Beiträge von plattyplus

    Kris24

    Ist halt immer die Frage: Wo hört Nachbarschaftshilfe auf und wo fängt Schwarzarbeit an?

    Dieses gegenseitige Schenken, wie du es beschreibst, sorgt ja auch dafür, daß die entsprechenden Produkte von Handwerkern, Landwirten, etc. nicht mehr gekauft werden, weil man sie ja günstiger im Tauschring bekommt. Entsprechend fallen auch so die Einnahmen für den Staat (Gewerbesteuer der Betriebe, die die Waren ansonsten verkauft hätten, MwSt. …) aus.

    Und ja, jeder Schüler/in, der Nachhilfe gibt oder die Kinder der Nachbarschaft beaufsichtigt, steht in Konkurrenz zu anderen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, die dann den Auftrag eben nicht mehr bekommen.

    Ich weiß selber nicht wo die Grenze ist. Vorgestern haben z.B. meine Nachbarn, beide jenseits der 80, um 23 Uhr geklingelt, weil bei ihnen der Strom ausgefallen war, jetzt im Hochwasser die Pumpen nicht mehr liefen und der Keller langsam vom hochdrückenden Grundwasser geflutet wurde. Als Ursache habe ich einen Isolationsfehler im Backofen in der Küche gefunden und den Ofen erst einmal abgeklemmt, damit sie wieder Strom in der Bude hatten und die Pumpen im Keller wieder arbeiteten.

    Das war astreine Nachbarschaftshilfe, aber eigentlich habe ich damit irgendeinem Elektriker-Notdienst den Auftrag weggenommen. Ok, der Elektriker wäre bei der Hochwasserlage wahrscheinlich eh nicht durchgekommen, aber das steht ja auf einem anderen Blatt.

    Um die Probleme auch noch mal in Relation zu setzen, im anderen Thread philosophiert die Kollegin gerade darüber, ob sie als Lehrerfamilie mit A12/A13 zu den oberen 10% Prozent gehören. Aber das Haus nicht ohne Schwarzarbeit bauen können. Nee ist klar.

    Also ich wage mal zu behaupten, daß man selbst mit zwei A12 bzw. A13 Gehältern heute nicht mehr zu den oberen 10% gehört. Dafür waren die Lohnsteigerungen in den letzten Jahrzehnten im Vgl. zur Wirtschaft (z.B. IG Metall) zu gering.

    Das man ein Haus in der Konstellation ohne Schwarzarbeit bauen kann, dem würde ich sofort zustimmen. Allerdings hat das früher eine Familie auch mit nur einem Studienrat-Gehalt geschafft, wo heute beide arbeiten müssen, um das zu schaffen.

    In der Regel werden Mehrausgaben mit eingeplant. Und selbst wenn das alles nicht klappt, ist eine Erhöhung des Kreditbetrages um 15k bei einer verbeamten Lehrkraft eigentlich nie ein Problem. Und wenn Du Erfahrungen mit Bauvorhaben hast, dann weißt Du auch, dass solche Risikosachen in der Regel erst am Ende des Baus auffallen. Die Kollegin wird sicherlich auch nicht auf Kante geplant haben.

    Ich kann Dir nur sagen, daß ich es als Kind miterlebt habe, wie eng es werden kann in der Bauphase. Da ging es dann nicht mehr um billigere Fliesen, da ging es nach Ausfall des Bauträgers und der Fortführung des Baus in Eigenregie (selber die Habdwerker beauftragt) ums Wesentliche.

    Wirklich fertig gebaut habe ich das Gebäude dann 30 Jahre später.

    Wenn Du Baufinanzierungen „gemacht“ hast, wirst Du sicher wissen, daß ein Bauspardarlehen nie als komplette Summe ausgezahlt wird sondern immer in Tranchen abhängig vom Baufortschritt, die Bank will ja auch eine gewisse Sicherheit haben. Blöd nur, wenn es dann nicht weiter geht, die nächste Tranche also nicht ausgezahlt wird, die Kosten aber weiterlaufen.

    Denkt ruhig weiter an eure Putzhilfen und Kreuzfahrten.

    Luxusprobleme…. :autsch:

    Ich denke derweil über eine neue Heizung und Elektrik nach Hochwasserschaden nach… und nein, ich kann nicht warten und dabei sparen. Dank Habecks Heizungsgesetzgebung wird das ja eh alles noch viel teurer.

    Was ist das denn für eine Argumentation? Wenn das finanziell nicht passt, musst Du sparen.

    Ich denke, daß es bei den 15.000€ um ein Bauvorhaben geht oder so ähnlich. Ansonsten hat man im Privatbereich ja eher selten Aufträge, bei denen man 15.000€ sparen kann.

    Und ja, wenn da während der Bauphase einem die Kosten davonlaufen, weil es zu Zwischenfällen kommt, die den Bau verteuern und so nicht eingeplant waren, dann hilft in dem Moment der Satz „Mußt halt sparen!“ mal so gar nicht.

    Da ist dann die Frage: Akzeptiere ich die Schwarzarbeit und versuche so das Bauvorhaben zu retten oder melde ich gleich Privatinsolvenz an?

    Beides dürfte gleichschlecht für die Beamtenlaufbahn sein, haben wir uns doch per Eid zu einer soliden Haushaltsführung verpflichtet.

    Aber sowas Können Stadtmenschen in ihren Mietwohnungen natürlich nicht nachvollziehen. Allein schon wenn ich hier lese: „Ich habe noch nie privat einen Handwerker beauftragt“, weiß ich Bescheid.

    Aus der Rente bekommen schon Menschen, die jetzt zu Mindestlohn Vollzeit arbeiten so wenig heraus, dass sie mit Bürgergeld aufstocken müssen. Ich kann jeden Geringverdiener verstehen, der nicht in das System einzahlen will, aus dem er im Endeffekt nichts herausbekommt.

    Wie schon an anderer Stelle gesagt, wäre mein Programm dagegen:

    • Erhöhung des Rentenniveaus auf 65-70%, wie in den frühen 1990er Jahren
    • Abschaffung von Minijobs, bereits der erste Euro ist sozialversicherungspflichtig
    • Eindampfung der Sozialhilfe zur Finanzierung des Rentensystems, Hubertus Heil scheint es ja in den letzten Tagen auf Druck aus der Bevölkerung (siehe Wahlumfragen) kapiert zu haben. Wer nicht arbeiten will, bekommt ein Bett im Wohnheim
    • Personelle Aufstockung der Steuerfahndung soweit, bis die Grenzkosten verursacht durch die Einstellung eines weiteren Steuerfahnders den Grenzerlös durch die zusätzlich eingetriebenen Steuern gleichen

    Die heilige Handgranate

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    Ich erinnere nur an „Die Polen vs. Der deutsche Handwerksmeister“…

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    Also mir sind da die Polen lieber.

    Die wurden dieses Jahr abgesagt, wir schieben seit 2 Tagen schichtweise Wache an den Pumpen.

    DUUM hat auch mit dem Hochwasser zu kämpfen, regt sich auch über die überall im Weg stehenden Katastrophentouristen auf und würde diesen am liebsten eine Schippe in die Hand drücken, um sie an Ort und Stelle dienstzuverpflichten.

    Nein, die Bahnradien haben den Abstand 10.

    Die Planeten hätten den kürzesten Abstand von 10 und den maximalen Abstand 30 (wenn sie auf entgegengesetzten Seiten der Sonne sind) und damit (vereinfacht, da Planetenbahnen Elipsoide sind und keine Kreise) den Mittleren Abstand von 20.

    Auch wieder falsch. Wenn Planet A einen Bahnradius von 100 AE hat und Planet B einen Radius von 110 AE, dann sind sie am nahestehen Punkt 10 AE voneinander entfernt und am weitesten 105 AE.

    Der Abstand am nahesten Punkt sagt nichts über den Bahnradius aus.

    Für mich sind die angegebenen Durchschnittswerte dadurch begründet, dass die Planeten auf ovalen Bahnen um die Sonne kreisen, in deren einem Drehpunkt die Sonne liegt. Die Ovalität ist minimal, führt aber zu geringfügig unterschiedlichen Mindestabständen abhängig davon an welcher Position auf dem Oval der eine Planet gerade den anderen „überholt“.

    In dem Moment, wenn sich zwei Planeten auf einer Linie befinden gibt es einen genauen Abstand und keinen mittleren.

    Ich würde die Aufgabe so lesen, daß schon der Mindestabstand gemeint ist, allerdings mehrfach gemessen während mehrer Sonnenumrundungen. Die Planetenbahnen befinden sich ja überwiegend in der Ebene der Ekliptik, allerdings sind sie nicht exakt kreis- sondern eher ovalförmig. Je nachdem an welcher Stelle dieser Ovale sich die Planeten am nächsten kommen, weichen die Abstände geringfügig voneiner ab.

    Der Einwand, dass immer der gemittelte Abstand über die komplette Planetenbahn genommen werden muss, ist jedenfalls falsch. Schließlich bewegen sich alle Planeten um die Sonne. Der Mittelpunkt aller Planetenbahnen befindet sich also im Mittelpunkt der Sonne, so dass der gemittelte Abstand dieser Planetenbahnen null ist.

    Die Grand Tour ist ja nicht umsonst nur alle 176 Jahre möglich. So schnell werden wir also nach den Voyager-Sonden keine weitere Sonde zum Pluto schicken können.

    —> https://de.wikipedia.org/wiki/Planetary_Grand_Tour

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