Beiträge von Kathie

    Bevor ich mir jetzt mal ein paar Tage Auszeit vom Forum nehme, denn das Lesen hier zieht mich jedesmal total runter, die Stimmung im Thread ist ja der Wahnsinn, wollte ich noch einwerfen:


    Wenn (und die Betonung liegt auf wenn) die Schulen wieder öffnen, sind nicht nur wir Lehrer als Berufsgruppe einer größeren Ansteckungsgefahr ausgesetzt, sondern auch alle Familien mit Kita- oder Schulkindern. Die Kinder tragen das Virus in die Familien.

    Jeder, der sich hier aufregt, dass den Dienstherren unsere Gesundheit egal wäre - auf welcher Grundlage diese Aussage auch immer basiert, denn noch ist ja gar nichts entschieden!!! - der hat irgendwie das große Ganze und alle Zusammenhänge aus den Augen verloren.


    Ich werde jetzt mal eine Pause vom Forum nehmen, darauf hoffen und vertrauen, dass bei Entscheidungen all diese Aspekte natürlich einbezogen werden, und nicht den ganzen Tag darüber lamentieren, was vielleicht irgendwann sein könnte. Bis jetzt hat Deutschland gute Entscheidungen getroffen. Das wird bestimmt so weitergehen.


    Tschüss, ihr Lieben. Bleibt gesund, bleibt ruhig.

    Jetzt nochmal für Kinder und Soldaten: Bei einer Öffnung der Schulen, wann immer das auch sein mag, sind alle Vorerkrankten, Schwangeren und Ü- 60jährigen raus? Ist das richtig so? (Nicht, dass wir jetzt schon bei manchen Schulformen Lehrermangel hätten)

    Das hat keiner gesagt. Es ist überhaupt nicht gesagt, wann und wie die Schulen wieder öffnen. Hier wird nur wild herumspekuliert.

    Ja, alles hat 2 Seiten. Die Arbeitsblätter können aber auch nicht alle allein schaffen. Ich finde es jetzt nicht sooo einen Aufwand, man kann etwas mit Spielsachen oder Küchenutensilien aufbauen und ab und an was einkaufen. In der Schule ist es auch nicht so einfach, mit der ganzen Klasse diesen handlungsorientierten Teil unterzubringen. Außerdem haben die meisten Kinder Geschwister, die da vllt. auch gerne mittun, bzw. einen Papa, der das evtl. auch hinbekommt.

    Ich finde nicht, dass wir das von den Eltern erwarten können. Zumal sie oft mehr als ein Kind haben.

    Klar machen wir das in der Schule, es ist auch unser Beruf! Das jetzt komplett auf die Eltern abzutreten geht nicht.

    P.S.: Und zum Einkaufen sollen die Kinder derzeit eigentlich besser nicht mitgehen.

    Hier drinnen, der Verwandschaftsbesuch fällt aus und Osterhase wird diesmal die Nester bei uns verstecken. Ich schätze wir verbringen alle den Tag mit schlafen, essen, fernsehen, spazieren gehen.


    Und du? Spannende Pläne für Ostern?

    Ich verstehe alle Seiten.


    Natürlich ist es für die Eltern schwierig. Viele Kinder sind es nicht gewohnt, selbstständig zu arbeiten oder sich die Arbeit zu strukturieren (dann ist das jetzt eine gute Zeit, das mal zu lernen ;-) ). Dazu kommt bei einigen die Angst, etwas falsch zu machen oder zu vergessen. Bei anderen herrscht in der Wohnung Chaos, weil fünf Kinder sich einen Computer teilen müssen oder gar kein Computer vorhanden ist sondern nur ein kleines Smartphone. Wieder andere können nicht gut Deutsch, verstehen die Arbeitsaufträge für ihre Erstklässler nicht und sind überfordert. Und die nächsten machen sich Sorgen um den Übertritt und zwingen die Kinder zu Zusatzaufgaben, die es gar nicht braucht. Eltern von Teenagern haben nur noch bedingt Einfluss auf das Arbeitsverhalten ihrer Kinder, was bestimmt teilweise auch Konflikte gibt.


    Auf der anderen Seite die Lehrer, auch ziemlich ins kalte Wasser geworfen. Viele stellen Arbeitsaufträge nach besten Wissen und Gewissen und mit viel Mühe und Herzblut, aber es kommt in manchen Klassen von der Hälfte der Kinder wenig bis nichts zurück. Fachlehrer schicken Arbeitsaufträge mit Abgabeterminen ohne zu wissen, was andere Fachlehrer schicken, und die Kinder haben dann plötzlich teilweise total viel zu tun. Grundschullehrer können mit ihren (jüngeren) Schülern schlecht per Mail kommunizieren, und sind da noch mehr auf Unterstützung der Eltern angewiesen, wissen aber, dass es eine suboptimale Situation ist. WhatsApp wird von Familien gerne verwendet, darf aber von Lehrern nicht benutzt werden.


    Für die Schüler ist es natürlich auch nicht leicht.


    Wie auch immer. Schwierig. Dass Eltern über Lehrer schimpfen, ist nichts Neues und oft nicht so böse gemeint wie es klingt, und dass man es teilweise verkehrt macht, egal wie man es macht, ist auch nichts Neues.


    Ich würde einfach sagen, wir machen es, so gut es geht und ärgern uns nicht bzw. möglichst wenig über Eltern oder die Lehrer unserer eigenen Kinder. Es ist für alle eine Ausnahmesituation.

    Ich freu mich total auf die Ferien, die letzten Wochen waren sehr arbeitsintensiv und jetzt offiziell mal Pause zu haben wird uns allen gut tun. Wenn das Wetter passt, kann man spazieren gehen oder auf der Terrasse sitzen.


    Wie siehts beim nächsten aus?

    Bei meinen Kindern läuft es zum Glück anders. Die Lehrer sind alle erreichbar und präsent, es gibt auf Anfragen oder gemailte Arbeiten ein sehr zeitnahes und meist sehr nettes Feedback.


    Einzig die Tatsache, dass einige Lehrer Gruppenarbeiten stellen, nervt sowohl das Kind als auch mich. Gruppenarbeiten sind, je nach zugeteilten Gruppenpartnern, schon teilweise eine Herausforderung wenn man sich täglich in der Schule sieht. Nur per Telefon und Skype ist es wirklich extrem schwierig.

    Für die, die sich dann evtl anstecken oder die Krankheit in ihre Familien tragen, wohl eher nicht.

    Ich finde, so pauschal kann man das nicht sagen, was ein Gewinn wäre und was nicht.

    Es hängt so viel an dieser Entscheidung, ich bin sicher, dass sich da gerade auch ganz viele Köpfe Gedanken drüber machen und hoffe, dass sie eine verantwortungsbewusste, gute Entscheidung treffen.

    Danke fürs Stoppen des ausufernden Themas, an dem ich ja gut mit beteiligt war. Ich habe nichts davon als persönlichen Angriff gemeint. Wirklich nicht.


    Zurück zum Aktuellen, also zu dem, was Wollsocken schreibt:

    Das stimmt!

    Auch in Deutschland geht es uns zur Zeit echt gut, besonders, wenn man mal schaut, was anderswo los ist.

    Und mit unseren sicheren Jobs sowieso. Dafür bin ich auch täglich dankbar.

    Empathie könnte man besser zeigen, wenn jemand zum Beispiel schreiben würde, er habe total Angst davor, dass es bald so Zustände wie in Italien geben könnte.


    Wenn aber jemand um Beispiel schreibt: "Es gibt bald so Zustände wie in Italien!" dann kommen eben Stimmen, die das versuchen zu widerlegen, indem sie Quellen zitieren, Zahlen hochrechnen und darauf hinweisen, dass die Prognose "Hier ist es bald wie in Italien" vor zwei Wochen zum Glück auch schon falsch war.

    Um Gottes Willen, nein!!!!


    Ferien sind Ferien!

    Ich habe schon wieder sechs Stunden heute damit verbracht, meinen Kindern mit ihren Schulsachen zu helfen und wir alle freuen uns SEHR auf die Ferien, weil das gerade echt viel ist.


    Freiwillig ist dann doch noch was anderes, aber ich bin da trotzdem zwiegespalten. Eher nein.

    Seid ihr alle auch mittlerweile ein bisschen mehr im Flow?

    Unsere Familie hat einen guten Rhythmus gefunden. Die Nerven aller haben sich beruhigt. Wir nehmen jeden Tag wie er kommt, und gönnen uns immer mal was Schönes. Mein Highlight: dass der Morgen entzerrt ist. Weniger Stress beim Aufstehen.

    Keckks, anhand dieser schwierigen Lage versuchen wir alle Fassung zu bewahren. Du kommst halt oft mit Schreckensszenarien („Die Hälfte der Beatmeten ist unter 50“ oder „Bei uns werden in zwei Wochen italienische Zustände herrschen“), oft ohne Quellenangabe oder tatsächlich anders formuliert als im Originalartikel, wobei ein, zwei Worte viel ausmachen!

    Siehe „Wir müssen uns drauf einstellen, dass...“ versus „Wir können nicht ausschließen, dass...“

    Gerade bei den Kleinen ist Abstand halten so schwierig (schwieriger als bei den Älteren), und die Kleinen sind teilweise infektiös ohne krank zu werden, also wie man da Personal und auch Familien / Kinder mit Vorerkrankungen / Großeltern schützen soll, wenn sich alles wieder mischt, ist vermutlich ein schwieriges Problem.


    Nachtrag: meine Antwort bezog sich auf Pyros Beitrag

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