Beiträge von Kris24

    So ist das bei uns auch.

    Ich frag mich allerdings bei diesem Zuknoten, ob das infektionspräventiv so zielführend ist.


    Aus meiner jahrelangen Erfahrung mit müffelnden Wertstoffsäcken hab ich die Erfahrung, dass beim Zuknoten ein ordentlicher Luftschwall austritt.

    Diese Vorgehensweise mit dem Zuknoten wäre daher jetzt nicht so meine erste Idee zum Umgang mit infektiösem Material gewesen. ;(

    Ich schließe den Knoten mit Luft im Sack, achte also darauf, dass keine Luft austritt. Außerdem haben wir Riesensäcke, das Material ist 1 m tiefer hinter ein paar Falten. Mein Wertstoffsack ist immer voller.


    (Zusätzlich trage ich seit Januar FFP3 im Unterricht und die Fenster sind offen. Mehr geht, glaube ich, nicht. )

    BW hat heute auch eine Inzidenz von 160 erreicht, mein LK 180. (Hatten wir nicht vor knapp 2 Monaten sowohl im Land als auch im LK unter 50? BW hatte die niedrigste Inzidenz Deutschlands (wir haben sogar den Norden geschlagen).


    (Aber dann wurden zuerst die Ausgangsperre weitgehend aufgehoben, die Schulen geöffnet, die 35 glaubte man auch so zu erreichen. Und jetzt sind die Menschen überrascht.)

    Eigentlich wollte ich etwas anderes schreiben, las dann aber CDLs Beitrag.


    In Mathe und Chemie gibt es das Spiralprinzip, d. h. jedes Thema kommt (fast) jedes Jahr wieder dran, nur auf einem höheren Niveau. Deshalb ist es tödlich (für die Schüler), wenn man keine Ahnung der nachfolgenden Jahre hat. Deshalb hatte ich damals wirklich Probleme. Und die (bildungsnahen) Eltern haben im Nachhinein bemerkt, dass mein Vorgänger keine Ahnung hatte (zu Plattenspielers Beitrag, niemand hatte es gesagt, aber im Laufe des Jahres wurde es einigen klar und dann sorgen Gespräche unter den Eltern für den Rest, ich möchte nicht, dass so über mich gesprochen wird). Dabei hatte ich mit der SL, die mich bereits vor der 1. Stunde warnte, ausgemacht, dass ich Eltern grundsätzlich zu ihnen schicke und nicht selbst antworte und habe mich auch daran gehalten, ich wollte nicht mit hinein gezogen werden. (Der Kollege hatte übrigens Chemie und Biologie, hatte also im Studium auch mit Mathe zu tun.)


    Ich war selbst überrascht, wie sehr der fachfremde Anfängerunterricht (Kl. 5 Gesamtschulniveau) sich negativ auswirkte. An meiner jetzigen Schule achten wir Kollegen darauf, dass auch Kollegen, die nur in Sek. I unterrichten, über die Themen und Probleme der Sek. II Bescheid wissen.

    CDL hat es ausführlich beantwortet, ich mache es kurz.


    Um Lehrer zu werden, muss man in Deutschland studieren, nicht nur angelernt werden (ich hatte erst überlegt, ob ich Lehre schreiben soll, aber auch die geht oft schon über die reine Anwendung heraus). Deshalb sind wir Akademiker, verdienen mehr.


    Es gibt Länder, in denen es anders geregelt ist/war. Ich war vor vielen Jahren in den USA Austauschschüler, die dortigen Lehrer hatten nur eine "Lehre" gehabt, waren angelernt. Bereits ich als 12. Klässler aus dem Ausland mit anderen Vorkenntnissen (als amerikanische Schulbücher) wusste selbst bei den behandelten Themen mehr in Mathe als mein Mathelehrer, hatte in Chemie mehr (Theorie-)Background. Die Kollegen wussten oft nur genau das , was im Buch stand. Ich fand das sehr komisch. Und andere merkten es auch. Eltern von Mitschülern sprachen mich an (Deutschlands Schulsystem hatte plötzlich einen sehr guten Ruf ;), mir war es peinlich, ein all-A-student zu sein und groß in der Zeitung genannt zu werden). Lehrer war dort auf dem Lande kein angesehener Beruf, verdienten so schlecht, dass alle mindestens einen Nebenjob hatten. Intelligente Mitschüler besuchten offiziell zwar noch die 12. Klasse, waren aber jeden Tag am College, um mehr zu lernen. Das kostete zusätzliches Geld.


    Aus deinem Beitrag spricht das Denken von Schülern oder Berufsanfänger. Aber wenn man nicht deutlich mehr weiß als Schüler, wird man sehr schnell nicht mehr ernst genommen.


    (Jetzt wurde es doch länger. ^^ )

    Wiederholen kann man gerade in Mathe nie genug.

    Nur am Ende von Klasse 10 muss ich durch sein, weil im kommenden Schuljahr neue Kurse gebildet werden, weil es bei uns immer alle schaffen. (Problem ist, wenn ich wüsste, dass wirklich nur eine Woche stattfindet, plane ich anders, als wenn zwei Wochen stattfinden und dann die Grenze gerissen wird, nur wiederholen bis zum Ende des Schuljahres funktioniert ja nicht.

    Also werde ich wieder spekulieren, im Januar lag ich bei meiner 11. LK ja richtig, auch wenn alle anderen anderer Meinung waren.)

    Wobei Wechsel nach 2 bzw. 3 Tagen in der Woche nicht untersagt ist.

    Warum musst du alle auf den gleichen Stand bringen? Waren sie vor Beginn des Fernunterrichts alle auf dem gleichen Stand?

    nö, aber Eltern akzeptieren nicht, wenn ausgerechnet bei ihren Kindern eine Woche Präsenzunterricht fehlt


    (und ich fürchte, nach 2 Wochen Distanzunterricht ist eine Woche die andere Gruppe dran. Das Problem ist, sowohl in Mathe also auch in Chemie kann ich nicht sinnvoll weiter unterrichten, weil alles aufeinander aufbaut. Meine Kollegen mit anderen Fächern unterrichten zwei verschiedene Themen, das eine nur in Präsenz, das andere nur in Distanz. Ich überlege die ganze Zeit, wie ich das in meinen Fächern handhabe. :gruebel: )

    Tageweiser Wechsel geht nicht, dass ist schon länger bekannt. Nachdem unser LK aber bei 180 liegt, frage ich mich, ob wir nächste Woche mit der einen Gruppe starten und wenn die 2. kommt wieder im Distanzunterricht für alle sind. Da wäre mir tageweise doch lieber als wochenweise. Wie soll ich alle wieder auf den gleichen Stand bringen?

    Ich habe schon fachfremd erteilten Unterricht in Mathe (Kl. 5 Gesamtschule) danach als Fachkollege übernehmen (also Klasse 6) dürfen und leider kann man auch in Klasse 5 bereits viel Unheil anrichten.


    Kurz, der Kollege hat viel zu einfache Aufgaben gestellt (alle hatten 1 oder 2), hat Rechenverfahren eingeführt, die nachher nicht ausgebaut werden konnten, hat Fehler nicht angestrichen, ich hatte zum Glück von Anfang an die Schulleitung hinter mir. Denn auch in Sek. I gibt es viele Eltern, die nachfragen (oder etwas mehr), wenn ihr Kind statt einer 1 eine 2 erhält, wenn ich Dinge anstreiche, die im Jahr vorher korrekt galten. Und das alles war an einer Gesamtschule in NRW.


    In BW habe ich noch nie fachfremden Unterricht in Mathe gesehen, wir hatten Realschullehrer, die am Gymnasium zeitweise aushalfen, aber immer selbst Mathe studiert haben.


    Übrigens: ich hatte schon einige Diskussionen mit Rechtsanwaltseltern in Sek. I, ich konnte immer kontern, musste noch nie klein beigeben, weil ich mich pädagogisch, fachlich und auch rechtlich auskenne.

    Ja Flupps Aussage stimmt, aber an der Grundschule in BW dürfen die Schüler so viel ich weiß, zuhause getestet werden und die Eltern unterschreiben. An weiterführenden Schulen gilt das zum Glück nicht.

    Hallo!

    Ab morgen können wir nun auch testen. Derzeit findet nur Notbetreuung statt. Wir Lehrer müssen uns an den Tagen natürlich auch testen, an denen wir in der Notbetreuung eingesetzt sind. Wie ist es aber mit der Dokumentation der Ergebnisse der Lehrer? Müsst ihr einen negativen Test eurer Schulleitung schriftlich bestätigen?

    LG

    Yogi

    Ja, wir haben bereits ein "Formblatt" erhalten. Wir dürfen zwar im Gegensatz zu unseren Schülern uns zu Hause am selben Morgen testen, müssen dies aber mit Unterschrift bestätigen.


    Entschuldigung, ich sehe gerade, ich bin im falschen Thread, ich stamme aus BW.

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