Beiträge von Kris24

    Heute war bei uns letzter Schultag und es gab Zeugnisse. Soeben erhielt ich von 2 Müttern die identische Nachricht, dass sie die Note 4 ihrer Töchter nicht nachvollziehen könnten. Mit identisch meine ich, die ersten 4 Sätze sind bis auf die Namen gleich, es klingt extrem nach einer KI, nur im allerletzten Satz wird etwas voneinander abgewichen. Beide schreiben von 2 x die Note 6, die es zwar nicht gab, aber falls doch, wäre 4 ja eher gut. Auch der Rest ist nur Geschwafel. Das hatte ich noch nie.

    Ich war selten so irritiert.

    Jetzt sind Sommerferien, sie werden sich gedulden müssen.

    KI wird Lehrkräfte auch nicht komplett ersetzen aber man wird weniger benötigen. Die Oberstufe könnte man vermutlich zu 50% eigenständig mit KI lernen lassen. Lediglich in Sport/Musik, beim Experimentieren und für Debatten etc. sind noch Lehrkräfte nötig. Auch in den Klassen 8-10 an Gymnasien könnte man vermutlich 20 % des Unterrichts eigenständiger gestalten. Gemeinsam mit dem Geburtenrückgang denke ich schon, dass man in 10 Jahren den Lehrkräftebedarf um 20% reduzieren könnte und dann immernoch mehr Personal als jetzt für Inklusion und schwierige Lerngruppen zur Verfügung hätte.

    Das würde viel Geld freisetzen, was man für Investitionen einsetzen könnte, daran fehlt es in Deutschland dringend. Die würden dann auch den Kindern in ihrem künftigen Leben mehr nützen als noch mehr Sozialpädagogen in den Klassen.

    An welchem Schultyp unterrichtest du?

    Corona hat gezeigt, dass es noch nicht einmal am Gymnasium in der Kursstufe (Leistungskurs) funktioniert und ich habe mir sagen lassen, auch nicht an der Uni. (Ein paar Ausnahmen gibt es wie immer.) Und gerade die damalige Mittelstufe am Gymnasium gilt bei uns als die großen Coronaverlierer.

    Ja, tatsächlich. Die Dame saß den ganzen Schulvormittag in der Toilette und hat einen kurzen Blick in die Kabine geworfen, wenn ein Schüler fertig war. Damit gab es auf dieser Toilette meines Wissens tatsächlich keinen Vorfall mehr.

    Bei uns sind es sicher über 30 Toilettenräume mit je bis zu 10 Toiletten verteilt über 3 Schulgebäude. Wie viele hattet ihr, Männlein und Weiblein gemeinsam?

    Stimmt. Wir wissen natürlich nicht, wie viele vermeintliche Taten hysterische Frauen einfach erfunden haben und wie viel davon "nix gewesen" ist - sollen sich halt nicht so anstellen. Sind ja auch eh nur 300 Fälle, wo ist der Skandal? Und da wundert man sich, wieso vieles gar nicht gemeldet wird.

    Ohne Worte.

    Es gab früher vermutlich mehr Übergriffe, vermutlich, weil es niemand weiß, weil nicht angezeigt wurde, und selbst wenn man wollte, die Polizei so lange sprach, dass man besser frau darauf verzichtete. Ich bin froh, dass die Zeiten sich geändert haben, nur dass es mehr sind, glaube ich nicht.

    Und ja, auch ich habe gehört, stell dich nicht so an, er hat ja nur an deine Brust gegriffen. Die Freundin meiner Schwester wurde vergewaltigt, die Polizei redete so viel über Aussage gegen Aussage und keine Beweise, dass sie auf eine Anzeige verzichtet hat. Sie war damals 16.

    Ich erinnere mich an einen FDP-Politiker, der nicht verstand, warum die Frau sich gegen die sexuellen Übergriffe wehrte. Es stand in den Medien und die Schuldfrage wurde nicht eindeutig festgelegt. Und auch in meiner Umgebung war wenig Verständnis, solange es keine Vergewaltigung war (und die hat man lieber tot geschwiegen).

    Noch einmal, ich bin absolut glücklich, dass sich die Zeiten geändert haben. Aber so unsicher wie die sozialen Medien und Clickbaitartikel es behaupten ist es eben nicht.

    Verstehen bedeutet, denselben Fehler nicht noch einmal zu tun. Es bedeutet hier auch, nicht überheblich zu sein, was ich oft bei Menschen erlebe, die in der Geburtslotterie gewonnen haben.

    Zumindest für die besseren MigrantInnen. Meinem Sohn wurde schon von einem solchen Mitschüler nahegelegt, er möge doch bitte remigrieren und mich mitnehmen... Drei der Großeltern meiner Kinder sind Urdeutsche. Kannste Dir nicht ausdenken...

    Mir wurde mehrfach erklärt, ich sei keine richtige deutsche Frau, weil ich amerikanische Männerkleidung trage (Jeans), nicht verheiratet sei und berufstätig.

    Die haben wir nicht.

    Ich war an einem (zumindest dem Schild nach) Gymnasium im Ruhrgebiet, mit ebenfalls sehr hohem Anteil an Schülern mit Migrationshintergrund. Das war nicht ansatzweise vergleichbar mit dem, was ich im letzten Jahr gesehen habe. Und um es klar zu benennen, es geht nicht um Schüler mit türkischem Background in 3. Generation, sondern um Zuwanderer aus den letzten paar Jahren.

    Ich war ein großer Befürworter davon, dass Deutschland 2015 die Grenzen geöffnet und Menschen aufgenommen hat. Ich habe das sowohl für richtig als auch für menschlich geboten gehalten. Heute sehe ich einiges anders und gestehe ein, dass ich komplett unterschätzt habe, wie relevant offenbar doch kulturelle Unterschiede, andere Sozialisierung und religiöse Prägung sind. Es funktioniert oftmals eben leider doch nicht und mich wundert überhaupt gar nicht, in welche Richtung die politische Meinung kippt, wenn man nicht endlich sortiert und es schafft diejenigen, die zum Problem werden, konsequent auszuweisen.

    Ein wenn nicht das Problem war, dass viele junge Männer ohne ihre Familien kamen und hier nicht integriert wurden. In meiner Stadt fanden sich viele Menschen (über 10 % der Einwohner), die sich um jeweils einzelne oder auch Familien sich kümmerten. Das hat geklappt. Sie sind integriert, die Kinder auch am Gymnasium, die Eltern berufstätig.

    Es kamen leider auch 2 kriminelle Großfamilien, zum Glück sind sie inzwischen abgeschoben. Und ich bin klar für Abschiebung von Kriminellen. Ich lehne aber auch deutsche Kriminelle ab.

    Ich frage mich, wenn viele junge deutsche Männer aus ihren Familien gerissen würden, in ein fremdes Land gelangen mit dem Wissen, dass ihre Familie nicht nach kommen darf, ob sie alle fleißig wären und nie kriminell?

    Ist das nicht auch ein Vorurteil?

    Ich schrieb nicht alle sind AfDler oder umgekehrt.

    Außerdem lässt sich dies ändern, die Herkunft nicht. Und ist das nicht ein Grund, warum die AfD gewählt wird, weil ihre Leute diese Aussagen machen (frauenfeindlich, homophob, antisemitisch)?

    Ich schrieb übrigens nur, ich habe es dort am häufigsten gehört, nicht, es ist so Punkt.

    Am Gymnasium. Solange ich am Gymnasium und auch am WBK war , war meine Perspektive auch eine andere, aber dort bekommst du eben auch eine vorselektierte Klientel. Was ich im letzten Jahr erlebt habe, hat meine Wahrnehmung schon sehr verändert. Wir hatten alles, bis hin zur Kollegin, die (wiederholt und auch auf Nachfrage nochmal bekräftigt) mit dem Tod beroht wurde. Mir fällt leider kein Grund mehr ein, warum wie uns mit sowas belasten und warum solche Leute nicht sofort ins nächste Flugzeug gesetzt werden.

    Meine erste Schule war eine integrative Gesamtschule in NRW.

    Ich höre mittlerweile jeden einzelnen Tag so viel homophobe, frauenfeindliche, antisemitische Scheisse und sehe so viele abnormale, gesellschaftsfeindliche Verhaltensweisen - doch, meine Haltung hat sich verändert. Sehr sogar.

    Dass man auch anderes sieht, ist selbsterklärend, aber müsste man quantitativ gewichten, ist die Richtung schon klar.

    Ich höre dies am häufigsten von AFD-Wählern oft Russlanddeutsche, die sich für die besseren Deutschen halten.

    Jeder Mensch hat Vorurteile. Das ist ein ganz normaler biologischer Prozess, zu dem wir programmiert sind um in bestimmten Situationen schnell Entscheidungen treffen zu können. Zum Beispiel projizierst du über 5 Absätze Dinge in meinen vorangegangenen Beitrag, die da nicht nur nicht stehen, sondern völlig im Widerspruch zu dem sind, was ich wirklich geschrieben habe, weil ...

    ...bis hin dazu, dass du mir Probleme unterstellst, die ich nicht habe, die du mir aber wünschen würdest.

    Seine Vorurteile nicht zu verleugnen ist Grundvoraussetzung um sein Handeln nicht von ihnen bestimmen zu lassen.

    Deine Antwort verstehe ich nicht, passt irgendwie nicht zu dem was ich geschrieben habe. 20 Jahre, kein Unterschied erkennbar, blind, war das keine Beleidigung?

    Vorurteile halte ich grundsätzlich nicht für gut und gehe bewusst dagegen an. Wenn dann höchstens konservative Männer, die Trump noch einen Monat nach seinem 2. Amtsantritt harmlos finden... und glauben, dass was sie schreiben Fakt ist und andere mit anderer Meinung schlicht blind sind... (nein, auch da gibt es große Unterschiede, ich mache mir nur ein Bild von der einzelnen Person und du hast schon ein paar Male Sätze herausgehauen als Fakt, obwohl sie nur deine Meinung sind).

    Und ich habe sicher keine Vorurteile aufgrund irgendeiner Herkunft. Ich weiß wie verschieden Deutsche sind und jetzt sollen alle Araber oder Chinesen ähnlich sein? Dazu kenne ich zu viele und weiß wie verschieden sie sind und ich stelle bei manchen dieselbe Charaktereigenschaft wie bei Deutschen fest, die ich mag oder eben ablehne. Vorurteile haben Menschen gegenüber anderen Nationen, die nur wenige näher kennen.

    Es gab ja schon Studien über Vorurteile, in denen z. B. behauptet wurde Menschen mit blauen Augen oder Schuhgröße 37 seien überwiegend dumm, und o Wunder, die Studienteilnehmer übernahmen dies. Viele Menschen machen sich falsche Bilder und versuchen den Gegenüber in dieses Bild zu quetschen. Gut? Muss man so hinnehmen? Nein, sage ich. Für mich ist das ein Zeichen von Gedankenlosigkeit, wir sind der Biologie nicht hilflos ausgeliefert, wir können unsere Gedanken beeinflussen. Vielleicht hast du nie die Macht von negativen Vorurteilen erlebt.

    Mir ist als Kind von Fremden immer gesagt worden, ich würde mich nicht wie ein Mädchen verhalten, nur weil ich Mathe und Physik mag, besonders problematisch war mein Physiklehrer mit der Folge, dass ich Chemie studiert habe. Vielleicht empfinde ich deshalb Beschränkungen durch Vorurteile so übergriffig.

    Und was mir schon wieder auffällt, du behauptest einfach, jeder hat Vorurteile, warum? (Mir kam gerade auch ein Vorurteil in Sinn, Männer, die allgemein behaupten, wissen das es falsch ist, wollen sich aber nicht ändern. Nur weiß ich, dass dies ein Vorurteil ist und auf dich nicht zutreffen muss, es geht um die einzelne Person nicht um Männer.)

    Ich besinne mich übrigens bewusst auf Ähnlichkeiten und Äußerlichkeiten sind für mich völlig unwichtig. Ich habe vor über 40 Jahren Frisch Bildnis gelesen, es hat mich geprägt.

    Wer 20 Jahre Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund unterrichtet hat, muss schon sehr gewollt die Augen verschießen um zu verneinen, dass bestimmte Probleme oder auch Stärken bei manchen Herkunftsgeschichten häufiger als bei anderen vorkommen, hoffentlich hat man aber auch immer welche erlebt, die überhaupt nicht in das Raster bestimmter Vorurteile passen.

    Entscheidend ist für mich, jedem neuen Schüler unvoreingenommen und positiv gegenüber zu treten.

    Ich formuliere mal deine Behauptung inkl. Beleidigung (blind, wer anderes behauptet und das ist Fakt) um, wer etwas suchen will, um seine Vorurteile bestätigen zu lassen, wird fündig werden.

    Wer glaubt, dass Asiaten z. B. immer fleißig sind, vergisst die, die nicht in dieses Bild passen.

    Oder die einzigen Eltern, die im letzten Jahr unverschämt zu mir waren, waren Deutsche. Ich könnte jetzt also behaupten, Deutsche wissen alles besser, fordern lauthals eine 2 statt einer 3,5 und werden unverschämt, wenn ich dies verweigere. Sie fordern Antworten ein, gehen aber nicht darauf ein, wenn ich sie Ihnen gebe, weil sie ihnen nicht gefällt, sondern stellen immer wieder die gleiche Frage. Sie behaupten, ich handle unpädagogisch, weil ich für den Arbeitseifer der Tochter keine 2 erteilen will. Von Anforderungsbereichen etc. haben sie keine Ahnung, die Strichliste der Tochter reicht ihnen.

    Ich unterrichte jetzt seit 32 Jahren, zuerst an einer Schule mit vielen Russlanddeutschen, dann an einer ländlichen Schule mit wenig Kindern mit Migrationshintergrund und jetzt seit fast 20 Jahren hier. Hier geht es eindeutig am freundlichsten zu, wir hatten vor kurzem hohen Besuch und dieser bestätigte, dass Schulklima sei bei uns besonders. Ein anderer hoher Gast, meinte dazu, sie hätten einige Besuche gemeinsam gemacht, er nannte Namen, dies hätte der erstere sonst nicht gesagt.

    Ich will jetzt nicht behaupten, Deutsche glauben etwas besonderes zu sein, fordern für sich Rechte ohne Pflichten und sind unverschämt. Aber wenn ich an Inländer und Ausländer denke, stimmt diese Meinung für mich mehr. Und der letzte von meinen Schülern, der durch das Abitur fiel, hatte ostasiatischen Hintergrund.

    Nein, es gibt keine Unterschiede aufgrund der Nation, außer sie werden gemacht. Mir fällt dazu Max Frisch, du sollst kein Bildnis machen ein.

    Aber deine Unverschämtheit bleibt mir, weil es nicht das erste Mal ist, trotzdem im Gedächtnis. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Menschen mit Migrationshintergrund bei dir anders reagieren als bei mir.

    Steht deine SL derartig hinter euch, dass sie auch nichts dagegen hat, das Jugendamt zu involvieren?

    Die Beispiele, die ich genannt habe, könnte man meinetwegen auch noch unter der Rubrik "pubertätsverblödet - wegen Umbau geschlossen" abheften, das ist halt unser täglich Brot. In diese Richtung geht ja auch Vandalismus in den Schultoiletten, sonstige Beschädigungen oder die ach so lustigen Raufereien während der Pause, bei denen es immer heißt "War doch nur Spaß!", wenn du als Pausenaufsicht dazukommst.

    Meine SL hatte aber aus irgendeinem Grund echte Berührungsängste mit dem Jugendamt, und Fälle von Verwahrlosung oder gar Kindswohlgefährdung wurden (sinngemäß) kommentiert mit den Worten: "Ach, lass mal, die können da auch nichts machen." Oder: "Die sind da schon dran, mehr können wir nicht tun."

    Deshalb bin ich jetzt aufmerksam geworden, weil du gleich 2x das Jugendamt erwähnst. Bei uns wäre es undenkbar, dass man das Jugendamt kontaktiert, bloß weil Eltern ihrer Erziehungsverpflichtung nicht nachkommen. :(

    An meinen Schulen wurde schon mehrfach das Jugendamt kontaktiert und eingeladen, beim 1. Mal anfangs mit Skepsis, aber im Laufe des Gesprächs wuchs das Vertrauen. Die Mitarbeiterin hörte ruhig zu, bevor sie sprach, sie riss nichts an sich, was einige befürchtet haben. Klar können die auch kein Paradies herzaubern, aber bereits die zusätzliche Expertenmeinung von außen war hilfreich. Und wir konnten teilweise das Problem in fachkundige Hände weiter geben.

    Mit deutlich messbar meine ich z. B. nach den typischen soziologischen Befragungsmethoden, etwa: Mit welchem Wert zwischen 1 ("Stimme gar nicht zu") und 5 ("Stimme voll und ganz zu") stimmen Sie folgender Aussage zu: "Ich freue mich, mehrere Kinder türkischer (albanischer, rumänischer, syrischer, ...) Herkunft in meiner Klasse zu haben." Da hätte ich früher mit einem höheren Wert geantwortet als heute. Ich würde mich immer noch als eher ausländerfreundlich bezeichnen, aber deutlich weniger als früher.

    Die Spannweite sozioökonomisch und hinsichtlich Bildungsnähe ist grundsätzlich da, stark abhängig von den Herkunftsländern und zumindest theoretisch: Ich hatte erst ein japanisches Kind, kein skandinavisches, kein kanadisches. Da würde ich oben bei allen eine 5 ankreuzen. Dafür sehr viele vom Balkan, aus der Türkei und aus dem arabischen Raum. Die, die als Beispiel den Unterricht stören, Ausdrücke sagen und andere Kinder beleidigen, waren deutlich häufiger als die, die sozial stark sind, respektvoll im Umgang und den Unterricht tragen. Jungen waren in der Regel auffälliger und respektloser als Mädchen, aber auch, im Durchschnitt, auffälliger und respektloser als Jungen ohne Migrationshintergrund.

    Die Unterschiede habe ich quantitativ erlebt.

    Ich unterrichte in Klassen mit teilweise deutlich über 80 % mit Migrationshintergrund, knapp 40 verschiedene Staatsbürgerschaften, in einer Stadt mit dem höchsten Ausländeranteil in Deutschland, die 2015 bereit war überproportional Flüchtlinge aufzunehmen und nein, ich kann quantitativ keinen Unterschied feststellen.

    Besonders große Gruppen haben wir aus Marokko, Russland und jetzt Ukraine (jeweils mehrere Kinder pro Klasse). Aber auch viele andere Nationen sind häufiger vertreten (Iran, Ghana, Rumänien, Türkei, Irak). Kinder von Großeltern aus Italien, Spanien, Portugal zähle ich gar nicht mehr mit, die Familien leben teilweise schon 100 Jahre hier.

    Deputat zwei Wochen vor den Ferien, eine Woche lang darf noch getauscht werden, dann ist der Computer dran. Ca. eine Woche vor Beginn des Schuljahres erfahren wir das Ergebnis.

    Im Dashboard. Alles ist lokal beim Lehrer.

    Um Gottes Willen. Mich fasziniert schon, wie einig ihr alle seid – bei uns hört man ständig das Meckern aus jeder Ecke, dass Digitalisierung nur Mehrarbeit schafft. Ich glaube, es liegt am fehlenden Wettbewerb, was sich durch falsche Auftraggeber erklären lässt. Sprich: Solange die Lehrer nicht mit ihrem Geld für ein Produkt entscheiden, wird die Qualität nie wirklich gut.

    Und erzählt mir bitte keinen Unsinn über Digitalisierung in Deutschland – wir haben immer noch kein anständiges WLAN in den Städten, unser Bankingsystem ist ungefähr ein Jahrzehnt hinterher, und unser Ideenimport (wie ein Freund von mir es scharf auf den Punkt gebracht hat) besteht längst nur noch aus Datenschutz und Flaschenpfandcaps. Ich freue mich zwar sehr, dass es hier so viele positive Erfahrungen gibt, doch es geht, so leid es mir tut, längst nicht allen so.

    Wieso fehlender Wettbewerb, es gibt einige, wir sind vor einigen Jahren zu Edupage gewechselt, davor hatten wir WebUntis

    Aber eines ist sicher, niemand will verschiedene Systeme an der Schule, vor allem Eltern nicht. Wenn jeder Kollege etwas anderes verwendet, wirkt es sehr unprofessionell. Und ganz sicher werde ich mir keine zusätzliche Arbeit machen und irgendwelche Daten einspeisen, wenn bereits alles in einem System vorhanden ist. Genau darin liegt der Vorteil von Edupage.

    Die Eltern haben eine App auf ihrem Handy und erfahren dort alles vom Stunden-und Vertretungsplan, von Informationen über Elternbriefe, Fehlzeiten, können direkt entschuldigen und vieles mehr.

    Und auch ich habe alles an einem Ort.

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