Beiträge von Kris24

    In ihren Äußerungen möglicherweise, aber davon wird ja herzlich wenig auch tatsächlich politisch umgesetzt. Wie auch, in Koalitionen mit Parteien aus dem linken Spektrum...

    Ich finde die Brandmauer grundsätzlich richtig. Gleichzeitig wählt eine Mehrheit der Bürger aber mittlerweile rechtskonservativ oder rechtsradikal, bekommt aber weiterhin überwiegend linke Politik. Wenn man so weitermacht, braucht man sich nicht wundern, dass die AfD immer mehe Zulauf bekommt und in einigen Bundesländern auf absolute Mehrheiten zusteuern könnte.

    Was verstehst du unter linker Politik? Ich sehe sie in der aktuellen Bundespolitik nicht. Deswegen verliert die SPD immer mehr.

    (Es ist immer eine Frage des eigenen Standortes. Wer sehr weit rechts steht, für den ist alles links.)

    Die CDU kann halt auch keine konservative Politik machen, solange sich Merheiten nur links finden lassen.

    Ziemlich übles Dilemma.

    Tja, was ist links?

    Ich sehe die aktuelle CDU sehr weit rechts. Warum meinen wohl viele, sie könnte mit der AfD Politik machen?

    Und dazu:

    "Russlanddeutsche" sind deutsche Staatsbürger*innen. Aus welchen Gründen auch immer sie rechts wählen, sie sind Baden-Württemberger*innen wie du und jeder andere Wähler. Du kannst sie nicht einfach gedanklich ausgemeinden als nicht richtig dazu gehörend. Abgesehen von der Konnotation, die die Sichtweise hat (ertappen, du schreibst es selbst), ist es doch wieder eine Verharmlosung, "ohne die hätten wir nicht so ein blaues Ergebnis." Doch, habt ihr aber, alle zusammen habt ihr dieses Wahlergebnis.

    Nein. Du spekuliert schon wieder bzw. versuchst mir weiter zu sagen, was ich denke.

    Es gibt hier halt vier große Gruppen, die teilweise zu 50 % und mehr AfD wählen. Aber ich habe keine Lust und Zeit weiter mit dir zu diskutieren. Du hast dein Bild und stülpst es anderen über. Ich denke an Max Frisch. Bringt nichts. Ich ignoriere dich.

    Im Wahlkreis Stuttgart II konnte man ihn wählen.

    Als Ministerpräsident von ganz Baden-Württemberg? Oder doch nur als Landtagsabgeordneter?

    Das würde gewaltig Steuern sparen. In Zukunft wählt nur Stuttgart II für ganz Baden-Württemberg den Ministerpräsidenten.

    (Ich kann mich nicht erinnern, von dir etwas gelesen zu haben, bei dem ich dachte, gut, dass ich das gelesen habe. Dafür kommt mir regelmäßig wie jetzt der Gedanke, Zeitverschwendung.)

    Dafür ist die FDP aber nicht gerade bekannt... Ansonsten gebe ich dir Recht. Vier Parteien sind zu wenig, vor allem, weil die SPD ein ganz schlechtes Bild abgibt, und eine kackbraun ist. Oder blau? Egal.

    Bzgl. AfD gebe ich dir recht. Das wird im Landtag das große Problem (und die sie gewählt haben, verfolgen oft keine Politik, merken also die Kacke nicht).

    Aber war nicht immer die Sorge, unsere Parteienlandschaft würde zu stark zersplittern und 3 Parteien wie teilweise in der BRD seien ausreichend?

    Wenn die Diskussion bezüglich Teilen des Ministerpräsidentenamts so weitergeht, wollen Linke und FDP ihre Prozentpunkte vielleicht auch noch addieren. 🙈

    Und Klingbeil sollte dringend mit Merz sprechen, damit er auch einige Monate Bundeskanzler wird (anteilig halt).

    Ich empfinde das so, doch. Es ist nicht das erste Mal, dass nach Wahlen darauf beharrt wird, dass die AfD in der Schwäbischen Alb ja nicht so schlimm ist wie in Chemnitz.

    Aber nicht von mir. Ich finde 19% schlimm, 25 % noch schlimmer und 40 % noch schlimmer.

    Und nein Frohnmaier ist sogar rechts in der AfD, er hat mindestens 3 direkte Verwandte (Ehefrau, Schwester und Vater) bei anderen AfD-Abgeordneten beruflich untergebracht und wird trotzdem gewählt. Er fällt immer wieder mit extremen Worten auf.

    Ich lehne Verschwörungstheoretiker, Anthroposophen völlig ab und ertappe mich manchmal beim Gedanken bei Russlanddeutschen, die es heute noch betonen, sonst wüsste ich es ha nicht, wenn sie über Migranten schimpfen, ihr wart auch Migranten und kamt zum großen Teil nur aus finanziellen Gründen.

    Beim amerikanischen Unternehmen, dass über 1000 gut bezahlte Jobs schuf, war es sogar so, dass Stadtrat eher dagegen war, weil es nicht genug Arbeitskräfte vor Ort mehr gab, neue von auswärts kamen und Wohnungen und Kindergärten benötigten. In der gleiche Woche las ich, dass zuwenig Arbeitsplätze im Osten gibt. Das Unternehmen hatte sich angeblich im Osten umgesehen, als eben einige abends im Restaurant rassistisch beleidigt wurden. Es wäre besser gewesen, sie hätten im Osten aufbauen können.

    Quittengelee, du interpretiert mal wieder Dinge, die bzgl. mich absolut nicht stimmen.

    Ich fürchte, dass deine Verharmlosung Sinnbild für die Verharmlosung der Rechten insgesamt ist. In Baden-Württemberg haben 18,8% eine Rechtsextreme Partei gewählt. Früher waren es NPD und REP, in Bayern sind es Freie Wähler und CSU.

    Es ist ja auch relativ egal, ob das Anthroposophen sind oder enttäuschte SPD-Wähler oder Menschen mit Abstiegsangst, Fakt ist, dass es 1/5 der Menschen voll okay findet, rechtsextrem zu wählen.


    Nein, ich verharmlose absolut nichts. Wie kommst du darauf? Ich bin erleichtert, dass es bei der Wahl nur 18,8 % war und nicht 25 %.

    Zu viele Menschen glauben Lügen, dass sie nichts ändern müssen und alles wieder so wird, wie es nie war. Dazu zähle ich übrigens auch manchen Wähler der FDP.

    Der rechtsextreme Anteil in der Bevölkerung wurde schon immer auf ca. 20 % geschätzt. Zum Glück wählen viele von ihnen nicht.

    Andere wollen die Welt einfach brennen sehen, man schätzt diesen Anteil auf 5 %.

    Und dann gibt es Menschen, die einfach der Regierung eines auswischen wollen. Ich denke allerdings, dass dieser Anteil leider zu hoch geschätzt wird. So viele Protestwähler gibt es nicht, wer AfD wählt, ist rechtsextrem oder hat zumindest nichts dagegen. Er wählt bewusst.

    Union schlägt Wechselmodell für Amt des Ministerpräsidenten vor, weil CDU und Grüne gleich viele Sitze im Landtag haben. Özdemir lehnt das aber ab.

    Und natürlich hätten sie es auch angeboten, wenn sie ein paar Stimmen mehr gehabt hätten oder? :autsch:

    Mir erscheint die Bundes-CDU, vorgeschlagen hat es Spahn, als schlechte Verlierer. Angeblich hat die junge Grüne, die das alte Video von Hagel weitergegeben hat, dies im Auftrag der Partei getan. Es wird gerade alles von der(Bundes-) CDU getan, damit diese Regierung nicht zustande kommt.

    (Özdemir hat übrigens begründet abgelehnt. Wann soll denn noch Politik gestaltet werden, wenn es auf 2,5 Jahre begrenzt wird (und dann sich vielleicht alles ändert). Wirtschaft benötigt Verlässlichkeit, nicht heute hü und morgen hott.)

    Gutes Beispiel dafür, dass es der CDU nur um Macht ihrer Partei geht und nicht um das Beste für das Land.

    (Wenn man Özdemir direkt hätte wählen können, hätte er laut Umfragen 47 % der Stimmen erhalten. Die Wähler wollen keinen MP Hagel.)

    Was denn nun, geht's dir um einzelne Einwohner oder nicht? Da widersprichst du dir selbst.

    Mir geht's auf alle Fälle um strukturelle, flächendeckende Probleme, die seit Jahrzehnten bestehen und da ist Baden-Württemberg ganz sicher nicht mit ostdeutschen Bundesländern zu vergleichen.

    Edit: mich hat's immer abgenervt, wenn Ossis nur ihren Blick auf die Dinge haben, alle Wessis für verweichlichte Erben halten, die nichts auszustehen haben. Aber ich muss sagen, es ist in der Summe eben was dran. Auch wenn Porsche irgendwann mal weniger Umsatz machen sollte, die sichern sich ihre Pfründe schon, da brauchen wir uns keine Sorgen zu machen.

    Die Entenleber-Story ist halt leider genau das, was das Bild verfestigt.

    Beides gehört zusammen. Wählen tun Menschen, die in Baden-Württemberg aktuell in großer Zahl Angst haben, in den nächsten 5 Jahren ihre Arbeit zu verlieren. Trotzdem haben nicht sie in großer Zahl AfD gewählt, sondern der ländliche Raum und einige Arbeiterstädte weit weg von den Problemen.

    Warum haben diese Menschen Angst? Weil auch ihre Betriebe kaum noch Gewerbesteuern zahlen. In Stuttgart war es 2025 nur ungefähr die Hälfte von 2023, in Esslingen bei Stuttgart nur noch ein Drittel. Karlsruhe, Baden-Baden melden ähnliche Daten. Und einen so starken Einschnitt innerhalb von ein, zwei Jahren hatte niemand vorhergesehen. Den Unternehmen geht es nicht gut, einige verlagern ihre Arbeitsplätze ins Ausland. Die Angestellten müssen dabei helfen und fragen sich, wie sie ihre Raten in Zukunft bezahlen sollen. Es trifft ja nicht nur die Autoindustrie. Auch Kärcher und andere verlagern ihre Arbeitsplätze. Porsche wird sicher weiter Geld verdienen, nur zum großen Teil nicht mehr in Deutschland. Porsche wählt nicht.

    Und ja, es gibt hier viele reiche Menschen. In meinem Studentenjob durfte ich G. Sachs und seinen Butler bedienen, ich habe den Bernadottes schwimmen beigebracht. Nur was hat der Angestellte, der Arbeiter, die Stadt davon? Die zahlen ihre Steuern teilweise in der Schweiz.

    Es ging um Wahlverhalten und Angst. Und noch ist der Mehrheit hier klar, dass die Wahl der AfD die Probleme vergrößert und nicht verkleinert.

    Ich fürchte, dass die Wahl der AfD im Osten den Niedergang noch beschleunigt. Schon vor 20 Jahren hat ein amerikanischer Betrieb sich für meine Nachbarstadt in Baden-Württemberg entschieden statt für billiges Bauland im Osten, weil sie ihren leitenden farbigen Angestellten aus den USA nicht den Rassismus aussetzen wollten. Hier wird zwar auch manchmal rassistisch sich geäußert, aber bisher immer deutlich widersprochen. An meiner Schule spielt es zum Glück keine Rolle. Unser Schülersprecher ist farbig, in jeder Klasse gibt es mehrere völlig integriert.

    Da ich von Bayern gewechselt habe, habe ich diese Zusatzversicherung nicht, weil es in BY kostenlos war und ich keine Lust hatte, mir 22 € monatlich abzwacken zu lassen. Daher habe ich jedes mal Probleme, wenn ich stationär bin. Obwohl ich immer sage, dass ich nicht alle Leistungen habe, werden die mir jedes mal in Rechnung gestellt. Daher würde ich persönlich gerne die Rechnungen in der Hand haben. Aber ich meine, ich wurde auch nur gefragt, ob mit der PKV direkt abgerechnet werden soll und dem habe ich zugestimmt. Das war problemlos, da werden aber auch alle Leistungen übernommen. Ich wollte das mit der Beihilfe schon einmal ändern, aber das geht nicht mehr.

    Ich war jung, als es eingeführt wurde, und wollte es anfangs auch ablehnen. Aber alle KollegInnen schlossen sie ab und ich ließ mich überzeugen. Es geht tatsächlich nur einmal zu Beginn.

    "Stuttgart ist pleite" ist lächerlich, wirklich. Sieht man das BIP pro Kopf, Einnahmen usw. gehört Baden-Württemberg nach wie vor zu den reichsten Ländern. Und selbst Sachsen ist da noch im Mittelfeld.

    Verglichen mit Sachsen-Anhalt und Brandenburg geht es den süddeutschen Bundesländern schlicht und ergreifend wie im Schlaraffenland.

    Informiere dich über aktuelle Daten.

    Ich habe über die Stadt und Einnahmen dieser geschrieben, nicht über ihre Einwohner.

    Und die Angestellten der Autoindustrie haben aktuell noch Jobgarantie bis 27, 28 oder 29. Danach werden sehr viele entlassen und das erzeugt Angst.

    Wobei ich die pauschalität von beiden Positionen schwierig finde. Schwarz-weiß ist natürlich einfacher

    Es waren nur ein Beispiel und die 2. Position eine Zusammenfassung vieler Aussagen vom Vorsitzenden.

    Von Rülke habe ich insgesamt mehr gehört als von Hagel.

    Und ich freue mich da u.a. auch über das Ergebnis der völlig überflüssigen FDP. 8)

    Zumal die baden-württembergische FDP wirklich lindnertreu ist und Parolen von gestern ausgibt.

    Ein Werbeplakat behauptet, dass man den Verbrenner nur verbessern müsse und nicht verboten gehört, ihr größter Feind waren die Grünen.

    Denkt dran, wenn mal wieder Wahlen im Osten sind. Baden-Württemberg und Bayern haben ebensoviele rechte Wähler*innen, wahrscheinlich nur nicht dieselben Abstiegsängste der 'männlichen Mitte'. Eigentum und Job in Verwaltung, Versicherung, Immobilien ist ihnen grundsätzlich sicher.

    Das stimmte bis vor einem Jahr, Jobverlust und Abstiegsängste sind seitdem bei sehr vielen Baden-Württemberger auch bekannt. Allerdings betrifft es hier Familien, Männerüberschuss gibt es hier nicht. Du vergisst, dass wir Autoland sind. Und zusätzlich zu Mercedes und Porsche hier sehr viele Autozulieferer zuhause sind. Alle haben sehr gut bezahlt und lokal die Wirtschaft unterstützt. Daher werden auch weniger Immobilien aktuell verkauft. Stuttgart ist absolut pleite, streicht sogar Schulbegleiter an Schulen und das Feuerwerk zu Sylvester (neben vielem anderen).

    Allerdings wurde in diesen Regionen immer noch relativ wenig AfD gewählt. Gewählt wurden sie in eher wohlhabenden ländlichen Gebieten und Arbeiterstädten.

    Ich schrieb bereits vor ein paar Tagen und auch früher schon, es gibt hier 4 große Gruppen, die häufig AfD wählen.

    Anthroposophen, Verschwörungstheoretiker (seit Corona einige mehr), Pietisten und Russlanddeutsche und andere, die nach dem Fall der Mauer aus dem Osten kamen (AfD-Spitzenkandidat stammt aus Rumänien).

    Die ersten 3 haben hier ihr Stammland, auch die 4. Gruppe ist im Vergleich zu anderen Bundesländern groß, weil hier vor gut 30 Jahren die Wirtschaft boomte (bei uns fällt immer ein Stadtteil hinsichtlich auf). Es wurde in der Vergangenheit auch von Medien aufgegriffen.

    Ich finde es traurig, dass es die SPD nicht geschafft hat, eine vernünftige Kandidatur auf die Beine zu stellen. Aber wahrscheinlich gibt's in Baden-Württemberg sowieso keine nennenswerte Arbeiterschaft, die sich für bezahlbaren Mietwohnraum etc. einsetzen würde.

    Ich kenne sehr viele SPD-Wähler, die jetzt zum 2. Mal bewusst grün gewählt haben, um CDU-Führung zu verhindern. Ich habe aus denselben Gründen vor langer Zeit auch schon SPD gewählt. Taktisches Wählen war hier gefragt, ich hatte sogar Sorge, dass sie unter 5 % landet.

    Genauso hat die CDU einige Prozente von AfD und FDP gewonnen. Die Zweitstimmenkampagne der FDP verfing nicht.

    Ich wohne übrigens in einer Arbeiterstadt und es gibt einige in Baden-Württemberg. Leider ist hier häufig die AfD die stärkste Kraft.

    Aber es stimmt schon, historisch wurde hier immer CDU gewählt, SPD schaffte es in der Vergangenheit immer nur in einzelnen Städten. Dabei mochte ich Stoch, er war mal Kultusminister und kam in die Schulen, um sich zu informieren, das habe ich bei keinem anderen je erlebt.

    Hier scheinen manche Hochrechnung mit Prognose zu verwechseln.

    Der ARD-Journalist auch, er sagte gegen 18 Uhr zu Beginn sei die Hochrechnung mehr Rechnung, mit der Zeit werde es weniger Rechnung.

    Sprache verändert sich, manches wird "ungenauer". Ich habe in der Schule gelernt, daran erkennt man eine moderne Sprache. Am ARD-Stand sprach niemand von Prognose.

    War das mit Kamera?

    Ich kenne es nur so, dass mit einem Pappkarton des Senders bewappnet Beauftragte die Befragung vornehmen.

    Nein ohne, aber mit Schild.

    Manche wollten sofort mit dem Wort Hochrechnung dort ankreuzen, bereits vor der Wahl, andere lehnten lautstark ab, weil sie nichts damit zu tun haben wollten. Dabei war auch dies anonym (Zettel falten in Urne).

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