Beiträge von plattyplus

    Solange man am Ende keinen fiktiven Partner bekommt..

    So, wie ich den Artikel lese, bekommst Du einen fiktiven Partner und musst dann jedes Jahr nachweisen, dass es diesen Partner nicht gibt.

    Aber ernsthaft, diese Tricksereien sind einfach nur noch peinlich.

    Sehe ich auch so, leider. Diese Tricksereien, um noch so gerade eben vermuteterweise legal unterwegs zu sein, sind einer Landesregierung unwürdig.

    Claus Weselsky war Vorsitzende einer Gewerkschaft, AFAIR, keine Beamtin und auch keine Vertreterin von Beamtinnen.

    Claus Weselsky war Vorsitzender der GDL, der Gewerkschaft der Lokführer und darin waren die verbeamteten Lokführer organsiert. Ja, es gab mal eine Zeit da war die Deutsche Bundesbahn ein Staatsbetrieb mit verbeamteten Lokführern. Damals hieß es aber noch: "Wir fahren bei jedem Wetter." Heute werden die Fahrpläne bei der DB AG hingegen nur noch geschätzt.

    Fände ich zumindest fairer als den Familien fette Kinderzuschläge noch oben drauf zu gewähren.

    Was fändest Du fairer? Wenn man in zukunft noch mehr Sondertatbestände schafft und man seine Alimentation praktisch nur noch beantragt und nicht erarbeitet?

    Wir allen wissen doch, dass es zu einer durchgreifenden Wirkung von Mindestabstand zur Grundsicherung in der untersten Besoldungsgruppe und dem Abstandsgebot zwischen den einzelnen Besoldungsgruppen auf nötige Besoldungserhöhungen der höheren Gruppen so oder so nicht kommen wird.

    Und deswegern gleich die Flinte ins Korn werfen und gar nicht erst kämpfen? Wo ist ein Claus Weselsky, wenn ihn braucht? ;(

    Moin,

    wie ich gerade lesen durfte plant NRW wohl die Beamtenbesoldung mit dem Verweis auf das Einkommen des Ehepartners zu senken. Gemäß dem Alimentationsprinzip wird in Zukunft wohl davon ausgegangen, dass der Ehepartner noch Geld mitbringt, um dem Beamten einen angemessenen Lebensstandard zu gewähren.

    --> https://www.nw.de/nachrichten/zw…ystembruch.html

    Warum lese ich noch nirgends davon, dass der Beamtenbund schon für diesen Fall mit einer Klage droht?

    Warum komme ich mir als Beamter zunehmend nur noch als Almosenempfänger vor, der allen möglichen Mist beantragen muss und bei dem es gar nicht mehr darauf ankommt, ob er Leistung bringt oder nicht?

    Zwingt uns jetzt der Dienstherr die Scheidung einzureichen und alleinerziehend nach Düsseldorf oder Köln zu ziehen, um am meisten Geld abzugreifen?

    Darf sich der Staat überhaupt auf diese Art und Weise in die private Lebensgestaltung einmischen?

    Sicherlich mit anekdotischer Evidenz: Meine Frau verdient als Technikerin ca. 60.000 € brutto Jahr. Als Techniker bzw. mit Meisterbrief wäre man bei uns am Berufskolleg Werkstattlehrer in der Besoldungsgruppe A9 bzw. A10. Müßte unsere Vergütung nicht auf ein ähnliches Niveau angehoben - und nicht noch abgesenkt - werden, um überhaupt ausreichend Nachwuchs zu gewinnen, wo wir schon nicht mit Home-Office, Dienst-Fahr- und -Motorrädern und anderen Benefits punkten können?

    Dass Lehrerinnen unentwegt private Computer nutzen, weil der Schrott, den die Schulträgerin uns hinstellt, es einfach nicht bringt, haben sie voll drauf.

    Wobei sich auch das dann hoffentlich mit der Arbeitszeiterfassung ändert. Wenn das 15 minütige Warten aufs Hochfahren des alten Rechners dann auf einmal Arbeitszeit ist und jeder Computerstart so Kosten in Höhe von 7,50 € verursacht (ich habe jetzt einfach mal einen Verrechnungssatz von 30€/Stunde angenommen), wird ein neuer Computer, der schneller startet, auf einmal die günstigere Alternative.

    Wir löst ihr das?

    Ich lasse materialintensive Unterrichtsmethoden weg. Es bringt ja doch nichts.

    Zu dem Schluß bin ich gekommen, als sich ein Elternteil bei mir beschwert hat, weil ich angemerkt hatte, dass ich das ganze Zeug aus meinem Privatvermögen bezahlen muß. Seinen Kommentar: "Das Stetoskop mußte ich mir auch selber kaufen", von wegen ich solle mich nicht so anstellen, fand ich einfach nur total daneben. Schließlich kauft er sich das Gerät einmal in seinem Berufsleben. Bei uns hingegen fallen die Materialausgaben jedes Jahr erneut an.

    Aber die Kollegen verstehen es leider auch nicht. Manche Dinge bevorraten wir bei uns in der Schule und wenn ich dann bei der Materialausgabe gefragt werde, ob wir dies oder jenes vorrätig hätten, erwarten sie, dass ich das Zeug dann privat einkaufe und ihnen zur Verfügung stelle. Das ist dann also noch eine Stufe drüber. Nicht nur, dass ich das Zeug für meine Klasse und meinen Unterricht kaufen soll, nein, ich soll es gleich für die ganze Schule kaufen. :autsch:

    Ich denke bei anderen Schulen immer an große Gymnasien mit mindestens 60 Kollegen.

    Und ich denke an den Gemischtwarenladen „Berufskolleg“ mit Unterrichtszeiten vis abends 21 Uhr sowie samstags…

    Bei der Frage Klassen/Lehrer-Relation dachte ich entsprechend auch zuerst daran wie viele unterschiedliche Schüler jeder Vollzeit-Lehrer an einer Grundschule hat und ich musste direkt an den Religionslehrer denken, der mit jeweils einer Stunde durch sämtliche Klassen gejagt wird.

    Das war nicht meine Frage - ich habe auch den Führerschein seit ich 18 bin.

    Also konkret: Nein, ich habe ein eigenes Auto, auch wenn es erst das zweite eigene Fahrzeug in meinem Leben ist.

    Wie gesagt könnte ich mir das Leben in der Region hier ohne Auto nicht vorstellen.

    Jetzt aber weiter:

    duum hörte auch schon mal das "kompliment"(?): "du bist einfach anders" (und fand das gar nicht so schmeichelhaft).

    DUum hatte auch noch nie ein eigenes Auto.

    Mit so einer Haltung wäre man hier in der Region der totale Außenseiter. Bei uns war es damals üblich am 18. Geburtstag morgens die Schule zu schwänzen, um auf dem Straßenverkehrsamt den Führerschein abzuholen.

    DUum denkt bei manchen Themen hier im Forum auch, daß er irgendwie wohl auf einem ganz anderen Planeten lebt, weil die vertretenen Lebensentwürfe projeziert auf das eigene Leben nicht mal im Ansatz umsetzbar wären.

    Das mag in der Sek II nicht das Problem sein, bei jüngeren Kindern würde ich ein großes Fragezeichen daran machen, ob sich die Schule mit so einem Move aus der Verantwortung für die An- und Abreise zu einer schulischen Pflichtveranstaltung ziehen kann.

    Das macht die örtliche Gesamtschule in der 5. Klasse leider auch so. An- und Abreise sind dann das Problem der Eltern.

    Ich weiß gar nicht mehr, wer das mit der 3000€ teuren Klassenfahrt geschrieben hat. Aber was ist eigentlich mit denen, die das nicht bezahlen können? Tritt da der Förderverein ein?

    Ich war das. Wie oben aus dem Link entnommen werden kann wurden die Kosten aller Schüler vom Sozialamt bezahlt. Es gab kein Korrektiv durch selbstzahlende Eltern.

    Einige Jahre vorher gab es auch mal eine Klassenfahrt nach Australien, die ähnliche Kosten verursacht hat und bei der auch alle Schüler das Geld vom Sozialamt bezogen haben.

Werbung