Beiträge von plattyplus

    Zauberwald

    Wir haben schon die Beihilfe, aber bringt die uns nichts, weil man in der GKV nur 100% versichern kann. Das Modell der PKV, 50% sind versichert und die übrigen 50% zahlt die Beihilfe, gibt es in der GKV nicht. Entsprechend ist die Beihilfe, wenn man mal von Brille und Zahnersatz absieht, für GKV-Versicherte sinnlos. Die normalen Behandlungen zahlt die Krankenkasse ja eh komplett. Da man als Versicherungsnehmer 100% versichern muss, muss man entsprechend auch die Arbeitgeberanteil zahlen. Daher kommen diese extremen Versicherungsprämien.

    "Pauschale Beihilfe" ist ein feststehender Begriff und besagt, dass in einem solchen Fall der Arbeitgeber den Arbeitgeberanteil in die GKV einzahlt, so dass man als Beamter selber nur noch den Arbeitnehmeranteil zahlen muss. Im Gegenzug verzichtet man dann auf alle weiteren Beihilfeansprüche. Für den Arbeitgeber ist das pauschal, weil er durch die Zahlung sich aller weiteren individuellen Beihilfeanträge entledigt. Man kann dann also nicht mehr die Brille oder den Zahnersatz einreichen. So würde man als Beamter auch nur noch etwas mehr als 50% der GKV-Beiträge bezahlen müssen, eben nur noch den Arbeitnehmeranteil, und wäre so grob auf dem gleichen Level wie die PKV-Versicherten.

    Wenn ich an Pflege denke, gibt es dafür ja auch Rentenpunkte. Wie sieht das dann eigentlich im Alter aus, wenn der Rentenanspruch aus der Pflege auf den Pensionsanspruch aus der Lehrertätigkeit trifft? Dann wird doch wohl hoffentlich nicht die Pension aufgrund des Rentenanspruchs gekürzt?

    griding

    Was ich in Deiner Situation machen würde:

    1. Versuche auf Vollzeit zu gehen.
    2. Wenn Deine Schule den Wunsch ablehnt, reiche ggf. mit der Begründung einen Versetzungsantrag an eine Schule ein, die dich Vollzeit haben will.
    3. Bewirb Dich auf A14 Stellen, wenn nicht an Deiner Schule, dann eben mit Schulwechsel. Das kannst Du auch parallel zum Versetzungsantrag laufen lassen. Bei einer Beförderung kann die abgebende Schule den Wechsel nicht verweigern.
    4. Wenn du handwerklich geschickt bist, schaue mal bei Zwangsversteigerungen von Immobilien vorbei. Manchmal kann man da auch heute noch günstig an ein kleines Eigenheim kommen. Wenn Du aktuell 1.000€ Miete zahlst, leg 300€ Hausgeld für Reparaturen zurück. Die übrigen 700€ ist die monatliche Rate, die du tragen kannst. Mein Nachbar hat für sein 1950er Jahre Siedlungshaus so 89.000€ bezahlt. Das senkt jedenfalls die Wohnkosten im Alter, wenn die Pension geringer ist als dein aktuelles Einkommen.

      Langfristig hat man mit dem Eigenheim nämlich Möglichkeiten Geld einzusparen, die man als Mieter nicht hat. Ich denke da z.B. an das E-Auto und die eigene Wallbox. Oder Solarzellen auf dem Carport.

      Hier mal die Übersicht vom örtlichen Amtsgericht zu den Zwangsversteigerungen und den Verkehrswerten:
      --> https://www.ag-badoeynhausen.nrw.de/behoerde/zvg_termine/index.php

    Ich dachte NRW macht das dann nur für Neubeamte... Bestandsbeamte müssen weiterhin alles zahlen. Oder gibt's da Neuigkeiten zu???

    NRW macht das (noch) gar nicht. Aber wenn sie es machen und Bestands-GKVler nicht in die Pauschale Beihilfe rein kommen, klage ich von wegen Gleichbehandlung! Das Beamte aus der PKV dann nicht in die GKV zurück kommen, ist klar.

    Aber wenn du nicht gerade in Steuerklasse 5 bist sind die ca. 2.000 EUR Unterschied zwischen Brutto und gesetzlichem Netto, die du da angegeben hast, doch wahrscheinlich Steuern UND die GKV, oder?

    Nee, die GKV ist darin nicht enthalten.

    Meine letzte Abrechnung sieht so aus:

    • Grundgehalt: + 6.260€
    • Familienzuschlag: + 168€
    • Gesamtbrutto: + 6.429€
    • Lohnsteuer: - 1.728€
    • Solidaritätszuschlag: - 4€
    • Kirchensteuer: - 156€
    • Gesetzliches Netto: 4.541€
    • GKV: - 1.131€
    • Pflegeversicherung: - 86€
    • Netto nach Krankenkasse: 3.324€

    Ja klar! Als Beamter in der GKV zahlt man den Arbeitnehmer- und den Arbeitgeberanteil komplett alleine. Man kann nicht 50% versichern und den Rest mit der Beihilfe abrechnen. Entsprechend hoffen wir aktuell alle auf die Pauschale Beihilfe, also das das Land NRW den Arbeitgeberanteil in der GKV übernimmt, wenn man auf die klassische Beihilfe verzichtet.

    Die Frage ist, womit man sich vergleicht.

    Ich mache mit meinen Azubis immer den Vergleich: "Pauker contra Facharbeiter in der Industrie".

    Wieviel verdient man in seinem Leben bis zur Pensionierung?

    Der Facharbeiter hat zwar ein geringeres Gehalt, aber er fängt mit dem "Verdienen" nach der Lehre schon mit 19 an, hat also bis zum 67. Lebensjahr über 48 Jahre das Facharbeitergehalt. Der Lehrer hingegen muß erst einmal sein Abitur machen, geht dann ins Studium, muß fürs Berufskolleg noch ein Jahr Industriepraktikum (besser eine Lehre) nachweisen und dann kommt das Referendariat. Bis der Lehrer wirklich durch diesen Marathon durch ist und das erste "richtige Gehalt" bekommt, ist er üblicherweise 32 Jahre alt. Bis zum 67. Lebensjahr hat er also noch 35 Jahre vor sich. Er muss in 35 Jahren also soviel verdienen wie der Facharbeiter in 48 Jahren. Er muss also grob das 1,5fache Netto des Facharbeiters verdienen, um überhaupt mit ihm gleichziehen zu können. Klar hat der Facharbeiter eine geringere Rente als die Beamtenpension, aber dafür haben sehr viele Firmen Betriebsrenten und außerdem kann der Facharbeiter aufgrund der langen Laufzeit von 48 Jahren den Zinseszinseffekt beim Ansparen fürs Alter viel besser nutzen.

    Der Bandmitarbeiter verdient bei VW 54.000€ brutto jährlich. Entsprechend müßte der Lehrer das 1,5fache, also 81.000€ brutto jährlich nach Hause bringen.

    So, jetzt kann jeder von Euch mal auf die Bezügemitteilung gucken wieviel sie/er bekommt.

    Könnt Ihr mir mal verraten, wie Ihr netto auf 2.700 Euro kommt?
    Ist da die GKV schon runter?

    Ich bin verbeamtet, arbeite Vollzeit, bekomme A14, bin auch in der GKV und bin "netto nach Krankenkasse" bei 3.200€ monatlich. Natürlich rechnet man immer "netto nach Krankenkasse", weil man das Geld zwar überweisen bekommt, aber darüber nicht verfügen kann.

    Als ich vor 13 Jahren angefangen habe, war ich mit A13 vollzeit bei einem "netto nach Krankenkasse" von unter 2.000€. Damals habe ich mich schon gefragt: "Und dafür hast Du jetzt studiert?"

    Mit einer Inselanlage oder einer Anlage, die auf Nulleinspeisung ausgelegt ist, dürfest du keine Probleme kriegen.

    Rein technisch bekommst du damit kein Problem, rein rechtlich hingegen schon.

    So darfst Du auf einem mit einem Stromanschluß erschlossenen Grundstück keine Inselanlage betreiben, wenn die Gemeinde einen Anschlußzwang in ihrer Satzung vorsieht. Dies ist in Deutschland üblicherweise für Wasser, Abwasser und häufig auch Strom der Fall. Die meisten unserer Wohngrundstücke dürften über einen Stromanschluss verfügen, fallen damit also raus. Wir wohnen nicht auf einer abgelegenen Alm.

    Bei einer Nulleinspeisung hast Du ein Smartmeter vorm Stromzähler, das den Stromfluss ins Netz und aus dem Netz mißt und die Wechselrichterleistung entsprechend anpaßt. Problem dabei: Es gibt keine wirkliche Nulleinspeisung, weil der Stromzähler immer ein Summenstromzähler ist. Also nehmen wir zur Vereinfachung mal an du betreibst einen 1-phasigen Wechselrichter auf L1, die Hauptlast in deinem Haushalt liegt aber auf L2. Dann speist Du bei einer Nulleinspeisung 4kW auf L1 ins Netz ein und ziehst gleichzeitig auf L2 4kW aus dem Netz. Dem Summenstromzähler ist das egal, der sagt "Nulleinspeisung". Die paar Watt Regelungenauigkeit vernachlässige ich jetzt einmal. Aber dem Netzbetreiber ist das nicht egal, weil du trotz Nulleinspeisung sein Netz massiv schief belastest und so eine Schieflast ist das, was die Netze am wenigsten vertragen. Mit gleichförmigen Lasten (die drei Außenleiter L1, L2 und L3 des Drehstromnetzes werden gleichmäßig belastet) kommt ein Stromnetz wesentlich besser zurecht.

    Nicht umsonst sind in Deutschland Wechselrichter mit einer Leistung von mehr als 4,6 kVa zwingend Drehstromwechselrichter, eben um diesen Schieflasten zu begegnen. Und ja, ich weiß, dass man auf Youtube auch zieg Videos sehen kann, wo die leute ihre einphasigen 7kVa China-Wechselrichter zeigen, aber die darf man bei uns eigentlich gar nicht in Betrieb nehmen.

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