Beiträge von Caro07

    Was ist daran jetzt nicht ernst zu nehmen?

    Ich finde es auch irre, aber ich muss ja spätestens wenn ich nächste Woche wieder da bin irgendwie reagieren.

    Zufälligerweise habe ich zu dieser Zeit den Thread gelesen. Ursprünglich endete nämlich #44 mit dieser Frage:

    Nehmen wir mal das Szenario er behauptet die SUS würden bei mir nichts verstehen und ich hätte keine Ahnung. Wie reagiere ich damit?

    Darauf hat DeadPoet im Beitrag #45 geantwortet.


    Durch die nachträgliche Einfügung der zwei Sätze:

    Der Vorwurf ,,Sie haben keine Ahnung" wiegt ja durchaus schwer.
    Nochmal danke an alle Forenschreiber. Meine Couch ruft. Ich kann noch nicht so lange schreiben mit meiner Bronchitis.

    entsteht nämlich im Nachhinein ein anderes Bild.

    Es liegt objektives Fehlverhalten des Schülers vor - und das ist auch belegbar. Naja, wenn du von einem Schüler beleidigt wirst ....

    Das Ziel des Gesprächs müsste in meinen Augen sein, dem Schüler sein Fehlverhalten aufzuzeigen und dass dieser Umgang mit einer Lehrkraft nicht geht. Dieses Mal sitzen mehrere Personen zusammen. Irgendwann vorher hast du erwähnt, dass sich der Schüler an die Schulsozialarbeit gewandt hat. Er scheint irgendwie auch Gesprächsbedarf zu haben. Wenn die beiden über das gesprochen hätten, dann hätte die Schulsozialarbeit ihm Kommunikationsstrukturen an die Hand gegeben. (Das würde bei uns an der Grundschule so laufen, dass man versucht, die Situation zu verbessern.)

    ... theoretisch gebe ich dir Recht, allerdings habe ich hier praktisch das Gefühl, dass die Abteilungsleitung pro Schüler ist...

    Ich habe den Eindruck, du interpretierst hier zu viel gegen dich hinein. Vielleicht will sie sich aber erst einmal selbst ein Bild machen und dem Schüler eine Chance geben, sich vernünftig zu äußern. Wenn sie nicht freundlich ist, kommt der Schüler schon mit der entsprechenden Blockade in das Gespräch und Lösungsansätze werden da schwer.

    Statt mich zurückzuziehen wäre meine Strategie, mich mit der Situation auseinanderzusetzen und mir zu überlegen, wie ich mich hier am besten verhalte und was ich daraus für die Zukunft lerne. Mein persönlicher Eindruck von den Schilderungen her ist, dass der Schüler mit dir einen Machtkampf probiert hat und mit seinen Reaktionen bei dir irgendwie Erfolg hatte, weil du immer wieder darauf eingestiegen ist.

    Anekdotisch: Es gibt manchmal ganz komische Machtkämpfe. Arbeitsverweigerung war bei einem meiner Kinder der Lehrerin gegenüber ein blöder Machtkampf, den mein 16jähriges Kind verloren hat, sich aber im Recht fühlte und meinte dadurch der Lehrerin, von der es sich ungerecht behandelt fühlte, eins auszuwischen.

    Nachtrag: Habe zeitgleich mit Milk&Sugar geschrieben, deswegen überschneidet sich manches.

    Bei problematischen "Notizen" habe ich es immer versucht im persönlichen Gespräch zu klären. Irgendwie findet man da immer einen Termin. Telefonisch und schriftllich habe ich solche Sachen in den letzten Jahren ungern gemacht, da ich die Erfahrung gemacht habe, dass das persönliche Gespräch vieles entschärfen kann. Nur wenn ich Eltern gut gekannt habe und gewusst habe, dass das telefonisch geht, habe ich angerufen.

    Einmal habe ich einer Mutter per Mail auf eine erboste Mail sachlich zurückgeschrieben und sie höflich auf den Ton der Mail hingewiesen. Da hat sie sich entschuldigt.

    Im Elternabend habe ich aber immer deutlich kommuniziert, wie ich mir die Kommunikation bei welchen Themen vorstelle. Hier habe ich darauf hingewiesen, dass ich Probleme im persönlichen Gespräch klären möchte.

    Bei problematischen Sachen finde ich es sinnvoll, nicht spontan zu reagieren, sondern etwas Zeit verstreichen lassen und in Ruhe überlegen. Der Gegenüber hat sich vielleicht dann auch schon etwas beruhigt.

    Ist die Erarbeitung von neuem Wortschatz denn interessant genug für eine UPP?

    Das kommt aufs Thema an. Das Nachschlagen von Vokabeln würde ich jetzt nicht unbedingt zeigen. Bei einem geeigneten Thema kann man schon in der Einführungsstunde etwas Nettes und Abwechslungsreiches zusammenbasteln. Ich habe mit dem Englischbuch Sally gearbeitet und da waren bezüglich der Unterrichtsgestaltung gute Vorschläge drin.

    Wenn du an einem Thema arbeitest, könntest du auch die 2. Stunde dazu zeigen, wo die Vokabeln wiederholt, erweitert und in weiterführenden Texten, Aufgaben und Dialogen angewendet werden.

    Arbeitest du ganz frei oder nach einem Englischbuch?

    Unabhängig davon, dass ich die Einheit und Idee nett finde, wage ich nicht zu beurteilen, ob du dies wegen Ähnlichkeit in der Prüfung zeigen kannst.

    Um sicher zu gehen, würde ich mit den entsprechenden Personen ( Mentorin, Seminar- Fachleitung) über das Vorhaben sprechen. Dann weißt du es sicher, kannst dich in der Planung darauf einstellen und erlebst keine böse Überraschung. Ich würde mich auch nicht auf das "Nicht-Wissen" der anwesenden Prüfungskommission verlassen. Entweder ist das, was du zeigst, von der Auswahl her in Ordnung, grenzwertig oder es geht nicht. Das solltest du zur Sicherheit vorher erfragen.

    Meine Idee wäre wie von Quittengelee vorgeschlagen, z.B. die Stunden vorher zu zeigen, weil es da ja um Erarbeitung des Wortschatzes geht, was du noch nicht gezeigt hast oder eine ganz andere Stunde. Ist das eine einstündige oder doppelte Lehrprobe?

    Nachtrag:

    Unsere Referendare üben bestimmte Routinen, die sie in der Prüfung brauchen, im normalen Unterricht ein. Sie machen da ein paar ähnliche Sachen. Da geht es vor allem um Methoden, damit diese den Schülern bekannt sind.

    Ja, das ist blöd gelaufen.

    Prinzipiell finde ich es nicht gut, wenn man wieder in das alte Umfeld hineinkommt, wo man vorher Schwierigkeiten hatte. Denn alte Strukturen sind schneller geschaffen geschaffen als man denkt. Ich habe es in der Grundschule schon so erlebt, dass Eltern im Hintergrund den Konflikt noch verstärkt haben. Ganz extrem war es einmal in einer Klasse, wo sich 2 Lager um die streitenden Mädchen gebildet haben und ich alle Hände voll zu tun hatte, die ständigen Konflikte zu entschärfen. So etwas passiert schnell und niemandem ist geholfen.

    Dennoch fand ich es eine gute Entscheidung, wenn Kinder, die nicht so gut harmonieren, in verschiedene Klassen kamen. Eine Mutter hat sogar bewusst ihr Kind auf eine andere Schule gegeben, damit das Kind aus dem Umfeld herauskommt und neue Kinder kennenlernt. Oft wohnen Grundschulklassen im gleichen Wohngebiet.

    An der Stelle der Mutter wäre ich eher das Mobbing- Problem gemeinsam mit der Schule angegangen und hätte nach Lösungen gesucht, aber nicht als Lösung die Rückkehr in alte Strukturen vorgeschlagen.

    Gut finde ich, dass privat nun eine Therapie angedacht ist. Den Vorschlag von Quittengelee finde ich gut, doch noch zusätzlich auf schulische Hilfen zurückzugreifen, sofern die vorhanden sind. Gerade die Sozialarbeit, Schulpsychologie oder die Schulberatung haben gute Konzepte Mobbing zu begegnen.

    Wenn ein Kind im Unterricht ausgelacht wird, dann sollte die Lehrkraft eingreifen. Wenn es außerhalb des Unterrichts unbeobachtet geschieht, sollte die Schule Kenntnis davon erhalten, damit sie Maßnahmen ergreifen kann.

    Ansonsten würde ich der Mutter raten, neben der Therapie bei einer Kinderpsychologin das Selbstbewusstsein des Kindes zu stärken, z.B. durch ein Hobby.

    Bei uns gibt es Organisationen, die sich zur Aufgabe gemacht haben, das Selbstbewusstsein zu stärken. Da gibt es therapeutische Gruppen und auch Selbstverteidungssportarten, die damit werben. Umgang mit Tieren fördert auch das Selbstbewusstseinm, ich denke da z.B. an Reiten.

    Worin aber der Spaß besteht, sich in Serie langweilige Disziplinkonflikte auszudenken, erschließt sich mir nicht. Wenn die Schülerin wenigstens originell stören würde und man sich hier kniffligen Fragen stellen müsste! Irgendwas, wo ein abgerichtetes Frettchen eine Rolle spielt oder eine eineiige Zwillingsschwester.

    Na ja, das mit der Mutter in Kombination ist vielleicht noch ein bisschen kreativ. So fehlt noch der Tipp: Frag doch deine Mutter, wie die vorgehen würde. Des weiteren Kollegen fragen, da unterrichten noch mehr in der Klasse. (Wurde aber schon genannt.)

    Ansonsten sind manche Schwierigkeiten schon ungewöhnlich: Gleich zwei nicht erreichbare Dauererkrankte am Anfang des Schuljahrs.

    Die Begriffe gingen ein bisschen durcheinander. ;)

    Mit der Lerngruppe wechseln, meinst du dann quasi die Klasse wechseln, vermute ich einmal. Die Klassen in einer GE Schule sind vergleichsweise ziemlich klein, wie ich es aus unserer Schule in der Region kenne oder von Bekannten weiß, die an einer solchen Schule arbeiten.

    Mich wundert als GS- Lehrerin so oder so, dass man in einer Förderschule für GE zwei unterschiedliche Mentoren hat, zumal diese ja Spezialisten für diese Schulart sind.

    Die Idee die Lerngruppe zu wechseln kam auch von ihr,

    Ich habe eine Verständnisfrage: Seid ihr mehrere Referendare bei einem Mentor?

    Im anderen Thread schreibst du von einem Klassenteam. Dort dachte ich, das wäre eine von 2 Lehrern im Team geführte Klasse. Was allerdings nicht zu diesem Thread dann passt, wo du von einer Mentorin und einem Mentor in jeweils einem Fach schreibst. Jetzt denke ich, dass das Klassenteam die Lerngruppe ist. Hier wäre es gut, wenn du schreibst, was du meinst.

    Wenn du die Lerngruppe wechselst, passt dann das Fach noch?

    Wir haben an der Grundschule immer nur eine/n Referendar/in pro Mentor.

    Wenn die Seminarleitung dir selbst dies vorgeschlagen hat, dann wird sie wohl bessere Infos haben wie wir, denn sie kennt die Umstände, die wir nicht kennen. Außerdem gibt es bundeslandspezifische Eigenheiten. Ich vermute einmal, dass es um ein Ref in der Förderschule LE geht.

    Wie stellt sich die Seminarleitung das Procedere eines Wechsels vor?

    Zum Ref: Bei anderen Typen von Förderschulen wird das Ref wohl nicht so fächerspezifisch sein, sondern eher förderschwerpunktmäßig, vermute ich mal. Wäre auch meine Frage an die Sonderschulpädagogen hier, wie das Ref bezüglich Fächer oder Förderschwerpunkt eigentlich abläuft. Ich frage rein aus Interesse.

    Ich bin seit Mai im Ref an einer Förderschule...

    Über diesen Satz bin ich beim wiederholten Lesen gestolpert.

    In welchem Bundesland beginnt das Referendariat im Mai? Das müsste doch dann bald Ende vom Schuljahr sein? Wie ist dann das ganze Ref aufgebaut, wenn es so ungewöhnlich beginnt?

    Ich sitze ja alljährlich mit in der Prüfungskommission Klasse 10 und bei manchen klingt das dann eben auch noch in der Abschlussprüfung genau so- in manchen Jahrgängen sogar bei erschreckend vielen.

    Oje! Da kapieren wir schwerfälligen Erwachsenen diese spezielle Aussprache ja im VHS - Kurs schneller! Bei uns sind eher diese Färbungen der Nasallaute nicht korrekt.

    Mich wundert, was ihr beschreibt, also was Chiili beschrieben hat mit der Konjugation im Präsens. Obwohl ich nur 2 +1 Jahre Französisch ( das letzte Jahr als AG) in der Schule hatte, ist bei mir diese Aussprache ohne Probleme hängengeblieben. Und das, obwohl man früher nicht so viel frei gesprochen hat wie heute, sondern gelesen, übersetzt, die Grammatik gepaukt und die Vokabeln geübt hat.

    Ich habe während meines Refs die Mentoren / Ausbildungslehrkräfte bewusst gewechselt um anderen Input zu bekommen.

    Mich wundert, dass das Wechseln so einfach ging. Bei jemandem anderen zu hospitieren, das geht bei uns schon und ist auch empfehlenswert, wenn sich jemand bereit erklärt, aber gleich den Mentor bzw. die Mentorin zu wechseln, geht bei uns nicht (so leicht).

    Ich schreibe es einmal anders herum:

    Man kann froh sein, dass es überhaupt LehrerInnen gibt, die bereit sind, diese Arbeit zu machen. Der Zeitaufwand und die Belastung steht in keinem Verhältnis zu dem, was man dafür "bekommt". Bei uns ist es eine Stunde Ermäßigung.

    Als Mentor muss man den Lernenen zuliebe oft Themen und Stunden umstellen, obwohl es nicht in den natürlichen Ablauf der Klasse passt. Dann bereitet man selbst mit größerem Aufwand sehenswerte Stunden für die Referendare vor, führt einige Gespräche mit den Referendaren bezüglich deren Aktionen usw. Der Aufwand ist für denjenigen, der Mentor macht, sehr hoch. Schwierig wird es, wenn die Chemie nicht passt, das soll ja auch vorkommen.

    Allerdings gibt es Leute, die machen das gern, aber die sind rar gesät. Um diesen "Job" reißen sich die wenigsten.

    Die Schüler können besser präsentieren als früher, das stimmt. Das wird ungefähr seit der Jahrtausendwende auch in den Grundschulen gelernt und steht in den Lehrplänen.

    Aber:

    Ausnahmslos alle Antworten kamen ziemlich offensichtlich in den Texten vor (hatte sie selbst verfasst), trotzdem haben die einen totalen Mist zusammengegoogelt und den dann so schön präsentiert, dass mir fast die Tränen heruntergelaufen sind.


    Kommt einem auf den ersten Blick falsch vor, aber ist auch ne Kompetenz, mit der man im späteren Leben was anfangen kann. Wenn ich denke, was ich in meinem (Vor-)Leben als Nicht-Lehrer schon alles für Mist präsentieren musste..

    Mir kommt dies prinzipiell falsch vor. Denn falsche Tatsachen wirksam zu präsentieren darf nicht das Ziel sein. Auch nicht aus dünnen Tatsachen Größeres machen. Damit werden Leute hintergangen und falsche Wahrheiten in die Welt gesetzt, was für die, die das für bare Münze nehmen, weitreichende negative Folgen haben kann. Da gibt es schon genug Blender, die das wunderbar können.

    Ich habe nichts gegen das gute Präsentieren, aber es sollte eins zu eins zur Sache stimmen. Das sollte mit ein Ziel bei Präsentationen in der Schule sein.

    Standen die Schriftnoten bei euch im Grundschulzeugnis? (bei mir nicht)

    Falls du es auf mich beziehst: ich ging ca. 10 Jahre vor dir zur Grundschule. Ich glaube, dass sich in den 70igern einiges getan hat. Als ich später studierte, hatte man vorher den Lehrplan geändert und plötzlich viel mehr Wissenschaftlichkeit hineingebracht. In diesem Zug wurde auch Heimatkunde neu definiert in Richtung Sachkunde. Für mich waren schon an der PH einige Sachen anders als ich sie von der eigenen Grundschulzeit kannte.

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