Beiträge von Caro07

    Ich denke dabei z.B. an offene Aufgaben, die es ermöglichen, auf verschiedenen Niveaus daran zu arbeiten und Erkenntnisse zu gewinnen.

    Stichwort: SINUS Programm Mathematik Grundschule.

    Wobei diese Erkenntnisse mit der Gesamtklasse diskutiert und eingordnet/beurteilt werden müssen, gerade wenn man solche Aufgaben nicht als Übungsaufgaben, sondern als Erkenntnisgewinn nutzt. (Dazu hat bei einem Wechselunterricht keine Zeit, beim Distanzunterricht ist so etwas sehr mühsam, so meine Erfahrung --> weil dieser Thread aus einem Coronathread entstanden ist.)

    Prinzipiell sind aber offene Aufgaben, also Aufgaben, die so offen gestellt sind, dass jeder nach seinem Niveau daran arbeiten kann, eine Möglichkeit der Differenzierung. Sie dienen dazu, dass jeder irgendeine Eigenerkenntnis daraus gewinnen kann. Solche Aufgaben kann man auch in anderen Fächern stellen. Man muss sich vorher überlegen, wie man die Aufgabe stellt, dass sie alle erreicht, dass es einen sinnvollen Erkenntnisgewinn gibt, jedem zum Nachdenken anregt und jeder daran ohne viel Unterstützung etwas herauszieht. Das ist manchmal gar nicht so leicht, solche Aufgaben zu finden.

    Auch traditionelle Aufgabenstellungen wie: "Was fällt dir ein zu..." sind offene, differenzierende Aufgaben, weil jeder auf seinem Stand etwas dazu beitragen kann.

    und die zweite weil mich interessiert hat, wie sich der Titer in den 5 Monaten nach der 2. Impfung entwickelt hat

    Das war bei mir auch im Gespräch, allerdings Titerbestimmung 1-2 Wochen nach der 2. Impfung um zu sehen, wie stark das Immunsystem dort, wo die Antikörper am höchsten sind, reagiert um dann Schlüsse daraus zu ziehen, in welcher Geschwindigkeit die Immunisierung zurückgeht. Leider habe ich es dann immer wieder geschoben, bis es keinen Sinn mehr machte.

    Was kam denn für ein Titer heraus und hast du dich für oder gegen den Booster entschieden?

    Exakt 6 Monate nach der 2. Astrazeneca Impfung hatte ich einen Impf-Titer von etwas über 600. (Das erstaunt mich immer noch, weil Gerüchte über Astra etwas anders sagen und meine Kolleginnen wegen Astra es ziemlich eilig hatten sich boostern zu lassen.)

    Ich habe mich für den zeitnahen Booster entschieden, da mein Arzt bestätigte: "Damit kommen Sie nicht über den Winter." Außerdem sagte er mir, dass die Antikörper zu diesem Zeitpunkt nach der Impfung schnell runterfallen können.

    Wissenschaftliche Erkenntnisse sind das eine, aber Menschen sind ja eben keine Computer. Wenn ein Mensch Ängste, Sorgen, Vorbehalte hat, dann sind diese Ängste, Sorgen und Vorbehalte Tatsachen, mit denen man umgehen muss. Ob sie evidenzbasiert sind, eine wissenschaftliche Grundlage haben, rational sind … das steht für mich auf einem anderen Blatt. Man darf die Ängste, Sorgen, Vorbehalte nicht übergehen oder ins Lächerliche ziehen, auch wenn sie all das nicht sind.

    Ich stimme dir zu, dass man die Gedanken anderer nicht ins Lächerliche ziehen darf. Das ist ein ganz übler Stil.

    Hier ein paar Gedanken:

    Sorgen und Ängste haben sowohl einige Impfgegner als auch massive Coronaeinschränkforderer (siehe News4teachers). Da haben beide Seiten etwas gemeinsam.

    Mich überrascht bei den Coronademonstrationen, wie sich einige Leute instrumentalisieren lassen. Ob es wirklich so viele Hardliner in Bezug auf Corona gibt? Oder geht es bei einigen grundsätzlich darum, gegen die Staatsmacht zu demonstrieren, Themen austauschbar?

    Unsere jetzige Gesellschaft ist in meinen Augen hypersensibilisiert und stärker individualisiert als dies vor 2000 war. Den Luxus, seine eigene Individualität im gesellschaftlichen Zusammenhang zu wahren, kann man sich dann leisten, wenn es einem gesundheitlich und wirtschaftlich gut geht. In Ländern, wo es um das nackte Überleben geht, sind solche Befindlichkeiten ein Luxusproblem.

    Ich könne mir vorstellen, dass die vielen Impfgegner im Osten noch eine traumatische Erfahrung der DDR- Diktatur in sich tragen und sich von niemandem bestimmen lassen wollen.

    Das Problem bei dieser Pandemie ist die Geschwindigkeit: die Pandemie kam schnell, der Impfstoff ebenso. Wenn wir keinen Impfstoff hätten, möchte ich nicht wissen, wie unser Leben dann aussähe, evtl. ähnlich wie damals bei der spanischen Grippe - entweder überlebt man es oder nicht.

    Impfgegner sollte man ernsthaft fragen: Welche Lösung sehen sie im Beenden der Pandemie? Corona zu leugnen ist wie die Augen vor Tatsachen schließen. Dieser Punkt zählt nicht. Wer dagegen ist, muss alternative Lösungen liefern. Es wäre schön, wenn es noch mehr Lösungsangebote gäbe, die brauchbar sind.

    PS: Ich möchte die Gelegenheit nutzen, jedem von einer solchen Titer-Bestimmung auf Corona Antikörper abzuraten. Sie ist in der Regel kostenpflichtig d.h. sie wird oft nicht übernommen. Darüber hinaus lässt sich aus dem Ergebnis nichts ableiten, da es wie erwähnt bislang keine Grenzwerte gibt. Es handelt sich um reine Geldmacherei von windigen Ärzten, die dies ehrlicherweise so auch kommunizieren müssten.

    Die Corona- Antikörperbestimmung kostet von der Laborrechnung her 25 €. Mir hat sie kein Arzt empfohlen, ich wollte es selbst. Die 25 € war ich bereit, auszugeben. Bei der augenblicklichen Datenlage würde sich kein Arzt auf eine Empfehlung einlassen. Beim Labortest stehen schon Richtwerte drauf, die natürlich nicht offiziell sind.

    Ich stimme dir aber dahingehend zu, dass man sich bei Corona nicht auf die Titerbestimmung zwecks Boosterentscheidung verlassen kann.

    Interessanterweise gibt es ganz unterschiedliche Ergebnisse bei Leuten nach einem gewissen Impfzeitraum. Das wird als Hinweis darauf gesehen, wie gut das Immunsystem arbeitet. Klar ist aber auch: Wenn man ganz wenige Antikörper nachweisen kann, hat man wahrscheinlich keinen Schutz mehr, hat man über 1000, deutet das darauf hin, dass man im Augenblick noch gut geschützt sein könnte.

    Ich hoffe, dass es bald darüber wissenschaftliche Untersuchungen gibt.

    Ich hatte nun doch Nebenwirkungen der Boosterimpfung von Biontech zu verzeichnen. 1 1/2 Tage starke Kopfschmerzen, arbeitende Lymphbahnen, frösteln, schwitzen, gerötete Augen, schmerzender Arm. Allerdings ist alles über Nacht, also von gestern auf heute wie von Zauberhand verschwunden.

    Es kann auch sein, dass du dich unbemerkt infiziert hast.

    Es hat die Spike - Antikörper angezeigt und die zeigen, wie mir gesagt wurde, die Antikörper nach der Impfung an. Die Antikörper nach einer Infektion werden durch einen anderen Test bestimmt. Im Laborbericht wird eindeutig der Bezug zur Impfung genommen. Die Antikörper nach der Impfung zeigen anscheinend an, wie gut das eigene Immunsystem funktioniert und das kann man als Hinweis nehmen, dass mein Immunsystem ganz gut zu funktionieren zu scheint.

    Mein Hausarzt hat auch heute geimpft. Ich hatte damit gerechnet, Moderna zu bekommen. Als ich dort war, sagte er, dass ich wählen kann, er hätte beides da. Da habe ich dann Biontec genommen. Bisher habe ich keine Nebenwirkungen. Vorher habe ich die Antikörper überprüfen lassen. Nach 6 Monaten hatte ich nach 2x Astra noch über 600. Dass man bei Astra nach 4-6 Monaten keinen Schutz mehr hätte, hat bei mir also nicht gestimmt und ich gehöre zu den Älteren.

    ....aber dieses Mal greift nichts, was ich in den letzten Jahren angewandt habe.

    An unserer Schule beobachten wir auch den Trend, dass die ganzen Verhaltensweisen noch auffälliger geworden sind. Kolleginnen von 2/3 beklagen, dass die Schüler im Vergleich zu sonst weniger schulkonformes Verhalten zeigen. Bei den Erstklässlern braucht man großen Aufwand. Das hat in meinen Augen etwas mit der langen Homeschoolingphase zu tun. Bei Pausenaufsichten beobachte ich dieses Schuljahr vermehrt ein respektloses Verhalten und das Nichtakzeptieren von Regeln und Grenzen. Für die 1. und 2. Klassen mussten wir besondere Maßnahmen in der Pause ergreifen, damit die Streitigkeiten nicht überhand nehmen.

    Das hört sich ja nach ganz vielen Baustellen an. Gibt es etwas Positives über diese Klasse zu berichten? Siehst du auch positive Seiten an den Kindern?

    Ich hätte folgende Lösungsansätze, vielleicht passt ja etwas:

    • Berate dich mit (erfahrenen) Kolleginnen an deiner Schule. Die kennen das Einzugsgebiet und haben da gewiss schon verschiedene Sachen ausprobiert.
    • Wenn ihr jemand von der Sozialarbeit an der Schule habt - die gibt es inzwischen an vielen bayrischen Grundschulen - wende dich wegen der Verhaltensprobleme dorthin und frage um Rat.
    • Die Schulberatung des Schulamtes bzw. des Regierungsbezirks (Schulpsychologie) wäre eine Adresse um sich zu erkundigen, wo es die nächste Supervisionsgruppe bzw. Coachinggruppe in deinem Schulamtsbezirk gibt. Diese leitet oft ein Schulpsychologe und da bekommt man gute Strategien mit.

    Zur Klasse selbst:

    Um welche Klassenstufe handelt es sich denn?

    Könnte es sein, dass viele überfordert sind?

    Erwartest du vielleicht zu viel Schreibarbeit, was sie nicht schaffen können?

    Irgendwie hört sich deine Schilderung für mich so an, wie wenn die Klasse eher negative Rückmeldungen bekommen würde und sie entsprechend darauf reagieren. Hast du ein Belohnungssystem für regelkonformes Verhalten? Bzw. lobst du die Klasse, wenn etwas klappt?

    Wenn ich eine dritte Klasse neu übernehme, ist das meistens das erste halbe Jahr bzw. bis Weihnachten "ein Kampf". Es werden kleine Ziele, die erreichbar sind, gesteckt und dann reflektiert. Wenn etwas gut ist, lobe ich. Es gibt zwischendurch natürlich auch mal "Ansagen", wo ich dann die "Chefin" heraushänge. (Ich möchte hier nicht, dass...weil ....) Es ist wichtig, in Schlüsselsituationen sicher vor der Klasse zu stehen. (Das lernt man mit der Zeit.) Nach einiger Zeit bleiben dann die "hartnäckigen" Fälle übrig, die noch mehr pädagogische "Sonderbehandlung" erfahren. Oft helfen auch ruhige Einzelgespräche mit den Schülern, wo man auch mal von Problemen hört, die man so nicht gesehen hat.

    Zu den schwachen Schülern: Warum sind sie schwach? Hast du versucht deren Problem zu analysieren?

    Zu den Streitigkeiten:

    Ja, das Herausreden und Lügen kenne ich schon seit Jahren. Wenn zwei sich streiten, liegt fast immer ein Fehlverhalten beider vor. Eine Streitklärung kann man nicht auf Lügen aufbauen.

    Wenn Schüler merken, dass, wenn sie ehrlich sind, ihnen nichts Schlimmes passiert und der Lehrkraft gelegen ist, keine Schuldzuweisungen zu machen und auch keine "Partei" zu ergreifen, sondern den Streit zu analysieren und die Konsequenzen für besseres Verhalten daraus zu ziehen, damit so ein Streit nicht wieder entsteht, dann gewinnen Schüler mit der Zeit Vertrauen und werden ehrlicher. Zumindest erziele ich auf diese Weise in meinen Klassen Fortschritte. Aber dazu muss eine gute Beziehung zwischen Schülern und Lehrkraft entstanden sein.

    Wollt ihr wirklich wieder Distanzunterricht für die Grundschüler?

    Ich möchte das nicht, man merkt jetzt noch grundlegende Defizite, die aufgearbeitet werden müssen.

    Bei uns sieht die Situation allerdings - obwohl wir nur eine durchschnittliche Indzidenz haben - gut aus, denn die ganzen Wochen gab es bisher nur einen Fall unter den Schülern. Da habe ich natürlich leicht reden.

    Wir haben so viel aufzuarbeiten mit den Schülern.

    Gerade unsere Kleinen haben richtige Probleme im Sozialverhalten.

    Die Aufsicht in der großen Pause ist sehr anstrengend geworden, da beobachtet man Verhaltensweisen, die es so noch nicht gab.

    Durch Testung, Impfung (und Masken) haben wir dieses Jahr eine andere Situation wie letztes Jahr und sind als Lehrkräfte besser vor schweren Verläufen geschützt. (Wobei ich gerne noch Luftfilter hätte.)

    Was hat das eine mit dem anderen zu tun?

    Finde die Gemeinsamkeit!

    Mein Gedankengang: Beides hatte bzw. hat Unsicherheitsfaktoren. Bei Astra stellte es sich im Nachhinein heraus und jetzt will man es eben richtig machen, allerdings gibt es dennoch Unsicherheitsfaktoren.

    Eine Kollegin von mir hat z.B., als uns die Impfung mit Astra angeboten wurde, gewartet, bis Biontec möglich war. Bei uns war im Frühjahr erstmal nur Astra für Lehrer möglich.

    Tja, das Problem ist, ob man sich - bei mir sind es in einer Woche 6 Monate - gleich boostern lässt oder noch etwas zuwartet, bis klar ist, was mit Omikron ist.

    Bei der Erstimpfung war es ähnlich - eine Woche nach meiner Impfung wurde Astra wegen der Hirnthrombosen ausgesetzt. Da war man dann schon leicht nervös.

    Ich habe den Thread erstellt, weil ich viele Kolleginnen und Kollegen erlebt habe, die auf Mitschüler bei Raufereien gar nicht eingehen und sie einfach wegschicken ohne sich die Beteiligten zu merken und es an deren Klassenleitung weiterzugeben.

    Wolltest du jetzt eine weitere Meinung hier einholen oder uns deine Gedanken mitteilen?

    Ich hatte mal eine Auseinandersetzung unterbrochen, bei der hinterher herauskam, dass ein Klassenkamerad beiden Streithähnen solange einen Floh über Gerüchte, was der andere über denjenigen gesagt habe, ins Ohr gesetzt hat, bis beide schließlich vor Wut aufeinander los sind und der Anstifter stand natürlich in der ersten Reihe bei dem Spektakel.

    Ja, das halte ich für ganz wichtig, dass man bei der Klärung des Streits über die Entstehung spricht und wie man diesen durch andere Verhaltensweisen hätte verhindern können. Oftmals werden Kinder, die wenig Frustrationstoleranz haben, provoziert und werden so wütend, dass es ihnen schwer fällt, sich zu beherrschen. Wenn man die Provokationen nicht mit beachtet, ist der Provokateur oft fein raus.

    Mh, wenn ich mitbekommen habe, dass sich jemand auf eine Beförderungsstelle an unserer Schule oder im Umfeld (Nds.) beworben hat, war es bisher immer so, dass - wenn es mehr als 1 Bewerber*in gab - einem von oben das Zurückziehen der Bewerbung nahegelegt wurde. Teilweise wurden die Leistungen dieser Leute während des Bewerbungsverfahrens extrem verrissen, ohne dass es den Bewerber*innen oder Kolleg*innen - sofern beteiligt - nachvollziehbar war. Begründet wurde der Vorschlag des Zurückziehens jeweils damit, dass der vermeintlich chancenlose dann keinen entsprechenden Akteneintrag erhält und sich so besser später auf eine vergleichbare Stelle bewerben kann. Ich glaube nicht, dass es der einzige Grund ist. Vielleicht will man sich damit auch vor Klagen schützen? Ich halte das für sehr fragwürdig und intransparent.

    Ich teile deine Meinung Alasam. Anscheinend wurde hier die Beurteilung "zweckgebunden" erstellt und nicht realistisch.

    Diese Sichtweise auf eine Beurteilung habe ich bei meinem Bundeslandwechsel nach Bayern erfahren müssen. Ich fiel damals aus allen Wolken, als meine 1. Beurteilung in Bayern gegenüber der aus Ba-Wü fast 2-3 Stufen unter fadenscheinigen Gründen nach unten gedrückt wurde. Die Kollegen meinten dann, dass es normal sei - ich werde, obwohl 12 Jahre Berufserfahrung auf dem Buckel - in Bayern wie ein Berufsanfänger betrachtet und die fangen eben erstmal in der untersten Stufe an. Allerdings habe ich mich dagegen gewehrt, da ich das total unfair fand, mit unterschiedlichen Stellen inklusive Personalrat gesprochen und Einspruch erhoben, was sich letztlich bei mir positiv ausgezahlt hat. Irgendwie muss es da intern Ärger gegeben haben, bei mir war man danach dann viel "umsichtiger".

    Nachtrag:

    Mit der Personalakte zu drohen finde ich unmöglich, scheint aber ein gängiges Mittel zu sein. Na und? Dann steht es halt in der Personalakte. Wenn man sich nichts zuschulden kommen lässt, ist das doch egal, ob eine abgelehnte Bewerbung drin steht. Allerdings hätte ich bei einem solchen Hammer auch Einspruch erhoben ohne Rücksicht auf Verluste. Es ist wichtig, wie man einen solchen Einspruch formuliert. Damit diese hieb- und stichfest war, hat mir damals der Personalrat geholfen.

    Aber da tickt wohl jeder anders. Starke Ungerechtigkeiten lassen mich nicht schweigen.

    Ich würde es so machen, wie es die Kollegin gemacht hat. Allerdings würde ich den Klassenlehrern genau vom Geschehen berichten. Notfalls müssen sich die beteiligten Klassenlehrer über Maßnahmen absprechen.

    Bei uns ist das sogar offiziell so geregelt, dass wir bei größeren Sachen an die Klassenlehrkraft weitergeben. Die Argumente dafür wurden genannt: Die Klassenlehrkraft kennt das Kind am besten und hat auch im Überblick, wie es sonst so ist und welche Maßnahmen für dieses Kind am nachhaltigsten sind.

    Exakt dieselbe Situation hatte ich noch nicht, aber in der Pausenaufsicht mache ich es so wie beschrieben: Wenn bei kleineren Sachen nur reden genügt, dann belasse ich es dabei, ist es etwas Schlimmeres, gibt es die Meldung an die Klassenlehrkraft, die dann die entsprechenden Maßnahmen ergreift. Wir haben einen schulinternen Maßnahmenkatalog.

    Wie Schulleitung und Kollegium mit Ungeimpften umgehen, kommt immer auf die Personen selber an. Bei uns macht es keinen Unterschied, der Impfstatus war aber auch bis Corona kein Thema, über das man im Lehrerzimmer diskutiert hat. Masernimpfung mussten eh alle nachweisen oder gehabt haben. Bei Corona ist es anders, weil wir in der Schule ja unmittelbar damit konfrontiert werden. Da gibt es schon unterschiedliche Meinungen, die Diskussionen sind im Großen und Ganzen erträglich, wenn sie mal aufflammen. Ich stelle nur fest, dass die wenigen "Coronaleugner" (ist alles übertrieben) eher irrational argumentieren und äußerst empfindlich reagieren. Impfdurchbrüche, die wir auch schon im Kollegium hatten (waren aber nicht schwer), werden dann zur Stärkung der eigenen Position hergenommen.

    In der Grundschule (Bayern) fahren wir im Augenblick mehrgleisig:

    Testen (Pooltests), Masken, lüften.

    Das müsste doch einigermaßen sicher sein. Allerdings würde ich mir an den Tagen, wo wir keine Pooltestung haben bzw. der Abstand zum letzten Ergebnis über 24 h ist, eine Schnelltestung, die die Schüler problemlos selbst durchführen können, wünschen.

    Ärgerlich ist, dass sich in Bezug auf Luftreinigungsgeräte nichts tut und wir alle anderen Maßnahmen deswegen verschärfen müssen.

    Das ständige Lüften bei der Temperatur ist rein von der Aktion und dem ständigen Temperaturunterschied her eine Zumutung!

    In Bayern haben wir mit die strengsten Regeln und dennoch hohe Inzidenzen.

    OT: Im Sommer war ich zum Urlauben auf einem Campingplatz in Brandenburg - mich hat es, als jemand, der von Bayern strenge Maßnahmen gewohnt ist, gewundert, wie locker die Leute mit der Maskenpflicht und überhaupt mit der Virusgefahr umgegangen sind.

    Ich bin mittlerweile für eine Impfpflicht für Ärzte, Heilpraktiker, Physiotherapeuten, Logopäden, Menschen in pflegenden Berufen, Lehrer, Erzieher und für ALLE über 60.

    Und für mindestens eine Testpflicht für Mitarbeiter im ÖPNV und Lebensmittelhandel, für Köche und Bedienungen, für Friseure und so weiter.

    Eine einmalige Impfplicht fände ich okay. Wenn das aber beinhaltet, dass man jedes Jahr bzw. alle 6 Monate boostern muss, egal ob sinnvoll oder nicht (genesen, Titer), dann finde ich das bei einem neuartigen Impfstoff, über den es keine Langzeiterfahrungen und-studien gibt, sehr grenzwertig. Ich bin geimpft, aber so bedenkenlos wie ich mich mit bewährten, notwendigen Impfstoffen impfen lasse, war ich da nicht.

    Ich finde es unmöglich, dass unsere weiterhin ohne Maske im Klassenzimmer unterwegs sein dürfen, obwohl wir so gut wie in allen Klassen Coronafälle haben.

    Wahnsinn. Bevor wir die erneute Maskenpflicht im Unterricht hatten, hatte ich einmal einen positiven Pooltest, der sich hinterher als Falschmeldung herausgestellt hat. (Das Kind hatte vorher einen Saft getrunken.) Bis klar war, was los ist, wurde die Klasse von anderen Klassen isoliert, hatte Maskenpflicht und wir hatten jeden Morgen zusätzlich zu den 2x wöchentlichen Pooltests Schnelltests.

    Das machen wir auch jetzt, wenn jemand positiv ist. Wir hatten an der Schule wenige positive Fälle, die sich alle privat angesteckt hatten. Einen Ausbruch in einer Klasse hatten wir noch nicht. Es war bisher immer maximal nur ein Kind in der Klasse. Die Quote ist überschaubar: Bei ca. 500 Schülern 2-3 positive Fälle.

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