Beiträge von Caro07

    Was wissen wir schon. An Grund- und Förderschulen kennt die Multiplikation halt eine Richtung.

    Das ist zu einseitig ausgedrückt.

    In Quittengelees Link zur pikas-Seite ist das gut dargestellt, was gemeint ist. Die pikas Seite ist in Grundschulen bekannt und zeigt gut auf, in welcher Richtung in der Grundschule unterrichtet wird.

    Man kann auch noch genauer in den pdf Links nachlesen:

    https://pikas-kompakt.dzlm.de/sites/pikaskp/…erfelbilder.pdf

    Hier geht es konkret um versprachlichtes Bild und Rechnung. Die Würfelbilder veranschaulichen allerdings genauer als die Mandarinengeschichte. Auf (genaue) Versprachlichung wird in der Grundschule seit ca. 20 Jahren viel mehr Wert gelegt verglichen mit in den Jahren davor.

    Bei den Mandarinen kann man sprachlich variieren, wobei die vorgeschlagenen Sätze hier im thread, die die Variante darstellen, schon komplizierter klingen.

    https://pikas-kompakt.dzlm.de/sites/pikaskp/…unktebilder.pdf

    Hier geht es um eine weitere Abstraktionsstufe.

    Nachtrag.: Ich habe nach #93 geschrieben, die Beiträge ab #94 entstanden, während ich schrieb. Deswegen kann sich nun einiges überschneiden.

    An meiner Schule wurde es vor 20 Jahren in Mathe und Deutsch auch so gehandhabt. Inzwischen ist es ziemlich aufgeweicht. Der Nachteil der genau parallelen Proben war, dass man immer ungefähr gleich weit sein musste, wenige Variationsmöglichkeiten hatte und u. U. lange bei der Herausgabe warten musste. Außerdem musste die Korrektur immer abgesprochen werden. Der Zeitaufwand war relativ groß. Man kann auch unmöglich in den Klassen den Stoff gleich behandeln.

    Der Vorteil von parallel geschriebenen Proben war allerdings auch, dass man mit der Auseinandersetzung im Team, wie man die Probe gestaltet und korrigiert, viel gelernt hat und unsere Proben mit der Zeit sehr professionell und wasserdicht wurden. Außerdem war man bezüglich des Niveaus ziemlich gleich. Wir haben entweder die Proben zusammen entworfen oder den Entwurf aufgeteilt oder eine hat sie entworfen. Dann wurden die einzelnen Aufgaben diskutiert und ggf. geändert.

    Ich habe allerdings bei gleichen Proben von den Protesten her eher das Gegenteil - wie von Schulleitungen gedacht - erlebt: Gerade da gab es mehr Eltern, die verglichen: Korrektur, Anspruch, was man vorher dazu gemacht hatte, Erklärungen, gegebene Zeit usw. Gerade im Übertrittsjahr wurde es besonders schlimm, da werden so oder so diskutierbare vermeintliche "Schwachstellen" gesucht.

    Seitdem wir nur manchmal parallel geschrieben haben - also wenn es sich ergab - oder nur mit einer Kollegin und nur ein paar Aufgaben gleich waren, weil wir uns nach dem Stoff richteten, hatten wir gar keine Probleme mehr mit Elternprotesten bezüglich anderer Klassen. Ich selbst habe mit einer Kollegin zusammengearbeitet und deswegen einiges in M und D parallel geschrieben. Wir haben aber auch Unterrichtseinheiten gemeinsam gemacht und uns ausgetauscht.

    Bei unterschiedlichen Proben muss aber mehr darauf geschaut werden, dass es keine zu großen Niveauunterschiede gibt. Das ist in Bayern an Grundschulen Aufgabe der Schulleitung.

    Ich würde es so sehen, dass "Mandarinen" auch irgendwie eine "Einheit" ist, nur nicht bezeichnet wird. Es geht um eine Menge. Es werden unterschiedliche Mal je 2 Mandarinen gegriffen, also immer die gleiche Menge.

    Zu den Bleistiften: Wenn ich jetzt 3 x 5 schreiben würde, dann sind das eher 3 Päckchen mit je 5 Bleistiften. Ich denke, dass es nicht unbedingt auf die Einheiten ankommt, sondern auf die konkreten Sachen, die im Text beschrieben sind.

    Damit produziert man ja bewusst die Fehlvorstellung, die Multiplikation hätte eine "Richtung".

    Die Gefahr sehe ich in der Grundschule als gering an. Wir arbeiten gerade beim 1x1 viel mit Tauschaufgaben, z.B. wenn auf andere Reihen geschlossen wird oder man in einer Textaufgabe schriftlich rechnet und es anders herum einfacher geht.

    Eingeführt wird die Multiplikation über die Plusaufgaben. Schon da hat man rechteckige Punktebilder, die man sozusagen verschieden betrachten (drehen) kann und somit das Vertauschen der Faktoren ersichtlich wird.

    Doch auch da geht es über die Plusaufgaben. Z.B. kann ich die Punktreihen so schreiben: 5 +5 +5 = 15 das wäre dann übersetzt 3x die 5

    oder 3 + 3 + 3 + 3 + 3 = 15 , hier sagt man verständlicherweise, dass man 5 mal die 3 nimmt. Durch anschließende Aufgaben erkennen die Schüler schon, dass man für die reinen Rechnungen die Faktoren hin und her tauschen kann, synonym zur Addition.

    Rein sprachlich finde ich es aber bei speziellen Textaufgaben schon einfacher, wenn man den Text genau in die passende Rechenoperation verwandelt. Wenn ich 5 Päckchen mit je 3 Bleistiften habe, würde ich den Ansatz 5 x 3 bevorzugen, den halte ich für textgerechter. Die Schüler wissen aber zu der Zeit, dass sie im Kopf 3x5 rechnen können.

    Eher schwere Aufgaben wurden genauso bepunktet wie die einfachen Aufgaben. Sorry - ich verstehe es nach wie vor nicht.

    Ich kann das jetzt nur für die Grundschule Bayern sagen. Es kommt immer darauf an, was man in einer Arbeit abfragt. Wir haben interne Vorgaben, wie viel Prozent von welcher Schwierigkeitsstufe in einer Arbeit erhalten sein sollte. So kann das sein, dass schwierige Aufgaben insgesamt weniger Punkte erhalten als leichte. Denn mit den leichten reproduzierenden Aufgaben muss man, wenn man einen Notenschlüssel hat, erst einmal eine Grundlage für eine 3 oder 4 schaffen. So eine Probe zusammenzustellen, ist manchmal eine Wissenschaft für sich, weil man die Aufgaben und Aufgabenteile einklassifiziert. Dabei muss man berücksichtigen, was genau man in der Klasse zu den Aufgaben geübt hat.

    Übrigens ist 80 Prozent für eine Drei nicht so aus der Welt. Es ist zwar streng, aber nicht unmöglich. Bei uns geht es bis 77 Prozent, was für eine Grundschule nicht allzu streng ist. Meine Schule hat - weil das in Bayern üblich ist - einen internen Notenschlüssel für Arbeiten (=Proben), wenn sie einen normalen Schwierigkeitsgrad haben. Wenn der Stoff leichter ist, können wir durchaus strenger bewerten.

    Ich habe gerade keine sichere rechtliche Grundlage dazu (vielleicht kann jemand aushelfen?), meine aber, dass alle Schulen aller Schulformen verpflichtet sind, ein Leistungsbewertungskonzept offen zu legen (NRW).

    Das ist per "Gesetz" geregelt. In Bayern z.B. steht etwas über die Leistungsbewertung in der Grundschulordnung und evtl. im allgemeinen BayEUG. Ähnliche Gesetze wird es für alle Bundesländer geben.

    Älteren Schülern der Sekundarstufe kann man die Bewertung viel einfacher erklären. Bei den Grundschülern geht das je nach Alter nur bedingt. Es ist ja schließlich eine Rückmeldung für die Kinder. Das Problem in der Grundschule ist, dass weniger die Kinder genau die Verteilung wissen wollen, sondern die Eltern. Und diese sind nicht im Unterricht dabei. Manchmal ist das sehr mühsam. Die meisten Schüler denken von Haus aus noch gar nicht so leistungsorientiert.

    Wichtig ist doch, was man mit dem Ergebnis macht. Es geht erst einmal um eine Rückmeldung und so sollte sie auch gesehen werden und die entsprechenden "Lern"konsequenzen gezogen werden oder man sagt: "Weiter so".

    Beispiele kreuz und quer: Kalabrien, Sardinien, Miami, San Francisco, New York (ganz oft), London, Patagonien, Alaska, Südafrika, Amalfiküste, New Hampshire, Melbourne, Hawaii, Matterhorn, Canyon Matka, Kanada, Niagara-Fälle, Chicago, Paros, Santorin, Athen, Schweden, Bali, Philippinen usw. usf. ...

    Da ich ja gefragt hatte. Von den Orten, die du hier erwähnst, war ich an 5 Orten, wobei Kanada ich nur am Rand gestreift habe. Die meisten Orte liegen in den USA, weil wir dort Freunde haben und den Besuch mit Rundreisen verbinden. Ich vermisse nichts.

    In Deutschland kann man übrigens viele interessante und schöne Orte erkunden, wenn man dort nicht wohnt. Ich könnte wetten, dass nicht viele Deutschland umfänglich kennen. Wir machen solche Sachen, wenn das Wetter passt, da wir ja auf Campingplätze gehen. Wenn das Wetter in Deutschland zu schlecht ist, fahren wir schwerpunktmäßig an interessante Orte in Italien. Die Fahrräder sind immer dabei. Allerdings müssen wir jetzt in Italien wirklich suchen, weil wir das, was man ohne Flugzeug einigermaßen stressfrei erreichen kann, jetzt schon fast alles gesehen haben.

    Ich habe auch schon sehr interessante Reisen nach Nordafrika gemacht - z.B. wollte ich unbedingt mal das Land der Pharaonen (Ägypten) wegen der Geschichte und natürlich der Bauten, die ich in Natura anschauen wollte, sehen. So bin ich dann nach Jordanien und Marokko gekommen. Das waren dann Bildungsreisen. Die letzte von diesem Typ war in Andalusien.

    Die geschichtlichen Zusammenhänge und die Sachen dann in Natura zu sehen, finde ich sehr interessant. So hat jeder sein eigenes Interesse.

    Wegen des Englischunterrichts in der Schule war ich öfter auf den britischen Inseln (zu Fortbildungen im Land und auch privat). Gerade in England war ich total erstaunt, wie gut historische Gebäude erhalten sind. In Schottland habe ich darauf bestanden, dass wir uns Higland Games anschauen. Wenn man sich mit einzelnen Landstrichen und Ländern beschäftigt, gibt es überall tolle Sachen anzuschauen und zu erfahren - landschaftlich und kulturell.

    Gigantische Naturspektakel hat man gehäuft in den USA (also von dem, was ich jetzt gesehen habe).

    Ich bin erstmal im BLLV geblieben, überlege mir aber, rauszugehen. Ich habe festgestellt, dass ich bei Ausflügen nicht gehäuft mit ehemaligen Lehrern zusammen sein will, sondern bevorzuge eher Angebote für alle. Mich hält nur noch die rechtliche Seite und die evtl. Unterstützung. Die hatte ich kurz einmal bezüglich einer "Beschwerde" über die Beihilfe in Anspruch genommen.

    Das mit der Privathaftpflicht wusste ich gar nicht, ich dachte, es wäre die Diensthaftpflicht über den BLLV abgesichert.

    Beim Überfliegen der Hauptartikel auf der Startseite dieser Website musste ich staunen, wie oberflächlich, kurzsichtig und mitunter ideologisch verblendet einige Artikel waren.

    Wird dort immer schlimmer. Sowohl von den gehäuft einseitigen Artikeln plus Kommentaren der Readaktion als auch von den Kommentierenden her. Früher habe ich dort selbst öfter kommentiert, jetzt so gut wie nicht mehr.

    Mit fancy Schnickschnack wird die Beziehung nicht besser oder schlechter.

    Jeder, der in der Grundschule sein Klassenzimmer gestaltet, überlegt sich, warum er etwas aufhängt bzw. ins Klassenzimmer stellt oder gibt. Das hat in den überwiegenden Fällen nichts mit fancy Schnick Schnack zu tun. Ich habe bei den Referendaren auch selten etwas gesehen, wo ich dachte, das ist unnöiger Kram. Dennoch hat jeder seinen eigenen Stil (wenn er nicht gerade die Mats von einer bewussten Internetseite herunterlädt).

    Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Ich mache mir auch was aus meinen Klassen. Ich würde nur nie Dinge auf meinen eignen Mitteln besorgen. Das meine ich mit den "leuchtenden Augen". Da werden Anschaffungen gemacht und man glaubt es muss so unbedingt sein.

    Für mich bedeuten leuchtende Augen etwas anderes. Für mich heißt das- die Schüler gehen gern zu Schule und fühlen sich wohl. Es ist ein Synonym dafür, dass die Lehrer- Schüler Beziehung stimmt und die Schüler sich in der Schule positiv fühlen.

    Klar, machen wir in der Grundschule mehr für die Raumgestaltung. Die Schüler sollen sich auch vom Lernort her wohl fühlen. Wer gerne in die Schule geht, wo die Beziehungen stimmen, der lernt auch lieber. Das soll u.a. damit erreicht werden. Im Kindergarten ist eine solche Umgebung schon vom Alter der Kinder her sehr wichtig, in der Grundschule ist eine gut gestaltete Lernumgebung ebenfalls wichtig.

    Zusätzlich lernen die Referendare, dass an den Klassenzimmerwänden wichtige Regeln und Aspekte von gerade durchgenommenen Themen augenfällig nach Fächern visualisiert werden sollen, was ich übrigens auch so gemacht habe. Z.B. hingen bei mir in Mathematik die lateinischen Begriffe für Rechenoperationen und Rechtschreibregeln, schrittweise, wie wir sie durchnahmen. Für einige war das eine echte Hilfe. Dazu war es nötig, Plakate herzustellen.

    Vielleicht nimmt der Aspekt eines gut gestalteten Klassenzimmers (Lernumgebung) mit höherem Schüleralter und häufigem Fachlehrerwechsel ab - das kann ich nicht beurteilen. In der Hauptschule habe ich aber auch schon schön gestaltete Klassenzimmer gesehen. Wenn ich in Klassenzimmer der Realschule und des Gymnasiums komme - da finden nämlich oft VHS- Kurse statt - dann sehe ich da bei uns vor Ort sehr wenig in den Klassenzimmern.

    Jedem Lehrer und automatisch auch den Schülern müssen gut gelungene Stunden und Ergebnisse Spaß machen! Das verbinde ich auch mit dem Synonym "leuchtende Augen", denn hier fühlt sich jeder positiv.

    In den Schulen für ältere Schüler ist es wichtiger, ein guter Unterhalter zu sein. In dieser Beziehung habe ich schon echt gute Stunden in der Sekundarstufe gesehen.

    In der Grundschule können die Kinder, auch wenn man gut "unterhält", sich mit dem Zuhören gar nicht so lange konzentrieren. Deswegen brauchen wir da sehr viel Methodenwechsel, Visualisierung, Methoden, wo sich Schüler bewegen und haptische Sachen. Je jünger die Schüler, desto anders ist die Unterrichtsgestaltung schon allein vom Alter her bestimmt.

    Diese geschirmten KeyStones kosten grob 3€/Stück.


    Dazu kam dann noch, daß ich doch dieses oder jenes Werkzeug Halb-Klassensatzweise (16 Stück) anschaffen solle: "Was ist denn schon dabei in den Baumarkt zu gehen und PZ1 Schraubendreher zu kaufen? Ich mußte als Arzt mein Stetoskop auch selber kaufen."

    Da wundert mich schon, dass die Schule das nicht zahlt. Wenn wir z.B. Material für Experimente verbrauchen - klassisches Beispiel der CVK- Kasten im Strom - dann können wir das fehlende Material auf Schulkosten nachbestellen. Ich habe z.B. schon oft Batterien nachbestellt. Manchmal fehlen auch die entsprechenden Kabel. Es ist kein Problem diese auf Schuletat zu besorgen. Schraubendreher könnte man doch für die Schule anschaffen, wenn sie immer wieder verwendet werden, so meine Vorstellung, aber vielleicht liege ich ja falsch.

    Ich hatte jedenfalls schon ziegfach die Diskussionen mit Eltern, daß ich doch dies und jenes gefälligst selber anschaffen solle, der großen Kinderaugen wegen.

    Könntest du Beispiele nennen? Ich kann mir konkret gar nicht vorstellen, wo Eltern erwarten, dass die Lehrkraft etwas privat finanziert und den Schülern quasi schenkt. Diese Diskussionen hatte ich noch nie.

    Oder meinst du Sammelbestellungen, die die Lehrkraft tätigt, die die Eltern dann aber bezahlen?

    Vor allem macht man bei ADS /ADHS zuerst eine Diagnose und leitet danach die entsprechenden Maßnahmen je nach Fall (da gibt es Unterschiede in der Ausprägung und Stärke) ein.

    Außerdem ist es ein großer Unterschied für eine Unterrichtsstörung, ob das Kind ADS (eher träumen) oder ADHS (mit Hyperaktivität) hat. Dieser Unterschied wird in den Fragen nicht herausgearbeitet, denn man reagiert hier unterschiedlich.

    Ein Träumer stört nicht den Allgemeinunterricht, ein hyperaktives Kind tendiert dazu schon eher, je nach Schwere der Erkrankung. Schade, dass im Fragebogen kein Platz für Kommentare gelassen wurde.

Werbung