Beiträge von kodi

    dafür?:

    Hier braucht man nicht zwingend Lehrkräfte für.

    Natürlich nicht zwingend. Aber wenn man jetzt mal von gymnasialen S2-Haltung "Ich mach nur ein Fachunterrichtsangebot, damit endet mein Job"-Haltung absieht, dann wirken alle diese Tätigkeiten, wenn man sie ernst nimmt und den Gestaltungsraum nutzt, stark auf der pädagogischen und Beziehungsebene zurück in den Unterricht und letztlich auch auf den Lernerfolg der Schüler. Insofern verliert man schon viel, wenn man das auslagern würde. Je nach Schulform und Klientel ist der Effekt sicher stärker oder schwächer.

    BK ist sicher auch nochmal eine andere Nummer.

    In NRW gibt es das schon (auch @kodi). Es sind sogenannte "Alltagshelferinnen und Alltagshelfer" offiziell sind sie seit drei Jahren in Grund- und Förderschulen. Auch in Hauptschulen und Realschulen können sie in den Klassen 5 und 6 eingesetzt werden.

    Ja, aber leicht anders.

    Man kann sie nur für nicht besetzte Lehrerstellen ausschreiben. Solange man auch Lehrer bekommt, gibt es keinen Grund das zu tun.

    gibt es eigentlich einen nachvollziehbaren Grund, warum für nicht-pädagogische Tätigkeiten im engeren Sinne nicht auch Aushilfskräfte (z.B. Studenten, fortgebildeten "Hausfrauen" etc.) eingesetzt werden können?

    1. Weil auch dafür eine Mindestqualität erforderlich ist.
    2. Weil diese Tätigkeiten auch in deinen Unterricht reinwirken.
    3. Weil dein Job eben nicht nur Vermittlung von Fachwissen ist.

    Zudem sind die Arbeitstage lang, denn oft werden diese Mittagsaufsichten, Hausaufgabenbetreuung, Spieleraumbetreuung etc., nur mit der Hälfte des Stundensatzes verrechnet.

    Dein Arbeitstag verlängert sich dadurch nicht, weil du dafür dann keine Vorbereitungszeit benötigst.

    Ich finde es so ärgerlich, seinen Tag mit solchen Kleinigkeiten zubringen zu müssen, die mit dem Unterricht gar nichts zu tun haben.

    Willst du die Alternative wirklich? Also dass dann deine frei werdende Zeit mit weiteren Unterrichtsstunden gefüllt wird? Streicht man alle Aufgaben außer dem Unterrichten, wäre ja logischerweise Zeit frei um das Deputat zu erhöhen. 30 Stunden die Woche Deutsch/Englisch unterrichten?... Nicht so attraktiv...

    Kris24, da hat dein Schulleiter allerdings nicht geführt oder schlecht geführt. Die Verteilung der einzelnen Stunden obliegt ihm, die Konferenz kann nur über die Grundsätze abstimmen. Nach dem was du beschreibst, hat dein Schulleiter sich weggeduckt.

    Persönlich halte ich das Verbrennen der Entlastungsstunden für Korrekturentlastung für ziemlich ungeschickt. Die kann man nämlich auch anders senken.

    Ob die pauschale Verwendung der Entlastungsstunden als Korrekturentlastung von der Intention der Vorschriften gedeckt ist, halte ich auch für höchst zweifelhaft.

    Wie handhabt ihr die Unterschiedlichen Längern der Schuljahre. In manchen Schuljahren hat man ja mehr Wochen Mehrarbeit geleistet und im nächsten Schuljahr gibt es weniger Wochen. Dadurch werden die Überträge doch sehr interessant.

    Untis überträgt das korrekt. Es summiert wochenweise des Arbeitszeitkonto über die Wochen des abgeschlossenen Schuljahres und teilt den Wert dann durch die Wochen des neuen Schuljahres. Der sich so ergebende Wert geht als Anrechnung auf das Deputat im neuen Schuljahr.

    Hast du dir meinen Vorschlag bzgl. der Ermäßigungsstunden schon einmal angesehen? Also alle Stunden einkassieren und komplett neu verteilen.

    Wenn mittelfristig vom Land nichts kommt, wird es auf so etwas hinauslaufen müssen. Da das erste Beförderungsamt ja in der Regel mit wichtigen und umfangreichen Aufgaben an den S1-Schulen verbunden wurde, werden dann vermutlich weniger wichtige/aufwändige Bereiche ihre Entlastung verlieren.


    Hoffen wir, dass das Land doch noch eine andere Lösung findet.

    Wie genau und wofür willst du das denn haben?

    Wenn es nur um die kommende Unterrichtsverpflichtung geht, kannst du eine einfache Tabelle machen, die vom Deputat die Entlastung (getrennt nach den 4 Entlastungsarten) abzieht und ggf. ein Arbeitszeitkonto berücksichtigt.

    Wenn es zur Bestimmung des Arbeitszeitkontos und zur Rechenschaftslegung gegenüber den Kollegen dient, würde ich dringend empfehlen die entsprechende Wertrechnungsfunktion eures Stundenplanprogramms zu benutzen.

    Wir führen beides. Ersteres für den schnellen Überblick und die Grobplanung und zweiteres für die genaue Wertrechnung und die endgültige Umsetzung.

    3. Ich soll Gefahrenstoffbeauftragter werden, bin mir aber auch hier nicht sicher, ob ich überhaupt die Fortbildung dazu machen kann. Laut Unfallkasse Sachsen ist diese nur für Chemielehrer vorgesehen (ob da auch fachfremde Personen dazugehören weiß ich nicht). Man braucht wohl Erfahrungen und Zugang zu Degintu (Gefahrenstoffdatenbank), auch die habe ich nicht.

    Das funktioniert so nicht, da du fachkundig sein musst. Wenn du das nicht bist und keine Fortbildung bekommst, kannst du auch nicht zum Gefahrstoffbeauftragten berufen werden. Dem musst du übrigens zustimmen. Dich kann man nicht dazu zwingen Gefahrstoffbeauftragter zu werden.

    Die Möglichkeiten mit der Elternzeit kannte ich auch ehrlich gesagt noch nicht, die sehe ich mir mal an, auch wenn sie jetzt erstmal nicht relevant sind.

    Frag da mal für dein Bundesland nach. Nur weil das in NRW so funktioniert, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass das überall so ist.

    Da kann man ohne genaue Kenntnis deiner Situation gar nichts zu sagen.

    Je genauer natürlich die Vorabzüge der Einkommenssteuer waren und umso weniger sonstige Besonderheiten/Abschreibungen du hast, umso kleiner ist die Erstattung bei der Steuererklärung.

    Hier in NRW gibt es auch eine Berufsschulpflicht:

    • Endet für unter 21 Jährige mit Abschluss der Ausbildung
    • Endet ohne Ausbildung im Schuljahr, wo man das 18. Lebensjahr vollendet.
    • Endet mit erfolgreichem Abschluss eines Vollzeitbildungsgang der S2. Kann auch das Berufsgrundschuljahr oder das Berufsorientierungsjahr sein.

    Mathe fachfremd ist hier in NRW in meiner Gegend nahezu ausgeschlossen in der S1.


    Bezüglich der Altersgruppe:

    Kannst du die Distanzlosigkeit der Grundschüler aushalten?

    Kommst du mit der Renitenz von Pubertierenden zurecht? Kannst du diese z.B. mit Humor in konstruktive Bahnen lenken und einfangen? Kannst du damit professionell distanziert umgehen oder greift dich das in deiner Persönlichkeit an? Sie werden ggf. deine Grenzen bis ans Limit testen. Kannst den Jugendlichen als liebenswürdigen Menschen sehen, selbst wenn er/sie ein absolutes Arschlochverhalten an den Tag gelegt hat und du das einfangen musstest?

    Ernsthafte Frage, welche Art von Hilfe wird denn da erwartet? Man klappert Firmen eines Berufsfeldes, das einen interessiert, ab, und fertig.

    Ich bin jetzt die falsche Schulform, aber ich erwarte folgendes:

    • Ansage an die Schüler: Kein Beruf der Eltern/Verwandtschaft. Kein Praktikum in Schulen.
    • Hilfe bei der Erstellung einer seriösen/professionelle Bewerbung um ein Praktikum. Da muss man bei uns an der Realschule sicher mehr und aktiver unterstützen als am Gymnasium. Aber auch Gymnasiasten müssen zumindest wissen, wie der Mindeststandard aussehen soll.
    • Vermittlung von Praktikumsplätzen zumindest in der 2. Runde. Dh. wenn ein Schüler 2-3 Absagen kassiert hat, sollte die Schule helfen und einen Platz bei einem Partnerunternehmen vermitteln.

    Klingt doof.
    Wie alles im Schulsystem: Ressourcen sind knapp und wenn man eine hat, will man sie wie blöd verteidigen. Als ob es einem mehr zustehen würde als Anderen.

    Darum geht es nicht, sondern um den Erhalt der für den Unterricht nötigen Materialien/Räume.

    Genauso wurden früher die Englischlehrer sauer, wenn die Boomboxen für Klassenpartys benutzt wurden und hinterher die Hälfte nicht mehr ging. Konnte ich damals absolut verstehen, weil sie sich für ihren Unterricht darauf verlassen mussten, dass die in Ordnung sind und funktionieren.... und auffindbar bleiben.

    Oder die Sportler, wenn die Bälle aus der Sporthalle für Klassenaktivitäten ausgeliehen werden...

    Bei Fächern, die auf Fachräume mit entsprechendem Material angewiesen sind, ist das nochmal eine Nummer extremer.

    Ich bin in dem Raum nicht gewesen, wollte ihn für eine Aktion nutzen und es hieß "nö". Wunderte mich, dass bestimmte Leute mit Schlüssel sich das Hoheitsrecht rausnehmen durften.

    Erfahrungsgemäß sind das die Situationen, wo besonders viel in den Fachräumen verwüstet wird. (neben Vertretungsunterricht)

    Letztendlich hat dir auch nicht der Fachlehrer den Zugang verwehrt, sondern derjenige, der die Schlüsselverteilung festgelegt hat. ;)

    Trotzdem verstehe ich voll, dass man sich da erst einmal vor den Kopf gestoßen fühlt.

    Zumal man ja auch von sich selbst immer davon ausgeht, dass alles tip top läuft und keine Probleme auftreten werden. Übrigens jeder... auch die Chaotenkollegen. :D

    Liebe Community,

    an meiner Dienstschule sollen ab kommenden Schuljahr nach und nach für verschiedene Jahrgänge Tablets durch den Schulträger bereitgestellt werden. Den Eltern wird ermöglicht durch den Schulträger einen Zuschuss zum zukünftigen Schulgerät zu erhalten. Die Lehrkräfte werden, Stand jetzt, nicht mit Geräten durch den Schulträger oder das Land ausgestattet.

    [...]

    Und drei Anschlussfragen: Könnte die Schulkonferenz den Prozess verlangsamen oder stoppen? Wenn ihr an euren Schulen ausgestattet seid; wie handhabt ihr die Verwaltung der Tablets und wie gut läuft der Einsatz im Unterricht?

    Macht dem Schulträger klar, dass er die Geräte komplett kaufen soll. Sonst habt ihr einen Haufen rechtlicher Probleme in der Praxis. Wenn das Geld nicht reicht, dann lieber weniger kaufen.

    Was hat euer Schulträger mit dem Geld aus dem Digitalpakt 1 gemacht?

    Ansonsten: Unterricht mit Vollausstattung läuft gut. Alles wird zentral verwaltet. Da Geräte Eigentum der Schule/des Schulträgers sind, haben wir keine rechtlichen Probleme. Nur schulische Nutzung erlaubt --> Wir haben jederzeit Zugriff und können den ganzen Klärschlamm des Netzes unterbinden, die Geräte kontrollieren und bei Verstößen gegen die Nutzungsregeln sanktionieren. Einsatz im Unterricht klappt auch gut. Ist halt ein weiteres Werkzeug, dass an manchen Stellen Sinn macht und an anderen keinen. Entsprechend wird es dann eingesetzt.

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