Beiträge von Kris24

    Naja, dann hat derjenige ja genau das von Kris24 beschriebene gemacht. Wer kündigt um Entlassung aus dem Dienst bittet, kann sich danach ja bewerben wo er will.


    Aber sobald man über der Altersgrenze der Verbeamtung ist (oder gesundheitlich nicht mehr verbeamtet würde) geht es wirklich nur noch über den Tausch.

    Da ich in NRW damals nur angestellt war, habe ich tatsächlich gekündigt. Und da ich jünger als 35 war, hatte ich in BW nur die oben genannten Nachteile. In BW wurde ich gleich verbeamtet, hat das Weihnachtsgeld mehr als ausgeglichen und das mit der Beförderung habe ich erst Jahre später erfahren.

    Das kommt wohl auch auf die Schulform an. Ich habe mehrere Kolleg*innen, die schon seit Jahren im Schuldienst sind und aus anderen Bundesländern problemlos an unsere Schule wechseln konnten (aus Bayern kam gerade im letzten Sommer eine Kollegin, andere KuK wechselten aus NRW, Schleswig-Holstein,...), und einen Kollegen, der vor einigen Jahren ebenfalls problemlos von uns, also von Niedersachsen aus, nach SH gewechselt ist.


    Ansonsten sind zwei meiner Kolleginnen vor einigen Jahren direkt nach dem Ref aus NRW (Dortmund) bzw. aus SH (Kiel) zu uns gekommen. Das war auch unproblematisch. Beide hatten sich aber nur in Niedersachsen beworben. Ich denke aber, dass es kein Problem sein sollte, sich in zwei BL zu bewerben.


    Die Bewerbungsfristen musst du aber - wie Kris24 schon sagte - unbedingt beachten!

    Da man einen Tauschpartner benötigt und das Interesse nicht ausgeglichen ist, geht es für die eine Hälfte leicht, die andere wartet u. U. ewig (ich kenne einige und hier liest man es auch regelmäßig) . Ich habe damals gekündigt und hier neu angefangen (hat mich etwas Weihnachtsgeld im 1. Jahr und einige Jahre Warten auf eine Beförderung gekostet).

    bei uns haben einfachste Masken zu aufgebrachten Eltern und entsprechenden Presseartikel in den lokalen Zeitungen geführt, verpflichtend FFP2 traut sich sicher hier niemand einzuführen. Zum Gegenteil. Erst heute las ich wieder, Kinder sind keine Pandemietreiber, alle Schulen sofort auf.


    Ich wäre schon froh, wenn Halstücher endlich als Maskenersatz verboten würden und bei Attesten gegen Masken genau hingeschaut würde.

    Ein Vorschlag von mir: Für dieses und vor allem nächstes Schuljahr mehr Unterstützung für die SuS. Förderunterricht (vor allem für die Hauptfächer und für die 5. Klässler). So kann man die Defizite, die jetzt eventuell entstehen, ausgleichen. Gerne können das ältere SuS oder Studierende übernehmen, falls man nicht genug Lehrer hat oder die zu teuer sind.

    ich stimme dir zu, ich wünsche mir das auch, bis auf zu teuer. Solange Bildung möglichst billig sein soll, kann mir niemand sagen, dass er Bildung für wichtig hält.


    Und ich habe zu oft festgestellt, dass gute Nachhilfe im allgemeinen von ausgebildeten Lehrkräften gegeben wird. Wir haben den Überblick, kennen die Probleme, wissen wie der fehlende Stoff vernetzt ist usw. Studenten und Schüler können oft sicher gut erklären, aber ihnen fehlt der Überblick. Es ist daher eher eine Hausaufgabenbetreuung. Es sollte beides geben, weil es nicht genug Lehrkräfte gibt. Aber das oder die zu teuer sind, regt mich inzwischen auf (was nichts kosten darf, ist meistens auch nichts wert). Und auch Schüler merken das.

    Das ging vor 25 Jahren problemlos (ich bin von Baden-Württemberg nach NRW, ich habe mich gleichzeitig auch in anderen Bundesländern beworben und hatte mehrere Vorstellungsgespräche und Zusagen, z. B. auch in München, Bayern allgemein ging damals mit meiner Fächerkombination nicht). Man musste nur die verschiedenen Bewerbungsfristen beachten. Ich gehe davon aus, dass es heute immer noch so ist. An meiner Schule in Baden-Württemberg (ich bin nach einigen Jahren zurück) sind viele auch junge mit Referendariat in anderen Bundesländern.


    Ein Tausch später ist schwieriger.

    Ähm - ne. Ich hatte die Info unterschlagen, dass das Supermärkte sind, die normalerweise um 22 Uhr schließen.


    A propos "spät schließen" .... war irgend jemand von euch schon einmal nach Mitternacht in einem der 24/7 Supermärkte in GB einkaufen? Das ist irgendwie .... gespenstisch.

    Ja, sogar hier in Deutschland. Bei uns hatte Rewe eine Zeitlang 24/6 (ohne Sonntag) offen und ich benötigte noch etwas dringend vor einer Reise um 5 Uhr morgens. Ich war alleine drinnen, bekam alles, sogar frische Brötchen. Aber es hat sich für Rewe nicht gelohnt. Jetzt öffnet er um 5 Uhr morgens bis 24 Uhr nachts (außerhalb von Ausgangssperren).

    Irgendwann habe ich mal irgendwo gelesen (war es hier im Thread vielleicht?), dass Profis auch mit Maske trainieren um die Sauerstoffversorgung / - übernahme / -.... zu verbessern?

    Ja, war ich und Wollsocken hat es bestätigt. Man wollte Höhentraining simulieren.


    Allerdings wurde wieder aufgehört, weil es nichts gebracht hat. Der Körper hat trotz Maske genug Sauerstoff bekommen, mehr als in der Höhe.

    wie willst du etwas beweisen? welche Dunkelziffer gibt es, was ist ein tragfähiges Hygienekonzept (ich behaupte mal, es müssen innen mindestens 8 Meter Abstand sein, wenn die FFP2- Maske abgenommen wird und man länger als 10 Minuten im Raum ist, so weit sind infizierende Aerosole nachgewiesenermaßen geflogen). Wo gibt es das?


    Alles sind Kompromisse. Wer legt fest, dass in der Stadt nur 50 gefahren werden darf? In der Schweiz war innerorts früher 60 erlaubt. Du kannst alle Regeln hinterfragen und mathematisch beweisen, lässt sich außerhalb der Mathematik kaum etwas. (Auch in den Naturwissenschaften nicht, auch da gibt es nur Beobachtungen bis das Gegenteil bewiesen ist. Vielleicht habe ich deshalb weniger Probleme, dass eben nicht alles bekannt ist.)

    KLar, Kaufland hat weiterhin bis 22 UHr geöffnet, was bei Ausgangssperre ab 22 Uhr nicht so richtig logisch war ;)

    Stimmt, bei uns war überall 30 Minuten früher zu, obwohl ich nur 5 Minuten bis nach Hause benötige (deshalb war ich völlig überrascht, als ich zum gehen aufgefordert wurde). Bei uns ist wirklich alles um 19. 30 Uhr zu.

    bei uns finden auch noch Klausuren und Klassenarbeiten in der Schule statt, aber ab 15 Schülern wird geteilt (es gibt genug freie Räume). Und alle Konferenzen finden online statt, auch das ist längst entschieden

    Mein Halbbrüderchen wird‘s interessieren. Mein Vater erlaubt ihm immernoch sich bis spät in der Nacht mit seiner Freundin zu treffen...

    In Baden-Württemberg ist schon eine Weile Ausgangssperre ab 20 Uhr. Daher schließen alle Geschäfte/Fastfood-Buden etc. um 19. 30 Uhr. Ich wurde am Anfang einmal überrascht. Aber bei uns ist wirklich abends ruhig (ich wohne direkt in der Innenstadt zwischen Fußgängerzone und Hauptstraße.) Vorher gab es doch immer laute Grüppchen.

    Ich weiß jetzt nicht, was genau damit gemeint ist oder welchen Arbeitsaufwand das ausmacht. Ich bin den ganzen Vormittag und den halben Nachmittag bei Teams online und beantworte Fragen (organisatorischer / technischer /inhaltlicher Art), das könnte man noch als "Bereitschaft" sehen, obwohl ich letzte Woche nur ca. 15 Anfragen hatte. Meine Kollegin hatte aber ca. 60 Anfragen (andere Klasse) und auch noch viel Ärger mit den Eltern, sodass die jetzt sogar einen online-Elternabend machen... :ohh: Das macht natürlich nochmal einen enormen Unterschied.

    Unser Kultusministererium hat es nicht festgelegt. Es kann von Telefonat, Mail, Nachricht über eine Nachrichtendienst, aber auch bewerteter Aufgabe alles bedeuten. (Und ich hatte auch schon alles, wobei ich es in genau umgekehrter Reihenfolge bevorzuge. (Also Anruf nur im Notfall, ich habe knapp 200 Schüler, die meisten im Hauptfach.) Aber ich muss aktiv den Kontakt suchen, warten reicht nicht. Anfragen über Edupage kommen häufig. Das geht am schnellsten.


    Es soll sichergestellt werden, dass niemand abtaucht (weder Schüler noch Lehrer).

    also bei mir ist es deutlich mehr


    In Baden-Württemberg sollen wir im Hauptfach jedem Schüler zweimal die Woche eine individuelle Nachricht zu kommen lassen, im Nebenfach eine. Daher korrigiere ich viel und habe auch noch eine Nachschreibearbeit im Januar.


    Dazu kommt das organisatorische. Wie mache ich eine pdf-Datei mit Handy, wie lade ich in Moodle hoch, wie komme ich überhaupt hinein, wo ist meine Datei geblieben (weiß ich auch nicht) und ja, wir haben alles im Oktober/November geübt. Ich hoffe, die 2. Woche geht es besser.

    Genau das habe ich samu gestern auch gefragt. Das ist aus meiner Sicht das Hauptproblem. Ganz viele kritisieren die Vorgaben aber niemand hat Vorschläge wie es besser geht. Wenn man Gegenvorschläge machen würde, könnte man natürlich überlegen, ob die wirklich sinnvoller sind. Aber so bringt es uns nicht weiter...

    Ja, das habe ich mich bei Käßmanns Artikel in der Zeit gefragt. Ich hatte den Artikel heute Mittag in meiner Mittagspause gelesen (ich sitze den ganzen Tag schon am PC, jetzt merke ich, dass meine Konzentration extrem nachlässt. Ich habe auch Gegenvorschläge gesucht.


    Ich habe mehrere Schüler in meiner 10. Klasse, die extrem angespannt sind, weil sie zu Hause Risikoangehörige haben. Sie leiden unter zu wenig Maßnahmen und nicht zu viel. Was ich toll finde, dass die ganze Klasse extrem aufgepasst hat, damit ihre Mitschüler den Unterricht besuchen können. Aber ich merke auch, dass bei einer Schülerin gerade die Spannung nachlässt (ich hatte gerade ihre Arbeit korrigiert). Auch die Seite gibt es.

    "Merkel und die Ministerpräsidenten hätten offenbar keinerlei Vorstellung vom Alltag, schrieb Käßmann. 'Kitas und Schulen dicht, niemanden mehr treffen, aber weiterarbeiten - das funktioniert im wirklichen Leben nicht.' Die Familien seien inzwischen am Limit." und "Corona-Regeln seien notwendig, damit die Zahl der Infizierten und der Toten endlich zurückgehe, betonte Käßmann. 'Aber sie müssen einleuchten!' "


    Hallelulja, einfacher kann man's nicht erklären.

    und was ist dein Vorschlag?

    ich verlinke hier zu Impfung und Toten


    https://www.br.de/nachrichten/…a-impfung-im-netz,SMAyGf9


    (lest selber, ich muss weiter arbeiten)


    Ergänzung ich zitiere daraus


    Eine Mitarbeiterin des PEI erläuterte auf einer Pressekonferenz, dass die Anzahl von kurz nach der Impfung Verstorbenen im statistischen Normalbereich liege. Hätte man also zum Corona-Impfstart begonnen, die gleiche Zahl an Menschen mit einem Placebo - also einem wirkstofffreien Mittel - zu impfen, dann wären im Zeitraum nach dieser Scheinimpfung ähnlich viele Menschen gestorben wie nun seit Beginn der Corona-Impfung.

    Was, dass jüngere, behinderte SuS und solche aus prekären Verhältnissen gerade ein massives Problem haben? Ich kann dir Feldstudienmaterial liefern, falls du es in der gymnasialen Oberstufe in einem Nebenfach nichts mitbekommen solltest.


    Es reicht jetzt nicht mehr, sich einzuigeln und auf volle Krankenhäuser zu verweisen. So sehr ich auch die Arbeit einzelner Politiker*innen schätze, jetzt ist es an der Zeit, etwas zu präsentieren, dass unserer Gesellschaft gerecht wird und nicht nur "wir verlängern jede Woche den Lockdown um eine Woche und warten, bis alle geimpft sind" heißt.

    Alibidiskussion bezog sich klar auf Politiker aus z. B. der FDP, die jetzt die Bildungsfernen entdeckt haben, weil sonst die Eltern nicht arbeiten können, oder Kultusminister, denen vorher die Bildungsfernen auch nicht so wichtig waren, dass sie effektiv etwas geändert hätten (ich habe es begründet, aber du lässt wieder mal alles weg, um das anders darzustellen, um mich anzugreifen. Wenn jemand Stimmung hier macht, dann du. Ist nicht das erste Mal.)


    Ich unterrichte übrigens seit vielen Jahren fast nur Hauptfächer. In Chemie habe ich durchgehend 2 Leistungskurse mit je 5 Wochenstunden also mehr Stunden als Englisch und Mathe in den unteren Jahrgängen (zumindest bei uns). Meine Schüler studieren danach fast immer Chemie oder Medizin. Sie haben aktuell Sorge um ihr schriftliches Abitur (bei uns schon immer zentral mit 3 unabhängigen Korrekturen, Zweitkorrektor kennt weder Name noch Punkte des Erstkorrektors), ob sie Medizin studieren dürfen (die Abinote ist dafür nicht unwichtig, manche sind auf Stipendien angewiesen). Auch deshalb habe ich meine Scheu vor Videokonferenzen abgelegt, habe sogar eine Kamera angeschafft. Dazu 2 - 3 Matheklassen mit je 4 Stunden (eine immer Unterstufe, weil ich mir die als Abwechslung wünsche). Lasse deine persönlichen Angriffe. Auch das ist nicht neu. Du machst dir Bilder von deinen Mitmenschen und passt Kommentare entsprechend an.


    Und ja, ich sehe die Probleme (ich unterrichte an einer Brennpunktschule, ist zwar Gymnasium aber mit sehr schwierigem Einzugsgebiet). Genau deshalb habe ich im Sommer sowohl im realen Leben als auch hier gewarnt, immer auf Maske hingewiesen und wurde z.B. von Moebius verspottet, bei dem du dich bedankst, was ihr redet immer noch von Corona? Ich weiß, wie geschockt ich bei seinem Kommentar war, weil mir kurz zuvor bewusst wurde, dass es schlimmer kommen wird, als ich vorher gehofft habe. (Ich hatte ursprünglich die Zahlen von Anfang September erst Anfang November erwartet und die vom November jetzt im Januar.) Aber ich wurde immer als Pessimist hingestellt, und o Wunder es ist genauso eingetroffen wie ich im September erwartet habe. Wer konnte das bloß ahnen? (Jeder der rechnen konnte und informiert war.) Die jetzigen Zahlen sind Folge vom Sommer und Herbst, als zu viele es nicht ernst nehmen wollten (aber genau die beschweren sich jetzt).


    Jetzt möchte ich Langzeitschäden auch für Kinder vermeiden. https://www.scinexx.de/news/me…ombosen-auch-bei-kindern/ Natürlich hoffe ich, dass es komplett ausheilt, aber dass alle untersuchten Kinder, auch symptomfreie signifikant erhöhte Werte hatten, hat mich geschockt.


    Ich zitiere daraus (und ich nehme nicht den schlimmsten Absatz wie du behauptest, sondern das vorsichtig formulierte Ergebnis), denn er drückt auch die Hoffnung aus, dass es im Laufe der Jahre heilt.



    Diese Ergebnisse sprechen dafür, dass thrombotische Mikroangiopathien und die Aktivierung des Komplementsystems bei mit SARS-CoV-2 infizierten Kindern häufig sind – selbst wenn die Symptome nur minimal sind“, konstatieren Diorio und ihr Team. Welche kurz- und langfristigen Folgen diese Veränderungen und Schäden an den Blutgefäßen und Nieren haben können, sei aber noch unklar, vor allem bei den Kindern mit minimalen oder keinen Symptomen.

    „Von Kindern, die nach einer Transplantation von Blutstammzellen thrombotische Mikroangiopathien entwickeln, wissen wir, dass sie lebenslang unter klinischen Spätfolgen leiden können, darunter Bluthochdruck, Lungenhochdruck, Schlaganfällen und chronischen Nierenerkrankungen“, erklären die Forscher. „Es ist daher möglich, dass es auch die Mikrothrombosen durch eine Coronavirus-Infektion unerkannte Langzeitfolgen haben.“


    (Zitatende)


    Das passt zu dem, was wir über Covid-19 wissen. Alte Menschen mit Vorschäden an Adern, Herz und Niere landen im Krankenhaus (und sterben evtl.), junge nicht vorgeschädigte Menschen können es anscheinend (noch) wegstecken, aber sind jetzt vielleicht vorgeschädigt (eine geschädigte Niere kann noch eine Zeitlang arbeiten, bevor sie aufgibt. Bei jungen vorgeschädigten Menschen scheint es auch Probleme zu geben. Es hat wohl seinen Grund, dass Menschen mit Trisonomie 21 noch vor Lehrern geimpft werden sollen.) Es geht schon lange nicht nur um Todeszahlen, es geht um die Lanzeitfolgen gerade auch für junge. Aber da man das nicht von weitem sieht, kann man es jetzt übersehen und hoffentlich kommt später nicht wieder, o, wer konnte das wissen?


    Ich muss jetzt weiter arbeiten, ich kann nicht mehr so viel Zeit hier verbringen.

    Letztlich geht es um die Perspektive, die man einnimmt. Geht es einem einzig und allein um Infektionsschutz, muss man die Schulen geschlossen lassen. Mindestens noch bis Mitte Februar, in Verbindung mit einem Lockdown. Geht es einem aber auch um Bildung und Teilhabe, um soziale Fragen, um Migrantenkinder, um sozial schwache Familien, um berufstätige Eltern, muss man die Schulen öffnen - wenigstens im Wechselmodell. Von gewählten Volksvertretern erwarte ich, dass sie alle Belange in den Blick nehmen. Infektiologische, wirtschaftliche und soziale Belange. Keine leichte Aufgabe. Und ich bin froh, dass ich sie nicht lösen muss. Wenn ich an meine SuS aus einem sozialen Brennpunkt denke, kann ich nicht für geschlossene Schulen votieren. Wenn ich an mich selber denke, muss ich für geschlossene Schulen votieren. Der vernünftige Kompromiss liegt vermutlich in einer Teilbeschulung. Rollierendes System, alle zwei Tage oder jede zweite Woche.

    Wer wirklich die Bildungsfernen fördern möchte, hätte dies schon vor Corona tun können. Aber da hat es genau die (in der Politik) nicht geschert, die jetzt laut schreien (es gibt genug Studien, dass gerade Deutschland hier versagt). Wenn es nach Corona zusätzliche Mittel für zusätzliche Betreuung/qualitativ gute Nachhilfe/kleinere Klassen usw. gegeben würde, könnte man die Zeit der Schulschließung schnell aufholen. Und man hätte mit Luftfilteranlagen in Schulen und FFP2-Masken für alle, die wollen, den Willen zeigen können, dass Bildung wichtig ist. Aber im Spätsommer wurde von mehreren Kultusministern vorgerechnet, wie teuer das käme (den Vergleich mit Lufthansa u. a. spare ich mir). Bildung darf nichts extra kosten.


    Es ist eine Alibidiskussion, die leider nicht ernst gemeint ist.


    (Und wenn man überlegt, welche Langzeitschäden evtl. auch bei symptomfreien Kindern (Stichwort Mikrothrombosen, Entzündungen, Schädigung der Nieren usw.) auftreten (evtl. weil die Schäden vielleicht im Laufe der Zeit ausheilen, man weiß ja noch nicht alles), dann versucht man auch bei Kindern Covid-19 zu vermeiden. Ich erlebe in meiner Umgebung, dass gerade die Wohlhabenden oder Studierten ihre Kinder zu Hause behalten (und davor mit guten Masken ausgestattet haben), die Bildungsfernen nicht (weil sie es nicht wissen und/oder weil sie sich es nicht leisten können). Für sie zählt viel mehr die Betreuung. )

    Diese Woche habe ich ein Interview mit einem Bildungswissenschaftler im Radio gehört; ich habe mir leider den Namen nicht gemerkt.


    Er meinte, jedes Schuljahr weniger mache ca. 10 % weniger Gehalt im Erwerbsleben für jeden Schüler aus. Aus letztem Jahr fehlen bei uns bereits 3 - 4 Monate, also ca. 1/3 Schuljahr. Jetzt sind die Schulen wieder auf unbestimmte Zeit geschlossen.


    Er meinte, das habe auch volkswirtschaftliche Folgen, wenn das ja wie aktuell eine ganze Generation betrifft. Von den heutigen Schülern sei auch im Erwachsenenalter durch den Ausfall des Präsenzunterrichts weniger Innovation zu erwarten.

    Das wurde bereits im Herbst behauptet und widerlegt (und nein, ich suche jetzt auch keine Quelle).

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