Ja, das ist blöd gelaufen.
Prinzipiell finde ich es nicht gut, wenn man wieder in das alte Umfeld hineinkommt, wo man vorher Schwierigkeiten hatte. Denn alte Strukturen sind schneller geschaffen geschaffen als man denkt. Ich habe es in der Grundschule schon so erlebt, dass Eltern im Hintergrund den Konflikt noch verstärkt haben. Ganz extrem war es einmal in einer Klasse, wo sich 2 Lager um die streitenden Mädchen gebildet haben und ich alle Hände voll zu tun hatte, die ständigen Konflikte zu entschärfen. So etwas passiert schnell und niemandem ist geholfen.
Dennoch fand ich es eine gute Entscheidung, wenn Kinder, die nicht so gut harmonieren, in verschiedene Klassen kamen. Eine Mutter hat sogar bewusst ihr Kind auf eine andere Schule gegeben, damit das Kind aus dem Umfeld herauskommt und neue Kinder kennenlernt. Oft wohnen Grundschulklassen im gleichen Wohngebiet.
An der Stelle der Mutter wäre ich eher das Mobbing- Problem gemeinsam mit der Schule angegangen und hätte nach Lösungen gesucht, aber nicht als Lösung die Rückkehr in alte Strukturen vorgeschlagen.
Gut finde ich, dass privat nun eine Therapie angedacht ist. Den Vorschlag von Quittengelee finde ich gut, doch noch zusätzlich auf schulische Hilfen zurückzugreifen, sofern die vorhanden sind. Gerade die Sozialarbeit, Schulpsychologie oder die Schulberatung haben gute Konzepte Mobbing zu begegnen.
Wenn ein Kind im Unterricht ausgelacht wird, dann sollte die Lehrkraft eingreifen. Wenn es außerhalb des Unterrichts unbeobachtet geschieht, sollte die Schule Kenntnis davon erhalten, damit sie Maßnahmen ergreifen kann.
Ansonsten würde ich der Mutter raten, neben der Therapie bei einer Kinderpsychologin das Selbstbewusstsein des Kindes zu stärken, z.B. durch ein Hobby.
Bei uns gibt es Organisationen, die sich zur Aufgabe gemacht haben, das Selbstbewusstsein zu stärken. Da gibt es therapeutische Gruppen und auch Selbstverteidungssportarten, die damit werben. Umgang mit Tieren fördert auch das Selbstbewusstseinm, ich denke da z.B. an Reiten.