Ich würde es aussitzen und das Beste aus der Situation machen, aber nicht mehr ein stressiges Riesenengagement da reinlegen. Einfach versuchen, die Konflikte einigermaßen zu managen und möglichst im Vorfeld vermeiden. Falls du in Bayern ist, kann ich die Dynamik mit den Kindern sogar verstehen. Der Übertritt ist rum, die Kinder lassen sich gehen, die Luft ist raus. Dazu kommt immer mehr altersgemäß die Pubertät. Das passiert sogar in Klassen, wo man länger drin ist, dass sie plötzlich ungewohnt grenzüberschreitend werden und man dagegen halten muss.
Wenn die Kinder sagen, bei Kollegin X war das so - so etwas wird gern gesagt um etwas zu erreichen oder um sogar zu verunsichern. Ich war da meistens ganz klar: Jetzt seid ihr aber bei mir und da machen wir es so.
Dass die Kinder noch an ihrer alten Klassenlehrerin hängen, die leider die Ablösung von ihr den Kinder nicht leicht macht - hier denke ich, ist es das Beste, es zu tolerieren. Das ist eine Dynamik, die nichts mit dir zu tun hat. Du hast deinen eigenen Stil und das vertrittst du gegenüber den Kindern und vergleichst dich auch nicht mit Kollegin X. Gegenüber der Kollegin zeigst du einen guten, deeskalierenden Ansatz. Den würde ich beibehalten, denn die Klasse ist bald weg und damit auch ein eventueller Konfliktpunkt.
Und fürs nächste Schuljahr gilt: Neue Klasse, neue Chance. Das wird bei jedem Mal besser, Dinge, die sich nicht bewährt haben, macht man meistens nicht mehr.