Beiträge von plattyplus

    Die Beleherung mit der Fundminition ist mein persönliches highlight

    Wobei: Ich habe als Kind selber eine Stabbrandbombe im Garten gefunden, als wir den Sandkasten "unterkellert" haben. Also so abwegig ist das alles nicht, zumindest nicht, wenn man in Ortschaften wohnt, die im 2. Weltkrieg bombardiert wurden.

    Ach und wo wir dabei sind: im Klassenbuch müssen Belehrungen stehen von "Verhalten bei Erkältungskrankheiten" bis "...Umgang mit Fundmunition". Das gibt's doch sicher auch nur hier, oder? angenommen, ein Kind fetzt sich an Silvester einen Finger ab, kontrolliert dann jemand, ob ich vor Weihnachten aktenkundig korrekt über Böller belehrt habe?

    Also die Belehrungen haben wir bei uns auch drin. Dabei geht es aber ausschließlich um Belehrungen im Umgang mit Gefahren im Unterricht. Also Verhaltensweisen im Chemie-Labor, in der Holz- und Metallwerkstatt sowie im Elektro-Labor.

    In diesen Räumen kann man sich ja durchaus mit den Maschinen Gliedmaßen absägen bzw. abreißen, einen tödlichen Stromschlag bekommen usw. usw. ...
    Und diese Belehrungen müssen im Klassenbuch, gibt extra hinten Seiten dafür, von jedem Schüler einzeln gegengezeichnet werden. Einfach nur als Lehrer einzutragen, daß diese Belehrung stattgefunden hat, reicht nicht.

    Ja doch,

    ich laß sie immer einmal im Jahr eine kostenlose App laden, mit der man die WLAN-Empflangsqualität messen kann und damit laufen sie dann durchs ganze Gebäude, um festzustellen wo man Empfang hat und wo nicht, um so eine Karte zu erstellen.

    Nachher nölen sie zwar immer rum, daß sie an dem Tag nicht mehr daddeln können, weil die Akkus leer sind, aber das ist dann eben so. :pfeifen:

    Einsammeln werd ich nie eins. Auf das mögliche Theater ("Der Kratzer war da vorher noch nicht") habe ich keine Lust, selbst wenn ich im Zweifel Recht kriegen sollte.

    Ich hab mal eins eingesammelt und weil der Schüler mich so genervt hat (Hatte Youtube Videos so laut, daß ich schon dagegen anschreien mußte.) und ich mein altes Handy dabei hatte, das ich an dem Tag nach der Schule im Elektroschrott entsorgen wollte, habe ich den Spieß umgedreht.

    Hab das Schülerhandy in meiner Tasche verschwinden lassen und mein altes eh schon kaputtes Gerät rausgeholt, um den Schülern zu zeigen, was ich von den Handys halte. Hab dann mein defektes Handy erst im Waschbecken versenkt, danach auf den Boden geschmissen, drauf rum getrampelt, aufgehogen, nochmal gegen die Betonwand geschlagen und im Erdgeschoß aus dem geöffenten Fenster geschmissen Von einem anderen Schüler, der vorher schon durch Stören aufgefallen war, hab ich das Handy wieder rein holen lassen.

    Den Gesichtsausdruck des Schülers, der meinte, daß ich sein Handy zerstört hatte, hättet ihr sehen müssen. :pirat:
    Als dann das kaputte Handy wieder da war, kam 5 Minuten später die Auflösung. :zungeraus:

    Hält sich jeder dran?

    Damit stehe ich auch gerade auf Kriegsfluß.

    Beschlußlage: Bei uns in der Schule gibt es keine Gebetspausen. Da kommen manche Schüler echt mit Gebetsteppich an und manche Kollegen schicken sie dann mitten im Unterricht raus, damit sie in einem leeren Klassenraum beten können... und finden nichts dabei. :sauer:

    Meine Meinung dazu: Ich habe meinen Amtseid mit Glaubensbekenntnis abgelegt und darf trotzdem nicht mit einer Kette mit Kreuzanhänger rumrennen. Entsprechend habe ich mich auch geweigert leere Klassenräume zu temporären Gebetsräumen umzuwidmen. Entweder dürfen alle oder niemand... dann eben niemand.

    Die langfristige Verbesserung durch Konzepte (auch für die eigenen Arbeitsbedingungen) sehen wohl die Allerwenigsten.

    Also für NRW würde ich eher denken, daß sich da der Spruch "Manche Probleme lösen sich auch einfach durch Aussitzen" bestätigt hat. Jedenfalls sind sie hier jetzt dazu übergegangen Inklusion an Schwerpunktschulen zu betreiben.
    --> https://www.schulministerium.nrw.de/docs/Schulsyst…ulen/index.html

    Ergebnis davon: Die Schulen, die sich engagiert haben, haben jetzt die Last zu stemmen. Die, die nichts gemacht haben, an denen ist der Kelch vorüber gegangen. Was meinst, wie das hier in der Lokalpresse und in den Leserbriefen der Kollegen brodelt.

    angesichts der Tatsache, dass wir die Förderschule als eigenständige Schulform in Kürze nicht zurückbekommen werden

    Das würde ich so nie und nimmer unterschreiben. Die Förderschulen werden zurückkommen, weil sie in 10 Jahren sehen werden, daß Inklusion, wie sie bei uns läuft, nicht funktioniert und die dann jungen Erwachsenen lebenslang mehr Sozialleistungen und Hilfen benötigen werden als die Generation vor ihnen aus den Förderschulen. Erinnert mich irgendwie an das Theater "Schreiben nach Gehör", das nicht umsonst in einigen Bundesländern verboten ist, bei uns aber leider immer noch praktiziert wird.

    Klassen, in denen Kinder mit Förderbedarf beschult werden, haben z. T. bis zu 30 SuS.

    Wundert Dich das?

    Geh einfach mal davon aus, daß die Politiker nur deshalb die Inklusion ins Feld führen, weil sie damit Geld sparen wollen. Ein Förderschulplatz kostet grob das 3-4 fache von einem Regelschulplatz. Da haben sie sich ausgerechnet, daß sie "Inklusion" durchführen, um Geld zu sparen, nicht mehr und nicht weniger. Da wird die Inklusion, wie sie bei uns läuft, auf einmal sehr viel durchschaubarer.

    Das nennt man dann Realpolitik.

    macht der ÖD übrigens in weitaus schlimmeren Maße, als die freie Wirtschaft, wenn ich mir die Lage in den Kitas ansehe!

    Dem muß ich leider zustimmen. Wobei ich zwischen sachgrundloser und begründeter Befristung nicht unterscheide, wenn ich ehrlich bin. Das Ergebnis ist nämlich für den Arbeitnehmer identisch. Wenn ich da schon sehe, wie viele befristete Stellen täglich bei VERENA ausgeschrieben werden, wird mir schlecht. Klar sind das alles Schwangerschafts- und Krankheitsvertretungen und damit begründet, aber:

    Haben die, die da die Feuerwehr spielen, nicht auch das Recht selber mal eine Familie gründen zu dürfen? Ich sehe das nämlich im Kollegium als massiven sozialen Sprengstoff, daß manche wie wir, die fest im Sattel sitzen, ggf. über zieg Jahre in Erziehungsurlaub gehen können (hat meine Tante über insg. 8 Jahre auch so gemacht, da kam immer pünktlich das nächste Kind), während die Vertretung vergleichsweise gar keine Rechte hat.

    Bei meinen Chemie-Kollegen ist es ähnlich. Die waren früher alle mit Dr.-Titel an der Uni tätig, aber weil es dort ausschließlich befristete Verträge gibt, sind sie in den Schuldienst gewechselt.

    Wahrscheinlich legt sich das mit dem Alter der SuS

    Bei mir legt sich das einfach mit der schieren Anzah lder Schüler. Ich bekomme gerade mal die Namen der Schüler auf die Kette, in der ich Klassenlehrer bin. Aber selbst die sehe ich nur 90 Minuten/Woche. Die allermeisten Schüler sehe ich nur alle 2 Wochen einmal. Die Gesichter bekomme ich zwar auf die Kette, aber die Namen dazu? Keine Chance. Dafür sind es mit ca. 500 einfach viel zuviele.

    Daher regt mich das mit den beiden ja auch so auf. Wenn man da den Zeitaufwand für die beiden ins Verhältnis zu den anderen 498 setzt.

    Ich glaube, alles unter 800€ im Anschaffungsjahr.

    Stimmt nicht ganz.

    Klar kann man PC, Schreibtisch, Bürostuhl und vor allem auch den ganzen Kleinkram komplett absetzen in dem Jahr, in dem man sie angeschafft hat. Allerdings gilt dies nur für geringwertige Wirtschaftsgüter.

    Für das Jahr 2017 gilt noch: Alles was mehr als 410,- € exkl. MwSt. (also 487,90 € inkl. 19% MwSt.) gekostet hat, muß gemäß AfA-Tabelle abgeschrieben werden.
    Für Anschaffungen in 2018 gilt eine neue Grenze von 800,- € exkl. MwSt. Alles darüber ist nicht mehr geringfügig und muß gemäß AfA abgeschrieben werden.

    In der AfA-Tabelle steht drin über wie viele Jahre Wirtschaftsgüter abgeschrieben werden müssen, Bsp.:

    • Computer: 3 Jahre
    • Drucker: 3 Jahre
    • Kopierer: 7 Jahre (so ein Drucker, Scanner, Kopierer zählt als Kopierer und nicht als Drucker)
    • Schreibtisch: 13 Jahre?
    • Bürostuhl: 7 Jahre
    • Industrieschornstein: 50 Jahre ;)

    Nehmen wir mal an jemand hat am 10. April 2017 einen Computer für 1800,- € gekauft. Dieser muß über 3 Jahre = 36 Monate abgeschrieben werden. Wir reden also über 36 Monatsraten zu je 50,- €. Der Monat, in dem das Gerät gekauft wurde, kann immer voll angesetzt werden.
    Heißt, daß ich in der Steuererklärung für 2017 alleine für den Computer 9 Monate * 50,- € = 450,- € ansetzen kann.
    In der Steuererklärung für 2018 schreibe ich dann weitere 12 * 50,- € = 600,- € ab.
    In der Steuererklärung für 2019 schreibe ich ebenfalls 12 * 50,- € = 600,- € ab.
    In der Steuererklärung für 2020 sind es dann die restlichen 3 Monate, also 150,- €.

    Sollte das Gerät vor Ablauf der Abschreibungsfrist, also hier vor Ablauf der 36 Monate kaputt gehen, kann ich im letzten Jahr den kompletten Restwert abschreiben. Um sowas dem Finanzamt glaubhaft zu machen, habe ich dann immer den Entsorgungsnachweis hinten dran geheftet.


    Ach und was das Arbeitszimmer angeht: Bei einer Mietwohnung kann man das noch relativ einfach absetzen. Da nimmst einfach die Kaltmiete und alle Nebenkosten und teilst das gemäß der Raumgröße entsprechend auf, aber bei Eigentum wird das eine gewaltige Rechnerei. Welchen fiktiven Mietzins soll ich mir selber denn zugestehen und so eine komplette Nebenkostenabrechnung frißt auch Zeit. Außer fürs Finanzamt und das Arbeitszimmer brauche ich sonst ja keine Nebenkostenabrechnung.

    Ergo: Ich setzte mein Arbeitszimmer nicht ab, weil mir die Zeit das auszurechnen viel zu schade ist, um sie mit sowas zu verplempern.

    Dass das erst 2 Tage vorm Zeugnis auffällt ist echt Kacke

    Ja,

    ich habe am 12.01. erfahren, daß ich da bis zum Halbjahrsende immer mittwochs 4 stündig vertreten soll. Also habe ich das Klasenbuch genommen und festgestellt, daß die zuletzt in der Woche nach den Sommerferien mal eine Doppelstunde in dem Fach hatten. Rest ausgefallen.

    Hab dann am 17.01. vier Stunden unterrichtet und das Paket gleich so geschnürt, daß ich irgendwie eine Klausur draus machen kann. Klausurtermin war der 24.01., an dem ich aber schon selber gar nicht mehr vor Ort war, weil sich inzw. die Planung geändert hatte und ich für Mittwoch 1-4 Stunde an eine andere Schule abkommandiert bin. Habe entsprechend den Kollegen gebeten zumindest die Klausur zu beaufsichtigen. Habe dann alles korrigert, irgendwie Noten draus gebastelt und die vorgestern durch die Zeugniskonferenz gebracht. Heute, bei der Rückgabe der Klausur in der Pause zwischen Tür und Angel (hab ja den Plan voll mit Abordnung, Vertretung usw.), kam dann raus, daß zwei Schülerinnen angeblich gar nicht da waren.


    die beiden haben doch die Klausur zerstört. Ist halt leider nicht mehr nachzuprüfen, was draufstand

    Vor allem kann man nicht mehr nachprüfen mit wessen Handschrift die Namen eingetragen wurden.

    wo ggf noch ein weiterer Kollege (des passenden Fachs) Zeit hat?

    Ja, welcher Kollege? Ich bin z.Z. der einzige mit der Fakulta. Der Rest ist auf Mutterschutz bzw. Erziehungsurlaub, krank, Fortbildung, ...

    Also wenn ich die Schulleitung dazu verdonnert da was anzusetzen, mache ich das. Aber dann sollen sie mir dafür auch einen konkreten Termin freischaufeln. Entsprechend habe ich den beiden auch geraten sich bei der SL zu beschweren, auf das die "da oben" auch mal sehen, was sie mit ihren Vertretungsplänen anrichten.

    Meine Meinung dazu: Wir reden von einer 11. Klasse, die Schüler haben also noch 2,5 Jahre Ausbildung (vollzeitschulisch) vor sich. Für die Abschlußnote am Ende der Ausbildung zählt nur der Durchschnitt der letzten 12 Monate. Ich habe beiden eine 4 gegeben, so daß sogar eine Versetzung mit den Noten, wäre es ein Versetzungszeugnis, kein Problem ist. Die Kollegin, die da im 2. Halbjahr unterrichtet, weiß, daß das 1. Halbjahr nur aus insg. 6 Unterrichtsstunden bestand und wird das entsprechend schwach gewichten.

    Aus meiner Sicht reden wir da über einen Schönheitsfehler auf dem Halbjahrszeugnis, der nicht weh tut. Hätte ich da 5er oder gar 6er verteilt aufm Zeugnis, wäre es eine andere Nummer, da gebe ich Dir Recht. Von daher sehe ich da z.Z. keinen Grund für eine Nachprüfung. Aber wie gesagt, soll die SL entscheiden.

    Wann soll ich sie denn nachschreiben lassen und wo?

    Ich habe die Klase nicht mehr, da die Kollegin, die eigentlich dort unterrichtet, ab morgen wieder da ist. Im Kollegium fragen wir uns schon alle, ob es diesmal mit der Wiedereingliederung klappt oder nicht (und wann wer diesmal wieder einspringen muß).

    Ich habe durch diese ewigen Änderungen im Stundenplan insg. knapp 30 Klassen an zwei Schulen an insg. 3 Standorten an der Backe. Wie soll ich da noch irgendwelche Sonderaktionen dazwischenschieben? Und was machen wir da dann jetzt mit den Halbjahrszeugnissen? Die Zeugnisse werden übermorgen ausgeteilt.
    Warum muß ich da immer für die kurzen Einsätze so einen Aufwand schieben? Andere Kollegen haben insg. 6 Klassen und sind in jeder Klasse mit 3-6 Wochenstunden, keine Abendschule, keine Abordnung, nichts...

    Was das "Zeit haben" angeht: Mein liebster Nachschreibtermin wäre wahlweise dienstags oder donnerstags 18 Uhr, da habe ich Abendschule.

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