Beiträge von plattyplus

    Kommt anschließend irgendein Stümper ums Eck, der vergessen hat, einen Konferenztermin zu Schuljahresbeginn in den Terminplan zu schreiben, aht er halt Pech gehabt und muss auf mich verzichten. Ich würde auch nicht fragen, ob ich kommen muss oder blabla, sondern mich mit entsprechend abmelden.

    Moin,

    soweit ich weiß, müssen Konferenzen spätestens eine Woche vor dem eigentlichen Termin angemeldet werden. Urlaube werden aber sehr viel früher gebucht. Von daher ist das nicht so einfach.

    Als ich z.B. über Weihnachten 2016/17 in Urlaub war, habe ich das am 15. Januar 2016 bereits gebucht. Abflug war am letzten Schultag abends um 23.30 Uhr. Selbst da wurde es dann auf einmal im Dezember ganz eng, weil am letzten Schultag dann noch irgendwelche Sonderveranstaltungen eingeplant wurden.

    sueddeutsche.de/panorama/studi…e-weniger-hiebe-1.3811190


    Die Jugend von heute wird immer schlimmer!

    Moin Tibo,
    ich denke mal, daß die Hauptursache für die rückläufige Kriminalität die boomende Wirtschaft ist. Jedenfalls habe ich regelmäßig Schüler hier, die in der Ausbildungsvorbereitung über Tische und Bänke gehen und, sobald sie eine Lehrstelle haben, total ausgewechselt sind.

    Von daher würde ich nicht etwaige familiäre Gewalt als Auslöser sehen sondern die fehlende Zukunftsperspektive. Je größer die Jugendarbeitslosigkeit, desto größer die Kriminalität.

    Ich hoffe, sie ist inzwischen keine Lehrerin mehr.

    Oh doch. Vor Gericht hat sie standhalten können damit.


    Lässt du dich duzen?

    Eigentlich nicht, aber die Typen vor mir wollen doch nur, daß ich da den Funken von Schwäche zeige. Sobald ich da richtig auf den Tisch hauen würde, hätte ich schon verloren.


    Kriminelle Erwachsene und so, witzig ist das nicht.

    Ja, ist auch nicht witzig, aber was soll ich denn machen? Vor ihnen auch noch Schwäche zeigen? Dafür haben wir einfach zu viele Jugendliche/Erwachsene, die schon mit dem Gesetz in Konflikt gekommen sind. Mein Highlight bisher: Unsere Schul-Sozialarbeiterin guckt sich meinen Stundenplan an und sagt: "Du hast einen verurteilten Mörder dabei, ich darf dir aber nicht sagen wer es ist." Ja danke. :daumenrunter:

    Was die Kriminalität generell angeht, habe ich mich schon an verschiedenen Stellen dazu geäußert, hier z.B.: Schüler AG, was habe ich jetzt schon wieder falsch gemacht?

    Ich würde mich da auch nicht aufregen oder ähnliches, das wollen die ja, sondern ganz entspannt reagieren

    Das ist der Kern der ganzen Geschichte. :top:
    Oder, wie es meine Schüler immer wieder versuchen:

    • "Plattyplus, wir wissen wo dein Auto steht." Meine Antwort: "Ist ja schön, dann kannst Du jetzt ja drauf aufpassen, daß da keine Beule rein kommt. :) " *Das Lächeln gehört ausdrücklich dazu.*
    • "Plattyplus, wir wissen wo du wohnst." Meine Antwort: "Auch schön, findest du soweiso nicht hin. ;) " *Ja, ich wohne etwas weiter weg von der Schule und so ländlich wie das hier ist, hat manchmal auch der Postbote zu kämpfen.*

    Andererseits muß man natürlich auch die Grenzen abschätzen können. Also wo ist es noch Spaß und wo nicht mehr. Als ich Referendar war, hatte ich eine Kollegin, die gerade ihren Dienst angefangen hatte. Wohl weil einem Schüler die Note der Klassenarbeit nicht gefallen hat, hat er geprahlt: "Ich weiß, wo dein Sohn, ... (Name des Kindes), zur Schule geht." Ihr Sohn war gerade in der 1. Klasse.

    Auf diese Drohung hin hat die Kollegin dann einmal mit voller Kraft zugeschlagen, auch wenn der Schüler 30cm größer und etliche kg schwerer war. Sie selber hat sich dabei die Fingerknochen gebrochen und ihrem Kontrahenden mehrere Zähne ausgeschlagen sowie den Kiefer gebrochen.

    Das ist, meiner Meinung nach, auch das Hauptproblem in unserer Gesellschaft. Wo es bei kleinen Kindern reicht, wenn die Eltern böse gucken, müssen wir bei den jungen Erwachsenen schon die große Keule rausholen, um noch eine Verhaltensänderung zu erreichen, zumal sie einen gewissen Respekt vor der Staatsgewalt nicht kennen.
    Im Urlaub habe ich die Unterschiede selber mehrfach feststellen dürfen. Bsp.: Als ich vor einigen Jahren auf Mallorca war, habe ich mir einen kleinen PKW gemietet und bin jeden Tag immer weiter gefahren von einem Hotel zum nächsten. In Cala Radjada, von Deutschen total überlaufen, war alles mögliche Verboten (keine Glasflaschen an der Strandpromenade und so) und trotzdem gab es jeden Abend massive Polizeieinsätze. Und ja, die Guardia Civil kann in Spanien auch gehörig durchgreifen. Zwei Abende später in Cala d'Or, hauptsächlich von Briten besucht, war die Stimmung total anders. Die ganzen Verbote gab es nicht. Es reichte dort aber auch, daß ein ein alter Polizist (mit weißen Haaren) Präsenz zeigte, indem er einfach über die Promenade lief, schon war Ruhe. Die hatten das wohl alle so verinnerlicht, daß man sich besser mit der Staatsmacht nicht anlegt, weil die auch ganz gehörig austeilen kann, daß sie auch mit besoffenem Kopf nicht auf blöde Ideen gekommen sind.
    Als ich noch Student war und in einem Stadtviertel wohnte, das hauptsächlich von Briten (Besatzungstruppen und deren Familien) bewohnt wurde, war es ähnlich. Wenn man dort sah, wie die britische Militärpolizei durchgegriffen hat, da hätte sich unsere Polizei wirklich mal was von abgucken können.

    aber die Situation hat mich sehr getroffen und ich habe mich total machtlos gefuehlt.

    So etwas Ähnliches hatte ich auch mal, als einige Schüler es besonders toll gefunden haben den Deckenbeamer mittels ihrer Handys, die man als Infrarot-Fernbedienung nutzen kann, dauernd auszustellen im Unterricht. Da das Gerät die Glühbirne schonen will, dauert es dann immer gut 5 Minuten, bis man ihn wieder einschalten kann.

    Meine Ansage damals: "Ihr wollt doch alle die Fachhochschulreife haben? Dann üben wir jetzt mal, wie der Unterricht in einer Vorlesung läuft, damit ihr euch drauf einstellen könnt."

    Ich habe den Beamer nach der dritten Störung aus gelassen, habe mich vorne hingestellt und den Lehrstoff wirklich runtergebetet. Es gab kein Tafelbild, keine Arbeitsblätter, nichts. Ich kann bei so einer Klasse in der Doppelstunde ja nicht noch rausrennen, um Sachen zu kopieren oder so.

    Wieso lässt du mit dir derart das Hansele machen?

    Arbeitsaufgabe an die Schüler: "Ihr müßt selber rausfinden was von den Sachen, die ich erzähle, wichtig ist und die entsprechend mitschreiben. Nächste Woche schreiben wir darüber einen Test. Wer für das alles verantwortlich ist, wißt ihr viel besser als ich, ihr könnt das dann gleich untereinander auf dem Schulhof viel besser klären als ich."

    Es hat nie wieder jemand den Beamer abgestellt. ;)

    Nachfragen bei den Schülern haben in der folgenden Woche ergeben, daß die Hauptbestrafung für sie darin bestand, daß dieses "Zuhören, selber entscheiden was wichtig ist und das dann mitschreiben" für sie eine wesentlich anspruchsvollere Aufgabe ist, als alles irgendwie vorgekaut zu bekommen mit Arbeitsmaterialien, die sowieso nur auf ein Ziel hinauslaufen. Die waren nach 60 Minuten in diesem Unterrichtsstil wirklich pausenreif. :teufel:
    Ach ja: Ein eingeführtes Lehrbuch hatten die Schüler, sie hatten also die Möglichkeit den Unterrichtsinhalt nachzuarbeiten. Ich habe ihnen abe rnicht explizit vorgekaut auf welchen Seiten sie die besprochenen Themen finden. Das mußten sie dann schon selber rausfinden.

    Einfach die Handys einsammeln und vorne auf einem Tisch lagern zu lassen, wie es meine Kollegen bei einer Klassenarbeit immer machen, bringt ja nichts. Bei meinen Schülern geht der Trend eindeutig zum Zweithandy. Wenn Geräte vorne eingesammelt werden, legen sie ihr altes Iphone 4 dort vorne hin und haben ihren aktuellen Taschenfunk trotzdem noch in der Hosentasche.

    Dieses Ding ... man kann alles, wenn man nur will ... das geht mir echt entsetzlich auf die Nerven weil es halt einfach gelogen ist.

    Also ich stehe hinter dem Satz: "Man kann alles, wenn man nur will." Aber man sollte ihn dahingehend erweitern, daß der Wille dann auch dazu führen muß, daß man entsprechend in die Matherie einsteigt. Vom Willen alleine kommt man nicht zur Lösung. Niemand kann mit dem bloßen Willen ein Flugzeug fliegen. Aber wenn der Wille dazu führt, daß man in die Flugschule geht, oder in einen Verein, weil dort die Ausbildung mittels Arbeitsstunden abgegolten wird, dann kann man mit dem Willen schon alles erreichen.

    Nur welcher Schüler hat schon wirklich den Willen, um das Erreichen eines Ziels willens, sich wirklich 2 oder gar 3 Jahre regelmäßig ins Zeug zu legen?

    oder der weiterführenden Schule

    Vor allem sollen mir die ganzen Verfechter dieses entdeckenden Lernens mal erkllären, wie man das in der Realität umsetzen soll. Ich bin als normaler Lehrer nicht so genial, daß ich die Probleme, für dessen Lösung Wissenschaftler ihr ganzes Leben aufgewendet und den Nobelpreis bekommen haben, so aufbereiten kann, daß Schüler binnen 15 Minuten die Lösung selber erkennen und anwenden können.

    Außerdem ist es bei mir in vielen Feldern so, daß man bestimmte Fehler nur einmal macht, weil man sie nicht überlebt. Da kann ich die Schüler doch nicht entdeckend in die Falle laufen lassen, auch wenn die Seminarleiter oder sonst wer das so sehen wollen.
    Bsp.: Sicherheitsregeln beim Arbeiten an Elektroanlagen. Der Stromschlag könnte durchaus tödlich sein.

    Der war gut!!! In meiner Schule allerhöchsten auf dem Klo...

    Ich mach das immer ganz einfach: Ich räume erstmal im Lehrerzimmer einen Tisch komplett leer und breite dann meine Klassenarbeiten stapelweise aus. Die Kollegen, die mich sehen, sagen immer nur noch: "Das Büro Plattyplus hat wieder geöffnet" und lassen mich alle in Ruhe. Die Papierberge müssen nur gewaltig genug aussehen. :zungeraus:

    Ist irgendwie müßig, sich über einen unbekannten Schulleiter aufzuregen, der Freitag zum Konferenztag auserkoren hat und nicht den Mittwoch. Zumal sich immer irgendwer beschwert, im Zweifel dann der, der Freitag den Nachmittagsunterricht bekäme und dann immer bis 15 Uhr irgendwas zur Verfügung stehen müsste.

    An unserer Schule (wir haben noch Montag-Samstag und dann morgens und abends bis 21 Uhr) ist das so geregelt, daß jeder Lehrer maximal 5 Einsätze in der Woche hat. Also wer samstags unterricht hat, hat dafür an einem anderen Wochentag frei, so daß man immer auf zwei freie Tage kommt. Der hat dann also z.B. sein Wochenende am Sonn- und Montag. Der Unterricht morgens wird als ein Einsatz gezählt, der Unterricht in der Abendschule als ein weiterer Einsatz. Wenn man also an einem Tag morgens und abends im Einsatz ist, kommt man auf eine 4-Tage Woche. Zum Vertretungsunterricht wird man auch immer nur innerhalb der Einsätze eingeteilt. Es kommt also nicht vor, daß man samstags extra für eine Vertretung kommen muß, wenn man an dem Tag eigentlich gar keinen Unterricht hätte.
    Teilzeitkräfte haben entsprechend nicht 5 Einsätze/Woche sondern nur 4 oder 3, je nach Stundenumfang.

    Da dieses System natürlich dazu führt, daß nie alle Kollegen gleichzeitig da sind (irgendjemand hat immer seinen freien Tag), werden die Konferenzen über die ganze Woche verteilt, so daß alle einmal das Vergnügen haben extra für eine Konferenz kommen zu müssen.

    Und ja, ich gebe zu, daß ich den Unterricht samstags bzw. an einem Abend in der Woche gar nicht mal so schlecht finde, weil das dann im Umkehrschluß bedeutet, daß ich an einem Werktag morgens frei habe und da meine Arzttermine, Behördengänge etc. hinlegen kann. :)

    Überall ließt und hört man von "der Lehrerpersönlichkeit": extrovertiert, kontaktfreudig, kommunikativ etc. - Ich bin das absolute Gegenteil. Ich bin eher introvertiert und habe jedes Mal eine riesige Angst und fühle mich unwohl vor einer Klasse zu sprechen.

    Ja und? Klar erzählen das viele, weil man die Eigenschaft nicht greifen kann. Aber ich sag dir eins. Das kann man auch lernen!

    Rückblickend betrachtet hat es einer meiner Ausbildungslehrer damals genau richtig gemacht. Er hat mir immer erst 3-5 Minuten vor Stundenbeginn das Thema der Stunde genannt. Das war im Referendariat Streß pur, aber damit lernt man auch klarzukommen und wenn mir heute jemand sagt: "Kollege x hat sich krank gemeledet, mach mal...." oder wenn sich auf einmal das Stundenthema ändert, weil aktuell andere wichtige Dinge (zumiest Verwaltungskram) anstehen, läßt mich das total kalt. Denn merke: Das Referendariat hat mit dem späteren Schuldienst sehr wenig zutun. Klar sitzen da noch die Schüler vor einem, aber der ganze Kram, der rundrum passiert und was man bei den Stundenentwürfen nicht noch alles berücksichtigen sollte... bei vollem Stundendeputat eh undurchführbar.

    Was Du auf keinen Fall tun solltest: Andere Lehrer, Seminarleiter oder sonstwen kopieren. Das ist noch mehr Streß und führt eh nicht zum Erfolg. Fahr Die Linie, die Du für richtig hältst. Fertig!
    Sich zu verstellen, um doch noch so einer ach so tollen neuen Methode zu folgen, bringt überhaupt nichts.

    Während des Referendariats war es für mich der Streß pur, allein schon wegen der fortwährenden Prüfungssituation, in der ich mich da 2 Jahre lang befunden habe. Die Schulleitung fragt ja auch das komplette Kollegium aus, um das dann fürs Schulleitergutachten zu verwursten. Also am ersten Tag nach den Ferien drehte sich mir beim Betreten der Schule regelmäßig der Magen um. Nach der Verbeamtung (an einer anderen Schule) wurde es da schon wesentlich besser. Nach der Probezeit und mit der Lebenszeitverbeamtung wurde es dann nochmal besser. An meiner Referendariats-Schule hätte ich auch nicht bleiben wollen. Durch die Zuarbeit zur Schulleitung habe ich in den Lehrern dort auch nicht meine Kollegen sondern ausschließlich meine Prüfer gesehen, die quasi rund um die Uhr nach Schwächen suchen. Nach Bestehen des Refs. waren die Persönlichkeiten in meinen Augen folglich komplett verbrannt und selbst wenn die Schule mich hätte einstellen wollen, ich hätte nicht unterschrieben.

    Dänemark und Nordseeküste?

    Da fällt mir spontan nur die Insel Romö ein. Die Insel befindet sich direkt nördlich von Sylt und ist mit einem Straßendamm mit dem Festland verbunden. Und wenn ihr etwas Abenteuer mögt: Auf der Insel gibt es eine zieg km lange "Naturstraße" am Strand. Wenn euer Fahrzeug also zumindest ein klein wenig geländegängig ist (hauptsächlich etwas mehr Bodenfreiheit, Allrad muß gar nicht sein), könnt ihr dort über den Strand fahren.
    --> https://www.youtube.com/watch?v=__WMmGAQN7Y

    Hier werden sogar Beamer geklaut, die an der Decke hängen.

    Ja,
    Deckenbeamer sind bei uns auch schon weggekommen, sogar so alte Dinger, die nur 600*800 Pixel anzeigen können. Dazu werden regelmäßig Mäuse und Tastaturen geklaut, so daß wir nur noch billigst Mäuse (für 2,50 €) und billigst Tastaturen (für 4,95 €) anschaffen.
    Inzw. sind sie bei mir dazu übergegangen die Kabel, also Strom- und vor allem DisplayPort-Kabel, zu klauen.

    @plattyplus : Ich muss Dir echt mal die genaue Modellnummer unserer 15 Jahre alten Core2Duo - Rechner raussuchen, die immer noch funktionieren ... Ich glaube übrigens nicht, dass CoreI7 länger hält, weil die viel aufwändiger gekühlt werden müssen.

    Core2Duo haben wir hier auch noch. Da haben wir aber inzw. aus insg. 3 IT-Räumen einen gemacht. Also vor Jahren waren es mal 90 Rechner und inzw. sind davon nur noch ca. 30 lauffähig. Außerdem sind die Kisten lhm wie otze trotz 4GB RAM und SSD, weil auf ihnen Windows 10 und einige Spezialsoftware laufen muß.

    Ich komme halt zu dem Vergleich Core i3 vs. Core i7, weil wir jetzt in zwei Räumen Core i7 angeschafft haben mit der Begründung, daß die ja 7 Jahre halten müssen (Wer hat bloß eine so lange geplante Lebensdauer angesetzt?) und wir deswegen Rechenleistung im Voraus kaufen müssen, auf das sie am Ende ihrer Lebenszeit noch halbwegs schnell genug sind. Wüßten wir sicher, daß in spätestens 3 Jahren die Ersatzbeschaffung kommt, wenn die neue Software-Version erscheint, hätte auch in i3 gereicht.

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