Nun ja,
bei uns am Berufskolleg wird wohl mehr Material eingesetzt als in allgemeinbildenden Schulen, trotzdem sieht es so aus:
Wir haben vier Räume mit elektronischen Whiteboards. Die Kreidetafeln wurden abgebaut. Die Whiteboards werden aber nur noch als Projektionsfläche für einen alten Overhead benutzt, weil niemand die Stifte für die Dinger hat bzw. sehr kurzfristig bekommen kann. Das Zeug liegt einfach nicht offen im Lehrerzimmer oder direkt am Whiteboard rum, könnte ja geklaut werden. Damit sind die Dinger tot. Außerdem sind sie eh zu klein.
Derweil versuchen wir in jedem Raum folgende ausstattung zu bekommen: Kreidetafel + Leinwand + Beamer
Und nein, die alten Bretter für die Overheads sind keine Leinwand, die sind viel zu klein, als das man hinten noch irgendetwas sehen könnte. Nun, die Beamer haben wir, die Computer auch. Aber die Verwaltung noch davon zu überzeugen, daß wir einen Handwerker brauchen, um Strom- und Datenkabel zur Zimmerdecke zu legen, daran hapert es seit inzw. einem Jahr.
Woran es bei uns beim Thema "Digitalisierung" aber meiner Meinung nach generell hapert ist die Verfügbarkeit von Computern. Wenn bei uns PCs angeschafft werden, müssen die mindestens 7 Jahre halten, bis Ersatz eingeplant ist. Jeder von uns weiß, daß die Computer nie so lange durchhalten und das es extrem teuer wird, wenn ich Hochleistungsrechner kaufen muß, um auch in 7 Jahren noch halbwegs genug Leistung für die dann aktuelle Software zu haben. Merke: Alle 3 Jahre einen Core i3 für 230,- € ist günstiger als alle 7 Jahre einen Core i7 für 1.000,- €. Aber erklär das mal der Verwaltung, daß es langfrisitg günstiger ist häufiger zu kaufen.
Da die Rechner wie gesagt nie und nimmer so lange durchhalten, mustern wir inzw. defekte Geräte einfach ersatzlos aus. Da nutzt dann auch der Beamer an der Zimmerdecke in den Räumen, die schon über eine Verkabelung verfügen, nichts mehr, wenn der Computer, der den füttern soll, weg ist.