Beiträge von Kris24

    Und auch der Klassenteiler wird heute nicht immer eingehalten, wenn während der Sommerferien noch eine Anmeldung kommt, können es auch mal 34 Schüler sein. Selbst wenn dann im Computerraum nicht genug Computerarbeitsplätze sind. Aber auch das sind dann Ausnahmen.

    Da müssen wir ablehnen und dürfen den neuen Schüler nicht annehmen, obwohl wir es schon wollten. Er muss auf eines der beiden anderen Gymnasien in der Nähe.

    Nur fürs Protokoll: Man darf in NRW auch in den Nebenfächern schriftliche Leistungen einfordern und die bei der Notenbildung berücksichtigen.

    Bisher hatte ich nur selten Beschwerden über Zeugniszensuren in meinen Fächern und konnte auch Fünfen immer problemlos begründen.

    Und wieviel zählt es? Nur wie eine Einzelstunde wie Chilipaprika schreibt?

    Ich kenne niemanden hier, der eine schriftliche Leistung weniger als 50 % wertet, die meisten sind bei 2/3, ich habe in Mathe bisher mit 75% gewertet. Ändert sich gerade.

    In NRW kann man in zwei Nebenfächern 5 und 6 stehen und wird trotzdem versetzt (auch von der SI in die Oberstufe), wenn man irgendwo eine 3 hat.

    Und da sind die Unterschiede, warum bei euch mehr versetzt werden.

    Dazu kommt, bei uns werden auch in Nebenfächern Klassenarbeiten geschrieben und wenn es eine 5 oder 6 gibt, ist natürlich eine Zeugnisnote 5 oder 6 gut begründbar. Bei nur mündlichen Leistungen sind Diskussionen absehbar.

    Das würde ich jetzt nicht unterschreiben. Bei meiner Tochter waren im Gymnasium mehrere Jahre hinweg 34 Kinder in der Klasse. Der Klassenteiler kann ja nicht so hoch sein. Allerdings ist es etwas länger her, sie ist 1998 geboren.

    Es gab kurz nach der Jahrtausendwende einige Jahre keinen Klassenteiler. Ich hatte damals eine 9. Klasse mit 36 und eine 6 mit 34 SuS. Davor und danach gab es Klassenteiler. Eine der vielen Sparmaßnahmen in diesem Zeitraum wie auch Erhöhung der Deputatatstundenzahl, Senkung der Altersermäßigung.

    Da aber bei dieser Maßnahme auch Eltern protestierten, wurde sie zurück genommen.

    Interessant, dass es bei euch zum Ausgleich eine 2 braucht. In NRW reicht die 3.

    Bei 2 Fünfen, bei nur einer 5 reicht auch eine 3.

    (Und plötzlich sind auch Nebenfächer wichtig, in meinem Beispiel sorgt die 5 in Bio dafür, dass die 5 in Mathe nicht mit einer 3 im Hauptfach ausgeglichen werden kann. Also muss man sich in allen Fächern anstrengen, wenn man versetzt werden will.)

    Bei uns kommt es regelmäßig vor, dass SuS zweimal in aufeinander folgenden Klassen z. B. 8 und 9 nicht versetzt werden bzw. die Hälfte davon wechselt kurz zuvor den Schultyp, weil ihnen klar ist, es ist aussichtslos. Und ein Wechsel Mitte 9 ist bei uns noch möglich.

    Ich denke, die Klassenarbeiten in allen Fächern und mündliche Leistungen nur fachlich spielen eine Rolle.

    Ob jemand lieb, fleißig und im Unterricht mitarbeitet dagegen nicht. Dafür gibt es Verhalten und Mitarbeit.

    Bei uns gibt es daher regelmäßig die Note 5 auch in Nebenfächern. Eine 5 in Mathe und Biologie ohne zwei mal Note 2 in gleichwertigen Fächern führt zur Nichtversetzung. Und eine 2 im Hauptfach fehlt dann meistens. Nachprüfungen gibt es selten, ich hatte noch keine in all meinen Klassen/Klassenkonferenzen.

    Wenn bei mir zu viele schlechte Leistungen erbringen, müsste ich notfalls die Arbeit vorlegen. Aber wenn die korrekt und angemessen erstellt ist, reicht dies.

    Und weil dies allen von Anfang an bekannt ist, gab es nie Probleme dieser Art. Ich habe vor 18 Jahren einmal eine Nachschreibearbeit und Arbeit vorlegen müssen, weil eine Nachschreiberin meinte, ihre sei schwerer (Ich war neu an der Schule, niemand kannte meine Anforderungen). Nach 10 Minuten erhielt ich sie zurück mit alles bestens, schön, dass Sie eine neue Arbeit für den Nachtermin entworfen haben. Die beiden Arbeiten sind gleich schwer.

    nein, aber das System als Ganzes ist nicht auf Förderung und Forderung angelegt, wie das vielleicht andere BL geschafft haben. Wer glaubt, dass ein Kind (im Sinne von "alle Kinder") ohne Klassenarbeit lernt und zusätzlich freiwillig Textanalysen übt ...

    Ich denke auch, das dies ein Grund ist.

    2 Wochen nach Beginn der 5. Klasse werden Diagnosearbeiten in Mathe und Deutsch geschrieben, danach erhalten besonders leistungsschwache Kinder Förderunterricht. Klassenarbeiten gibt es in allen Fächern, in allen Klassenstufen. Und die Notenskala wird komplett vergeben, wer zu schlecht ist, muss wiederholen und beim 2. Mal in aufeinanderfolgenden Jahrgängen das Gymnasium verlassen. Der Lehrer erteilt die Note, niemand redet herein, schon gar nicht, weil es keinen anderen Platz gibt.

    Ich bin immer noch irritiert, dass es hier Kollegen aus NRW gibt, die sich das nicht vorstellen können.

    Mit Ausnahme des Saarlands wird das Fach Russisch an mindestens einer Hochschule pro Bundesland für das Lehramt angeboten. Infolgedessen ist anzunehmen, dass Russischunterricht an deutschen, staatlichen Schulen bereits staatfindet.

    Oder man lernt die Sprache an der Uni neu. In Baden-Württemberg gibt es noch 19 Gymnasien mit ca. 1200 SuS, die es lernen (über alle Jahrgänge). Und sicher studieren nicht alle Russisch.


    (Da in Baden-Württemberg 750 000 Russlanddeutsche wohnen, vermute ich, dass manche, wenn vor Ort möglich, Russisch wählen.)

    Das ist die Frage, die ich mir auch stelle. Im Stundenplan steht zum Beispiel Dienstag, 5./6. Deutsch Gruppe 1 / Englisch Gruppe 2, dafür dann Mittwoch 1./2. Deutsch Gruppe 2, Englisch Gruppe 1, Fachbereich Gruppe 1. Keine Ahnung ob die Stundenplaner gesoffen oder einen Schlaganfall erlitten haben, aber dass das nicht funktionieren kann, dürfte klar sein.

    Deutsch ist immer im Klassenverband, Englisch eigentlich auch. Es macht überhaupt keinen Sinn.

    Das haben wir auch, die Klasse wird geteilt, es sind 2 Lehrer zugeordnet, die ihr Fach unterrichten, dann wird gewechselt. Allerdings zählt die Anzahl der Stunden aus Schülersicht.

    Konkret, Klasse 10 je 4 Stunden Mathe und Deutsch, ich unterrichte 3 im Klassenverband, zweimal eine halbe Klasse , SuS haben 4 Stunden, ich insgesamt 5. Dasselbe gibt es auch mit Kombi Englisch und Französisch .

    Ergänzung, ich habe weiter gelesen und sehe, dass du den Gedanken auch hattest, es aber nicht passt. Dann würde ich nachfragen. Fehler passieren.

    Eine neue Klasse (+Raum, +Lehrer) mal eben aus dem Hut zaubern, weil 30 Schüler eines Jahrgangs wiederholen? Prima, wenn das so einfach ist, haben wir ja kein Problem. Stelle ich mir aber schon spannend vor, so eine Wiederholerklasse.

    Am Gymnasium bleiben vielleicht 2 pro Klasse pro Jahrgang durchschnittlich sitzen, beim 2. Mal in aufeinander folgenden Klassenstufen müssen sie das Gymnasium verlassen.

    Also wiederholen ca. 10 pro Jahrgang (5 Klassen ), in der darunter liegenden Klasse aber auch, die Gesamtzahl bleibt pro Jahrgang also gleich oder wird geringer, weil SuS gehen müssen. Nur in Klasse 5 gleicht es sich nicht aus, dann können wir entweder weniger aufnehmen oder bekommen tatsächlich eine zusätzliche Klasse. Und ja, das passiert regelmäßig, weil auch die Anmeldungen bei den 3 Gymnasien schwanken.

    Zusätzliche Klassen müssen tatsächlich an der Realschule in den Jahrgangstufen 7 - 9 eingerichtet werden, deshalb sollen wir die Zahlen an Abgängen bis April nennen, deshalb empfehlen wir Eltern dringend, sich rechtzeitig zu bemühen. Sonst klappt es vielleicht nicht mit der Wunschschule.

    Aber es war noch nie (!) Thema, dass ein Kind bei uns bleibt, weil es keinen Platz gibt, es wurde noch nie aus diesem Grund bei uns versetzt. Bei uns schwankt die Klassenzahl in jedem Jahr. Ich lese, was ihr schreibt, aber ich habe es in über 25 Jahren in baden-württembergischen Gymnasien (2 RPs) noch nie erlebt. Wir Lehrer lassen uns nicht in unsere Noten herein reden, das geschieht auch nicht.

    Und ja, es werden Klassen neu eingerichtet, wenn der Klassenteiler überschritten wird (neue Schüler müssen evtl. auch an ein anderes Gymnasium bis alle voll sind).

    Aber alle, die es wollen, früher oder später. Niemand, der Ambitionen darauf hat, ist nach zehn oder fünfzehn Jahren noch Studienrat.

    Das dürfte länderübergreifend gelten. In jedem Fall für BW, auch wenn Kris24 , die selbst A14 oder A15 ist, das gleich bestreiten wird. 😉

    Galt vor 15 Jahren und davor in Baden-Württemberg und nein, ich verlinke die Zahlen nicht erneut. Denn dank Neid der Kollegen anderer Schultypen werden die Seiten sowieso nicht gelesen. Und es dauert länger mit Treppchemodell, aktuell 21 Jahre und mehr. Mit Ausschreibung nur, wenn ein Gymnasium darf, weil es zu wenig A14 hat (bei uns seit langem niemand mehr).

    Inzwischen erhält ein durchschnittliches Gymnasium alle 3 bis 5 Jahre eine A14 Stelle, bei uns war es zuletzt vor Corona. A15 wird an meinem Gymnasium über 20 Jahre lang niemand neu, A16 über 25 Jahre.

    Ich vermute, du lebst in einer extrem unbeliebten Gegend, bei der die Kollegen A14 nehmen und sich sofort weg bewerben. Diese Gymnasien dürfen eine Stelle pro Jahr ausschreiben, mein Gymnasium seit 8 Jahren nicht mehr. (Aber auch dort gibt es mehr als ein Kollege pro Jahrgang.)

    So ist das nämlich. Selbst Grundschulen mit dem besten Sozialindex winken Kinder durch, weil sie sich sonst dort stauen würden.

    Hier nicht. Notfalls wird eine weitere Klasse geöffnet oder geschlossen oder neue Schüler auf andere Schulen umgelenkt.

    Wiederholung bringt nur etwas, wenn noch nicht so viel Stoff fehlt. Und wenn rechtzeitig wiederholt wird, verteilt es sich auch. Wenn in jedem Jahrgang 10 wiederholen, bleibt die Zahl gleich außer im Anfangsjahr. Da wird dann wie oben geschrieben entweder eine neue Klasse eröffnet oder umgelenkt. Bei uns wiegt die Verantwortung für die Schüler mehr und Lehrer geben ihre Noten, ohne dass irgendeine Verwaltung hinein redet.

    (Mir fällt auf, dass dies nur von Kollegen behauptet wird, die positiv ausgedrückt, sehr konservative Meinungen hier vertreten, die Schüler nicht so positiv über Schüler schreiben. Ich überlege gerade, ob das Zufall ist.)

    Es wäre schön, wenn die Kompetenz der Grundschullehrkräfte mit dem Kompass-Test als Absicherung genügen würde. Die 4. Komponente "braucht" es dann doch nur, weil Lehrkräften trotz Studium, Vorbereitungsdienst und Fortbildungen dann doch nicht zugetraut wird, profunde Entscheidungen zu treffen. Und weil zu viele Eltern den Gymnasialübertritt immer noch als Goldstandard betrachten - unabhängig von dem, was ihre Kinder tatsächlich können (bzw. nicht können).

    Grundschulen sind nicht alle gleich, in manchen sind die Anforderungen höher.

    Aber wie geschrieben, es schaffen nur wenige.

    Ich dachte, ich hätte mal gelesen, dass man in BW die 2 Ermäßigungsstunden bekommt, wenn man mindestens 75% arbeitet. Aber das stimmt anscheinend gar nicht, weiß auch nicht mehr, wo ich das gelesen habe.

    Wenn aufgerundet wird, sind es 2, und bei mehr als 75 %, in zwei Jahren und wenn man dann pensioniert wird...

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