Beiträge von kodi

    Ziehen die nicht arbeitenden Erwachsenen wirklich die Wirtschaft herunter oder ist es nicht eher die Tatsache, dass die Leute jetzt ihr Geld zusammenhalten und erst wieder ausgeben wollen, wenn die Sache mit Corona herum ist? Denn selbst wenn jetzt wieder alles normal aufmachen dürfte, solange es heißt, dass die Menschen Social Distancing betreiben müssen, werden sie zweimal überlegen, ins Kino zu gehen, Eisessen zu gehen, etc.

    Das ist genau das Hauptproblem. Dazu kommen die zusammengebrochenen Lieferketten.

    Eine Weltmarktfirma in meiner Stadt kann zum Beispiel nicht mehr produzieren, weil die Vorprodukte aus Norditalien kamen. Eine Schulöffnung bringt denen nichts.


    Im Grunde steht die Schulöffnung aber nur sinnbildlich für das Aufheben des jetzigen Social Distancing. Insofern geht es Wirtschaft/Politikern nicht primär um die Schule, sondern sie ist nur der besonders gut greifbare Stellvertreter.

    Ich fände es super, wenn alle ErzieherInnen und LehrerInnen zunächst mal einen Antikörper-Test bekämen.

    Das wäre genau der richtige Weg.... freitesten!

    So macht man es bei radiologischen Gefahrenbereichen ja auch.


    Es müßte in beide Richtungen freigestestet werden.

    Antikörpertest um die mutmaßlich immunen Schüler/Lehrer festzustellen und für alle anderen regelmäßige COVID19-RNA-Tests.

    Das Problem ist nur, dass es viel zu wenig Tests gibt. Und natürlich sollte mit dem Testen und Freitesten als erstes beim medizinischen Personal, Pflegepersonal und den Rettungsdiensten begonnen werden.

    Mathe ist insofern eine gute Idee, weil du im Informatikstudium eh viel Mathe machen mußt. Es gibt also einen Überschneidungsbereich.

    Darüber hinaus ist es hinterher an der Schule angenehm, wenn man Haupt- und Nebenfach unterrichtet.

    Falls du Mathe als Zweitfach nimmst, weißt du auch ziemlich sicher nach dem ersten Mathe-Semester, ob das etwas für dich ist oder nicht. Im Zweifel wechselst du dann das Fach.

    Obwohl ich nicht weiß, ob die Eintrockenproblematik immer noch besteht.

    Wegen der Problematik hatte ich jahrelang Farblaserdrucker.

    Dann mußte ich mir einen Notfalldrucker kaufen. (Dringender Druckauftrag abends, Toner alle, kein Toner zu bekommen.)

    Dadurch habe ich jetzt seit ca. 1,5 Jahren wieder einen Tintenstrahldrucker (Epson Workforce WF-3725).

    Erstaunlicherweise hatte ich mit dem noch nie Probleme mit eingetrockneten Tinten. Ich drucke ca. 1-2 Mal im Monat. Manchmal auch zwei Monate garnicht.

    Es scheint sich also seit den 90er-Jahren etwas auf dem Gebiet der Eintrockproblematik getan zu haben, oder ich hab Glück.

    Da hast du recht, aber es gibt viele Farbtoner, die sind nicht projektionsgeeignet.

    Beispielsweise die Toner der günstigen Samsung-Farblaserdrucker. Wenn du damit eine Farbfolie druckst und die projizierst, siehst du an der Wand ein Schwarzweiß-Bild mit einem Hauch von Farbe.

    Mit der Folie aus dem Tintenstrahler siehst du hingegend eine strahlend farbige Projektion.

    [...] Siehst du dich in deinem Beruf gefährdeter als jemand, der eine pflegerische Tätigkeit ausübt?

    Spontan geantwortet nein.


    Je länger ich darüber nachdenke:

    • Kontakt zu 500-1000 Leuten täglich
    • Indirekter Kontakt zu der 4-fachen Anzahl an Personen (Eltern, Geschwisterkinder, etc.)
    • Beengte Räumlichkeiten ohne Möglichkeit den Abstand einzuhalten
    • Krankenstand der Kontaktpersonen unbekannt
    • Keine Möglichkeit Verdachtsfälle ärztlich untersuchen zu lassen
    • Keine Hygieneschulung
    • Extrem eingeschränkte Schutzmaßnahmen (Waschbecken-Schülerverhältnis, Verfügbarkeit von Seife und Einmalhandtüchern)
    • Keine persönliche Schutzausrüstung vorgesehen (Gut die ist in der Pflege auch knapp aktuell)

    Im Vergleich zu Pflegern, die in der Corona-Abteilung oder im Rettungsdienst arbeiten, lautet meine Antwort immernoch nein.

    Ansonsten bin ich mir da bei genauerem Nachdenken nicht mehr so sicher...


    Es gibt aber einen entscheidenden Unterschied.

    Ich bin Beamter und neben den vielen Annehmlichkeiten schließt das im Gegenzug auch eine besondere Dienstpflicht ein!


    Bei uns liegt der Anteil der Risikogruppe in unserem (jungen) Kollegium übrigens bei 10% und das sind alles harte Risikofälle, wo niemand auf die Idee käme das anzuzweifeln. Deren medizinische Probleme will niemand freiwillig haben!

    Der Qualifizierte Hauptschulabschluß Klasse 10 Typ B ist der FOR-Q.

    Siehe APO-S1 NRW §42 und §43.


    Interessant ist, dass es nicht möglich ist, den Schüler direkt in die Qualifikationsphase am Gymnasium zu schicken, wenn der FOR-Q an der Hauptschule erworben wurde. Wurde er an den anderen Schulformen erworben, geht das unter gewissen Umständen schon.

    Ich vermute mal, dass es an der grundsätzlich(?) fehlenden 2. Fremdsprache bei den Hauptschülern liegt?

    Nicht dass das letztlich praxisrelevant wäre...wir schicken unsere Realschüler mit FOR-Q auch nur in die Einführungsphase. Alles andere ist völlig unrealistisch.

    Ein ganz wichtiger Grund ist außerdem, dass man eine Rechtfertigung hat Lehrern während dieser Zeit einen Hungerlohn zu zahlen.

    Da jeder Lehrer durchs Referendariat muss, spart der Dienstherr Milliarden.

    Also als ich mein Ref gemacht hatte, entsprach die Bezahlung in NRW ziemlich genau der fiktiven Teilzeitquote, wenn man die selbstständig erteilten Stunden des BDUs ansetzte. Insofern war da nix mit Geldsparen seitens des Landes.

    Die Förderschulen finden in der Diskussion aktuell kaum Erwähnung....

    Machen wir uns nichts vor, es geht in der öffentlichen Diskussion um keine Schulform und keinen Schulbeteiligten.

    Es geht um:

    • Journalisten, die im Homeoffice sitzen und von ihren Kindern genervt werden.
    • Mittelschichtseltern, die Angst haben, dass der Sprößling sein Abitur nicht rechtzeitig vor dem Wintersemesterstart abgelegt hat und dass der Abischnitt leidet.
    • Unternehmen, die sich sorgen, dass ihre Mitarbeiter keine Kinderbetreuung haben.
    • Parteien, die darüber "kostenlos" ihr Wirtschaftsprofil schärfen wollen
    • Armin Laschets vs. Söders Machtkampf um die nächste Kanzlerschaft.

    Das sind auch alles irgendwo berechtigte Positionen.

    Ob das allerdings die Positionen sind, die über eine Wiedereröffnung der Schulen entscheiden sollten, halte ich persönlich für sehr fragwürdig.

    Der Unterricht ist für die Kinder das Unwichtigste an der Schule, aber der Schutz vor Gewalt, das regelmäßige Essen usw. ist viel viel wichtiger und nicht umsonst war der erste Hinweis, rufen sie in Familien, wo sie Kindeswohlgefährdung vermuten regelmäßig in der Zeit an und melden sie das an den Kinder- und Jugendnotdienst.

    Genau der Kinder- und Jugendnotdienst bzw. das Jugendamt ist auch dafür zuständig.

    Genauso wie Laien nichts als Lehrer vor Klassen zu suchen haben, ist die Schule kein Ersatz für eine Inobhutnahme durch das Jugendamt.


    Natürlich achtet auch die Schule auf Anzeichen, die eine Einschaltung des Jugendamts erfordern und handelt gegebenenfalls.

    Kinder müssen aber zur Schule um etwas zu lernen und nicht um von Lehrern auf häusliche Gewalt begutachtet zu werden oder um als Inobhutsnahme light zeitweise aus problematischen häuslichen Verhältnissen genommen zu werden. Insofern ist die Argumentation die Schule wieder zu beginnen, um das Kindswohl wegen häuslicher Gewalt zu sichern, kein wirklich gut geeignetes Argument.

    Mach es nicht.


    Du verdienst weniger, wenn du überhaupt eine Stelle bekommst und die Schüler nehmen dich auseinander, weil du nicht gelernt hast, wie Unterrichtspraxis funktioniert und was dabei wichtig ist.


    Zum Thema Unistelle:

    Jede Unterbrechung der Unilaufbahn senkt signifikant deine Aussicht auf eine feste Stelle an der Uni.

    Wenn du da jetzt nichts in Aussicht hast bzw. keinen Karriereplan oder Förderer hast, dann wird das mit großer Wahrscheinlichkeit nichts. Netzwerk ist alles.

    Zu den Unistellen brauchst du einen Plan B und der muß so aussehen, dass du ihn unter Umständen auch dein Leben lang ausführen kannst. Unistellen sind rar. Ich wünsche dir natürlich, dass du eine solche bekommst.

    Ich stelle mir die Fragen nur, da Fr. Gebauer am Freitag in der Pressekonferenz gesagt hat, dass sie davon ausginge, dass die Schulen am 20.4. wieder beginnen würden.

    Natürlich, so wird das sein.

    Es ist doch offensichtlich, dass die Abiturprüfungen das trojanische Pferd sind um den Unterricht wieder zu starten.

    Und natürlich sind dann nicht die Politiker Schuld, wenn die Infektionszahlen danach explodieren, sondern die Wissenschaftler, die sie nicht persönlich davor gewarnt haben, dass auch Menschen ohne Symptome ansteckend sind und das Schulkinder und ihre Eltern Kontakt zu anderen Leuten haben. ;)


    Am erstaunlichen fand ich an der Pressekonferenz, dass Frau Gebauer überhaupt da war. Ich hatte schon Sorge, dass sie selbst ein Corona-Opfer ist, da man vorher wochenlang nichts von ihr gehört hat und auch die offiziellen Mails nur von subalternen Ministeriumsmitarbeitern kamen.

    Ganz großes Führungsversagen!

    Hmhh, ich stelle mir gerade vor, wie bei uns Schule weiter funktionieren sollte, wenn wir wieder anfangen würden und alle aus dem Kollegium mit Hochrisiko daheim bleiben müssten. Wenn man also alle mit hohem Blutdruck, Asthma, Krebsvorerkrankung, Diabetes außer Dienst stellt, ist an normalen Schulbetrieb eigentlich nicht zu denken. Bei uns wären geschätzt 20 Prozent rauszunehmen.

    Genau!

    Vom Rest erkranken dann nochmal 20% an "normalen" Krankheiten, weil sie durch den Stress, der durch die ausufernden Vertretungen entsteht, ein angeschlagenes Immunsystem bekommen.

    Dazu kommt, dass das viele Vertreten, dann natürlich wie eine Gruppenparty wirkt, sodass garantiert jeder mit jedem in Kontakt kommt. Happy Corona. ;)

    Werden (in NRW) eigentlich Schutzmasken für die Zeit der Betreuung gestellt? Gibt es da irgendwas Rechtliches?

    Es dürfen ja nur gesunde Kinder zur Betreuung kommen. Also braucht es keine Schutzmaßnahmen jenseits der normalen Vorsichtsregeln. :P

    Das dürfte vermutlich die offizielle Antwort sein. ;)


    Ansonsten hat Susannea völlig Recht. Es ist absolut klar, dass medizinisches Personal und Rettungsdienste erste Priorität bei der Ausstattung haben müssen! Und das ist schon schwierig.


    Meine Stadt ruft im Moment zum Spenden von Masken auf. Ich hab meine FFP3-Masken, die ich mal für eine Renovierung gekauft hatte, schon abgegeben.

    Wenn einzelne Kollegen, aus Infektionsschutzgründen längere Zeit die Betreuung machen sollen, dann liebe Schulleitungen, gebt diesen Leuten, wenn ihr sie einteilt dafür, doch bitte einen Freifahrtsschein an anderer Stelle.

    Was kann man diesen Leuten denn realistisch anbieten? Ich hab da lange drüber nachgedacht, aber letztlich fiel mir nichts ein, was ich diesen Kollegen sicher zusagen könnte.

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