Beiträge von WillG

    Ich glaube "The Sum of all Fears" ist der Originaltitel von "Der Anschlag"...


    Okay, dann...

    "I owe you nothing. And you are nothing to me. Thank you for curing me of my ridiculous obsession with love!"

    "Ich bin dir nichts mehr schuldig. Und du bedeutest mir nichts! Danke, dass du mich von meiner lächerlichen Liebesbesessenheit geheilt hast!"

    Aber ich frage mich gerade wer sich unter solchen Umständen einbilden kann mit Home Schooling irgendetwas zu erreichen.

    Auch wenn ich für diese Meinung hier schon mal angegangen wurde: Man darf sich selbst - und den Schülern und ihren Familien - den Stress nicht machen, das home schooling zu hoch zu hängen. Von drei Wochen Unterrichtsausfall geht die Welt nicht unter. Und selbst, wenn es mehr werden, wird es dafür Lösungen geben, die aber von Menschen mit anderen Besoldungsstufen bestimmt werden.

    Trotzdem: ich bin für meine Kinder froh, dass die Aufgaben einen normalen Part in unserem Alltag einnehmen.

    Darin sehe ich die eigentliche Aufgabe. Bis in die Oberstufe hineien.

    Heute warnt Wieler, dass es in Deutschland durchaus zu solchen Zuständen wie in Italien kommen könnte. Das ist der Chef vom RKI.

    Heute Morgen konnte ich das Interview noch lesen, jetzt ist es aber hinter einer Bezahlschranke. Mir ist aber aufgefallen, dass er davon spricht, dass man Zustände wie in Italien "nicht ausschließen" könne. Für mich ist das klarer NaWi-Sprech, dass man halt nie 100%ige Aussagen machen kann. So wie halt Evolution auch eine "Theorie" ist, aber halt im naturwissenschaftlichen Sinne oder wie der menschengemachte Klimawandel auch nicht zu 100% nachweislich ist - im naturwissenschaftlichen Sinen. Natürlich gibt es Evolution und Klimawandel. Es wäre aber einfach nicht wissenschaftlich, absolute Aussagen zu machen oder eben, wie in diesem Fall, Zustände wie Italien zu 100% auszuschließen. Aber das ist ein großer Unterschied zur reißerischen Überschrift, man müsse sich auf Zustände wie in Italien "einstellen".

    Kennst du nur die englischen Titel? Oder bist du etwa ein Englishman?

    Ne, ich bin kein Englishman... ;) Aber bei manchen Bildern macht es mehr Sinn, wenn man den englischen Titekl kennt, z.B. bei der 48 macht es beim deutschen Titel keinen Sinn, dass da zweimal das gleiche Symbol steht.

    In der KMK sind Abschlussprüfungen verbindlich verankert. Wenn ein Bundesland eigenmächtig ausschert und sich dafür dann keine Mehrheit findet, besteht das Risiko, dass die anderen Bundesländer das Abitur nicht anerkennen.


    Das hat die KMK Präsidentin ja verlauten lassen:


    „Für den Fall, dass Abschlussprüfungen gar nicht durchgeführt werden können, wird es eine entsprechende Regelung geben, bei der die gegenseitige Anerkennung auch gesichert ist“, so die KMK-Präsidentin.

    Ich meine sogar gelesen zu haben, als es noch darum ging, ob/wann die Schulen geschlossen werden, dass die Bundesländer sich in der KMK schon vorab darauf geeinigt hatten, dass sie das Abitur gegenseitig anerkennen werden, egal zu welchen Maßnahmen die einzelnen BL greifen. Bin aber jetzt zu faul die Quelle zu suchen.

    ch hab diese Kandidaten ja dann in der Oberstufe....

    Ja, sicher, aber das wäre gerade echt meine geringste Sorge. Ob du sie jetzt an der Backe hast und mit ihrer mangelnden Leistung umgehen musst oder dann, ist doch auch egal. Und jetzt ist halt einfach Ausnahme... Das "Problem" sehe ich im Moment ganz gelassen.

    ch befürchte nur, dass, sollten die Schließungen länger als bisher geplant andauern und das Schuljahr dadurch deutlich verkürzt werden und nicht mehr alle Leistungserhebungen stattfinden können, einige schlechte SuS einfach durchs Schuljahr durchgewunken werden, obwohl sie es wahrscheinlich nicht geschafft hätten (ich denke da aktuell gerade vor allem an die Zulassung zur Oberstufe, da ich eine - ziemlich faule - 10. Klasse habe...), wo ich mir nicht sicher bin, ob man denen (und uns) damit was Gutes täte...

    Ach, das darfst du alles nicht zu hoch hängen. Wir sind in einer Ausnahmesituation, und wenn da der eine oder andere weiter kommt, ohne dass er es sonst geschafft hat, ist das nicht mal der Rede wert. Die Schüler, denen man damit "nichts Gutes" tut (- und wer will das schon so genau bestimmen?), kann man immer noch individuell beraten. Bürde dir nicht mehr Last auf, als du hast. Wir leisten unseren Teil, indem wir dafür sorgen, dass die Schüler sinnvoll beschult werden - nicht zuletzt, damit in der Quarantäne Strukturen erhalten bleiben. Ob jetzt Lischen Müller aus der 9b am Ende des Jahres weiß, was es über den menschlichen Charakter aussagt, dass Piggy von den anderen Jungs umgebracht wird oder ob Hans Meyer am Ende des Jahre auch die Ausnahmen der if-clauses kann ist völlig irrelevant. Auch wenn er dann trotzdem ins nächste Jahr vorrücken darf.

    Wenn ich jetzt aber anschaue, was manch andere Kollegen sich beim Online-Learning für einen wahnsinnigen Aufwand mit Videokonferenzen und Lernplattformen mache, frage ich mich ehrlich, ob ich es mir nicht ein bisschen einfach gemacht habe. Wie seht ihr das?

    Für mich klingt das so, als wären deine Materialien und deine Arbeitsaufträge so gestaltet, dass die Schüler sinnvoll eigenständig an wichtigen Lehrplaninhalten weiterarbeiten können. So muss es doch sein. Einfach hättest du es dir gemacht, wenn du einfach relativ wahllos ein paar Seiten aus dem Buch angegeben hättest, ohne echten Zusammenhang zu den eigentlichen Unterrichtsinhalten, um die Schüler irgendwie zu beschäftigen.



    ch muss ehrlich sagen, dass ich diesem ganzen Tamtam mit online-Kursen, digitalem Unterricht usw. nicht besonders viel abgewinnen kann. Viele meiner KuK haben sich die Mühe gemacht, Mebis-online-Kurse zu erstellen. Dabei war die Plattform die ersten Tage völlig überlastet und sie mussten doch die gute alte E-mail für Arbeitsaufträge nutzen. Nun habe ich auch die Rückmeldung von KuK, dass die Klassen z.T. nur zur Hälfte diese Kurse abrufen.

    Jein. Ich weiß, was du meinst. Ich bin einer dieser Kollegen, denen das genau so gegangen ist ;) Ich wollte mich aber schon länger mal genauer mit Mebis beschäftigen und hab das als Anlass genommen, genau dies jetzt endlich mal zu tun. Dass es dann instabil war und ich die Aufträge per Email verschicken musste, war deshalb nur bedingt ärgerlich, weil ich mein persönliches Lernziel für mich selbst trotzdem erreicht habe ;)

    Welcher Lehrer, der nicht dauerhaft in der Notbetreuung eingesetzt ist, arbeitet gerade wirklich seine 41 Stunden?

    Ich arbeite im Moment mehr als sonst. Im Alltag habe ich meine Materialien beisammen, die höchstens fine tuning benötigen. Jetzt stelle ich meinen Unterricht komplett auf digital um, weil ich eben nicht nur Beschäftigungstherapie mit mehr oder weniger willkürlich aus dem Ärmel geschüttelten Arbeitsaufträgen bieten möchte. Ich wähle aus, mit welchen Materialien die Schüler auch alleine klarkommen, überarbeite Aufgabenstellungen, so dass sie passen, erstelle Lösungsblätter etc. Dazwischen beantworte ich tausend Emails mit technischen Fragen oder Fragen zur Vorgehensweise.

    Keine Ahnung, ob das 41 Stunden sind. Ich messe im Alltag meine Arbeitszeit nicht, vielleicht liege ich normalerweise drunter. Aber im Moment fühlt es sich mehr an. Arbeiten, die ich vorher noch geschrieben habe, konnte ich noch überhaupt nicht ansehen. Und manche Aufgaben, die ich habe, Fachbetreuuer Englisch, Personalrat, beanspruchen jetzt noch mehr Zeit, weil Kollegen mit vielen Fragen auf mich zukommen.

    Vielleicht bekommt man das in einem Büro bzw. im Home Office in der Bildungsverwaltung alles nicht so mit.

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