Beiträge von Caro07

    Wenn das Kind während des Englischunterrichts englische Bücher liest, ist das Stillbeschäftigung, aber keine Differenzierung.

    Eine Differenzierung wäre z.B. etwas Anspruchsvolleres zum gleichen Themengebiet zu machen. So weit ich verstanden habe, ist das ein deutsches Kind, das länger in England gelebt hat.

    Vielleicht sollte man sie eher dann Deutsch machen lassen? Ich könnte vorstellen, dass sie da Defizite hat, wenn sie frisch aus England kommt.

    Ich hatte auch schon dieselbe Situation. Die Mutter hat nie etwas eingefordert. Ich habe das Mädchen da im Unterricht mit einbezogen, wo es möglich war. Sie hat sich nicht gelangweilt. Ihr hat das Spaß gemacht, dass sie das weiß und sie hat gerne Dialoge mit ihrem Partnerkind vorbereitet.


    Da unser Buch mit einer Identifikationsfigur arbeitet, die immer wieder bei Einführungen "auftritt", habe ich sie mit mir Dialoge sprechen lassen. Außerdem habe ich sie englische Texte vorlesen lassen, z.B. originale Kinderbücher zum Thema. Im Aufschreiben von englischen Wörtern war sie übrigens auch nicht perfekt.


    Das Englisch in der Grundschule ist nur zweistündig. Da können die Eltern nicht erwarten, dass du dem Kind quasi ein dem Deutschunterricht entsprechendes Parallelprogramm vorlegst. Das ist so nicht durchführbar.


    Man stelle sich das einmal umgekehrt vor: Das wäre dasselbe, wie, wenn wir in England wären und von den dortigen Lehrern erwarten würden, dass sie beim Fremdsprachenunterricht Deutsch (2 stündig) dem deutsprachigen Grundschulkind ein Drittklässlerprogramm vorlegen würden, das dem Deutschunterricht in Deutschland entspricht. Ich glaube, unser Kind würde sich bedanken, wenn es Grammatik, Rechtschreibung und Aufsatz pauken müsste. ;-) Außerdem weiß ich nicht, ob das im Sinne einer Integration ist, wenn mein Kind, während die anderen die Sprache lernen, währenddessen deutsche Kinderbücher lesen würde, was mir jetzt als einzige sinnvolle Beschäftigung ohne viele Erklärungen einfällt.

    Vielen Dank, Lehrerin007. Deine Tipps als betroffene Mutter finde ich sehr wertvoll, auch deswegen, weil du beide Seiten kennst.

    Was mich interessieren würde, wie alt dein Kind ist und welche Schule es besucht, sofern du es hier schreiben möchtest.

    Die Infocenteradresse kenne ich inzwischen (siehe S. 2 des Forums) und habe von dort auch schon verschiedenes Material. Sehr interessant ist für mich das Buch von Etta Wilken: Kinder und Jugendliche mit Down-Syndrom. Das gibt in meinen Augen einen guten Überlick über Trisomie 21, vor allem, wenn man damit noch nie näher konfrontiert war.

    Die Webseite des Infocenters hat übrigens ein Sicherheitsproblem. Bei Firefox ging sie noch nie, jetzt verweigert auch Chrome seinen Dienst.

    Na ja, das sind keine Vokabeltests, sondern Tests, die vom Buch aus so vorgeschlagen sind, die verschiedene Aufgabenformate enthalten. Zusätzlich schreiben sie in diesen Tests von 2 Kapiteln ca. 6 - 8 Wörter zu Bildern noch auswendig auf, die sie so oder so in ihrem Englischheft haben. Ich könnte die Wörter auch vorgeben und aus einem Pool abschreiben lassen, doch das ist mir etwas zu wenig für sehr gute Schüler. Das ist eine differenzierende Aufgabe von vielen.

    Die Gymnasiallehrer erwarten bei uns sicher kein Vokabelwissen im Sinn von schriftlicher deutsch- englischer Übersetzung oder umgekehrt.

    In Bayern spielt das Mündliche und das Hörverstehen eine große Rolle. Aber wir haben einen Grundwortschatz, der auch schriftlich angewendet werden soll. Bestimmte Flsokeln sollen auch eingeübt und angewandt werden. Außerdem werden in Bayern auch englische Texte gelesen. Auswendig schreiben muss man die Wörter nicht, aber man sollte sie richtig abschreiben können und auch wissen worum es geht. In den Tests ist es oft so, dass eine schriftliche Auswahl an Antwortmöglichkeiten gegeben wird. Ebenso steht da einmal etwas sinngemäß auf Deutsch, das man dann mit Hilfe einer Tabelle, wo verschiedene Sätze stehen bearbeiten muss. Z.B.: Antworte, dass dein Hobby Schwimmen und Radfahren ist. Frage, ob du helfen kannst... usw...

    Ich selbst bin aber so frei und lasse die Kids in den Tests auch einmal leichte englische Wörter auswendig aufschreiben, meistens zu Bildern.

    @ Palim: So weit ich weiß, sind Vertretungsleute in NS keine ausgebildeten Lehrer.

    Das glaube ich dir dann gerne.


    @ Conni: Man kann natürlich nur mit einem umfangreichen Lehrwerk unterrichten, wenn man den fachwissenschaftlichen Hintergrund kennt, in dem Fall die Sprache.

    Vielleicht zur Verdeutlichung: Das Lehrwerk, mit dem ich jetzt schon seit der Einführung vom Grundschulenglisch und Einführung des Lehrwerks arbeite, deckt alle Bereiche des Grundschulenglisch mit vielfältigen Methoden und didaktischen Anleitungen (denen man folgen kann oder nicht) ab. Da ein Mangel an ausgebildeten Grundschulenglischlehrern herrscht, muss ein solches Lehrwerk auch so konzipiert sein.


    An diese Genauigkeit der Vorschläge kommen sämtliche Musikbücher der Grundschule, die ich kenne, nicht heran. Da wird noch einiges didaktisches Wissen zwischen den Zeilen gefordert.

    @ laleona

    Wahrscheinlich kommt es immer auf die unterschiedlichen Erfahrungen an. In der Grundschule gibt es durchaus auch Fehlentwicklungen im Englischunterricht, weil einige Lehrkräfte, die die Prüfung gemacht haben, diesem Unterricht zu wenig Bedeutung zumessen. Deswegen schrieb ich auch oben, dass zum Englischunterricht in der Grundschule auch gehört, selbst gesteigertes Interesse an der Sprache und an Land und Leuten zu haben und die geforderten Kompetenzen im Englischlehrplan ernst nehmen. Wenn einer meint, er hätte mit Liedern, Vokabellernen und deutschen Erklärungen dem ganzen Genüge getan, der unterrichtet komplett am bayerischen Grundschullehrplan für Englisch vorbei. Dabei wäre es so einfach. Wir haben ein bekanntes, gut ausgearbeitetes Englischbuch mit vielen Zusatzmaterialien (Sally), dem muss man nur folgen, höchstens etwas ergänzen und man deckt alles ziemlich ab.


    Bei den Didaktikkursen kommt es darauf an, wer diese Didaktikkurse macht. Meiner war wirklich gut. Ich kann mich an eine Englischfortbildung erinnern, die schrecklich war. Die hat jemand gemacht, der sich profilieren wollte.


    Was mich einmal gewundert hat - keine Ahnung, ob das jetzt noch so ist, ist, dass Hauptschullehrkräfte keinen Sprachkompetenztest machen müssen um Englisch zu unterrichten, Grundschullehrkräfte schon.


    Letztendlich ist es ähnlich wie mit Musik: Im Lehrerstudium der Grundschule sollten alle befähigt werden, ein möglichst großes Spektrum an Fächern abzudecken um als Klassenlehrkraft möglichst viel in der eigenen Klasse zu unterrichten. Die Kinder brauchen eine Bezugsperson, die sie oft sehen.


    Bei der TE wundert mich, dass sie sogar als "Fachlehrerin" Musik in zwei ersten Klassen eingesetzt wird, obwohl sie wirklich nicht vom Fach ist, eher das Gegenteil und auch nicht Klassenlehrerin. Als Klassenlehrerin müsste man nämlich nicht eine ganze Musikstunde am Stück halten, sondern könnte man immer wieder musikalische Bewegungsspiele einbauen, was man im Anfangsunterricht wegen geringer Konzentrationsphasen der Kleinen so oder so machen muss. Ich verstehe nicht, warum beim Anfangsunterricht der Musikunterricht nicht beim Klassenlehrer bleibt. Das ist völlig sinnfrei im ersten Schuljahr einen "Nichtfachlehrer" in Musik einzusetzen.

    Zu Englisch:

    In Bayern darf man das Fach in der Grundschule fachfremd nur nach einer Kompetenzprüfung und einem fachdidaktischen Kurs unterrichten. Auch hier kann ich wiederum sagen, dass die didaktische Grundausbildung wirklich gut war (im Gegensatz zu einem speziellen Sprachkurs für Lehrer in England, da konnte ich nicht viel davon verwenden) und zusammen mit grundschulspezifischen Materialien und guten Lehrwerken kann man das, sofern man in der Sprache sicher ist und Interesse daran hat, gut machen. Erfahrungsgemäß kann ich wiederum sagen, dass diesen Kompetenztest in der Regel nur diejenigen machen, die Englisch bis zum Abitur hatten und eine Beziehung zur Sprache haben, natürlich am besten durch Aufenthalte in den entsprechenden Ländern.


    Nach meiner Meinung und Erfahrung übernimmt man in der Grundschule nicht die Methoden, die man selbst erlebt hat, sondern wendet auch fachfremd grundschulgerechte Methoden an. Mein Beitrag vorne Nr. 35 bezog sich nur auf den fachwissenschaftlichen Stand. Das Grundschuldidaktische steht auf einem anderen Blatt.

    Ich habe es auch bis zum Schluss durchgehalten.

    Extra schreibe ich durchgehalten, weil die Ausfüllerei über das Menschenbild sehr langwierig war und oft dasselbe nur in einem anderen Gewand abgefragt hat und ich nicht viel Struktur im ersten großen Block erkennen konnte. Es wäre vielleicht leichter für die Antworten gewesen, die Fragen noch in Unterpunkte zusammenzufassen.

    Die Wiederholung war wohl dazu da um Dinge zu verifizieren. Zum Schluss musste man ganz schön viel Konzentration aufbringen.


    Zum Menschenbild: Ich habe mir immer überlegt, wie ich Menschen im Allgemeinen erlebe, mehr in der Richtung oder mehr in der anderen. Ich kenne allerdings auch Menschen, die gerade gegenteilig ticken wie ich angekreuzt habe, war aber die Minderheit.

    Von daher bin ich nicht sicher, ob du mit dieser Art der Befragung wirklich die Einstellung zu Menschen herausbekommen kannst, denn ich habe z.B. rein nach Erfahrenswerten angekreuzt: Wie erlebe ich mehrheitlich Menschen und die Gesellschaft - das stand dahinter.


    Viel einfacher war es für mich den letzten kurzen Block zu bearbeiten, der auf die pädagogischen Ziele hinweist. Da habe ich eine eindeutige Meinung, was ich pädagogisch bewirken will und - bei einigen Fragen - was in meinen Augen machbar ist.


    Aber auch da habe ich bei wenigen Fragen festgestellt, dass es auf das Fach und Thema ankommt. Bei manchen Fächern muss man einmal präsentieren aus unterschiedlichen Gründen, bei anderen kann man viel Schüleraktivität fordern.


    Somit gibt es vielleicht andere Zusammenhänge als das Menschenbild, warum man bei der unterrichtlichen Umsetzung anders angekreuzt hat. Bei den Antworten stehen im Hintergrund immer die Rahmenbedingungen, hier spielt die verfügbare Zeit, die Schülervorausssetzungen und das zu erreichende Ziel eine wichtige Rolle. Diese komplexe Vorgänge, die sich bei Lehrern im Hintergrund beim Wahl der didaktischen Mittel abspielen, sind natürlich in dieser Umfrage nicht berücksichtigt, sondern man geht von Idealbedingungen aus: jede Menge Zeit und kein Erreichungsdruck.

    An den Schulen, wo fachfremd unterrichtet wird, sollte sich auf jeden Fall etwas im Studium bzw. in der Lehrerausbildung tun.

    Ich gehöre noch zu der auslaufenden Lehrergeneration, die ein Generalbitur haben. D.h., ich hatte bis zum Abitur fast alle Fächer und konnte nur in der Oberstufe das ein oder andere abwählen. Ich hatte noch kein Kurssystem, sondern wir wurden bis zur 13. Klasse im Klassenverband unterrichtet. Damals, als ich studierte, hieß es für den Grund und Hauptschulbereich: Man studierte zwar 2 Fächer fachwissenschaftlich, es wurde aber vorausgesetzt, dass man sich in die anderen Fächer aufgrund seiner Schulbildung einarbeiten kann. Das didaktische Handwerkszeug und die Unterrichtsplanung dazu bekam man an der PH. Zum größten Teil stimmte das für den Grund- und Hauptschulbereich auch, wenn es nicht gerade ein ganz schwieriges Fach war. Damals war es auch noch üblich, dass man erwartet hat, dass ein Gymnasiast privat ein Musikinstrument erlernt, was viele gemacht haben. Ich habe z.B. kein Sport studiert, aber Sportabitur und alle Schwimmabzeichen, die man so als Jugendlicher machen konnte. Mit Fortbildungen und entsprechender Literatur kann man dann den Sportunterricht in der Klasse fachfremd gut abdecken, wenngleich die Spezialisten dies sicher noch anders machen.

    Dadurch, dass das Abitur inzwischen doch spezieller ist, wirkt sich das für Lehrer auf das fachfremde Wissen aus. Über Deutsch und Mathematik werden die wenigsten in den unteren Stufen jammern - das sind Abiturfächer - aber ich finde es eine Zumutung, wenn jemand ein Fach unterrichten muss, das er als Schüler vielleicht höchstens einmal bis zur 9./10. Klasse gehabt hat.


    Da muss das Studium endlich einmal angepasst werden. Gerade in der Grundschule ist es von der Beziehung her wichtig, dass die Klassenlehrkraft einen breiten Fächerkanon abdeckt und das auch fachwissenschaftlich einigermaßen solide kann. Das Didaktische und Pädaogigsche lernt man ja auf jeden Fall im Grundschullehrerstudium, da finde ich, ist das Studium schon gut entwickelt.


    Solche Fehler, wie Jazzy schildert, dürfen nicht passieren. Ich habe das Gefühl, dass das mit zunehmender Spezialisierung beim Abitur zunimmt. Man sollte allerdings auch noch ein oder zwei Spezialfächer für die Fachwissenschaft studieren um u.a. ins fachwissenschaftliche Denken und Arbeiten hineinzukommen.

    Eine Zwischenbemerkung (fast OT):

    Ehrlich gesagt, finde ich es ein Unding, dass man jemanden, der unmusikalisch ist, Musik unterrichten lässt. Das wertet das Fach total ab.

    Gerade für die Grundschule und sogar für den Kindergarten braucht man ein musikalisches Gehör, Rhythmusgefühl und sollte einigermaßen singen können. Bei den Kleinen kann man sich nicht hinter Werkhören verschanzen. In musikalische Werke und Musiktheorie kann man sich noch eher einarbeiten. Das geht aber auch nur so weit, so weit man nicht einzelne Instrumente und musikalische Verläufe heraushören muss. Aber auch in der Musitheorie braucht man einigermaßen eine musikalische Vorstellungskraft.

    Deswegen halte ich eine musikalische Grundausbildung gerade im Grundschullehrerstudium für unabdinglich!

    Hier meine Tipps für Musik 1/2:

    1) Vieles, was Palim beschrieb, kannst du in Klasse 1/2 umsetzen.

    2) Ich würde mich speziell in Materialien für Klasse 1/2 umschauen, wenn du dort Musik geben musst. Guck doch mal bei Amazon, da kann man bei den Kommentaren sehen, ob sich gewisse Materialien für 1/2 eignen.

    3) Als ich noch Musik in 1/2 gegeben habe, habe ich mich in Materialien zur musikalischen Früherziehung umgeschaut.

    4) Meine Kolleginnen von 1/2 nehmen viel aus den Materialien von Helbling Verlag.

    Helbling Verlag

    Da gibt es z.B. das Liederbuch Simsalasing und die Musikzeitschrift Pamina.

    5) Wir haben an der Schule für 1/2 außerdem: Fidelio 1/2

    Fidelio 1/2

    Ich kann zu diesen Musikbüchern für höhere Klassen sagen, dass diese sehr motivierende Sachen haben, kunterbunt durcheinander. Dazu gibt es immer die Lehrerbände, Cds und weiteres Material.

    Ansonsten kann man schön singen und mitbewegen lassen. Zu Hörbeispielen muss man natürlich alles ziemlich runterbrechen, deswegen würde ich dir zu einem Musikbuch für Klasse 1/2 raten, da bekommst du dann ein Gefühl, wie weit man Dinge herunterbrechen muss.

    6) Das Unterrichtswerk Rondo hat auch sehr praxisorientierte Sachen, die gut verständlich sind. (Das Buch kannst du komplett durchblättern.)

    Rondo 1/2

    7) Klanggeschichten gibt es schon für Kindergartenkinder, so etwas könnte man auch gut nutzen. Ich habe mir einmal Klanggeschichten für 3/4 bestellt, diese wieder zurückgehen lassen, weil sie zu leicht für die Jahrgangsstufe 3/4 waren, für 1/2 wären sie aber geeinet gewesen.

    8 ) Kinderliedermacher: Früher hatte ich in Klasse 1/2 die Mitmachlieder von Detlef Jöcker rauf und runter gespielt und hatte jede neue Kassette. Doch die sind wohl inzwischen out. Da gibt es sicher Ähnliches. Ich weiß, dass bei uns Lieder von Donikkl gerne gesungen werden (Ist aber nicht ganz so mein Fall.)

    Ich schließe mit Euch jetzt eine Wette ab. Nachdem der bayerische Kultusminister heute selbst eine Maskenpflicht im Unterricht nicht mehr ausgeschlossen hat, wette ich, dass diese im Verlauf des neuen Schuljahrs kommen wird. Wer hält dagegen?

    Jein...Wette weder gewonnen noch verloren. Maskenpflicht im Unterricht kommt bei Stufe 2.

    https://www.traunsteiner-tagbl…fenplan-_arid,582069.html

    Was in meinen Augen für die Grundschule nicht geht, ist die Klasse zu teilen und in unterschiedlichen Räumen zu unterrichten (Stufe 3). Woher sollen das Personal und die Räume kommen? Das gäbe dann wieder so ein Herumgeeiere wie wir es 3 Wochen lang mit den 4. Klassen hatten. Doch die waren da alleine im Schulhaus, da wurde ein anderer Lehrer mit abgestellt.

    Das mit den Abstufungen finde ich eigentlich eine ganz gute Lösung.

    Nach den Ferien bietet es sich so oder so an, wieder das Klassengemeinschaftsthema ein paar Stunden zum machen und ins Bewusstsein zu rücken. "Das kleine Wir in der Schule" ist dazu mein aktueller Favorit. Dazu gibt es auch Material im Internet.


    Am Anfang klappt das ganz gut, wenn man Paten für das Kind nennt. Da überschlägt sich meistens die Klasse und es stimmt, mit der Zeit wird es da, wo die Integration schwierig wird, anstrengend. Ich möchte hier noch den zweiten Punkt erwähnen, der bisher noch nicht genannt wurde: Es kommt nämlich oft auf die zu integrierenden Kinder an.Ich hatte einmal ein Mädchen aus Polen, das kein Wort verstand. Doch die war so kommunikativ auf andere Weise, dass sie schnell integriert war und die Mitschülerinnen nicht müde wurden, sich um sie zu kümmern. So hatte ich schon ganz unterschiedliche Kinder: Kinder, die schnell integriert wurden (ich ernenne immer Paten, mit der Zeit ist dies überflüssig) und Kinder, die sich schwer taten. Meistens lag es an bestimmten in der Klasse unbeliebten Verhaltensweisen. (Mein letzter Spezialfall: angeberisches Verhalten, was aus einer Unsicherheit herrührte.) In solchen Fällen habe ich dann alle Hände voll zu tun, auch den neuen Kindern zu erklären, wo sie sich selbst etwas anpassen müssen. Denn nicht nur die Gemeinschaft muss integrieren, die neu Hinzugekommenen müssen sich auch irgendwie selbst integrieren und es sich nicht durch unnötige Verhaltensweisen schwer machen.

    Das Problem "Mitspielen lassen im Schulhof" hat man auch in eingeschworenen Klassengemeinschaften. Die Ursache davon ist meistens ein "Regelstreit" - also unterschiedliche Interpretationen von Spielregeln oder ein bewusstes Stören des Spiels. Aber das kann man klären.

Werbung