Beiträge von plattyplus

    Die automatische Abmeldung hast Du meines Wissens immer, wenn Deine IP wechselt (das ist in Zeiten von Duaerhaft-online nicht mehr so häufig wie früher).

    Das war früher. Heute bekommt man ja alle 24 Stunden eine neue IP zugewiesen. Von daher müßte sich lamaison dann täglich mit dem Problem konfrontiert sehen.

    Ich denke eher, daß es an den Cookies liegt. Computer-Cookies kann man nicht essen. ;)
    Das sind einfach kleine Programme, die der Web-Server auf dem Computer, mit dem man diese Internet-Seite aufruft, speichert. Darin werden dann auch die Zugangsdaten verschlüsselt gespeichert, so daß man sie nicht jedesmal neu eingeben muß.
    Damit diese Cookies den Computer nicht langsam aber sicher zumüllen, müssen sie mit einem Ablaufdatum versehen werden. Ich weiß jetzt nicht, wie weit man das Ablaufdatum in die Zukunft datieren darf, aber da gibt es ein Limit. Bei erreichen dieses Datums wird das Cookie automatisch vom Internet-Browser gelöscht und muß von der Internet-Seite neu heruntergeladen werden. Dies geschieht üblicherweise automatisch, aber damit sind dann auch die gespeicherten Zugangsdaten weg und müssen neu eingegeben werden.

    Es ist pragmatischerweise aber gar keine Zeit, den Kindern in der zweiten Hälfte des vierten Schuljahres die schriftliche Division sicher beizubringen. Sie lernen sie kennen, wir üben sie, aber mehr geht halt nicht

    Im 4. Schuljahr? Also gefühlt hatte ich als Schüler die Division spätestens im 3. Schuljahr. *grübel*
    Am Übergang zur weiterführenden Schule stand jedenfalls das Aufschreiben von Brüchen, also der Ansatz der Bruchrechnung.

    Das zeigt einfach, dass der Lehrerberuf für den Grad der Qualifikation extrem schlecht bezahlt ist, auch, wenn das mache gebetsmühlenartig verneinen, weil sie sich mit irgendwelchen Kassiererinnen oder Bäckern vergleichen oder sich selber schön reden müssen, dass man als Lehrer doch eigentlich gut verdienen würde.

    Moin,

    ja, mit dem Handwerk darf man nicht vergleichen, aber vergleicht mal mit dem, was die Industrie, insb. die Metallindustrie, zahlt. Das Lohngefälle zwischen Industrie und Handwerk ist gewaltig.

    Nur mal als Bsp. das Gehalt eines Bandarbeiters bei VW:

    Zitat

    Gute Arbeit, gutes Geld: Bei Volkswagen hat der Satz offenbar Gültigkeit. Ein nach drei Jahren fertig ausgebildeter Facharbeiter bekommt als Berufsstarter laut Haustarifvertrag 3542 Euro brutto im Monat. Nach der jüngsten Tariferhöhung um 4,3 Prozent sind es künftig rechnerisch sogar 3694 Euro - eine Zahl, die noch nicht bestätigt ist. Dazu gibt es eine monatliche individuelle Leistungszulage von im Schnitt 100 Euro. Obendrauf kommt der Jahresbonus. Dieser orientiert sich am Gewinn des Unternehmens und lag zuletzt oft zwischen 5000 und 10.000 Euro. Es gilt die 35-Stunden-Woche.


    Quelle: http://www.manager-magazin.de/fotostrecke/vo…cke-156130.html

    Wenn ich das mal hochrechne, sind das 12 * 3.800,- € + 8.000,- € Jahresbonus = 53.600 € Jahresgehalt brutto als Berufsanfänger.
    Das steigt mit den Jarhen dann natürlich noch weiter an, eben weil man den Techniker macht und zum Schichtführer aufsteigt oder so.

    Und manchmal scheint sich das Klassenklima durch wenige solcher Elemente richtig aufzuheizen, und dann ist grundsätzlich alles viel zu schwer und "keiner" versteht was. Das aber laut und gründlich.

    Das kann ich für die Klasse unterstreichen. Ich habe da 2-3 Leute aus einem Betrieb, wenn die da sind, weil sie nicht gerade Spätschicht haben, kippt das Klima.
    Die haben halt schon etwas mehr Knete als wir A13er in der Tasche, haben im Betrieb Personalverantwortung (dürfen die Untergebenen also schikanieren) und lassen das auch raushängen.

    Ich habe mir gerade die Klausuren von gestern überschlagsweise angesehen. Ein Kandidat hat fast alles richtig, hat aber am Ende kurz vor der Abgabe zieg Seiten der Klausur durchgestrichen und natürlich auch keinen weiteren Lösungsversuch gestartet. Wenn ich nur das werte, was nicht durchgestrichen ist, würde es eine 6, werte ich auch den durchgestrichenen Teil, würde es eine 2.

    Und bei der Note geht es nicht um die Versetzung ins nächste Jahr sondern sie geht mit in die Abschlußnote ein. Im Mai haben die Kandidaten ihre Abschlußprüfung.

    Moin,

    gibt es außer mir hier noch jemanden, der in der Abendschule angehende Techniker oder staatlich geprüfte Betriebswirte unterrichtet?

    Ich habe mit meinen Technikern gerade die Qualitätskontrolle und die damit zusammenhängende Statistik hinter mir. Konkret ging es darum wie groß die Stichprobe bei der Wareneingangskontrolle sein muß, um mit 95% bzw. 99% Wahrscheinlichkeit sagen zu können, daß die gelieferte Ware ok ist und weiterverarbeitet werden kann.

    Der mathematische Hintergrund ist schon ziemlich komplex, es ist wirklich das Universitätswissen gefordert, so daß ich da inhaltlich selber auch an meine Grenzen komme. In der letzten Woche haben wir dann den ganzen Kram noch einmal wiederholt, weil heute die zugehörige Klausur anstand. Bei der Wiederholung haben die Schüler/Studenten, der Jüngste ist 25, dermaßen rumkrakelt, daß man gar nicht zum Erklären der Zusammenhänge kam, weil da schon die nächste Zwischenfrage kam. Diese Zwischenfragen bevor man überhaupt fertig ist, habe ich auch aufgrund der Artikulation irgendwann nur noch als Störversuche und "wir wollen früher nach Hause" gewertet. Ja, in der letzten Woche war ich das erste Mal soweit, daß ich einen Abendschüler vor die Tür setzen wollte.

    Heute habe ich dann die Klausur schreiben lassen. Eine Aufgabe in der Klausur war eine exakte Kopie einer Übungsaufgabe der letzten Woche, nur die Zahlen waren andere, aber der Lösungsweg wirklich komplett identisch. Ich hatte die Aufgabe sogar an der Tafel komplett vorgerechnet.

    Eben in der Klausur kam dann das große Erwachen. Bei dieser einen Aufgabe hat nicht ein einziger Schüler auch nur den Ansatz der Lösung hinbekommen. Ich hatte ihnen schon die Formelsammlung freigegeben und die Schreibzeit von 90 auf 180 Minuten verlängert. Trotzdem hat niemand den Formelansatz geschafft bei der einen Aufgabe. Von der richtigen Lösung reden wir sowieso nicht.

    So, wie läuft das jetzt, wenn die Schüler zur Schulleitung rennen und sich mal wieder darüber beschweren, daß meine Klausuren zu schwer sind, weil es eben nicht nur 1er und 2er gibt sondern auch 3er und 4er?

    Habe mich eben zurückhalten müssen, um nicht zu antworten: "Jetzt seht ihr mal, wie das ist, wenn man alleine vor der Aufgabe steht. Aus der Menge lamentieren ist einfach, aber selber machen ist was ganz Anderes."
    Bin halt immer noch etwas angefressen wegen der Disziplinprobleme, denn ja, von Schülern im Alter von 25 erwarte ich schon, daß ich die Frage aus der letzten Reihe auch noch verstehe und nicht darum bitten muß diese dreimal zu wiederholen, bis sie den Lärmpegel der übrigen Anwesenden übersteigt.

    Bedauerlicherweise ist das laut Lehrplan in Niedersachsen auch auch gar nicht mehr unser Ziel. Sie müssen das Verfahren der schriftlichen Division mit Einerzahlen kennen.
    Sicher beherrschen müssen sie nur das Additions-, Subtraktions- und Multiplikationsverfahren.

    Welchen Stoff rauchen die da im Kultusministerium? Egal was es ist, bring mir was mit. Das muß verdammt gutes Zeug sein.

    Grundschule nach Klasse 4 und dann nicht einmal die vier Grundrechenarten beherrschen, aber dafür sollen sie dann zwischen unterschiedlichen Verfahren, die sie alle nicht kennen, auswählen...

    Total gaga. Welche Partei muß ich wählen, daß mit dem Quatsch Schluß ist? Zurück zu den Lehrplänen der späten 1970er bzw. frühen 1980er. :top:

    Edit: Hier wird ein englisches System beschrieben. Ist es das? rechberg-gymnasium-donzdorf.de…atik/RoR/EnglischeDiv.pdf

    Also wenn wir mal von der Schreibweise absehen, haben ich das damals vor 31 Jahren auch so gelernt. Man fängt vorne an und versucht dann den Devisor in den Dividenden einzubauen. Wir haben das allerdings "klassisch" geschrieben", also "Devisor / Divident = Quotient" und nicht den Devisor nach vorne gestellt und den Quotienten nach oben.

    Bei uns an der Berufsschule haben wir häufig das Problem, daß die Schüler nicht mehr schriftlich dividieren können. Wir bauen nämlich auch im 11. Schuljahr noch auf diese klassische schriftliche Division auf. Bei uns in der Informatik braucht man da nämlich häufiger die Modulo-Operation, es wird also nicht nach dem Quotienten sondern nur nach dem Rest gefragt, der bei der schriftlichen Division in der Grundschule ganz unten stehen bleibt.

    Bsp.: 47 mod 23 = 1
    Der Quotient = 2 interessiert da nicht sondern nur der Rest.

    Wenn ich da meinen Schülern von 16-18 Jahren mit dem schriftlichen Dividieren komme, weil viele Taschenrechner Modulo nicht können, bekommen die Regelmäßig Schaum vorm Mund. :teufel:

    Vollzeitlehrkräfte müssten dazu von 28 auf 29 Stunden gehen. Kommt mir ungerecht vor. Oder es ist einfach saudoof etwas ungeschickt formuliert.

    Ich frage mich gerade, wie das mit dem Aufstocken überhaupt gehen soll, wenn da jemand wirklich eine Vollzeitstelle inne hat. Die Schüler sind in der Grundschule im Halbtagsunterricht doch nur 30 Stunden da (5 Tage a 6 Stunden). Wie soll der Stundenplaner da einen Stundenplan bauen? Springstunden darf es dann ja praktisch gar nicht geben.

    Oder noch extremer: Vollzeitstelle und 1. Klasse als Klassenlehrer. Die Knirpse haben ja nur 1.-4. Stunde. Das sind dann aber, wenn sie wirklich jeden Tag 4 Stunden haben, was ich eh bezweifele, maximal 20 Stunden. Wie bekommt man da die übrigen 8-10 Stunden noch vollgepackt?

    Ich kenne mich in der Grundschule nicht so aus, aber ich habe auch eine Schülerin, die eigentlich immer krank ist und die bekommt ein "nicht bewertbar" bei uns.

    Ja, sowas gibt es bei uns auch. Aber wenn Muttern auf "sie müssen mal zusehen, wo sie ihre Noten herbekommen" abstellt, würde ich auch auf stur schalten und das Schulgesetz bei den Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen von oben bis unten abarbeiten.

    Und ja, wenn man Kinder vor deren Eltern schützen muß, und so hört sich das an, bin ich auch durchaus bereit dazu die ganz grobe Keule rauszuholen. :spritze:

    Wir sollen uns angeblich was ueberlegen, damit er dennoch darin bewertet werden kann, denn auf das Gymnasium soll er nach der 4.

    Wenn ich da Lehrer wäre, würde ich am Ende ein "nicht bewertbar" ins Zeugnis setzen, wenn er wirklich nicht da war. Dann sollen die Eltern es einklagen! Das würde ich vorab auch gleich so den Eltern schriftlich bekannt geben und mir den Empfang des Schreibens bestätigen lassen. Dazu dann das Jugendamt informieren, auf das das Kind der Schule zwangsweise zugeführt wird.
    --> Halt einmal das komplette Programm durchziehen, notfalls sogar inkl. Sorgerechtsentzug durch das Jugendamt und das alles gerne auch noch mit Lokalpresse, um NAchahmer abzuschrecken. Aber da braucht man natürlich eine Schulleitung mit Rückgrat. Und nein, eine Lernbegleitung durch die eigene Mutter im Unterrricht würde ich auch nicht dulden, ich habe schließlich auch noch die Verantwortung für die anderen Kinder und nicht nur für das eine.

    Wir sind hier nicht bei "wünsch dir was" sondern bei "so ist es!".

    Dann würde ich den Schulleiter auch nicht mehr fragen. Rede mit den Eltern Tacheles.

    Reden? Wenn schon, dann schriftlich! ... und auch gleich mit Benachrichtigung des Ordnungsamts.
    Was sagt eigentlich der Lernbegleiter und der Amtsarzt zu dem ganzen Kram? Nicht, daß die "Krankheit" nachher gar nicht existent ist und das alles nur als vorgeschobenes Argument herhalten muß, um nicht zur Schule zu gehen.

    Ganz im Ernst, Berlin schreit seit Jahren laut nach Lehrern, bezahlt Grundschullehrer super im Vergleich - wieso geht immer noch keiner hin?

    Berlin verbeamtet nicht mit Einstellungsbesoldung a13. ;)
    Und ja, ich mag die Stadt auch nicht. "Berlin" löst bei mir immer nur den Reflex: "Arm und doof, die kriegen nichts auf die Reihe und leben vom Länderfinanzausgleich. Halt einfach unfähig." aus.

    Der sehr oft hohe Frauenanteil in vielen Kollegien macht das Leben auch nicht immer leichter.... sorry, möchte niemand zu nahe treten, aber das wurde mir auch schon als Grund gegen Grundschullehramt genannt.

    Mein Grund bei der Entscheidung "pro Berufsschule" und "contra Grundschule" war mein Zivi-Dienst. Ich war auf einer Kinder-Intensivstation und außer mir gab es nur noch einen Quoten-Pfleger. Der wurde auch nur eingestellt, weil zu dem Zeitpunkt die Oberschwester (sorry, heißt heute ja regionale Pflegedienstleitung) für ein paar Wochen in Kur war. Ihre Ansage war ganz klar: "Jeder Mann, der sich diesen Job freiwillig antut, kann nur ein verkappter Pädaphiler sein, der den Job nur macht, um ihn als Sprungbrett zu nutzen sich an die Knirpse ranzumachen." Entsprechend müsse sie verhindern, daß es Männer in dem Beruf gibt. Nachdem ich hier meinen Stellungsbefehl vor die Nase geknallt hatte, aus dem hervorgeht, daß ich den Job da auf der Intensivstation nicht freiwillig mache sondern dorthin beordert wurde, hatte ich mit ihr keine Probleme mehr. Aber vorher? Oh je...

    --> Mein Fazit daraus: Als Mann in einer Grundschule ist man doch schon mit mindestens einem Bein im Knast, allein weil man da ist.

    - in den Bundesländern mit starkem Mangel wurde jahrelang kaum eingestellt, obwohl der Mangel abzusehen war --> Die Lehrer haben sich umorientiert

    Kann ich bestätigen. Meine Cousine hat auf Lehramt Grundschule studiert, war dann über zieg Jahre entweder arbeitslos oder hatte eine befristete Vertretungsstelle. Am Ende ist sie zur Hauptschule abgewandert und unterrichtet dort jetzt ausschließlich Sport. Mit einer 1,2 im 2. StaEx war da nichts zu holen im Grundschulbereich.

    ...was das Problem für die verbliebenen Jugendlichen nicht besser machen dürfte

    Was für die so ziemlich egal ist, weil ja sowieso jeden Tag bzw. jede Stunde wieder andere da sind. Ist ja nicht so, als würden immer die gleichen 6-10 kommen und der Rest gar nicht. Da hast jede Stunde andere Leute vor der Nase sitzen.

    Aber wir schweifen vom Thema ab.

    Genau...

    @yestoerty: Du hast es schon genau erkannt: Die Korrektur muß dann ja später erfolgen. Entsprechend bringt es nichts irgendeine geplante Arbeitszeit zu rechnen sondern man rechnet voll.

    Warum bescheißt Ihr euch alle selber bei der Arbeitszeit?

    Ist das für Lehrer typisch, weil die mit strahlenden Kinderaugen "bezahlt" werden wollen oder was soll das?

    Die Frage müßte doch eher lauten: Was mache ich, wenn ich die 41 Stunden voll habe und ich die Überstunden, die in den Ferien abgefeiert werden, auch schon aufgebraucht habe? Darf ich dann den Griffel wegschmeißen und die Korrektur der Abschlußprüfungen verweigern? ;)

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