Beiträge von plattyplus

    Jedenfalls entwickelte sich das Desaster zu einer gesamten Hospi-Woche.

    Wird bei diesen ganzen Sonderveranstaltungen, die da laufen, irgendwann auch noch zielführend unterrichtet?
    Kannst in der Woche nicht einfach ins Wanderbuch im Sekretariat schreiben, daß du eine Exkursion zum Baumlehrpfad in der nächsten Spielstraße machst oder sowas. ;)

    Dein Ernst? Das finde ich mutig. Oder unklug. Wie Du willst.

    Ja klar ist das mein Ernst. Was willst denn machen, wenn du im BdU in einer Klasse unterrichtest, die Klausur schon seit 3 Monaten fest angesetzt ist, weil alle Parallelklassen gleichzeitig schreiben sollen, und du dann einen Schrieb im Fach findest: "Ich komme dann zu einem Unterrichtsbesuch am Tag x in Stunde y und will dort Klasse z sehen. Nachbesprechung ist am folgenden Tag um... Unterschrift Schulleitung"

    Eines dieser Anschreiben habe ich mir als Erinnerung an die Wand genagelt. Glaubt mir ja sonst sowieso niemand.

    Das ich solche Unterrichtsbesuche nicht anbiete, wenn mich die SL oder sonst wer fragen würde, a la: "Ich will da in der nächsten Woche was sehen, sagen sie mal an welche von den drei Klassen sie mir zeigen", ist klar. Aber wenn mir jemand so unumstößlich ein Datum reindrückt, muß man halt damit rechnen, daß da dann auch mal Klausur geschrieben wird.

    Wieso stören. Sie kommen doch in der Regel eben in den Pausen und hospitieren dann die ganze Stunde, was ist daran störend? Also bei uns stört daran eigentlich nichts,

    In der Regel? Ich habe sowas auch mal mitgemacht. Da kamen während deR Stunde laufend irgendwelche Leute kommentarlos rein, guckten sich den Kram 10-15 Minuten an und gingen wieder ohne ein Wort. War irgendwie das reinste Gerenne zwischendrin. Drum bin ich da auch so "kritisch" gegen diese Hospitationen eingestellt.

    Hospitationstag? Geht‘s noch? Ich würde mich weigern an diesem Tag zu unterrichten...

    Ich würde da schon unterrichten.

    Die Eltern könnten 8 Stunden lang zusehen, wie Klausuren geschrieben werden. 8)
    Darf ich die dann eigentlich auch als Hilfskräfte mit zur Aufsicht einteilen? :pirat:

    Habe ich damals im Referendariat auch mal so gemacht. Meine Schulleiterin hatte immer die Angewohnheit sich selebr "Sondertermine" zu wünschen. Komischerweise hatte sie nur bei mir nie Zeit dafür einfach zu den Unterrichtsbesuchen des Seminars dazu zu kommen. Bei den anderen Refis ging das alles. Da hat sie dann auch mal ganz platt im Unterrichtsbesuch eine Klausurdurchführung beurteilen dürfen. :zungeraus:

    In welchen Bildungsgängen wird denn in Mathe und Physik ohne Fragestellung gearbeitet? Gerade in der Fachmathematik haben diese Schüler doch Schwierigkeiten, weil sie gar nicht verstehen können, WAS sie da rechnen sollen. Wo gibt’s denn in der SekII noch Päckchen-Rechnen?

    Also in Mathe ist das derweil bei uns recht einfach. Da führen sie nämlich derweil Kurvendiskussionen durch. Sobald der Schüler da das Wort "Kurvendiskussion" in Verbindung mit der Formel hört, weiß er bescheid und macht den Rest automatisch. Da könntest also wirklich die komplette Klausur an die Tafel schreiben:

    Führen sie für folgende Funktionen jeweils eine Kurvendiskussion durch:

    • 1. Formel
    • 2. Formel

    Fertig. ist die Klausur. Das man da entsprechend ab- und aufleiten muß, um Hoch- und Tiefpunkte sowie Wendestellen inkl. deren Art bestimmen zu können, wissen inzw. alle. Dazu noch das Verhalten gegen plus und minus unendlich usw. ...

    Wird schwierig wenn es an Gesetzestexte geht. Die verzweifeln reihenweise...

    Um die geht es z.T., wobei ich da immer schon den entsprechenden Paragraphen raussuche und zur Frage dazu packe.

    Moin,

    vielleicht kennt Ihr das Problem auch. Ich habe immer wieder Schüelr bei mir in der Berufsschule sitzen (sowohl teil- also auch vollzeit), die eigentlich mit dem Unterrichtsstoff keine Probleme haben, die aber der Deutschen Sprache nicht ausreichend mächtig sind, um die mitunter komplexen Fragestellungen in Klausuren zu verstehen. Also Mathe 1, Physik 1, Betriebswirtschaft 5, Englisch 6, ...

    Gibt es irgendwo für solche Schüler entsprechend aufbauende DaZ-Kurse? Es geht mir also nicht darum, daß die Schüler kein Deutsch verstehen. Es geht mir darum, daß sie es für den Beruf nicht gut genug verstehen. Also für die Fremdsprachler: Wie bringe ich die Schüler von Kompentenzniveau B1 auf C2? Hätten die Schüler fachlich ein Problem, könnte ich sie zumindest im Teilzeitbereich zu den ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH) schicken, die vom Arbeitsamt finanziert werden. Aber was mache ich mit den Vollzeit-Schülern?

    Und nein, ich unterrichte das Fach Deutsch selber nicht.

    Wie seht ihr das?

    Sollte ich so einen Zettel bekommen, ich würde ihn nicht unterschreiben. Noch eine Fußangel mehr, in der man sich im Falle des Falles verheddern kann.
    Dazu müßte man nämlich erstmal klären, was überhaupt schützenswerte personenbezogene Daten sind?

    Bsp.: Wir haben alle Dienst-EMail Adressen, deren Posteingang praktisch alle Kollegen an ihre Privat-EMail Adressen weiterleiten lassen (Forward). Wenn ich da jetzt eine eMail von einem Schüler bekomme, in der er mir unverschlüsselt und im Klartext seine Krankheit schildert. Bin ich bzw. die Schule dann schon dran, weil diese eMail so wie sie ist, nämlich unverschlüsselt, an meine Privatadresse weitergeleitet wird? Der Schulserver verschickt sie in dem Moment ja.
    Wenn ich die Mail dann mit Outlook öffne und die Software diese unverschlüsselt automatischim Posteingangskorb auf meiner Festplatte speichert, ...

    Was ich damit sagen will: Ich weiß gar nicht wo und in welcher Form ich überall unbewußt personenbezogene Daten speichere. Da wäre ich doch wahnsinnig sowas zu unterschreiben.

    Was den Datenschutz angeht, habe ich da im Referendariat für die MFAs (=Medizinische Fachangestellte, Arzthelferin) eine alltägliche Situation auseinander genommen.
    Der Patient kommt in die Praxis, die Pappumschläge mit den Patientendaten werden in der Reihenfolge des Erscheinens auf den Thresen gelegt und die Patienten ins Wartezimmer gebeten. Entsprechend der Anordnung der Umschläge werden die Patienten dann auf die Behandlungszimmer verteilt.

    An welcher Stelle verstoßen sie, wahrscheinlich ohne es zu merken, weil sie sich da nie Gedanken drüber gemacht haben, gegen das Datenschutzrecht?

    Ich lebe in einer kleinen Ortschaft, in der jeder jeden kennt. Was meint ihr wie toll es war beim Eintreffen beim Arzt, als ich da vorm Thresen stand und etwas warten mußte, diese Pappumschläge mit den Namen und Anschriften zu sehen. Ach, Herr ... und Frau ... sind auch hier. Jetzt noch schnell den med. Fachbegriff, der mittels Post-It oben auf den Umschlag geklebt war, ergoogeln und schon bin ich im Bilde. ;)

    Ich finde interessant, daß es un dem Beitrag heißt, daß eine Inklusion in Kunst oder Sport eher möglich wäre als in anderen Fächern. Aufgrund des Verletzungspotentials sehe ich es genau andersrum. Beim Unterricht im normalen Klassenraum mag durch die Inklusion der Unterricht unmöglich werden, aber die Wahrscheinlichkeit, daß die Schüler die Stunde körperlich unversehrt überstehen werden, ist sehr groß.

    Bei Sport und Kunst ist das Verltzungspotential da schon wesentlich höher. Van Gogh hat sich im Absinth-Rausch wahrnehmungsgestört ein Ohr abgeschnitten. Entsprechende Werkzeuge, also Scheren, Messer, ... werden ja auch im Kunst-Unterricht eingesetzt. Und wenn ich an meinen Sportunterricht zurückdenke, sind Geräteturnen und Schwimmen auch nicht wirklich ungefährlich.

    Bei uns an der Berufsschule haben wir es mit Inklusion versucht, sind aber gescheitert. Die Schulpflicht geht inzw. ja bis 18 und nicht bloß bis 16, so daß die Inkludierten irgendwann oben aus den Sekundarschulen herausfallen und bei uns aufschlagen. Da hieß es, daß die Werkstätten an unserem technischen BK hervorragend für die Inklusion geeignet wären. Blöd nur, daß das Gefahrenpotential dort so groß ist, daß wir für die Inklusions-Jugendlichen eine 1:1 Betreuung einfordern mußten. Da braucht man dann zudem noch Sonderpädagogen, die nicht wechseln. Die müssen wir vorher nämlich auch schulen, auf das sie die Gefahren beim Umgang mit den entsprechenden Maschinen überhaupt erkennen.
    Bsp.: Jeder normal denkende Mensch würde meinen, daß man an einer Drehmaschine (vgl. Drechselbank, nur nicht für Holz sondern für Metall) Handschuhe tragen sollte, um sich nicht an den Spänen die Hände zu verschneiden. Allerdings ist dies absolut verboten, weil sollte die Drehmaschine eine herunterhängende Ecke eines Handschuhs erfassen, hat sie genug Kraft dem Bediener gleich die ganze Hand abzureißen.

    @lamaison2
    17-21 Jahre

    Ich habe halt 5 Schüler dabei, bei denen das Versorgungsamt die Fahrt bezahlt hat und nochmal 3 Schüler, deren Familien echt knapp bei Kasse sind. Da wollte ich vermeiden, daß ich den Schülern dann sage: "Wir haben jetzt 14 Uhr, das offizielle Programm ist durch. Ihr könnt jetzt selber Programm machen, wir treffen und heute Abend um 20 Uhr", wenn sie dann gar kein Geld haben und nur noch irgendwo auf einer Parkbank die Zeit totschlagen können, eben weil bei ihnen das Geld für Eintrittskarten, Verpflegung etc. komplett fehlt.

    Klar, vier Schüler haben Donald McBurger gestürmt, der Rest aber komischerweise nicht. Die waren bei uns im Hostel am Kochen. Bei denen war dafür der Posten Eintrittskarten etwas größer.

    So... Klassenfahrt ist gelaufen und wir sind mit allen Schülern wieder angekommen.

    Mein System: "Ich zahl den Schülern gegen Quittung Bargeld aus und sie versorgen sich mit Lebensmitteln dann selber", hat funktioniert. Allerdings haben die Kollegen nur noch große Augen gemacht. Sowas hätten sie noch nie gesehen, daß da während einer Klassenfahrt ausgezahlt wird und dann noch in bar.

    Warum eigentlich nicht?
    So haben mich die beiden Auszahlungen und die Ausgabe der ÖPNV-Fahrkarten insg. nur ca. 1 Stunde beschäftigt und danach war das Thema "Essen schmeckt nicht" für mich damit automatisch gegessen. Außerdem hatten die Schüler freie Zeit in der Großstadt zur Verfügung und wollten individuell noch manche Dinge besuchen. Die Eintrittskarten wollen schließlich auch bezahlt werden.

    Neben uns war noch eine Theater AG (reine Mädels-Gruppe) bei uns mit im Hostel untergebracht. Der Gruppenleiterin von denen ist auch irgendwie nur noch die Kinnlade runtergefallen, als sie mich da hat Bargeld auszahlen sehen gegen Bestätigung des Erhalts. :cash:

    Ok, daß drei Schüler davon Bier für die ganze Gruppe gekauft haben, war dann etwas suboptimal, aber immerhin haben sie Initiative bewiesen. :)
    Der nächste Supermarkt war nämlich 1,2km weit weg. Da haben sie sich beim Maschinenverleih direkt nebenan eine Sackkarre organisiert, sind dann zwei Stationen mit der S-Bahn zu einem Supermarkt gefahren, der nur 100m von der dortigen S-Bahn Station entfernt war, haben vier Kisten Bier gekauft und diese mit der Sackkarre in der S-Bahn transportiert.
    Auf so einen Bolzen muß man auch erstmal kommen.

    Eventuell würde es auch helfen, wenn du das Ganze ärztlich betreuen lässt.

    Da kommt es ja her. Mein Hausarzt nölt zwar noch nicht, aber Flieger- und Taucherarzt tun dies. Da muß ich ja alle paar Monate zum Check, also Belastungs-EKG und so. Die Blutwerte sind scheiße, weil "zu fett", quasi an der Grenze zum Diabetes und so.

    Manche mögen jetzt denken "Taucherarzt? Der Muß doch Sport treiben." Beim Tauchen so mit Preßluftflasche auf dem Rücken ist es aber so, daß man versucht den Körperumsatz möglichst weit runter zu bringen. Viel und insb. schnelle Bewegung = großer Luftverbrauch = man ist schnell wieder oben. Drum können Frauen auch regelmäßig länger unten bleiben, ihr Grundumsatz ist einfach geringer.

    - lerne deinen Körper kennen indem du mal fastest und feststellst, wie wenig du eigentlich zum Essen brauchst. Oftmals kommt Hunger nur, weil der Körper es einfach gewohnt ist sofort so viel wie möglich zum beißen zu bekommen.

    Also ich habe festgestellt, daß die Essensmenge bei mir von der sonstigen geistigen Ablenkung abhängt. Es gibt Tage, da stopfe ich quasi ohne Unterbrechung irgendwas in mich rein, es gibt aber auch Tage, da komme ich wirklich mit null aus. Diese Tage mit "nichts" habe ich hauptsächlich im Urlaub auf Fernreise. Da sage ich mir immer: "Hier kommst in deinem Leben, oder zumindest in den nächsten 20 Jahren, wahrscheinlich nicht mehr hin. Da verplemper die Zeit nicht mit so Nebensächlichkeiten wie Essen, das kannst auch noch wenns dunkel ist und pennen kannst im Flugzeug. Vorwärts!" Da kommt dann auch gar kein Hungergefühl auf, den ganzen Tag lang nicht, abends dann auch nicht mehr, da ist nur noch Schlafen angesagt. Da gehen dann auch 20km Fußmarsch mit leichtem Gepäck ohne Frühstück.

    - verzichte auf den Fahrstuhl

    Mache ich eh, auch wenn ich nebenan in den 5. Stock hoch muß. Diese ganzen Tusen, die da mit Rollköfferchen vorm Fahrstuhl stehen und dann zum Stundenanfang erstmal drei Fahrstuhl-Fuhren abwarten müssen, weil dank der Rollköfferchen natürlich nur 3 Leute in den Fahrstuhl passen. Dank der Methode "nimm immer zwei Stufen mit einem Schritt" komme ich auch schneller die Treppen hoch als die allermeisten Schüler.

    Mein Problem bei sportlicher Anstrengung ist allerdings, daß ich sehr schnell zu einem wandelnden Wasserfall mutiere. :(

    - trink nicht zu oft viel Alkohol in der Woche

    Mitm Rauchen bin ich gar nicht erst angefangen und Alkohol gibt es nur zu Weihnachten, Silvester und Geburtstag.

    Moin,

    also zu den Ernährungstipps kann ich nur sagen, daß ich schon einmal 17kg in 6 Monaten geschafft habe, als es vor einigen Jahren um die Verbeamtung ging. Mein Ernährungsprogramm sah so aus:

    • Keine flüssigen Kalorien, die machen nämlich nicht satt.
    • Von dem Zeug (egal was), das weniger als 150kcal/100g hat, kannst soviel essen wie du willst. Das macht nämlich eher satt, als das es Energie liefert.
    • Alles mit einem Brennwert zwischen 150kcal und 350kcal/100g ist in Maßen zu genießen.
    • Alles mit mehr als 350kcal/100g besser nicht oder nur in ganz geringen Mengen.

    Das von vielen propagierte Müsli fällt da allerdings in die letzte Kategorie.

    Die Wiedereingliederung der ehemaligen NS-Funktionäre wäre ein interessantes Thema. Da kann man moralisch, juristisch und pragmatisch rangehen. DAS wären in der Tat Themen, über die man kontrovers diskutieren könnte.

    Pragmatisch wie Konrad Adenauer: "Man schüttet kein dreckiges Wasser weg, so lange man kein sauberes hat." Und damit blieben dann alle NS-Funktionäre auf ihren Posten, eben weil sie den Posten fachlich (nicht ideologisch) ausfüllen konnten.

    Oder aktuell: Ist Puigdemont ein Freiheitskämper oder ein Terrorist, der eine Rebellion angezettelt hat? Diese Frage könnte man auch vor dem geschichtlichen Hintergrund in der NS-Zeit behandeln. Ich denke da an die "Legion Condor", die Hitler nach Spanien geschickt hat, um Franco zu unterstützen im dortigen Bürgerkrieg. Im Ergebnis hat Franco dann die Katalanen zwangsweise in Spanien gehalten.
    Dazu könnte man dann auch in Politik diskutieren, ob wir Puigdement ausliefern oder ihm Asyl gewähren sollten? Oder ob es uns überhaupt zusteht so in die spanische Innenpolitik einzumischen und wenn ja, dann auf welcher Seite?

    Also ist alles was pädagogisch sinnvoll und erlaubt ist nicht zielführend?

    Ich wollte damit sagen: Zielführend ist die Strafe, die auch noch der am schlichtesten Gestrickte als Strafe versteht. Manche Schüler interpretieren manche Bestrafungen ja sogar noch als Belohnung oder es steigert ihr Ansehen in der Gruppe. Hängt vielleicht auch mit deren Sozialisation zusammen.

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