Momentan ist es doch so (zumindest bei mir) dass man in den Ferien weniger arbeitet (nichts nichts, aber auch keine 8 Stunden am Tag) und während gewisser Schulwochen absolute Spitzen drin hat, wo man täglich weit mehr als 8 Stunden arbeitet und auch an den Wochenenden viel. In der Grundschule sind das die Wochen mit den Lernentwicklungsgesprächen, die Zeugniszeit, und dann so Wochen wie die Schuleinschreibungswoche oder auch der Schulbeginn. Schullandheim, Wochen mit Fortbildungen und Elternabenden, Elternsprechtage... Naja, so Wochen eben.
So. Wird man nun verpflichtet, täglich 8 Stunden in Präsenz an der Schule zu sein, dann funktioniert das in normalen Wochen sicher ganz gut. An den Wochen, in denen diese Spitzen auftreten, funktioniert es nicht mehr. Dann möchte ich bitte Überstunden aufschreiben und diese dann auch nehmen dürfen. Ebenso, wie wenn ich am Wochenende doch was arbeite, möchte ich es als Überstunden gewertet haben. Einfach so mal mehr machen funktioniert dann halt nicht mehr.
Wenn mein Arbeitsplatz an der Schule ist, dann würde ich auch alles Material dort vorfinden wollen, Rotstifte, Buntpapier, Laminierfolien etc pp. Wenn mein Computer an der Schule nicht funktioniert, kann ich ihn nicht benutzen. Nachdem ich dann ja aber die 8 Stunden an der Schule gearbeitet habe, mache ich daheim am privaten PC nichts mehr.
Ich denke, die Qualität der Unterrichtsvorbereitung würde leiden, die Attraktivität des Berufs ebenso, und ob es umsetzbar ist, dass jeder Lehrer einen Arbeitsplatz an der Schule bekommt, wo er in Ruhe und ungestört auf einem ergonomischen Stuhl arbeiten kann, bezweifle ich auch. Mir persönlich würde die Mittagspause sehr fehlen, ich bin nach 6 Stunden Unterricht mit Zweitklässlern sowas von erschöpft, dass ich meistens erst gegen 17 oder 18 Uhr wieder effektiv weiterarbeiten kann. Das ist halt mein persönliches Problem dann, alles andere oben genannte ist aber allgemeingültig, denke ich.