Beiträge von Kathie

    Aber wenn 30% eines Jahrgangs durchfallen, läuft doch wohl etwas schief, denn normal ist das nicht. Und dass die Schüler frustriert sind, kann ich nachvollziehen. Und dass dann eine kritische Abirede gehalten wird, ist auch keine Überraschung. Und mit dem "Fickt euch alle" wurden keine Lehrer direkt beleidigt, sondern die Leute, die ihnen das Durchfallen gönnen. Ich finde es erstaunlich, wie viel Kritik für die Schülerin kommt und wie wenig Mitgefühl für die Abiturienten in dieser Situation. Man kann ja zumindest mal versuchen, sich in diese Menschen hineinzuversetzen. Ihre einzige Option, gehört zu werden, ist ja die Abirede.

    Dass Corona damit was zu tun hat, glaube ich persönlich nicht, denn das betrifft ja alle Schüler.

    Es ist das Zeichen dafür, dass ein einzelner Mensch erkannt hat, dass die Förderschule für @PablosPlace der falsche Ort war.

    Wo liest du das heraus? Das klingt ja so, als hätten alle eine falsche Einschätzung getätigt und ein einziger hat hier Potential erkannt.

    Ich lese es anders. Viele Menschen, Lehrkräfte, Förderschullehrkräfte, Kinderpsychologen und Therapeuten im Kinderzentrum etc. haben sich um den Schüler gekümmert und ihm Wege aufgezeigt, wie er immer weitermachen und vorankommen kann. Ich sehe hier wirklich kein Systemversagen, sondern gerade den Vorteil des durchlässigen Systems.

    Und ja, nicht jeder Förderschüler oder Hauptschüler wird Abitur machen, das heißt aber nicht, dass das System versagt.

    Ich finde, du bist ein Beispiel dafür, das unser Bildungssystem durchlässig ist. Ich finde nicht, dass du vorschnell falsch "aussortiert" worden bist. Was soll das überhaupt heiße, aussortiert? Du hast die Schulform gewechselt und warst dort offensichtlich gut aufgehoben, hast Abschlüsse gemacht und bist jetzt richtig weit gekommen. Glückwunsch, das ist toll!

    Ich denke außerdem, dass Förderschullehrer ihre Schüler meist richtig einschätzen und dass sie Potential erkennen können. Ob du deine Geschichte hinterher in der Elternschaft publik machen willst oder sie privat hältst, kannst du dir dann immer noch überlegen. Und ich hoffe, dein Berufswunsch resultiert nicht nur aus der Motivation heraus, anderen mit deinem Beispiel eine Lehre sein zu wollen. Du hast hoffentlich auch richtig Lust, mit Kindern zu arbeiten und bist dir bewusst, dass es auch manchmal gilt, unbequeme Entscheidungen zu treffen, wenn es sein muss.

    Ich hab jetzt alles gelesen und irgendwie drehen sich die Antworten doch mittlerweile etwas im Kreis, weil der TE nicht einsehen kann, dass es halt einfach ärgerlich ist, aber nicht die Schuld der Lehrer. Ich antworte nochmal auf die Fragestellung(en).

    Kurz zur Situation: Die Schwester meiner Freundin ist in Mathematik nicht besonders gut ... Sie ist aus dieser mündlichen Abiturprüfung in Mathe tatsächlich mit 0 Punkten herausgelaufen - mit einem Punkt hätte Sie ihr Abitur in der Tasche gehabt. Es ist natürlich schwierig aus externer nachzuvollziehen, woran es gelegen hat.

    Sie hat nicht genug gewusst und war dazu noch aufgeregt, vermute ich, was ihre Antworten noch schwächer gemacht hat.

    Auch wenn ich hier definitiv einen Bias hege, da es sich um jemanden aus meinem Bekanntenreis handelt - 0 Punkte wären meiner Definition nach mit einer Prüfungsverweigerung gleichzusetzen.

    Nein, man muss für 1 Punkt auch schon etwas wissen, und nicht nur die Prüfer begrüßen.

    Jetzt ist das Kind in den Brunnen gefallen und die Nerven liegen ziemlich blank. Sie soll nun heute zur Schule und dort unterschreiben, dass Sie das Ergebnis akzeptiert. Die Konsequenz ist dann eine mündliche Nachprüfung (bzw. Zusatzprüfung) nächste Woche - dort muss sie 2 Punkte erreichen, um das Abitur zu bestehen. Ihr könnt euch vorstellen, was das bei einem jungen, schüchternen Mädchen für einen psychischen Druck auslöst - insbesondere der Tatsache, dass es wirklich an dieser einen Prüfung gelegen hat.

    Ja, ist schlimm. Nicht nur für schüchterne Mädchen. Durchs Abi zu fallen und in eine mündliche Nachprüfung zu müssen, ist unangenehm, stressig, angsteinflößend, niederschmetternd, alles mögliche.

    Ich würde euch um sinnvolle Ratschläge bitten, was Ihr in solch einer Situation tun würdet. ... Ich habe schon von Leuten mitbekommen, die in so einem Fall gleich nach einem Anwalt schreien und Widerspruch einlegen würden. Selbst wenn eine Ungerechtigkeit besteht, ich weiß nicht, ob das in dem Fall sinnvoll wäre und das wäre ja nochmals psychische Belastung mit unklarem Ausgang.

    Man könnte dieses Ergebnis auch einfach akzeptieren, so ärgerlich es ist, jetzt lernen und dann hoffen, bei der Nachpüfung. durchzukommen. Und wenn nicht, dann gibt es 100 andere Wege für eine gute Zukunft und mit großer Sicherheit auch den Traumberuf. Wenn jeder mit 0 Punkten direkt klagen würde, dann hätten wir ja viele Verfahren am Laufen. Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass das was bringt und finde es auch irgendwie merkwürdig, darauf jetzt den Fokus zu legen. Ich kenne privat einige Jugendliche, die in Nachprüfungen mussten, und die haben die Zeit davor eben gelernt. Viele haben es geschafft, nicht alle. Andere sind im Studium an Mathematik gescheitert. Im Endeffekt geht das Leben weiter und man muss meiner Meinung nach nicht für jedes eigene Versagen (zu hartes Wort, vielleicht eher: für jeden persönlichen Fehlschlag) direkt zum Anwalt laufen und Widerspruch einlegen.


    Ich wünsche deiner Bekannten gutes Durchhalten, starke Nerven und viel Glück bei der nachprüfung!

    Oh mein Gott, natürlich hat die Klassenlehrerin die Allergien in Blick, ich auch, da die ganze Klasse schon beim Kindergeburtstag bei uns war.

    Lass mal die Kirche in Dorf.

    Kein Grund, gleich so rumzupampen, ich habe lediglich gesagt, dass es kein Witz ist, wenn Kinder Allergien haben. Ist ja gut, dass es von pepe nicht als Witz gemeint war, aber man kann den Smiley eben auch fehlinterpretieren. Und es gibt leider genug Leute, die sich über Allergien und Unverträglichkeiten lustig machen, ohne weiter nachzudenken.

    Danke für die sachliche Klarstellung, pepe.

    Ja sorry, aber auch mit Allergien kein Spaß bitte. Die Kinder sind schon gestraft genug, auch ohne dass man sich noch darüber lustig macht.

    Man könnte Pepes Beitrag auch ganz wörtlich nehmen. Natürlich werden Allergien abgefragt (und wenn möglich für das Kind eine Alternative besorgt). Den Weglauf-Smiley interpretiere ich allerdings anders.

    Wenn ich den Kindern etwas schenke, zahle ich es selbst.

    Wenn ich Ausflüge mache, achte ich darauf, dass sie für die Eltern möglichst günstig sind. Ich würde einen Eisdielenbesuch nicht als alleiniges Ausflugsziel wählen, weil ich da den Sinn dahinter nicht sehe. Aber das liegt auch am Alter meiner Schüler. Die freuen sich im Sommer genauso über einen Ausflug zum Spielplatz :) Bei größeren Kindern ist das natürlich anders.

    Wenn wir im Rahmen eines Ausflugs spontan ein Eis essen, hole ich es bei Penny oder Aldi und spendiere es. Eisdieleneis für die ganze Klasse ist mir ehrlich gesagt zu teuer. Ich bringe manchmal am Schuljahresende diese Wassereis-Sticks mit in die Schule und lege sie dort in die TK Truhe.

    Für mich gilt: Was ich schenke, schenke ich von meinem Geld und nicht aus der Klassenkasse. Wir haben eine Klassenkasse, verwaltet von den Elternsprechern, daraus entnehme ich Geld für Eintritte bei Ausflügen etc, das wird vorher mit den Elternsprechern abgesprochen und von ihnen dann an die Eltern kommuniziert.

    Ich gehe in der Regel sofort dazwischen, wenn Grundschüler sich prügeln, erst verbal und dann ziehe ich sie auch auseinander, wenn sie sich selbst nicht voneinander lösen. Ich habe mir dabei allerdings schon zweimal von Viertklässlern einen unbeabsichtigten, aber dennoch schmerzhaften, Hieb ins Gesicht eingefangen.

    Ok. Auch noch mal für dich:

    Für eine konkrete spezifische Rechtsfrage ist eine KI nicht sinnvoll.

    Um eine allgemein Rechtsauskunft zu bekommen, um einen Überblick zu schaffen, um Quellen zu recherchieren ist eine KI durchaus sinnvoll.

    Ich verstehe einfach nicht, warum man überhaupt die KI befragt, wenn man eine normale Google (oder sonstige Suchmaschinen-)Suche durchführen und direkt bei vertrauenswürdigen Quellen nachlesen kann. Spuckt mir die KI irgendwelche Antworten aus, muss ich ja prüfen, ob diese korrekt sind. Da recherchiere ich doch lieber gleich selbst.

    Als Praktikantin bist du halt aber auch nicht ein richtiger Teil des Kollegiums, auch wenn du jeden Tag da bist, es wundert mich nicht unbedingt, dass du dich da fremd gefühlt hast. Ich fand die Praktika im Studium übrigens ebenfalls recht schlimm und war bei jeder kleinsten Einheit, die ich halten sollte, furchtbar aufgeregt. Im Ref war das dann anders, wobei ich auch im Ref eigentlich durchgehend sehr gestresst war. So richtig schön an der Schule wurde es für mich eigentlich erst nach dem Ref.

    Ich glaube, wenn das mit dem Instagram bei dir derzeit so gut läuft, würde ich das auch noch ein paar Jahre lang machen und dann ins Ref gehen. Wie lange hat man in deinem Bundesland denn den Anspruch auf einen Platz? Ich meine mich zu erinnern, dass es da Unterschiede gibt.

    Ich würde das am Wochenende auch nicht mitmachen.

    Auch von Nachmittagsveranstaltungen, zum Spaß von den Eltern organisiert, bin ich kein Fan, lasse mich aber blicken. Meist handelt es sich dann um irgendwelche Abschiede nach zwei Schuljahren. Ich bespreche mit den Elternsprechern eigentlich immer vorher, dass sie die Einladung dahingehend formulieren, dass drinsteht, es ist keine Schulveranstaltung, es ist freiwillig, und die Aufsichtspflicht liegt bei den Eltern. Ich komme kurz und verabschiede mich dann auch zeitnah wieder.

    Bei Veranstaltungen im Schulhaus, an denen die Eltern teilnehmen, zum Beispiel Weihnachtsfrühstück oder so, habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Eltern ganz oft eigentlich nur miteinander ratschen wollen, während man selbst die Kinder in Schach hält (sehe ich ein, ist meine Arbeitszeit) und im schlechtesten Fall mitgebrachte Geschwisterkinder gleich dazu. Deshalb mache ich diese Frühstücke auch lieber ohne die Eltern. Da bleibt der Rahmen strukturierter, ich muss nur auf meine Klasse aufpassen und die Verantwortlichkeiten sind klar.

    Ich dachte bis heute übrigens , dass jedes Bundesland eine offizielle Hymne hat.

    Erst durch eure Kommentare kam mir, dass das wohl nicht so ist. Jetzt weiß ich, dass nur Bayern, Hessen und das Saarland eine offizielle Hymne hat.

    Niedersachsen hat das Niedersachsenlied, das ist zwar keine offizielle Hymne, soll aber laut Wikipedia als Hymne dienen und zu einem "Niedersachsen-Bewusstsein" führen. Ich dachte bis vor einigen Jahren auch, dass jedes Bundesland eine Hymne hat. Hab im Gespräch mit Freunden dann irgendwie erfahren, dass dem nicht so ist.

    Vielen Dank für die Antworten. Da Gespräche schon stattgefunden haben, war ich daran interessiert zu erfahren, ob jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat oder weiß, ob die Zuweisung eines Förderheftes möglich ist, wenn dies nicht erforderlich ist. :)

    Ja und, was hat die Lehrkraft denn zu deinen Bedenken gesagt?

    "Zuweisung eines Förderhefts" klingt sehr negativ, und mich macht die elterliche Einschätzung, dass das Kind "eine Klasse überspringen hätte können", zugegebenermaßen etwas stutzig. Warum vertraut man nicht der Lehrkraft? Vielleicht benutzt sie die Hefte nur als Hausaufgaben, sodass es wirklich jeder versteht, und differenziert im Unterricht durchaus? Vielleicht arbeitet sie auch viel mit dem Buch oder Freiarbeitsmaterial? nachdem du bereits mit ihr gesprochen hast, müsstest du ja ihre Gründe kennen. Den Lehrplan wird sie wohl erfüllen, aber wie sie das macht, ist ja ihre pädagogische Entscheidung.

    Huhu!

    Ist hier jemand Gymnasiallehrer in Niedersachsen oder kennt sich da aus? Folgende Frage tat sich bei uns im Bekanntenkreis auf:

    Zählt ein freiwilliger Wehrdienst oder eine Ausbildung bei der Bundeswehr unter Punkt 1a? Also ich meine: Kann ein Jugendlicher, der den schulischen Teil der Fachhochschulreife am Gymnasium erworben hat, den praktischen Teil bei der Bundeswehr machen? Weder die Schule noch das Schulamt noch das Arbeitsamt wissen das. Im Netz habe ich das unten Zitierte gefunden, bringt mich aber nicht wirklich weiter.

    Zitat


    den schulischen Teil der Fachhochschulreife an einem Beruflichen Gymnasium oder an einer gymnasialen Oberstufe erworben hat und

    1. a)

      den Berufsschulabschluss erworben sowie eine Berufsausbildung in einem Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz, der Handwerksordnung oder dem Seearbeitsgesetz erfolgreich abgeschlossen hat oder

    2. b)

      eine mindestens zweijährige berufsqualifizierende Berufsfachschule erfolgreich besucht hat.

Werbung