Beiträge von WillG

    PR muss bei deiner Einstellung und bei Vertragsverlängerungen zustimmen. Ich nehme an, dass er auch bzgl. der Eingruppierung zustimmen muss, kenn mich da aber in Hessen nicht aus. Deshalb würde ich da nochmal nachhaken und mich nicht abwimmeln lassen.

    Nächster Schritt ist eine schriftliche Anfrage an den zuständigen Sachbearbeiter im Schulamt - also nicht "nur" an den Schulleiter, aber natürlich auf dem Dienstweg, also über den Schreibtisch des Schulleiters.

    Und parallel würde ich bei der GEWerkschaft nachfragen, wenn du da denn Mitglied bist.

    Laus über die Leber... - linker Fuß...?

    Ne, eher so eine Trotzreaktion darauf, dass er "arrogant" genannnt wurde. So ein "jetzt erst recht". Und natürlich der völlig vorhersehbare Hinweis darauf, dass er nur arrogant wirkt, weil alle um ihn herum so ungebildet und unreflektiert sind.

    Soll er sich austoben, wenn er es für sein Ego braucht. *schulterzuck*

    In Bayern hätte der Hauptpersonalrat hier einiges dazu zu sagen. Hat der bei euch hier kein Mitbestimmungsrecht. Hat der sich schon geäußert?

    Ansonsten würde ich erstmal sehen, ob die Mitbestimmungsverfahren eingehalten wurden.

    Im Zweifelsfall schreibst du eine dienstliche Beschwerde an den Datenschutzbeauftragten, das Kultusministerium und an die Zwischenbehörde, hier wäre das der MB mit Verweisen auf das Recht am eigenen Bild. Schön über den Dienstweg, immer mit Kopie an öPR und HPR.

    In gleicher Weise ist es in so einem Fall intelligent, nicht jeden über sein Vorhaben zu informieren, wenn es klappt, super, wenn es nicht klappt, muss man niemandem eine Antwort geben.

    Das ist eine weit verbreitete Einstellung in Leherkollegium. Meiner - rein anekdotischen - Erfahrung nach ist es eher genau umgekehrt. Wenn man von Anfang an mit offenen Karten spielt, kann man Vorgesetzte ins Boot holen. Dann informieren sie einen über die Entwicklungen und über Formalitäten, setzen sich ggf. an übergeordneter Stelle für das Vorhaben ein und man kann offen darüber sprechen, wie mit "Privilegien" umgegangen werden soll. Lediglich unsouveräne Führungskräfte mit ganz schlecher Vorstellung von Führungskompetenz verwenden so etwas gegen die Lehrkraft. Aber das muss natürlich jeder für sich entscheiden.

    Seine Beiträge mögen mitunter arrogant erscheinen, aber diese als solche empfindbare Arroganz kann er sich neidlos leisten.

    Die einen sagen so, die anderen sagen so...

    Arroganz nötig zu haben ist eigentlich immer eine charakterliche Bankrotterklärung, ganz unabhängig von fachlicher Kompetenz.

    Also, ich würde das nicht so hoch hängen. Das Ministerium geht davon aus, dass ihr 30 Tage Urlaubsanspruch habt und die Ferien zumindest theoretisch eben nicht unbedingt automatisch auch Urlaub sein müssen. Im Kontext der Sondersituation sehen sie es also als berechtigt an, von euch arbeitsleistung auch in den Ferien abzurufen.

    Dass das aus Lehrersicht ausgerechnet für die Sommerferien natürlich ganz anders aussieht, ist völlig klar. Wichtig ist deshalb die Rolle eurer Schulleitung. Hat die euch diese Email weitergeleitet und zieht sich jetzt zurück? Dann würde ich das ganze ganz entspannt bis nach den Sommerferien liegenlassen und entsprechend mit Verspätung dann bearbeiten und nachreichen. Was soll schon groß passieren?

    Oder ist euer Schulleiter so einer, der nach oben buckelt und vorauseilenden Gehorsam zeigt? Dann würde ich als Fachbetreuer (und/oder Personalrat) mal ein paar ruhige Worte mit ihm wechseln und ihm die Realität erklären.

    Jedenfalls würde ich versuchen, mich nicht aufzuregen - und schon gar nicht würde ich irgendwas in den ersten Ferienwochen machen. Wer was von mir will, kann in der letzten Ferienwoche nachfragen - ausgenommen sind nur zeitsensitive PR-Angelegenheiten.

    Aber vielleicht verstehe ich einach nur zu viel von Linguistik, um diese Ängste zu teilen.

    Um den Beitrag von Meerschwein Nele mal von seiner inhärenten Arroganz zu befreien: In der Linguistik gibt es zwei Sichtweisen auf die Sprache: Präskripitivismus (verkürzt: man stellt Regeln auf, die vorschreiben, wie man Sprache richtig zu verwenden hat) und Deskriptivismus (verkürzt: man beobachtet und beschreibt leidenschaftslos, wie sich Sprache und Grammatik entwickeln). Als Sprachwissenschaftler ist man sich beider Ansätze bewusst und weiß, das man mit Präskriptivismus langfrisitg nicht viel erreicht.
    Das nur ergänzend zu den Ausführungen von Herr Rau

    Das steht in keinem Verhältnis zum realen Ansteckungsrisiko und auch nicht zur realen Gefährlichkeit von Corona.

    Verwunderlich ist das nicht. Da kommt aus dem Nichts ein Virus um die Ecke, den die Wissenschaft noch nicht gut einschätzen kann, was dazu führt, dass alle paar Tage neue Erkenntnisse durch die Medien getragen werden, die sich oft gegenseitig widersprechen. Das einzige, worauf sich von Anfang alle einigen konnten, ist die Bedeutung des Abstands. Kein Wunder, dass viele verunsichert sind und sich daran festklammern - und dass das zu Auswüchsen führt, die in keinem Verhältnis stehen. Dass es trotzdem Leute gibt, die in Warteschlangen oder bei eingen Durchgängen keinen Abstand halten, liegt einfach in der Inkonsequenz der menschlichen Natur.

    Teil des "Dance"-Parts von "Hammer and Dance" muss eben jetzt sein, dass die Menschen auch lernen, wie man mit der Abstandsregel vernünftig umgehen muss.

    ch kann euch da nur zustimmen - ein Teil der Schülerschaft ist schlichtweg nur schwer zu motivieren oder leistungsschwach oder hat Probleme, die im individuellen Empfinden schwerer wiegen als Schule. Wenn also durch die momentane Situation eher bewusst gemacht wird, dass es dies Schüler (in manchen Klassen durchaus 3/4 des Personenkreises) gibt, ist das eher positiv. Und ja, Eltern sollen durchaus auch mal sehen, dass Schule kein Selbstläufer ist

    Sag mal, wie ist das eigentlich bei dir? Unterrichtest du schon voll an einer Grundschule? Oder machst du gerade Referendariat? Das wäre schon wichtig zu wissen, um deine Äußerungen einordnen zu können.

    Nein, es geht mir um etwas ganz anderes. FLIXE beschreibt in einem seiner Posts hier im Thread stark ironisiert, wie die Schulen gefälligst dafür zu sorgen haben, dass die Kinder auch zu Hause per digitale Beschulung die ganze Zeit betreut werden (auch beim Essen und in den Pausen), damit die Eltern in Ruhe Home Office machen können. Ich finde, dass die Ironisierung hier ein wenig die gesellschaftliche Verantwortung der Schule außer Acht lässt - ebenso wie eben die Diskussion um die Betreuungspflicht.

    Dass die Schnellschüsse, die aufgrund der ungewohnten Situation kamen, nicht langfristig oder auch nur mittelfristig funktionieren können (siehe Notbetreuung durch Lehrkräfte), ist klar. Hier muss eine andere Lösung her. Aber da kann sich die Schule eben nicht rausnehmen - wie zum Teil in der Diskussion darüber, dass wir einen Bildungs- aber keinen Betreeungsauftrag haben, angedeutet wurde.

    Eigentlich geht es mir in erster Linie um die Rhetorik. Es macht weder Sinn, den Schulen hier die alleinige Verantwortung aufzudrücken, wie es bei manchen Facebook-Kommentaren etc. durchklingt, noch macht es von anderer Seite (hier die Lehrer) wenig Sinn, das komplett von sich zu weisen.

    FLIXE

    Da sind wir gar nicht weit auseinander. Mich stört - schon immer - beim Lehrerbashing und bei der Reaktion der Kollegen darauf, dass hier immer schwarz/weiß argumentiert wird. Klassischerweise war das: "Lehrer haben ja soooo viel Urlaub!" - "Neeee, ich korrigiere in allen Ferien durchgehend und bereite Unterricht vor!". Beides stimmt in dieser absoluten Darstellung einfach nicht (sage ich als D/E-Lehrermit vorwiegend Oberstufe) und macht eine echte Auseinandersetzung unmöglich.

    Gleiches gilt in dem Fall, auf den du dich beziehst. Weder der Schrei nach 100%em "Betreuungsauftrag" noch die Reaktion "Hamma nich, soll die Gesellschaft lösen" (- ich weiß, dass du das so extrem nicht geschrieben oder gemeint hast), sind hier zielführend.

    Deswegen gilt für mich, dass das Problem gesamtgesellschaftlich gelöst werden muss, wobei sich die Institution Schule als einen für diesen Bereich besonders wichtigen und betroffenen Teil der Gesellschaft begreifen muss.

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