Impfpflicht für Lehrkräfte

  • Ich bin mittlerweile für eine Impfpflicht für Ärzte, Heilpraktiker, Physiotherapeuten, Logopäden, Menschen in pflegenden Berufen, Lehrer, Erzieher und für ALLE über 60.


    Und für mindestens eine Testpflicht für Mitarbeiter im ÖPNV und Lebensmittelhandel, für Köche und Bedienungen, für Friseure und so weiter.

  • Ich stimme zu und würde noch alle Eltern, deren Kinder in eine Kita oder Schule gehen, hinzufügen.

    Ich bin mittlerweile auch dafür. Bis vor kurzem war ich naiv zu glauben, dass man die meisten Menschen mit vernünftigen Argumenten überzeugen kann. Aber von diesem Gedanken habe ich mich mittlerweile auch verabschiedet...


    Ich frage mich nur, WIE eine Impfpflicht aussehen könnte? Was ist, wenn sich jemand trotzdem nicht impfen lässt? Wird er dann gefesselt und mit Gewalt geimpft? Oder gibt es "nur" eine Geldstrafe - ich glaube, die würden manche dann auch noch in Kauf nehmen, nur um keine Impfung zu bekommen? Oder kommt man da ins Gefängnis?

    Meine Problem ist wirklich, mir vorzustellen, wie man diese Regel realistischerweise auch durchsetzen könnte. (Wir als Lehrkräfte wissen, dass jede Regel, die man nicht wirklich konsequent durchziehen kann, wenig Wirkung zeigt...)

  • Da haben sie die Frist ja jetzt auch bis Ende nächstes Jahr (?) verlängert? Wir haben ein Kind, dessen Mutter sich drauf bezieht. (Das Kind ist generell gegen nichts geimpft...)
    Und da ist mir auch noch unklar, was passiert, wenn die Frist abläuft. Das Kind wird ja trotzdem nicht mit Gewalt geimpft. Die Eltern bekommen vielleicht ein Bußgeld und das war's. Oder täusche ich mich? Hab ja keine Ahnung...

  • Ich bin mittlerweile auch dafür. Bis vor kurzem war ich naiv zu glauben, dass man die meisten Menschen mit vernünftigen Argumenten überzeugen kann. Aber von diesem Gedanken habe ich mich mittlerweile auch verabschiedet...


    Ich frage mich nur, WIE eine Impfpflicht aussehen könnte? Was ist, wenn sich jemand trotzdem nicht impfen lässt? Wird er dann gefesselt und mit Gewalt geimpft? Oder gibt es "nur" eine Geldstrafe - ich glaube, die würden manche dann auch noch in Kauf nehmen, nur um keine Impfung zu bekommen? Oder kommt man da ins Gefängnis?

    Meine Problem ist wirklich, mir vorzustellen, wie man diese Regel realistischerweise auch durchsetzen könnte. (Wir als Lehrkräfte wissen, dass jede Regel, die man nicht wirklich konsequent durchziehen kann, wenig Wirkung zeigt...)

    Es werden noch mehr Impfpässe gefälscht. (Und auch bei Masern geschieht es.)

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Tablets mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

  • Wenn es eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen gibt, wird das in erster Linie vermutlich über die Arbeitsstelle kontrolliert. Sieht man ja jetzt bei der Masernimpfung. Und wer dann die Impfung nicht nachweisen kann, der darf eben nicht arbeiten und verdient kein Geld. Das dürfte die meisten dann überzeugen. Bleibt noch das Problem mit den gefälschten Impfpässen.

  • Und wer dann die Impfung nicht nachweisen kann, der darf eben nicht arbeiten und verdient kein Geld.

    Die Frage ist, ob das rechtlich überhaupt zulässig ist. Ohne Kontrolle und Sanktionsmöglichkeit sehe ich nicht, wie eine Impfpflicht durchsetzbar ist.

    ... mal abgesehen davon, dass in meinem Umkreis die Lehrerimpfquote inzwischen eh bei 100% liegt.

    Die Schüler und ihre außerschulischen Kontaktpersonen sind hier gerade das Problem.

  • Bin für Impfpflicht, für so ziemlich alle. Ohne Kontrolle und Sanktionsmöglichkeit kriegt man die Trägen, und die anderen halt erst nach und nach und spät, ja.

    Bitte, erkläre es mir nicht noch einmal. Ich glaube, ich verstehe sehr gut, was du meinst, ich teile nur deine Meinung nicht.


    Seit 2004 unter dem gleichen Namen im Forum.

  • Ohne Kontrolle und Sanktionsmöglichkeit kriegt man die Trägen

    Das wäre ja schon mal was. Jede Geimpfte senkt das Ansteckungsrisiko für sich und andere.


    Aber ja, wenn man ein Pflicht einführt, muss man die auch durchsetzen.


    'Ne Impfquote für bestimmte Berufe ist nicht das, was wir diskutieren müssen, wenn das Berufe mit deutlich überdurchschnittlichen Impfquoten sind. Das sind politische Scheingefechte. Eigentlich lächerlich. Genauso wie das nachdenken über 3G am Arbeitsplatz oder in der Bahn. Da könnten wir schon längst 2G haben.

    „Kinderlähmung ist grausam, Schluckimpfung ist süß.“

  • Naja, beim Masernschutz ging das schließlich auch....

    ... und bei den Pocken. Die gelten als ausgerottet. Impfpflicht sei Dank. Bei der sog. Kinderlähmung, die kurz vor de Ausrottung steht, gab es zu meiner Kindheit Reihenimpfungen an Schulen. Ja, das geht.


    Kinderlähmung ist bitter, Schluckimpfung ist süß.


    In den Ministerien sitzen Dutzende von Mitarbeiterinnen, deren Job es ist, die Gesetze passend zu formulieren. Denen müsste halt mal jemand sagen, dass sie das tun sollen.


    Man sollte vielleicht anders'rum mal fragen, ob die Untätigkeit der Verantwortlichen rechtlich zulässig ist.

    „Kinderlähmung ist grausam, Schluckimpfung ist süß.“

  • Hier ein Artikel, der auch den Vergleich zur Masernimpfung zieht:

    https://www.zdf.de/nachrichten…licht-rechtslage-100.html


    Bei Masern gibt's ein Bußgeld, wenn du nicht geimpft bist, wie oben bereits vermutet.

    Interessant ist aber der letzte Abschnitt:

    Zitat

    Was heißt das für die Corona-Impfung?


    Eine Impfpflicht auch für eine bestimmte Berufsgruppe - wie Erzieher*innen - ist nicht ohne weiteres möglich. Eine gesetzliche Impfpflicht kann das Bundesgesundheitsministerium als Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates erlassen.


    Daneben gibt es eine Art indirekte Impfpflicht: Der Arbeitgeber kann in bestimmten Fällen von seinen Angestellten verlangen, dass sie sich impfen lassen. Das betrifft vor allem Arbeitsplätze in Krankenhäusern oder Arztpraxen, in denen zum Schutz der Patient*innen die erforderlichen medizinischen Maßnahmen getroffen werden müssen. Wenn der Arbeitnehmer aber einer Impfung widerspricht, muss der Dienstherr vorrangig einen anderweitigen Einsatzbereich finden. Das betrifft bislang aber nicht die Arbeit in Schulen und Kitas.

    Man könnte also ungeimpfte Lehrer zum Homeoffice zwingen. Ich würde meinen, dass die dann die Korrekturen der anderen LuL machen müssen (ok, dafür wären es vermutlich zu wenige ungeimpfte LuL).

    Wenn das bei SuS ab 12 auch so ginge, müssten die halt Homeschooling machen. Was ein Problem ist (mehr Arbeit für die KuK, benachteiligte Kinder, die ggf. nichts dafür können, dass die Eltern die Impfung verweigern).


    Insgesamt: Ich finde das alles schwierig, nur ein konsequentes Impfen aller, für die die Impfung zugelassen ist, hätte uns einen halbwegs erträglichen Winter bescheren können.

  • Bei uns gab es einen Masernfall vor der Impfpflicht, alle mussten heim und wer von den Kolleg*innen ohne Nachweis war, hätte (unbezahlt) nicht mehr kommen dürfen. Wie das ging, weiß ich aber nicht. Ich hatte jedenfalls vom Gesundheitsamt einen Brief im Kasten mit genau dieser Ansage.

  • Ich bin mittlerweile für eine Impfpflicht für Ärzte, Heilpraktiker, Physiotherapeuten, Logopäden, Menschen in pflegenden Berufen, Lehrer, Erzieher und für ALLE über 60.


    Und für mindestens eine Testpflicht für Mitarbeiter im ÖPNV und Lebensmittelhandel, für Köche und Bedienungen, für Friseure und so weiter.

    Eine einmalige Impfplicht fände ich okay. Wenn das aber beinhaltet, dass man jedes Jahr bzw. alle 6 Monate boostern muss, egal ob sinnvoll oder nicht (genesen, Titer), dann finde ich das bei einem neuartigen Impfstoff, über den es keine Langzeiterfahrungen und-studien gibt, sehr grenzwertig. Ich bin geimpft, aber so bedenkenlos wie ich mich mit bewährten, notwendigen Impfstoffen impfen lasse, war ich da nicht.

Werbung