Beiträge von Lehrerin2007

    Wenn wir die Sache soweit im Griff haben, warum werden dann unsere Grundrechte immer noch so stark eingeschränkt?

    Welche Grundrechte jetzt genau?


    Wahrscheinlich weil man sonst ganz schnell wieder massive Einschränkungen hätte. Man sieht ja auch, wie Leute die Rechte anderer mit Füßen treten, um ihre eigenen durchsetzen zu können, indem sie sich nicht an die Regeln halten...

    Ich kann schwer verstehen, warum manche nicht die Weitsicht haben, dass kleine Einschränkungen (ich weiß ehrlich nicht, was stark eingeschränkte Grundrechte sein sollen???) auf lange Sicht mehr Freiheiten bedeuten.

    Wir haben ja noch geteilte Klassen, aber an die Abstandsregeln außerhalb des Klassenraumes hält sich keiner mehr. Sobald sie das Schulgebäude verlassen haben, ist das vorbei; einige haben mir auch gesagt, dass sie sich während des Lockdowns getroffen haben. In den Bussen sitzen sie auch eng an eng (wenn auch mit Maske).

    Da frage ich mich schon, ob es das bringt, den Abstand in den Schulen weiter zu erzwingen (obwohl ich grundsätzlich zwar dafür wäre, aber dann konsequent und überall).

    Es ist glaube ich auch ein Unterschied, ob die Ursache sog. "exogene" Faktoren sind, was bei dir ja der Fall wäre. Diese gehen ja meist vorüber, wohingegen endogene (von innen kommende) Auslöser glaube ich schwerer zu behandeln sind. (Aber ich bin keine Fachfrau!!!). Daher würde ich mir jetzt auch keine Sorgen machen, wenn man davon ausgehen kann, dass das wohl vorüber geht.

    Du solltest unbedingt ein Praktikum machen, um mal hinter die Kulissen in der Schule zu gucken. Kann ich das, vor einer Klasse stehen, unterrichten, welche Aufgaben stecken noch alle hinter dem Bild des Lehrers, der vormittags vor der Klasse steht? Kann ich gut auch daheim arbeiten (Vorbereitung, Korrekturen usw.)? Wie dickhäutig bin ich, wenn Kritik von den Eltern kommt oder ich schwierige Schüler habe? Du solltest einen kompletten Einblick bekommen.

    Letztes Jahr hatte ich eine Praktikantin, die mich das ganze Jahr begleitet hat (meist 1 Tag pro Woche und 2 längere Phasen am Stück), sie war am Ende sehr überrascht, wie vielfältig der Beruf ist, was man alles so für Aufgaben hat über den Unterricht hinaus usw. - aber auch sie wollte nach dieser Praktikums-Erfahrung weitermachen.

    Außerdem solltest du die Fächer, die du studierst und dann möglicherweise dein Leben lang unterrichten wirst, wirklich mögen, noch besser: Dafür brennen.


    Ich bin da ziemlich blauäugig gewesen, obwohl ich mir eigentlich sicher war, den richtigen Beruf für mich gefunden zu haben, um dann herauszufinden, dass ich wenig Ahnung hatte im Vorhinein - hatte dann aber Glück, dass der Beruf trotzdem gut zu mir passte.

    Aber wenn die Planer die "Vorlieben" gar nicht kennen, können sie diese auch nicht berücksichtigen.

    Exakt so haben es unsere Planer zu uns gesagt. Die haben ja ein Programm, wo sie Wünsche eingeben können und wenn keine vorliegen, können sie auch nichts eingeben, obwohl es theoretisch machbar wäre. Es ist natürlich keine Garantie und es gibt keinen Anspruch darauf, aber oftmals klappt es.

    Genau, bei uns gibt es auch "Wunschzettel". Kollegen (meist -innen) mit Kindern bis 10 J. in TZ werden bevorzugt, und viele Wünsche können erfüllt werden. Macht doch auch Sinn, manche stehen lieber später auf und es macht ihnen weniger aus, wenn sie nachmittags länger haben und umgekehrt.

    An meiner Schule konnten bisher fast immer alle Wünsche erfüllt werden (ich arbeite seit 9 Jahren in TZ). Wenn mein 2. Kind aber auch 10 J alt ist, werde ich mir das anschauen, ob sich TZ für mich noch lohnt, weil ich dann auch befürchte, dass ich schlechtere Stundenpläne bekomme.


    Du könntest das "Wunschzettelsystem" mal beim PR vorschlagen?

    Bei mir zeigt es immer noch 13 von 14 Tagen aktiv an, obwohl ich die App vor 20 Tagen runtergeladen habe... Wird die Zeit nachts (Handy aus) abgezogen?

    Ich muss auch noch 3 Wochen. Bei mir geht es, weil nun die 12. Klasse ja weggefallen ist nach dem Abitur. Die sind auch in meinem Stundenplan seit Pfingsten gar nicht mehr aufgetaucht. Da habe ich Glück. Aber Aufsichten habe ich auch mehr als sonst.


    Bei mir ist es eher eine Art Resignations-Gefühl. Am Ende des Schuljahres habe ich sonst immer eher ein: Richtig-was-geschafft-Gefühl. Das hält sich diesmal in Grenzen. Ich bin weniger wegen der Arbeitsbelastung, sondern mehr wegen der ganzen Situation und den nicht so rosigen Aussichten aufs neue Schuljahr etwas down... Dass ich kommende Woche unterrichts-inhaltlich das gleiche machen muss wie letzte Woche, motiviert mich auch nicht so wahnsinnig. Klar, es sind andere Schüler, aber es bleibt so dieses Gefühl von: Irgendwie trete ich auf der Stelle.

    Ich sehe das genauso. Es geht immer nur um den Datenschutz und Schutz bei den SuS. Ich selbst möchte weder gefilmt werden noch im Internet erscheinen. Da hat man noch weniger Handhabe darüber, ob jemand mitschneidet oder so, ob die Eltern zugucken. Ich wäre auch dagegen und ich kann mir eigentlich auch nicht vorstellen, dass man dazu gezwungen werden kann.

    Ich finde es gut, dass man Mathe / Deutsch jetzt auch mündlich machen kann oder sogar ersetzen kann in bestimmten Kombinationen, wenn ich das richtig verstanden habe. Man hat mehr Wahl-/Kombinationsmöglichkeiten und kann Schwerpunkte mehr nach den eigenen Fähigkeiten setzen.


    Ich musste Mathe/Deutsch nicht im Abitur machen, stattdessen natürlich in meinen LKs, welche auch die Fächer waren, die ich studiert habe. Ich wäre ja keine bessere Lehrerin geworden, wenn ich M/D in den Prüfungen hätte machen müssen...

    Es soll ja ein Vertiefungsfach geben; die Leistungskurse wieder zu haben, hätte ich allerdings auch gut gefunden.


    Ich hoffe jedoch, dass das Abitur nicht leichter wird, weil die Schnitte ohnehin jährlich besser werden und die Noteninflation weiter vorangeht. Das ist aber ein bundesweites Problem, glaube ich.


    Auch hat Piazolo gesagt, dass er nicht zu lange warten wird, genügend Lehrer einzustellen für die neue Oberstufe mit 13. Klasse - ich hoffe, er hält sich dran!


    Was ich mich frage, fällt "Q11" dann weg? Also ist Klasse 11 wieder wie im alten G9 im Klassenverband mit Noten 1-6 und Klasse 12/13 ist jetzt wie Q11/12 im Kurssystem mit Punktesystem-Bewertung?

    Nach meiner Rechnung kommen in 3 Jahren die ersten SuS in die neue "Klasse 11" und in 4 Jahren in die neue 12., in 5 Jahren in die 13. (das wird spannend, ich hatte noch nie eine 13. Klasse!) und in 6 Jahren gibt es dann das erste G9-Abitur? Oder?

    Ich hatte heute das erste Update (iOS) und es läuft nach wie vor gut.


    Sollte ich mal eine Meldung bekommen, würde ich meinen Arzt zu Rate ziehen und meine Schulleitung informieren. Aktuell kann sich in BY ja jeder testen lassen, das würde ich dann auch tun. Ansonsten würde ich die Anweisungen des Arztes oder des Gesundheitsamt befolgen.


    Ich denke auch, die Schulleitungen würden eher befürworten, dass man zu Hause bleibt, es sei denn man wird ggf. negativ getestet. Dass dann ggf. die halbe Schule krank wird, werden die Schulleitungen auch vermeiden wollen.

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