Nur an Arbeitsorganisation und vor allem auch Effizienz mangelt es.
Das ist verständlich und wahrscheinlich erstmal ganz normal als Referendarin und dann noch mit zwei Kleinkindern zu Hause - Respekt! Das hatte ich erst, als ich schon ein paar Jahre im Beruf war. Ich kann mir auch vorstellen, dass es dir an manchen Tagen an Energie und Antrieb fehlt und das dazu führt, dass du aufschiebst, was ich überhaupt nicht verwunderlich finde, wenn ich an die Kleinkindzeit zurückdenke. Allerdings habe ich persönlich gerade dadurch gelernt, mich zu strukturieren und möglichst effizient zu arbeiten, weil mir einfach immer der Zeitdruck (Kinder abholen, Termine wahrnehmen) im Nacken saß und heute profitiere ich davon im Vergleich zu Kolleginnen, die sehr lange (>10 Jahre) in Elternzeit waren.
Genau, war das auch mein Gedanke, die Zeiten (Zwischenstunden / nach dem Unterricht) in der Schule noch zu nutzen. Manchmal habe ich direkt im Anschluss an die Unterrichtsstunde schon drei Ideen, wie ich da beim nächsten Mal direkt anknüpfen möchte, notiere mir das direkt, suche dazu noch was raus und die nächste Stunde ist schon quasi geplant.
Da ich Kinder habe, habe ich die Möglichkeit nur 10 Stunden zu unterrichten und habe deshalb auch Zweifel, bin ich in Verlegenheit, die Zeit, die ich mehr zur Verfügung habe quasi "zu viel" aufzuwenden.
Das ist leider ein häufiges Problem bei Teilzeit. Und da du noch am Anfang deines Lehrerinnendaseins bist, ist das vermutlich ohnehin noch verzerrt, weil man am Anfang mangels Erfahrung und Material immer länger braucht. Notiere dir doch mal eine Zeitlang, wie viel Arbeitszeit du hast und schau, ob das halbwegs mit deinem Deputat vereinbar ist. Wenn das ungefähr passt, brauchst du kein schlechtes Gewissen haben, pünktlich Feierabend zu machen, denn man muss nach dem Ref. unbedingt davon wegkommen, eine Stunde genauso lange (oder gar länger) zu planen als sie lang ist. Verabschiede dich von dem Gedanken, dass nur aufwändig und lang geplante Stunden gute Stunden sind. Dass du gute Stunden halten kannst, hast du bereits bewiesen (auch wenn die Lehrproben wenig mit dem Schulalltag zu tun haben), mit mehr Erfahrung wird auch die Routine und Effizienz kommen und meist wird es auch einfacher, wenn die Kinder etwas größer sind. Am Wochenende kannst du auch den Vater mal 2-3 Stunden mit den Kindern losschicken, dann hast du nur dieses Zeitfenster und bist mehr oder weniger gezwungen, das auch zu nutzen und möglichst viel zu schaffen. Und dann ist es auch ok, wenn du dir später noch Zeit für deine Kinder nimmst!