Beiträge von Caro07

    Ach. Dann sollte man diesen Kindern also die Schulbildung verweigern?

    Das habe ich nicht mit meinem Beitrag gemeint. Das ist hoffentlich nicht dein Ernst und war von dir ironisch gemeint. Oder habe ich ein Wort davon geschrieben?
    Nein das Gegenteil meinte ich: Gerade deswegen ist es wichtig, dass in den Kindergärten die sogenannten basalen Kompetenzen trainiert werden. Das kann man auch u.a. in sinnvollen Spielen.
    @Susannea Beitrag 140: Zu solchen Spielen hatten wir einmal eine extra Fortbildung. Das Ganze nennt sich im Fachbegriff: Förderung der exekutiven Funktionen.
    Ich möchte jetzt nicht wiederholen, was ich in Beitrag 139 geschrieben habe.
    Übrigens bin ich für 3 Jahre Kindergartenpflicht.

    Wir bekommen Kinder in die Schule, die den Kindergarten besucht haben und trotzdem nach dem Toilettengang mit offener Hose in die Klasse kommen, die nicht schneiden können, die noch nie mit Wasserfarben gearbeitet haben.

    Genau du schreibst es. Meine Erst- und Zweitklasskolleginnen schildern, dass die Voraussetzungen sich immer weiter verschlechtern. Das ist Fakt.
    Wir haben eine gute Kooperation mit unseren Kindergärten, sodass wir zwischendurch auch einmal an den Schnittpunkten gemeinsame Fortbildungen haben - übrigens auch die Erzieherinnen haben mit mehr Dingen in dieser Richtung zu kämpfen.

    Out of topic: Ich habe übrigens ebenso den Eindruck, dass von manchen Lehrern falsche Bilder von der Arbeit in der Grundschule bestehen, wenn ich so manche Äußerungen hier lese.

    @Valerianus
    Das Schlimme ist, dass heute gehäuft Kinder mit nicht einmal grundlegenden Fähigkeiten eingeschult werden, auf die man sich früher verlassen konnte. Daran müssen die Kindergärten vermehrt arbeiten.
    Im Spiel lernt man viel - doch müssen diese ebenso unter dem Aspekt des Trainierens irgendeiner grundlegenden Fähigkeit eingesetzt werden. Verpflichtende Bastelarbeiten und Bewegung (Sport) in meinen Augen da auch dazu.

    Deren Problem, nicht deines. Ich organisere doch keine Sammeleinkäufe.

    Na ja, wenn du jedes Tonpapier, Faltpapier und weitere Bastelsachen von den Kindern einzeln beschaffen lässt und du letztendlich doch nicht die Farbe hast, die du brauchst oder Dinge einfach nicht einzeln bekommst, dann ist es doch besser, man bestellt es bei denen, die sich darauf spezialisiert haben und das in Klassenstärke anbieten können. Der Als- Verlag und Labbe haben sich z.B. darauf spezialisiert. Diese Bestellung ist kein großer Aufwand und eine Sendung an die Schuladresse ist auch kein Problem. Ich sehe da kein Problem drin und das wird bei uns schon immer so gemacht. Die Textil, Werken - Lehrerinnen bestellen da wesentlich mehr. Außerdem ist es stressfreier, die Sachen selbst zu bestellen/besorgen alsdass sich darauf zu verlassen, dass die Kids die Sachen termingerecht mitbringen.

    Da finde ich es hier doch deutlich angenehmer.

    Das stimmt absolut! Ich bin froh um die Moderatoren.

    Ich könnte mir vorstellen, dass deswegen nachgefragt wird, weil eine Verunsicherung besteht.
    Wird man vorgewarnt, wenn eine Sperrung anfällt?
    Nicht, dass man plötzlich aus allen Wolken fällt.

    Bei uns gibt es ein offizielles Schulkonto, in das Eltern größere Beträge, z.B. fürs Schullandheim, einzahlen. Das ist sozusagen ein "Durchlaufkonto". Da gibt es eine jährliche, offizielle Kassenprüfung.

    Da man in der Grundschule öfter mal bastelt und als Klassenlehrkraft doch einiges für die Schüler anschafft, sammle ich immer mal wieder Materialgeld für Kunst und andere Dinge - z.B. Karteikarten ein. Das ist für die Eltern bequemer und auch günstiger, weil ich es im Großpack einkaufe bzw. bestelle. Die Eltern sparen sich da mindestens die Hälfte, was sie sonst ausgeben würden, die Qualität ist besser und sie müssen nicht ständig losrennen und etwas besorgen. Zudem habe ich mehr Variationsmöglichkeiten für die Arbeiten. Am Ende des Schuljahrs erhalten die Elternvertreter von mir eine genaue Auflistung der Ausgaben.

    Es geht schlicht darum, demokratische Werte zu vermitteln, da wir glücklicherweise in einer Demokratie leben.

    In welchem anderen Fach siehst du denn die Demokratieerziehung noch so richtig konkret angesiedelt?
    (Es ist mir klar, dass man das auch z.B. in Deutsch mit der Wahl der richtigen Lektüre machen kann.)

    Ich habe mich einmal im neuen bayerischen Lehrplan fürs Gymnasium umgeschaut, das bestätigt deine Aussagen. (Ich habe mich nie damit beschäftigt, muss ich gestehen.)
    Als ich aufs Gymnasium ging, kann ich mich noch daran erinnern, dass Geschichte irgendwann zweigeteilt war - das eine war so etwas wie Gesellschaftskunde, Politk, Recht... das machte man dann, so weit ich mich erinnern kann, in Modulen - Geschichte war dann ausgesetzt sozusagen. Da hat man sich dann ganz konkret mit verschiedenen Staatsformen beschäftigt und die Werte der Demokratie reflektiert. Ehrlich gesagt, würde ich mir in Bezug auf Demokratieerziehung so ein Fach schon in der Sekundarstufe (wieder) wünschen.
    Schade finde ich, dass dies jetzt anscheinend nur noch über das Fach Geschichte zu laufen scheint - da gehen solche Dinge, die ich im obigen Beitrag schrieb, in meinen Augen unter. Wo kann man Schülern den Gedanken vermitteln, dass wertvolle zeitgeschichtliche Dokumente und Bauwerke - auch die der Antike und noch weiter zurück, die die Anfänge der Menschheit zeigen, erhalten bleiben müssen oder was die Menschheit zu dem gemacht hat, was sie heute ist? Um die Menschen begreifen zu lassen, wie es zu dem kam, was sie heute sind? Finde ich wichtig, für das Identitätsgefühl, was macht z.B. einen Menschen aus, wie hat er gelebt, wo hat er Gemeinschaft erlebt usw. Die ganze Geschichte sagt viel über den Menschen an sich aus. Nur die negativen Sachen herauszupicken, finde ich verkürzt.
    Um keine Missverständnisse zu erzeugen: Mir ist schon klar, dass es wichtig ist, historische Vorgänge zu bewerten im Blick auf das, was darf nie wieder passieren, das soll auch gemacht werden. Im Augenblick scheint der Geschichtsunterricht schwerpunktmäßig nur unter diesem Gesichtspunkt zu laufen, wenn ich unseren Lehrplan so anschaue.

    Wenn man viele der Beiträge so liest, könnte man meinen, dass viele das Fach gewählt haben, weil sie so eine Art "Sendungsbewusstsein" verspüren, indem sie mit den Schülern Zusammenhänge in der Vergangenheit klären und diese in Bezug auf die Gegenwart beleuchten. Ein besonders wichtiger Aspekt scheint der zu sein, was man aus der Vergangenheit des Nazi-Deutschlands lernt.
    Sehe ich das richtig?

    Ich habe kein Geschichtsstudium (hatte aber Archäologie im Hinterkopf als evtl. Studium), bin aber im Fach HSU zumindest mit der Regionalgeschichte beschäftigt, wo man oft ins Mittelalter, die Antike oder in die Steinzeit zurückblickt. Wie Menschen sich entwickelt haben zu dem, was sie heute sind, durch welche Umstände sie sich Kulturtechniken angeeignet haben, wie Religiosität aufgrund von Lebensumständen sich entwickelt und weiterentwickelt hat, was sie erfunden haben um zu überleben, das hat mich schon immer interessiert und interessiert mich immer wieder. Ich bereise Länder und schaue mir historische Stätten und Stellen an, wo Leben stattgefunden hat und bin immer wieder von den damaligen Lebensumständen fasziniert. Die Grausamkeiten von Kriegen und Unglücken nehme ich wahr, blende ich da am liebsten aus und habe historisch lieber den Fokus auf die positiven Seiten. Ich kann da aber leider keinen ethisch - moralischen Hintergrund vorweisen.
    Mein Mann - sehr geschichtsinteressiert - sieht Geschichte eher im Zusammenhang mit Fakten und Zahlen und wie sich alles ineinander logisch gefügt hat. Er weiß alles noch aus der Schule - gibt man ihm ein Stichwort und er erklärt, wie alles gekommen ist - mit zugehörigen Jahreszahl - und warum. Wenn er Lehrer geworden wäre, hätte er mit Sicherheit Geschichte studiert.

    Stichwort kindgerecht.
    Ein bisschen verwirrt bin ich schon, weil es ältere Förderschüler sind.

    Wenn ich an "kindgerecht" denke, würde ich Grundschüler durchaus etwas basteln oder spielen lassen - ich habe da das Römerthema im Kopf, da macht man auch mal römische Kinderspiele, Brettspiele, bastelt irgendein römisches Gebäude nach oder eine Wachstafel oder ein Mosaik.

    Vielleicht könnte man in der Richtung auch etwas zu deinem Thema zusammenstellen?
    Anregungen zu Kaiserkronen findet man im Internet - da könnte man die Bedeutung des Kaisers aufhängen.
    Die zweite Idee wäre zu verschiedenen Themenbereichen gruppenauftragsmäßig Plakate zu machen, das machen wir gerne bei den Römern. Da müssten aber die Schüler aus Artikeln usw. Informationen entnehmen können. Ein Lapbook erstellen (Blanco-Kopiervorlagen findet man im Internet) ist alternativ gerade angesagt in der Grundschule.

    Ansonsten könntest du für deine Suche z.B. die Kindersuchmaschinen "Blinde Kuh" oder "Frag Finn" benutzen. Dort holen meine Schüler Infos, wenn sie einmal für Plakate recherchieren müssen. Hier habe ich einmal Kaiser eingegeben, bei Bismarck kommen auch etliche Seiten hoch:
    https://www.blinde-kuh.de/bksearch.cgi?smart=0&query=kaiser
    https://www.fragfinn.de/?s&q=kaiser%20wilhelm

    Was ist was:
    https://www.wasistwas.de/search.html?keywords=bismarck

    Bei Klexikon.zum.de findest du einen vereinfachten Text.
    Dann gibt es noch weitere Kindersuchmaschinen:
    Trampeltier und helles-koepfchen.de

    Und hier noch ein Link zu Filmen/Hörspielen:
    https://www1.wdr.de/kinder/radio/k…uchseite100.jsp
    (Wenn ich hier Kaiser Wilhelm eingebe, erhalte ich 17 Treffer.)

    Annelie hat letztendlich schon Gliederungspunkte einer Anleitung aufgeschrieben.
    Es kommt auch drauf an, was die Klasse schon im Vorab über Sachaufsätze gemacht hat und welche Art sie geschrieben hat.

    Das ist ausschlaggebend, wo man einsetzt bei einer Einheit. Ein Baustein wäre - das wäre der Beginn - den Unterschied zwischen Sachtexten und erzählenden Texten herauszuarbeiten, falls dies der Klasse noch nicht klar ist.
    In dem niekao Material ist eine einfache Anleitung, wo man den Sinn und Zweck und die Kriterien einer Vorgangsbeschreibung bzw. deren Merkmale herausarbeiten kann - zumindest mache ich das so, bis mir einmal eine bessere Alternative begegnet.
    Ich wiederhole zwar, was Annelie oben schreibt, aber ich zähle einmal die Bausteine auf, die man als Vorentlastung braucht bzw. wie ich das so mache..
    - verschiedene Satzanfänge üben
    - logische Reihenfolge
    - spezifischer Wortschatz auf die Anleitung passend
    - die Satzbildung üben (Ich- Form, Du- Form, Man- Form) wahlweise eine oder alle - ich übe alle und stelle es den Schülern dann frei...
    - Aufbau der gewählten Anleitung mit Materialliste usw.

    Dann musst du dir überlegen, was dein Endziel ist...
    1) ob die Schüler das, was sie aufschreiben sollen, zuerst tun sollen
    2) ob du das den Schülern vormachst und sie in Stichpunkten mitschreiben (da muss man dann vorher Stichpunkte üben und deren Umformulierung) und dann die Anleitung aufschreiben
    3) sehr leichte Form: dass die Schüler anhand von Bildern eine Anleitung aufschreiben
    4) ebenfalls sehr leichte Form: dass die Schüler anhand von vorgegebenen Stichpunkten eine Anleitung aufschreiben
    5) oder du in Gruppenarbeit irgendeine Anleitung schreiben lässt und die dann vorstellen/ raten oder gegenseitig nachmachen anhand der Anleitung o.ä. lässt.

    Die Form 1-4 Anleitungen finde ich gar nicht so leicht als Prüfungsstunde - Nr. 1,2 würden zu lange gehen und da wäre auch nicht viel Abwechslung drin. Nr. 5 könnte ich mir noch am ehesten vorstellen. Doch Nr. 5 habe ich selbst noch nicht in Bezug auf eine Anleitung gemacht.
    Ich mache meistens Nr. 2, das endet dann in einem benoteten Text. (meistens Bastelanleitung oder Rezept) "Rezept" mache ich als längeres Projekt mit eigenem Klassenkochbuch der getippten Lieblingsspeisen in der entsprechenden "Form".

    Das ist nicht leicht in eine Stunde zu packen. Es kommt auf das Vorwissen der Schüler an - ob das eine Einführungsstunde ist oder ob sie so etwas schon einmal gemacht haben.

    Hier gibt es Unterrichtsentwürfe dazu, aber meistens für die Sekundarstufe. Aber da könntest du dich orientieren. (Du musst dich registrieren.)
    Unterrichtsentwürfe Vorgangsbeschreibung 4teachers

    Ansonsten könntest du dir überlegen, ob du etwas aus diesem Material machen kannst - z.B. diesen Schnittlauchquark im Zusammenhang mit einer "Zauberschule", der da vorgeschlagen ist. Allerdings ist das nur eine Materialsammlung und keine Unterrichtsentwürfe. Genaueres siehe die pdf -Datei.
    Vorgangsbeschreibung niekao

    Der Auer Verlag hat neuere Kopiervorlagen zu dem Thema herausgegeben, in meinen Augen allerdings überteuert. Titel: "Textsorte Beschreibung für die Grundschule" (Kroll-Gabriel)

    Gebe da Krabappel recht - für die Schulformempfehlung ist auch die häusliche Unterstützung entscheidend. Jemand aus einem Umfeld, welches gut unterstützt und antreibt, kann mit einem schlechten Arbeitsverhalten auf die bessere Schule kommen als jemand mit dem gleichen Arbeitsverhalten, der zuhause aber keine Unterstützung und keinem Antreiber hat.

    Gebe dir Recht. Vieles steht und fällt mit der häuslicher Unterstützung bei den Schülern, die es brauchen. Es gibt aber auch einen (kleinen) Anteil von Schülern, bei denen vieles im 4. Schuljahr von alleine geht. Da habe ich ein paar davon.
    Allerdings wird, wenn man mit zu viel häuslicher Unterstützung aufs Gymnasium geht, das Ganze oft zum Bumerang, zumindest in Bayern. Eine weitere so intensive Unterstützung ist für Eltern nicht durchzuhalten. Deswegen gebe ich im Kern den Eltern zu bedenken, dass sie selbst wissen müssen, wie viel sie unterstützt haben und ob sie diese Unterstützung dann weiter leisten können oder wollen (gerade dort, wo intensiv unterstützt wurde).
    Neulich hatte ich ein Gespräch mit Eltern, deren Kind von den Noten her aufs Gymnasium gehen könnte, die aber von sich aus wegen der anstrengenden Unterstützung und wegen noch anderer Kriterien (ADHS) für ihr Kind eher die Realschule sehen.

    P.S.: Ich glaube, wir sind jetzt ganz vom Ausgangsthema abgekommen.

    Wer sich in Bayern freiwillig das Gymnasium antut (Nachmittagsunterricht ab Klasse 6) ist ziemlich blöd.

    Mit diesem Schuljahr haben wir das G9. Beim Infotag wurde meinen Schülern gesagt, dass der Nachmittagsunterricht beim G9 ziemlich lange Zeit wegfällt - ich weiß aber nicht mehr, bis zu welcher Klasse. Aus diesem Grund werden heuer wieder einige mehr ihr Kind am Gymi anmelden.
    Ich stimme dir zu: Realschule und FOS oder dann darauf die Oberstufe am normalen Gymnasium aufbauen (geht inzwischen auch) ist der entspanntere Weg.

    Es ist nachgewiesen, dass Philipp (Eltern: Arzt und Juristin) mit einem Notendurchschnitt von 2,0 mit deutlich größerer Wahrscheinlichkeit eine Gymnasialempfehlung bekommt als Justin (Eltern: Gartenbauer und Hausfrau) mit einem Notendurchschnitt von 2,0.

    Höchstens in den Bundesländern, wo es nicht nach Notenschnitt geht.

    Wobei ich immer verwundert bin, dass die Untersuchungen das aussagen. Ich schaue auf die Leistungen bzw. das Leistungsvermögen und das Arbeitsverhalten des Schülers, nicht auf die Herkunft. Wer in einer bayerischen Grundschule den Notenschnitt von 2,0 erreicht, schafft in der Regel - sofern es nicht zu sehr angeübt ist - auch das Gymnasium und die Realschule locker.

    In Bayern würden beide eine Gymnasialempfehlung erhalten, denn da zählt rein der Notenschnitt.
    In Sachsen, so weit ich weiß, auch.

    Wie ist es in der Schweiz?

    Ich vermute, dazu gibt es jede Menge Material. Das ist doch schon seit Jahren und Jahrzehnten ein Thema. Vielleicht könntest du dich an die Zentralen für politische Bildung wenden?

    Hm... in der Grundschule direkt über Rechtsextremismus? Ich kenne kein einziges grundschultypisches Material dazu oder habe je davon gehört, dass das so nah am Thema thematisiert wird. Auch in der Bundeszentrale habe ich nichts auf die Grundschule bezogen gefunden.

    Was es natürlich gibt, sind Dinge über Kinderrechte, soziales Verhalten, Akzeptanz anderer Hautfarben usw. Aber vermutlich meint das der TE nicht, sondern er hat konkret nach Materialien zum Rechtsextremismus gefragt und da geht es um eine "politische" Gruppierung.

    In welchem Bundesland bist du? Gehört das zum Lehrplan?

    Aufgrund meiner langjährigen Erfahrungen bei ähnlichen Anlässen würde ich prinzipiell von dem Thema abraten. Passt in meinen Augen auch nicht aus entwicklungspsychologischen Gründen zu der Altersstufe.

    Wenn ich das bei uns ohne aktuellen Anlass behandeln würde, würden mich die Kinder mit großen Augen anschauen und mir aber auch Löcher in den Bauch fragen. Außerdem laufen - wenn ich das zwangsweise machen muss wegen irgendwelcher Schmierereien - solche Diskussionen irgendwie nicht gut in der Grundschule. Denn bei Ursachen müsste man weiter ausholen und ich finde das persönlich zu verfrüht selbst in der 4. Klasse. Da müssen die Kids mit Hintergrundwissen überhäuft werden, das sie noch gar nicht verarbeiten können. Selbst das Bombardierungsthema, das wir immer zum Jahrestag ansprechen sollen, finde ich sehr kritisch in der Grundschule, denn ich sehe an den Reaktionen der Schüler, wie sie sich damit beschäftigen - entweder belastet es sie oder sie sehen das wie ein Comic. Das Grundschulalter ist einfach noch nicht geeignet für solche Themen, deswegen würde ich die Finger davon lassen.

    Alternative:
    Was aber an solchen Themen sehr gut geht, ist das Umweltthema oder demokratische Themen, wie die Aufgaben des Gemeinderates im Zusammenhang mit eigener Meinungsbildung. Da können Viertklässler schon sinnvoll diskutieren. Bei uns sind solche Dinge wie virtuelles Wasser neu im Lehrplan. Darüber kann man mit Viertklässlern gut diskutieren. Außerdem kann man auch dadurch politisches Bewusstsein schärfen.

    Nachtrag:
    Wenn es um Rassismus geht, das kann natürlich gut in der Grundschule machen. Da geht es dann eher in Richtung Kinderrechte, alle Menschen sind gleich, egal welcher Hautfarbe usw. Aber sich speziell mit rechtsextremen Gruppen und deren Hintergründe zu beschäftigen... das finde ich zu verfrüht.

    @Ninon
    Wie ich deinen Ausführungen entnehmen kann, studierst du noch und machst im Augenblick ein studienbegleitendes Praktikum an einer Schule. D.h. du bist noch nicht in der 2. Phase als LAA. Ich glaube, dass viele, die hier geschrieben haben, davon ausgehen, dass du schon in der 2. Phase bist.

    Bei uns machen die Studenten verschiedenartige Praktika in unterschiedlichen Studienabschnitten, aber bei keinem wird hier schon eine gewisse Perfektion verlangt, was dann in der 2. Phase schon eher der Fall ist.

    Deshalb meine Frage: In welchem Semester bist du, was ist das für ein Praktikum, wie ist der zeitliche Rahmen und unter welcher Intention?

    Das Thema "Satzglieder" ist jetzt nicht ein exemplarisches Beispiel dafür, dass der Unterricht gut auf das Vorwissen der Schüler aufgebaut werden kann. Jeder erfahrener Lehrer wird dir sagen, dass man für eine Weiterführung der Satzglieder erst einmal eine intensive Wiederholungsphase vorausschicken oder alternativ die Satzglieder immer präsent halten muss.
    Man lernt durch Erfahrung oder es sagt dir ein erfahrener Lehrer, wo du in deinem Unterricht bei diesem Thema ansetzen musst. Sinnlos ist es ein Artikulationsschema stur durchzuhalten, wenn man sich an manchen Stellen "verplant" hat. Das ist übrigens ganz normal. Als Anfängerin macht man mehr Fehler, das passiert jedem. Man lernt durch Erfahrung.
    Wichtig ist, dass du die Stunden, wo es für darauf ankommt (UVs oder Prüfungsstunden) auch mit erfahrenen Lehrern durchsprichst.

    Zu deiner Ausgangsfrage:
    Das Vorwissen der Schüler kannst du als Anfängerin nur durch Gespräche mit der Praktikumslehrerin, anderen erfahrenen Lehrern oder durch dein vermutetes Wissen anhand deiner Ausbildung (Entwicklungspsychologie z.B.) erfragen bzw. erahnen, wenn du zu diesem Thema bisher selbst nichts gemacht hast. So haben wir alle einmal angefangen. Ich habe viel durch erfahrene Lehrer gelernt.
    Oder du schaust die Sachen an, was die Schüler zu diesem Thema schon gemacht haben oder du machst eine Stunde vorher eine Lernstandskontrolle, dann weißt du es sicher.

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