Beiträge von Caro07

    Hier meine Tipps für Musik 1/2:

    1) Vieles, was Palim beschrieb, kannst du in Klasse 1/2 umsetzen.

    2) Ich würde mich speziell in Materialien für Klasse 1/2 umschauen, wenn du dort Musik geben musst. Guck doch mal bei Amazon, da kann man bei den Kommentaren sehen, ob sich gewisse Materialien für 1/2 eignen.

    3) Als ich noch Musik in 1/2 gegeben habe, habe ich mich in Materialien zur musikalischen Früherziehung umgeschaut.

    4) Meine Kolleginnen von 1/2 nehmen viel aus den Materialien von Helbling Verlag.

    Helbling Verlag

    Da gibt es z.B. das Liederbuch Simsalasing und die Musikzeitschrift Pamina.

    5) Wir haben an der Schule für 1/2 außerdem: Fidelio 1/2

    Fidelio 1/2

    Ich kann zu diesen Musikbüchern für höhere Klassen sagen, dass diese sehr motivierende Sachen haben, kunterbunt durcheinander. Dazu gibt es immer die Lehrerbände, Cds und weiteres Material.

    Ansonsten kann man schön singen und mitbewegen lassen. Zu Hörbeispielen muss man natürlich alles ziemlich runterbrechen, deswegen würde ich dir zu einem Musikbuch für Klasse 1/2 raten, da bekommst du dann ein Gefühl, wie weit man Dinge herunterbrechen muss.

    6) Das Unterrichtswerk Rondo hat auch sehr praxisorientierte Sachen, die gut verständlich sind. (Das Buch kannst du komplett durchblättern.)

    Rondo 1/2

    7) Klanggeschichten gibt es schon für Kindergartenkinder, so etwas könnte man auch gut nutzen. Ich habe mir einmal Klanggeschichten für 3/4 bestellt, diese wieder zurückgehen lassen, weil sie zu leicht für die Jahrgangsstufe 3/4 waren, für 1/2 wären sie aber geeinet gewesen.

    8 ) Kinderliedermacher: Früher hatte ich in Klasse 1/2 die Mitmachlieder von Detlef Jöcker rauf und runter gespielt und hatte jede neue Kassette. Doch die sind wohl inzwischen out. Da gibt es sicher Ähnliches. Ich weiß, dass bei uns Lieder von Donikkl gerne gesungen werden (Ist aber nicht ganz so mein Fall.)

    Ich schließe mit Euch jetzt eine Wette ab. Nachdem der bayerische Kultusminister heute selbst eine Maskenpflicht im Unterricht nicht mehr ausgeschlossen hat, wette ich, dass diese im Verlauf des neuen Schuljahrs kommen wird. Wer hält dagegen?

    Jein...Wette weder gewonnen noch verloren. Maskenpflicht im Unterricht kommt bei Stufe 2.

    https://www.traunsteiner-tagbl…fenplan-_arid,582069.html

    Was in meinen Augen für die Grundschule nicht geht, ist die Klasse zu teilen und in unterschiedlichen Räumen zu unterrichten (Stufe 3). Woher sollen das Personal und die Räume kommen? Das gäbe dann wieder so ein Herumgeeiere wie wir es 3 Wochen lang mit den 4. Klassen hatten. Doch die waren da alleine im Schulhaus, da wurde ein anderer Lehrer mit abgestellt.

    Das mit den Abstufungen finde ich eigentlich eine ganz gute Lösung.

    Nach den Ferien bietet es sich so oder so an, wieder das Klassengemeinschaftsthema ein paar Stunden zum machen und ins Bewusstsein zu rücken. "Das kleine Wir in der Schule" ist dazu mein aktueller Favorit. Dazu gibt es auch Material im Internet.


    Am Anfang klappt das ganz gut, wenn man Paten für das Kind nennt. Da überschlägt sich meistens die Klasse und es stimmt, mit der Zeit wird es da, wo die Integration schwierig wird, anstrengend. Ich möchte hier noch den zweiten Punkt erwähnen, der bisher noch nicht genannt wurde: Es kommt nämlich oft auf die zu integrierenden Kinder an.Ich hatte einmal ein Mädchen aus Polen, das kein Wort verstand. Doch die war so kommunikativ auf andere Weise, dass sie schnell integriert war und die Mitschülerinnen nicht müde wurden, sich um sie zu kümmern. So hatte ich schon ganz unterschiedliche Kinder: Kinder, die schnell integriert wurden (ich ernenne immer Paten, mit der Zeit ist dies überflüssig) und Kinder, die sich schwer taten. Meistens lag es an bestimmten in der Klasse unbeliebten Verhaltensweisen. (Mein letzter Spezialfall: angeberisches Verhalten, was aus einer Unsicherheit herrührte.) In solchen Fällen habe ich dann alle Hände voll zu tun, auch den neuen Kindern zu erklären, wo sie sich selbst etwas anpassen müssen. Denn nicht nur die Gemeinschaft muss integrieren, die neu Hinzugekommenen müssen sich auch irgendwie selbst integrieren und es sich nicht durch unnötige Verhaltensweisen schwer machen.

    Das Problem "Mitspielen lassen im Schulhof" hat man auch in eingeschworenen Klassengemeinschaften. Die Ursache davon ist meistens ein "Regelstreit" - also unterschiedliche Interpretationen von Spielregeln oder ein bewusstes Stören des Spiels. Aber das kann man klären.

    Ehrlich gesagt, finde ich es schon seltsam, dass so etwas in einer Grundschule sein soll. Ein solche Ansprache der Schüler ist nicht Usus in der Grundschule, vor allem, wenn die Grundschule nur bis zur 4. Klasse geht. Oder ist das in Berlin?

    Für mich ist das eine etwas seltsame Grundschule oder die Grundschule hat nicht viele grundständige Lehrer, die in ihrem Studium die richtige pädagogische Einstellung und Sichtweise auf das Kind vermittelt bekamen.


    Die Frage ist, warum fragst du im Fall der Kollegin? Hat sie dich beauftragt?


    Wenn Eltern das einem vorwerfen, kann man kurz darüber reflektieren, ob das wirklich der Fall ist. Mir wurde in jungen Jahren einmal von einem Elternpaar vorgeworfen, ich hätte etwas gegen Ausländer (so nannte man das früher, das Wort Migrationshintergrund war noch unbekannt), weil ich für das verhaltensauffällige Kind Maßnahmen vorgeschlagen habe, die den Eltern nicht einsichtig waren. Da war ich sicher noch nicht so diplomatisch wie ich heute bin. Aber das hatte damals nichts mit Ausländern zu tun, sondern mit dem Verhalten des Kindes. Das war auch schnell Masche, hatte ich das Gefühl.

    Außer einer Schulbegleitung und mit viel Glück ein paar wenige Stunden vom mobilen sonderpädagogischen Dienst (MSD) passiert in Bayern recht wenig.

    Dazu muss man sagen, dass, nachdem man vor Jahren mehr Stunden durch den MSD bekommen hat, diese jedes Schuljahr spürbar sinken. Der MSD ist fast nur noch zur Beratung da, weniger zur Förderung. Das hat damit zu tun, dass wir zunehmend einen Mangel an Sonderpädagogen haben und die letzten verbleibenden, die von den Förderschulen aus diesen MSD machen können, also dort nicht fest eingesetzt sind, in die Schulen mit dem Profil Inklusion abgezogen werden.

    Wir haben aus diesem Grund an unserer Schule Stunden verloren. Plötzlich hieß es, dass diejenigen, die jahrelang bei uns den MSD machten, an der Förderschule Lernentwicklung zurück eine ortsgebundene Aufgaben haben. Dieses Schuljahr hatte ich trotz mehrerer Förderbedarfen Lernentwicklung (nicht zieldifferent) keinen MSD, sondern nur eine Differenzierungsstunde durch einen Förderlehrer (in Bayern gibt es Förderlehrer, die in Kleingruppen fördern, die aber keine Sonderpädagogen sind).


    Zurück zu Down: Ein interessanter Aspekt mit dem Klassenmaskottchen. Danke für die Schilderung Wael. Gut, dass das hier zur Sprache kommt.

    Das erschreckt mich auch. Da muss man ein Auge darauf haben.

    Ich finde solche Äußerungen von Prüfungsvorsitzenden eine Frechheit. Hat der dich je in einer Unterrichtssituation den Schülern gegenüber gesehen?

    Mannomann, ich kann nur den Kopf schütteln, was heutzutage alles Prüfungen abnimmt. Menschlich null Empathie.

    Und auch für angehende Lehrer gilt: Man wächst an seinen Aufgaben. Nach dem 1. Staatsexamen ist noch nie ein perfekter Lehrer herausgekommen, es sei denn, er hat eine Naturbegabung!

    In der 2. Phase lernst du ja erst, wie du den Stoff den Schülern vermittelst.


    Wenn ich daran denke, wie ich am Anfang Unterricht geplant habe. Ich habe mir jeden Satz, den ich sprechen wollte, im Voraus überlegt und aufgeschrieben und die erwarteten Schülerantworten ebenso. Da war ich zusätzlich noch in der Sekundarstufe. So habe ich mit der Unterrichtsplanung angefangen. Das war am Anfang hilfreich, alles zu durchdenken.

    Kein Vergleich, wie ich das jetzt nach über 35 Jahren Lehrererfahrung mache.

    Ich nahm die ersten Jahre die alten Proben auch zum Anfeuern. :pfeifen:

    Bis ich an eine Schule kam, die einen großen Schredder hatte.

    Wir haben wenigstens die gefühlte Illusion, dass bei alten Proben - siehe Zauberwald - nicht nachgeschaut werden kann und vielleicht nochmals Teile davon hergenommen werden können. Aber wenn man mal scharf nachdenkt, weiß man ja schon, dass Proben eingescannt oder kopiert werden um sie sich gegenseitig weiterzugeben.

    Kleiner Scherz: Vielleicht sind die Proben weniger wert als die Schulaufgaben. :autsch:

    Also ich war in Bayern bisher an 4 Grund- und Mittelschulen. Da lag die Verantwortung immer beim Lehrer. Ich denke, das mit der Aufbewahrung von Proben ist ein Gummiparagraph.

    Wenn ich mir überlege, dass man in anderen Bundesländern die Verantwortung los hat, nicht Proben hinterherrennen muss, weil die Schüler diese einfach behalten. Das wäre ein Stresselement weniger.

    Wo die Proben aufbewahrt werden, wird nirgends explizit erwähnt. Es hat sich so eingebürgert, dass der Lehrer für die Aufbewahrung zuständig ist. Es gibt Kollegen, die sie in der Schule aufbewahren, doch meistens hat man nicht den Platz dazu in seinem Schrank im Klassenzimmer.

    Äh - ich muss Bayern nicht verteidigen. Es ist halt so, auch wenn es andere seltsam finden. Dafür können wir nichts. Wir haben die Vorschriften nicht erlassen.

    Früher war ich in Baden- Württemberg. Da war es anders. Da konnten die Schüler die Klassenarbeiten behalten.

    Wir geben die Klassenarbeiten, Proben genannt, an die Schüler zurück, die geben sie uns unterschrieben wieder zurück und wir bewahren sie auf. Bei mir ist das pro Schuljahr eine große Tüte voll. Also ich habe ständig 2 Tüten bei mir rumstehen. Also ich muss da nichts anmieten. Mir wäre es natürlich auch lieber, ich könnte die Proben den Schülern geben und ich hätte in der Schule eine Stelle. Ist eben nicht so.

    @ Lara:

    Proben sind die bayerischen Klassenarbeiten in Grund- und Mittelschulen. In Realschule und Gymnasium heißen sie Schulaufgaben. Jeder Lehrer bewahrt die Proben, die er mit Klassen geschrieben hat, selbst auf. Ich kenne das auch nur so, dass man die Proben 2 Jahre zuhause lagert. Das hat praktische Gründe. Wenn wir alle Proben in der Schule lagern würden, dann bräuchte man einen extra Raum. Du musst nur gucken, dass du sie nach den 2 Jahren datenschutzgemäß vernichtest, z.B. schredderst. Die Proben werden ja nur aufbewahrt, sollten plötzlich Zweifel an der Note aufkommen, dass man noch ein "Beweisstück" hat. Bei mir wollten einmal Eltern eine Kopie, weil sie in einer Beratung waren. Im Klassenzimmer finde ich die Aufbewahrung ziemlich unsicher, da könnte theoretisch ein Schüler an die Proben rankommen und noch etwas manipulieren oder etwas mit der Probe seiner Mitschüler anstellen.

    Allerdings wundert mich, dass du dies in der Elternzeit so machen sollst. Bei uns werden die Proben von den Lehrern, die nicht (mehr) an der Schule sind, ausnahmsweise in der Schule gelagert.


    Wichtige Schülerdokumente, Zeugniskopien usw. werden in der Schule gesichert gelagert und nach Vorschrift vernichtet. Für solche Dokumente gilt der Datenschutz ganz besonders und deshalb gibt es da strenge Auflagen.

    Der Schilderung nach war es ein Drittklässler. Radikale Sekundarstufemethoden sind da in meinen Augen nicht das Mittel erster Wahl.

    Der Vorschlag von Zauberwald finde ich gut, wenn man einen konsequenten Weg eingehen will. Eine Weigerung kann man natürlich nicht durchgehen lassen. Aber man kann sie auch hinterher klären. Z.B. über die Klassenlehrkraft oder bei schulbekannten, schwierigen Schülern auch einmal über die Sozialarbeit oder die Schulleitung.

    Man muss es immer im Zusammenhang sehen, wie der Schüler insgesamt ist und welche Maßnahmen er schon hatte. Die nächste Steigerung wäre gewesen, dass der Schüler einfach weggerannt wäre, das hat man in der Grundschule öfter mal.

    Man kann auch eine Maßnahme hinterher verhängen, nachdem man mit der Klassenleitung gesprochen hat. Für solche Dinge haben wir übrigens in der Schule einen Maßnahmenkatalog, der sich immer weiter steigert.

    Versuche vielleicht in Zukunft es nicht so weit kommen zu lassen, dass du die Geduld verlierst.

    Wie Zauberwald schon schrieb: sich das Bocken 5 min anschauen, wenn dann nichts passiert, etwas tun, wie man gut aus der Sache herauskommt. Wenn ich in der Situation gewesen wäre, hätte ich vielleicht Folgendes bei einem Grundschüler!, 3.und 4. Klasse getan:

    "Wie ich sehe, weigerst du dich weiter. Den Grund, weshalb wir das Klassenzimmer sauber verlassen, haben wir ausführlich besprochen. Ich habe jetzt aber keine Zeit zu warten. Du lässt den Platz jetzt so und ich werde darüber mit deiner Klassenlehrerin/ deinen Eltern/ der Schulleitung / dem Sozialarbeiter (da würde ich das nehmen, wo ich mir den erwünschten Effekt erhoffe) sprechen. Was du für dein Verhalten tun musst, erfährst du noch.( Das überlege ich mir noch.)


    Ich hatte natürlich auch schon bockende Schüler, jetzt zwar nicht wegen des Aufräumens aber in anderen Dingen. Meistens überlegen sich die Schüler es dann doch, wenn man ihnen klar sagt, dass ihr Verhalten eine Konsequenz hat. Wenn man das noch wegen eines nachhaltigen Effektes mit der Klassenlehrerin absprechen muss, lieber unklar bleiben. Man will ja eine Nachhaltigkeit erzielen.

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