Mir fiel es gerade auch am Anfang schwer, mich als Berufsanfänger von einigen Kollegen abzugrenzen, welche mir immer mehr Zusatzaufgaben zugeschoben haben, gerade auch in der Corona-Zeit. Ich verstehe, dass Konflikte an sich normal sind.
Ich denke, es ist immer leichter, den Neuen etwas zuzuschustern, weil diese schlecht Nein sagen können. Das kommt in vielen Schulen vor. Als ich neu an eine Schule kam, habe ich in der Regel erst einmal die Klasse bekommen, die keiner haben wollte. Das hat sich irgendwann verändert. An meiner letzten Schule wollte man bestimmte schwierige Klassen keinem Neuling mehr zumuten. Die bekamen dann die erfahrenen Lehrkräfte.
Außerdem scheinen gerade im Grundschulbereich einige Zuständigkeiten nicht klar definiert zu sein bzw. Kompetenzüberschreitungen sind leichter möglich.
Interessant, so habe ich das nie empfunden. Normalerweise sollte das ein Miteinander sein. Man sitzt doch im gleichen Boot und gemeinsam lassen sich die schulischen Probleme besser lösen.
Zum Nein-Sagen: Ich habe gerne einmal die Zusatzaufgaben übernommen, die mich interessiert haben und mir Spaß gemacht haben. Waren es allerdings für mich Aufgaben, die ich nicht machen wollte, habe ich das schon geäußert.
Wenn es jetzt etwas Notwendiges war, habe ich auch mal sinngemaß gesagt: "Ich mache es nur, weil es unbedingt sein muss. Gerne mache ich es nicht." Da ich so oder so schon vieles Zusätzliches gemacht habe, bin ich um die für mich nicht so attraktiven Sachen meisten herumgekommen.