Beiträge von kodi

    • Wie wird der Bedarf für Deutsch an beruflichen Schulen aktuell/zukünftig eingeschätzt?

    Das ist generell immer schwer vorherzusagen. Das hängt auch immer von deiner örtlichen Flexibilität ab. Der konkrete Bedarf kann zwischen den Schulen sehr unterschiedlich sein. Ggf. hat dein Bundesland Bedarfsprognosen.

    Grundsätzlich ist es aber so, dass Leute mit Topnoten auch in schwierigen Zeiten eher eine Stelle finden. Von daher würde ich die Überlegung immer auch daran knüpfen, was dir liegt.

    • Gibt es hier WiPäd-Kollegen, die Mathe oder Info "nachgeholt" haben, ohne viele Vorkenntnisse zu haben?

    Mathematik kannst du ohne mathematische Vorkenntnisse studieren. Sie helfen auch nur wenig. Das ist anders als beispielsweise bei Angewandter Mathematik für Ingenieure oder so.

    Du musst allerdings halbwegs intelligent sein, Muster und Strukturen erkennen können und vor allem logisch denken können. Weiterhin brauchst du eine gehörige Portion an Hartnäckigkeit und Durchhaltevermögen. Es ist hilfreich, wenn du kommunikativ zumindest auf dem Level bist, dass du in Lerngruppen arbeiten kannst.

    Das Gute ist, dass du nach dem ersten Semester weißt, ob du es schaffen wirst oder nicht. Falls du da nicht klargekommen bist, wechsel das Fach und verschwende keine weitere Zeit.

    • Worauf würdet ihr rückblickend bei der Wahl mehr achten: Die Freude am Fach im Studium oder die Arbeitsbelastung (Korrekturen) im späteren Berufsalltag?

    Egal, was du studierst, du musst später Freude/Interesse daran haben das Fach 40 Jahre lang zu vermitteln. Kein Fach wird dich (hoffentlich) in der Schule fachlich fordern, wenn du es studiert hast. Entsprechend ist es besser, wenn der Fokus auf das Interesse an der Vermittlung des Fachs liegt.

    Bezüglich der Arbeitsbelastung ist vor allem wichtig keine Doppelkorrekturfächer zu nehmen.... Deutsch/Englisch oder sowas. Das ist bei dir ja eh nicht der Fall. Das heißt jetzt nicht, dass bei anderen Kombis keine Belastung entsteht, aber die Belastung durch zwei Sprachen ist wegen der zeitlichen zusammenfallenden Arbeitsspitzen schon eine andere Nummer.

    Danke für eure Rückmeldungen.

    Ich würde mich auf das konkrete Grundproblem konzentrieren:

    • Weißt du nicht, wen du wann bei Leitungsfragen ansprechen kannst? Das kann man durch eine Nachfrage klären und sollte tatsächlich transparent gemacht werden.
    • Ist das Problem ein Stellvertreterproblem für einen anderen Konflikt? Falls ja, bearbeite lieber den Grundkonflikt.

    Alles andere führt letztlich zu nichts. Da gewinnst du sonst nichts außer eigenem Ärger und mieser Stimmung.

    Weil das zeigt, wie unfassbar ungerecht es zugeht. Oberstudienräte an einer Sek 1 Schule....! Das kannst du doch keinem erklären..

    Die Begründung war meiner Erinnerung nach die verpflichtende Kooperation der Sekundarschule mit einer gymnasialen Oberstufe und der gymnasiale Bildungsgang, den sie mit anbieten. Die Sekundarschule ist ja eine Gesamtschule deren Oberstufe von einer anderen Schule durchgeführt wird.

    Wenn man sich über diese Stellen aufregt, kann man sich genauso fragen, was Oberstudienräte in den S1-Jahrgängen der Gesamtschule und des Gymnasiums zu suchen haben. Ich glaube nicht, dass das eine zielführende Diskussion wird.

    Persönlich finde ich die eAU ätzend. Für mich persönlich führt die zu einer Flut unnötiger Arbeit, weil ich den Kram nachhalten muss.


    Früher:

    • Zettel in Empfang nehmen, abheften und ggf. nachgucken ob AU da, wenn Krankheitszeitraum mir lang vorkam.


    Heute:

    • Krankheitszeiträume filtern
    • Gesetzlich Versicherte raussuchen
    • Bei den Kranken nachfragen von wann bis wann ihre eAU geht
    • In Steinzeitprogramm des Landes eintragen und Zettel drucken
    • Krankenkasse handschriftlich auf dem Zettel ergänzen
    • Zettel per Post wegschicken
    • Rückruf von Sachbearbeiterin der BezReg, weil eAU nicht auffindbar, da Kollege falschen Gültigkeitszeitraum genannt hat
    • Rückfrage bei Kollege
    • ....


    Wirklich ätzend....

    Ich fand schon dass die BW einen teil zum Selbstständig beigetragen hat. Schon allein weil man damals dadurch zum Verlassen des 'Hotels Mama' gezwungen wurde. Dazu brauch man natürlich nicht zwingend die BW, aber sie war früher halt für viele der Anlass erstmals auf eigene Beinen zu stehen. Dazu kam dann noch der Aspekt, dass viele dort lernten die Mimi-Grenze zu verschieben. ;)

    Ansonsten kann ich nur sagen, dass die Zeit sinnlose wie auch sinnvolle Tätigkeiten enthielt. Ich hab da einiges über Menschen, Machtstrukturen, Politik und natürlich Militär gelernt... und ja aufgrund einer speziellen Tätigkeit auch über Abgründe der Menschheit.

    Letztlich hat die gesellschaftliche Entscheidung für/gegen eine Wehrpflicht aber nichts mit den individuellen Befindlichkeiten und Wünschen zu tun. Sie ist nicht dazu da, um den einzelnen irgendwie zu befähigen oder positiv zu beeinflussen, sondern um unsere Gesellschaftsform und unseren Staat abzusichern und ihm Handlungsoptionen zu geben. Ob der einzelne Rekrut da individuell von der Wehrpflicht profitiert, ist da völlig nebensächlich.

    Ich verbringe 68 % meiner Arbeitszeit in der Schule, ohne Freistunde. Da ist noch keine einzige Stunde vorbereitet, noch keine einzige Klausur korrigiert, noch nicht mal ein Vokabeltest, noch keine einzige Konferenz oder DB besucht, noch kein einziges Klassenleitungsgeschäft getätigt etc.

    So rein interessehalber... Wie kommst du auf diesen Prozentsatz?

    Was wählt man denn für einen positiven Wandel im Bildungswesen?

    Als erstes sprichst du mit deinen Landtagsabgeordneten. Dann schreibst du denen und der Partei. Parallel schreibst du Leserbriefe. (Ist heutzutage irre, aber ja die werten das noch aus...) Idealerweise organisierst du dich mit anderen, die das auch machen. So puscht du deine Agenda in die Parteien. Dann kannst du die wählen, die das aufgreift.

    Wären wir jetzt nicht Lehrer die lieber Stifte kaufen, statt ihre Interessenorganisationen mit Geld auszustatten, würden letzte die Politiker zum Essen einladen und den Rest tun, den echte Lobbyorganisationen zur Einflußnahme machen. ;)

    Das Problem ist doch nicht, dass man das nicht lösen könnte.

    Es gibt schlicht keinen politischen Benefit. Offensichtlich ist die aktuelle Situation noch gut genug, sodass Lehrer und Eltern keinen politischen Druck machen und auch nicht entsprechend wählen.

    Zum Thema Orga und "Wenn es an einer Schule geht, dann auch an allen anderen":

    Manchmal ist es auch schlicht die Kombination verschiedener zu berücksichtigender Bedingungen, die die gleichzeitge Erfüllung aller unmöglich macht.

    Einfaches Beispiel:

    Du hast je einen kath. Relilehrer, ev. Relilehrer und Praktische Philosophie-Lehrer mit unterschiedlichen Betreuungstagen. Schon zieht sich an einer S1-Schule das Problem im schlimmsten Fall durch 6 Relibänder, die dann zum Teil noch 2 stündig sind und nur noch an 2 Tagen liegen können. --> Klappt nicht.

    Dann gibts das Problem ggf. noch ein einem Wahlpflichthauptfach-Band und irgendeinen Raumengpass, der eine lückenlose Belegung erfordert. Schon wird es unter Umständen extrem schwierig allen Wünschen Rechnung zu tragen.

    Oft pflanzen sich solche Einschränkungen im Stundenplan über 3 Ecken fort, sodass für den letztendlich betroffenen Kollegen der Grund nicht automatisch ersichtlich ist.

    Irgendwo wird man dann Kompromisse machen müssen und die im Idealfall natürlich gut kommunizieren.

    Mein Mann hat nun auch einen Amtsarzttermin zur Überprüfung der Dienstfähigkeit. Hier in Hessen macht das das Versorgungsamt. Er ist leider noch krankgeschrieben, positive Prognose aber noch kein genauer Eingliederungstermin absehbar. Ich wüsste gerne, ob denn jemand auch positive Erfahrungen bei solchen Amtsarztterminen gemacht hat.

    Ich habe gute Erfahrungen gemacht, aber anders als du vermutlich meinst. Bei mir hat der Amtsarzt eine gesundheitliche Abklärung initiiert, für die ich ihm sehr dankbar bin.

    Meine Kollegen, die in ähnlichen Situationen wie dein Mann waren, haben nur gute Erfahrungen gemacht.

    Letztendlich muss man sich klar machen, dass Amtsärzte wie andere Behördenmitarbeiter auch sind. Wenn du etwas bestimmtes willst, dann briefst du sie entsprechend, indem du z.B. Arztberichte mitnimmst, die deine Position stützen und dem Amtsarzt es erleichtern in deinem Sinn zu entscheiden. Was er braucht, ist letztlich eine Rechtfertigung für seine Entscheidung. Daran kann man aktiv mitwirken.

    Findet ihr Konferenztage im Zuge einer Vereinbarkeit von Arbeit und Familie sinnvoll? Wir haben sowas nicht und unsere Konferenzen liegen von Mo bis Do verteilt, Fr nur als Ausnahme. Ich kann mir vorstellen, dass durch einen festen Tag die Betreuung dadurch planbarer wird a la Dienstag ist K-Tag, da benötige ich immer Betreuung, den Rest der Woche bin ich ab 15 Uhr verfügbar.

    Das Entscheidende ist eigentlich nur die Planbarkeit. Im Prinzip könntest du auch alle Konferenzen des Schuljahres direkt festlegen. (Machen wir übrigens trotz Konferenztag auch.)

    Der Konferenztag hat halt den Vorteil, dass man bei der eigenen Planung nicht groß nachdenken muss, weil es immer der selbe Wochentag ist. An Ganztagsschulen ist das in der Regel der kurze Unterrichtstag.

    Dazu kommt dann dein Punkt, dass Betreuungshelfer auch gerne feste Termine haben.

    Das rechtliche wurde ja schon beantwortet.

    Ich würde immer mindestens 2 Begleitungen ansetzen. Hab es schon mehrfach erlebt, dass der ÖPNV zu Stoßzeiten Gruppen trennt.

    Ansonsten kommt es halt auf die Gruppe an. Meine großstadterfahren, sozialschwachen Stadtkinder können ÖPNV-technisch mehr, als früher meine behüteten Mittelschichts-Landkinder.

    Warum soll der Lachsmiley eigentlich unbedingt ein „Auslachen“ sein? Vielleicht bin ich da nicht richtig orientiert, aber ich habe diesen gelegentlich einfach als „lachen“ verwendet, wenn etwas für mich lustig war.

    Ist bei mir auch so.

    Leider fehlen die Negativ-Smileys, sodass die anderen von einigen zweckentfremdet werden. Das führt dann zu vielen Missverständnissen.

    Eine Studie der Bremer Universität ergab, dass ganze 30% der Väter nach der Trennung gar keinen Kontakt mehr mit ihren Kindern haben - 30 (!) Prozent (Quelle). Im verlinkten Artikel wird angedeutet, dass in vielen Fällen Gründe im schwierigen Umgang mit der Ex-Partnerin liegen, aber was können konkret die Kinder dazu?

    Die Kinder können natürlich nichts dazu. Aber es gibt einen Punkt, wo der weitere Kontakt schadet. Jetzt mal unabhängig von den Problemen der Ex-Partner miteinander, ist es auch für das Kind extrem schädlich, wenn die dauernd einen aktiven Krieg führen.

    Rein rechtlich ziehen Männer bei Sorgerechtsstreitigkeiten auch immer noch meisten den kürzeren. Insofern wundert mich der Prozentsatz nicht.

    Ich hab mir früher bei Dating-Partnerinnen mit Kindern immer folgende Fragen gestellt:

    1. Hat sie noch eine andere Identität als die Mutter-Rolle? Oder ist die vorherige Beziehung gescheitert, weil sie nur noch Mutter war?
    2. Wer ist in der vorherigen Beziehung gegangen? Hängt sie dem Ex noch nach? Der wird ja aufgrund der Kinder immer irgendwie präsent sein.
    3. Akzeptiert sie, dass ich die Kinder miterziehe? Wie ist die soziale Rangfolge?
    4. Führt sie aktiv Krieg mit dem Ex?

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