Beiträge von kodi

    Nuja, Bußgeldverfahren halte ich aber auch für hochproblematisch, wenn die Gründe für die Schulabsenz (wie hier) nicht geklärt sind.

    Ist halt einfacher als sich mit dem Kind und dessen Situation (auch im Verhältnis zu den Eltern) intensiv auseinanderzusetzen - oft hat es Alibifunktion, weil man ja irgendwas tun muss. Oftmals liegt auch eine Überforderungssituation der Eltern vor (und sie wissen gar nicht, dass man ein Kind auch aus psychischen Gründen krank schreiben lassen kann - bisweilen auch Scham vor Ärzten und Schule).

    In solchen Fällen geht es heutzutage leider nicht mehr nur um rein pädagogische Dinge.

    Das Bußgeldverfahren hat folgende Funktionen:

    • Handlungsdruck zu einer Verhaltensänderung
    • Rechtliche Absicherung der Schule
    • Rechtliche Dokumentation von ausgeschöpften Maßnahmen um andere Stellen zur Tätigkeit zu zwingen (z.B. Jugendamt, Ärzte, etc.)

    Ein Bußgeldverfahren heißt gerade nicht, dass man die Hände in den Schoß legt.

    Aus Sicht eines RS-Kollegens im ehemals dreigliedrigen System rächt sich jetzt bitterlich, dass damals aus Gründen von Arroganz und Überheblichkeit die Kollegen der Hauptschule und ihre Schulform von den anderen Schulformen allein gelassen wurden. Frei nach dem Motto "Ich bin etwas besseres und hab damit nichts zu tun". Das war/ist eine irrige Annahme. Die Folgen treffen jetzt die Realschulen und wenn das nicht grundsätzlich gelöst wird in 10-20 Jahren dann auch die Gymnasien, wenn die Realschulen gestorben sind.

    Von daher wäre es jetzt an der Zeit den nichtgymnasialen Bereich so aufzustellen, dass er auch eine Zukunftsperspektive hat. Und ja, dafür wird man diesen Schulen auch Ressourcen zugestehen müssen, die bisher sehr ungleich verteilt und vorzugsweise in die Gymnasien geleitet werden...

    Wenn man es wirklich ernst meinen würde, dann müsste man eigentlich bereits in den Grundschulen ansetzen und die so ausstatten, dass sie ihre Ziele gut erreichen können und nicht nur im Notbetrieb sind.Großer Respekt an die Kolleginnen und Kollegen der GS für das, was die mit diesen schlechten Bedingungen erreichen!

    Die bekloppten Vorschläge werden einfach täglich mehr, nun also das "brilliante" Wahlkampfprogramm von Jochen Ott, SPD: zukünftig ausschließlich zweigliedriges Schulsystem in NRW (Gy +Ge), kann doch echt nicht sein! Leider unwählbar.

    Das ist doch richtig. Es ist eine Anerkennung der Realität.

    Mit dem Tod der Hauptschulen ist in NRW diese Zweiteilung defakto Realität, nur dass man noch Altschulformen hat, die unter schlechteren Bedingungen arbeiten müssen.

    Wenn man es zukünftig schaffen würde, diese unbürokratisch umzuwandeln ohne durch zwangsweise Auslaufen und parallele Neugründung funktionierende Schulen zu zerstören, wie es derzeit der Fall ist, dann kann ich das nur begrüßen.

    In meiner Stadt sind wir Realschulen übrigens auch noch stark, aber auch wir merken, dass das Gymnasium in den letzten Jahrzehnten unser oberes Drittel weg gewildert hat und unsere Gesamtschulen sind in der Realität Hauptschulen mit katastrophal verhaltensauffälligen Schülern. Das ist eigentlich kein hinnehmbarer Zustand. Von daher wäre aus systemischer Sicht eine Neuaufstellung dringend erforderlich.

    Letztlich will er an das Geld der Pensionsrückstellung, die ein kluger Mensch damals in deren Verfassung geschrieben hat. Ist in allen Bundesländern das gleiche. Die meisten machen erst gar keine Rückstellungen, weil solche Typen, wie der, von vorne herein verhindert haben, dass das die Bildung einer Pensionsrückstellung gesetzlich verpflichtend wird.

    Die Überführung des Personals in das ungedeckte Rentensystem wäre da für den sächs. Kultusminister natürlich eine elegante Lösung. So wird er seine Einschränkung durch das Gesetz los und kann hoffen, dass die Rechnung erst dann kommt, wenn er nicht mehr im Amt ist. Zudem ist es dann das Problem des Bundes.

    Das ist so grundsätzlich ein bisschen das Problem im Bildungsbereich. Es fällt einem oft selbst auf die Füße. Deshalb ist der Druck durch einen Streik auch eher gering und nicht mit einem IGM-Streik zu vergleichen. Jetzt mal von der Beteiligung ganz abgesehen.

    Die Frage ist ja auch immer so ein bisschen, was man in den Fokus nimmt und was man interessant findet:

    Unterrichtsstoff, Interaktion mit der Gruppe, Didaktik für die jeweilige Lerngruppe, Methodik für die jeweilige Lerngruppe, Classroommanagement,... Es gibt so viele Dinge.

    Nicht jeden Aspekt wird man in jeder Lerngruppe und jeder Schulform interessant finden. Aber irgendwas davon doch eigentlich immer, wenn man dann sein eigenes Interesse passend umswitchen kann.

    Mich beschäftigt die Frage, inwiefern nach einer Kündigung aus dem staatlichen Beamtentum überhaupt jemals wieder ein Wechsel zurück in dieses System realistisch möglich ist.

    Ganz ehrlich: So wie ich die Entscheidungsebenen einschätze, kann ich mir schwer vorstellen, dass dort große Begeisterung herrscht, wenn eine Lehrkraft freiwillig aus dem Beamtenverhältnis ausscheidet und dann nach z.B. zwei Jahren sagt: „Ich würde jetzt gern wieder zurück in den Beamtenstatus.“

    Die einzige Frage ist dabei, ob es einen Erlass gibt, der das sperrt. Meines Wissens nach ist das nicht der Fall. Du hast allerdings die Altersgrenze....

    Ansonsten interessiert sich in der Verwaltung keiner für deinen persönlichen/individuellen Fall. Das klingt jetzt vielleicht hart und ernüchtern. Du bist da eine durchlaufende Nummer. Es geht einzig und alleine darum, deinen Fall vorschriftenkonform abzuarbeiten.

    Diese Ebene verlässt du erst dann, wenn du der Bezirksregierung Ärger machst. (Beschwerden gegen dich sammeln, selbst mehrere Beschwerden schreiben, komische Krankengeschichten, mit Anwalt auftreten, klagen, ....solche Sachen)

    oder schlicht die entsprechende Unterrichtsstunden des Tages als Minusstunden im Arbeitszeitkonto gebucht werden, weiß ich nicht sicher. Ich vermute aber ehrlich gesagt letzteres.

    Nein. Es wird in NRW nicht als Minusstunde im Arbeitszeitkonto verrechnet!

    Die Schulen melden die Streikenden an die Bezirksregierung und die leitet eine entsprechende Lohnkürzung für den Streiktag ein.

    Würdest du genau das gleiche machen, wenn du dafür nur ein monatliches Dankesschreiben deines Dienstherren bekommen würdest?

    Nein, denn man muss von etwas leben.

    Trotzdem kann es gut sein, dass der Kontostand nicht die Motivation zum Lehrerberuf ist, weil man vielleicht Alternativen mit einem höheren Gehalt hätte oder meinetwegen auch nur einem ebenfalls ausreichendem Gehalt.

    Kann man schlicht nix zu sagen. Das wird die TO am ehesten für sich einschätzen können. Großkanzlei kann vieles heißen. Je nachdem wie die strukturiert sind, verdienst du am Anfang gut oder sehr gut. Für München macht das sicher einen relevanten Unterschied. Die Frage ist da dann halt, ob du über der "Miete ist egal"-Grenze liegst.

    Tja, wenn Leute in Schulleitung oder mit Leitungsaufgaben den Krankenstand als "Bequemlichkeit" wahrnehmen, dann hat die Schule allerdings völlig andere Probleme als die Wahl des Kommunikationsmittels.

    Komische Interpretation. Aber ich nehme mal, an jeder liest das in Posts hinein, was ihn irgendwie anspricht... ;)

    Wir haben auf jeden Fall das für unsere Schule am besten funktionierende Kommunikationsmittel gewählt. Die Kollegen sind auch zufrieden. Und auf beides kommt es letzten Endes an.

    Das finde ich jetzt ein wenig zu tendenziös formuliert. Du meinst es vermutlich nicht so, aber das erweckt ein wenig die Vorstellung...

    Ich meine das genau so, wie ich es im Post geschrieben habe. Das eine System (Telefon) funktioniert bei uns deutlich besser und führt dazu, dass die Pläne zeitiger fertig sind und seltener kurzfristig angepasst werden müssen. Von den Kollegen bekomme ich die Rückmeldung, dass kurzfristige/verspätete Pläne sie extrem belasten.

    Ich bevorzuge auch die Telefonvariante.

    Die Vertretungsplaner erhalten mehr Informationen. Primär die voraussichtliche Länge. Entweder indem die Kollegen es direkt sagen, oder durch Aussagen wie "Ich geh zum Arzt", wo man dann mit hoher Wahrscheinlichkeit weiß, dass es der Rest der Woche wird. Manchmal hört man es auch am Tonfall.

    Darüber hinaus ist meine Beobachtung, dass bei uns der Anteil der verspäteten Krankmeldungen bei der Telefonvariante deutlich kleiner ist.

    Das Ganze ist für mich eine Abwägung zwischen der Bequemlichkeit für die Kranken und dem Schutz der gesunden Kollegen, die massiv belastet werden durch kurzfristige und verspätete Vertretungspläne.

    Wenn das in anderen Schulen per Mail besser klappt, kann ich die nur beglückwünschen.

    Ich bin mal der Buhmann....

    Wie wichtig ist der Freund bzw. diese Beziehung?

    Ihr macht beide den Berufseinstieg. Das heißt ihr seid beide mega gestresst. Ihr lernt beide viele neue Leute kennen.

    Wenn ihr dann einen Wohnort mit viel Pendelstress wählt oder getrennt wohnt, ist die Chance nicht schlecht, dass ihr Konflikte habt und eure Beziehung nicht hält.


    Wenn es die Beziehung fürs Leben ist, würde ich daher gucken, dass ihr zusammen wohnt und möglichst nah örtlich arbeitet, ohne dass ein Partner Groll wegen verpasster Chancen hat.

    Wenn du zu BG Prevent gehst, dann bekommst du ein Blatt, welches je nach individuellem Gefährdungs-/Impfstatus so einen Abschnitt enthält:

    Du findest das deshalb nicht im Netz, weil es individuell ausgefüllt wird. Wobei das Bild meiner Erfahrung nach der Normalfall in der S1 in NRW ist.

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