Moin,
bei der Klasse morgen handelt es sich halt um eine Berufsfachschul-Klasse, die innerhalb von 2 Jahren die Fachhoschulreife anstrebt. Zusätzlich gibt es bei uns noch die Assitenten-Klassen, die innerhalb von 3 Jahren die Fachhochschulreife anstreben. Die Asistenten (NRW Eigenart) haben aber noch einen praktischen Teil in den Werkstätten. Die haben also praktisch nur 3,5-4 Tage theoretischen Unterricht/Woche, so daß sich der gleiche Stoff wie in der Berufsfachschule bei ihnen entsprächend auf einen längeren Zeitraum verteilt.
Aus dem Grund läuft bei uns die Beratung auch üblicherweise so, daß wir den leistungsstärkeren Schülern die Berufsfachschule empfehlen und den leistungsschwächeren den Asistenten.
Im letzten Jahr hatte ich einen Großteil der Schüler, die jetzt in der Berufsfachschule sitzen, als Assistenten vor der Nase. Bei mir sind sie damals durchgefallen. Da sind sie auf die grandiose Idee gekommen: "Ich wechsele einfach in die Berufsfachschule, da werde ich trotz Wiederholung der Unterstufe genau so schnell fertig wie sonst als Assistent ohne die Ehrenrunde" und da es wegen Personalwechsels gerade keinen Abteilungsleiter gab, der deren Aufnahme verweigert hat, sind sie auch alle angenommen worden.
So... und jetzt haben sie mich als Langzeitvertretung wieder vor der Nase. Und ja, wenn mir jemand ins Gesicht sagt: "Sie sind bloß die Vertretung, da brauchen wir zum Unterricht gar nicht zu kommen", dann ist das für mich ein ganz klarer fall für eine pädagogisch begründete Note. Wobei ich die bei den Kandidaten gar nicht pädagogisch begründen muß. Sonst müßte ich ihnen eine 7 geben. ![]()
Genauer: Ich habe bei den Assistenten und bei den Berufsfachschülern die gleiche Prüfung schreiben lassen. Bei den Assistenten ist es als Test gelaufen, sie waren auch alle nach 30 Minuten fertig und die schlechtesten Noten sind zwei 4er. Die Berufsfachschüler hatten 90 Minuten Zeit und das Ergebnis ist Katastrophe. ![]()