Beiträge von Kris24

    Ich frage nach, ob ich es richtig verstehe. Der Schüler ist lieb und nett zu allen und erhält statt einer 5 eine 4 in Mathe, damit er nicht durchfällt?


    Bei uns wurde bisher pädagogische Freiheit anders definiert, seitdem es die Kopfnoten gibt (davor zählte Mitarbeit zumindest zur mündlichen Fachnote, ist bei uns immer wieder Diskussionsthema).

    Ich trage meistens in unser digitales Klassenbuch ein Seite x Nummer Y (dauert pro Schulstunde höchstens eine Minute), meine Vertretung freut sich darüber (es kommt oft ein danke), erwartet es aber nicht.


    Ich freue mich auch, wenn ich etwas erhalte, erwarte es aber ebenfalls nicht. Bei bisher 2 Vertretungsstunden in den ersten drei Wochen hatte ich einmal Seite x Nummer y, das andere Mal nichts. Da habe ich ausführlich die Hausaufgaben besprochen, ich habe alle Lösungsbücher für meine Fächer digital dabei.

    Ich hatte mindestens 15 Stunden Fortbildung zu Mobbing und gehöre nicht zu der ausgebildeten Gruppe, sprich, ich würde bei schwereren (also bei schon fest ausgebildeten Strukturen) Fällen unsere Sozialarbeiterinnen (jederzeit ansprechbar) und/oder meine ausgebildeten Kollegen (mindestens ein halbes Jahr Grundausbildung, regelmäßig Weiterbildung) ansprechen (daran sieht man schon, wie schwierig es ist).


    Ich versuche es mal.

    Ja, das Thema muss deutlich angesprochen werden, aber ohne Namensnennung und vor allem keine Schuldzuweisung. Anfangs wird besprochen, was passiert ist. Ich fasste damals Mut und sprach Dinge aus. Mein stärker und länger betroffener Mitschüler nicht (ein (relativ kleiner) Vorfall gegen ihn gerichtet, den die Klassenlehrerin mitbekam war Anlass (aus unserer Schülersicht, niemand hatte gepetzt).


    Die neutralen wollen oft "Frieden". Wenn es im Klassengespräch Schuldzuweisung und gar Klassenkonferenzen mit Strafen gibt (aus ihrer Sicht unberechtigt, weil doch gar nicht so schlimm), dann wird sehr oft das Mobbingopfer und nicht die Täter dafür verantwortlich gemacht. Und plötzlich ist die ganze Klasse gegen das Opfer.

    Auch Einzelgespräche mit den Mobbern sind, wenn die bereits Macht durch ihre Taten erlebt und Gefallen daran gefunden haben, meistens nicht mehr erfolgreich. Vielleicht ist aktuell Ruhe (man kuscht vor der Macht der SL), aber sobald man sich wieder stärker fühlt, ist der nächste dran. Die Mobber werden mit der Zeit immer erfolgreicher, lassen sich viel schwieriger "bekehren", es ist wie eine Sucht (Freude an Macht, den anderen nieder zu drücken).


    Deshalb dringender Rat, sucht sifort professionelle Hilfe, bevor es zu spät ist (und jede Schule sollte, nein muss wissen, was zu tun ist, sprecht es an). Meine Ausbildungsschulen (damals musste man in Baden-Württemberg noch wechseln), meine ersten beiden nach Ref. verdrängten es auch (ich denke, wenn das Thema wie jetzt darauf kommt, wir haben bei ein paar Kindern eindeutig versagt).

    Wenn ich hier mehrere Kommentare lese, denke ich, viele Kollegen und Schulen sind zu wenig ausgebildet in diesem Thema. Fordert an euren Schulen Fortbildungen ein, fordert, dass Strukturen dazu aufgebaut werden (nicht jeder muss alles können, aber es muss eine Gruppe an Kollegen geben, die wirklich ausgebildet sind), das Thema ist wichtiger als andere. Ich habe 2 Schüler (Referendariat, an einer meiner vorherigen Schulen) durch Suizid verloren. Mobbing geht alle an.

    Bei uns am Gymnasium (!) wird klar gegen Mobbing vorgegangen. Einige Kollegen haben eine zusätzliche Ausbildung gemacht, es gab mehrere Fortbildungen (inkl. pädagogischer Tag) für alle, wir haben 2 Sozialarbeiterinnen an der Schule. Ich weiß, zu wem ich hingehen kann, wenn ich davon erfahre (auch das wurde deutlich gesagt, wenn man als Lehrer es falsch anspricht, kann die Situation verschlimmert werden. "Die ist schuld, dass X Ärger hat. Die ist so blöd.") Wichtig ist es, die anfangs neutralen Klassenkameraden zu kriegen.


    Wir fangen tatsächlich in der ersten Woche mit Klassengemeinschaft, Gesprächsregeln etc. an. Aber das reicht nicht. Es gibt irgendwann trotzdem Mobbing. Dann wird sofort nach Bekanntwerden reagiert (in Extremfällen wurde sogar der Unterricht für Tage unterbrochen und mit den Sozialarbeiterinnen und den ausgebildeten Kollegen ein "Antimobbingtraining" durchgeführt). Aber auch bei uns gibt es Kollegen, die alles als nicht so schlimm ansehen.



    Und Mobbing wirkt sich immer auf den Unterricht aus. Mündliche Mitarbeit wird extrem gestört, Schülerversuche und Gruppenarbeit sind kaum noch möglich. Genau deshalb ist auch außerschulisches Mobbing immer auch ein innerschulisches Problem. Wer das anders sieht, hat entweder keine Ahnung über die Struktur von Mobbing (es ist nicht nur ein bißchen ärgern) oder beide Augen zu.


    Ich wurde zusammen mit einem Mitschüler vor ca. 40 Jahren bereits kurzfristig von einigen Jungen in meiner Klasse gemobbt. Kurzfristig, weil meine Klassenlehrerin sofort professionell einschritt. Auch das war an einem Gymnasium (ich weiß nicht, inwieweit sie ausgebildet war, sie hat auf jeden Fall alle Punkte beachtet). Danach haben mich sehr viele Klassenkameraden geschützt. Wenn einer der 5 (2 Hauptmobber, 3 Mitläufer) was sagte, griffen sie sofort ein. Dann war Schluss.


    Es sind anfangs selten mehr. Wichtig ist es, die neutralen zu sensibilisieren.

    Ich rede nicht von Politikern und Tagesschau, sondern von meinen Mitmenschen. Da sind immer mehr gegen ukrainische Flüchtlinge und wollen mit Putin Frieden schließen. Meine Nachbarin, die versucht zu helfen, wird zunehmend beschimpft. Energiesparen, nein. Energie soll wieder so billig sein wie früher.


    Und unsere AKWs wurden zuletzt 2009 überprüft und damals war noch viel laschere Tests (hauptsächlich am Papier) zulässig. Die strengeren Tests seit 2012 wurden für die 3 nie durchgeführt. Sie sind im Gegensatz zu Frankreich seinen ungeprüft. Warum hat Frankreich abgeschaltet (ich rede von den jungen 30 - 40jährigen vergleichbar zu unseren). Ich wiederhole mich, ihr glaubt es sowieso nicht (und ich bete, dass in Neckarwestheim weiterhin nichts reißt, sondern alle Löcher rechtzeitig gefunden werden. Ich hätte an Habecks Stelle verlangt, dass endlich richtige unabhängige Tests durchgeführt werden und dann wäre Schluss gewesen. Aber es geht um viel Geld, TÜV-Süd verdient z. B. Millionen extra und Beruhigung der Massen. Manche glauben, er hätte im Frühjahr geprüft. Nö, es war noch nicht einmal ein Gutachten, sondern ein paar Seiten in 6 Tagen hingeschmiert ohne Unterschrift etc. auf Verlangen der CSU.)


    Wir hätten übrigens keine Stromknappheit, wenn Frankreich nicht so viel Strom von uns benötigen würde. Man hat gehofft, dass zumindest einige vor dem Winter wieder hochfahren könnten.


    Wer nichts weiß, hat keine Sorgen (stelle ich bei vielen Themen fest).

    So schnell wandelt sich das Bild. Jetzt sind AKWs für Habeck doch notwendig.

    Notwendig ja, weil mehr als die Hälfte der französischen AKWs abgeschaltet sind. Dann lässt man ungeprüfte AKWs aus Deutschland laufen (die Tests bis 2012 waren sehr lasch, nach Fukushima wurde dies überarbeitet und wurde einem Teil der jungen französischen zum Verhängnis). Die deutschen wurden nie den strengeren Tests unterzogen. Wir hoffen halt, dass es weiterhin gut geht (und es nur kleine rechtzeitig gefundene Löcher in Neckarwestheim gibt und nicht gleich einen Riss, der zu einem GAU führt, Korrosionsschäden gibt es hier auch extrem zunehmend). Die Franzosen überarbeiten ihre und rechnen trotzdem mit Blackouts im nächsten Winter.


    Ich denke, es ist wieder eine politische Entscheidung. Nicht Sicherheit gewinnt, sondern lieber Ruhe bei den Schreihälsen (vielleicht sind diese in einer Demokratie auch gefährlicher als ein Störfall) . Überall wird behauptet, dass unser AKW entscheidend sei (nennenswert Strom liefert in den nächsten 6 Monaten ja nur noch Isar-2), wer nicht informiert ist, glaubt dies. Und wie soll Habeck gegen die BILD-Zeitung ankommen? Also Augen zu und durch. Wie auch schon bei Corona etc.


    (Wusstet ihr, dass ca. 20 Jahre nach der Spanischen Grippe, ehemals Infizierte mehr als doppelt so häufig an Demenz litten? Auch bei Covid-19 ist die Zahl nach einem Jahr erhöht. Was in 20 Jahren ist? Es wird keinen interessieren. Damals gab es den 2. Weltkrieg, in 20 Jahren Klimakatastrophe oder ein anderes Problem. Die meisten Menschen können nur ein Problem beachten. Z. Z. geht es nur um Energie. Alles andere selbst der Krieg in der Ukraine wird ausgeblendet. Und was nicht in der Zeitung steht, existiert sowieso nicht. Waldsterben, Amazonas, beides war noch nie so von der Vernichtung bedroht wie heute. Aber wen interessiert es? Du selbst hast hier vor kurzem geschrieben, dass es sie nicht mehr gibt. Stimmt nicht, aber wer weiß das?)

    Ich habe noch nie erlebt, dass jemand eine 1,0 im ersten Examen hat. Weder in meinem eigenen Examensdurchgang, noch bei Kommilitonen, Freunden, Kollegen, im Referendariat oder sonst irgendwo.

    Wieviele schließen denn das erste Examen im Gymnasiallehramt mit einer 1,0 ab? Wieviele das zweite?


    Dass man für sehr gute Einstellungschancen am Gymnasium zwei 1,0er Examen bräuchte, ist übrigens genauso unsinnig, wie die Annahme, man bräuchte fürs Medizin Studium ein 1,0er Abi.

    Eine Mitreferendarin mit Chemie und Bio hatte sowohl im 1. als auch 2. Staatsexamen1,0 und vor 26 Jahren reichte das in Baden-Württemberg für Gymnasium in diesen Fächern nicht (es gab angeblich in ganz Baden-Württemberg nur 1 Stelle). Mit Mathe war bei 1,4 gesamt Schluss und das auch nur in wenig beliebten Regionen. Hier in meiner Gegend war 1,2 notwendig. Ein älterer Kollege erzählte, dass ihm knapp 20 Jahre zuvor 2,5 reichte und ich beneidete ihn. 2,5 und eine Beamtenstelle hier in Südbaden.



    Was lernt der TE daraus? Zeiten ändern sich immer wieder. Ich musste damals flexibel sein, bin für einige Jahre als fest angestellter Lehrer an eine Gesamtschule nach NRW und irgendwann hat es geklappt und ich wurde in Baden-Württemberg verbeamtet. (NRW hat ein paar Jahre nicht verbeamtet, bevor es zu Mangel kam und sie es änderten.)

    Tja, ihr macht es Baden-Württemberg wieder nach. ;)


    Wir haben vor euch mit dem GTR angefangen (ich hatte um 2005 mit meinen ehemaligen NRW-Kollegen darüber diskutiert) und vor euch in einer "Nacht-und-Nebel-Aktion" wieder abgeschafft. Seitdem gibt es fast überall wieder "nur" WTRs (mit "spezifischen Baden-Württemberg‐Funktionen"), der musste damals erst noch entwickelt werden und ging prompt bei hp schief (sie haben einen anderen Rechner umprogrammiert und schlaue Schüler haben dies rückgängig gemacht).


    Es kam damals völlig überraschend, ich erfuhr es gemeinsam mit div. Matheseminarleiter während einer Fortbildung (deren überraschte Gesichter vergesse ich nicht). Auch sie hatten keine Ahnung.

    Wir hatten bisher mehrere hörgeschädigte Schüler, einige Autisten (verschieden stark beeinträchtigt), motorische Handicaps usw. Nachteilsausgleich funktioniert gut (wird teilweise sogar von Kollegen vorgeschlagen und Eltern haben erst überrascht, aber dann dankend akzeptiert (dankend, weil sie gar nicht wussten, dass es so etwas gibt).


    Geistige Beeinträchtigungen am Gymnasium sehe ich dagegen als schwierig. Bei uns müssen Kinder wegen zu schlechten Leistungen das Gymnasium verlassen und noch schlechtere sollen bleiben? Und unsere Klassen sind deutlich größer als Real- und Gemeinschaftsschulklassen hier vor Ort. Wir haben viel mehr Fachlehrer- und Raumwechsel. Letztendlich würde es das Leistungsprinzip am Gymnasium abschaffen. Für mich kein Problem, ich habe zu Beginn an einer integrativen Gesamtschule unterrichtet (aber teilweise mit 2 Kollegen pro Stunde in Hauptfächern). Nur sollte man das ehrlich so sagen (und das traut sich niemand).

    Siehst du, das ist bei uns sowohl in Brandenburg als auch Berlin nicht so, mag sein, dass einzelne Schulen das so handhaben, aber da muss eben außer dem Klassenlehrer (nicht mal der Stellvertreter) niemand da sein, wenn er nicht möchte.

    Vorstellungen sind z.T. jetzt über die Cloud erfolgt, aber auch das macht jeder, wie er möchte.


    Wie gesagt, in allen Klassen würde gar nicht gehen, zumal man dann ja auch noch auf Teilzeit Rücksicht nehmen müsste, wie soll das gehen, dass ich bei 10 Elternabenden bin und aber nur ca. 60% der Zeit dort verbringe, die die Vollzeitkollegen da sind?!?

    Auf Teilzeit wird bei uns auch Rücksicht genommen, aber das bedeutet nicht, bei jeder Aufgabe z. B. 60 %. (Allerdings sind Kollegen mit weniger Stunden je nach Fach auch in weniger Klassen. Nebenfachlehrer haben zwar mehr Klassen, werden aber selten (nur bei großen Problemen) zum 2. Elternabend eingeladen.)


    Bei uns wird es z. B. über Aufsicht und Vertretung geregelt. Bei einer 5/6- Stelle hat man nur 3/4 so viele davon, bei einer 1/2-Stelle nur noch 1/4. (Seit einigen Jahren wird darüber genau Buch geführt.)


    Ich habe in der Vergangenheit festgestellt, dass es viel weniger Probleme mit Eltern gibt, wenn ich mich anfangs kurz vorstelle. Ähnliches hat auch die SL berichtet. Bei uns gibt es daher keine Einwände (auch nicht von Teilzeitkollegen).

    Mit der FDP habe ich eher in wenigen Punkten sympathisiert, aber bei der Corona-Politik bin ich der Partei DANKBAR.

    Ich dachte eher an die Energiepolitik (wir sind ja in diesem Thread).


    Aber ja, Rücksicht auf andere nehmen, passt auch bei Corona nicht zur FDP (ich denke aber, sie wollten die Stimmen der Querdenker). Mich widert es nur an. Ich hatte gerade heute ein Gespräch dazu. Lt. FDP bringt ein Tempolimit zu wenig Energieeinsparung, aber der noch geringere Beitrag der AKWs ist unbedingt notwendig. Interessant war auch die Plauderei von Porsche zu efuels und Lindner.


    Ich hätte an Habecks Stelle gefordert, dass endlich mal die deutlich strengeren Tests seit 2012 (Folge von Fukushima) durchgeführt würden. Die französischen sind ja durchgefallen, unsere werden einfach weil sie deutsch sind, für sicher erklärt. Die letzte lasche Überprüfung war ja 2009.

    Komischerweise. Wären frühere Generationen so links gewesen, wie jetzt eingefordert, hätten Lehrer die Priviligen nicht, auf denen sie sich jetzt ausruhen können.

    Verstehe ich nicht.


    Rechte sind doch eher konservativ und wollen keine Veränderungen. Wir wären immer noch in der Steinzeit und würden uns dort ausruhen.


    Ich dachte eher an FDP (und weniger rechts oder links) (egoistisch, nur keine Privilegien abgeben, auch wenn alle anderen Schaden nehmen. Hinterher aber alle Schuld abschieben, Wendehals hoch drei).

    Beim 1. Elternabend ist vorgesehen, dass bei uns alle Fachlehrer sich vorstellen. Beim 2. sind nur Klassenlehrer und Stellvertreter anwesend, sowie eingeladene Kollegen (oft Hauptfachlehrer).


    Das erspart uns aber Elternsprechtage. Wir haben höchstens einen pro Jahr (in 21 Jahren Baden-Württemberg hatte ich bisher 6).

    Genau, wir haben, als wir neue Geräte angeschafft haben darauf geachtet. Das Warmwasser, welches die Wärmepumpe erhitzt, benötigt weniger Energie als die Maschine dafür.

    Das stimmt. Aber die Geräte sind meistens teurer (und dann wird es zur Rechenaufgabe).


    Ich spare seit langem, nicht wegen Putin, der lebte damals noch unbekannt in der DDR, sondern wegen der Klimakrise (inzwischen fast schon Klimakatastrophe, dauert nicht mehr lange) . Dabei bin ich schon älter und habe keine eigenen Kinder, könnte denken, "nach mir die Sintflut". Aber ich habe tatsächlich resigniert (und habe mich bisher hier zurück gehalten), sollen doch unter 50jährige die Folgen ihres Tun selbst noch erleben, sollen Eltern ihren Kindern erklären, warum sie nur an sich selbst gedacht haben.


    Der Durchschnittsdeutsche verbraucht mehr als doppelt so viel Energie wie die Erde für ihn bereit hält. Energie ist zu billig, weil die Folgen/Schäden nicht eingepreist sind. Das könnte man wissen. Aber wir sind es so gewohnt und gewohntes zu ändern, schwer bis unmöglich. Und die meisten leben nach dem Motto, "was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß". Mit Unwissenheit lebt es sich viel leichter.


    Interessant fand ich, wer hier was liked (politische Richtung entspricht wieder mal all meinen "Vorurteilen").

    Wir haben auch an 4 Abenden Elternabend und ja, wenn man Pech hat, muss man mehrfach kommen (ich dieses Jahr 3x als Lehrer). Aber wir Lehrer löschen selbst das Licht (der Klassenlehrer der letzten Klasse ist für die Gänge verantwortlich) und abschließen kann und muss bei uns jeder Lehrer. In Baden-Württemberg hat jeder Lehrer, sogar jeder Referendar ein Schlüssel für alle Eingänge.

    Die Mutter der einen Schülerin ist in der Ukraine Englischlehrerin. Wir haben uns zuerst massiv gefreut und sie wollte uns auch unterstützen. Aber sie darf nicht. Ich glaube, weil sie kein Wort Deutsch spricht. Aber bei den ukrainischen Kindern hätte man sie doch einsetzen können. es geht nicht. :weissnicht:

    Ja, deutsch ist notwendig. Die Kinder sollen so schnell wie möglich deutsch lernen (fast alle Stunden in der Willkommensklasse sind deutsch, der Rest ist "wie funktioniert Deutschland"), damit sie spätestens im 2. Jahr am normalen Unterricht teilnehmen können und normal benotet werden (Regeln gelten für Baden-Württemberg wie ich gelernt habe).

    Bei uns haben anfangs russisch sprechende Klassenkameraden übersetzt. Wir haben in fast jeder Klasse mehrere russisch und teilweise sogar ukrainisch sprechende Kinder. Inzwischen haben wir eine Willkommensklasse mit 20 Stunden (Lehrerin ist eine ukrainische Mutter, die im perfekten Deutsch ihr Kind bei uns angemeldet hat und in Ukraine Deutschlehrerin war (sie hat zuvor in Deutschland studiert). Die übrige Zeit sind sie im Regelunterricht.

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