Beiträge von kodi

    Meine neue SL hat zumindest durchblicken lassen, dass die Dezernentin "meinen Namen schonmal gehört habe".

    Das kann alles mögliche heißen. Mach dir keine Gedanken um Dinge, die du eh nicht beeinflussen kannst.

    Was du beeinflussen kannst, ist der Eindruck, den du in deiner Revision machst. Trau der Dezernentin an der Stelle die gleiche Professionalität zu, die du auch hast, wenn du Schüler beurteilst.

    2. Da sich niemand bei uns gemeldet hat gehen wir davon aus, dass ich der einzige Bewerber auf die Stelle bin.

    Deine SL kann das inoffiziell nachfragen. Nicht jeder Bewerber stellt sich bei der Schule vor.

    3. Ich soll im Rahmen des Revisionstages ein sog. Beratungsgespräch führen. Das ersetzt wohl das klassische Beurteilen anderen Unterrichts. hat jemand von Euch schon etwas in diese Richtung gemacht?

    Du brauchst ein Beratungskonzept. Entweder ein eigenes, eins deiner Schule oder ein Standardkonzept. Das musst du in der Regel auch vorher schriftlich abgeben. Gegenüber dem Kollegen ist es wichtig, dass es wirklich nur beratend und nicht beurteilend ist. Richte dich darauf ein, dass die Dezernenten ggf. nach dem Gespräch auch kurz nach einer Beurteilung fragt, wenn der Kollege nicht mehr dabei ist.

    Sprich mit dem Kollegen den Beratungsanlass vorher ab. Das ist ok und kannst/solltest/musst du auch transparent kommunizieren.

    Nuja, man darf nicht vergessen, dass Lehrer nicht die einzigen Beamten im Staatsdienst sind.

    So gesehen gehören alle Lehrer kräftig runtergekürzt.

    Eigentlich müsste das komplette Beamtensystem reformiert werden, weg vom Standesdünkel aus feudalen Zeiten hin zu einer aufgaben-/leistungsorientierten Einordnung.

    Auch der Rückgriff auf irgendwelche Studiendauern ist inhaltlich völliger Blödsinn. Allein die 4 Fächer, die ich studiert habe unterschieden sich in Aufwand und Anspruch so massiv, dass die Studiendauer eine völlig irrelevante Größe zur Beurteilung der Studiengänge ist.

    Und ich finde durchaus, dass es einen Unterschied macht, ob ich ein Gymnasium oder ein Berufskolleg mit 1000 Schülerinnen und Schülern leite oder eine Grundschule mit 100 Kindern.

    Allerdings wird das durch mehr Leitungszeit und durch mehr Personen (2. Konrektor, Abteilungsleiter etc.) ausgeglichen. Guckt man sich den Sockel an, also die schulform- und schulunabhängige SL-Grundtätigkeit, dann werden Grundschulen massiv benachteiligt.

    Zitat

    Sollte sich die Prognose am Wochenende bestätigen und es eine entsprechende landesweite Unwetter-Warnung des Deutschen Wetterdienstes geben, informiert das Schulministerium zeitnah über mögliche Auswirkungen auf den Schulbetrieb.

    Jo, direkt nachdem der Weihnachtsmann zu Besuch kommt.

    Ich glaub es erst wenn ich es sehe, dass sich da mal einer aus der Deckung traut.

    Das Problem mit 'Kinder mitnehmen' ist folgendes:

    Sollte etwas passieren, dann wird erst einmal davon ausgegangen, dass du deiner Aufsichtspflicht nicht ausreichend nachgekommen bist, weil du dich um dein Kind gekümmert hast und einen Interessenskonflikt hattest.

    Zum Glück passiert natürlich selten etwas. Aber falls doch, hat man ein Problem...

    Unsere Sonderpädagogen teilen sich selbst ein. Sie können am besten beurteilen, wo und wann ihr Einsatz am sinnvollsten ist. Es gibt lediglich eine Zeitvorgabe für das Gesamtteam. Unsere normalen Lehrkräfte mit GL-Anteilen werden allerdings nachrangig mit ihren offenen GL-Anteilen von den Sonderpädagogen eingeteilt.

    So eine feste Dienstvereinbarung ist manchmal nötig, wenn die Situation an der Schule verfahren ist, aber eigentlich ist sie doch Mist, weil sie euch unnötig einschränkt.

    Noten sind ordinal skalierte Daten, auf denen sich eine Durchschnittsbildung im Sinne eines arithmetischen Mittels ohnehin verbietet.

    Leider kapiert das kaum einer.

    Es ist immer wieder amüsant und auch traurig zu sehen, wie jemand daher kommt und der Meinung ist Noten so mathematisch korrekt zu errechnen. :autsch:

    Du kannst immer Einzelfälle konstruieren, wo Aufgabe und Einschränkung eine gute Passung haben. Wenn man das für sich findet, super!

    Die Regel ist allerdings eher, dass die Beförderung das Arbeitspensum und den Stress erhöht, was dann auch wieder Auswirkungen auf andere Bereiche hat.

    Als Personalrat durfte ich jahrelang in den Ferien antanzen und Stundenpläne überprüfen. Es war schon auffällig, dass es bestimmte Kollegen regelmäßig besonders schlecht traf. Das beste Beispiel: ein Kollege hatte einen relativ langen Pendelweg. Dann wies sein Stundenplan am Freitag nur eine einzige Stunde auf. Gemeinsam haben wir bei Kollegen eine Tauschmöglichkeit gefunden, die für alle Beteiligten eine Verbesserung dargestellt hätte. Die Schulleitung lehnte ohne Begründung ab.

    Natürlich trifft es einige Kollegen öfter. Das kann zum Beispiel an einer ungünstigen Fachkombination liegen. Die Ursache muss noch nicht mal beim Kollegen selbst liegen, sondern er kann auch der Leidtragende einer Kopplung von anderen sein oder von zwingen zu erfüllenden Bedingungen an anderer Stelle. Das kann man mit einem alleinigen Blick auf den Einzelkollegen nicht adäquat beurteilen.

    Zu dieser Pendelsache vier Anmerkungen:

    1. In wie weit muss die Schule Rücksicht auf private Entscheidungen (Wohnort) nehmen?
    2. Psychologisch kann ich verstehen, dass eine Einzelstunde negativ empfunden wird. Letztlich ergibt sich aber kein wirklicher Unterschied zur Situation, wenn am Vortag eine Stunde weniger ist und dafür dann am Freitag zwei Stunden liegen statt einer. Letztlich ist der Wunsch den Tag dann ganz frei geblockt zu bekommen der Wunsch nach einem überdurchschnittlich gutem Plan.
    3. Eine Optimierungen für jeden Einzelkollegen durch Tausch, kann trotzdem insgesamt eine Verschlechterung sein. In einen Stundenplan spielen ja mehr Überlegungen herein, als nur die Optimierung der Kollegenpläne. Bestes Beispiel ist da die Verteilung der Klassenlehrerunterrichte über die Woche oder die der Hauptfächer.
    4. Man sollte eine Ablehnung von Tauschwünschen als SL allerdings schon begründen können.

    Was meine Ärztin manchmal fantasiert, sind Sachen, die man vielleicht in einem außerschulischen Setting gut umsetzen kann, aber nicht in einer Schule. Ich will nicht ins Detail gehen, aber es ist auffällig, wie viele Ärzte / Menschen keine Vorstellung von unserem Arbeitsplatz haben.

    Das finde ich auch immer wieder erstaunlich.

    Besonders überfordernd scheint für Ärzte auch zu sein, dass wir nicht im 45min-Takt unterrichten.

    Wir regeln solche Wiedereingliederungen oder Anforderungen über den Vertretungsplan.
    Meist dann aber auch gepaart mit gekoppeltem Unterricht oder mit Stützkursen.

    Machen wir auch so. Führt dann für den Betroffenen zu einem noch sanfteren Einstieg als vorgesehen, wo dann zu Wiedereingliederungsende und zum Stundenplanwechsel die Belastung sprunghaft steigt. Und die Ressourcen zur Absicherung völlig weltfremder Wiedereingleiderungspläne fehlen natürlich an anderer Stelle.

    Glücklicherweise denken meine Kollegen in der Regel mit und sagen dem Arzt, wenn er völlig daneben liegt.

    Was man als Zumutung und Belastung empfindet ist ja auch irgendwie individuell.

    Ich hab allerdings starke Zweifel, dass man ein zerrüttetes Verhältnis wieder so reparieren kann, dass man sich hinterher wieder wohlfühlt. Vermutlich wird man dann immer Dinge auf dem Hintergrund des bisher Vorgefallenem betrachten. Von daher ist es manchmal besser zu gehen.

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