Beiträge von Lehrerin2007

    Genau, la (salle de) permanence. Ist eigentlich auch ökonomischer als die Klassen, bei denen Unterricht ausfällt, von einzelnen Lehrkräften vertreten zu lassen.


    Ich war einmal beim Frankreichaustausch (als Schülerin vor gefühlt 150 Jahren) während einer ausgefallenen Stunde mit dabei. Es war mucksmäuschenstill und alle haben gearbeitet... 😍

    Was sagt denn die SL dazu? Bei uns ist es die absolute Ausnahme, dass man die SL zu einem Elterngespräch dazu holt.


    Wenn sie ständig deine Kompetenz in Frage stellt, würde ich mir dafür Antworten zurechtlegen und entsprechend kontern. Worum geht es überhaupt - um Noten, um dein Verhalten / das des Schülers, um etwas, was du zu ihm gesagt hast?


    Du musst dich nicht für irgendwas rechtfertigen, lediglich höchstens erläutern, warum du dieses oder jenes so oder so gemacht hast. Wenn sie dann weiter nachbohrt und "nervt", wiederholst du eben, was du gesagt hast oder sagst: Darauf habe ich Ihnen bereits eine Antwort gegeben. Punkt. Das habe ich mal in einem besonders anstrengenden, vorwurfsvollen Gespräch gemacht. Die Mutter hat immer wieder zum gleichen Thema nachgebohrt, ich habe immer wieder das gleiche geantwortet, irgendwann hat sie es gelassen.

    Ich sehe es wie CDL. Ich finde bei der Diskussion schade, dass es beim Fötus zwar um ein Leben geht und das Recht auf Leben usw. - allerdings Abtreibungsgegner oft ignorieren, dass dieses Leben eben nur im Körper der Mutter bzw. einer Frau möglich ist, bis mindestens zu 21. Woche (ich glaube, zu dem Zeitpunkt ungefähr kam das am frühsten geborene Baby bisher auf die Welt), d. h. ihr Körper ist zwingend erforderlich, um dieses Leben aufrecht zu erhalten. Und da eine Schwangerschaft eben oft kein Spaziergang ist, sogar zu Krankheiten und lebensbedrohlichen Zuständen führen kann (ist zwar nicht die Regel, aber passiert, bei mir z.B.), gesundheitliche Folgen nach sich ziehen kann, ganz zu schweigen von der Verantwortung, die dann auf einen zukommt, mit der die Frau unter Umständen auch allein dasteht, sollte es möglich sein, eine Schwangerschaft abzubrechen, legal und ohne Hindernisse - nicht bis kurz vor der Geburt, aber vielleicht bis max. zur 20. Woche eventuell (12. Woche finde ich auch arg früh, insbesondere wenn man sich einen Abbruch erst umständlich "organisieren" muss und eine Schwangerschaft ja erst ab ca. 4. Woche überhaupt bemerkt werden kann).

    Und... der "Preis" dafür, dass es A14 als Regelbeförderung gibt, ist, dass wir alle vier Jahre eine Beurteilung bekommen, mit drei mehr oder weniger unangekündigten Unterrichtsbesuchen in dieser Zeit für alle verbeamteten Lehrer.

    Ist das anderswo nicht so? Gibt es Beurteilungen nicht überall? Oder laufen die unterschiedlich ab?

    schon mit einem Kind wird man mit kinderzuschlag und Kindergeld besser gestellt

    Das ist jetzt, glaube ich, der dritte Thread, in dem darüber diskutiert wird...

    (Familienzuschläge und Kindergeld fielen weg)

    Das wird, glaube ich, häufig vergessen, dass diese Zuschläge ja auch wieder wegfallen, sobald das Kind die Schule/Ausbildung beendet hat, genauso wie das Kindergeld.


    Außerdem muss man bei 4 Kindern bedenken, dass dann automatisch der andere Elternteil beruflich stark in den Hintergrund treten muss und dann ja auch deutlich weniger verdient.


    Komische Diskussion insgesamt...!

    Also ich hatte nie ein Problem damit, z.B. Frühaufsichten zu übernehmen, als ich noch keine Kinder hatte (die Anzahl der Aufsichten ist ja dennoch gleich bzw. gestaffelt nach Deputat), da ich trotz Frühaufsicht später aufstehen musste als mit Kindern zum normalen Unterrichtsbeginn (ohne Aufsicht). Daher war ich sehr dankbar, dass ich einige Jahre verschont blieb und habe jetzt vollstes Verständnis dafür, dass ich (mit großen Schulkindern) wieder häufiger Frühaufsichten habe, da ich echt nicht tauschen möchte mit denen, die ihre 2- oder 3-Jährigen morgens fertig machen müssen, ggf. noch zur Kita bringen müssen (Fun Fact: Unsere Kita hat damals die Öffnungszeit wegen Personalmangels von 7:00 auf 7:30 Uhr verschoben und ich musste zusehen, wie ich das hinbekomme, wenn ich zur 1. Stunde Unterricht hatte...), um dann möglicherweise noch einen recht weiten Weg zur Schule auf sich zu nehmen und dann in den Unterricht zu hetzen (da man sich hier nur bedingt aussuchen kann, wo man wohnt oder eingesetzt wird).

    Es hängt auch stark von der Schulleitung ab. Meine erste Schulleitung hat es strikt verboten, dass man auch nur 10 min. eher die Konferenz verlässt, weil man seine kleinen Kinder holen muss, auch wenn die eigentlich angegebene Endzeit deutlich überschritten war. Dem hat aber der Personalrat einen Riegel vorgeschoben und vereinbart, dass man, sofern man weg muss, nach dem angekündigten Schluss auch gehen darf, denn so kann man ja überhaupt nicht planen, wer wann das Kind holen soll.

    Meine nächste Schulleitung hat grundsätzlich massiv überzogen und sich in Details verloren, dass es sich eingebürgert hat, dass Leute, die noch einen Termin oder was auch immer hatten, einfach gegangen sind (das waren Ausnahmen, aber zumindest war es nicht "verboten"). Die jetzige Schulleitung sagt: ja klar, wenn eine Mutter trotz Konferenz ihre Kinder holen muss, aber es artet absolut nicht aus und bleibt eine seltene Ausnahme.

    Wie reagiert man souverän auf so etwas?

    Gar nicht.


    Ich hatte schon oft Oberstufenkurse und habe mich schon über so manche Rankings (allgemein, auch bei "Auszeichungen" von Kollegen) gewundert. Häufig (insbesondere, wenn ich in meine eigene Abizeitung gucke) habe ich auch den Eindruck, dass manche auch nochmal so richtig Dampf ablassen oder sich sogar rächen wollen an einer Lehrkraft, mit der sie vielleicht nicht gut zurecht kamen oder bei der sie mit ihrer Note unzufrieden waren - da habe ich auch schon einige unangemessene Kommentare gelesen in Abizeitungen.

    Auch kann ich mich erinnern, dass beim Abistreich Lehrkräfte schon manchmal in Sketchen satirisch nachgespielt wurden; manche waren lustig, manche völlig übertrieben und fast beleidigend, das fanden die betr. Kollegen dann auch nicht so toll.


    Ansonsten, wie schon erwähnt wurde, würde man mehrfach (!) z.B. als "unfreundlichste" Lehrkraft auf dem Thron stehen, könnte ggf. ja auch was dran sein und dann könnte man sich mal Gedanken machen... Aber wegen dieser einen Zeitung würde ich mir gar keinen Kopf machen; du weißt ja auch nicht, wie die Umfrage vorher lief, ob die Antworten z.B. vorformuliert waren, und dann wird geguckt, welche Lehrkraft am ehesten dazu passt usw. und schon entsteht so etwas. In der nächsten Zeitung kann was ganz anderes stehen.


    Nimm auf jeden Fall (bald) wieder einen Leistungskurs, denn die Erfahrungen, die du sammelst, sind durch nichts zu ersetzen und eine Abizeitung sollte dich auf keinen Fall davon abhalten - es ist dein Beruf! Sei stolz auf dich, dass du jetzt das erste Mal einen Kurs erfolgreich zum Abitur geführt hast, freue dich über den Erfahrungszuwachs und gewöhne dich daran, dass die wenigsten sagen werden: "Oh, super, vielen Dank dafür Herr/Frau X!" (haben wir wohl früher auch eher nicht, oder?).


    Wenn du echtes Feedback willst, erstelle selbst einen Fragebogen über die Aspekte deines Unterrichts / deiner Lehrerpersönlichkeit, die dir wichtig sind, das mache ich immer in der 11. bzw. nun 12. Klasse (wenn ich sie ein Jahr hatte und dann ja in aller Regel noch weiter unterrichte, wir stellen grad auf G9 um) und bisher war es, glaube ich, 9 von 10 mal so, dass das Feedback viel positiver ausfiel als ich erwartet hatte. Das hat mich dann wiederum sehr motiviert.


    Viel Erfolg!

    Genau, an den Trolley-Rucksack habe ich auch gedacht (sehe ich sogar bei manchen Schülern); ansonsten trag ich kaum noch Bücher hin und her, weil ich die in digitaler Variante hab (Unterrichtsassistent oder als e-book; kommt wohl aufs Buch drauf an; im Zweifel tun es vielleicht auch ein paar Kopien für die Zeit).

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