Beiträge von Caro07

    derzeit bereite ich einen Vortag zum Thema "Vorlesen & Lesen im GS-Unterricht" für einen Lehrkräfte-Fachtag vor. Ich möchte bereits im Vortrag möglichst alle Herausforderungen ansprechen (und Lösungsimpulse geben), die dabei auftreten können, also z. B. Störungen beim Vorlesen, Mangelende Motivation, heterogene Klassen, keine Zeit etc. Auf welche Probleme beim Thema "Vorlesen & Lesen im Unterricht einbinden" stoßt ihr und hemmen euch? Vielen Dank um Voraus dafür, eure Erfahrungen zu teilen.

    AlexWagner Welche Erfahrungen hast du denn selbst gemacht?

    In meinen Augen kann man das Lesen nur durch motivierende, regelmäßige Leseübungen verbessern. Dazu gibt es inzwischen viele methodische Vorschläge z.B. das Lautlesetandem. Das Auer Lesebuch und auch andere Grundschullesebücher haben viele motivierende Lesemethoden systematisch in ihren Büchern eingearbeitet. Um die Lesemotivation zu steigern, kann man auch im Bereich Kinderbücher lesen einiges machen.

    Ich würde es aussitzen und das Beste aus der Situation machen, aber nicht mehr ein stressiges Riesenengagement da reinlegen. Einfach versuchen, die Konflikte einigermaßen zu managen und möglichst im Vorfeld vermeiden. Falls du in Bayern ist, kann ich die Dynamik mit den Kindern sogar verstehen. Der Übertritt ist rum, die Kinder lassen sich gehen, die Luft ist raus. Dazu kommt immer mehr altersgemäß die Pubertät. Das passiert sogar in Klassen, wo man länger drin ist, dass sie plötzlich ungewohnt grenzüberschreitend werden und man dagegen halten muss.

    Wenn die Kinder sagen, bei Kollegin X war das so - so etwas wird gern gesagt um etwas zu erreichen oder um sogar zu verunsichern. Ich war da meistens ganz klar: Jetzt seid ihr aber bei mir und da machen wir es so.

    Dass die Kinder noch an ihrer alten Klassenlehrerin hängen, die leider die Ablösung von ihr den Kinder nicht leicht macht - hier denke ich, ist es das Beste, es zu tolerieren. Das ist eine Dynamik, die nichts mit dir zu tun hat. Du hast deinen eigenen Stil und das vertrittst du gegenüber den Kindern und vergleichst dich auch nicht mit Kollegin X. Gegenüber der Kollegin zeigst du einen guten, deeskalierenden Ansatz. Den würde ich beibehalten, denn die Klasse ist bald weg und damit auch ein eventueller Konfliktpunkt.

    Und fürs nächste Schuljahr gilt: Neue Klasse, neue Chance. Das wird bei jedem Mal besser, Dinge, die sich nicht bewährt haben, macht man meistens nicht mehr.

    Quittengelee

    Das Problem zwischen den Begriffen Aufteilen und Verteilen ist der alltägliche Sprachgebrauch. Da benutzt man die Begriffe nämlich fast identisch oder nimmt für alles "verteilen". Ich musste mir den Unterschied auch immer im Zusammenhang mit der Division klarmachen.

    Ich habe einmal google KI befragt. Da wird es für die Mathematik deutlich: Letztendlich ist es eine Sichtweise unter unterschiedlichen Perspektiven. Beim Aufteilen ist die Gruppengröße (also wie viel in jede Gruppe kommen) bekannt und man sucht die Anzahl der Gruppen. Beim Verteilen ist die Anzahl der Gruppen bekannt (wie viele Gruppen gebildet werden) und man sucht die Gruppengröße.

    Das ist jetzt nicht die erste Erklärungsstufe, aber mit Plättchen o.ä. oder zeichnerisch würde ich das so lösen: z.B. bei 21:3

    Aufteilen: 21 Plättchen nehmen und immer in 3er Gruppen zusammenfassen. Zum Schluss zählen, wie viele Gruppen man hat. Zeichnerisch: Immer 3 Punkte malen und als Gruppe zusammenfassen, bis man 21 hat. Dann die Gruppen zählen.

    Verteilen: 21 Plättchen in 3 Gruppen verteilen und dann abzählen, wie viele in einer Gruppe sind. Oder zeichnerisch: 3 große Kreise machen und die 21 Punkte gleichmäßig hineinverteilen.

    Dazu jeweils die geeigneten Fragestellungen.

    Letztendlich wäre es mir wichtig, dass die Schüler verstehen, wie die Division funktioniert und welcher Text dazu passt, dass es eben 2 grobe Möglichkeiten gibt. Ob sie jetzt genau in der Begrifflichkeit differenzieren müssen zwischen aufteilen und verteilen, weiß ich nicht, wenn wir Erwachsene uns selbst mit den Begriffen schwer tun.

    Das Problem ist, wenn man, wie bei dem Orangenbeispiel den Vorgang unterschiedlich betrachten kann und die pure Rechnung noch nichts Genaues aussagt. Da muss immer die Fragestellung dabeistehen, sonst hat man mindestens zwei Möglichkeiten hier einen passenden Vorgang abzuleiten.

    Briefe gehen verloren, dann bekommt man keine Abrechnung, wartet länger, weil man ja von Nachfragen absehen soll .. und muss dann neu einreichen. Das ist in meinem Umfeld passiert.

    Mir persönlich ist passiert, dass die PKV nicht zahlen wollte und behauptet hat, es sei nicht eingereicht worden. Aber auch ich speichere die PDF, darin war es nachweisbar belegt und es wurde dann nachträglich anerkannt.

    Ja genau. Früher, als es die digitale Möglichkeit noch nicht gab, habe ich teilweise die großen Rechnungen kopiert bzw. mir aufgeschrieben, wer und wann die Rechnungen ausgestellt hat, damit ich die notfalls nochmals nachfordern konnte. Das war sehr umständlich. Durch das Abspeichern als PDF Datei , die ich dann auch hochlade, habe ich eine viel bessere Kontrolle.

    Wenn man sich dazu zwingt, zeitnah die Rechnungen einzuscannen und abzuheften, hat man beim Einreichen wenig Arbeit und es ist übersichtlicher, so meine Erfahrung. Wenn ich zu lange gewartet habe, musste ich den Haufen dann noch nach Datum sortieren. Und je größer der Haufen wurde, um so weniger Lust hatte ich dazu. Das fällt dann alles weg, wenn man es gleich macht. Es ist Zeitaufwand von 1-3 Minuten, bis eine Rechnung eingescannt, archiviert und abgeheftet ist.

    Ich scanne die Originale, den Scan reiche ich digital bei meiner PKV ein und lege ihn außerdem digital auf meinem Rechner ab. Eine Rechnung geht an die Beihilfe, solange ich da nur extrem kleine Scans hochladen könnte, finde ich das praktischer. Das andere Exemplar vernichte ich. Ich habe mit ganz wenig Ausnahmen keine Papierablage mehr und sichere meine Daten regelmäßig auf externen Festplatten.

    Mache ich ähnlich. Ich scanne zeitnah ein, speichere sie in einen digitalen Ordner als pdf Datei ab. Der Dateiname besteht aus einer fortlaufenden Nummer, dem Namen des Arztes, Datum und dem Betrag. Bei Rezepten schreibe ich noch "Rezept" dazu. Die Originalrechnungen hefte ich choronologisch in einem Ordner ab.

    Wenn ein paar Rechnungen zusammen sind, lade ich sie bei der Debeka und der Beihilfe digital hoch und lade mir die Bestätigung runter, speichere sie ab und drucke sie noch für den physischen Ordner aus.

    Bei der Debeka geht das Hochladen ganz schnell, bei der Beihilfe gibt es noch die Fleißarbeit dazu, dass man zusätzlich noch händisch das Datum und den Betrag eingeben muss. Wenn etwas hochgeladen ist, fange ich wieder einen neuen Ordner im Computer an und im physischen Ordner wird ein Trennstreifen eingelegt.

    Der Vorteil von dem System ist, dass ich schnell einmal Rechnungen nachschauen und vergleichen kann, weil immer der Name des Arztes/Therapeuten dabeisteht. Außerdem kann ich schnell auf die Daten zurückgreifen, wenn der entsprechende Bescheid kommt.

    Da Gespräche schon stattgefunden haben...

    Wie war denn die Erklärung der Lehrkraft?

    Wie schon andere schrieben: Das muss ja einen didaktischen Hintergrund haben.

    Ohne Hintergrundwissen hätte ich jetzt wahrscheinlich auch erst einmal gestutzt, dass man so vereinfacht für alle anfängt und die Förderausgabe für die ganze Klasse angeschafft wird. Die Lehrerin hat sich bestimmt dabei etwas gedacht. Eine Erklärung könnte Pepes Erfahrung sein. Im Englischunterricht hatte ich z.B. für die lernschwächeren Schüler die Inklusionsausgabe neben der normalen. Es waren im Prinzip dieselben Aufgaben, doch im Inklusionsheft waren bestimmte Aufgaben schon gelöst oder heruntergebrochen und die zu erbringende Eigenleistung reduziert, sodass die betreffenden Schüler mit den anderen Schritt halten konnten.

    Aber in diesem Sinne sind die Hefte ja nicht gemeint, wenn sie für die ganze Klasse angeschafft werden. Für mich hört sich das wie Zusatzübungen an, wo bestimmte Fertigkeiten automatisiert werden sollen, die aber von der Menge her keinen überfordern. - das habe in 3/4 öfter einmal mit Arbeitsblättern gemacht. Einfach trainieren und auomatisieren. Die Niveausteigerung geschah auf anderen Wegen.

    Der Titel ist vielleicht ein bisschen irreführend. Ich habe mir die youtube Filme von Oliver Kunkel, dem Gründer von future lab angeschaut und finde den Ansatz gut. Eigentlich ist der Ansatz bekannt. Wahrscheinlich wird er eher in der Grundschule verwirklicht. Auf jeden Fall bestätigt das vieles, wie wir schon in der Grundschule arbeiten. Neu ist der Bezug zum Digitalen. Die Fortbildung würde ich mitmachen, wenn ich noch im Schuldienst wäre.

    Ich habe in Ba-Wü Lehramt für Grund- und Hauptschulen mit dem Stufenschwerpunkt Hauptschule studiert. Mein Hintergrund ist ähnlich wie Wolfgangs Hintergrund. Ich hatte durch die Kinder- und Jugendarbeit, die ich als Schülerin in der Freizeit machte, schon viele Berührungspunkte mit Kindern und Jugendlichen ab 10 Jahren und meine Erfahrungen damit. Deshalb entstand auch mein Berufswunsch aus diesem Grund: Ich wollte etwas Pädagogisches oder Soziales machen. Ich machte zusätzlich Praktika in einem Kinderdorf und in einer sozialen Einrichtung für Behinderte. Ich merkte aber da, dass die extremen Fälle mich zu sehr belasten würden. Letztendlich bin ich an einer Pädagogischen Hochschule gelandet mit der Option ein Aufbaustudium zu machen. Diplompädagogik, Musiktherapie oder Sonderschule (so hieß das damals) - das schwebte mir damals noch vor. Entsprechend habe ich, so weit es ging, meine Fächer gewählt.

    Nach dem Studium und Referendariat entschloss ich mich, es erstmal als Lehrerin zu versuchen, obwohl ich mich erst in die Lehrerrolle reinfinden musste. Das war eben doch etwas anderes als der legere Umgang mit Jugendlichen in der Freizeit. Ich war in beiden Schularten eingesetzt und hatte meine erste Klassenleitung in einer 3. Klasse. (Ich wollte gerne eine 5. Klasse, erhielt aber eine 3. Klasse ) Das hat mir dann doch so gut gefallen, dass ich schwerpunktmäßig als Klassenleitung in der Grundschule blieb. Als ich zum ersten Mal versetzt wurde, landete ich zu meiner Freude an einer reinen Grundschule. So bin ich zur Grundschule gekommen.

    An der Grundschule hat mir besonders das durchgängige Klassenlehrerprinzip gefallen und die Vielfalt der Fächer in einer Hand. Hier konnte man fächerübergreifend unterrichten und wenn man oft in der Klasse war, konnte man den Schulvormittag selbst rhytmisieren und musste sich nicht sklavisch an die 45 min halten. In der Grundschule musste man sich stark mit der Differenzierung auseinandersetzen, aber ich fand manchmal echt super, welche Ergebnisse bei Anwendung entsprechender Methoden herauskamen.

    Zwischendrin war ich in der Hauptschule als Vertretung und da habe ich den Unterschied gemerkt, dass man dort die Gruppen homogener sind und man bei allem kleinschrittig vorgehen muss, während in der Grundschule die Bandbreite der Anforderung, also die Range größer war.

    Von der Disziplin her ist es in der Grundschule sehr anspruchsvoll geworden. Wobei ich mir vorstellen kann, dass in der Hauptschule es noch schwieriger ist. Die Eltern sind insgesamt in der Grundschule anstrengender, denke ich mal, weil sie sich mehr noch um Schule in ihrer eigenen Art kümmern.

    Ich lasse Aufsätze zu Übungszwecken überarbeiten, so ähnlich, wie du es beschreibst. Aber zum Bewerten finde ich die 2. Abschrift unfair, weil man den Kindern unterschiedlich stark hilft.

    Stattdessen habe ich schon mehrfach einen fiktiven Schüleraufsatz mit vielen Schwächen vorgegeben, der dann als Klassenarbeit überarbeitet werden musste.

    Ansonsten übe und überarbeite ich vorher, lasse dann aber den Aufsatz, der Klassenarbeit ist, aber als solchen stehen und bewerte ihn entsprechend mit Fokus auf den Schwerpunkten, zu denen vorab geübt wurde.

    Genau so war es bei uns auch üblich. Ich habe auch schon versucht, beide Versionen zu benoten, habe das aber schnell sein lassen, weil es einfach nicht möglich war, fair zu beurteilen und natürlich auch der Aufwand enorm war. Was mache ich mit den Aufsätzen, die fast nichts zu verbessern haben und von vorneherein gut sind? Man kann da schlecht einen Lernfortschritt beurteilen. Denjenigen, denen einiges geholfen werden musste, bekamen auf der anderen Seite dann eine bessere Note als ihre Leistungsmöglichkeit nach entsprechender Übung war.

    Eine gute Lösung ist der fiktive Schüleraufsatz zum Überarbeiten. Das kann man richtig zu einer Unterrichtseinheit ausbauen.

    Wir haben mehr als zwei Aufsätze in einem Schuljahr geschrieben, in der Regel mit einem vorausgehenden Übungsaufsatz. Manchmal waren auch einfachere Sachen dabei, die nicht ganz so korrekturaufwändig waren. Letztendlich sollte vorher zuverlässig geübt und auf das Ziel hingearbeitet werden. Gut ist natürlich, vorher einen Übungsaufsatz schreiben zu lassen, der überarbeitet werden muss. Daran lernen die Schüler am meisten. Wenn dieser nicht benotet wird, kann man zur Abwechslung - vielleicht nicht ganz so effektiv bei dem speziellen Aufsatz wie die Lehrerkorrektur, aber zum Gewinnen von Einsichten - in Gruppenarbeit oder in Partnerarbeit nach bestimmten Kriterien vorher selbst überarbeiten lassen. Bei mir haben sich, wenn ich diese Methode angewandt habe, bewusst erstellte leistungsgemischte Gruppen mit verteilten Aufgaben bewährt.

    Da die Schüler bei mir eine Geschichtenmappe für überarbeitete Geschichten und weitere Textproduktionen wie Gedichte über zwei Schuljahre führten, habe ich auch ab und zu benotete Aufsätze mit schönen Themen überarbeiten lassen und die überarbeitete Version in die Geschichtenmappe einheften lassen. Es gab einige Schüler, die immer wieder gerne in dieser Mappe geblättert haben und ich hoffe, einige haben ihre Geschichten als Erinnerung aufbewahrt.

    Ich finde es traurig für die Kinder, wenn es beide Elternteile nicht schaffen, einen vernünftigen Umgang zu pflegen. Trennungsgeschichten gehen oft mit vielen Verletzungen einher und das wird doch auch öfter auf den Rücken der Kinder ausgetragen. Sowohl beruflich als auch privat habe ich einige Varianten erlebt. Ich habe einige Väter erlebt, die sich gerne mehr um die Kinder kümmern wollten, es aber nicht zugelassen wurde. Manchmal war es auch sehr schwierig, weil es unterschiedliche Ansichten gab. Das Thema ist komplex, zumal Mütter oft zeitlich die Hauptlast tragen.

    Den Bildschirm auf Nachtmodus einstellen reicht nicht? Ich überlege mir sogar grundsätzlich - aber nicht wegen dieser Seite - ob ich mir eine Blaulichtfilterbrille zulegen sollte.

    Das kommt mir irgendwie bekannt vor, ich glaube da war ich letztes Jahr. Den Ort müsste ich recherchieren. Entweder ist es an der Süd - Westküste oder an der Algarve, wo man durchs Hinterland fährt, via Gemeintipp an die Stelle kommt und keinen Parkplatz bekommt.

    Ich kenne die Möckmühler Arbeitsbögen (Aue- Verlag). Die gibt es schon ewig, vielleicht kannst du das anteilig in Gruppenarbiet verschiedene Elemente basteln lassen. Ein einzelner Bogen kostet nur wenig. Google mal danach, vielleicht ist das etwas für dich.

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