Beiträge von plattyplus

    Ostern, denn dann ist die längste Durststrecke im Jahr (14 Wochen Unterrichtsbetrieb am Stück) vorbei. Außerdem ist das Wetter besser.

    Kirchliche Feiertage hochhalten oder nicht? Also Weihnachten oder Happy Season?

    Ist ja eh kaum noch jemand in der Kirche und zahlt Kirchensteuer. Da könnte man für die Ungläubigen auch Weihnachten und Ostern zu normalen Arbeitstagen machen.

    Gibt es noch andere Gebühren, wo ein zu hoher Verdienst negativ ist?

    Denk einfach mal an den 521. Euro. Warum wollen viele nicht aus dem Minijob raus?

    Das Wohngeld selber ist nicht einmal DAS Problem bei den sprunghaften Gebühren. Viel mehr ist es alles, was an dieser Sozialeinstufung mit dran hängt, als da wären:

    • GEZ-Gebühren
    • Schulbücher/iPads für die Kinder
    • Kostenübernahme von Klassenfahrten
    • Sozialtickets im ÖPNV

    Als Sozialhilfe- oder Wohngeldempfänger bekommt man das hier alles ohne weitere Prüfung. Ist man kurz oberhalb der Bedürftigkeit, kommen diese Kosten gleich in voller Höhe.

    Als ich meine Frau kennengelernt habe, war sie arm wie eine Kirchenmaus und bekam ein paar Euro (10-20€ ?) Wohngeld. Dies war ihrem Arbeitgeber aber dann doch peinlich, so dass ihr Lohn geringfügig erhöht wurde, auf das sie eben gerade keinen Wohngeldanspruch mehr hatte. Am Ende hatte sie so aber ca. 200€ monatlich weniger als vorher und hat aufgrund der Bezahlung und dem Gedanken an die eigene Rente (=Altersarmut) dann doch gekündigt und bei einem anderen Arbeitgeber angefangen.

    „Für manche Familien hätte es sich unterm Strich mehr gelohnt, wenn ein Elternteil die Arbeitszeit reduziert hätte, um nicht über eine gewisse Einkommensgrenze in der Gebühren-Ordnung zu kommen. "Wenn eine Person sagt: Bevor ich jetzt 800 Euro für eine Kita zahlen muss, reduziere ich lieber meine Erwerbstätigkeit, dann läuft was falsch" (https://www.swr.de/swraktuell/bad…teigen-100.html)

    Wenn in so einer Situation, also das man aufgrund von Gebührenordnungen, Schwellenwerten bei den Sozialansprüchen usw. … in Teilzeit gehen will, weil man dann am Ende mehr Netto hat, der Arbeitgeber dies aber nicht genehmigt, hat man dann einen Schadenersatzanspruch gegen den Arbeitgeber?

    Ich frage nur, weil das Land NRW sich ja politisch damit brüstet Teilzeitanträge abzulehnen, um aus dem Lehrpersonal noch mehr Stunden rauszupressen.

    Zu erkennen, was eigentlich die Aufgabe ist und was nur meht oder weniger sinnvolles Beiwerk, gehört aber auch zu den Fähigkeiten, die ich bei meinen Schülern fördere. Das ist auch im Studium und im Arbeitsleben eine hilfreiche Fähigkeit.

    Ist bei mir sind anders. Bei meinen Aufgabenstellungen wundern sich etliche Schüler immer wieder, daß in den Aufgabenstellungen Daten enthalten sind, die man für die Lösung des Problems nicht benötigt.

    „Die kommen als Handwerker zum Kunden, sollen dort einen Durchlauferhitzer (technisches Datenblatt siehe hinten) anschließen und der Kunde erzählt Ihnen diverse Details (eben auch z.T. komplett überflüssige, aber auch sehr wichtige dazwischen) zu seiner Elektroinstallation.“

    In der Regel befinden sich keine Menschen außerhalb ihres Fahrzeugs, wenn eine Geschwindigkeit von 120/130 km/h vorgeschrieben ist.

    … außer vielleicht einem Motorradfahrer, der (gerade gestürzt ist und) auf der Fahrbahn liegt?

    Als ich damals in der Fahrschule war, war das jedenfalls meine größte Angst: „Wenn ich stürze, überrollt mich der Fahrlehrer im PKW hinter mir.“ Der bleibt ja immer extra nah dran, damit sich an Kreuzungen, Kreisverkehren etc. niemand dazwischen setzt. Da war ich immer froh, wenn der Fahrlehrer bei gutem Wetter mit einem zweiten Motorrad hinterher fuhr. Zwischen zwei Motorräder setzt sich normalerweise kein PKW dazwischen, da kommt wohl allen gleich die Idee, dass die zusammengehören. Setzt sich doch am Kreisverkehr ein Fahrzeug dazwischen, hat besagter Fahrlehrer auf dem Motorrad ganz andere Überholmöglichkeiten als im PKW.

    Aus Sicht dieses Motorradfahrers kann ich Euch aber sagen, daß ich vor folgenden Dingen weitaus mehr Angst habe:

    • unaufmerksame Fahrer (Handy am Steuer, Gespräche mit den Kindern auf der Rückbank)
    • fehlende Ladungssicherung (das Fahrrad auf dem Heckträger ist zwar fest, das Körbchen am Fahrrad wurde aber nie dafür gebaut einem Orkan von 140km/h zu widerstehen)
    • Die Einstellung: „Wenn ich langsam fahre, fahren alle Anderen auch so langsam wie ich, da kann ich noch bei Kirschgrün (erste Sekunde rot) über die Ampel baseln. Bis der Querverkehr da ist, bin ich eh weg.“

    Echt, das ist deine ehrliche Sorge, dass du vielleicht schwarz gearbeitet haben könntest, als du dem 80 jährigen Nachbarn, ich hoffe doch für lau, geholfen hast und du siehst keine Grenze zur Rumänin, die jeden Samstag für 2 Stunden zum Putzen kommt und dafür 30 Euro hingelegt bekommt?

    Für lau? Naja, nach der Aktion gab es, als die Pumpen wieder liefen und der Wasserstand im Keller wieder zurückging, ne Flasche Bier. Ist das jetzt eine Bezahlung? 🤔

    Ich sehe halt, daß die Grenzen da echt fließend sind.

    Im angrenzenden Neubaugebiet hat sich z.B. eine Großfamilie (Spätaussiedler) vor einigen Jahren niedergelassen. Die haben 7 Grundstücke nebeneinander gekauft, sich ein Haus planen lassen und den Plan dann in Kleinserienfertigung auf jedem Grundstück in Eigenregie umgesetzt. Ist so ein kompletter Hausbau jetzt noch Familien- bzw. Nachbarschaftshilfe?

    Aber ich verstehe diese krankhafte Fixierung mancher auf Wohneigentum auch nicht.

    Ich denke mal, daß da die kindliche bzw. Jugendliche Prägung mit rein spielt.

    Meine Ur-Großeltern haben z.B. dreimal gebaut, weil sie zweimal enteignet wurden. Einmal wurde die Eisenbahn gebaut und das Grundstück samt Haus, wo nachher der Lokschuppen drauf stand, war weg und das andere Mal wurden hier die Flußdeiche gebaut und das Grundstück samt Haus war weg.

    Ich selber habe zwei Wohnungen angemietet. Meine Studentenbude war ein Investitionsobjekt der lokalen Volksbank. Diese hatte einen Immobilienfonds aufgelegt und davon das Studentenwohnheim mit den Mini-Wohnungen gebaut. Allerdings ging dieser Fonds während meiner Studentenzeit pleite, zu viele Investoren wollten aussteigen und sie bekamen die Hütte nicht verkauft (???) … Jedenfalls wurde gerichtlich ein „ortsansässiger“ Zwangsverwalter bestellt, der 500km weit weg wohnte und an den ich auch meine Miete zu überweisen hatte. Dieser wiederum hatte einen großen Hausmeisterdienst beauftragt sich um das Gebäude zu kümmern. Da der Nachbar über mir Mist gebaut hatte, er hatte das Sieb im Duschablauf abgeschraubt, um die verstopfenden Haare besser entfernen zu können, nicht wissend, daß das Sieb den Siphon unter der Duschwanne festhält, hatte ich einen ordentlichen Wasserschaden. Nicht nur waren die Wände schwarz, nein, sogar der Portwein in der Flasche schimmelte und auch meine Möbel. Bei der komplexen Vermieterkonstellation sah sich jedoch keine der Vermieter-Parteien in der Pflicht einen Handwerker zu bestellen, um den Wassereinbruch zu stoppen. Als Mieter konnte ich auch keinen bestellen. Erst nach 8 Monaten (!!!) kam jemand und hat als Ursache den nicht mehr befestigten Siphon der Duschwanne gefunden und den Schaden behoben.

    Als ich Referendar war, wurde mir die Wohnung wegen Eigenbedarfs einen Monat vor der UPP gekündigt. Ich konnte beim Vermieter mit dem Verweis auf: „Wo soll ich denn am Markt eine Wohnung für nur zwei Monate finden?“ wenigstens einen Aufschub um einen Monat aushandeln, so dass ich direkt nach der UPP aber noch vor Halbjahresende ausgezogen bin.

    Nach diesen Erfahrungen der Hilflosigkeit bin ich auch eher für eine eigene Immobilie denn für eine Mietwohnung.

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