Beiträge von Caro07

    Aiwangers Lebensgefährtin: Das Interview findet man im Netz aufgezeichnet. Ich finde immer ganz gut, wenn man die Personen hört und sieht.
    Hier das Interview des Mitschülers im BR, der sich mit vollem Namen zu erkennen gibt:

    Mitschüler im Interview

    Klingt glaubwürdig. Wenn es so war, wie der Mitschüler schildert, muss sich auch Aiwanger erinnern.

    Man liest verschiedentlich in Kommentaren, dass es anscheinend in Teilen Bayerns üblich war, solche Witze zu machen.

    Ich kenne das aus Ba-Wü nicht, ich bin allerdings in den 70igern in der Oberstufe gewesen, in den 80igern habe ich an Grund- und Hauptschulen unterrichtet. Das Hakenkreuz ist mir als Lehrerin schon ab und zu begegnet, aber da wurde dagegen vorgegangen, das fiel nicht unter den Tisch. Das Zeichen zu benutzen war etwas ganz Schlimmes, so meine Erinnerung.

    Zunächst würde mich aber ehrlich interessieren, was ihr davon haltet. Kennt ihr das, ist das so, ist das "schlimm" oder "geht noch"?

    Meine Gedanken:

    Die Heterogenität scheint schon enorm zu sein. Gezeigt wird im Film hauptsächlich die ausdifferenzierte, individuelle Förderung. Das ist eine andere Art von Unterricht. Es ist die Frage, wie viel Zeit während des Unterrichtsbesuches der Kinder diese Art in Anspruch nimmt. Werden Deutsch und Mathematik nur so an das Kinder gebracht? Man hat Kinder gesehen, die gewartet haben, bis jemand zu ihnen kam. Diese Art von Unterricht braucht sehr viel Personal, die Schweiz scheint da besser aufgestellt zu sein. Logopädie, psychomotorisches Training während der Schulzeit - toll, hier ist da nicht daran zu denken. Ist das denn eine Ganztagsschule?

    Viel gemeinschaftliche Aktionen der Klasse (bis auf diese Woche und die Meditation) hat man nicht gesehen. Ich selbst finde schon, dass man in der Grundschule in den verschiedenen Fächern immer wieder Elemente haben muss, die das gemeinschaftliche Erlebnis fördern. Das verringert Konflikte und man lernt miteinander auszukommen. Dieser Einblick fehlt im Film.

    In solchen Klassen muss man wohl anders und viel indiviudeller unterrichten. Ich hatte jahrelang Kooperationsklassen, also mehrere Kinder mit diagnostiziertem sonderpädagogischem Förderbedarf in der Klasse (z.B. Hörminderung, Förderbedarf lernen, ADS, ADHS, LRS, Dyskalkulie), aber so extrem musste ich nicht differenzieren und ich konnte doch noch gemeinsam an einem Thema arbeiten unter dem Einsatz von verschiedenen kooperativen Unterrichtsformen und über einige offene Unterrichtsphasen individueller differenzieren.

    Wie die einzelnen Kinder sich gezeigt haben, ist mir nicht unbekannt. Diese extreme Tafelschmiererei kenne ich in der Grundschule nicht - man weiß nicht, ob das in der gezeigten Schule öfter vorkommt. Wenn ja, würde ich erwarten, dass man versucht in der Grundschule aufklärerisch bzw. erzieherisch tätig zu werden, sodass es nachhaltig ist. Ein bisschen hat man davon gesehen. Renitente Grundschüler hat man auch nicht gesehen, an meiner Schule kommt so etwas schon einmal vor - die Pausenaufsicht ist entsprechend anstrengend.

    Meine Bewunderung gilt den gezeigten Lehrkräften - man hat hier den Idealismus gemerkt, wie sie versucht haben, die Kinder so zu sehen wie sie sind und dort abzuholen, wo sie stehen. Die Bereitschaft war groß, sich immer wieder über die Kinder Gedanken zu machen und auch durch Aktionen (wie die Begrüßung und Verabschiedung) gute Beziehungen zu den Schülern herzustellen.

    Na ja, das hätte doch ein Deich irgendwo sein können. Ich habe gerade nach Deich und Schafe gegoogelt. Ich wusste gar nicht, dass es "Deich-Schafe" gibt. Vielleicht sollte ich mal wieder an der Nord- oder Ostsee Urlaub machen. ;)

    Hat jemand von euch schon einmal das ganze fragliche Flugblatt gelesen? Da kommt man ja gut im Internet ran.

    In der Einleitung wird zu einem Wettbewerb aufgerufen, wer der größte Vaterlandsverräter sei. Teilnahmeberechtigt wäre jeder, der Deutscher ist und sich auf deutschem Boden aufhält. Total hirnrissig, heute würde tatsächlich eine andere Zielgruppe drinstehen, wenn es einen ernsten faschistischen Hintergrund hätte. Dann kommt die Aufzählung der Gewinne in Richtung Dachau... heute kaum zu ertragen.

    Komische Zusammenhänge, ich kann mir schon vorstellen, dass die Aussage von Aiwangers Bruder stimmen könnte, dass er Rache an seinen Lehrern üben wollte.

    Hier kann man etwas über die Motivation lesen, warum der Lehrer den Stein ins Rollen gebracht hat. Ich lese da eine subjektive politische Einstellung des Lehrers heraus. Will er Aiwanger verhindern? Erhofft er sich einen Wahlausgang in seinem Sinn?

    Ich selbst bin kein Aiwanger-Fan, vieles, was er sagt, sorgt bei mir für Kopfschütteln. Der kommt mir oft vor, wie ein Elefant im Porzellanladen...Allerdings finde ich den Kultusminister der Freien Wähler besser als die voherigen CSU- Kultus-Minister bis auf Spaenle, der war auch nicht so übel. Der BLLV scheint mit Piazolo ganz gut zu können und dieser scheint auch zuzuhören.

    Die ganze Aiwanger-Affaire sehe ich so, wie Antimon schon beschrieben hat.

    Beihilfeergänzungstarif? Welche Versicherung ist das?

    Würde mich auch interessieren. Ich bin bei der Debeka.

    Zum erhöhten Saz (über 2,3 bis 3,5 fachen): Die Beihilfe sagte mir, dass jeder einzelne Posten begründet sein müsse. Wegen fehlender Begründung wurde bei mir von der Beihilfe auch schon mal öfter die Steigerung abgelehnt.

    Danke für eure Einschätzungen. Ich lasse es lieber vorerst und arbeite weiter 1-2x die Woche als Schulbegleiterin.

    20 Semesterwochenstunden entsprechen im Schnitt einer Vollzeitstudium und einer 40h Woche.

    Schulbegleitung finde ich besser in deiner Situation. Auch Hausaufgabenbetreuung bei der Nachmittagsbetreuung, Nachhilfe... das sind alles bessere Optionen, wenn man noch studiert. Ich selbst habe mir beim Studium mit Einzelinstrumentalunterricht und einem Putzjob etwas dazu verdient. Das war ohne großen Stress machbar.

    Ich finde diese Art so oder so hart, weil du hier schon ohne vollständige Ausbildung eigenständigen Unterricht machen sollst.

    Unsere ausgebildete DAZ Lehrerin erzählte öfter schon, dass es disziplinmäßig teilweise schwierig wäre, alle unter einen Hut zu bringen, weil die Kinder aus unterschiedlichen Klassen und Nationen kämen, unterschiedlich motiviert wären und unterschiedliche Wissensstände haben. An meiner Schule sind die Gruppen allerdings eher groß. Aber vielleicht ist es an der Schule, wo du hinwillst, etwas gemütlicher.

    Ich würde auch mit ganz wenig Stunden anfangen und schauen, ob das überhaupt für dich machbar ist.

    Wenn die Schule jemanden mit höherer Qualifikation hat, dann wird sie diese/n nehmen und nicht eine Studentin. Normalerweise gibt es aber nicht so viele Bewerberinnen für DAZ alleine, die darauf spezialisiert sind. Das lag dann gar nicht an deinen Antworten.

    Obige Fragen beziehen sich dann eher auf jemanden, der fertig ausgebildet ist und es beabsichtigt wird, diesen länger einzustellen. Meine Schulleitung übrigens hätte ein solches Bewerbungsgespräch mit diesen Fragen nicht geführt. Bei der nächsten Schule läuft das Vorstellungsgespräch vielleicht anders.

    Gehe einfach entspannt in das Vorstellungsgespräch und versuche dich möglichst im Aufgabenfeld - also in DAZ - kompetent zu machen. Mehr wirst du in dieser Ausbildungsphase als Studentin eher nicht leisten können. An meiner Schule waren sie immer froh, wenn sie überhaupt jemand für DAZ gefunden haben. Jetzt haben wir jemanden Längerfristiges.

    Um welches Bundesland handelt es sich?

    Wie kommst du auf die Fragen? Hat man die dir zur Vorbereitung gegeben?

    Ich selbst wundere mich über die meisten Fragen, wenn man eine Vertretung für DAZ sucht. Sind die überhaupt realistisch?

    Ich denke, bei einem Vorstellungsgespräch will man dich etwas kennenlernen und einen Gesamteindruck von dir gewinnen. Bezüglich DAZ könnte ich mir vorstellen, dass man dich fragen wird.

    Bei uns würde man in Bezug auf Unterrichtsstörungen eher erklären, dass wir bestimmte Unterstützungsmaßnahmen haben. Bezüglich der Heterogenität würde man dir an meiner Schule die unterschiedlichen DAZ- Materialien zeigen, mit denen du arbeiten kannst. Einbringen im Team würde bei uns von Studenten nicht verlangt, höchstens bei DAZ. Ich glaube, dass du eher erklären müsstest, wie du dir den DAZ- Unterricht vorstellst, wie du ihn umsetzen willst. Der Rest ist nicht so wichtig.

    Bei der RS weiß ich nicht.

    Den Quereinstieg zur Realschule hat schon jemand verlinkt. Die Fristen sind zwar schon abgelaufen, aber in der pdf Datei unten stehen Ansprechpartner.

    LonelyZ : Falls du dich für den Quereinstieg für die Realschule interessierst, kannst du ja dort anrufen oder per Mail Kontakt aufnehmen. Dann weißt du es ganz genau. Fachlich stehen da zumindest einmal deine Wunschfächer.

    Die Formulierungen der Voraussetzungen finde ich in der pdf - Datei etwas missverständlich, da irgendwie auch Fachhochschulen aus anderen Bundesländern ins Spiel kommen, so wie ich es verstehe. Interessant wäre es in diesem Zusammenhang noch das Bayerische Hochschulinnovationsgesetz anzuschauen, weil man in der pdf- Datei darauf Bezug nimmt.

    Die Regeln für den Quereinstieg Gymnasium sind hier festgelegt.

    Informatik ginge wohl, allerdings nehmen sie in der aktuellen Bewerbungsphase bayernweit nur 15 Bwerber und die Eignung, falls nicht universitär, wird durch Einzelfallprüfung festgestellt. Da steht noch eine Kontaktadresse mit Tel.Nr. dabei. Da kann man sich erkundigen.

    "Es ist die Frage, ob es wirklich die gleiche Arbeit ist, denn das ganze professionelle Repertoire und Verständnis vom "Lehren" und der Pädagogik fehlt."

    Das ist doch gar nicht das entscheidende Argument. Will heissen, selbst als ausgebildete Lehrperson ist nicht garantiert, ob dieses "Verständnis" vorhandenen ist, oder nicht. Der Punkt ist, das 2. Staatsexamen ist der berufsqualifizierende Abschluss und ich mutmasse mal ganz dreist, dass allein die formale Qualifikation über die Entlöhnung entscheidet.

    Habe ich mich missverständlich ausgedrückt? Das ist kein Widerspruch. Die gesamte Lehrerausbildung ist erst mit dem Referendariat und dem anschließenden Examen beendet. Wenn man das Lehrerdiplom anhängt, ist das doch genauso. Wichtig ist, dass man zu dem Fachwissen eben auch die Didaktik und die Pädagogik lernt, das kann man allgemein für alle Schularten feststellen. Deswegen ist das auch gut, dass bei Seiteneinsteigern die schulartbezogene pädagogische Nachqualifizierung stattfindet.

    Über die Unterschiede der einzelnen Schularten haben wir uns schon öfter ausgetauscht.

    Das habe ich auch nicht verstanden. Wo doch das Schuljahr gerade erst anfängt ...

    Bei uns zählt das Kalenderjahr als Rechnungsjahr. Es kann also sein, dass für diejenigen, die am Ende eines Kalenderjahres fahren wollen, also z.B. im Herbst, kein Geld mehr da ist. Irgendwie hat es dann immer geklappt, es wurden auch Reisekostenanträge genehmigt bzw. bezahlt, wenn das vorgesehene Geld schon überschritten war. Ich vermute, dass dann nicht alles Geld von anderen Schulen ausgeschöpft wurde.

    Allerdings achtet die Schulleitung schon darauf, dass es einigermaßen passt. Deshalb gab es dann schon Prioritäten und nicht alle konnten fahren, vor allem, die 2x während der Grundschulzeit fahren wollten.

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