Beiträge von plattyplus

    Warum kann man es nicht einfach offen lassen? Ein Verbot bedeutet für mich, dass man mit Gewalt etwas verhindern möchte. Hat für mich mehr als ein Geschmäckle.

    Wäre ich auch dafür, also es offen zu lassen. Aktuell sehe ich aber eher, dass das „nicht Gendern“ inoffiziell verboten wird. Reich mal einen Unterrichtsentwurf im Seminar ein und schreibe „Schüler“ und eben nicht „Schülerinnen und Schüler“ und warte das Donnerwetter vom Fach- oder Hauptseminarleiter ab. Danach sprechen wir dann noch einmal darüber, welche Version heute de facto verboten ist.

    Und zu den kuriosen Meldungen:

    Ramadan wird gefeiert, Karfreitag bekämpft - Gedanken zu einer woken Doppelmoral

    —> https://amp.focus.de/politik/meinun…_259808564.html

    Ich erinnere mich an Umfragen, in denen fast die Hälfte der Grünenwähler das Gendern befürworten.

    „Fast die Hälfte“ klingt für mich so, dass sogar die Grünen-Wähler das Gendern zum überwiegenden Teil ablehnen. Wenn selbst dort das Hendern abgelehnt wird, sollte man es besser gleich komplett einstampfen.

    Lieber länger, damit sich der weite Flug „lohnt“.

    Hast Du ein Urlaubsziel, dass Du während der Dienstzeit praktisch nicht erreichen kannst, weil Du bis zur Rente/Pension nie zum passenden Zeitpunkt frei haben wirst? Wenn ja, welches und zu welcher Zeit im Jahr?

    Ich meine was kann ich den Schülern zeigen:

    Ich könnte meinen Schülern zwei Gasmasken für den Zivilschutz aus dem 2. Weltkrieg zeigen und dazu ein Handgranaten-Atrappe, die anstelle des Schlagballs in der DDR als Sportgerät für den Weitwurf in der Schule eingesetzt wurde.

    Stadt in NRW an der ersten echten geographischen Sperrlinie des kalten Kriegs.

    Aha, wohnst also an der Weser.

    Wenn die IG-Metall oder der VW-Betriebsrat die Firma an die Wand fährt, verlieren sie ihre Arbeitsplätze. Bei den Lokführern kann Ihnen das egal sein. Was wiederum zeigt, dass das Streikrecht so pauschal nicht funktioniert.

    Und Du meinst, dass das bei der Bahn anders ist?

    Unser Staat hat doch durch die Privatisierung gezeigt, dass die Bahn nicht mehr zur Daseinsfürsorge gehört. Entsprechend muss sie auch in Konkurs gehen dürfen. Die Bahn könnte aber auch ihr Forschungsabteilung auf Trapp bringen und den Zug ohne Lokführer auf die Schiene stellen. Dann wären die Lokführer auch arbeitslos.

    Ein für mich recht passender Kommentar aus der TAZ:

    https://taz.de/Der-gnadenlose-GDL-Chef/!5995982/

    Zitat von Aus dem oben verlinkten Artikel

    In Deutschland herrscht eine merkwürdige Vorstellung von Streik vor. Ganz so, als ob ein Streik eine Art Einladung zum Debattierclub wäre, zwischen Gewerkschaft und Arbeitgeber. Und am Ende gewinnt im zwanglosen Zwang das bessere Argument.

    Dabei geht es gar nicht darum, ob die GDL und Claus Weselsky mit ihrer Forderung Recht haben. Sondern nur darum, ob sie die Macht haben, sie durchzusetzen. Eine Gewerkschaft vertritt die Interessen ihrer Mitglieder. Es ist nicht ihr Problem, wenn ihre Forderungen zu teuer sind. Das ist das Problem des Arbeitgebers.

    (eine Gesamtschule muss eine bestimmte Anzahl an Zügen haben, also muss man andere Schulen klein halten)

    Vor allem darf eine Gesamtschule nicht in Konkurrenz zu anderen Schulformen in ihrem Einzugsgebiet stehen, die nur die besseren Schüler binden und die schwächeren dann der Gesamtschule überlassen. Das unter solchen Bedingungen (also alle Schulen müssen alle Schüler nehmen) die Gesamtschulen sehr leistungsfähig sein können, haben die Polytechnischen Oberschulen in "dem anderen Deutschland" hinlänglich bewiesen. Lassen wir mal den ideologischen Überbau weg, waren deren Absolventen in den naturwissenschaftlichen Fächern denen in der BRD überlegen.

    Bei den Kindern kommt eine Ablehnung als "Dich will keiner." an. Was das an psychischen Schäden verursacht und wie negativ diese die weitere Schullaufbahn beeinflussen können, sollte eigentlich jedem klar sein.

    Bei den Eltern, die abhängig in der Privatwirtschaft beschäftigt sind und eigentlich mit dem Staat gar nicht in Kontakt kommen, könnte die Ablehnung als Staatsversagen interpretiert werden, weil er an dieser Stelle die Daseinsfürsorge nicht gewährleisten kann, was diese dann in die Arme der extremen Parteien treibt. Dies ist einer der ganz wenigen Momente im Leben, wo man offensichtlich auf den Staat angewiesen ist, und dann funktioniert er nicht.

    Vielleicht zähle ich einfach mal so die Gedanken auf, die mir im Kopf rumschwirren, auf das mein „Problem“ etwas nachvollziehbar wird.

    • Das Gymnasium greift mit 5 Zügen die besten 150 Schüler ab.
    • Die Realschulen greifen mit zusammen 4 Zügen die mittelguten 120 Schüler ab.
    • Die restlichen ca. 150 Schüler des Jahrgangs landen an der Gesamtschule. Alle Schüler mit Hauptschulempfehlung und fast alle Förderschüler, die Förderschule wurde geschlossen, werden da reingedrückt und die Gesamtschule muss sie alle nehmen.
    • Entsprechend ist auch der Sozialindex der Gesamtschule schlechter als der der anderen Schulen. Da kann die Schule selber zwar auch nichts für, aber will man sein Kind dorthin schicken?
    • Bei uns am Berufskolleg bekommen wir regelmäßig von gewissen Gesamtschulen Schüler mit attestierter Fachoberschulreife mit und ohne Q-Vermerk (= Realschulabschluss, Mittlere Reife), die Analphabeten sind. Da fragen wir uns immer wer denen auf welcher Basis so einen Abschluss bescheinigt hat. Die Zeugnisse dieser Schulen sind entsprechend kaum etwas Wert, wohingegen eine Note 4 von anderen Schulen schon fast eine Qualitätsaussage ist. Aufgrund der Tatsache, das bei uns vor Ort die besten Schüler zum Gymnasium und zu den Realschulen gehen, die Gesamtschule die Schüler bekommt, die übrig bleiben, aber trotzdem eine Oberstufe anbietet, schlussfolgere ich daraus, dass die Abschlüsse der hiesigen Gesamtschule ebenfalls weniger „Wert“ sein dürften als die des Gymnasiums und der Realschulen und vor allem, dass alle Berufskollegs und Ausbildungsbetriebe dies wissen.

    Zusammenfassend für die Gesamtschule:

    • Die Schulleitung und die dortigen Kollegen muss ich persönlich bedauern. Sie bekommen alles vor die Füße geworfen und müssen den Laden dann irgendwie am Laufen halten.
    • Der Schule als solcher kann ich keinen Vorwurf machen. Sie tut sicher was sie kann. Aber die Bedingungen sind halt deutlich schlechter als bei den anderen Schulformen.
    • In der Schulpolitik bei mir am Ort sehe ich das Hauptproblem. Hier ist seit dem 2. Weltkrieg praktisch durchgehend die SPD am Ruder, ich wähle seit 25 Jahren bei den Kommunalwahlen durchweg die Opposition (nein, nicht die blaue Alternative!), aber bevor hier die SPD abdankt, fällt die CSU in Bayern unter die 5% Hürde.
    • Die Gesamtschule am Ort ist in meinen Augen DAS Symbol dieser total falschen Schulpolitik. Entweder ich will eine Gesamtschule, dann muss ich aber auch das Gymnasium schließen oder ich will ein viergliedriges Schulsystem (Gymnasium, Real-, Haupt- und Förderschulen), dann darf ich aber keine Gesamtschule im Einzugsgebiet installieren. Entsprechend habe ich auch mit den Gesamtschulen in den Nachbarorten keine Probleme, eben weil es dort so ländlich ist, dass es nur zwei bzw. drei Grundschulen im Einzugsgebiet gibt und dann eben alle zu dieser Gesamtschule gehen und nicht bloß das untere Drittel der Schüler (sortiert nach Leistungsfähigkeit).

    (Sich wegen eines Kindergartenplatzes bei den Großeltern anzumelden kommt mir persönlich etwas übertrieben vor, es sei denn, es ging um Öffnungszeiten.)

    Es ging darum überhaupt einen Platz zu bekommen, so daß Mama wieder berufstätig werden konnte. Damals gab es kein Anrecht auf Kindergartenplätze und die Grenze der Einzugsgebiete liegt in der Straßenmitte direkt vor meiner Tür. Wenn der Kindergarten voll war, war er halt voll... Pech gehabt


    Wie sollen sie euch am Telefon auch begrüßen? Mit "Willkommen bei der Resterampe, schade, dass Sie hier sein müssen, was ist Ihr Anliegen?" ;) wärst du vermutlich noch unzufriedener als mit "Schön, dass Sie sich für uns entschieden haben." - wobei ich verstehe, dass so eine Ansage nervt, wenn man sich eben nicht dafür entschieden hat...

    Also als ich damals Abitur gemacht habe, habe ich den Grundkurs Geschichte in der Jahrgangsstude 11 abgewählt und mußte deswegen in der 13 noch einmal für ein halbes Jahr in den "Geschichts-Strafkurs" (ein extra Kurs für alle, die Geschichte abgewählt hatten). Da hat uns in der ersten Stunde der Lehrer gleich mit den Worten begrüßt: "Ich weiß, ihr seid alle hier, weil ihr hier sein müßt." ... das empfand ich zumindest ehrlich.

    Jedenfalls besser als allen "schön, daß sie sich für uns entschieden haben" zu entgegnen, wenn man weiß, dass alle, die jetzt anrufen, einen Ablehnungsbescheid von einer anderen Schule bekommen haben. Aber ich nehme es mal sportlich und unterstelle der Schule, daß sie gar nicht weiß, daß es im Umkreis gar keine andere Alternative mehr gibt, für die man sich entscheiden könnte.

    Also sowas wie: "Wir wissen, daß wir nicht ihr Traum sind, aber nun laßt uns das Beste aus dem Mist machen..." oder so ähnlich, würde ich schon als aufbauend empfinden. ;)

    Und wenn die Situation vor Ort so ist, dass es faktisch keine Wahlfreiheit bei der Schule mehr gibt, halte ich das auch für ausgesprochen problematisch.

    In NRW kann wohl eine Schule direkt zwangsweise zugewiesen werden. Da spielt dann auch die Schulform keine Rolle mehr. Jedenfalls entnehme ich dies aus §46 Schulgesetz NRW, Absatz 7.

    Zu den Privatschulen:

    3. Internat ( :traenen: )

    Das hatte meine Frau in der Tat auch kurzfristig erwogen, den dadurch entstehenden Schaden dann aber als weitaus höher erachtet als den Nutzen.

    Auf der anderen Seite ist natürlich auch klar, dass das nicht unbedingt der beste Start an einer Schule ist.

    Ich sehe aktuell das Hauptproblem darin, daß das zu lange dauert, bis zum Schuljahresanfang also keine Entscheidung da ist und die Schule so ggf. im oder am Ende der 5. Klasse erneut gewechselt werden muss.

    Letztlich stehst du jetzt vor dem Dilemma, dass du dich mit der Situation abfinden oder den Rechtsweg wählen kannst. Die Entscheidung kann dir niemand abnehmen.

    Aktuell stehe ich vor dem Dilemma meine Frau wieder psychologisch aufbauen zu müssen.

    Wir werden jedenfalls versuchen nichts an die Kinder kommen zu lassen, auch wenn wir die Schule und die lokale Schulpolitik auf ganzer Linie ablehnen. Wobei die Schule dazu eigentlich nichts kann. Es ist vielmehr das Umfeld und die Schulpolitik vor Ort. Als wir die eine zugewiesene Schule angerufen haben und mit "Schön, daß sie sich für uns entschieden haben", begrüßt wurden, war das jedenfalls der reinste Zynismus.

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