Nachtrag: Was ich noch vergessen habe: Für eine andere Stelle musste wieder ein normales Bewerbungsverfahren durchlaufen werden, also man hat u.U. Konkurrenz. Es war also nicht garantiert, dass man eine gleichwertige Stelle bekam. Das Schulamt hat demnach nur geschaut, ob es eine Möglichkeit gibt, irgendwo die Tätigkeit auszuüben, aber eine Garantie gab es nicht.
Beiträge von Caro07
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Bei uns ist einmal eine 2. Konrektorenstelle wegen Schülerrückgangs weggefallen. (So weit ich weiß, ist da die magische Grenze 500. Bei kleineren Schulen kenne ich nicht die Schülerzahl für eine Konrektorenstelle. )
Dann hat man demjenigen vom Schulamt her ein Angebot für eine Konrektorenstelle an einer anderen Schule gemacht. An unserer Schule konnte derjenige nicht mehr bleiben ohne Zurückstufung. (Das wäre die andere Option gewesen: An der Schule bleiben, aber dann wieder als Lehrkraft.) Ich kenne KonrektorInnen, die aus diversen Gründen ihre Funktionsstelle zurückgegeben haben und dann wieder als normale LehrerInnen weiter gearbeitet haben.
angeljess : Ich würde mich an deiner Stelle, wie du schon geschrieben hast, beim Personalrat erkundigen. Das sind Leute aus den Lehrerverbänden, die wissen sicher Genaues.
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Wie äußert sich die Praxisbetonung an bayerischen Mittelschulen? Aus Sachsen kann ich dazu leider nichts Positives berichten.
Das kann vielleicht besser jemand von der Mittelschule beantworten.
Es gibt doch einige Inhalte und Fächer, die auf die Berufsorientierung und auch die Alltagskompetenz ausgerichtet sind. Zudem gibt es an der Mittelschule mehr Unterstützung und das Klassenlehrerprinzip.
Hier sind die Fächer der Mittelschule aufgelistet. Unter 1.3. findest du hier die profilbildenden Elemente der Mittelschule.
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Source: bayrische Überheblichkeit.
Ist das auf die hier anwesenden Lehrkräfte bezogen?
Oder von wem geht diese deiner Meinung nach aus?
In meinen Augen scherst du pauschal alle Einwohner Bayerns über einen Kamm.
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Ich habe auch alles gelesen. Ich denke, dass du den falschen Blickwinkel auf Schule in Bezug auf das Lehrerdasein hast. Ein Lehrer ist an einer anderen Position als ein Schüler. Als Lehrkraft kann dir Schule nicht mehr das erfüllen, was du als Schüler erfahren hast.
Wenn du dich mit den Aufgaben eines Lehrers und der Lehrerrolle auseinandersetzt - dazu gibt es sicher auch Literatur - wirst du da bald zu der Erkenntnis gelangen.
Du hast vieles richtig erkannt. Abseits von der sachlichen Betrachtung der Lehrer- und Schülerrolle würde ich dir vorschlagen, dass in Bezug auf deine geschilderten emotionalen Schwierigkeiten dir professionelle Hilfe suchst, da gibt es ja einige Möglichkeiten. Ich könnte mir da die Technik "Aufstellungen" ganz gut vorstellen, die Beziehungen aufdeckt und Änderungsmöglichkeiten reflektiert.
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In Bayern hat sich doch die Mittelschule (frühere Hauptschule) auch konsolidiert, eben weil es noch die verbindliche Empfehlung gibt. Hier besuchen immer noch ca. 30 Prozent eines Jahrgangs diese Schulform.
Viele gehen aber nicht freiwillig auf die Mittelschule, sondern weil der Schnitt für andere Schularten nicht erreicht ist.
Ich würde behaupten, dass die Mittelschule auch deswegen ein gutes Ansehen in Bayern hat, weil Betriebe wissen, dass hinter einem Mittelschulabschluss auch wirklich Qualität steckt.
In der Mittelschule macht man verschiedene Abschlüsse: siehe Link Nicht alle der Abschlüsse haben "wirkliche Qualität".
Und so sieht es auch in Bayern so aus, dass fast alle Eltern der Grundschule die Mittelschule für ihre Kinder vermeiden wollen. Nur wenige sind der Mittelschule als Schulform gegenüber von vorneherein positiv gestimmt und sehen die spezifischen Vorteile dieser Schule (praxisbetont, lernen in kleinen Schritten). Mein Eindruck, den ich in einer Hospitation gewonnen habe, ist, dass auch hier das Niveau im Lauf der Jahre abgesunken ist. Vor 20 Jahren hatte ich selbst in der Mittelschule für längere Zeit unterrichtet.
Letztendlich geht jeder, der es irgendwie schafft, mindestens auf die Realschule. Dort ist allerdings ebenso der Trend erkennbar, dass vermehrt Schüler nur sehr grenzwertig mitkommen und eigentlich den Anforderungen nur schlecht gewachsen sind.
Die Einstellung zur Mittelschule ändert sich dann, wenn Schüler die Realschule nicht packen und dann auf den M- Zweig der Mittelschule gehen. Wenn man auf den M- Zweig (mittlerer Abschluss) kommt, dann wird das in der Regel wieder positiv gesehen.
In der Grundschule haben wir in den letzten Jahren eine verstärkt heterogene Schülerschaft. Viele, die früher eine Förderschule besucht haben, gehen jetzt eher auf die Grundschule und weiter auf die Mittelschule. Um diese Schüler mitzunehmen, muss sich die Mittelschule anpassen. Nach der 6. Klasse, geht jeder, der es irgendwie schafft, auf den M- Zweig, der einen guten Ruf hat. Dort treffen sie dann auf abgegangene Realschüler.
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Der bayerische Grundschullehrplan hat auch die Kinderrechte zum Thema. Manchmal findet man im Lehrplan Vorschläge für den Unterricht.
Hier hat es ausführliche Vorschläge, vielleicht ist etwas dabei:
https://www.lehrplanplus.bayern.de/sixcms/media.p…_19.07.2022.pdf
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Ich kann leider auch nicht viel dazu sagen, da ich Englisch in Bayern unterrichtet habe. Ich habe kein Englisch studiert, aber die für Bayern relevante Sprachprüfung gemacht und die obligatorische Fachdidaktikfortbildung danach besucht.
Bei mir war jetzt die Sprachprüfung vom Sprechen her kein Problem, da ich vorher öfter in englischsprachigen Ländern war und mich darauf unabhängig von meinem Englischabiturwissen vorbereitet habe, weil es mir Spaß macht, die Sprache zu sprechen.
Bei der Prüfung, die nach einem Punkteverfahren ging, habe ich gemerkt, dass ich im Vergleich zu den anderen Feldern in Grammatik Nachholbedarf habe (zu viel vergessen seit dem Abi). Deswegen habe ich aus eigenem Interesse bei der VHS einen Kurs belegt, der Grammatik als Schwerpunkt hatte. Gut war, dass er auch die Konversation förderte.
Falls du jetzt nichts Konkretes in Erfahrung bringen kannst, würde ich abwarten, zumal du ja sagst, dass das Mündliche kein Problem ist. Ansonsten habe ich gesehen, dass es an der VHS Kurse mit hohem Level gibt. Vielleicht wäre das noch eine Möglichkeit.
Wenn du für einen Monat in ein englischsprachiges Land gehst, wirst du eher deine englische Kommunikation verbessern, weniger die fachwissenschaftlichen Hintergründe beleuchten.
Ich war im Laufe der Jahre in England auf Sprachsschulen im Rahmen der Grundschulfortbildung. Grammatikalisch bin ich da nur beschränkt weitergekommen, denn man musste ja erstmal alles auf Englisch verstehen und auch kommunzieren. Literaturwissenschaft haben wir nie im Rahmen von Grundschulfortbildungen gemacht (im Grundschulunterricht hat man es nur mit einfachen Kinderbüchern zu tun), eher einmal ein bisschen Sprachwissenschaft in Bezug darauf, woher bestimmte Wörter kommen. (Das war in England, da musste man höllisch aufpassen, dass man alle Erklärungen der Native Speakers versteht.)
In Bayern sind die Seminare auf den Unterricht und das Drumherum ausgerichtet. Die Frage wäre, ob man sich in Sprachwissenschaft und Literaturwissenschaft auch einlesen könnte, wenn so etwas in der Sachanalyse bei der Unterrichtsplanung verlangt wird. Aber du wolltest ja die Auskunft für NRW, das muss jemand vom Bundesland schreiben.
Noch etwas zum Unterricht, das wird in NRW nicht anders sein:
Im Grundschulunterricht redet man auf englisch eher in einer einfachen Sprache, weil sonst die Kinder nicht viel verstehen. Man benutzt neben den classroom phrases den Wortschatz, den man einführt oder den man schon gemacht hat.
Die Lehrerbände der Englischbücher in Englisch geben viele Modellsätze vor, die man benutzen kann. Zumindest ist das so in den Lehrwerken, die ich kenne.
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Also, die bindende Grundschulempfehlung in Bayern hat riesen Nachteile den Unterricht und auch die Familien betreffend. Das ist ein Gehetzte und ein Gepauke für Kinder, Eltern und Lehrkräfte.
Durch die Vorschrift, eine gewisse Anzahl an Proben zu schreiben und probefreien Zeiten einzuhalten, hetzt man in der vierten Klasse ganz schön durch den Unterrichtsstoff in D, M und HSU. Viele Eltern und Kinder hetzen zwangsläufig mit, weil fast jede Woche 1-2 Proben bis Mitte/Ende April geschrieben werden. (Es kommen ja noch andere Nebenfächer dazu.) Der Druck wird vor allem dann groß, wenn dem Kind nicht alles locker von der Hand geht.
Das, was ich geschildert habe, kommt quasi noch oben drauf auf die Erwartungshaltungen einiger Eltern den Lehrkräften gegenüber. Diese wird man wohl auch in der weiterführenden Schule haben, wenn die Empfehlung frei ist.
Ich wäre für eine Mischform der Empfehlung und einem Probejahr auf der gewählten weiterführenden Schule.
So, wie das vierte Schuljahr im Augenblick in Bayern läuft, ist das zu stressbehaftet und das Gegenteil davon, wie Grundschulunterricht sein sollte. Es kann nicht sein, dass wir erst ab Mai wieder normalen Unterricht ohne Probenstress unter dem Damoklesschwert "Prüfung" machen können. Viele Eltern begreifen die Monate von Oktober - April als reine Prüfungsmonate. Das kann nicht sein, dass man fast ein ganzes Schuljahr mit jeder Probe in D, M und HSU und jeder gegebenen Note das Gefühl hat, dass das Kind ständig "Prüfungen" schreibt.
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Die Jugendlichen mit ADHS-Diagnose, mit denen ich zu tun habe, kommen zu 90 % nicht aus "solchen Verhältnissen".
Kann ich so bestätigen. Diagnostizierte ADHS konnte ich bei meinen Schülern nicht am Millieu festmachen. Es muss auf der anderen Seite nicht immer ADHS sein, wenn ein Kind Verhaltensprobleme hat.
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Ich habe es auch erst mit einer 0815 Lesebrille versucht. Die hatte ich immer auf dem Pult liegen und beim Rumlaufen auf dem Kopf. Für den Computer habe ich mir eine teure professionelle "Computerbrille" machen lassen, aber mit dem Effekt, dass ich sie fast nie benutzt und immer die Lesebrille genommen habe, weil ich mit der besser sehen konnte. Bei uns in der Wohnung liegen und lagen immer Brillen an verschiedenen Orten griffbereit herum, denn mein Mann nutzt hauptsächlich die Lesebrille.

Irgendwann ging es mit der reinen Lesebrille nicht mehr, denn ich konnte zusätzlich in der Ferne nicht mehr alles so gut erkennen. Dann war es Zeit für eine Gleitsichtbrille, auch fürs Autofahren. Ich habe mir die teuren Gläser reinmachen lassen, weil ich Angst hatte, dass ich mich nicht richtig daran gewöhne, denn die teuren Gläser haben ein breiteres Sichtfeld. Bei der billigeren Variante muss man den Kopf mehr bewegen. Ich hatte absolut keine Umstellungsschwierigkeiten. Inzwischen habe ich zwei Brillen mit Gleitsicht, die zweite ist eine billigere Variante, ich merke keinen Unterschied.
Das Gute ist, ich brauche für nichts Weiteres eine weitere Brille, auch keine Computerbrille. Mit der Gleitsichtbrille geht alles.
Ich nehme mir allerdings vor, auch mal ohne Brille zu sein, damit die Augen etwas zu tun haben.
Ich würde es wieder so machen, wie ich es gemacht habe: So lange, wie es geht eine Lesebrille nehmen und wenn es nervt, einen Schritt weiter. Vielleicht würde ich mir dieses Mal die Lesebrille, die ich länger brauche, vom Optiker machen lassen.
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Der Artikel von Meyerhöfer ist von 2013, also ca. 11 Jahre alt.
Wegen der in die Jahre kommenden Aussagen kann man diese vernachlässigen, denke ich, es ist einfach nicht aktuell und außerdem scheint Meyerhöfer schlecht informiert. Auch vor 11 Jahren hat man sich überlegt, wie man geschickt rechnen kann und warum. Das gehört doch schon lange in den Grundschulunterricht. Den Umbruch (mehr hin zum Verständnis, zum Entdecken) bekam ich in Bayern um die Jahrtausendwende mit. Da gab es den neuen Lehrplan 2000. Inzwischen macht man doch sehr viel zur Zahlenvorstellung und zum Verständnis, natürlich alters- und entwicklungsangepasst.
In Wikipedia findet man einiges über Meyerhöfer, angeblich arbeitet er seit 2020 an einer Schule in Potsdam, eine reformpädagogische Schule, wo er allerdings nicht als Lehrkraft gelistet ist. Der Lebenslauf, wie er in Wiki geschildert ist, zeugt davon, dass er einige "spezielle" Ansichten hat.
https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfram_Meyerh%C3%B6fer
Ich war schon öfter in Fortbildungen über Dyskalkulie und da gab es auch einmal ein interessantes Sympositum, wo Vertreter verschiedener Ansätze zu Wort kamen (aus der Forschung - Unis, PHs - und aus der Praxis -Therapeuten), wie man versucht, der Dyskalkulie zu begegnen. Einig waren sich alle Ansätze, dass es den Dyskalkulikern an konkreter Zahlenvorstellung fehlt und dass diese viel mehr Mühe haben, diese aufzubauen (quasi über ein inneres optisches Bild). Und da geht es eben um gezielte Wege dorthin. Ich denke, das gilt auch jetzt noch, doch man ist sicher heute durch weitere Forschungen und Erfahrungen auf einem aktuelleren Stand.
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Da ist meine Ärztin aber fair. Ich zahle gerundet zwischen 150 und 250 € (außer Laborkosten), je nachdem was noch im Ultraschall dazukam. Schau auch auf die Steigerungssätze! Ich hatte einmal Probleme mit der Beihilfe, als ein Arzt (aber Hausarzt) einen zu hohen Steigerungssatz für einen Ultraschall angesetzt hatte. Urinabgabe inkl. Blasenkrebsvorsorge ist bei meiner Ärztin Standard und kostet nicht die Welt.
Die Posten bzw. die GOÄ - Nummern kann man im Internet recherchieren. Ich würde nachfragen, denn es ist manchmal so, dass einfach automatisch nach Programm bei solchen Untersuchungen die Standardziffern eingegeben werden. Das habe ich bei anderen Ärzten auch schon erlebt.
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Manche Kollegen rennen direkt zum Schulleiter. Wegen einer ungenutzten Tafel! Bei einem neuen Kollegen! Definitiv ohne zuerst diesen selbst anzusprechen.
Wahrscheinlich liegt es dann auch am Verhalten des Schulleiters. Wenn er da ein offenes Ohr zeigt, dann fühlt man sich ermutigt. So etwas habe ich immer bei neuen Schulleitungen bezüglich der Eltern gesehen. Wenn die Schulleitung kommuniziert, dass man mit allen Problemen zu ihr kommen kann, dann ist dem Tür und Tor geöffnet. Bei uns war es dann meistens so, dass sich die Schulleitungen schwer taten, zurückzurudern.
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An meiner Schule gab es zwar kein Beschwerdekonzept, aber dennoch kam diese Art meines Wissens nicht vor bzw. hat es wahrscheinlich die Schulleitung so geschickt abgefangen, dass wir nichts mitbekommen haben.
In der Anfangskonferenz wurde auf wichtige Dinge hingewiesen und wir bekamen einiges schriftlich, obwohl es sich fast jedes Schuljahr wiederholt hat.
Beschwerden über einzelne wurden in der Regel an die entsprechenden Personen verwiesen.
Ich war lange im Schulentwicklungsteam, wo die Schulleitung dabei war. Da haben wir u.a. im kleinen Kreis angesprochen, welche Dinge nicht funktionieren und was verbesserungswürdig ist (nicht auf bestimmte Kollegen bezogen). Wenn uns bzw. der Schulleitung der Punkt wichtig genug erschien, wurde er auf die Tagesordnung der nächsten GLK oder Dienstbesprechung gesetzt. Manchmal haben auch einzelne oder kleine Gruppen oder installierte Teams TOPs beantragt, die negativ aufgefallen sind und die man gerne besprechen wollte um hier eine Lösung zu finden.
Der Schlendrian ist immer schnell drin. Das wurde so sachlich besprochen, dass sich niemand auf den Schlips getreten fühlte.
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Heute in der Zeitung gelesen und jetzt im Internet gefunden:
Bayerische AFD- Abgeordnete wollen zur Präsidentenwahl nach Russland (nach Einladung)
https://www.br.de/nachrichten/ba…ussland,U6RGJhh
Interessant, dass sie es so offensichtlich machen... Will Russland hier Einfluss nehmen?
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Aus welchen Quellen resultiert deine Analyse? Das finde ich sehr verallgemeinernd und ist fern meiner anekdotischen Erfahrungen.
Wir haben ein paar Freunde und Bekannte in den USA, die wir hin und wieder im Zusammenhang mit USA-Reisen besuchen. Allerdings sind alle aus der Mittelschicht, da ist keiner (extrem) religiös oder verblödet, noch fürchten sie um ihre "weißen Privilegien". "Weiße Privilegien" finde ich auch nicht so zielführend, denn in deren Bekanntenkreis kommen unterschiedliche Menschen aller Hauptfarben vor, die zur Mittelschicht gehören. Es kommt doch eher darauf an, welchen Beruf man erlernt hat.
Ich könnte aus meinen persönlichen Eindrücken im Land keine Analyse wagen, ich habe nur mehr oder weniger ein paar Eindrücke.
Ich sehe und empfinde es so, dass hier in Europa die USA anders dargestellt wird wie sich die US- Amerikaner selbst begreifen.
Für viele US- Amerikaner ist die Einwanderungsgeschichte wichtig, also Irland, England usw. Sie wissen genau darüber Bescheid, woher ihre Vorfahren kamen. Das wird viel häufiger in normalen Gesprächen erwähnt.
Extremer als bei uns ist die Beeinflussung durch die demokratennahen oder republikanernahen TV-Sender, die dasselbe Thema aus ihrer Sicht darstellen. Es wird immer etwas Schlechtes bei den Personen der anderen Partei gesucht, vor persönlichen Bereichen wird nicht Halt gemacht.
Ein Bekannter sagte uns, dass die beiden Parteien allerdings auf regionaler Ebene gut zusammenarbeiten.
Es gibt so viele Staaten in den USA, die haben unterschiedliche Gesichter.
Warum Trump so viel Erfolg hat? Es hängt sicher mit dem Flüchtlingsproblem an der Südgrenze zusammen, wo die USA regelrecht von Flüchtlingen überrannt werden. Das hat inzwischen Ausmaße angenommen. Die Demokraten haben dieses Problem anscheinend noch weniger in Griff bekommen, wie viele dort meinen. Inzwischen muss man in Kalifornien zusätzlich alles auf spanisch übersetzen, weil dort so viele (illegale) Einwanderer aus Mittel- und Südamerika leben. (Auffallend: Als wir vor ein paar Monaten in den USA in einem Staat im Mittelwesten waren, gab es einen Alarm über eine gesuchte Person auf dem Handy. Dieser war auf englisch und spanisch.)
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Nachfrage:
Mich wundert, dass du eine kleine OGS als Nachtteil siehst. Gibt es da Aufnahmeprobleme?
Meine (ehemalige) Schule hat eine große OGS und das ist sehr problembehaftet wegen der Vielzahl der Kinder.
Eine nicht funktionierende Webseite würde ich nicht als Qualitätsmerkmal sehen. Viele Grundschulen haben nicht die Ressourcen und Energie eine solche zu pflegen.
Wenn der Schulweg unübersichtlich ist, wäre es mir wichtig, dass mindestens 2 Kinder zusammengehen können, wenn niemand das Kind bringen bzw. holen kann.
In der Schule lernt man neue Freunde kennen, möglichst viele Kindergartenfreunde wären für mich kein Kriterium, eher, dass ein Kind oder mehrere in der Nähe wohnen, mit dem man gehen kann.
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Wie ist das heute - wie flexibel ist man in der Stundeneinteilung? Muss man sich streng an den Stundenplan halten oder reicht es "wenn am Ende des Monats die Stundenverteilung insgesamt stimmt"?
Bei mir war es ähnlich wie bei pepe. Ich habe alle Fächer außer Religion und WTG in meiner eigenen Klasse unterrichtet und habe die Stunden flexibel gestaltet. Ich habe mich zwar am Stundenplan orientiert - die Fächer habe ich zu Beginn des Schuljahrs selbst so angeordnet, wie es mir am sinnvollsten erschien- doch gab es wegen der Themen oft Verschiebungen. Ungern unterbricht man ein Experiment in HSU z.B. oder macht etwas nicht fertig. Dafür habe ich dann das folgende verkürzte Fach anderweitig nachgeholt. So war es möglich, besser auf die Bedürfnisse der Klasse einzugehen und auch den Vormittag besser zu rhythmisieren. Diese Art von Unterrichten fand ich sehr gewinnbringend und unterm Strich erfolgreicher als diese vorgegebenen 45 min Einheiten. Ich hatte nie Lücken drin, die ich mit Tafel - Spielen wie "Galgenmännchen" usw. füllen musste, (kenne ich so vom Fachunterricht der Sekundarstufe, wenn mal die Luft raus war oder das Thema fertig) sondern in solchen Situationen gab es dann etwas Nettes aus anderen Fächern wie Musik, Kunst oder Englisch.
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...kann es nur noch eine Stunde Englisch geben
Diese eine Stunde Englisch wird nicht viel bringen, dann kann man an den weiterführenden Schulen mit diesem Fach wirklich von vorne anfangen und darf nichts mehr voraussetzen.
Den Englisch Unterricht in der Grundschule könnte man streichen. Ich habe nie verstanden, was das soll.
Vielleicht etwas zur Geschichte: Als man den Fremdsprachenunterricht in der Grundschule einführte - am Anfang konnten die Schulen noch zwischen verschiedenen Fremdsprachen wählen - dachte man, ein Frühbeginn sei deswegen gewinnbringend, weil kleine Kinder Sprache intuitiv lernen. Man dachte, Grundschüler fallen auch noch unter diese Gruppe. Deswegen war es zur damaligen Zeit wichtig, dass der Fremdsprachenunterricht möglichst einsprachig mit Originalliteratur und möglichst von gut sprechenden Lehrkräften gehalten wurde. Am Anfang war deswegen auch Schreiben verpönt. Es ging um den intuitiven Unterricht in einer Fremdsprache. In Bayern ist man bald auf Englisch umgeschwenkt - die Lehrkräfte mussten eine Prüfung machen. Erwünscht war, dass möglichst die Klassenlehrkraft den Englischunterricht gibt um immer wieder im Vormittag kleine Englischeinheiten einzubauen. Irgendwie scheitert dies natürlich an der Wirklichkeit. Nicht jede Klassenlehrkraft der 3. Klasse kann guten Englischunterricht geben und hat auch die Lehrbefugnis nicht.
Mit der Zeit hat sich der Unterricht gewandelt. Jetzt ist es so, dass man sich auf den Sekundarstufenunterricht zubewegt hat. Also man schreibt jetzt und liest auch. Man übt englische Floskeln in Rollenspielen ein und übt das Hörverstehen. Klar sind die Vokabeln dann bald auf der weiterführenden Schule eingeholt, aber irgendwie wurden da schon grundsätzlich Grundlagen gelegt, wenn der Unterricht so gemacht wurde, wie es beabsichtigt war. Ich kann das jetzt mit Sicherheit so schreiben, weil ich diese Rückmeldung selbst so bekommen habe.
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