Beiträge von plattyplus

    @Lehramtsstudent:

    Bei uns gibt es schon Lehrer mit Geldsorgen. Werkstattlehrer bekommen ja nur a10. Aber selbst die sagen, daß es sinnvoller ist sich einen 450,- € Mini-Job zusätzlich zu suchen, wenn das Geld eng wird anstatt Überstunden zu schieben.

    Oder, wie es mir ein älterer Kollege mal vorgerechnet hat. Er hat zusätzlich ein Jahr lang samstags 4 Stunden unterrichtet. Letztlich hat er dafür insg. ca. 500,- € beim Jahreseinkommen mehr in der Tasche gehabt. Mal ganz ehrlich, für 500,- € schlage ich mir nicht 40 Samstage um die Ohren. Selbst wenn ich da für den Hausbau mehr Geld brauchen würde, würde ich die Zeit eher auf der Baustelle investieren und durch meine Muskelhypothek den Baupreis senken anstatt Überstunden zu schieben.

    @Lehramtsstudent:
    Ich fand es halt richtig fies, daß da auch die Fehlzeiten, die ich gar nicht verschuldet habe, mir zur Last gelegt wurden, während die Verursacher dafür sogar noch die Überstundenzulage bekommen haben. Daher würde ich nur noch zusätzliche Stunden fürs Überstundenkonto machen und nicht gegen Bezahlung.

    Den Fall, den ich dabei genau meine und häufiger hatte:

    • Ich war Nebenfach-Lehrer mit 1-2 Stunden, der Hauptfach-Lehrer bei den Azubis hatte an dem Tag 6-7 Stunden.
    • Da der Hauptfach-Kollege gleichzeitig als Prüfer für die IHK tätig war und an dem Tag andere Azubis Abschlußprüfung hatten, fiel sein Unterricht aus dienstlichen Gründen aus.
    • Für 1-2 Stunden werden die Schüler nicht einbestellt sondern in die Betriebe geschickt, folglich fiel auch mein Unterricht aus.
    • Da der Hauptfach-Kollege dienstlich die Prüfungen abgenommen hat, bekam er seine Arbeitszeit und damit seine Überstunden gutgeschrieben und ausgezahlt.
    • Da meine Stunden nicht stattgefunden haben, obwohl ich da war, guckte ich finanziell in die Röhre.

    Gleiches gilt für Klassenfahrten, Messebesuche, vorzeitiges Schuljahresende bei Abi-Klassen, Schülerpraktika etc.: Wenn man bezahlte Überstunden macht, muß man erstmal alle Ausfallstunden aus dem eigenen Deputat gegenrechnen und erst die Differenz zum vollen Deputat wird wirklich ausgezahlt. Darauf fallen dann natürlich noch Steuern, höhere Krankenkassenbeiträge etc. an.

    Mein Fazit: Bezahlte Überstunden lohnen sich vorne und hinten nicht.

    Da hat man nur etwas gewonnen, wenn die Kollegen die Überstunden über zieg Jahre aufsparen, auf das in der Zwischenzeit ausreichend bzw. eher zu viele Lehrer ausgebildet werden, auf das diese neuen Kollegen dann für genug Luft sorgen, um die Stunden abfeiern zu können. Ich rede da dann aber schon über einen Zeitraum von 15 Jahren oder so.

    Moin,

    habe gerade gelesen, daß unsere Kultusministerin in NRW alle Lehrer bis zu 6 Stunden Mehrarbeit verdonnern will. Das Thema "bei mehr als 2 Stunden soll der Kollege gefragt werden" fällt also weg. Gleichzeitig sollen die ganzen Überstunden aber bitte schön irgendwie abgefeiert und nicht ausgezahlt werden.

    --> https://www.news4teachers.de/2018/06/lehrer…chenstunden-an/

    Die ganzen Stunden abzufeiern und nicht auszuzahlen kommt mir ganz recht. Hab einmal Überstunden gegen Bezahlung gemacht und will das nicht noch einmal. Nach Steuern und der Internen verrechnung bleibt da nämlich bei den Überstunden finanziell kaum etwas hängen, weil das Land NRW erstmal alle nicht erteilten Stunden abzieht. Da habe ich am Berufskolleg als "Nebenfach-Pauker" häufiger das Problem, daß einfach die komplette Klasse in die Betriebe abbestellt wird, wenn der "Hauptfach-Pauker" an dem Tag krank ist. Bsp. KFZ-Azubis: Die haben 6 Stunden am Tag KFZ-Technik und 2 Stunden bei mir BWL. Wenn die 6 Stunden KFZ-Technik ausfallen, weil der Kollege krank oder als Prüfer für die IHK unterwegs ist, wird die Klasse abbestellt, weil es sich ja nicht lohnt und auch den Betrieben nicht vermittelbar ist, daß die Azubis für 2 Stunden überhaupt anreisen. Damals, als ich die Überstunden gemacht habe, bin ich zur Schulleitung und habe drauf bestanden zu unterrichten, zumal es ja nicht mein Verschulden ist, wenn der Kollege nicht da ist und andersrum bestimmt keine Klasse abbestellt wird, weil bei mir einzelne Stunden ausfallen.

    Aber wenn wir schon bei den abzufeiernden Überstunden sind:

    Fr. Gebauer, wenn sie mich mit Überstunden locken wollen und diese abzufeiern sind, dann will ich diese gerne über mehrere Jahre aufsparen und dann ein Sabbat-Jahr bei vollen Bezügen machen. :)

    @sofawolf: Ja,
    ich habe als Berufsschulpauker die Schüler im Alter von 16+ bei mir.

    Da ich auch in der Abendschule unterrichte, bin ich dann der, bei dem die Delinquenten meiner Kollegen hinten ihre Nacharbeit durchführen dürfen.

    Und ja, wenn die dann noch von den Abendschülern noch einen Spruch reingedrückt bekommen, wirkt das mehr als alles, was wir sagen. 8)

    Ich kann natürlich auch verstehen, dass sie wissen wollen, wo ihr Kind ist, wenn es nicht wie immer zu einer bestimmten Zeit nach Hause kommt.

    Darum muß man ja auch die Eltern informieren, wenn das Kind noch am gleichen Tag länger in der Schule bleibt. Da könnte es sonst ja passieren, das beunruhigte Eltern die Rettungskette starten, eine Vermißtenanzeige erstatten oder sonstwas.
    Aber für den Folgetag können die Kinder ja die Eltern selber informieren. Wir haben für sowas schon fertige Formulare. Da mußt nur noch den Namen des Schülers und die Nacharbeitszeiten eintragen und es ihm dann als Info an die Eltern mitgeben. Die Infos bzw. Belehrung stehen auf der Rückseite. Auf der Vorderseite sind meine Eintragungen. Die Vorderseite kopiere ich dann noch 2x, gebe eine Version in den Postkorb fürs Sekretariat und die Schülerakte und hefte die andere Version selber im Klassenordner ab.

    Mmh... umgerechnet 700,- € für einen Flug rauf zum Mt Cook. auf neuseelands Südinsel, persönlich am Knüppel.
    Die Besteigung der Sydney Harbour Bridge war auch etwas teurer.

    Wobei die Flugtickets nach NZ zur Peak-Season das mit Abstand Teuerste an der Tour sind. 2300,- €, weil man pünktlich zu Weihnachten hin- und zu 3-Könige wieder zurückfliegen muß. Oster- und Herbstferien sind ja noch kürzer und in unseren Sommerferien ist dort Winter und das typisch Deutsche Dezemberwetter, tagsüber Regen und nachts Glatteis.

    Und weiter geht es. Was habt Ihr so für teure Attraktionen?

    Schwer zu sagen. In Deutschland Mitte Januar abgeflogen bei -14°C und in Perth aus dem Flieger gefallen in einer Hitzewelle bei +50°C.
    Wobei, noch schlimmer war nur eine Busreise. Da ging es der ganzen Truppe irgendwie immer nur ums Essen und "wir haben alle ja so viel Zeit" und weil sie alle soviel Zeit hatten, fielen die letzten Programmpunkte an den Tagen, die für mich interessant waren, dann immer hinten runter.
    Gruppenreise mach ich nur, wenn es gar nicht anders geht, also mit dem Schiff ins Südpolarmeer oder so.

    Jetzt bin ich einmal im Leben hier, hier komme ich in den nächstne 20 Jahren wohl nicht mehr hin. Essen kann ich noch wenns dunkel ist und pennen im Flugzeug auf dem Heimweg. Vorwärts!
    Würdest Du das auch unterschreiben?

    Irgendwann (Ostern, Weihnachten, Herbst) mal 3 Wochen am Stück außerhalb der Sommerferien. Kann man dann gerne auch von den Sommerferien abzwacken.
    Aber liegt wohl auch an meinem Hang zu Fernreisen. Wenn wir Sommer haben, haben wir zwar Zeit, aber auf der Südhalbkugel ist dann Winter. :(

    Derweil freue ich mich auf meinen nächsten Neuseeland-Tripp. Auch wenn die 2 Wochen über Weihnachten dafür reichlich kurz sind, aber geht nicht anders.

    In welche Gefilde zieht es dich?

    Schulabschluß?
    Die Bauabteilung (bzw. deren Schüler) haben bei uns den Haupteingang mit Ytong-Steinen zugemauert.

    Früher gab es bei usn in NRW 1 Woche Herbst- und 3 Wochen Osterferien. Findest du das auch besser als das heutige 2/2 Wochen?

    Aber ich finde es voll in Ordnung. Mir ist nur der Aufwand zu groß. Man muss die Eltern vorher informieren und jemanden finden, wo der Schüler dann beaufsichtigt wird (wenn ich zu der Zeit keinen Unterricht habe).

    Bei uns gibt es sowas bei den Vollzeitschülern öfters. Die Eltern werden da nicht von uns informiert. So lange die Schüler nicht am gleichen Tag des Vergehens nacharbeiten müssen sondern erst am Folgetag, haben sie ja selber die Möglichkeit ihre Eltern, ihre Freundin oder sonstwen zu informieren.

    Diese Nacharbeit findet dann üblicherweise auch bei den Kollegen statt, die in der Abendschule unterrichten. Dieses "abends um 18 Uhr wieder zur Schule kommen" ist dabei für die Schüler nerviger als der ganze Rest. :zungeraus:

    Urlaub planen... schön alles einzeln zusammenbauen, nichts pauschal.

    Kommt es dir auch manchmal so vor, als würden die Kollegen aus einer anderen Galaxis kommen, so unterschiedlich wie deren Art zu leben und zu denken von Deiner eigenen ist?

    Handwerker

    ... von denen habe ich die Nase gerade voll, weil sie die Baupläne nicht lesen können. Die haben mir ein Fundament 30cm zu hoch betoniert. Also Fundament wieder raus, unter dem Fundament weitere 30cm ausschachten und dann alles von vorne.

    Gerade dann, wenn die Anforderungen über 08/15 hinausgehen, und je spezieller die Aufgaben sind, desto eher ist Linux das System der Wahl.

    • Inventor?
    • AutoCAD?
    • Adobe Photoshop?

    Und ja, es muß genau das Programm laufen und nicht irgendein Derivat. Die Rechner werden bei uns auf Basis der Anforderungen dieser Softwarepakete gekauft und nicht umgekehrt. Unter Linux läuft der Kram nicht. Damit ist Linux raus, egal wie viele Super-Computer weltweit mit irgendeinem Unix-Derivat laufen.


    Klar ist: Wenn man für eine bestimmte Aufgabe eine bestimmte (und nur diese) Software benötigt, und diese nicht unter Linux läuft, dann muss man eben etwas anderes nehmen. Dies ist offenbar an beruflichen Schulen häufig der Fall, das streite ich inhaltlich überhaupt nicht ab. Allgemein formuliert aber schon.

    Ja, machen wir ja. Wir kaufen die Hardware speziell für die Anwendungen die darauf laufen sollen. Bei den Anwendungen sind wir nicht kompromißbereit. Linux kann das nicht, damit ist Linux raus. Da nehmen wir dann "was anderes", nämlich Windows.

    Die Münchener Stadtverwaltung ist nicht umsonst von Linux wieder zu Windows zurückgekehrt, weil es eben in der Linux Umgebung die Spezial-Software nicht gibt und die User nicht gewillt sind irgendwelche Klimmzüge hinzulegen, um es doch irgendwie hinzubekommen.

    Das sieht man in den Stellenausschreibungen nur deshalb nicht, weil die meisten Realschulen es schon aufgegeben haben Hauswirtschaftslehrer zu suchen.
    Das wird in der Regel nur noch ausgeschrieben, wenn man weiß, dass man einen Bewerber hat.

    Den Scheiß kenne ich auch.
    Und dann wundern sie sich, wenn man als ausgebildeter Pauker mit so einem Mangelfach gefrustet in die Privatwirtschaft abwandert, weil man mit einem Mangelfach eben doch keine Stelle bekommt.
    Habs selber oft genug als Antwort auf Initiativbewerbungen gehört: "Wir würden sie ja gerne nehmen, aber wir dürfen sie nicht einstellen, weil wir die Stelle dafür nicht ausgeschrieben haben."
    Ist dann besonders bitter, wenn man sogar schon zum Bewerbungsgespräch eingeladen wurde und das einem dann am Telefon als Grund für die Absage genannt wurde.

    Merke: Wer nicht ausschreibt, hat keinen Bedarf. Alles rundum sind nur hohle Phrasen. :daumenrunter:

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