Beiträge von kodi

    Zur Versetzung kann ich dir nichts sagen, da anderes Bundesland.

    Ansonsten aus der Erfahrung von jemandem der an einem Brennpunkt arbeitet. Ja die pädagogische/soziale Arbeit ist wesentlich mehr und absolut notwendig, damit der Rest auch klappt. Wenn man das kann, ist die Arbeit an einer Brennpunktschule besser als ihr Ruf. Sie hat auch viele Vorteile, z.B. dass du weniger mit den Anwaltseltern zu tun hast und die Kinder aufgeschlossener sind, wenn du die Beziehungsebene hinbekommst. Naturwissenschaften sind da eigentlich auch ganz gute Fächer, da man den Unterricht interessant und handlungsorientiert machen kann, was diese Klientel besonders braucht.


    Persönlich würde ich aber auf mein Bachgefühl hören.

    Du hast folgendes was dagegen spricht:

    • Schlechtes Bauchgefühl
    • Schule vom Wohnort entfernt. Besonders mit Kindern relevant
    • Sorge vor der sozialen/pädagogischen Arbeit
    • Niveaupassung (Auch wenn das ehrlich gesagt eine Illusion ist. Es wäre überraschend, wenn dich das Niveau an anderen Schulstufen wirklich mehr fordert. Klar es erfordert eine Umgewöhnung.)

    Dem gegenüber steht 'nur' die Verbeamtung.

    Nur was bringt die dir, wenn du dann hinterher unglücklich bist? Die Frage musst du für dich klären.

    Wie würdet Ihr [...] aus Perspektive eines Lehrers [...] handeln?

    [..] damit Sie nächste Woche eine realistische Chance aufs Bestehen hat. [...]

    Schnell mit dem Mathelehrer sprechen, um den Stoffrahmen einzugrenzen und mit professioneller Hilfe intensiv üben und zwar auf Lücke, also mit dem Ziel des Bestehens und nicht mit dem unrealistischen Ziel gut zu bestehen.


    Parallel versuchen den Druck raus zunehmen. Auch mit dem Fachabi kann man viele tolle und interessante Berufe ergreifen und hinterher mit Berufserfahrung dann auch noch fachgebunden an der Universität studieren, wenn man das denn will.

    Auch wenn ich hier definitiv einen Bias hege, da es sich um jemanden aus meinem Bekanntenreis handelt - 0 Punkte wären meiner Definition nach mit einer Prüfungsverweigerung gleichzusetzen.

    Dreh das mal um, um deinen Bias zu überprüfen:

    1 Punkt für das Erscheinen zur Prüfung und den Versuch etwas zu sagen? Das passt natürlich nicht. Auch der erste Punkt sollte schon mit einer fachlichen Leistung hinterlegt sein.

    Solange die Abizeitungsbeiträge halbwegs im Rahmen bleiben, muss man damit Leben. Auch damit, dass dieser Rahmen rechtlich gesehen viel weiter gesteckt ist, als es vielleicht dem eigenen Empfinden als Betroffener entspricht.

    Letztlich muss man sich als System Schule klar machen, dass das ein Ventil der Machtasymmetrie ist.

    Das ist so ein bisschen wie die Lehrer, die im Lehrerzimmer in der Gruppe über die SL möppern.


    Versucht es mit Humor zu nehmen, solange es nicht strafrechtlich relevant wird. Andernfalls verliert man eh immer...

    Korrekt! Der Plan wurde erstellt vom Arzt. Dieser wurde im BEM mit der SL und dem Personalrat der Bezirksregierung kommuniziert und von der Bezirksregierung, auf Grundlag dieses ärztlichen Plans, genehmigt. In dem ärztlichen Attest stand Montag und Dienstag kein Unterricht.

    Ich rufe morgen bei der Bezirksregierung an...

    Wenn das im Schreiben der Bezirksregierung steht, dann ist der freie Tag auch bindend.

    Aber es ist schon mehr als merkwürdig, dass man dich trotz der Konflikte unbedingt behalten möchte. Ich fürchte, dass deine Stammschule dich auch nicht zurück möchte. Sonst wäre es ein leichtes zum Schuljahresende die Abordnung zu tauschen.

    Naja das ist leicht zu erklären.

    Die Schule im Unterhang kann nicht zurückschicken, weil sie dann keinen Ersatz bekommt.

    Die abordnende Schule kann nicht zurücknehmen, weil sie überbesetzt ist.

    Die abordnende Schule wird die Abordnung nicht wechseln, weil es eine mitbestimmungspflichtige Personalmaßnahme ist und zusätzlich bei der Auswahl ja einerseits Fachbedarf aber auch Sozialauswahl berücksichtigt werden muss, wenn sich niemand freiwillig meldet.

    Ganz ehrlich:

    1. Die Wortwahl hier über die alte Chefin empfinde ich als unangemessen und nicht professionell
    2. Die geschilderte Lehrerzimmersituation empfinde ich als unglücklich. Sollte so nicht laufen, aber du hast die Konrektorin da in einer hochstressphase erwischt. Morgens haben die normalerweise wegen der Vertretungsplanung extrem viel zu tun. Trotzdem kann man natürlich freundlich bleiben.
    3. Die Reaktion auf die Lehrerzimmersituation finde ich extrem ungeschickt, weil die Stufe des direkten Gesprächs mit der Betroffenen übersprungen wurde. Versuch mal den Perspektivwechsel und stell dir das in der Konstellation "Schülereltern, du, SL" vor.
    4. Die Schilderung deiner bisherigen Erlebnisse in so einem Gespräch ist nur dann hilfreich, wenn du das neutral hinbekommst. Wenn du dich da nur annähern wie hier geäußert haben solltest, hat das sicher ebenfalls geschadet.

    Ich denke ohne dein aktives Handeln wird die Beziehung zwischen dir und der Konrektorin belastet bleiben und du kannst allenfalls professionelle Distanz erwarten.

    Eine Möglichkeit als Kollegium mit so etwas proaktiv umzugehen, wäre natürlich auch, die Schüler mit der Abizeitung nicht alleine zu lassen und die in einer schulischen AG zu erstellen. So machen wir das mit der Abschlußzeitung unserer Schüler.

    Das hilft dir jetzt im nachhinein natürlich nicht.

    Genau, der alte Rentner in seiner 70qm Eigentumsaltbauwohnung soll für seine kleine nichtreparable Gastherme noch mal richtig viel Geld für eine Wärmepumpe in die Hand nehmen. Idealerweise wird nach seinem Tod das ganze Haus abgerissen oder kernsaniert. Dafür bekommt er sicher einen Kredit bei seiner Bank.

    Aus Sicht eines reichen Lehrers ist eine Wärmepumpe ok, aber es gibt genügend andere Fälle.

    Der hängt sich eine Splitklimaanlage mit zwei Inneneinheiten in seine 2-Zimmerwohnung und einen Durchlauferhitzer für Warmwasser.

    Das kostet die Hälft der Gasheizung.

    Nimm die Stelle an. Die Jobaussichten als Gymnasiallehrer sind derzeit nicht gut.

    Dass die Schule nicht begeistert ist, wenn jemand eingestellt wird und dann gleich ausfällt, ist klar. Aber damit müssen die klarkommen. Es sind immer wieder Kollegen wegen Schwangerschaft oder Krankheit temporär nicht da. Das ist was völlig normales und letztendlich macht es eigentlich organisatorisch auch keinen Unterschied, wann das im Berufsleben passiert.

    Ein weiterer Aspekt für das Annehmen wäre, dass du so nicht so leicht in die 'Mutterfalle' tappst. Du hast von Anfang an etabliert, dass du auch arbeitest und ihr die Kinderbetreuung teilt. Wenn du nicht annimmst besteht die Gefahr, dass ihr euch anders arrangiert und du dann hinterher nur die Kinder betreust. Erst weil du 'gerade nicht arbeitest' und danach dann, weil ihr euch dran gewöhnt habt/der Mann gerade plötzlich auf der Arbeit unabkömmlich ist, ...

    Genau das sollte es aber. Es ist ein SKANDAL, dass immer noch Neubauten und Sanierungen ohne Klimaanlagen geplant werden. Das ist hoffenungslose, überhebliche deutsche Arroganz, dass wir das nicht bräuchten. Unsere Sommerferien sind zu kurz unklimatisierte Gebäude sinnvoll zu nutzen.

    Oder man baut wieder so wie vor hundert Jahren. Dazu große Bäume um das Gebäude.

    Die alten Schulgebäude in meiner Stadt sind schön kühl. Auch ohne Klimaanlagen.


    Die neuen Gebäude hingegen sind der Albtraum sobald sich etwas Sonne zeigt. Egal zu welcher Jahreszeit.

    Wenn man nur noch so Thermoschachteln baut und dazu alle Bäume wegmacht, damit ja keinem ein Ast auf den Kopf fällt, dann braucht man sich über überhitzte Gebäude nicht zu wundern.

    Wie gesagt, es gibt keine Vertretungslehrkraft für mich.

    Das weißt du nicht. Die Vertretungskraft übernimmt nicht zwangsläufig 1:1 deinen Unterricht.

    Ich teile übrigens auch die Einschätzung, dass es bei der SL-Nachfrage nach der Ferienkrankschreibung um eine Vertretungskraft geht.

    Unabhängig davon musst du aber gucken, was für dich das sinnvollste ist.

    Das einzige, was dich 'verfolgt' ist dein polizeiliches Führungszeugnis.

    Die Personalakte wird nicht weitergegeben.

    Wegen deiner SL würde ich mir keine Sorgen machen. Wenn das alles so stimmt, was du über deine SL mutmaßt, wirst du sofort eine Freigabe von der SL erhalten. Keine SL ist so blöd und hält einen Kollegen gegen dessen Willen mit dem es Probleme gibt.

    Der Weg über die Kündigung und die Neueinstellung ist vermutlich der schnellste und unproblematischste. Dann brauchst du keine Freigabe und musst auch nicht auf einen Platz im Lehrertauschverfahren warten. Je nach Fächern und Schulform hast du natürlich die Unsicherheit, ob das mit dem neuen Job klappt.

    Wenn du in einem anderen Bundesland arbeitest als dem Schulbundesland deines Kindes, bringt das neue Herausforderungen mit sich, die du mit einplanen solltest. Ich glaub plattyplus kann dir dazu eventuell etwas sagen.

    wie kann es sein, dass ich trotz ursprünglichem Wunsch direkt nach den Ferien wieder arbeiten zu können vom Amtsarzt (also dem Land) in die Dienstunfähigkeit geredet werde

    Abweichung von Selbsteinschätzung und Fremdeinschätzung. Ist doch jetzt nichts so ungewöhnliches...

    Haben wir bei den Schülern auch tagtäglich mit zu tun. Als Betroffener ist man oft zu nah dran, um eine objektive Perspektive einzunehmen.

    Und wie schätzt ihr die Wahrscheinlichkeit ein, dass ich später, wenn ich es nicht mehr wollen würde, trotzdem reaktiviert werde. Also sprich, so wie ich jetzt das Gefühl hatte, dass von Amtsarztseite alles viel schlimmer geredet wurde als es ist... Es in 3 Jahren genau umgekehrt sein könnte, dass ich noch Probleme habe, die aber klein geredet werden und ich gegen Willen reaktiviert werde.

    Keine Ahnung, aber ich verstehe das Problem nicht.

    Ich kann verstehen, dass man nicht DU eingestuft werden will. Ich kann auch verstehen, dass es Situationen gibt, wo man die DU nicht wieder aberkannt bekommen will. Wobei es mir schon schwerer fällt, das nachzuvollziehen.

    Aber wie beides zusammen geht, ist mir ehrlich gesagt etwas schleierhaft. "Ich will es nicht haben, aber wenn dann für immer"? Das macht für mich wenig Sinn.

    Ich finde es gut, dass die Bezirksregierungen versuchen die Punkteinflation bei den Dienstbeurteilungen einzudämmen. Wenn jeder zweite die Bestwertung bekommt, kann man sich das Verfahren auch schenken.

    Leider gibt es in den Beurteilungen vier sehr unglückliche Konstruktionen, die zu dieser Inflaltion führen:

    • Die Abkürzung der Bewertung in Punkte, die den mittleren Referenzwert für eine durchschnittliche Leistung verschleiert. Dazu muss man die zugehörigen Textstufen lesen.
    • Das weitgehend gleiche Beurteilungsschema für völlig unterschiedliche Aufgaben und unterschiedliche Hierarchie-Ebenen.
    • Die Loslösung der Beurteilungsaspekte von der zukünftigen Aufgabe
    • Das Bestenprinzip, welches durch die allgemeine Struktur der dienstlichen Beurteilung eben kein Bestenprinzip für die konkrete Aufgabe an der konkreten Schule liefert. Um das zu 'heilen' wird dann oft Notentrickserei/-inflation als Notwehr/Ausweg betrieben.

    Letztlich ist der Sicherheitsrat nur ein Prestige-Ding. Solange da Länder mit Veto-Recht und Länder ohne Veto-Recht drin sitzen, ist das für alle Länder ohne Veto-Recht eine reine Show-Veranstaltung.

    Letztlich ist die Konstruktion dieses Gremiums nur dazu da, um die politischen Machtverhältnisse direkt nach dem 2. Weltkrieg einzufrieren. Solange das so ist, ist der Wert ziemlich geschmälert. Da hilft auch kein Gerede von multinationaler Organisation. Das ist ein Allierten-Gremium, welches heute in der jetzigen Form aus der Zeit gefallen ist. Das wird solange so bleiben, wie es das Veto-Recht gibt.

    Zu den Zahlungen:

    Finde ich grundsätzlich ok, solange darauf geachtet wird, dass man einen entsprechenden Gegenwert bekommt... entweder in der Sache, weil es in unserem Interesse ist oder im Rahmen von Einfluss. Alles andere ist sonst Luxus/Hobby, das man sich als Land leistet.

    Wo liegt deiner Meinung nach die größte Herausforderung des Berufes?

    • Zeitmanagement & Abgrenzung
    • Hohe psychische Belastung durch den sozialen Aspekt der Arbeit
    • Stark verdichtete Arbeitsphasen ohne echte Ruhepausen

    Was müsste ein Coaching bieten, damit du daran teilnehmen würden?

    • Es müsste von jemandem durchgeführt werden, der selbst im aktiven Schuldienst ist, dort erfolgreich ist und gut zurecht kommt.

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