Beiträge von kodi

    Wieso das?

    Das ist jetzt rein anekdotisch, aber die FH-Studenten, die ich so kennengelernt habe, waren dort viel besser aufgehoben und deutlich weniger orientierungslos als viele Universitätsstudenten an den Unis.

    Schade, dass deine Schulleitung nicht klar hinter dir steht. Wir haben im letzten Durchgang mit einer entsprechenden Begründung auch noch die voraussetzungslosen Teilzeiten durchbekommen ohne dass das eskaliert werden musste.

    Damit hat sie ja in gewisser Weise auch Recht.

    Das ist richtig blöd für die betroffenen Kollegen, aber ist halt auch einer der Nachteile, die man in unserem Job in Kauf nimmt. Auch wenn das den meisten nicht bewusst ist, bis es sie trifft.

    Ob das jetzt eine schlaue Lösung des Lehrermangelproblems ist, sei mal dahingestellt.... Ist halt eine Verwaltungslösung. Aus dem Bereich kommt die Ministerin ja auch....

    Absurd fand ich neulich, als ich in Unterrichtsmaterial über "Arbeitgebende" statt Arbeitgeber und "Unternehmende" statt Unternehmer gestolpert bin. Für mein Empfinden ist das die Schwelle, an der es hochgradig albern wird. Aber nun gut.

    Das geht mir auch so. Das Problem ist, dass es dadurch zu einer Verarmung der Sprache kommt und die Sprache an Präzision verliert.

    Beispiel, das gerne in den Nachrichten benutzt wird:

    'Forschende' das ist etwas anderes als 'ein Forscher' oder meinetwegen 'eine Forscherin'. Ersteres impliziert eine aktuell aktive Tätigkeit

    Eltern mit Migrationsgeschichte, die beide nur einen Minijob haben und nicht für den Schulbesuch ihres schulabstinenten Grundschulkindes sorgen können = mindestens 3 dauerhafte Belastungen für das Sozialsystem. Und da wundert man sich, warum zunehmend vehementer Abschiebungen gefordert werden. Das wäre wohl ein klassischer Fall von je schneller, desto besser.

    Das kann man so pauschal überhaupt nicht beurteilen.

    Ich hab schon Schülereltern gehabt, die mit Facharztqualifikation in einem ausbeuterischen, berufsfremden 'Minijob' den ganzen Tag gearbeitet haben und deren Kinder entsprechend lange unbetreut waren. Da hätte man eher die Mitarbeiter in den Ämtern/Berufsverbänden ausbürgern sollen, die für Anerkennung der beruflichen Qualifikation Jahre benötigten.

    Nuja, Bußgeldverfahren halte ich aber auch für hochproblematisch, wenn die Gründe für die Schulabsenz (wie hier) nicht geklärt sind.

    Ist halt einfacher als sich mit dem Kind und dessen Situation (auch im Verhältnis zu den Eltern) intensiv auseinanderzusetzen - oft hat es Alibifunktion, weil man ja irgendwas tun muss. Oftmals liegt auch eine Überforderungssituation der Eltern vor (und sie wissen gar nicht, dass man ein Kind auch aus psychischen Gründen krank schreiben lassen kann - bisweilen auch Scham vor Ärzten und Schule).

    In solchen Fällen geht es heutzutage leider nicht mehr nur um rein pädagogische Dinge.

    Das Bußgeldverfahren hat folgende Funktionen:

    • Handlungsdruck zu einer Verhaltensänderung
    • Rechtliche Absicherung der Schule
    • Rechtliche Dokumentation von ausgeschöpften Maßnahmen um andere Stellen zur Tätigkeit zu zwingen (z.B. Jugendamt, Ärzte, etc.)

    Ein Bußgeldverfahren heißt gerade nicht, dass man die Hände in den Schoß legt.

    Aus Sicht eines RS-Kollegens im ehemals dreigliedrigen System rächt sich jetzt bitterlich, dass damals aus Gründen von Arroganz und Überheblichkeit die Kollegen der Hauptschule und ihre Schulform von den anderen Schulformen allein gelassen wurden. Frei nach dem Motto "Ich bin etwas besseres und hab damit nichts zu tun". Das war/ist eine irrige Annahme. Die Folgen treffen jetzt die Realschulen und wenn das nicht grundsätzlich gelöst wird in 10-20 Jahren dann auch die Gymnasien, wenn die Realschulen gestorben sind.

    Von daher wäre es jetzt an der Zeit den nichtgymnasialen Bereich so aufzustellen, dass er auch eine Zukunftsperspektive hat. Und ja, dafür wird man diesen Schulen auch Ressourcen zugestehen müssen, die bisher sehr ungleich verteilt und vorzugsweise in die Gymnasien geleitet werden...

    Wenn man es wirklich ernst meinen würde, dann müsste man eigentlich bereits in den Grundschulen ansetzen und die so ausstatten, dass sie ihre Ziele gut erreichen können und nicht nur im Notbetrieb sind.Großer Respekt an die Kolleginnen und Kollegen der GS für das, was die mit diesen schlechten Bedingungen erreichen!

    Die bekloppten Vorschläge werden einfach täglich mehr, nun also das "brilliante" Wahlkampfprogramm von Jochen Ott, SPD: zukünftig ausschließlich zweigliedriges Schulsystem in NRW (Gy +Ge), kann doch echt nicht sein! Leider unwählbar.

    Das ist doch richtig. Es ist eine Anerkennung der Realität.

    Mit dem Tod der Hauptschulen ist in NRW diese Zweiteilung defakto Realität, nur dass man noch Altschulformen hat, die unter schlechteren Bedingungen arbeiten müssen.

    Wenn man es zukünftig schaffen würde, diese unbürokratisch umzuwandeln ohne durch zwangsweise Auslaufen und parallele Neugründung funktionierende Schulen zu zerstören, wie es derzeit der Fall ist, dann kann ich das nur begrüßen.

    In meiner Stadt sind wir Realschulen übrigens auch noch stark, aber auch wir merken, dass das Gymnasium in den letzten Jahrzehnten unser oberes Drittel weg gewildert hat und unsere Gesamtschulen sind in der Realität Hauptschulen mit katastrophal verhaltensauffälligen Schülern. Das ist eigentlich kein hinnehmbarer Zustand. Von daher wäre aus systemischer Sicht eine Neuaufstellung dringend erforderlich.

    Letztlich will er an das Geld der Pensionsrückstellung, die ein kluger Mensch damals in deren Verfassung geschrieben hat. Ist in allen Bundesländern das gleiche. Die meisten machen erst gar keine Rückstellungen, weil solche Typen, wie der, von vorne herein verhindert haben, dass das die Bildung einer Pensionsrückstellung gesetzlich verpflichtend wird.

    Die Überführung des Personals in das ungedeckte Rentensystem wäre da für den sächs. Kultusminister natürlich eine elegante Lösung. So wird er seine Einschränkung durch das Gesetz los und kann hoffen, dass die Rechnung erst dann kommt, wenn er nicht mehr im Amt ist. Zudem ist es dann das Problem des Bundes.

    Das ist so grundsätzlich ein bisschen das Problem im Bildungsbereich. Es fällt einem oft selbst auf die Füße. Deshalb ist der Druck durch einen Streik auch eher gering und nicht mit einem IGM-Streik zu vergleichen. Jetzt mal von der Beteiligung ganz abgesehen.

    Die Frage ist ja auch immer so ein bisschen, was man in den Fokus nimmt und was man interessant findet:

    Unterrichtsstoff, Interaktion mit der Gruppe, Didaktik für die jeweilige Lerngruppe, Methodik für die jeweilige Lerngruppe, Classroommanagement,... Es gibt so viele Dinge.

    Nicht jeden Aspekt wird man in jeder Lerngruppe und jeder Schulform interessant finden. Aber irgendwas davon doch eigentlich immer, wenn man dann sein eigenes Interesse passend umswitchen kann.

    Mich beschäftigt die Frage, inwiefern nach einer Kündigung aus dem staatlichen Beamtentum überhaupt jemals wieder ein Wechsel zurück in dieses System realistisch möglich ist.

    Ganz ehrlich: So wie ich die Entscheidungsebenen einschätze, kann ich mir schwer vorstellen, dass dort große Begeisterung herrscht, wenn eine Lehrkraft freiwillig aus dem Beamtenverhältnis ausscheidet und dann nach z.B. zwei Jahren sagt: „Ich würde jetzt gern wieder zurück in den Beamtenstatus.“

    Die einzige Frage ist dabei, ob es einen Erlass gibt, der das sperrt. Meines Wissens nach ist das nicht der Fall. Du hast allerdings die Altersgrenze....

    Ansonsten interessiert sich in der Verwaltung keiner für deinen persönlichen/individuellen Fall. Das klingt jetzt vielleicht hart und ernüchtern. Du bist da eine durchlaufende Nummer. Es geht einzig und alleine darum, deinen Fall vorschriftenkonform abzuarbeiten.

    Diese Ebene verlässt du erst dann, wenn du der Bezirksregierung Ärger machst. (Beschwerden gegen dich sammeln, selbst mehrere Beschwerden schreiben, komische Krankengeschichten, mit Anwalt auftreten, klagen, ....solche Sachen)

    oder schlicht die entsprechende Unterrichtsstunden des Tages als Minusstunden im Arbeitszeitkonto gebucht werden, weiß ich nicht sicher. Ich vermute aber ehrlich gesagt letzteres.

    Nein. Es wird in NRW nicht als Minusstunde im Arbeitszeitkonto verrechnet!

    Die Schulen melden die Streikenden an die Bezirksregierung und die leitet eine entsprechende Lohnkürzung für den Streiktag ein.

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