Beiträge von Caro07

    Wir haben zudem keine Inhaltsanalyse, sondern nur Schlagworte u.ä. - wer auch nur eine Debatte über vermeintl. deviante Medien, von Horrorfilmen u.ä. in den '80ern oder "Killerspielen" in den 2000ern miterlebt und die dortigen Mediendiskurse miterlebt hat, wer einschlägige Beschlagahme- u./o. Indizierungsentscheide und die dort inkrimierten Medien kennt, weiß ja, dass gerade Medieninhaltsbeschreibungen (und -empörungen) dort, wo der Inhalt dem Beschreibungen starkes Stimulanz war, i.d.R. für die Tonne sind, auch wenn sie mehrere Personen teilen. Der Skeptizismus ist also speziell bei diesem Thema besonders begründet.

    Und du denkst, das Göttinger Tagblatt, auf das alle Berichte zurückgehen, hat schlampig recherchiert?

    Es gibt durchaus auch Horror als Genre der Kinder- und Jugendmedien, z.B. "Coraline" oder "The Nightmare Before Christmas" (beide FSK 6, so nebenbei). Auch hier sollten Kinder vorsichtig hieran geführt werden, sodass auch sensible Kinder die Inhalte gut verarbeiten können.

    Was ich aus den Links von Flipper79 herauslese, hat nichts mit Kindergerechtigkeit zu tun und ich würde dieses Werk nicht einmal in der Sekundarstufe zeigen. Sollte diese pädagogische Fachkraft so stolz auf ihre Darstellung sein, kann sie den Kindern ja erzählen, dass sie mal in einem Film mitspielte, aber bei Rückfragen, ob dieser Film im Unterricht gezeigt werden dürfe, darauf hinweisen, dass dies nicht gehe, da er sich an erwachsene Zuschauer (m/w/d) richtet. So viel Weitblick sollte eine pädagogische Fachkraft dann schon haben.

    Gymshark Ich habe jetzt nochmals den zitierten Beitrag gelesen. Ich stimme dir im 2. Absatz zu.

    Die Filme habe im 1. Absatz habe ich recherchiert. Ich selbst würde die oben von dir genannten Filme nicht in der Grundschule zeigen, vor allem den zweiten nicht. Der steht auch mehr in der Kritik.

    Geh in ne Notaufnahme und lass ne Diagnose per MRT oder CT machen. Bei Sequester im Spinalkanal ist nicht zu spaßen.

    Ich würde auch in die Notaufnahme von einem Krankenhaus gehen und würde nach Rat der Ärzte handeln. Allerdings würde ich keine vorschnelle Entscheidungen treffen, wenn es möglich ist. Eine Kollegin von mir hatte einen Bandscheibenvorfall, sie hat es durch konservative Therapien (Physio) wieder hinbekommen. Im Fitness- Studio trifft man auch immer wieder Leute mit einem Bandscheibenvorfall, die dort entsprechend trainieren.

    Ich habe u.a. Bandscheibenverschleiß und bei Schmerzen ist mein erstes Hilfemittel erstmal Wärme drauf, das TENS - Gerät benutzen und entsprechende Salben, aber das ist natürlich kein Bandscheibenvorfall. Ich bin durchgecheckt und ich weiß, was ich habe. Bezüglich meines Krankheitsbildes wollte man mich vor 30 Jahren schon einmal operieren (Rücken versteifen). Ich habe es nicht gemacht. Heute ist die OP- Methode überholt und es ist bei mir durch viele Maßnahmen im Lauf der Jahre besser geworden vom Handling. Mitte 30 hatte ich heftigere Rückenschmerzen als heute. Heute treten diese nur selten auf.

    Nein, das glaube ich nicht, dass das ein künstliches Aufregen von sogenannten Helikopereltern ist. Wenn man im Internet recherchiert, war das ein Film, der wirklich nicht für Grundschulkinder geeignet ist und auch entsprechende nachhaltige Ängste hervorrufen kann. Ich als Elternteil hätte dazu auch nicht geschwiegen. Ich lese aus den Beiträgen heraus, dass hier einige davon ausgehen, dass Grundschulkinder das Genre konsumieren. Ich kann mir das nicht so richtig vorstellen, dass das die Regel sein soll.

    https://www.t-online.de/nachrichten/pa…le-anzeige.html

    Ich frage mich, wie man auf eine solche Idee kommen kann, so einen Horrorfilm (ich gehe jetzt einmal davon aus, dass die Beschreibung des Filmes im Internet einigermaßen zutreffend ist) in der Grundschule zu zeigen. Wie abgebrüht und unsensibel muss man sein. Das sagt doch schon der gesunde Menschenverstand, dass das völlig daneben ist.

    Wenn man diese Kompetenzen wirklich ernst nehmen würde und eins-zu-eins so umsetzt, dann würde ich massig Punkte in allen Klausuren abziehen müssen, weil die meisten Schüler*innen keine Variablen definieren und keine erläuternde Kommentare bezüglich ihres Lösungsweges darstellen. Stichwort "Mathematisch Kommunizieren"!

    Wir verlangen in der Grundschule schon Kommentare z.B. bei schriftlichen Verfahren die Fehler erkennen und bepunkten diese.

    In den Einführungsveranstaltungen zu dem damals neuen kompetenzorientierten Lehrplan hat man uns gesagt, dass jetzt nicht nur die Ziele eine Rolle spielen, sondern der Weg dorthin. Stichwort: Methodenkompetenz. Für mich sind das verschiedene Schienen. Es kann auch einmal Absicht sein, gewisse Kompetenzen zu trainieren und dafür den Inhalt auszuwählen.

    Man muss jetzt schauen, dass nicht nur die fachbezogenen Inhalte bzw. Lernziele verfolgt werden, sondern auch darauf, ob man am Ende (eines Schuljahres bzw. von zwei Schuljahren bei uns) die geforderten Kompetenzen abgedeckt hat. Und das finde ich auch gut, damit wird der Unterricht nicht zu einseitig.

    Allerdings kommt rein praktisch zuerst das Thema und dann überlegt man sich bzw. steht das bei uns oft im Lehrplan, welche Kompetenzen dazu trainiert/angesprochen werden können.

    Wenn wir ehrlich sind: Der alte Weg nach operationalisierbaren Grob- und Feinzielen zu unterrichten - das hat man doch nie mit allen Schülern so erreicht. Das war eine Illusion.

    Mich stört, dass die Veränderung NDS zugeschoben wird, aber in den Bildungsstandards, die bundesweit gelten, von 2022 stehen, also für alle Grundschulen bundesweit gelten.

    Das Problem ist, dass die Bildungsstandards erst in die Lehrpläne der Länder eingearbeitet werden müssen. Eine Grundschule in Bayern z.B. muss sich zuerst an den gültigen Lehrplan halten.

    Zitat

    Damit Bildungsstandards ihre angestrebte Wirksamkeit entfalten können, müssen diese von den verschiedenen Akteuren im Bildungssystem aufgegriffen und umgesetzt werden. Dies betrifft die Bildungspolitik, die Bildungsadministration, die Lehrkräfteaus- und Lehrkräfteweiterbildung sowie die Schulpraxis. Die Länder werden daher Strategien entwickeln und umsetzen, die darauf abzielen, die Erreichung der vereinbarten Zielvorgaben zu gewährleisten. Das Erreichen der Bildungsstandards für den Primarbereich wird länderübergreifend erstmals im Rahmen des IQB-Bildungstrends 2027 überprüft werden. Die Studien dienen dazu, den Ländern Rückmeldung darüber zu geben, inwieweit die angestrebten Kompetenzen entwickelt werden konnten.

    Quelle: https://www.kmk.org/fileadmin/Date…reich-Mathe.pdf

    Die schriftliche Division fällt langfristig tatsächlich aus den Lehrplänen/Bildungsplänen der Grundschulen der Bundesländer heraus, wenn die Bundesländer die Bildungsstandards so umsetzen, wie sie drinstehen.

    eines der unsinnigsten Beispiele. Warum bleiben drei übrig? Vll isst ein Schüler mehr als5, vll einer weniger und der dritte hat Zöliakie.
    Wenn schon Beispiele aus dem Leben, dann bitte sinnvolle :fluester:

    Eines der unsinnigsten Beispiele? Wenn man Lebensmittel nimmt, dann kann man immer etwas finden, warum das nicht geht. Mir ist das spontan jetzt eingefallen, weil wir in der Adventszeit sind. Man kann auch andere Sachen nehmen. Wenn man Murmeln nimmt, kann man argumentieren, dass manche Kinder nicht mit Murmeln spielen oder wenn man Sammelobjekte nimmt, dass manche Kinder das nicht sammeln etc. Man kann immer etwas finden, was gegen ein Beispiel spricht.

    In der Grundschulmathematik hat man früher bei der Division immer Ratenzahlungsaufgaben gerechnet. Die sind jetzt nahezu verschwunden, weil sie eben nicht der Lebenwirklichkeit der Kinder entsprechen.

    Gymshark Von den Plätzchen bleiben schon ganze Plätzchen (Murmeln) übrig, nur kann man die nicht mehr gerecht unter den Kindern verteilen. Die Betrachtungsweise ist von der Gesamtmenge (Gesamtzahl) her, die es zu verteilen gibt. Wichtig ist, dass man hier im kleinen Einmaleins fit ist. Alles andere führt in der Grundschule zu weit und verwirrt vom Abstraktionsniveau her nur.

    Ich glaube auch nicht, dass das schadet. Wenn ich von mir ausgehe - ich habe stur die Division in der Grundschule gelernt ohne Denkaufgaben zu den Rechenvorgängen, wie man es heute macht, sogar auch durch zweistellige Zahlen dividiert. Es war rein mechanisches Üben. Trotzdem habe ich im Gymnasium dann die Weiterführung verstanden.

    Deinen Beispielsachbezug verstehe ich, mit Perspektive auf Übergänge innerhalb der Schulkarriere könnte das dann aber zu Fehlvorstellungen bei der Erweiterung zu den rationalen Zahlen führen. Korrekt wäre es nur, wenn man analog zu einem Kinderriegel die Restplätzchen in je 7 gleichgroße Teile teilt und jedes Kind drei Teile bekommt, um zu unterstreichen, dass jedes Kind nicht nur die 5 Plätzchen bekommt, sondern noch "ein bisschen" (denn auch wichtig: Es sind dann nicht 8 Plätzchen, sondern 5 + "ein bisschen".) dazu. Die 3 Plätzchen fallen nicht unter den Tisch und gehören in Teilen noch zum Ergebnis dazu.

    Ja, stimmt. Rein praktisch könnte man aber sagen, dass der Rest die Lehrerin bekommt. ;)

    Was macht man aber dann mit festen Gegenständen, wie Murmeln z.B. ? Den Rest kann man nicht nochmal aufteilen, sondern muss den vielleicht jemandem anderen geben bzw. verbleiben rein praktisch in der Klasse. In der Grundschule sucht man immer wieder den kindgerechten Alltagsbezug zur Mathematik.

    Rein aus fachmathematischer Sicht ist man bei der Restangabe "+ 3 : 7" (bei der Beispielaufgabe vorhin) näher dran am eigentlichen Ergebnis als wenn man nur "Rest 3" schreibt, da dann auch deutlich wird, dass nicht 3 Ganze übrig bleiben, sondern ein Wert irgendwo zwischen 0 und 1, der auch essentieller Bestandteil des Ergebnisses ist.

    Fachmathematisch leuchtet es mir ein, aber nicht bei den Aufgaben, die wir damit verbinden. Bei 38:7 könnte man z.B. die Aufgabe stellen, dass 38 Plätzchen an sieben Kinder verteilt werden sollen. Dann bekommt jeder 5 Plätzchen und 3 ganze Plätzchen bleiben übrig.

    Zum Teilen mit Rest haben wir übrigens interessante Aufgaben im Buch, wo nicht nur stur gerechnet wird. Es geht z.B. darum, bei welchem Divisor welche Reste übrig bleiben können.

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