute Nachbarschaft und so. Konkret standen da ein gutes Dutzend Soldaten mit einer Feldküche und einem 20-Mann Zelt samt Bierzeltgarnituren darin. Es wurde Erbsensuppe und Gulasch verkauft, mit Anwerbung für den Soldatenberuf hatte das also so rein gar nichts zutun.

    Jedenfalls kam irgendwann mal ein geschätzt 5-jähriges Mädchen und blödelte an der Feldküche rum, bis eine Soldatin die Kleine mal festhielt. Gekocht wird ja bekanntlich heiß und entsprechend sind einige Teile so einer Feldküche wohl auch extrem heiß. Da kannst rumblödelnde Kinder in direkter Nähe genauso wenig gebrauchen wie direkt neben einem Grill.

    Lange Rede gar kein Sinn: Muttern kam an und hat einen tierischen Aufstand gemacht, wie es jemand wagen könne ihre Tochter anzufassen und dann noch Militär. Das Militär hätte im Inland keine Weisungsbefugnis von wegen Grundgesetz und so... was für ein Theater. Zur Tochter dann noch die Ansage, daß sie weitermachen solle, die Soldaten könnten ihr gar nichts.

    10 Minuten später stand dann der Rettungswagen vor dem Stand. Da hatte sich die Kleine dann wohl doch gehörig am Gasbrenner der Feldküche verbrannt. Tja, ein Herd ist halt heiß und man sieht es ihm nicht so unbedingt an. :autsch:

    Schlimm, wenn so ein Regiment einen quasi zum Lügen zwingt. "Der ehrliche ist der dumme".

    Das Regiment zwingt einen dazu sofort einen Versetzungsantrag an eine dritte Schule einzureichen. Wenn sich die Schulleitung mit der Freigabe dann querstellt, verweise einfach auf die Abordnung und das du ja gar nicht unabkömmlich sein kannst, denn wärst du unabkömmlich, würden sie dich nicht abordnen.

    Und wenn wir schon bei den Erfahrungen sind:

    Ich habe mir angewöhnt immer mit einer Fluggesellschaft aus dem Zielland zu fliegen, also mit Qantas nach Australien, Air New Zealand nach Neuseeland usw., weil man dann bei Problemen auf der Reise an jedem kleinen Flughafen einen Schalter findet, wenn man doch irgendwas umbuchen muß.

    Die Option hat mir in Australien damals wirklich weitergeholfen, als ich in Perth bei ca. 50°C mit Hitzekrämpfen umgekippt und im Krankenhaus wieder aufgewacht bin. Ab zum Qantas-Schalter, 200 AUD Umbuchgebühr bezahlt und ich saß im Flieger zurück nach Frankfurt.
    So war es dann inkl. der Flüge eine einwöchige Reise nach Australien. Aber hey, ich habe nur mit Geld bezahlt und nicht mit meinem Leben.

    Es geht ja wirklich nur um den neuen Namen, nicht um eine andere Person.

    Und woher soll die Person am Baggage Check-In wissen, daß es sich nicht doch um eine andere Person handelt, die nur zufällig den gleichen Vornamen hat, wenn Nachname und Reisepaßnummer unterschiedlich sind? Außerdem ist für den Namen und die Reisepaßnummer, die British Airways im Computer führt, kein Esta-Visum hinterlegt. Da müßten sie an die USA eine Strafe von 5.000,- USD zahlen, wenn sie jemanden mitnehmen, der kein Visum hat. Nee du, so wird das nichts.

    Ruf bei British Airways an oder schicke ihnen eine eMail, an die du gleich die Eheurkunde als PDF anhängst und fertig.

    ein Last Minute Ticket zu kaufen

    Wenn das wirklich eine Option ist, kauf aber ein neues Ticket für die komplette Reise. Im Flugverkehr gibt es eine Regel, die "no show" heißt. Will heißen: Wenn man dan Hinflug nicht antritt, verfällt damit automatisch auch der Rückflug. Ist einem Bekannten mal zum Verhängnis geworden in den Flitterwochen. Sie haben den Hinflug verpaßt, haben dann den Hinflug einzeln neu gebucht und bei der Rückreise bei Ankunft am Flughafen erfahren, daß ihr Rückflugticket damit verfallen war.

    Ich habe es verstanden, als wäre letzteres der Fall.

    Letzteres ist der Fall, wenn da eine komplett andere Person fliegen soll. Wie gesagt, Schwarzmarkt und so...
    Wenn du nicht gerade bei Ryanair gebucht hast, sollten die Gebühren nicht über 100,- € gehen. Aber ruf doch einfach bei BA an. So gut solltest Du doch Englisch können, daß du da direkt bei der Hotline in GB anrufen kannst, die 24/7 besetzt ist. ;)

    So viel würde der gleiche Flug (hin und zurück) heute mehr kosten als vor zehn Monaten

    Ja, würde er.

    Hinflug: Hannover --> Frankfurt --> Hongkong --> Auckland --> Christchurch
    Rückflug: Auckland --> Los Angeles --> London --> Hannover

    Ist ja auch ein gewaltiger Ritt.

    Könnte ich einen Tag eher weg und zwei Tage später zurück kommen, wäre es sehr viel günstiger. Aber geht ja nicht. Da würde es sich sogar lohnen schulpflichtige Kinder aus dem Unterricht zu nehmen und die Strafzahlung gleich mit einzuplanen.

    Eine Bearbeitungsgebühr über 50€ (von mir aus auch 100€) wäre nicht schlimm, aber tausende Euro?

    Na,
    ich mach dir mal die Rechnung auf.

    Für mich geht es in den Weihnachtsferien nicht in die USA sondern nach Neuseeland. Ich habe Ende Januar 2018 gebucht. Damals kostete das Flugticket in der Economy schon 2.100,- €, weil es absolut Peak-Season ist. Bei uns sind dann Weihnachtsferien, die alle gleichzeitig haben und in NZ wollen die Leute auch im Hochsommer zu Weihnachten verreisen. Ich habe es eben mal durchgeklimpert und müßte heute für das gleiche Ticket ca 4.500,- € zahlen, wieder Economy. In der Business-Klasse wird es imemr weit fünfstellig, so daß 2.000,- € in die USA schon sein können.

    Das macht dann einen Preisunterschied bei mir von 2.400,- €. Dazu muß man wissen, daß die Tickets bei Fluggesellschaften immer kontingentiert sind. Die ersten 10% werden sehr günstig verkauft und dann wird es immer teurer. Die letzten freien Sitzplätze sind die teuersten.

    Da würde es für einen Händler Sinn machen sehr früh entsprechende Tickets zu buchen, bis das günstige Kontingent ausgeschöpft ist. Anschließend verkauft er die Tickets immer etwas günstiger als die Fluggesellschaft selber im Internet. Beim Verkauf kommt dann durch die Namensänderung, die ja nur eine vergleichsweise vernachlässigbare Beabreitungsgebühr kostet, der Käufer auf das Ticket.

    Bei 2.400,- € Preisunterschied in meinem Fall würde die Bearbeitungsgebühr von 100,- € den Käufer ja nicht abschrecken sondern einfach mit eingepreist. Wenn die Namensänderung aber nachher genauso teuer ist, wie das Ticket direkt bei der Fluggesellschaft zu buchen, macht es für einen Käufer keinen Sinn mehr nach günstigeren Tickets irgendwelcher Dubioser Zwischenhändler zu suchen.

    Genau, von dem alten Pass hab ich nur eine gescannte Kopie.

    Die wird nicht reichen. Die Buchungsklasse (dieser eine Buchstabe) sagt auch nur beingt etwas über die Möglichkeit der Namensänderung aus. Darin ist eher gespeichert, ob du Frühbucher (sehr günstig) oder Spätbucher (sehr teuer) warst und ob du Economy, Business oder First fliegst.

    Hast bei British Airways schonmal angerufen und deinen Fall geschildert? Die Lufthansa verlangt in so einem Fall üblicherweise ein Fax mit der Eheurkunde und eine Bearbreitungsgebühr von 50,- €.

    Die wollen halt einfach verhindern, daß jemand auf seinen Namen frühzeitig alle Tickets bucht, im Internet verkauft und dann über die Namensänderung in der Buchung ganz andere Personen fliegen. Sonst wäre dem Schwarzmarkt Tür und Tor geöffnet.

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