Bei uns gab es die Tradition, dass es an Heiligabend nichts Aufwändiges gab, dafür am ersten Weihnachtstag die Gans mit Klößen und Rotkohl.
War bei meinen Eltern auch so ähnlich, sonst wäre es mit dem ganzen Programm, was wir am 24. hatten, in Stress ausgeartet. Einfaches Essen (ich weiß nicht mehr, was es gab, aber auf jeden Fall schnell und einfach, ich glaube, meine Mutter machte gerne überbackene Toastbrote), Warten aufs Christkind in Spannung bei uns Kindern, endlich Bescherung, endlich Futtern von Weihnachtsgebäck (gab es erst ab dem Heiligen Abend), spielen mit den neuen Sachen, am späten Abend fertig machen zum Kirchgang. Die Messe dauerte ewig. Also da war keine Zeit zum festlichen Essen. Am Vormittag haben wir mit unserem Vater im Wald noch Moos für die Krippe gesucht. An dem Tag gab es viele Programmpunkte.
Das festliche Essen gab's am Feiertag wieder nach dem Kirchgang und dann war man unterwegs zu diversen Verwandtenbesuchen inklusiver Einladungen zum Essen meistens am 2. Weihnachtsfeiertag.
Wenn ich von der Tradition ausgehe, dass es früher üblich war spät abends in die Messe zu gehen, dann denke ich, dass man deshalb früher am 24.12. einfach gegessen hat und diese Tradition sich bei vielen so erhalten hat.