Beiträge von plattyplus

    Eine Schulleitung, die sich nicht in der Klasse durchsetzen kann oder keine Lust hat, mit SuS zu arbeiten ginge für mich gar nicht.

    Ich finde es viel wichtiger, dass eine Schulleitung wirklich fit ist im Schulrecht, sich gut mit der Verwaltung einer Dienststelle auskennt und den KuK den Rücken frei hält. Für mich besteht die Kernaufgabe einer SL nicht (mehr) darin zu unterrichten und so selber für strahlende Kinderaugen zu sorgen. Das machen die "normalen" Kollegen. Die Schulleitung hat vielmerh dafür zu sorgen, dass die "normalen" Kollegen ein sehr gutes Umfeld vorfinden, um eben für diese strahlenden Kinderaugen sorgen zu können.

    Das würde ich unterschreiben. Und gleichzeitig sage ich: für die Schüler ist es besser, wenn ich mal so sehe wie Kollegen aus der erweiterten Schulleitung oft ihren Unterricht halten (nämlich aus dem Büro heraus mit offener Tür).

    Ich habe schon unter vielen Schulleitern gedient. Mir ist einer in Erinnerung geblieben, der seinen eigenen Unterricht immer in die 1. Stunde gelegt hat, damit dieser eben nicht mit seinen Bürozeiten kollidiert. Da hatte er dann immer von 7:30 bis 8:15 Uhr Unterricht und danach ging dann sein Kerngeschäft los.

    Wenn er mindestens 3 Stunden unterrichten muss, dann hat er sich bereits alle 22 Abminderungen (oder was immer euer volles Deputat ist) zugeteilt.

    Bei uns ist das volle Deputat 25,5 Stunden wovon der Schulleiter per Verordnung für seine Leitungstätigkeit mal gleich 22,5 Stunden erlassen bekommt. Also selbst wenn er Unterrichten will, bleiben nur 3 Wochenstunden übrig und die kann er mit Ermäßigungsstunden auch noch selber bis auf null runterdrücken.

    Ich weiß nicht, wie die Bestimmungen in anderen Bundesländern sind. Hier in Berlin hat die Schulleiterin / der Schulleiter 9 Stunden wöchentlich Unterrichtsverpflichtung.

    In NRW hat der Schulleiter eines Berufskollegs eine Unterrichtsverpflichtung von 3 Wochenstunden. Aber er ist es auch, der über die Verteilung der Ermäßigungsstunden entscheidet. Wenn er sich selber da jetzt 3 Ermäßigungsstunden genehmigt, unterrichtet er gar nicht mehr.

    Du schickst sie zur „Entschuldigung“. Du nutzt also deine Machtposition aus und weist sie an sich zu entschuldigen. Tun sie dies dann nicht, kommen gewisse Konsequenzen auf die Delinquenten zu.

    Sowas ist keine glaubwürdige Bitte um Entschuldigung. Entschuldigen kann es sowieso nur der Geschädigte. Sowas ist eine erpresste Aussage der Delinquenten, die nichts aber auch wirklich gar nichts wert ist, vergleichbar mit einem Geständnis, das mittels Folter aus jemandem rausgepresst wurde.

    Und jetzt mal wieder zurück zu Orange One:

    Hat Merz Angst? Oder warum sonst sind die paar deutschen Soldaten schon wieder zurück?

    Wie sieht es aus mit einer Konferenz der NATO-Mitglieder (außer den USA) gemäß Artikel 4 (nicht 5!) des NATO-Vertrags?

    Orange One will ja inzw. immer heftiger Grönland den USA einverleiben.

    —> https://www.tagesschau.de/ausland/zoelle…nen-eu-100.html


    Wäre es nicht mal angebracht, daß Dänemark gemäß Artikel 4 des NATO-Vertrags (der Spannungsfall) Konsultationen der übrigen NATO-Mitglieder einberuft, um Orange One zu zeigen, dass man sein Ansinnen nicht akzeptiert?

    Hitler hat man damals in den Jahren 1937 bis 1939 auch immer gewähren lassen, was seine Annexionen anging, so dass er sich nicht vorstellen konnte, dass Großbritannien und Frankreich wirklich für Polen in den Krieg ziehen werden und war gemäß der Geschichtsbücher total geschockt davon, dass er sich am 3.9.1939 auf einmal in einem Weltkrieg befunden hat.

    Bei Orange One sehe ich da Parallelen. Wenn man ihm nicht frühzeitig und heftig Grenzen aufzeigt, macht er immer weiter, bis es am Ende richtig heftig knallt. Eine Appeasement-Politik funktioniert einfach nicht.

    Gratulier den Jungs zum Stimmbruch und lauf weiter.

    Mache ich auch immer. Und wenn ich dann in "meiner" Klasse bin und in lauter fragende Gesichter der Azubis blicke, ist meine Antwort auf die Frage: "Was war das denn?" immer nur: "Da seht ihr mal, dass auch ihr als Azubis bereits Eure Firma vertretet. Es erwartet niemand, dass ihr perfekt seid, aber wenn das so läuft wie eben, muss ich wohl nicht mehr viel dazu sagen, oder? Übernommen werden die jedenfalls eh nicht. Ratet mal warum."

    Und ja, insgeheim freute ich mich, dass es dem DAX-Konzern schlecht geht und das die Trolle nicht übernommen werden. Der Betrieb ist bei uns an der Schule dafür bekannt, dass er die Auzbis danach aussucht, ob bereits deren Eltern in dem Konzern gearbeitet haben, und nicht danach welches Bild die Auzbis selber abgeben. Darf ich hier so ehrlich sein?

    Es sind im Todesfall so viele Dinge zu klären, dann ist es erleichternd, wenn man sich um diese Fragen keine Gedanken machen muss.

    Das denke ich auch.

    Als meine Omi gestorben ist, wußten wir alle von ihr: "Wenn der Tag X kommt, liegt oben auf dem Regel im Abstellraum ein Karton, den macht ihr sofort auf."

    Als es dann soweit war, haben wir den Karton geöffnet und darin war:

    • Ein grünes Abendkleid, in dem sie beigesetzt werden wollte.
    • Ein Zettel für den Pastor, welche Lieder gespielt werden sollten etc.
    • Eine Kopie des Testaments, das Original war beim Amtsgericht hinterlegt
    • 10.000,- DM in bar, um die Bestattung zu bezahlen, das Testament wird ja erst viel später eröffnet.
    • Der Wunsch der alten Dame an uns, dass wir bei der Beisetzung den Sarg aus der Kirche zum Friedhof rüber tragen sollten. Sie wollte nicht auf dem "Bollerwagen" gefahren werden.

    Da war also wirklich alles geregelt.

    Und so sind wir dann zwei Tage vor der Beisetzung zum Bestatter und haben dort mit einem leeren Sarg geübt wie man so einen Sarg mit 8 Mann auf den Schultern trägt. Die Kleinen nach vorn, die Großen nach hinten, Körnerkissen auf die Schultern, ... und alle bitte im Gleichschritt, weil man so nah hintereinander geht, dass man sich sonst gegenseitig in die Hacken tritt. Aber wenn es der Wunsch der alten Dame war, macht man das. :rose:

    Als eine ebenfalls beförderte Kollegin ihre zugewiesenen Aufgaben mit A13 nicht mehr erledigen wollte, hat sie ihre Beförderung zurückgegeben und bekam eine neue Urkunde mit " Lehrerin A12". Da war die Beförderung weg.

    Wie sieht das eigentlich bei Beamten aus, wenn sie die Beförderung zurückgeben? Die Pension bemißt sich ja nur anhand der letzten 3 Dienstjahre. Wenn da jemand eine Beförderung zurückgibt, fallen damit die Jahre bzw. Jahrzehnte, die man ein höheres Amt bekleidet hat, bei der Pensionsberechnung ja dann auch komplett unter den Tisch, oder?

    Warum ist das ein Problem? Es gibt doch eine ganze Reihe Friedhöfe, wo verschiedene Grabfelder für unterschiedliche Religionen angelegt sind.

    Das wird aber ein Problem, wenn die Eheleute auf einem Grab zusammen liegen wollen. Klar würde es vom Platz passen auf einer 4er Grabstelle einen Sarg in West-Ost-Richtung zu vergraben und einen Leichensack in Nord-Süd-Richtung. Aber der Leichensack würde dann ja alle vier Grabstellen tangieren und das ist das Problem. Je nach Bodenbeschaffenheit dürfen die Gräber erst nach zieg Jahren erneut belegt werden. Bei uns sind mindestens 25 Jahre einzuhalten.

    Die Familiengräber auf den Friedhöfen sind ja eh schon sehr eng vom Platz, wenn man bedenkt, dass im Fußende der "Erwachsenen" noch Platz für sehr früh verstorbene Kinder eingeplant ist.

    Bei komplett getrennten Grabfeldern, links vom Weg in Ost-West-Richtung und rechts vom Weg in Nord-Süd-Richtung, ist das alles natürlich kein Problem.

    chilipaprika Mir ging es eher darum, dass die Friedhofsverwaltung ablehnt, wenn jemand sein Grab um 90° gedreht haben will, weil dann am Ende auf dem Friedhof gar nichts mehr paßt.

    Macht ihr euch auch Gedanken, wo und wie ihr beerdigt werden wollt? Sollte man ja idealerweise vorher klären...

    Das habe ich zwangsweise vor 3,5 Jahren schon gemacht. Ich wohne auf dem Lande und da gibt es noch die Tradition des Familiengrabs. Wir haben da ein 4er Grab und als meine Mutter gestorben ist, kam dann die Frage auf auf welchem der vier Grabplätze sie bestattet werden soll, damit dann später mein Papa neben ihr liegen kann. Außerdem sollen dann nicht beide in der Mitte liegen, damit, wenn ich soweit bin, der Platz neben mir noch für meine Angetraute frei ist. Also nicht das, sollte es ganz übel liegen, meine Eltern in der Mitte liegen, die Grabstellen noch nicht wieder belegt werden können, und ich dann ganz links außen und meine Frau ganz rechts außen liegen muß. Ganz nebenbei stellte sich natürlich die Frage wann die Großeltern gestorben sind und welche der vier Grabstellen überhaupt belegt werden durfte.

    Da wird die eigene Sterblichkeit dann schon verdammt real. :angst:

    Man kann alles mögliche, wenn aber der Partner nach muslimischen Ritten bestattet werden möchte, (im Leichentuch ohne Sarg) dann geht das wohl, so habe ich mir sagen lassen, eben nicht überall und wenn dann der Partner ein gemeinsames Grab haben möchte, dann ist möglicherweise die Konvertierung die einfachste aller Lösungen.

    Das Problem fängt doch schon mit der Ausrichtung der Gräber an. Auf christlichen Friedhöfen liegen die Verstorbenen in Ost-West-Richtung, wohingegen sie auf muslimischen Friedhöfen in Nord-Süd-Richtung liegen. Dabei werden die Verstorbenen auf der Seite liegend mit Blick Richtung Mekka beigesetzt.

    Allein schon dieses Ausrichtungsproblem sollte ganz praktisch nicht unterschätzt werden.

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