Wenn Putin einem Einfrieren zustimmen würde, müsste er mit einer massiven Aufrüstung der Ukraine rechnen und später nach einem Vorwand mit erneuten Angriffen der erstarkten Ukraine zur Rückeroberung der Gebiete.
Und wenn die Ukraine einem Waffenstillstand (ich würde es nicht einmal als Frieden bezeichnen) zustimmen würde, müßte sie mit einem massiven Aufrüsten Russlands und einem späteren erneuten Krieg rechnen. Um wirklich zu einem Frieden zu kommen, gibt es aus meiner Sicht nur zwei Möglichkeiten: Entweder die Ukraine wird Nato-Mitglied oder sie wird wieder Atommacht. Schließlich hat uns die massive Abschreckung des Kalten Kriegs in Europa vor dem 3. Weltkrieg bewahrt. Gegenüber Russland hat die Abschreckung also funktioniert. Und ja, ich denke, dass der einzig logische Grenzverlauf der von 2013 ist. Alles danach würde den Agressor Russland nur weiter anspornen es noch einmal zu versuchen. Wir Deutschen sollte da aus unserer eigenen Geschichte lernen. Schließlich war die Zeit zwischen den beiden Weltkriegen durch unsere Wiederaufrüstung geprägt. Daher würde ich einen "Frieden", der nicht die Natomitgliedschaft oder die atomare Wiederaufrüstung der Ukraine beinhaltet auch nur als Waffenstillstand bezeichnen.
Ich setze derweils darauf, dass der Krieg zuende gehen wird wie der Afghanistan-Krieg der ehemaligen Sowjetunion und wie der Zerfall der Sowjetunion, nämlich das Russland irgendwann ökonomisch einfach den Krieg nicht mehr weiterführen kann. Wie bereits oben erwähnt wäre das Ende dann vergleichbar mit dem Ende des 1. Weltkriegs.
Dann ist der Rest der Welt und der größte Teil der Weltbevölkerung (Südamerika, Asien, Afrika) der Meinung, dass nur eine Verhandlungslösung Sinn macht. Diese Länder handeln weiter mit Russland und profitieren von unserem Konflikt.
Die USA wandert von der ersten zur zweiten Denkschule.
Was bei uns Europaern dann endlich mal dazu führt, dass wir zwangswweise im Eiltempo lernen müssen auf eigenen Beinen zu stehen. Wie an anderen Stellen mehrfach erwähnt schieben gerade diese Länder und insb. die USA durch ihre Haltung den Ausbau der erneuerbaren Energien bei uns in Europa massiv voran. Die Frage der Energie ist dann weniger eine Frage des Klimaschutzes als viel mehr eine Frage der nationalen Souveränität. Und wenn der Umbau erst einmal geschafft ist, können uns diese Länder geflissentlich den Buckel runterrutschen. Stell Dir einfach mal vor wir bräuchten kein Öl mehr für den Straßenverkehr, weil wir ihn komplett elektrifiziert hätten und würden den Strom aus Geothermie gewinnen. Das würde die Scheichs am Golf fiskalisch in die Steinzeit zurückbefördern, in der sie vor gut 100 Jahren lebten. Dann können sie gerne auch gegeneinander Krieg führen, würde uns nicht interessieren, wir wären schließlich nicht mehr auf sie angewiesen. Gleiches gilt für die USA mit ihrem aktuell sehr wankelmütigen Präsidenten.