Beiträge von kodi

    Nimm die Stelle an. Die Jobaussichten als Gymnasiallehrer sind derzeit nicht gut.

    Dass die Schule nicht begeistert ist, wenn jemand eingestellt wird und dann gleich ausfällt, ist klar. Aber damit müssen die klarkommen. Es sind immer wieder Kollegen wegen Schwangerschaft oder Krankheit temporär nicht da. Das ist was völlig normales und letztendlich macht es eigentlich organisatorisch auch keinen Unterschied, wann das im Berufsleben passiert.

    Ein weiterer Aspekt für das Annehmen wäre, dass du so nicht so leicht in die 'Mutterfalle' tappst. Du hast von Anfang an etabliert, dass du auch arbeitest und ihr die Kinderbetreuung teilt. Wenn du nicht annimmst besteht die Gefahr, dass ihr euch anders arrangiert und du dann hinterher nur die Kinder betreust. Erst weil du 'gerade nicht arbeitest' und danach dann, weil ihr euch dran gewöhnt habt/der Mann gerade plötzlich auf der Arbeit unabkömmlich ist, ...

    Genau das sollte es aber. Es ist ein SKANDAL, dass immer noch Neubauten und Sanierungen ohne Klimaanlagen geplant werden. Das ist hoffenungslose, überhebliche deutsche Arroganz, dass wir das nicht bräuchten. Unsere Sommerferien sind zu kurz unklimatisierte Gebäude sinnvoll zu nutzen.

    Oder man baut wieder so wie vor hundert Jahren. Dazu große Bäume um das Gebäude.

    Die alten Schulgebäude in meiner Stadt sind schön kühl. Auch ohne Klimaanlagen.


    Die neuen Gebäude hingegen sind der Albtraum sobald sich etwas Sonne zeigt. Egal zu welcher Jahreszeit.

    Wenn man nur noch so Thermoschachteln baut und dazu alle Bäume wegmacht, damit ja keinem ein Ast auf den Kopf fällt, dann braucht man sich über überhitzte Gebäude nicht zu wundern.

    Wie gesagt, es gibt keine Vertretungslehrkraft für mich.

    Das weißt du nicht. Die Vertretungskraft übernimmt nicht zwangsläufig 1:1 deinen Unterricht.

    Ich teile übrigens auch die Einschätzung, dass es bei der SL-Nachfrage nach der Ferienkrankschreibung um eine Vertretungskraft geht.

    Unabhängig davon musst du aber gucken, was für dich das sinnvollste ist.

    Das einzige, was dich 'verfolgt' ist dein polizeiliches Führungszeugnis.

    Die Personalakte wird nicht weitergegeben.

    Wegen deiner SL würde ich mir keine Sorgen machen. Wenn das alles so stimmt, was du über deine SL mutmaßt, wirst du sofort eine Freigabe von der SL erhalten. Keine SL ist so blöd und hält einen Kollegen gegen dessen Willen mit dem es Probleme gibt.

    Der Weg über die Kündigung und die Neueinstellung ist vermutlich der schnellste und unproblematischste. Dann brauchst du keine Freigabe und musst auch nicht auf einen Platz im Lehrertauschverfahren warten. Je nach Fächern und Schulform hast du natürlich die Unsicherheit, ob das mit dem neuen Job klappt.

    Wenn du in einem anderen Bundesland arbeitest als dem Schulbundesland deines Kindes, bringt das neue Herausforderungen mit sich, die du mit einplanen solltest. Ich glaub plattyplus kann dir dazu eventuell etwas sagen.

    wie kann es sein, dass ich trotz ursprünglichem Wunsch direkt nach den Ferien wieder arbeiten zu können vom Amtsarzt (also dem Land) in die Dienstunfähigkeit geredet werde

    Abweichung von Selbsteinschätzung und Fremdeinschätzung. Ist doch jetzt nichts so ungewöhnliches...

    Haben wir bei den Schülern auch tagtäglich mit zu tun. Als Betroffener ist man oft zu nah dran, um eine objektive Perspektive einzunehmen.

    Und wie schätzt ihr die Wahrscheinlichkeit ein, dass ich später, wenn ich es nicht mehr wollen würde, trotzdem reaktiviert werde. Also sprich, so wie ich jetzt das Gefühl hatte, dass von Amtsarztseite alles viel schlimmer geredet wurde als es ist... Es in 3 Jahren genau umgekehrt sein könnte, dass ich noch Probleme habe, die aber klein geredet werden und ich gegen Willen reaktiviert werde.

    Keine Ahnung, aber ich verstehe das Problem nicht.

    Ich kann verstehen, dass man nicht DU eingestuft werden will. Ich kann auch verstehen, dass es Situationen gibt, wo man die DU nicht wieder aberkannt bekommen will. Wobei es mir schon schwerer fällt, das nachzuvollziehen.

    Aber wie beides zusammen geht, ist mir ehrlich gesagt etwas schleierhaft. "Ich will es nicht haben, aber wenn dann für immer"? Das macht für mich wenig Sinn.

    Ich finde es gut, dass die Bezirksregierungen versuchen die Punkteinflation bei den Dienstbeurteilungen einzudämmen. Wenn jeder zweite die Bestwertung bekommt, kann man sich das Verfahren auch schenken.

    Leider gibt es in den Beurteilungen vier sehr unglückliche Konstruktionen, die zu dieser Inflaltion führen:

    • Die Abkürzung der Bewertung in Punkte, die den mittleren Referenzwert für eine durchschnittliche Leistung verschleiert. Dazu muss man die zugehörigen Textstufen lesen.
    • Das weitgehend gleiche Beurteilungsschema für völlig unterschiedliche Aufgaben und unterschiedliche Hierarchie-Ebenen.
    • Die Loslösung der Beurteilungsaspekte von der zukünftigen Aufgabe
    • Das Bestenprinzip, welches durch die allgemeine Struktur der dienstlichen Beurteilung eben kein Bestenprinzip für die konkrete Aufgabe an der konkreten Schule liefert. Um das zu 'heilen' wird dann oft Notentrickserei/-inflation als Notwehr/Ausweg betrieben.

    Letztlich ist der Sicherheitsrat nur ein Prestige-Ding. Solange da Länder mit Veto-Recht und Länder ohne Veto-Recht drin sitzen, ist das für alle Länder ohne Veto-Recht eine reine Show-Veranstaltung.

    Letztlich ist die Konstruktion dieses Gremiums nur dazu da, um die politischen Machtverhältnisse direkt nach dem 2. Weltkrieg einzufrieren. Solange das so ist, ist der Wert ziemlich geschmälert. Da hilft auch kein Gerede von multinationaler Organisation. Das ist ein Allierten-Gremium, welches heute in der jetzigen Form aus der Zeit gefallen ist. Das wird solange so bleiben, wie es das Veto-Recht gibt.

    Zu den Zahlungen:

    Finde ich grundsätzlich ok, solange darauf geachtet wird, dass man einen entsprechenden Gegenwert bekommt... entweder in der Sache, weil es in unserem Interesse ist oder im Rahmen von Einfluss. Alles andere ist sonst Luxus/Hobby, das man sich als Land leistet.

    Wo liegt deiner Meinung nach die größte Herausforderung des Berufes?

    • Zeitmanagement & Abgrenzung
    • Hohe psychische Belastung durch den sozialen Aspekt der Arbeit
    • Stark verdichtete Arbeitsphasen ohne echte Ruhepausen

    Was müsste ein Coaching bieten, damit du daran teilnehmen würden?

    • Es müsste von jemandem durchgeführt werden, der selbst im aktiven Schuldienst ist, dort erfolgreich ist und gut zurecht kommt.

    Ich weiß nicht, wie ihr (noch) medientechnisch ausgestattet seid, aber als normaler Lehrer würde ich bei so einer Beschränkung dann auf die Laserdrucker ausweichen und den Kram scannen und dort drucken. Frei nach dem Motto: "Wenn ihr mich verarscht, verarsche ich euch zurück durch Nutzung jeder Lücke".

    Auch bei den Kopierern lohnt es sich zu gucken, ob ein PC-Druckauftrag unters Kontingent fällt. Oft tut er das nämlich nicht!

    Ansonsten muss eure Schulleitung das Problem mit dem Träger klären.

    Vermutlich abhängig von der Region/Kommune.

    Bei uns ist es auch schwer die Sekretariatsstellen zu besetzen, obwohl wir eine Großstadt sind.

    Das liegt einfach daran, dass die Stellen oft keine Vollzeitstellen sind und meine Kommune die Sekretärinnen als einfache Schreibkraft einstuft und entsprechend wenig zahlt. Entsprechend bekommt man auch quasi keine echten ausgebildeten Sekretärinnen, sondern Leute die irgendwas anderes gelernt haben und jetzt nebenbei etwas arbeiten.


    Zum Thema bei Beschwerden passiert etwas:

    Ja bei einer schlechten Bewertung wird ggf. das Weihnachtsgeld gekürzt. Bei einer unfähigen Sekretärin wird die nach jahrelangen Beschwerden mit Glück an eine andere Schule versetzt. So ist das zumindest bei uns.

    Bei meiner Frage nach Mehrarbeit geht es mir auch darum, abzuleiten, ob es einen hohen Bedarf an extra eingestellten Vertretungslehrern geben könnte.

    In NRW gibt es einen konstant hohen Bedarf an Vertretungslehrern. Die ersetzen aber nur Langzeitkranke und Elternzeiten.

    Je nach Umtriebigkeit der Schulleitung und Zusammensetzung des Kollegiums sind das pro Schule mal mehr oder mal weniger. Bei uns z.B. 5-10% (junges Kollegium mit vielen Eltern, SL die energisch Vertretungsmittel organisiert).

    Die Mehrarbeit für die normalen Lehrerkollegen entsteht hingegen in der Regel durch kurzfristig erkrankte Kollegen.

    So mache ich das für den Technikunterricht:

    Holz --> Holzhandlung

    Werkzeug --> lokalen Industriezulieferer oder Profi-Werkzeugladen für Handwerker

    Farben --> Farbzulieferer für Maler/Lackierer

    Kunststoff --> lokaler Industriezulieferer

    Metall --> lokaler Stahlhandel für die Gewerbebetriebe

    Baustoffe --> Baustoffhandel


    Das hat den Vorteil, dass es erstens billiger ist und zweitens immer ein Kauf auf Rechnung möglich ist, weil gewerblich.

    Bei Bedarf kann ich auch eine Anlieferung buchen (und natürlich bezahlen).


    Der Grundfehler ist, auf die Privatkundengeschäfte zu setzen. Auch wenn das verständlich ist, weil man die aus dem privaten Bereich kennt.

    Falls du in der Elternschaft Gewerbetreibende hast, frag die mal, wo ihre Betriebe einkaufen. Eventuell spenden die sogar eurer Material.

    Ich sehe da ehrlich gesagt keine schlimmen Änderungen in der ADO.

    Klar, an einigen Stellen begrenzt es das Schaukeln in der Hängematte. Das ist aber auch nicht neu und war bisher auf die individuelle Führungsebene verlagert. Von daher ist es gut, dass das in der ADO konkretisiert wurde.

    Persönlich sehe ich da einige Anstöße Richtung Professionalisierung in den Bereichen Fortbildung, Personalführung, Qualitätssicherung/ Weiterentwicklung von Unterricht, Dokumentation und Arbeitsorganisation. Das ist auch überfällig.

    Ich würde meine Fächer wieder so wählen. Die sind super und auch mein Job ist klasse.

    Allerdings ist so ein Rückblick schwierig. Aus heutiger Sicht würde ich vermutlich doch Medizin studieren (wegen weltweiter Arbeitsmöglichkeit) oder Maschinenbau mit Schwerpunkt - Abfallentsorgungstechnik. Das liegt aber primär daran, dass es etwas Neues wäre, was ich bisher noch nicht gemacht habe. Das Kapitel Physiker, Mathematiker, Lehrer kenne ich ja nun schon.

    a) Unterricht von 8-13:30 Uhr ohne Pause, dann von 14:00-19:00 Uhr Elternsprechtag. Am nächsten Morgen um 07:30 Uhr Frühaufsicht. Dann wieder 6h Unterricht zzgl. Mittagspausenaufsicht.

    Zählen wir mal auf Grundlage der strengeren Arbeitszeitverordnung nach:

    Pausen sind grundsätzlich keine Arbeitszeit. Sie dürfen aber in 15min-Blöcke gestückelt werden.


    8:00 - 13:30 Uhr sind 5:30h - Da drin steckt mit Sicherheit mindestens eine große Pause, die in der Regel auch mindestens 15 min umfasst. Interessant ist später wie lang die 2. große Pause ist.

    13:30 - 14:00 Uhr - 30min Pause

    14:00 - 19:00 Uhr 5 Stunden


    Arbeitszeit insgesamt darf 10h nicht überschreiten. Du kommst auf 10:30h davon sind aber noch die großen Pausen abzuziehen, deren Länge wir nicht kennen. Vermutlich ist die Regelung erfüllt mit der 2. großen Pause im Vormittag?

    Arbeitszeit > 9h --> 45min Pause. Das ist erfüllt mit deiner großen Pause + der Mittagszeit

    Arbeitsende 19:00 Uhr, Arbeitsbeginn am Folgetag 7:30 Uhr --> 12:30 Uhr Ruhezeit. Das sind mehr als 11h also ok.


    Kein schöner Tag, aber sehr wahrscheinlich im Rahmen der Arbeitszeitverordnung. Die Konformität ist spätestens mit der Blockung eines Leertermins entsprechender Länge während der Elternsprechtagszeit herstellbar.

    Das ist ja auch ein bisschen was anderes.

    Ich glaub wir sind uns alle einig, dass der Asia-Backpacker in der DU in keinster Weise der Normalfall ist, sondern so ein forentypisches Extrembeispiel. Die meisten DU-Kollegen würden sich unglaublich freuen, wenn es ihnen dafür gut genug ginge! Ganz abgesehen davon, dass sie liebend gerne wieder dienstfähig wären, wenn sie dafür gesund wären!

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