Beiträge von plattyplus

    Du hast die Schüler/Eltern hoffentlich unterschreiben lassen, dass sie wissen, dass Erwerb, Besitz und Verzehr von alkoholischen Getränken untersagt ist?

    Natürlich! Ich habe den entsprechenden Paragraphen des Schulgesetzes auch zitiert.
    Trotzdem empfinde ich das Schulgesetzt bei 25-50 jährigen Abendschülern reichlich unpassend.

    bei so massiven Problemen

    Diese "massiven Probleme" sind bei uns Standard.

    Sind die bei Dir nicht schon jenseits der obligatorischen Schulpflicht?

    Schulpflicht ist bei uns bis zum 18. Geburtstag + Ableistung des Rest-Schuljahrs. War früher bis 16, wurde aber vor ein paar Jahren auf 18 raufgesetzt. Darum gibt es bei uns ja jetzt auch diese ganzen 2-Jährigen Lehren. Das waren früher alles angelernte Berufe, aber in Folge der Schulpflicht wurden daraus Lehren im Dualen System, damit die Azubis, die mit 16 aus der Hauptschule kommen, ihre Schulpflicht erfüllen können.

    Aber unser Schulgesetzt ist irgendwie eh nur bis Klasse 10 geschrieben. Die scheinen an die älteren "Schüler" gar nicht gedacht zu haben. So gilt z.B. bei allen schulischen Veranstaltungen auch außerhalb des Schulgeländes ein totales Alkoholverbot. Also rein rechtlich dürften die Absolventen zur Zeugnisübergabe nicht einmal mit Sekt anstoßen und ich dürfte mit meinen Abendschülern (alle 25 und älter) auf dem Weihnachtsmarkt nicht mal einen Glühwein trinken.

    Ich freu mich schon, wenn ich dieses Alkoholverbot auf der Klassenfahrt durchsetzen darf, wo sie sich ganz legal in jedem Supermarkt Schnaps kaufen können. :sterne:

    Es gibt auch keinen Ärger wenn ein einzelner Schüler zu Hause bleiben muss, weil ich mir sowas ganz einfach nicht anhöre und meine Schulleitung auch nicht.

    Bei uns bekomsmt als Pauker aber Ärger und zwar von allen Seiten. Von der Schulleitung, weil das eine Schulveranstaltung ist, an der gefälligst alle teilzunehmen haben (von wegen Schulpflicht und so) und von den Eltern weil "wir haben doch bezahlt".
    Rate mal, warum hier bei uns alle auf Klassenfahrten, Klassenkassen und so einen Kram keinen Bock haben und ich mich auf den Standpunkt "Ich mache es, weil ich es als meine Dienstpflicht ansehe und ich keinen negativen Eintrag in meiner Personalakte haben will" zurückziehe.

    Ich gewinne zunehmend den Eindruck, dass der Punkt mit der Zuverlässigkeit irgendwie eure Vorstellungskraft sprengt. Schade eigentlich.

    Das hat nichts mit Vorstellungskraft sondern mit dem Alltag in Deutschland zutun. Bei uns funktioniert sowas einfach nicht.

    Hier darfst auch noch hinter den letzten Kröten hinterherrennen. Wenn Du z.B. für deine Klassenfahrt 1.000 CHF angesagt hast, überweisen sie nur 850 CHF. Jetzt darfst Du zusehen, wie du an die letzten 150 CHF kommst oder ihnen die 850 Franken wieder zurückzahlst und der Schüler zuhause bleiben muß. So oder so handelst Du dir nur Ärger ein.

    Oder, aus meinem aktuellen Beispiel: Nächste Woche geht die Klassenfahrt los, heute hat der Letzte überweisen, was eigentlich hätte schon vor 2 Monaten hätte passieren sollen. Aber das auch nur, weil daheim mehrfach angerufen wurde, auf das sie auch endlich mal den Antrag unterschrieben von der Schule beim Versorgungsamt vorlegen.

    Tja...als Lehrer zahle ich nichts für 75 Schüler + 6 Kollegen per Kreditkarte oder Scheck.

    Warum nicht? Wenn Du das Geld eh inzw. auf deinem Konto hast, es also nicht vorstrecken mußt, sehe ich die Gefahr nachher auf den kosten sitzen zu bleiben nicht so hoch. Könnte allerdings problematisch werden mit dem Limit auf der Kreditkarte. Ich habe z.B. vor 2 Wochen mit meiner Karte private Flüge gebucht. Da wurde es dann schon mit dem Verfügungsramen von 5.ooo€/Monat etwas eng.


    Oder habt ihr schon mal was von Schulkonten mit Kreditkarten oder Auslandsscheck gehört?

    Wenn Du bei Tante Google anstatt "Auslandsscheck" "internationale Chequeziehung" eingibst, wird dir geholfen. Das kann man von jedem Girokonto machen. Habe ich in der Vor-Kreditkarten- und IBAN-Zeit auch schon manchmal machen müssen, weil sie in manchen Ländern einem zwar eine Rechnung schicken aber keine Kontonummer rausrücken. Bei einer Internationalen Cheque-Ziehung reicht die postalische Anschrift des Empfängers. Aber das Verfahren kostet locker 30,- € Bearbeitungsgebühr und die normalen Bankangestellten kennen sich damit überhaupt nicht aus bzw. wissen gar nicht, daß es sowas überhaupt gibt.
    Ich bin dann immer bei mir in die Volksbank marschiert und habe gesagt welches Formular ich haben wollte (Tipanet T1 ... "das Große") und die Leute am Bankschalter haben nur noch groß geguckt. Aber wofür hat man denn sowas studiert? ;)

    --> https://www.volksbank-kassel-goettingen.de/content/dam/f1…aftsverkehr.PDF
    Und dann unten links auf der ersten und zweiten Seite "Ausführungsart 2" wählen, dann geht es auch ohne Kontoverbindung.

    Welchen "pädagogischen" Nutzen soll denn eine solche Fahrt haben, die das rechtfertigt?

    Keine Ahnung, hat mich auch nicht zu interessieren. Die Klassenfahrt ist angeordnet und damit hat sie stattzufinden. Da ich Klassenlehrer bin, habe ich sie durchzuführen. Fertig. So einfach funktioniert das Dienstrecht.

    Auch wenn ich als Lehrer/in die AfD wähle - nur ein Beispiel -,die etablierten Parteien also vehement ablehne und einen "demokratischen Nationalstaat" (was immer das bedeuten mag) fordere, muss ich die damit verbundenen Ansichten bewusst hintanstellen und gewährleisten, dass ich keine Pro-AfD-Show im Unterricht veranstalte, sondern die gesellschaftliche Kontroverse möglichst adäquat im Unterricht präsent sein lasse. Das dürfte in der Praxis vielen Betroffenen schwer fallen, wäre aber die einzig richtige Vorgehensweise, sofern ich als Lehrperson meinen Verpflichtungen (gerade als Beamter/Beamtin) nachkommen möchte.

    Oder eben genau andersrum, also eben keine Contra-AfD Show. ;)

    Wie dem auch sei, als Lehrer kann man nicht nur Daten herunterbeten, man hat auch einen Erziehungsauftrag. Und der immer im Sinne der Demokratie.

    Und ich glaube gerade da liegt für alle irgendwo das Problem. "Gehört die AFD zur Demokratie oder eben nicht?" Auf so eine Frage, was den aktuellen Bezug angeht, kann man es wohl zuspitzen.

    Für die, für die sie dazu gehört, ist der Geschichtsunterricht linkslastig mit Ideologien überladen. Für die, für die sie nicht dazu gehört, ist sie das warnende Beispiel den Geschichtsunterricht nicht noch weiter nach rechts abdriften zu lassen, auf das sich mit der AFD nicht das widerholt, was wir 1932 bzw. 33 hatten.

    Mein Top-Tipp ist aber immer noch, gar nicht zu fahren. Die Zeit, in der man sich nicht mit Zahlungsmodalitäten und Geldverwaltung 'rumschlägt, kann man dafür verwenden, seinen Schülern etwas beizubringen.

    Der Top-Tipp zählt nicht. Bei mir hat die Schulkonferenz (an der ich nicht teilnehme) beschlossen, daß meine Klasse fährt, sowie das Ziel und den Kostenrahmen, unterzeichnet Schulleiter. Beantragt hatte ich rein gar nichts. Gemäß Allgemeiner Dienstordnung (ADO) NRW § 18 Absatz 5 habe ich entsprechend zu fahren. Das ist dann meine Dienstpflicht, wenn die oben das so beschlossen haben. Auf den Standpunkt werde ich mich auch zurückziehen, sollte einer wegen der Konten nölen.


    Spannend finde ich bei der Diskussion gerade, dass es ausgerechnet in der schönen Schweiz gang und gäbe ist, dass der Klassenlehrer über ein privates Konto die Klassenkasse führt (am Gymnasium meist zusammen mit einem Schüler) und einige deutsche Kollegen hier hinter jeder Ecke eine potentielle Veruntreuung der eingezahlten Gelder oder massiven Stress mit den Eltern wittern.

    Das lehrt uns einfach der Alltag. So habe ich z.B. jedes Jahr das Vergnügen das Mediengeld von den Schülern einsammeln zu dürfen. Allein für diese 10,- € brauche ich jedes Mal grob 3 Monate bis ich das Geld zusammenhabe. Ich akzeptiere auch Ratenzahlung. ;)

    Die Eltern, die das Geld haben, sind nicht das Problem. Die Eltern, die gar kein Geld haben, sind auch nicht das Problem. Für die übernimmt der Staat solche Zahlungen per "Teilhabe-Paket". Da mußt also ein entsprechendes Formular ausfüllen, von der Schulleitung stempeln lassen und feritg. Allerdings brauchen die Schüler dann doch auch schonmal 2 Monate, bis sie das beim Versorgungsamt eingereicht haben dank allgemeiner Faulheit. Das Problem sind geringverdienende Eltern, die fallen komplett durch das Raster. Zuviel Geld, um aus dem Teilhabepaket die Schulauslagen gezahlt zu bekommen und zu wenig, um es ohne groß nachzudenken bezahlen zu können. Da wird es dann richtig hart.

    Aber gerade wegen des Verwaltungsakts "Teilhabepaket" macht aus meiner Sicht eine Klassenkasse überhaupt keinen Sinn. Egal welchen Betrag ich da in das Formular eintrage, ob 2,- € oder 2.000,- €, der Aufwand ist der gleiche. Da sammele ich doch lieber einmal eine größere Summe ein, als regelmäßig Kleckerbeträge für eine Klassenkasse. Manche Kollegen treiben das dann auch auf die Spitze, wenn alle Schüler Anspruch auf Leistungen aus dem Paket haben, und machen dann mal gleich richtig teure Klassenfahrten, weil es eben keinen Unterschied mehr macht.
    --> https://www.stern.de/panorama/weltg…es-6539172.html

    Das waren 38.ooo€/15 = 2533€ pro Person.


    Oder man hat - wie ich - eine eigens dafür reservierte und bezahlte Klassenstunde

    Habe ich nicht, ich bin in meiner Klasse Klassenlehrer mit nur einer Stunde/Woche. Da fallen wegen der anberaumten Klassenfahrt praktisch 2 Monate Unterricht aus, eben weil ich da "Klassenstunde" machen muß, um den ganzen Verwaltungskram fertig zu bekommen.

    Sollte man eine solche Aufgabe aber dennoch übernehmen, so doch nur mit einem dienstlichen Konto.

    Und selbst damit kommst Du nicht weiter. Ich habe es gerade erlebt, als ich die ÖPNV-Tickets für die ganze Klasse kaufen wollte. Die gibt es in der großen Menge nur noch zum Selbstausdrucken mit der Bezahloption "Kreditkarte". Ich durfte aber dann doch zwischen VISA und MasterCard wählen. Gibts dann auch dienstliche Kreditkarten für alle Kollegen?

    Da suppt jetzt also das Klassenfahrt-Geld bei mir durch sämtliche Konten. :daumenrunter:

    Was ist daran jetzt so aufwändig?

    Das Du (und nicht irgendein Schüler), weil Du dafür verantwortlich zeichnest, für jeden Schüler einzeln das komplette Rechnungswesen machen mußt und wehe es fehlt am Ende irgendwo ein Cent bzw. ein Rappen.

    Ich habe 2 Jahre lang den Job des Kassenwarts in einem Verein gemacht. Wir hatten nicht umsonst für den 1. und 2. Vorsitzenden sowie für den Kassenwart eine Haftpflicht-Versicherung. Bei uns in D haftet man da nämlich mit seinem privaten Vermögen in unbegrenzter Höhe. Und wenn Du mal die Prüferim Haus hast und die die ganzen Belege der letzten 10 Jahre durchforsten, bekommt man da z.T. schon Schweißperlen auf der Stirn.

    Mir haben sie z.B. damals vorgeworfen, daß ich Vereinsmitglieder gegen Vorlage entsprechender Quittungen deren vorgestrecktes Geld überwiesen habe. So, einige Quittungen davon waren jetzt allerdings im Ausland ausgestellt mit entsprechend ausländischer Mehrwertsteuer bzw. ganz ohne entsprechende Steuern, weil auf Helgoland eingekauft wurde. Das alles korrekt zu erfassen, damit war ich voll ausgelastet, obwohl ich sowas sogar studiert habe.

    Außerdem schließe ich gleich die nächste Frage an: Nächstes Jahr übernehme ich eine neue Klasse - was empfehlt ihr da für eine Methode zur Organisation der Klassenkasse? Und wie füllt die sich eigentlich ( )?

    Meine ganz klare Empfehlung: Führ keine Klassenkasse ein!
    Damit handelt man sich nur Ärger ein. Was machst Du, wenn manche nicht einzahlen?

    Welche unterschiedlichen Wertungen zum NS Thema gibt es denn so, die man gleichberechtigt nebeneinander stehen lassen könnte? Nur mal so aus Interesse?

    Ich denke mal, daß es bei den unterschiedlichen Wertungen hauptsächlich um die Auswirkungen auf die heutige Zeit geht.
    Also muß die aktuelle Generation immer noch in Sack und Asche gehen, weil die Ur-Großeltern die Nazis an die Macht verholfen haben?

    Es wäre insofern ziemlich lebensfremd von der Institution Schule, die Konfrontation damit zu scheuen bzw. es als Teil nur eines Faches anzusehen und aus den anderen - zur Schonung der Schülerschaft - herauszufiltern.

    Und wo ist die Konfrontation mit dem DDR-Unrecht und der SED/PDS/Linke?
    Und wo ist die Konfrontation mit den ganzen anderen Ungerechtigkeiten der Welt, die wir Deutsche mal nicht verursacht haben?

    Ich habe 3 Typen von Geschichtsunterricht kennen gelernt:
    1. Anektdotische Geschichten aus Antike, Mittelalter und von der (europäischen) Kolonisierung Nordamerikas.
    2. Schuld- und Gesinnungsunterricht zum 3. Reich in allen Fächern, wo das möglich war, wie bei plattypus. (Auch 90er Schüler )
    3. Einen Geschichtszwangskurs zur Märzrevolution und zu den Monaten vor dem ersten Weltkrieg und dessen Entstehung.

    Ich habe es genauso kennengelernt. Muß wohl doch am Lehrplan in NRW liegen.

    Chronologischer Gechichtsunterricht von Klasse 5-9 durch die tiefste Steinzeit bis in die 1920er. Dann in Klasse 10 und 11 das 3. Reich und die Judenverfolgung, wobei die Judenverfolgung geschätzt 80% der Zeit einnahm. Da wurden wirklich alle Facetten beleuchtet und zwar sowohl in Geschichte als auch in SoWi/Politik, Religion (in Ethik wohl auch), Deutsch und Kunst. Alles, was man irgendwie an das Thema dranhängen konnte, wurde da auch drangehängt. Damals hat dann irgendwann bei uns in der Oberstufe die komplette Stufe gemeutert und gesagt haben, daß wir von diesem "Schuldunterricht" nichts mehr hören wollen. Unsere Haltung konnte kein Pauker verstehen und so gab es noch einen Vortrag vom Schulleiter von wegen Israel, der bei uns noch viel weniger ankam.

    In der 13 gab es dann den Geschichts-Strafkurs für alle, die dann irgendwann mal Geschichte abgewählt hatten. Da kamen dann die Zusammenhänge, die von Kodi beschrieben wurden, also vom Auslöser des 1. Weltkriegs über den Versailer-Vertrag, die Ruhrbesetzung und den 2. Weltkrieg als logische Folge aus dem 1. Weltkrieg und der Staatsfinanzierung auf Schuldenbasis in der NS-Zeit. Auf eigenen Wunsch haben wir das dann noch verlängert um die Berlinblockade, den Aufstand in der DDR 1953, die Deutsche Teilung und den Prager Frühling. Damals merkte der Pauker aber ausdrücklich an, daß die Geschichte nach 1945 in den Lehrplänen nicht vorgesehen ist.

    Ist das heute immer noch so, daß der Geschichtsunterricht mit dem 3. Reich endet oder kommt die Geschichte nach 1945 inzw. auch in den Lehrplänen vor?

    Ich habe im Referendariat in [...] Geschichte hauptsächlich damit zu tun, unmotivierte Klientel davon zu überzeugen, dass Geschichte auch spannend und erhellend sein kann

    Moin,

    also als Schüler bin ich damals in Geschichte ausgestiegen, als es um das 3. Reich ging und welch wahnsinnige Schuld wir alle auf uns geladen hätten. Was kann ich dafür, daß ich mit einem deutschen Paß geboren wurde und das die Generation meiner Großeltern im Namen einer Regierung, die die Gerneation meiner Ur-Großeltern zur Macht verholfen hat, in den Kreig ziehen mußte? Sippenhaft qua Staatsangehörigkeit?

    Ähnlich ging es mir in SowI und Religion aber auch. Da wurde thematisiert, wie schlimm doch im Zusammenhang mit dem Krieg die Vergewaltigungen und die hohe Anzahl an getöteten Zivilisten war. Die Anzahl getöteter Soldaten war hingegen irgendwie nebensächlich. Warum das so ist, erschließt sich mir heute noch nicht. Soldat wird doch niemand freiwillig. Da hat Mann nur die Alternative zu kämpfen und vom Feind erschossen zu werden oder sich zu weigern und von den eigenen Feldjägern standrechtlich exekutiert zu werden. Das Ergebnis ist das Gleiche. Im ersten Weltkrieg ist auch niemand freiwillig aus dem Graben geklettert und in das feindliche Maschinengewehr-Feuer gestürmt. Die wußten alle ganz genau, daß sie nur eine kleine Chance haben zu überleben, wenn sie stürmen. Wenn sie nicht stürmen, werden sie von der eigenen Grabenpolizei erschossen.

    In Religion habe ich es damals wohl reichlich provokant auf den Punkt gebracht: "Warum regen sich alle über die Vergewaltigungen überhaupt auf? Die Frauen hatten doch immerhin das Glück und durften weiterleben. Die Männer wurden einfach erschossen." Da konnte dann auch der Religions-Pauker nicht mehr antworten.

    Aber kann auch sein, daß das Thema in den 1990ern einfach viel zu intensiv im Hinblick auf die Schuldfrage und die "Kultur des Erinnerns" abgeklopft wurde. Da müßten wir jetzt mal die Geschichts-Kollegen hier fragen, ob sich da was geändert hat.

    Ich war jedenfalls froh, als ich im Ausland erfahren habe, daß ich als Deutscher tunlichst nicht so in Sack und Asche gehen solle von wegen "Erinnerungskultur", wie sie es mir in der Schule in praktisch allen Fächern über 3 Jahre lang eingetrichtert haben. :)

    Ach ja, dieses Video hier habe ich das erste Mal in einem neuseeländischen Museum gesehen. Vielleicht wäre das ja was für den Geschichtsunterricht:
    --> https://www.youtube.com/watch?v=DwKPFT-RioU

    Das Privatkonto darf man dafür eben nicht nehmen.
    [...]

    Wer es einfach haben will, nimmt das Geld in bar und quittiert den Empfang.

    Moin,

    und genau so mache ich es jetzt, nachdem das ganze Geld auf einen Schlag doch auf meinem Privatkonto gelandet ist. Ich hol das Geld bar ab, zahle dann auch vor Ort bar und der Rest wird gegen Empfangsbestätigung bar ausgezahlt. Das hat auch den Vorteil, daß ich mit dem Tageslimit auf meiner EC-Karte keine Probleme bekomme. Bei den Beträgen haut das giral nämlich nicht hin.

    Gottseidank gibt es die 500,- € Scheine noch. :)

    Also nicht das ihr mich falsch versteht, ich habe das Geld nicht auf meinem Konto eingesammelt, es wurde mir auf einen Schlag von der Schule auf mein Konto überwiesen.

    Da es etwas Zinober ums Essen gab, werde ich von dem Geld gleich am ersten Tag alle möglichen Rechnungen vor Ort zahlen sowie alle Eintritts- und Fahrkarten kaufen und den Rest dann sofort auszahlen. Soll sich jeder das passende Essen selber kaufen. Verpflegung in der Unterkunft ist abbestellt, weil sie die Wünsche der Schüler gar nicht alle erfüllen können.

    • Halal
    • Koscher
    • Vegetarisch
    • Vegan (also auch ohne Milch und so)
    • Lactosefrei
    • ohne Nüsse

    Und das ganze Theater für 16 Personen, die alle mindestens 17 Jahre alt sind, wo der nächste Supermarkt 300m vor der Tür ist. Das können die selber viel besser als ich, also entscheiden, was sie denn nun essen wollen und was nicht.

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