Beiträge von plattyplus

    Trump will Putin in Budapest (Ungarn) treffen.

    —> https://www.tagesschau.de/ausland/europa…-putin-106.html

    Soweit mir bekannt ist liegt gegen Putin seit 2023 ein Haftbefehl des Internationalen Gerichtshofs vor. Müsste Ungarn Putin dann nicht sofort bei Einreise festnehmen? Müsste die EU Ungarn nicht sofort aus der EU ausschließen, wenn sie dies nicht tun?

    Klar kann man keinen russischen Präsidenten festnehmen, weil der mit der Atombombe droht. Ich würde die Festnahme aber ankündigen, damit er gar nicht erst kommt.

    Ist bei meinem Schultyp eher nicht so wichtig aber an einer Oberschule oder einem Gymnasium möchte man doch schon wissen, ob Naturwissenschaften, Sprache oder Sport größere Bedeutung haben?

    Würde vielleicht auch zur Zufriedenheit der Lehrkräfte beitragen, wenn sie sich mit dem Profil ihrer Schule halbwegs identifizieren können.

    Leben wir irgendwie in einem parallelen Universum? Bei uns werden die Schüler den Sek 1-Schulen zwangsweise zugewiesen, da alle Schulen überlaufen sind und abweisen. Was interessieren da noch Profile, wenn man eh keine andere Wahl hat? Gleiches gilt für die Lehrkräfte. Wir sind bei der Einstellung doch nicht bei einem Wünsch-Dir-Was Konzert, bei dem man sich als Bewerber um einen Referendariatsplatz die Schule nach dem Profil aussucht. Da gibt man die Regierungsbezirke in NRW an und wird dann vom Schulministerium zugewiesen.

    Entsprechend sind irgendwelche Profile im Schulbereich eigentlich komplett überflüssig, eben weil niemand eine wirklich freie Wahl hat.

    Prinzipiell ist es mir aber wichtig, dass Schule mehr ist als Lernen. Schule ist der Lebensmittelpunkt der Kinder.

    Wenn Du die "leuchtenden Kinderaugen" ansprichst, würde ich Schule und gerade die Aufgabe der Schulleitung anders definieren. Das hängt aber auch damit zusammen, dass eine Schulleitung bei uns kaum noch unterrichtet.

    Die Schulleitung ist nicht dafür da für leuchtende Kinderaugen zu sorgen. Sie ist dafür da dem Kollegium ein entsprechendes Arbeitsumfeld zu schaffen, damit dieses dann für leuchtende Kinderaugen sorgen kann.

    Das ist der Rollenwechsel bei der Beförderung von einem Kollegen hin zur Schulleitung. Der Schulleiter ist kein Kollege mehr, der Schulleiter ist der weisungsbefugte Dienstvorgesetzte. Nur muss er sich dieser Rolle auch klar sein.

    Ich würde ja gerne die alte Kleiderschrank-Regel "Für jedes neue Projekt muss ein altes raus" in Schule etablieren. Stattdessen hilft halt nur im Sinne von Marie Kondo: regelmäßig ausmisten, anstatt immer mehr zu machen, bis auch die letzte Schule ein ununterscheidbares Musik-Kunst-Sprachen-Naturwissenschafts-Sport-Kreativitäts-Informatik-Projektarbeits-SozialesLernen-Berufsorientierungs-Toleranz/Demokratie/EU-AußerschulischePartner-Profil hat.

    Das ist auch so ein Punkt. Diese ganzen Auszeichnungen a la "Schule ohne Rassismus", "Europaschule", ... haben für mich eigentlich gar keinen Wert mehr, eben weil sie eh alle haben. Was will man damit reißen. Wenn man schon irgendwo rein investieren will, dann muss es etwas sein, was die Schulen im weiten Umkreis nicht haben.

    Wie gesagt betreuen wir als Sportverein eine Segelflug-AG an einer Schule (nicht an meiner Schule). DAS wäre so ein Ding wo ich sagen würde, dass es Sinn macht in so etwas zu investieren, eben weil es absolut selten ist.

    Auch ein wichtiger Punkt: Feedback und Wertschätzung. Wann war das letzte Mal, dass du einen Kollegen (m/w/d) des unteren Drittels gelobt hast? Jeder freut sich über ein nettes Wort - vor allem dann, wenn es privat drunter und drüber geht und einem dann auch noch die 9b den letzten Nerv raubt.

    Auch ein wichtiger Punkt, gerade beim unteren Drittel. Bei uns im Kollegium gibt es nicht wenige Kollegen, die Angst davor haben, wenn sie zur SL müssen. Das mag aber auch damit zutun haben, dass die SL bei uns in einem anderen Gebäude ganz weit weg ist. Da dürfte sich schon die Gestaltung einer angenehmen Gesprächsatmosphäre im HInblick auf Wertschätzung schwierig gestalten.

    Ausgehend davon, dass ein Kollegium zu ungefähr einem Drittel aus hochmotivierten und engagierten, einem Drittel aus durchschnittlich engagierten und einem Drittel aus "verlorenen" besteht, bedeutet dies eine nicht unerhebliche Belastung für das obere Drittel.

    Genau da sehe ich eines der Probleme. Gefühl iniitiert das obere Drittel "ohne Rücksicht auf Verluste" immer nur neue Tätigkeitsfelder und das untere Drittel darf die resultierende Mehrarbeit dann schultern während "die da oben" die nächste Baustelle aufreißen und sich nach der Initiierungsphase dann wieder zufrieden zurücklehnen und sich in ihrer Selbstreflexion als Schulentwickler mit Visionen sehen.

    Den Punkt mit den Schülerfragen verstehe ich nicht ganz. Ich hab nach Unterrichtsende keine Schülerfragen mehr 🤔

    Ich habe nach jeder Stunde 2-4 Schüler mit Fragen da stehen. Zumeist geht es darum, dass sie den Lernstoff der Stunde auf ihre private Lebenssituation beziehen und dann Detailfragen stellen, z.B.: „Wir haben jetzt ja einen Router konfiguriert. Was mache ich, wenn ich bei meiner Fritz-Box das Passwort vergessen habe?“

    Sorry, aber das ist pauschaler Bullshit! Menschen mit z.B. Schwerbehinderung sind per definitionem nicht gesund und dürfen selbstredend nicht pauschal qua Behinderung „aussortiert“ werden, da das schlicht Diskriminierung wäre, auch wenn sie ggf. nicht verbeamtet werden können.

    Das gilt abernur für menschen mit Schwerbehinderung, weil diese per Gesetz eine Sonderstellung haben. Hast man nur einen Grad der Behinderung von 40 v.H., so gilt man nicht als Schwerbehindert, wird entsprechend nicht durch das Gesetz protegiert und entsprechend bei der Einstellung aussortiert, weil der Arbeitgeber sich solche Arbeitnehmer nicht auf seine Schwerbehindertenquote anrechnen lassen kann.

    Vor der Übernahme ins Beamtenverhältnis auf Probe prüft der amtsärztliche Dienst die gesundheitliche Eignung im Hinblick auf eine Verbeamtung.

    Mit einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 25. Juli 2013 wurde festgelegt, dass ein Bewerber für eine Übernahme ins Beamtenverhältnis nicht geeignet ist, „wenn tatsächliche Anhaltspunkte die Annahme rechtfertigen, er werde mit überwiegender Wahrscheinlichkeit vor Erreichen der gesetzlichen Altersgrenze wegen dauernder Dienstunfähigkeit vorzeitig in den Ruhestand versetzt…“ (BVerG 2 C 12.11)

    Es sollen die Gesunden und nicht die Kranken eingestellt werden.

    Doch hier ist der Kontext wichtig: Da ist jemand, der in der Ausbildung lange Krankheitsphasen hatte und Unterstützung benötigt. Was der Ersteller hier möchte, ist eigentlich ein Wunsch nach Zuwendung von systemischer Seite. Dass das von dir so abgetan wird (,,Nun beschwer dich mal nicht!'') zeigt, was passiert, wenn man in diesem System zu lange bleibt: ,,Zu mir waren sie hart, also bin ich's jetzt zu dir. So ist das halt.'' Und Girl: Das ist traurig.

    Moment! Wie kommt ihr auf die Idee, dass jemand bedingt durch Krankheitsphasen Unterstützung einfordern kann? Das läuft in dem System "Behörde" doch gerade genau umgekehrt. Wer gesund ist, besteht die Einstellungsuntersuchung beim Amtsarzt. Wer krank ist, der besteht diese Untersuchung nicht und wird ausgemustert.

    Ich arbeite ja nun an Förderschulen, wer da absent ist, bei dem ziehen gerade Noten nun gar nicht. Dann sind's halt lauter 5en und 6en, wem Schule egal ist, ist auch das egal. Noten sind in meinem Berufsalltag wirklich nie ein geeignetes Sanktionsmittel, daher muss es ohne gehen.

    Ich will auch nicht den Schüler damit sanktionieren sondern in erster Linie die Gesellschaft und das Schulsystem vor diesen Schülern schützen. Mit der Herangehensweise „Noten zählen eh nicht, da geben wir ihm ne 4 und sind das Problem los“ bekommen wir jedes Jahr mehr Analphabeten mit Mittlerer Reife bei uns an die Schule und dann wundern sie sich warum am Ende des Schuljahres nur die Hälfte der Schüler übrig sind.

    Echt? Weil jemand wie im Fall beschrieben mal in 2 Stunden im Unterricht (entschuldigt!) gefehlt hat?

    Ich war jetzt von 25%, 30% oder gar noch umfangreicheren Fehlzeiten ausgegangen. Wenn natürlich regelmäßig gezielt zu Klausur- und Nachschreibterminen gefehlt wird, würde ich auch bei geringeren Fehlzeiten mit der Note „NB“ in die Zeugniskonferenz gehen.

    Wir haben bei uns Schüler, die gezielt in dem Unterricht bestimmter Kollegen fehlen. Bei dem Gesamtumfang der Fehlzeiten sind sie unauffällig, aber in einem Fach sind sie einfach gar nicht da. So sind dann auch schön Schüler mit einer 6 in Religion durchgefallen.

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