Beiträge von plattyplus

    eine mindestens zweijährige Berufstätigkeit oder eine mindestens zweijährige Betreuung eines minderjährigen Kindes

    Also ich lese daraus, daß, wie es bei uns auch läuft, zwei Jahre als studentische Hilfskraft an der Uni reichen. Oder halt zwei Jahre Betreuung der eigenen Kinder. Also die zweite Alternative kante ich auch noch nicht, finde sie aber irgendwie beschämend. Also zwei Kinder, jeweils 12 Monate Elternzeit und fertig ist die Laube. Und das nennt man dann einschlägige Berufserfahrung für Metalltechnik. Genial. :pirat:

    wer denkt sich sowas aus?

    Ich sehe ehrlich gesagt keinen Grund, warum der OBASler dafür bestraft werden sollte, dass er ein hohes Risiko gegangen ist, indem er einen sicheren Job aufgegeben und dem Staat aus der Patsche geholfen hat.

    Wie kommst Du darauf, daß er vorher einen Job deswegen aufgegeben hat? Er hat einfach ein Dipl.-Zeugnis vorgelegt. Ich war leider so blöd ein 1. StaEx auf den Tisch zu legen. Ich hätte auf das 1. StaEx ein faules Ei setzen sollen und mich ebenfalls mit dem Dipl.-Zeugnis bewerben, ich habe ja beides.

    Sollte der Ausbildungsunterricht in der Regel den gleichen Zeitaufwand benötigen wie BdU, korrigiere ich mich gerne.

    Also bei mir war der BdU die reinste Entspannung und der Ausbildungsunterricht war der Streß. Die Ausbildungslehrer wollten für jede Stunde Kurzentwürfe haben (also den Verlaufsplan) sowie alle Materialien 2 Tage im Voraus. Inwiefern man jetzt noch den Zeitaufwand für die Nachbesprechung ansetzt, lasse ich mal dahingestellt, weil der sich gewaltig unterschied. Ich kenne aber auch 180 Minuten-Nachbesprechungen zu einer 45-Minuten Unterrichtsstunde. Da habe ich dann am Ende eh immer zu allem "ja und amen" gesagt, weil ich mich selber an die Details gar nicht mehr erinnern konnte, auch wenn die Nachbesprechung am gleichen Tag stattfand. :rotwerd:

    Da ich die Kosten für die PKV im Ref nicht kenne, habe ich sie bewußt offen gelassen. Was zahlt man denn so? (Deiner Rechnung nach ungefähr 360€?)

    Keine Ahnung, ich war und bin auch als Beamter in der GKV, weil mich die PKV nicht haben will. Mein aktueller Beitrag für Kranken- und Pflegekasse in der GKV beträgt ca. 710,- €. Als Beamter zahlt man ja Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil komplett. Wir reden also von ca. 17% vom Brutto.

    Wenn ich die Tabellen der Krankenkasse richtig interpretiere, liegt der Mindestbeitrag in der GKV für freiwillig Versicherte irgendwo bei 380,- € monatlich.

    Hoffentlich führen sie das Hamburger Modell (Arbeitgeber übernimmt auch bei den Beamten den Arbeitgeberanteil in der GKV, dafür fällt die Beihilfe weg) auch mal in NRW. :)

    Durchschnittlich 9 Unterrichtsstunden müssen Refs leisten. OBASler machen 18,5. Jetzt kommt wieder der Mathematiker.

    Darf ich mal rechnen? Ich gehe mal von der Situation in NRW aus.

    • Der OBASler müßte eigentlich 25,5 Stunden machen. Er bekommt fürs Seminar 7 Stunden ermäßigt, bleiben 18,5 Stunden in der Schule übrig.
    • Der Ref. macht insg. 14 Stunden Ausbildungsunterricht. Darin sind die 9 Stunden BdU bereits enthalten. Hinzu kommen ebenfalls die 7 Stunden Seminar. Er absolviert also insg. 21 Stunden (im Vgl. zu den 25,5 Stunden beim OBASler).

    Wir reden also von 25,5 Stunden beim OBASler im Vgl. zu 21 Stunden beim Referendar.

    • Wie Du selber sagst, bekommt der OBASler für 25,5 Stunden/Woche 2.400 € netto monatlich. Pro Wochenstunde bekommt er also ca. 94 € netto.
    • Bei ebenfalls 94 €/Wochenstunde müßte der Referendar mit monatlich 21*94= 1976 € nach Abzug der Krankenkasse nach Hause gehen. Dann würden wir von einer gleichwertigen Bezahlung reden.

    Der Ref. geht aber nur mit ca. der Hälfte nach Hause, wenn wir uns nicht das "gesetzliche Netto" sondern das tatsächliche Netto, also das nach Bezahlung der Krankenkasse, ansehen.

    Weil Leute die nicht "aus der freien Wirtschaft" sind auch ohne diese guten Bedingungen ihre Arbeitskraft verkaufen.

    Und wie willst Du dann verhindern, daß die danach auf "Dienst nach Vorschrift" umstellen?
    Wenn man das weiterdenkt, könnte man ja auch allen "aus der freien Wirtschaft" nach 5 Jahren das Gehalt massiv kürzen, schließlich haben sie dann nicht mehr die Möglichkeit zurückzukehren. ;)
    Du merkst, daß das so nicht funktionieren kann?


    Welche Bedingungen sollen identisch sein?

    • Entweder alle müssen sich nach dem Ref./Vorbereitungsdienst neu mit ihren Noten bewerben oder alle, die das Ref./OBAS irgendwie bestehen, haben die Stelle sicher.
    • Bezahlung im Ref. von der man leben kann, Angleichung an E13; Sozialabgaben während des Refs., auf das man anschließend auch Anrecht auf ALG 1 hat.

    Dein OBASler-Bashing zu lesen.

    Wieso OBASler-Basching? Das hat mit den OBASlern kaum was zutun sondern mit dem System. Und ja, ich finde das System, so wie es jetzt läuft, einfach grundsätzlich falsch. Der ordentliche Lehramtsstudent (ok, ich war auch keiner) legt sich zu Beginn des Studiums fest, trägt also über zieg Jahre das volle Risiko nachher keinen Job zu bekommen und wird dafür noch mit der Besoldung im Ref. in den Arsch getreten als Dankeschön.

    Ich wüsste auch nicht, wo Werbung gemacht werden sollte. Die Welt der Gebärdensprachler ist sehr klein. Wen man nicht vor Ort kennt, den gibt es in der Regel nicht.

    Ich dachte jetzt auch schon an Werbung ganz weit im Vorfeld und den Gebärdensprachlern, Motto: "Studier Chemie und wir stellen dich mit abgeschlossenem Studium sofort ein."

    Was die Abordnungen angeht, gehe ich da wohl etwas steil, weil ich selber von dieser Unsitte seit ein paar Jahren betroffen bin.
    --> Frage/ Antwortspiel

    Es ist doch mittlerweile so:

    Wer sich vorstellen kann in einem (relativen) naturwissenschaftlichen Mangelfach (Mathemaik, Physik, Chemie, Informatik) an einer Schule zu unterrichten, dem kann man eher nicht empfehlen auf Lehramt zu studieren. Besser ein grundständiger Studiengang in dem Fach (also Master / Diplom) und dabei das Nebenfach gezielt auf das zweite Lehramtsfach ausrichten (d.h. z.B. Mathematik mit Nebenfach Physik oder umgekehrt).

    Wobei man da aber auch aufpassen muß, wie man es macht. Ich habe ja auch ein Dipl.-Zeugnis in der Tasche und das so studiert, daß sie es mir gleich als 1. StaEx anerkannt haben. Da gab es damals beio uns an der Uni schon einen Leitfaden welche Wahlpflichtfächer man belegen muß und wo man seine Dipl.-Arbeit schreiben muß, damit das 1. StaEx dann nur noch ein reiner Verwaltungsakt ohne zusätzliche Prüfung ist.

    Ergebnis:

    • Ich hab mir, wie gesagt, das Dipl.-Zeugnis als 1. StaEx anerkennen lassen und war damit ordentlicher Referendar beim Weg zum 2. StaEx.
    • An der Ausbildungsschule hatte ich einen Konkurrenten als Quereinsteiger (OBAS) mit genau der gleichen Fächerkombination.
    • Er mußte den Vorbereitungsdienst nur mit Note 4,0 bestehen, um verbeamtet zu werden. Die Stelle hatte er ja schon sicher.
    • Ich hab mein Ref. mit Note 2,3 (müßte jetzt nachgucken, evtl. auch 2,2) bestanden und war danach erstmal 1,5 Jahre arbeitslos. Da man im Ref. Beamter auf Widerruf ist, hat der Arbeitgeber ja auch nicht in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt und man schlägt gleich auf Hartz 4 durch. Mein Konkurrent hat mit 3,8 bestanden, aber er hatte ja die Stelle schon von Beginn an sicher. Er war nach dem Vorbereitungsdienst automatisch lebenszeitverbeamtet mit a13 als Einstiegsbesoldung.
    • Der Quereinsteiger wird während des Vorbereitungsdienstes schon als Angestellter mit E13 bezahlt. Der Referendar geht in der gleichen Zeit mit den Anwärterbezügen nach Hause, er hat netto also nur ca. 40% vom Quereinsteiger in der Tasche.

    Fazit: Ich kann jedem nur raten auf das Lehramtsstudium zu pfeifen und den Quereinstieg (OBAS) zu machen. Oder, um das Lehramtsstudium wieder attraktiv zu machen, müßte die Landesregierung zwei Punkte dringend überarbeiten:

    • Auch Quereinsteiger müßten sich nach dem Vorbereitungsdienst mit ihren Noten um eine Festanstellung bewerben, wie alle Referendare auch.
    • Die Bezahlung von OBAS und Ref. sollte dringendst angeglichen werden. Es kann nicht sein, daß man als Ref. noch kellnern muß, um das zu finanzieren, insb. weil einen die Landesregierung quer durchs ganze Bundesland schickt. Gerne mach ich als Ref. dann auch die paar Stunden an der Schule mehr, wenn ich dafür keinen Nebenjob mehr brauche, um finanziell über die Runden zu kommen.

    Aus den ewigen Abordnungen herauszukommen. Ich laß mich von denen nicht mehr verheizen.
    Neue Abordnung = Versetzungsantrag an die BezReg. Unabkömmlich kann ich ja nicht sein, sonst würden sie mich nicht abordnen können. :zungeraus:

    Unsere Ausschreibungen sind nicht für Förderschullehrer (da studiert doch eh so gut wie keiner Chemie!), sondern für Regelschullehrer.

    Kann man bei Ausschreibungen nicht mehrere Fächer angeben? Soweit mir bekannt ist, werden da doch immer 3 Fächer angegeben und in der Beschreibung steht dann, was eigentlich gesucht wird. Dann schreibt da doch rein: "Wir suchen in erster Linie einen Lehrer, der die Gebärdensprache kann. Wenn der dann auch noch Chemie unterrichtet, umso schöner."
    Sollte es solche Leute wirklich nicht geben, wie wäre es dann mit Werbung schon im Vorfeld?

    Ich muß bei so exklusiven Berufsvorstellungen halt immer an eine meiner ehem. Schülerinnen denken. Sie kam von Helgoland und ging nur bei uns zur Berufsschule (vollzeit), weil ihre Großeltern hier wohnen und es auf Helgoland nach Klasse 10 nun einmal nichts gibt. Nach 2 Jahren, mit gerade 18, hat sie die Ausbildung bei uns (technisches BK) abgebrochen, um Hebamme zu werden. Sie wollte auf die Insel zurück, weil das da ja nun doch ein anderes Leben ist als hier, und hat festgestellt, daß man mit der Vollzeit-Berufsausbildung bei uns auf der Insel nichts anfangen kann.
    Was meinst du, was das kleine Notfallkrankenhaus auf Helgoland alles unternommen hat, um eine Hebamme zu bekommen? Der Job bedeutet ja auch zwangsläufig, daß man dann wirklich auf der Insel wohnen muß. Das halt dein Leben lang erstmal durch, wenn du mit den Verhältnissen nicht großgeworden bist. Wenn was kaputt geht mal gerade in den nächsten Baumarkt fahren und reparieren? Vergiß es.

    So läuft das aber auch nicht. Die SL schreibt doch nichts aus, auf das sich garantiert eh keiner bewerben wird.

    Woher willst Du wissen, ob sich nicht vielleicht doch jemand beworben hätte, wäre die Stelle ausgeschrieben gewesen? Ich habe es in meinen wenigen Jahren jetzt schon zweimal mitgemacht, daß wir beim Chef gebettelt haben, daß er doch ausschreiben möge, auch wenn er selebr gesagt hat: "Wir finden ja eh niemanden." und beide Male haben wir jemanden gefunden.

    Selber habe ich mich auch an zieg Schulen beworben. Bei Informatik gibt es bei uns in NRW ja zieg Spielarten. An einer Schule hatte ich das Bewerbungsgespräch schon hinter mir, sie wollten mich auch haben, mußten dann aber doch absagen, weil sie nicht passend ausgeschrieben hatten und mich deshalb nicht einstellen durften.

    Meine Schule sucht jemanden für Chemie oder sagen wir es mal so - es fehlt jemand. Vielleicht hat es die Schulleitung schon aufgegeben, da jemanden zu finden.

    Genau, das Kollegium ist zum überwiegenden Teil der Meinung "es fehlt jemand". Die Situation kenne ich. Daraus aber zu folgern, daß wirklich jemand gesucht wird, ist grundlegend falsch. Ich frage dann immer nur, ob eine entsprechende Stelle auch ausgeschrieben ist. Wird dies verneint, ist meine Antwort nur noch: "Ok, wenn das nicht ausgeschrieben ist, suchen wir niemanden und dann fehlt entsprechend auch niemand. Thema beendet."

    Klar gucken mich alle schief an, aber genau das ist es doch. Wie soll sich denn jemand auf eine Stelle, die nicht ausgeschrieben ist, bewerben können? Das ganze Getöse vorher sind doch alles nur politische Nebelkerzen.

    Durchhaltevermögen, auch wenn es mal schwer wird

    Was haben die Typen an sich, daß ihnen die Damen hinterherlaufen, obwohl sie (also die Typen) eigentlich absolute Ar***lö**er sind?
    Ist der Macho doch gesucht, auch wenn es niemand so offen sagt?

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