Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Ich mache mir auch was aus meinen Klassen. Ich würde nur nie Dinge auf meinen eignen Mitteln besorgen. Das meine ich mit den "leuchtenden Augen". Da werden Anschaffungen gemacht und man glaubt es muss so unbedingt sein.
Für mich bedeuten leuchtende Augen etwas anderes. Für mich heißt das- die Schüler gehen gern zu Schule und fühlen sich wohl. Es ist ein Synonym dafür, dass die Lehrer- Schüler Beziehung stimmt und die Schüler sich in der Schule positiv fühlen.
Klar, machen wir in der Grundschule mehr für die Raumgestaltung. Die Schüler sollen sich auch vom Lernort her wohl fühlen. Wer gerne in die Schule geht, wo die Beziehungen stimmen, der lernt auch lieber. Das soll u.a. damit erreicht werden. Im Kindergarten ist eine solche Umgebung schon vom Alter der Kinder her sehr wichtig, in der Grundschule ist eine gut gestaltete Lernumgebung ebenfalls wichtig.
Zusätzlich lernen die Referendare, dass an den Klassenzimmerwänden wichtige Regeln und Aspekte von gerade durchgenommenen Themen augenfällig nach Fächern visualisiert werden sollen, was ich übrigens auch so gemacht habe. Z.B. hingen bei mir in Mathematik die lateinischen Begriffe für Rechenoperationen und Rechtschreibregeln, schrittweise, wie wir sie durchnahmen. Für einige war das eine echte Hilfe. Dazu war es nötig, Plakate herzustellen.
Vielleicht nimmt der Aspekt eines gut gestalteten Klassenzimmers (Lernumgebung) mit höherem Schüleralter und häufigem
Fachlehrerwechsel ab - das kann ich nicht beurteilen. In der Hauptschule
habe ich aber auch schon schön gestaltete Klassenzimmer gesehen. Wenn
ich in Klassenzimmer der Realschule und des Gymnasiums komme - da finden
nämlich oft VHS- Kurse statt - dann sehe ich da bei uns vor Ort sehr wenig in den
Klassenzimmern.
Jedem Lehrer und automatisch auch den Schülern müssen gut gelungene Stunden und Ergebnisse Spaß machen! Das verbinde ich auch mit dem Synonym "leuchtende Augen", denn hier fühlt sich jeder positiv.
In den Schulen für ältere Schüler ist es wichtiger, ein guter Unterhalter zu sein. In dieser Beziehung habe ich schon echt gute Stunden in der Sekundarstufe gesehen.
In der Grundschule können die Kinder, auch wenn man gut "unterhält", sich mit dem Zuhören gar nicht so lange konzentrieren. Deswegen brauchen wir da sehr viel Methodenwechsel, Visualisierung, Methoden, wo sich Schüler bewegen und haptische Sachen. Je jünger die Schüler, desto anders ist die Unterrichtsgestaltung schon allein vom Alter her bestimmt.