Beiträge von Caro07

    Im Klassenzimmer hatte es bei vorgeschriebenen regelmäßigen Stoßlüften und Lüften in den Pausen um 9 Uhr 10 Grad, um 12 Uhr 13 Grad. Und das bei einer sitzenden Tätigkeit.


    besitze ich noch div. Handschuhe, mit denen ich an die Tafel schreiben und Versuche durchführen kann.

    Was sind denn das für Zustände in dem Ländle, aus dem ich komme? :eisig:

    Erst dache ich an Satire, als ich das gelesen habe.


    Da habe ich es in dem Land, wo ich zugereist bin, noch gut:

    Helle Fenster, die immer mal wieder gewartet werden, bei länger geöffneten Fenstern hat sich bisher die Temperatur im Klassenzimmer ganz gut gehalten. Mal sehen, wie es bei ständigem Frost wird. An unserer Schule haben wir keine Klassenzimmerfenster Richtung Norden, dafür schwitzen wir im Sommer ganz schön.


    Also, die Grenze wäre bei mir schon erreicht, wenn ich mit Handschuhen, Winterjacke unterrichten müsste und die Kids im Skianzug vor mir sitzen. Das kann doch im Ernst niemand erwarten!

    Ich hätte eine Frage, die mich schon länger umtreibt. Um auf dem Aktuellen in vielen Bereichen zu bleiben, habe ich meistens News4teachers gelesen. Inzwischen ist das dort nur nervig - die Artikel werden immer einseitiger und plakativer, praktische Themen aus dem Schulalltag gibt es kaum mehr, die Kommentare (zumindest die meisten) sind immer mehr zum Kopfschütteln. Ich glaube, da lesen und schreiben zunehmend Nichtlehrer. Jemand hier hat die News "Lehrerbildzeitung" genannt, was ich inzwischen als zutreffend empfinde.


    Kennt jemand denn andere Lehrerseiten im Zeitungsstil, wo man sich neutraler informieren kann und die eine bunte Mischung von allem haben?

    Letztendlich bewertet man im Musikunterricht kompetenzorientiert. Musik ist ein praktisches und theoretisches Fach, das alles kann sich in den Noten widerspiegeln. Das könne Referate, Wissensabfragen und praktische Teile sein, die im Musikunterricht erarbeitet wurden. Wenn ich Rhythmen mache, lasse ich Kinder vorklatschen und benote dies dann bei allen. Da wir oft rhyhtmisch arbeiten, ist das für meine Klasse kein Problem mal einzeln vorzuklatschen. Schließlich muss man in anderen Fächern auch Arbeitsergebnisse und Referate vor der Klasse präsentieren und Gedichte auswendig vorsagen. Da ist es mitunter sehr spannend, wer ein gutes Rhythmusgefühl entwickelt hat. Das müssen nicht einmal Kinder sein, die ein Instrument spielen. Ich habe schon die ganze Klasse kreativ zu einem Musikstück tanzen lassen und das bei den Kindern bewertet. Da waren wieder ganz andere mit vornedran. Was ich nicht mache, ist, Kinder einzeln vorsingen lassen, obwohl es vielleicht auch eine Kompetenz wäre. Für viele ist das ein Horror, wenn sie vorsingen müssen. Aber man könnte evtl. eine Zusatznote geben, wenn Kinder eine "tragende" Rolle bei einem Kanon spielen. Vieles, was man so praktisch macht, kann man bewerten. Das ist so wie im Sport: Die einen können das besser, die anderen wieder etwas anderes. Auf der anderen Seite kann man auch die Theorie in einer Probe (Arbeit) abfragen, wie schon erwähnt Referate erarbeiten lassen, Lapbooks usw. Ich habe in den schriftlichen Abfragen manchmal einen Teil drin, wo man etwas hören (Instrumente, Rhythmen) und bestimmen muss. Oft bringen sich Kinder, die ein Instrument spielen, so oder so besonders aktiv in den Musikunterricht ein.

    Musik sollte in der Grundschule überwiegend ein praktisches Fach sein, deshalb sollte man schon vor allem in diesem Bereich schauen, wo man benoten kann, wenn's halt sein muss.

    Ich sehe vieles auch so, was andere geschrieben haben.


    Ich bin noch über folgenden Satz gestolpert:

    Ich musste meine Mentorin quasi per Protokoll dazu verpflichten, in Zukunft nur noch drei Kritikpunkte an meinen Stunden anzubringen.

    Hast du das wirklich initiiert oder war das deine Hauptmentorin?


    Aus deinen Bemerkungen kommt klar heraus, wie schon jemand geschrieben hat, dass die Kommunikation nicht stimmt.

    Wenn du dies von dir aus gemacht hast (ich werte das als Kompetenzüberschreitung), dann stelle ich mir einmal vor, was dann in deiner Mentorin vorgegangen ist. Versuche dich einmal in die Lage deiner Mentorin hineinzuversetzen.


    Sie ist in ihren Augen eine engagierte Lehrerin, die den Schülern etwas beibringen will. Sie hat offensichtlich eine antiquierte pädagogische Vorstellung. Zudem hat sie sich eine Kommunikation angewöhnt, die den Finger in die Wunde legt mit dem Hintergrundgedanken, den anderen verbessern zu wollen, sowohl bei Schülern als auch bei Referendaren. Du bist ja so etwas wie ein "Lehrerschüler". Nämlich als Mentorin wird man sich auch ein Stück weit an den Leistungen der Referendar messen, wenn man Mentor aus Überzeugung macht.


    Wahrscheinlich kommst du besser mit ihr klar, wenn du versuchst, ihre Beweggründe für dich zu verstehen. Wenn du ihre Aktionen immer nur auf deine Persönlichkeit bezogen fühlst (sie verletzt dich sicher nicht mit Absicht, sie ist einfach zu wenig empathisch oder ihr ist es egal oder sie steht nicht über den "Angriffen" gegen sie, z.B. diesen Zwang zur positiven Rückmeldung), wird es sehr schwer.


    Alles in allem würde ich mir dennoch überlegen, ob du versuchst, die Mentorin zu wechseln, weil das zwischen euch nicht passt und das viel Energie kostet, das in richtige Bahnen zu lenken.

    Zumindest bei uns wurde jetzt für den Fall von Klassenteilungen ein anderes Verfahren aufgrund des Elternwunsches eingeführt. Soweit ich es allerdings verstanden habe, ging es dabei nur um den Wunsch der Eltern, nicht um das Kollegium.

    Tja, das war wohl auch nicht richtig, denn auch Lehrer gehören zur Schulfamilie.


    Inzwischen könnte deine Schulleitung nach dem neuen Rahmenhygieneplan alles wieder kippen und alleine entscheiden.

    Das Hin und Her zeigt sich auch in den Zuständigkeiten. Zuerst wurde im Rahmenplan zum Schuljahr 20/21 extra betont, dass bei der Art des Wechselunterrichts wegen der Tranparenz und Akzeptanz dies mit der Schulfamilie abgesprochen werden soll und jetzt darf der Rektor nach dem neuen Rahmenhygieneplan vom 7.11. alleine diese Modalität bestimmen. Kollegium und Eltern bleiben außen vor.

    Ein weiteres Mosaiksteinchen zur Abschaffung der Demokratie in der Schule, was das Kollegium betrifft. Das ist der Weg weg von der Motivation der Lehrerschaft der Sache willen, hin zu den Erfüllungsgehilfen der Obrigkeiten.

    Hallo Nicolas,

    was ist denn der Hintergrund deiner Frage?

    Hat die Schulleitung das angeordnet oder möchtest du, dass sie es anordnet?


    Wenn sie es angeordnet hat, dann kann man immer auf den Rahmenhygieneplan und die Bestimmungen zum MNS verweisen. Die sind eindeutig.


    Wenn du das gerne fürs ganze Kollegium hättest, hast du schlechte Chancen. Aber für dich kannst du das ja entscheiden.

    So wie ich im Link von Ketfesem nachgelesen habe, will man flexibel auf die örtlichen Zahlen reagieren. Das finde ich auch richtig, denn das Gesundheitsamt weiß, wo die Infektionszahlen herkommen. Ich lebe z.B. in einem Gebiet, das an sich schon sehr unterschiedlich ist. Unser Lkrs wurde schon öfter angemahnt, die örtlichen Infektionen bekannt zu geben. Doch der weigert sich. Ich kann mir schon vorstellen, warum er das macht, wahrscheinlich sind die Ausbrüche lokal begrenzbar.


    Die Lösung, einzelne Klassen in Quarantäne zu schicken, finde ich nicht schlecht, bevor wir alle für Nichts geteilte Klassen unterrichten, was in meinen Augen so oder so nicht den Effekt bringt, den es bringen sollte. Die Aerosole werden sich durch die Masken verlangsamt dennoch im Klassenzimmer verteilen, wenn wir im Winter nicht ständig lüften können und wir keine Luftreinigungsgeräte bekommen. Halbe Klassen sind in meinen Augen halbgare Lösungen, die keinen durchschlagenden Effekt bringen.


    Bei uns gab es lokal im Frühsommer keine bekannten Ausbrüche. Ich finde es gut, wenn das Gesundheitsamt aufgrund der lokalen Fälle (wo Infektionen stattfinden) entscheidet, was mit den Schulen geschieht. Im Augenblick haben wir nur Kinder aus einer Flüchtlingsunterkunft (da herrschen beengte Verhältnisse) in Quarantäne. Das wurde wohl rechtzeitig bemerkt.

    Unabhängig davon muss bei uns im Frühjahr etwas herumgegangen sein, denn ich höre im erweiterten Bekanntenkreis immer mehr Berichte, dass die Leute Antikörper im Blut haben und sie aber keinen Ausbruch bemerkt haben.


    Vielleicht noch einmal etwas: Ich schaue mir ab und zu einmal den Klinikmonitor an. Am meisten interessieren mich die örtlichen Gegebenheiten. Wenn man einmal das Verhältnis anschaut, wie viele Intensivbetten zur Verfügung stehen, wundere ich mich, dass das so wenig sind. Wenn ich sehe, wie viel im Verhältnis von Covid-Patienten belegt sind und wie viel beatmet werden müssen, wundere ich mich noch mehr. Sowohl im Verhältnis zu den Belegungen als auch zu den Infektionen sind das eher wenige. Durch Presseartikel bekomme ich da immer ein anderes Bild.

    Ein recht ausgewogener Artikel.

    Ich habe einmal nachgelesen, was die Eltern so fordern. Das sehe ich sehr gemischt. Da sind Forderungen dabei, die ich so nicht will. Z.B. ein landeseinheitlicher digitaler Unterrichtsinhalt für die gesamte Klassenstufe. Daran sieht man aber auch, dass die Kompetenzorientierung nicht überall angekommen ist, sondern auch die Eltern alles mit der Brille der Stoffvermittlung sehen.

    Brandbrief bayerischer Elternverband Original

    Ich frage mich derweil, wie ich das bei vollständiger Schließung machen soll.

    Hier gibt es inzwischen recht klare Vorgaben, dass man täglich Kontakt zu jedem Kind haben soll, idealerweise per Video und bis 9 Uhr. Außerdem sollen wir Videokonferenzen anbieten usw.

    Du kannst den virtuellen Startschuss am Morgen auch per Mail geben. Aber so, wie sich das Ministerium das vorstellt, wird es nicht funktionieren, denn nicht jeder hat ein Einzelkind zuhause und das entsprechende Equipement.

    Padlet empfinde ich noch als gute Alternative, wo man die Schüler etwas aktivieren kann, indem sie geforderte Lösungen dort eintragen müssen. so habe ich z.B. das Padlet benutzt - nicht um Aufgaben zu stellen, sondern für die Schüler um Arbeitsergebnisse einzutragen, die ich dann zu einer bestimmten Zeit freigeschaltet habe.

    Ja, aber wenn jemand die ganze Zeit zu Hause ist, ist das schon was anderes. Ich hatte da eine Schülerin vor den Herbstferien (die ist aber aktuell im Praktikum und will danach wohl wieder in den Präsenzunterricht), aktuell sind es 2 Schüler.

    Ich hatte auch beim Wechselunterricht im Frühsommer 2 Schüler ständig zuhause. An den Wochen, an denen ihre Gruppe präsent war, hatte ich erhebliche Mehrarbeit, die ich aber nicht zufriedenstellend dem Thema adäquat leisten konnte. Zudem hatte ich noch die "normale" Hoemschoolinggruppe (2. Teil der Klasse), die ich ja auch noch in ihrem Programm betreuen musste; das ich versuchte so zu halten, dass sie möglichst viel selbstständig machen konnten. In solchen Wochen tanzte ich auf 3 Hochzeiten: Präsenzgruppe, Homeschoolinggruppe und Dauerhomeschoolingschüler.

    Ich kann Nr. 3 (Luftfilteranlagen) vollumfänglich unterstützen, aber nicht alle Punkte, wie sie aufgeführt sind. Wenn Luftfilteranlagen einen großen Teil der Partikel filtern können, dann könnte man doch den Präsenzunterricht aufrecht erhalten?


    Nr. 2 und 4 birgen einige Probleme in sich. Bei uns hat es sich gezeigt, dass Schüler, wo das Elternhaus nicht aktiv unterstützen konnte, diese mehr oder weniger auf der Strecke geblieben sind. Die Betreuung wurde beim kompletten Homeschooling auf das Kollegium abgewälzt. Das Problem des digitalen Unterrichts sehe ich weniger bei den Lehrern, sondern, dass in den Elternhäusern das nicht von allen so unterstützt werden kann wie es sein sollte.


    Übrigens ist die sg. "Coronaförderung" nicht zufriedenstellend zu organisieren. Bei uns geschah sie in Jahrgangsstufen während des Vormittagsunterrichts. Da mussten die Schüler dann den Inhalt der versäumten Fächern nachlernen. Außerdem ist eine Förderung ein paar Monate später nicht mehr unbedingt gewinnbringend, weil die Klasse längst im Stoff weiter ist.

    Privates erzählen nutze ich durchaus, um eine Beziehung zu den SchülerInnen aufzubauen.

    Das ist ein wichtiger Aspekt. Mit der Zeit entwickelt man ein Gespür dafür, wie privat man in seinen Bemerkungen werden will.


    Ich könnte mir allerdings schon vorstellen, dass ich nur das erzählen würde, wo ich einigermaßen abschätzen kann, dass keine doofe Bemerkungen von pubertären Schülern kommen.

    Frechdachs hat es richtig ausgedrückt: Auch ich erzähle nur das, was ich persönlich vertreten kann. Da hat jeder seine eigene Grenze.


    Wenn ich etwas Anekdotisches (meistens von meinen Reisen oder etwas Erlebtes, Beobachtetes, Vergangenes) erzähle, was gerade zum Unterrichtsthema passt, hören die Kinder besonders aufmerksam zu, stellen Nachfragen und sehen sich animiert, selbst mit Beispielen beizutragen.

    Wenn im Morgenkreis (na ja außerhalb der Coronazeiten) von Wochenenderlebnissen oder Ferienerlebnissen die Rede ist, wollen die Kinder gerne einmal wissen, was ich gemacht habe. Da kann man ja steuern, was man dann preisgibt.


    Ich kann mir schon vorstellen, dass jugendliche Schüler bei jungen Lehrern darauf eingehen und dies kommentieren, wenn eine junge Lehrerin von ihrem Freund erzählt (weniger von der Farbenblindheit). Um solche wahrscheinlich unangenehme Reaktionen zu vermeiden, würde ich das als "Lernen aus Fehlern" sehen und in der Richtung keine Bemerkung mehr machen.

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