Sollte ich so einen Zettel bekommen, ich würde ihn nicht unterschreiben. Noch eine Fußangel mehr, in der man sich im Falle des Falles verheddern kann.
Dazu müßte man nämlich erstmal klären, was überhaupt schützenswerte personenbezogene Daten sind?
Bsp.: Wir haben alle Dienst-EMail Adressen, deren Posteingang praktisch alle Kollegen an ihre Privat-EMail Adressen weiterleiten lassen (Forward). Wenn ich da jetzt eine eMail von einem Schüler bekomme, in der er mir unverschlüsselt und im Klartext seine Krankheit schildert. Bin ich bzw. die Schule dann schon dran, weil diese eMail so wie sie ist, nämlich unverschlüsselt, an meine Privatadresse weitergeleitet wird? Der Schulserver verschickt sie in dem Moment ja.
Wenn ich die Mail dann mit Outlook öffne und die Software diese unverschlüsselt automatischim Posteingangskorb auf meiner Festplatte speichert, ...
Was ich damit sagen will: Ich weiß gar nicht wo und in welcher Form ich überall unbewußt personenbezogene Daten speichere. Da wäre ich doch wahnsinnig sowas zu unterschreiben.
Was den Datenschutz angeht, habe ich da im Referendariat für die MFAs (=Medizinische Fachangestellte, Arzthelferin) eine alltägliche Situation auseinander genommen.
Der Patient kommt in die Praxis, die Pappumschläge mit den Patientendaten werden in der Reihenfolge des Erscheinens auf den Thresen gelegt und die Patienten ins Wartezimmer gebeten. Entsprechend der Anordnung der Umschläge werden die Patienten dann auf die Behandlungszimmer verteilt.
An welcher Stelle verstoßen sie, wahrscheinlich ohne es zu merken, weil sie sich da nie Gedanken drüber gemacht haben, gegen das Datenschutzrecht?
Ich lebe in einer kleinen Ortschaft, in der jeder jeden kennt. Was meint ihr wie toll es war beim Eintreffen beim Arzt, als ich da vorm Thresen stand und etwas warten mußte, diese Pappumschläge mit den Namen und Anschriften zu sehen. Ach, Herr ... und Frau ... sind auch hier. Jetzt noch schnell den med. Fachbegriff, der mittels Post-It oben auf den Umschlag geklebt war, ergoogeln und schon bin ich im Bilde. 