Beiträge von WillG

    Ein Bundeslandwechsel auf die Schnelle?

    Das scheint mir beinahe unmöglich.

    Mit entsprechenden Attesten kannst du VIELLEICHT bei deinem jetzigen Dienstherrn noch Druck aufbauen, dass er dich kurzfristig an eine Dienststelle versetzt, die deiner Genesung zuträglich ist, da er eine Fürsorgepflicht für dich hat.

    Ein anderes Bundesland hat aber keine solche Fürsorgepflicht, deshalb kannst du hier auch keinen Druck aufbauen.

    Außerdem: Für das planstellenneutrale Länderaustauschverfahren gibt es konkrete Fristen. Die Versetzung findet in der Regel zu Beginn des Schuljahres statt, Bewerbungsfrist ist ein halbes Jahr vorher. Ich weiß gerade nicht, ob es auch einn Ländertausch zum Halbjahr gibt, aber selbst wenn es ihn gibt, hast du die Frist garantiert verpasst. Dann könntest du vielleicht, VIELLEICHT mit deinen Attesten noch bewirken, dass dein Bundesland dich doch noch zulässt, aber ob dich das andere Bundesland dann auch nehmen würde, ist sehr unsicher. Aber, wie gesagt, ich glaube nicht, dass es das Verfahren zum Halbjahr gibt.


    Der einzige Weg für dich wäre im aktuellen Fall, dass du dir eine Freigabeerklärung deines Bundeslandes erkämpfst und dich damit auf offene Stellen im Zielbundesland bewirbst - sofern es im laufenden Schuljahr welche gibt.
    Falls du keine Freigabe bekommst, bliebe nur noch der Antrag auf Entlassung aus dem Dienstverhältnis und die Bewerbung im Zielbundesland.

    Bei allen Szenarien bleibt aber das hier der einzig wirkliche Tipp:

    Da hilft m.M.n. nur reden. Mit dem Schulleiter, mit dem Personalrat, am besten mit dem regionalen PR, mit der Entscheidung treffenden Behörde.

    An die "Rote Zora" hatte ich auch schon gedacht, aber die dürfte für die Vorgaben des TE zu lang sein.

    Kästner ist natürlich ein Klassiker und wenigstens nicht so moralinsauer wie diese modernen Jugendbücher die anscheinend extra als Schullektüren geschrieben wurden. "Emil" finde ich aber ein wenig kindlich für eine sechste Klasse, dann eher das "Fliegende Klassenzimmer".

    Bei den Lindgren-Klassikern muss man, je nach Schülerklientel, evtl. davon ausgehen, dass sie schon aus dem Elternhaus bekannt sein könnten. Obwohl das für Kästner sicherlich auch gilt.

    da haben die Protagonisten schon Führerscheine

    Einer der Gags an dem Buch ist, dass sie eben noch nicht mal Führerscheine haben und illegal mit einem geklauten Lada durch die Gegend fahren.

    Trotzdem hast du natürlich recht, die Thematik und die Motive in Tschick sind für eine sechste Klasse überhaupt nichts.

    Vielleicht "Nicht Chicago, nicht hier" von Kirsten Boie, wenn die Klasse insgesamt nicht übermäßig kindlich ist für eine sechste Klasse. Hier geht es schwerpunktmäßig aber um Mobbing. Ist halt so ein Buch, das vermutlich für den Unterricht geschrieben wurde.

    Besser noch ist "... und dann kam Joselle" von Kevin Henkes.


    EDIT: Überschneidung mit Chili

    Bei mir kämen dann noch die mündlichen Abiturprüfungen hinzu und das alles ja auch noch beim anderen Fach.

    Ja, gut, die auch noch.


    Man siehst schon, dass es das Land und der Schulträger sowieso nicht allen recht machen kann. Dazu sind die Bedürfnisse und Wünsche zu verschieden.

    Was man als Land aber machen kann, ist zumindest dafür zu sorgen, dass rechtliche Vorgaben zum Umgang mit personenbezogenen Daten eingehalten werden. Und das wird nur über ein Dienstgerät, dass entsprechen aufgestellt ist und das man privat nicht nutzen darf, zu gewährleisten sein.

    Dass dies bei vielen KollegInnnen dazu führt, dass sie ihre Arbeitsweise umstellen müssen, wird dem Dienstherr hier recht egal sein.

    Und im Prinzip kann ich diese Haltung an dieser Stelle sogar nachvollziehen.


    Aber: Es bleibt sicherlich jedem ungenommen, es auf die eigene Kappe zu nehmen, wenn man doch einfach alles wie bisher weitermacht. Offenbar gibt es in vielen BL bisher schon sehr konkrete Vorgaben, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit man am Privatrechner Schülderdaten verwaltet. Ich wage zu bezweifeln, dass eine Mehrheit der KollegInnen diese Vorgaben einhält - eben auf eigens Risiko. Mit dem gleichen Risiko könnte man also auch ein Dienstgerät einfach in der Verpackung lassen und so weiterarbeiten wie bisher.

    Ich habe in meinen Fächern sowohl Leistungserhebungen zu erstellen, die keine personenbezogenen Daten enthalten, als auch welche mit.

    Also, ich hab ja nun auch Englisch. Außer evtl. den mündlichen Schulaufgaben, auf denen man evtl. die Namen auf das Material schreibt, fällt mir echt keine Leistungserhebung ein, die personenbezogene Daten enthält.

    Evtl. noch Gutachten für W-Seminararbeiten.

    Aber jetzt mal ganz ehrlich. Dann erstelle ich die auf dem privaten Rechner und speichere sie auf dem Dienstgerät. Wenn ich es 100% rechtskonform machen möchte, kann ich die personenbezogenen Daten - also die Namen - auch erst auf dem Dienstgerät einfügen.


    Oder habe ich etwas übersehen?

    Aber würdest du dann wirklich deine gesamten Schul-Dateien, die du bisher erstellt hast und auf deinem privaten Gerät hast, übertragen und ggf. umformatieren? Wahrscheinlich darf man dann das private Gerät gar nicht mehr für schulische Inhalte nutzen (Datenschutz), sobald man ein Dienstgerät hat.

    Ich kann mir nicht vorstellen, wie man der einzelnen Lehrkraft vorschreiben möchte, mit welchem Gerät sie ihre Unterrichtsvorbereitung erledigen möchte. Da kannst du natürlich weiterhin dein eigenes Gerät nehmen, wenn du möchtest.

    Vorschreiben kann man dir aber sicherlich, mit welchem Gerät du personenbezogene Daten verarbeiten musst, wenn ein Dienstgerät zur Verfügung gestellt wird. Aber diese Trennung stelle ich mir wenig problematisch vor.

    Und ich bin jemand, dem es nicht leicht fällt, Ordnung zu halten, und der auch bislang keine digitalen Lösungen verwendet, die irgendwelche Daten automatisch synchronisieren oder so.

    Aber Unterrichtsmaterialien auf dem einen Gerät und Noten, Listen, Dienstemails etc. auf dem anderen Gerät? Da sehe ich kein Problem - eher noch einen Mehrwert in der klaren Trennung.

    Nein - hier hat niemand langfristig gedacht oder geplant.

    Ich verstehe die Kritik, die hier von einigen geäußert und von Bolzbold auf den Punkt gebracht wird - und teile sie bedingt aucht.

    Aber ich möchte doch kurz darauf hinweisen, wie ironisch es ist, dass im anderen Thread gerade gefordert wird, doch endlich einfach mal Geräte anzuschaffen, ohne erst großartig Konzepte zu entwicklen, weil das mit den Konzepten dann schon von selbst entsteht.

    Ja, damit waren Konzepte für den Unterricht gemeint, aber das ist ja irgendwie schon vergleichbar, nur halt eine Ebene drüber.

    Joa, mit Sicherheit aber mehr Schüler mit Geräten als an meiner Gemeinschaftsschule.

    Davon kann man wohl ausgehen, bringt aber nicht viel.

    Wenn du nicht sicherstellen kannst, dass in einer Lerngrupp alle Zugriff zu solchen Geräten haben, musst du sowieso so planen, dass sie nicht notwendig sind. Klar kann man sich irgendwie damit behelfen, dass diejenigen, die nicht scannen und drucken können, Fotos schicken, aber richtig gut funktioniert das nicht. Dann lieber eine Moodle/Mebis-Lösung, die alle auf dem Smartphone bearbeiten können.

    Wenn du alles richtig gemacht hast, reicht ein kurzer Hinweis, dass du leider keine Auskunft geben kannst und dein Job richtig erledigt hast. Wenn es dein Fehler war, würde ich an deiner Stelle versuchen das auszubügeln...

    Gut, keiner weiß, worum es genau geht. Aber dass der TE so gar nicht weiß, wie es genau zu der Situation gekommen sein könnte, spricht dafür, dass es wohl um einen Fehler geht, der im Alltagsgeschäft mal passieren kann. Egal von wem.

    Sagen wir mal, es geht um einzelne Schulbücher, die ausgeliehen, aber nicht verbucht wurden. Was soll denn der TE dazu sagen als "Keine Ahnung mehr. Kann sein...". Und dann braucht er auch keine Konsequenzen befürchten.

    Gut, wenn er fünf Schülern Laptops in die Hand gedrückt hat, aber nicht mehr so recht weiß, wer das nochmal genau war, sieht die Sache vielleicht anders aus.

    r meinte, ich dürfe getrost davon ausgehen, dass ich damals mit Corona infiziert gewesen sei, die Symptome und der Infektions- und Heilungsverlauf seien wirklich absolut typisch nach allem, was man inzwischen weiß. :spritze: Irgendwie ja ganz praktisch, wenn man den Mist schon hatte, ehe man wusste, dass man es hatte und sich extrem ängstigen musste.

    Und was für ein Glück, dass es so glimpflich abgelaufen ist. Gehörst du nicht zur Risikogruppe!

    Falls du Lust aufs Basteln und zu viel Langeweile hast: für das Abschlussfoto der 4.-Klässler habe ich mir einen Greenscreen besorgt, die Kinder einzeln aufgenommen und dann bei Fotoshop den Hintergrund entfernt und die Kinder zusammengestellt. Das werde ich in den nächsten Tagen mit den Erstklässlern auch noch einmal machen.

    Forsch, du bist ich unglaublich. Musizierst während des Shutdowns für deine Kids in der Aula, schneidest Klassenfotos zusammen... und leitest nebenbei noch eine Schule und radelst in den Ferien whiskeytrinkend durch Schottland. Du hast wohl kein Netflix?

    Bei mir an der Schule passiert das alles nicht.

    Na ja, wer ist denn dafür zuständig? Schulleitung? Ne, weil der Dienstherr dir ja die Möglichkeit bietet, dich kostenlos testen zu lassen.

    Personalrat? Auch nicht, aus dem gleichen Grund.

    Klar KÖNNTE das eine oder das andere der beiden Gremien sowas in die Hand nehmen, sozusagen als Serviceleistung für die Kollegen. Wir sind gerade dabei, darüber nachzudenken, aber es zeigt sich schon in dieser sehr vagen Planungsphase, dass es gar nicht so einfach sein wird, eine Praxis zu finden, die das mitmacht. Dazu werden die Tests zu schlecht vergütet.

    Jedenfalls ist es nicht selbstverständliche Aufgabe von PR oder SL, das zu organisieren. Außer ihnen könnte es auch jeder beliebige Kollege in die Hand nehmen. Vielleicht wäre das ja was für dich? Ach nein, ich vergaß, du machst ja schon :

    Eine Menge......

    was wir nicht tun, weil der Personalrat vorher schon um alle Sorgen und Vorgaben des Schulleiters weiß und daher sich nicht für solche Vorschläge einbringt ("da kann er/sie eh nichts machen")

    Schau, dass du da wegkommst, samu

    Da wirst du nicht glücklich. Jedes Kollegium hat den PR, den es verdient, immerhin ist er ja gewählt worden. Dass die Kollegen damit zufrieden sind und du nicht, ist echt kein gutes Zeichen für deine berufliche Zufriedenheit.

    Also, ich hab das schon ironisch gemeint.

    Vielleicht sehe ich das auch falsch, weil es lange her ist, seit ich in NRW unterrichtet habe. Aber die Gesamtkonferenz kann meiner Ansicht nach die Grundsätze schon so eng fassen, dass die Schulleitung nicht einfach machen kann, was sie will. Und wenn ein Konferenzbeschluss übergangen wird, hat man als Kollegium plötzlich eine recht konkrete Handhabe.

    Aber dazu darf man halt den Konflikt nicht scheuen, was in einer sicheren Position als Beamter auf Lebenszeit echt nicht so schwer ist. Und dass der Chef einem die Karriere versaut, ist bei einem Lehrer jetzt auch nicht so die große Gefahr, weil es sowieso keine nennenswerte Karriere gibt. Da sollten sich theoretisch immer irgendwelche A13er oder A14er finden lassen, die sowieso nichts mehr werden wollen und deshalb auch den Konflikt eingehen könnten.

    Ja und? Dann entscheidet die Lehrerkonferenz, dass sie den Vorschlag des Schulleiters ablehnt.

    Ha! Du bist gut! Als ob das so einfach wäre. Ne, so viele Rechte hat man als Beamter auf Lebenszeit nicht. Ich meine, jetzt mal im Ernst, wenn die Lehrerkonferenz den Vorschlag des Schulleiters ablehnt, dann ist der vielleicht sogar verstimmt darüber. Oder sogar genervt.

    Und dann steht man als Beamter aber echt übel da, denn dann kann unter Umständen sogar das hier passieren:

    Im Gegenteil, da wird man zusammengefaltet.

    Also, ne, Frosch, das war jetzt schon sehr naiv von dir. Das kann man nur als Schulleiter so sehen, wenn man selbst in der Position des Faltenden ist.

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